DE553777C - Verfahren zum Lackieren von Konkretmassen, Porzellanen, Marmor u. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Lackieren von Konkretmassen, Porzellanen, Marmor u. dgl.

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DE553777C
DE553777C DE1930553777D DE553777DD DE553777C DE 553777 C DE553777 C DE 553777C DE 1930553777 D DE1930553777 D DE 1930553777D DE 553777D D DE553777D D DE 553777DD DE 553777 C DE553777 C DE 553777C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D7/00Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials
    • B05D7/50Multilayers
    • B05D7/56Three layers or more
    • B05D7/57Three layers or more the last layer being a clear coat

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zum Lackieren von Konkretmassen, Porzellanen, Marmor u. dgl. Den Gegenstand der -vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zum Lackieren von Konkretmassen, Porzellanen, Marmor u. dgl. Es besteht im wesentlichen darin, daß zunächst eine Glättung der zu lackierenden Körper - vorgenommen wird. Im Anschluß hieran erfolgt eine erste Grundierung mit einer Mischung von rohem Lack, welcher Asphalt und Füllmaterialien beigefügt werden. Als Füllmaterialien kommen insbesondere Schiefermehl und gepulverter oder sonstwie fein zerkleinerter Ton in Frage.
  • Der ungereinigte, rohe Holzsaft des Lackbaumes (liiurushi) besitzt gegenüber dem gereiniEen überzugslack den Vorteil, daß er eine sehr große Adhäsivkra£t besitzt, auch wenn die Füllmaterialien, wie Schiefermehl, Ton, Asphalt, zugesetzt sind.. Insbesondere bietet der Rohlack den Vorteil, daß er keine Risse bildet und an der Unterlage fest haftet und anderseits die darüberliegenden weiteren Lackschichten fest mit der Unterlage verbindet. Der gereinigte Japanlack (Urushi) dagegen gibt eine außerordentlich harte, feste Oberfläche, die aber ohne die vorgängige Behandlung des zu lackierenden Untergrundes mit Rohlack sehr leicht abspringen würde. Infolgedessen wird in Gemäßheit der vorliegenden Erfindung für die Unterlagen der Rohlack (Kiurushi) benutzt, um einmal die Unterlage zu glätten und ein Bindemittel für die äußere Lackschicht aus gereinigtem Lack zu bilden.
  • Der zu lackierende Gegenstand wird nach der ersten Grundierung mit weiteren Rohlackschi.chten überzogen, welchen abnehmend weniger Füllmittel zugesetzt werden können. Bei der zweiten Grundierung kann der Asphalt fortfallen. Bei der dritten Grundierung kann das Steinmehl in Fortfall kommen. Als letzte Operation erfolgt die eigentliche Feinlackierung. Auf diese Weise ist es möglich, auf Konkretmassen, wie Beton o. dgl., absolut feste und unverwüstliche Lacküberzüge anzubringen. Diese Art der Lackierung bietet eine absolute Sicherheit gegen die Ausblühungen der Konkretunterlage. Die Bestandteile der Konkretmasse sind nicht in der Lage, den - Lacküberzug anzugreifen. Ebensowenig ändert sich der Lacküberzug gegenüber den Einflüssen der Witterung und insbesondere des Regens, so daß der Lacküberzug, auch wenn er noch so schroffen Witterungswechseln ausgesetzt ist, für viele Jahre hindurch absolut unveränderlich verbleibt.
  • Gemäß dem sonst üblichen Herstellungsverfahren, welches für die Lackierung von hölzernen Gegenständen benutzt wird, ist es praktisch unmöglich, Konkretmassen, wie sie für Bauzwecke insbesondere benutzt werden, mit Japanlack zu überziehen, weil diese Lackschichten durch die Beimengungen der Konkretmassen zerstört werden und.dann hierbei von dem Untergrund abblättern. Diese Erscheinungen beruhen anscheinend auf der Bildung von Calcium- und Aluminiumverbindungen, welche an und für sich selbst nicht plastisch sind und keine Bindekraft für den Lachüberzug und die Konkretmasse besitzen, so daß zwischen dem Konkretuntergrund.und der Lackschicht durch die Wirkung dieser Verunreinigungen der Konkretmassen eine Säurebildung begünstigt wird.
  • In Gemäßheit der vorliegenden Erfindung wird nun der Untergrund zunächst mit einer vorbereiteten Mischung aus rohem Japanlack (Kiurushi), Asphalt, Steinmehl und Tonpulver überzogen. Nachdem diese Mischung von rohem Lack, Steinmehl und Tonpulver oder nur von zweien dieser drei Körper - aufgebracht worden ist, wird das Material mit einer weiteren Mischung von rohem Lack und Tonpulver überzogen, und schließlich wird der endgültige Überzug von Lack aufgebracht. Die verschiedenen Operationen werden einzeln nacheinander vorgenommen, und zwar jeweils, nachdem der Überzug von der vorhergehenden Operation getrocknet und poliert worden ist.
