DE557363C - Einrichtung zum Abfuehren von Schlamm aus Dampfkesseln mittels eines in dem natuerlich umlaufenden Fluessigkeitsstrom ausserhalb des Kessels angeordneten Schlammabscheiders - Google Patents

Einrichtung zum Abfuehren von Schlamm aus Dampfkesseln mittels eines in dem natuerlich umlaufenden Fluessigkeitsstrom ausserhalb des Kessels angeordneten Schlammabscheiders

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DE557363C
DE557363C DEP57135D DEP0057135D DE557363C DE 557363 C DE557363 C DE 557363C DE P57135 D DEP57135 D DE P57135D DE P0057135 D DEP0057135 D DE P0057135D DE 557363 C DE557363 C DE 557363C
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Description

  • Einrichtung zum Abführen von Schlamm aus Dampfkesseln mittels eines in dem natürlich umlaufenden Flüssigkeitsstrom außerhalb des Kessels angeordneten Schlammabscheiders Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum ununterbrochenen und selbsttätigen Abführen von Schlamm aus Dampfkesseln und Flüssigkeitserhitzern mittels eines in dem natürlich umlaufenden Flüssigkeitsstrom angeordneten Schlammabscheiders.
  • Zweck dieser Erfindung ist es, einen Abscheider zu schaffen, der kleinste Abmessungen besitzt, dem Umlauf keinen nennenswerten Widerstand entgegensetzt und selbsttätig die Ab- und Einschaltung des Wasserumlaufes gestattet. Das wird durch eine Abscheiderbauart erreicht, bei der in bekannter Weise infolge von Wärmeunterschieden geeignete Strömungen des umlaufenden Wassers hervorgerufen werden, um eine rasche und vollständige Schlammabsonderung hervorzurufen.
  • Es sind Schlammabscheider bekannt, bei denen das Wasser zwischen einer Anzahl teilweise ineinandergreifender, kegelstumpfförmiger Hauben in einer Schlangenlinie hindurchgeleitet wird. Die Wasserumlenkungen, durch die der Schlamm ausgeschieden werden soll, finden bei diesen Einrichtungen in der Nähe der Abscheiderwand statt, eine Stelle, an der die Strömungsgeschwindigkeit gering, die Umlenkwirkung also gleichfalls gering ist. Der ausgeschiedene Schlamm wird nach der Mitte zu geleitet. Da das Absinken des Schlammes nur bei verhältnismäßig ruhigem Wasser erfolgt, muß schon der mittlere Teil des Abscheiders erhebliche Abmessungen aufweisen, was sich auch auf den Umfang und hiermit auf die gesamten Abscheiderabmessungen entscheidend auswirkt. Die Ausscheidung kann nur sehr langsam erfolgen, was noch zur Erhöhung der notwendigen Abmessungen beiträgt.
  • Erfindungsgemäß ist ein mittleres, gegenüber der Zuführungsleitung erweitertes Fallrohr vorgesehen, auf dem bis zum unteren Ende eine Gruppe von kegelstumpfförmigen Hauben befestigt ist, in deren Zwischenräume eine zu ihr parallele zweite Gruppe kegelstumpfförmiger Hauben teilweise eingreift, die einerseits vom Fallrohr und anderseits von der Abscheiderwand durch einen freien Ringraum getrennt sind.
  • Dadurch wird eine ansteigende, ringförmige, im Zickzack geführte Flüssigkeitsströmung in unmittelbarer Nähe des Fallrohres geschaffen, außerdem ruhige, sich nach außen vergrößernde Zonen zwischen den äußeren kegelstumpfförmigen Hauben und ein ringförmiger absteigender Flüssigkeitsstrom in unmittelbarer Nähe der Abscheiderwand.
  • Das Umlenken und Ausschleudern des Schlammes erfolgt bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Abscheider in der Mitte unter günstigerer Wassergeschwindigkeit, und der ausgeschiedene Schlamm wird langsam an der Wand durch die absteigende Strömung abwärts in den Sammelraum geführt. Durch die so günstiger als nach dem Stande der Technik ausgenutzte Wasserströmung läßt sich der Abscheider sehr klein ausführen.
