DE558152C - Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten der Cholsaeure und Taurocholsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten der Cholsaeure und Taurocholsaeure

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DE558152C
DE558152C DEH124679D DEH0124679D DE558152C DE 558152 C DE558152 C DE 558152C DE H124679 D DEH124679 D DE H124679D DE H0124679 D DEH0124679 D DE H0124679D DE 558152 C DE558152 C DE 558152C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/56Compounds containing cyclopenta[a]hydrophenanthrene ring systems; Derivatives thereof, e.g. steroids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten der Cholsätire und Taurocholsäure Die Überchlorsäure wirkt auf organische Substanzen im allgemeinen oxydierend und wasserabspaltend ein.
  • Auf Cholsäure und deren Derivate wirkt sie zunächst oxydierend.
  • Bringt man z. B. Cholsäure mit @bercblorsäure (70 0J0) bei Raumtemperatur zusammen und läßt 2o Stunden lang bei dieser Temperatur stehen, so erhält man als Ha uptreaktionsprodukt eine neue Verbindung vom Schmelzpunkt io5° (bei 13o° Gasentwicklung). Die neue @"erbindung (C holonsäure) steht offenbar mit der Cholsäure noch in naher Beziehung, denn sie gibt mit konzentrierter Schwefelsäure und Glukose die bekannte Violettfärbung und ist wahrscheinlich als eine durch Oxydation entstandene Ketoverbindung Tier Cholsäure aufzufassen.
  • Läßt man die Einwirkung der Cberchlorsäure auf Cholsäure bei i2o bis i25° vor sich gehen, so erhält man ein ganz ähnliches, etwas stärker braun gefärbtes Produkt. Schließlich läßt sich auch die Taurocholsäure durch Stehenlassen mit konzentrierter Oberchlorsäure in eine neue Verbindung umwandeln, die im Gegensatz zu jener ein p-Nitrophenylhydrazon gibt, also gleichfalls eine Ketoverbindung ist. Beispiel i Cholonsäure 5 g Cholsäure werden in 2o ccm Überchlorsäure (7o ofo) aufgelöst. Nach Ablauf von 20 Stunden wird die inzwischen tiefbraun gewordene Flüssigkeit in viel Wasser gegossen. Man filtriert den sich abscheidenden Niederschlag ab und verwandelt ihn durch Auflösen in verdünnter Natronlauge und Zusatz von Chlorbarium in das Bariumsalz. Dieses wird abfiltriert, durch Auswaschen mit Wasser und Methanol von Bei-' mengungen befreit und durch Eintragen in verdünnte Salzsäure in. die freie Cholonsäure zurückverwandelt.
  • Eine weitere Reinigung wird erzielt durch Auflösen in Eisessig und Ausfällen von etwa 10 01, der angewandten Substanz durch Zusatz von Wasser, wobei ein weniger reiner Teil entfernt wird. Sodann wird die aus der Eisessiglösung isolierte Substanz wiederholt mit warmem Petroläther extrahiert und der Rückstand schließlich in Äthanol gelöst. Aus dieser Lösung fällt verdünnte Kochsalzlösung die Cholonsäure in gelben Flocken aus.
  • Einfacher ist folgende AufarbeitungsmetbGde. Die rohe Ch-olonsäure wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und dann im Exsikator getrocknet. Man löst sie dann in wenig Chloroform und fällt unter Umrübren mit Petroläther; die ausfallende halbfeste Substanz wird so lange mit Petrolätlier verrieben, bis sie körnig geworden ist. Sie wird dann in Alkohol gelöst und, mit Wasser fraktioniert, gefällt, wobei die erste Fraktion meistens ein weniger reines Produkt enthält, während die zweite Hauptfraktion reine oder annähernd reine Cholonsäure ergibt.
  • Cholonsäure, aus C211,011 mit H20 gefällt, bildet ein gelbes Pulver, das bei i5o° schmilzt; bei etwa i3o° tritt Gasentwicklung ein. Die Verbindung ist kaum löslich in Wasser, leicht löslich mit gelber Farbe in Alkohol, Chloioform und Eisessig, sehr schwer löslich in Petroläther. Das Natronsalz ist schwer löslich in überschüssiger Lauge. Calcium- und Bariumsalz werden als in Wasser schwer lösliche Niederschläge erhalten.
  • Cholonsäure gibt, wie schon erwähnt, mit konzentrierter Schwefelsäure und Traubenzucker eine Violettfärbung. Durch Erwärmen der Cholonsäure mit p-Nitrophenylhydrazin in alkoholischer Lösung unter Zusatz von etwas Eisessig wird ein gelbrot gefärbtes Hydrazon erhalten, dessen Analyse annähernd auf das Mono-Nitrophenylhydrazon einer Säure C2iH3805 oder C"H3605 stimmt. Beispiel e 5 g Cholsäure werden in 2o bis 3o ccm Überchlorsäure (70'1,) suspen:diert. Man erwärmt im Kölbchen unter heftigem Umschütteln auf i2o bis i25° und erhält während 2 Minuten bei dieser Temperatur. Alsdann läßt man die Reaktionsflüssigkeit erkalten und gießt sie in viel Wasser. Das ausfallende Produkt wird wie in Beispiel i weiterbehandelt. Man erhält ein graubraunes Pulver, welches in seinen wesentlichen Eigenschaften mit der Cholonsäure von Beispiel i übereinstimmt.
  • Beispiel 3 Tau rocholsäure 5 g Taurocholsaures Natron (bei ioo° getrocknet) werden, in :2o ccm Überchlorsäure aufgelöst, 3 Tage 'bei Raumtemperatur aufbewahrt. Man gießt die braun gefärbte Lösung@dann in Wasser und führt das dabei ausfallende Produkt durch Auflösen in verdünnter Natronlauge in das leicht lösliche Natronsalz über. Durch Zusatz von Salzsäure wird die Taurocholonsäure wieder ausgefällt. Die weitere Reinigung geschieht durch Auflösen in reinem Wasser, Abfiltrieren von einem schwer löslichen Nebenprodukt und Eindampfen des Filtrates. Man"erhält die Taurocholonsäure so als braunrotes Pulver vom Schmelzpunkt i72° (bei roo° ge; trocknet). Die Verbindung ist leicht löslich in Wasser; Salze und Mineralsäure fällen sie aus dieser Lösung wieder aus. Das Natronsalz ist in Wasser und überschüssiger Lauge leicht löslich. Calcium- und Bariumsalz bilden schwer lösliche Niederschläge. Durch Lrwärmen mit p-Nitrophenylhydrazin in alkoholischer Lösung erhält :man ein gelbrot gefärbtes Hydrazon. Es liegt also auch hier eine Ketoverbindung vor.
  • Die Verbindungen sollen zu medizinischen Zwecken dienen, und zwar zur Anregung der Lymphdrüsen und als blutstillende Mittel bei Blutungen; z. B. Darmblutungen, N asenbluten usw.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten der Cholsäure und Taurocholsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man Cholsäure oder Taurocholsäure mit konzentrierter Überchlorsäure bei Temperaturen zwischen o° und 125° bei Gegenwart oder Abwesenheit von Lösungsmitteln behandelt.
DEH124679D 1929-12-19 1929-12-19 Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten der Cholsaeure und Taurocholsaeure Expired DE558152C (de)

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