  • Die nachfolgende Beschreibung gibt die Details des Verfahrens: Der Körper wird zunächst aus Konkretmasse hergestellt, und nach ungefähr einem Monat wird die Oberfläche mit einem Material überzogen, das durch Mischen und Kneten von i oo Teilen der Mischung von_ Schiefermehl und Tonpulver in gleichen Mngen hergestellt und mit etwas Wasser durchgeknetet wird. Hierauf werden dieser wasserfeuchten Schiefermehl- und Tonpulvermischung 2o Teile von Rohlack und 5o Teile von geschmolzenem Asphalt zugesetzt und damit die Oberfläche des Konkretkörpers überzogen. Nachdem dieser Überzug getrocknet und die Schicht neuerlich poliert .ist, wird dieser Überzug sowie das Trocknen und Polieren in gleicher Weise -zum zweiten Male wiederholt. Hierauf wird eine Mischung von 6o Teilen rohem Japanlack, 5o Teilen Schiefermehl und 5o Teilen Tonpulver gemischt, geknetet und als weitere Schicht aufgebracht und die Schicht getrocknet und poliert. Notfalls kann auch noch eine oder mehrere Schichten in gleicher Weise aufgebracht, getrocknet und poliert werden. Hierauf wird eine Mischung von 6o Teilen Japanlack und iooTeilen Tonpulver-angesetzt und durchgeknetet, diese Mischung aufgetragen, getrocknet und poliert. Ebenso können die drei Verfahrenshandlungen wiederholt werden, und schließlich wird reiner Japanlack aufgebracht, getrocknet, poliert, notfalls dreimal hintereinander, wodurch die endgültige Lackierfläche geschaffen wird. Die auf diese Weise lackierten Konkretmassen sind für viele Jahre wetterbeständig.
  • Wenn Lack auf einen Konkretkörper in Gemäßheit der vorliegenden Erfindung aufgebracht ist, dann werden Calciumverbindungen, Aluminiumverbindungen zwischen dem Untergrund und der Lackschicht sich bilden; aber die Menge ist so außerordentlich gering und so überaus fein verteilt zwischen den übrigen Körpern, wie Asphalt u. dgl., daß sie keinerlei Abblätterungen verursachen. Asphalt, das im wesentlichen aus Kohlenwasserstoffen o. dgl. besteht, verhindert den Angriff der überzugsschicht durch die Beimengungen der Konkretunterlage. Insbesondere haftet Asphalt - überaus fest an der porösen Oberfläche des Konkretkörpers an und bindet zugleich den rohen Lack. Schiefermehl gibt die entsprechende Härte für den Auftrag, während Tonpulver, das im wesentlichen aus einem feinen Pulver besteht, die entsprechende Dichte und Zähigkeit zu der - Auftragsschicht ergibt. Infolgedessen sind die Überzüge keinen plötzlichen Änderungen der chemischen Zusammensetzung oder physikalischen Einwirkungen unterworfen. Die aufeinanderfolgenden Lackschichten mit Asphalt, Schiefermehl, Tonpulver enthalten das -Lackmaterial selbst. Infolgedessen wird in Gemäßheit der vorliegenden Erfindung eine starke und überaus wirkungsvolle Lackschicht gebildet, welche weder den Zerstörungen noch sonstigen Einflüssen unterworfen ist, wie man sie speziell bei Eisenbetonbauten der buddhistischen Tem. e1 o. dgl. findet, welche bisher nicht mit Japanlack überzogen werden konnten.
  • In gleicher Weise kann das vorliegende Verfahren auch in allen solchen Fällen mit Erfolg angewendet werden, wo der Untergrund nicht nur aus Beton, sondern auch aus Mörtelmassen, Zementschichten, Stuck oder ähnlichem besteht. An Stelle von Schiefermehl und Tonpulver können auch sinnverwandte Substanzen wechselweise beigemischt werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Lackieren von Konkretma.ssen, Porzellanen, Marmor u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß zuerst die Unterlagsschicht vorgerichtet wird, alsdann mit einer Mischung von rohem, ungereinigtem Holzsaft des Lackbaumes (Kiurushi), Schiefermehl und zerkleinertem, gepulvertem Ton ein- oder mehrmals überzogen wird, alsdann mit einer weiteren Schicht überzogen wird, die als endgültige Lackierung aus dem gereinigten Holzsaft des Lackbaumes (Urushi) besteht.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der ersten Mischung von Kiurushi Steinmehl und gepulverter ,oder zerkleinerter Ton, Asphalt zugesetzt wird.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Konkretuntergrund eine Mischung von Rohlack (Kiurushi), Asphalt, Schiefermehl und Tonpulver aufgebracht wird, alsdann eine Mischung von Rohlack, Steinmehl und Tonpulver, hierauf eine Lage von Rohlack mit Tonpulver und schließlich die endgültige Lackschicht aus gereinigtem Lack (L:rushi).
  4. 4. Ausführungsform nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Überzüge bei jeder Operation getrocknet und poliert werden, ehe der weitere Überzug erfolgt.
DE1930553777D 1930-04-02 1930-10-01 Verfahren zum Lackieren von Konkretmassen, Porzellanen, Marmor u. dgl. Expired DE553777C (de)

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