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Filmperforiermaschine mit Zentrierstiftpaaren Bei den bekannten Filmperforiermaschinen
werden die Perforationslöcher mit Hilfe von Stanzblöcken hergestellt, die ein oder
mehrere Stanzstempelpaare tragen und mit einer nachstellbaren Fangstiftplatte verbunden
sind. Die Fangstifte sind in den gleichen Abständen wie die Stanzstempel angeordnet
und ragen mit einem verjüngten Teil über diese hinaus, so daß sie bei der Vorwärtsbewegung
des Filmstreifens in die bei dem vorhergehenden Arbeitsgang aus dem Film ausgestanzten
Perforationslöcher des Filmstreifens eingreifen. Bei den gebräuchlichen Perforiermaschinen
sind vier Stanzstempelpaare und vier Fangstiftpaare vorgesehen. Damit die Fangstifte
genau in die von den Stanzstempeln ausgestanzten Löcher eingreifen, müssen die Fangstifte
genau im gleichen Abstand (Schritt) wie die Stanzstempel angeordnet sein. Es hat
sich in der Praxis gezeigt, daß sich diese Bedingung entweder gar nicht oder nur
sehr schwer unter Aufwendung erheblicher Kosten einhalten läßt.
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In Wirklichkeit weicht der Schritt der Fangstifte immer etwas von
dem der Stanzstempel ab, so daß die Fangstifte nicht genau in den lichten Raum der
Perforationslöcher eingreifen, sondern den Film zwischen je zwei Löchern entweder
dehnen oder stauchen.
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Es wurde nun gefunden, daß man die erforderliche Genauigkeit im Schritt
der Fangstifte und dem der zugehörigen Stempel besser einhalten kann, wenn man eine
geringere Anzahl von Fangstiftpaaren als von Stanzstempelpaaren vorsieht, z. B.
auf vier Stanzstempelpaare nur ein oder zwei Fangstiftpaare anwendet.
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Von besonderer Wichtigkeit ist auch die Form des Querschnitts der
Fangstifte. Bisher war bereits für die Fangstifte ein etwas geringerer Querschnitt
als für die Stanzstempel vorgeschrieben. Dies genügt aber für die bei der Filmperforierung
notwendige Genauigkeit keineswegs, da der Betrag, um den man den Oderschnitt der
Fangstifte kleiner hält als die Stempel, innerhalb der Meßgenauigkeit für den Stempel
liegt; denn die Abmessungen der Stanzstempel und der Fangstifte können wegen der
damit verbundenen großen Kosten nicht so genau gearbeitet werden, daß alle Stanzstempel
bzw. alle Fangstifte jeweils die für sie vorgesehenen Abinessungen haben, und daß
jeder Fangstift gleich gut in das von irgendeinem beliebigen Stempel erzeugte Loch
paßt. Es wird sich im Gegenteil nicht vermeiden lassen, daß die Fangstifte bei ihrem
Eingreifen in die gestanzten Löcher diese entweder aufdornen oder aber nicht voll
ausfüllen.
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Erfindungsgemäß wird daher jeder Fangstift in seinem Querschnitt nach
den Fertigmaßen des zum Stanzen des den betreffenden Fangstift aufnehmenden Perforationsloches
dienenden Stempels in der Weise bemessen, daß er in der Höhe um etwa o,oor mm kleiner
gehalten wird als der Stempel, während
gegebenenfalls in der freite
ein wesentlich größeres Spiel zugelassen werden kann, sofern der Film in seiner
Längsrichtung tadellos gehalten und geführt wird. Während man also bisher bestrebt
war, allgemein sämtliche Fangstifte gegenüber sämtlichen Stanzstempeln in den Maßen
etwas kleiner zu halten, was aber meistens nicht erreicht wird, wird jetzt jeder
Fangstift einzeln genau nach den Fertigmaßen des ihm zugeordneten Stanzstempels
gearbeitet, was sich ohne besonders hohe Kosten ermöglichen läßt, da es sich nur
um ein Paar handelt im Gegensatz zu den bisher üblichen vier Stanzstempelpaaren.
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Wenn zwei Fangstiftpaare bei einem Block mit mehreren Stanzstempelpaaren
vorgesehen sind, erteilt man zur besseren Führung in der Längsrichtung dem einen
Fangstiftpaare vornehmlich in der Querrichtung, dem anderen Paare aber in der Längsrichtung
der Filmbahn eine kleinere Abmessung (z. B. - o,2 mm) als die der zugehörigen Stanzstempel,
während sie senkrecht zu den genannten Richtungen ein Spiel von nur o,ooi mm haben.