  • Die Erfindung ist beispielsweise in der Zeichnung dargestellt, und es zeigen die Abb. i und 2 die Einrichtung in Verbindung mit einem Röhrenkessel und mit einem Flammrohrkessel. Abb. 3 stellt einen Schnitt durch den Schlammabscheider dar.
  • In diesen Abbildungen bezeichnet i die Kessel, 2 ist der Schlammabscheider. In den von den Anschlüssen 3 und d. an den Kesseln zum Schlammabscheider führenden Leitungen sind die Rückschlagventile 5 und 6 angeordnet. In die den Anschluß q. mit dem Abscheider 2 verbindende Leitung ist in bekannter Weise ein Rippen tragendes Rohrstück 7 eingeschaltet. 8, 9 und io sind Lüftungs-und Probierhähne, i i ist der Ablaßhahn des Abscheiders.
  • Im zylindrischen Behälter 2 ist axial am Deckel 12 das Fallrohr 13 derart befestigt, daß es vom Deckel etwas absteht,. so daß ein Durchgang 14 geschaffen wird. Auf dem Fallrohr 13 sind zwei Gruppen übereinanderliegender kegelstumpfförmiger Hauben 15 und 16 befestigt, von denen die innere Gruppe 15 unmittelbar auf dem Fallrohr bis zum unteren Rande desselben angeordnet ist. Die äußere Gruppe 16 der Hauben ist an der inneren Gruppe befestigt und greift dabei teilweise in deren Zwischenräume ein, so daß sie einerseits vom Fallrohr und anderseits von der Abscheiderwand durch einen freien Ringraum getrennt sind. Dadurch entsteht zwischen den beiden Haubengruppen ein ringförmiger gleichmittiger Spalt für den Aufstieg der Flüssigkeit in unmittelbarer Nähe des Fallrohres und ein freier ringförmiger Raum für den Abstieg der Flüssigkeit längs des Mantels des Abscheiders. Das T-förmige Armaturgehäuse umschließt in seinem mittleren, in der Achse des Abscheiders liegenden Teile 17 zwei gleichmittige Leitungen 18 und i9 und an seinen seitlichen Abschlußschenkeln sind die Ventile 5 und 6 befestigt. Das untere Ende der Leitung 18 ist als Kolben ausgebildet, um innerhalb des Fallrohres von beträchtlich größerer lichter Weite als das Rohr 18 einen dichten Anschluß zu schaffen, der auch vom Rohr 13 leicht abgenommen werden kann. Das äußere Rohr i9 ist unmittelbar auf dem Deckel i2 befestigt, um eine Verbindung mit dem Durchgang 14 herzustellen. 2o und 21 sind zwei mit Gewinde versehene Spindeln, die Handräder tragen und gegen die Ventile 5 und 6 angestellt werden können, um deren Eröffnung zu erzwingen. Die Einrichtung wirkt wie folgt: Das Schlammwasser vollführt in der Richtung der angegebenen Pfeile einen Umlauf. Die Strömungsenergie des Umlaufes genügt nicht, das Rückschlagventil 5 am Eintritt der Einrichtung zu schließen, das durch sein Gewicht vollständig geöffnet bleibt, während die Eröffnung des Rückschlagventiles 6 am Austritt des Apparates durch den Umlauf begünstigt wird. Es kann die Geschwindigkeit des Umlaufes durch Einstellung der Ventile 3 und q. sowie durch Veränderung der Größe der Kühlfläche geregelt werden.
