DE553473C - Verfahren zur Herstellung von Gesichtsmasken - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von GesichtsmaskenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44C—PRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
- B44C3/00—Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Gesichtsmasken Die Erfindung betrifft die Herstellung von Gesichtsabgüssen, welche als vornehmer, dauernder Wandschmuck und als Andenken verstorbener Familienangehöriger Verwendung finden. Die Abgüsse werden von lebenden oder toten Personen abgenommen ohne Behinderung der Atmung und ohne Belästigung der lebenden Person.
- Gegenüber bekannten Verfahren lsringt die vorliegende Erfindung folgenden Fortschritt: Es wird ein schon bald nach der Abnahme erstarrendes und so festes Negativ erzielt, daß es fast- unmittelbar nach der Abnahme mit Gips oder anderer Masse ausgegossen werden kann. Dieses Negativ gerät bei dem Ausgießen weder in Gefahr zu erweichen, sich zu verbiegen oder auch Feinheiten der Gesichtszüge zu verlieren, wie es bei Herstellung eines Negativs aus Pflanzenleim unter Benutzung von Versteifungsmaterial aus Gaze und imprägnierter Leinwand unausbleiblich ist.
- Es gelingt vielmehr mit Hilfe. der vorliegenden Erfindung, ein genaues Positiv zu erzielen, das unmittelbar alle Feinheiten der Kopfbildung und der Gesichtszüge wiedergibt.
- Das beanspruchte Verfahren wird in folgender Weise durchgeführt: Zunächst wird eine Teigplatte unmittelbar auf die Haut aufgelegt. Diese Platte wird hergestellt aus Weizenmehl, das mit Wasser zu dickem Brei angerührt, zu einem Teig geknetet und unter Beigabe von Gips und etwas Fett oder Butter zu festem Teig verarbeitet wird. Der Teig muß so lange geknetet werden, bis er nicht mehr klebt. Er darf nicht länger als eine halbe Stunde vor dem Auflegen fertiggestellt werden, sonst muß er durch Einfetten geschmeidig erhalten werden. Statt Weizenmehl kann auch jedes andere stärkehaltige Mehl benutzt werden unter jeweiliger entsprechender Abänderung des Verfahrens. Ist der Teig, wie oben geschildert, mit Hilfe von Mehl bereitet, so wird er auf einen entsprechend mit Mehl bestreuten Papierbogen aufgemangelt, der in Gesichtsform mit -einer für die Nase bestimmten Durchlaßöffnung oder in Form anderer abzunehmender Kopfteile zurechtgeschnitten worden ist.
- Hierauf werden unterhalb der Nasenöffnung zwei Löcher in den Teig gestoßen, die zur Einführung der Luftkanäle dienen.
- Die Gesichtsform muß oben mindestens 5 cm oberhalb des Haaransatzes beginnen und unter das Kinn bis zum Halsanzatz verlängert werden. In der Breite muß sie vom Ohransatz quer über das Gesicht bis zum anderen Ohransatz reichen.
- Nunmehr werden das Gesicht oder die anderen abzunehmenden Kopfteile der betreffenden Person eingefettet. Haare sind nicht einzufetten. Die Person muß die Augen schließen und möglichst unbeweglich verharren. Die Teigplatte wird unmittelbar auf die Haut aufgelegt und der nur zum Aufbringen der Platte behelfsmäßig benutzte Papierbogen außen abgenommen. Die Luftkanäle werden in die Nase eingeführt, bei schwachatmenden Personen wird gegebenenfalls eint Kanal. für den-,Mund hinzugefügt. Die Teigplatte wird riun-- an Nase, Augen, Mund und .=firn. leicht -angedrückt und um die Nasenkanäle herum zwei kleine Teigwürstchen angelegt. Nun wird auf die Teigplatte eine nicht zu dünn eingerührte Gipsmasse in Stärke von etwa i1/2- cm aufgetragen. Sobald der Gips erhärtet ist, wird die aus zwei Schichten bestehende Gesamtform behutsam abgenommen.
- Nach etwa zweitägigem Trocknen wird die Form leicht eingeölt oder gefettet und mit dünn eingerührtem Alabastergips ausgegossen.
- Nach dem Erhärten dieser Masse zieht man die Luftkanäle heraus und bröckelt oder meißelt die aus Teig und Gips bestehende Außenform von dem Alabastergips ab. Damit ist der Gesichts- oder Kopfabguß in seiner eigentlichen Form fertiggestellt. Man bearbeitet ihn nun und verbessert etwaige Fehler unter Abschaben einer z bis -- mm dicken Schicht. Der so fertiggestellte Gesichtsabguß kann durch Aufschrauben auf ein schwarzlackiertes Brett als vornehmer dauerhafter Wandschmuck oder als Andenken an Verstorbene hergerichtet werden. Durch Zusammensetzen der Abgüsse aller Kopfteile können vollständige Büsten hergestellt werden. Die Abgüsse stellen sich auch als besonders wertvolle Modelle für - Bildhauer dar und sind zum Abformen in Metall oder jedem anderen Material geeignet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gesichtsmasken, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gesicht mit einer dünnen, Gips enthaltenden und mit öffnungen für die Atmung versehenen Mehlteigschicht bedeckt, auf diese eine dickere Gipsschicht aufträgt, nach einiger Zeit den Abdruck entfernt, ihn mit Gips ausfüllt und nach dem Erhärten die Form abschlägt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE553473T | 1930-05-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE553473C true DE553473C (de) | 1932-06-25 |
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ID=6563759
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930553473D Expired DE553473C (de) | 1930-05-13 | 1930-05-13 | Verfahren zur Herstellung von Gesichtsmasken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE553473C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3029573A1 (de) * | 1980-08-05 | 1982-03-18 | Hans-Joachim 4983 Kirchlengern Bünder | Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer gesichtsabformung vom lebenden menschen zur anfertigung einer bueste |
-
1930
- 1930-05-13 DE DE1930553473D patent/DE553473C/de not_active Expired
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| DE3029573A1 (de) * | 1980-08-05 | 1982-03-18 | Hans-Joachim 4983 Kirchlengern Bünder | Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer gesichtsabformung vom lebenden menschen zur anfertigung einer bueste |
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