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Derartige Zentrierstiftpaare, bei denen einer der Stifte mit Spiel
in der Querrichtung die Sicherung des Films in der Längsrichtung und der zweite
mit Spiel in der Längsrichtung die Sicherung in der Querrichtung übernimmt, sind
bereits zur Zentrierung spielfertiger Bildfilme im Bildfenster vorgeschlagen.
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In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform dargestellt,
und zwar zeigt Abb. i einen Aufriß des Stanzblockes mit einem Fangstiftpaar, Abb.
2 einen Grundriß des gelochten Filmbandes mit Stanz- und Fangstempeln, Abb.3 einen
Aufriß des Stanzblockes mit zwei Fangstiftpaaren und Abb. 4 einen Grundriß des gelochten
Filmbandes mit Stanz- und Fangstempeln.
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Der Stanzblock i trägt die Stanzstempelpaare 2, 3, 4, 5, während auf
der vertikal verstellbaren Fangstiftplatte 6 das Fangstiftpaar 7 angeordnet ist.
Beim dem dargestellten Stanzblock werden mit einem Hub vier Paare von Perforationslöchern
erzeugt. Der Film muß also jeweils um vier Löcher weiter transportiert werden, und
das Fangstiftpaar 7 greift nur in das eine durch das Stanzstempelpaar 2 erzeugte
Lochpaar ein. In diesem Falle müssen die Höhe und Breite der Querschnitte der Fangstifte
nach- denen des Stanzstempelpaares 2 bemessen werden, und zwar muß der rechte Fangstift
nach dem rechten und der linke Fangstift nach dem linken Stanzstempel hergestellt
werden. Maßgebend sind die Fertigmaße der beiden Stanz-Stempel. In den Abb. 3 und
4 ist mit dem Stanzblock i eine mit zwei Fangstiftpaaren 7 und 8 versehene Fangplatte
6 verbunden. Die Abmessungen des ersten Fangstiftpaares 7 sind nach dem oben erörterten
Prinzip festgelegt, während die Abmessungen des zweiten Fangstiftpaares 8 auf das
zugehörige Stanzstempelpaar 5 abgestimmt sind, und zwar so, daß die Breitenmaße
bis auf o,oi mm übereinstimmen, aber die Maße der Höhe bei den Fangstiften um etwa
o,2 mm kleiner sind als bei den Stempeln.
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Wenn beispielsweise der Stanzstempel2, Abb. 4, die Höhe a und die
Breite e besitzt, so muß der zugehörige Fangstift in der Höhe das Maß b -
a - o,oo i mm und in der Breite das Maß f - e - o,2 mm erhalten. Dadurch wird der
Film in der Längsrichtung durch dieses erste Fangstiftpaar 7 so gehalten, daß der
Schritt beim Stanzen der nächsten Löcher genau eingehalten wird. Wenn der zum zweiten
Fangstiftpaar 8 gehörige Stanzstempel 5 in der Breite das Maß c und in der Höhe
das Maß ä hat, so erteilt man dem zugehörigen Fangstift in der Breite das Maß d
- c - o,ooi mm und in der Höhe das Maß h - g - o,2 mm. Um die Schleifarbeit zu verbilligen,
kann man sich darauf beschränken, das Maß i - k - o,oo2 mm zu machen, während
das Maß L - lia + 0,4 mm oder mehr sein kann. Bei Einhaltung dieser Maße wird der
Film, da das Maß i der Fangstifte genau dem Maß k der gestanzten Löcher entspricht,
einwandfrei zentriert, ohne daß bei etwaiger Ungenauigkeit im Schritt zwischen den
Fangstiften und den zugehörigen Stanzstempeln ein Zerren oder Stauchen des Films
eintreten kann, da j a in der Längsrichtung infolge eines Spielraums von o,2 mm
genügend Freiheit vorhanden ist.
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Die beschriebene Gestaltung der Fangstifte eignet sich selbstverständlich
nicht nur für die Stanzblöcke von Filmperforiermaschinen, bei welchen zwei parallele
Perforationsreihen hergestellt werden, sondern der Erfindungsgedanke ist in entsprechender
Weise auch auf andere Perforationseinrichtungen anzuwenden, bei welchen entweder
nur eine Reihe oder mehr als zwei Reihen von Perforationslöchern gleichzeitig ausgestanzt
werden.