  • Das aus dem Fallrohr 13 mit verminderter Geschwindigkeit unten austretende heiße Schlammwasser kehrt in der untersten Haube um und steigt, um den Durchgang 14 zu erreichen, auf den Zickzackweg, der durch die ringförmigen Spalten zwischen den beiden Gruppen der Kegelstumpfhauben gebildet wird, nach oben. Während dieses Verlaufes wird der Schlamm infolge der aufeinanderfolgenden Ablenkungen (s. Pfeile) und der Schleuderwirkung vom Wasser getrennt und wird durch die sich nach außen hin vergrößernden ruhigen Zonen der Zwischenräume zwischen den Hauben der äußeren Kegelstumpfgruppe in den Ringraum längs der Abscheiderwand geworfen. Aus diesem Ringraume setzt sich der Schlamm infolge seines Gewichtes und durch den Niedergang des infolge Berührung mit dem Mantel gekühlten Wassers, das überdies das Heranziehen des Schlammes aus den erwähnten ruhigen Zonen begünstigt, mit Leichtigkeit auf dem Boden des Abscheiders ab.
  • Das so vom Schlamm befreite Wasser kehrt zum Kessel zurück. Von Zeit zu Zeit wird der sich im Abscheider ansammelnde Schlamm durch den Ablaßhahn i i nach außen abgeführt. Durch öffnen dieses Hahnes wird plötzlich in der Zuflußleitung zur Einrichtung eine vermehrte Geschwindigkeit und in der Rückleitung zum Kessel eine umgekehrte Strömung veranlaßt, und es werden damit Druckverhältnisse eintreten, durch die die Rückschlagventile 5 und 6 zum Abschluß gebracht werden, so daß der Ablaß des Abscheiders durch den Kesseldruck nicht beeinflußt wird. Sobald der Ablaßhahn i i wieder geschlossen wird, entsteht Druckausgleich zwischen Umlaufleitung und Abscheiden und zwar infolge unvollkommenen Dichthaltens der Ventile 5 und 6, sei es durch eine angebrachte kleine Kerbe oder nur ungenügendes Einschleifen. Sobald dieser Druck den Wert des Kesseldruckes erreicht hat, befinden sich die Rückschlagventile im Gleichgewicht und öffnen sich dann durch ihr Eigengewicht, so daß sich der normale Umlauf wieder einstellt. Zum Ausspülen des Abscheiders und der Umlaufleitungen öffnet man den Ablaßhahn i i sowie die Ventile 5 und 6 durch Verstellen der Spindeln 20 und 2i. . Die Einrichtung kann für Flüssigkeitserhitzer verschiedenster Bauart verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Abführen von Schlamm aus Dampfkesseln und Flüssigkeitserhitzern mittels eines in dem natürlich umlaufenden Flüssigkeitsstrom außerhalb des Kessels angeordneten Schlammabscheiders, in dem die Flüssigkeit um im Behälter angeordnete kegelstumpfförmige Hauben in einer Schlangenlinie geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Abscheider (2) ein mittleres, gegenüber der Zuführungsleitung (18) erweitertes, bis unter die Hauben geführtes Fallrohr (13) besitzt, an dem eine Gruppe (15) der kegelstumpfförmigen Hauben befestigt ist, in deren Zwischenräume eine zu ihr parallele zweite Gruppe (16) von kegelstumpfförmigen Hauben teilweise eingreift, die einerseits vom Fallrohr (13) und anderseits von der Abscheiderwand durch einen freien Ringraum getrennt sind. z. Einrichtung zum Abführen von Schlamm aus Dampfkesseln und Flüssigkeitserhitzern nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlammabscheider (2) mit einem Abschlammventil (ii) versehen ist, bei dessen Offnen die in der Zu- und Abführungsleitung eingebauten Rückschlagventile (5, 6) unter der Wirkung des Kesseldruckes selbsttätig schließen und nach dessen Abschluß die nicht dicht schließenden Rückschlagventile unter der Wirkung ihres Eigengewichtes wieder in Offenstellung gelangen.
DEP57135D 1928-02-14 1928-02-14 Einrichtung zum Abfuehren von Schlamm aus Dampfkesseln mittels eines in dem natuerlich umlaufenden Fluessigkeitsstrom ausserhalb des Kessels angeordneten Schlammabscheiders Expired DE557363C (de)

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