DE558761C - Schaltanordnung zur wechselseitigen elektrischen Nachrichtenuebermittlung zwischen zwei Stellen - Google Patents

Schaltanordnung zur wechselseitigen elektrischen Nachrichtenuebermittlung zwischen zwei Stellen

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DE558761C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/20Reducing echo effects or singing; Opening or closing transmitting path; Conditioning for transmission in one direction or the other

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  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
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  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltanordnung zur wechselseitigen elektrischen Nachrichtenübermittlung zwischen zwei Stellen auf einem reellen Stromkreis oder einem Phantomstromkreis, bei der die Ein- und Ausgangsklemmen von lediglich in einem einzigen Richtungssinn übertragenden und für gewöhnlich nur für die eine Übertragungsrichtung geschalteten Verstärkern mittels eines Hilfswechselstromes vertauschbar sind, der durch den von der einen der beiden Stellen ausgesandten Nachrichtenübermittlungsstrom ausgelöst wird und dessen Frequenz außerhalb des für die Verstärker gültigen Frequenzbereiches der Nachrichtenübermittlung liegt. Bei einer derartigen Schaltanordnung wird erfindungsgemäß die Aussendung des Hilfswechselstromes von dem Auftreten einer außerhalb des Übertragungsfrequenzbereiches liegenden Frequenz oder von der Richtung des Übertragungsstromes abhängig gemacht. Auf diese Weise wird eine einfache und betriebssichere Schaltung erreicht, indem nur eine einzige Verzögerungsvorrichtung und nur ein einziges Filter erforderlich ist.
Die Zeichnung zeigt die Erfindung beispielsweise in einer Ausführungsform in den Schaltungsbildern der Fig. 1 bis 3. Hierbei bezeichnen: ι und 2 die beiden Stellen, zwischen denen die Nachrichtenübermittlung stattfindet, 3 die Leitungsverstärker mit nur einer Übertragungsrichtung, 4 die Elektromagnete für die Steuerung der nicht dargestellten Umschalter, 5 und 5' die Filter für den Durchgang der Frequenzen im Übertragungsbereich zwischen den zwei Grenzfrequenzen ^1 und f2, 6 eine Verzögerungsvorrichtung, 7 die Resonanzverstärker, 8 die Hilfswechselstromquelle, 9 einen Detektorverstärker, 10 ein Relais zum Einschalten der Stromquelle 8, 11 und 12 Detektorverstärker, 13 und 14 Elektromagnete.
Die Ein- und Ausgangsklemmen der Verstärker 3 können durch Umschalter vertauscht werden, die durch die Elektromagnete 4 (vgl. Fig. ι und 2) gesteuert werden. In der Ruhestellung der Umschalter verstärken die Verstärker 3 die Ströme der Richtung 1-2, der in Fig. 1 angenommen ist. Um einen in der entgegengesetzten Richtung 2-1 verlaufenden Gesprächs- oder Telegraphierstrom (vgl. Fig. 2) zu ermöglichen, müssen die Ein- und die Ausgangsklemmen der Verstärker 3 im geeigneten Augenblick vertauscht werden. Dieser Wechsel wird durch die Elektromagnete 4 veranlaßt, wenn sie durch einen von der Stelle 2 ausgesendeten Hilfswechselstrom zur Wirkung gebracht werden, dessen
Frequenz außerhalb des durch die Frequenzwerte Z1 und /2 begrenzten Bereiches liegt, der für die Übermittlung von Zeichen oder Gesprächen auf der Leitung verwendet wird. Die Frequenz des Hilfswechselstromes muß außerdem so gewählt werden, daß dieser Strom durch die Leitung und die Resonanzverstärker in geeigneter Weise übertragen wird.
Die Verstärker 3 sind so ausgebildet, daß sie nur Frequenzen zwischen den Frequenzwerten Z1 und /2 übertragen. Im Falle einer telephonischen Nachrichtenübermittlung wird der Grenzwert ft ziemlich niedrig und der Grenzwert/2 ziemlich hoch angenommen, damit die Verständlichkeit der Sprechströme nicht wesentlich vermindert wird. Wenn man die Frequenz der Hilfswechselstromquelle unterhalb des Frequenzwertes ft wählt, kann man den Frequenzwert f2 unendlich groß annehmen, und wenn anderseits die Frequenz der Wechselstromquelle 3 größer als der Frequenzwert /2 ist, kann man den Frequenzwert Z1 sehr klein wählen. Die Wahl der Frequenz der Stromquelle 8 hängt somit hauptsächlich von der Art der Benutzung der Leitung und der Natur der verwendeten Stromkreise ab. Die an den Enden der Leitung vorgesehenen Filter 5 und 5' verhindern den Hilfsstrom, die Nachrichtenübermittlung zu stören.
An jeder Verstärkungsstelle wird der Er7 regerstrom für die Elektromagnete 4 durch einen auf die Frequenz des Hilfswechselstromes abgestimmten Resonanzverstärker gemäß Fig. 1 und 2 verstärkt. Diese' Verstärker 7 sind in Parallelabzweigung von der Leitung abgezweigt und übertragen in der Richtung 2-1. Auch sind sie so ausgebildet, daß sie die Nachrichtenübermittlung nicht stören. Das zur Einschaltung der Hilfswechselstromquelle 8 dienende Relais 10 (vgl. Fig. ι und 2) wird nur durch den Strom, der für die von der Stelle 2 kommende Nachrichtenübermittlung dient, z. B. mittels eines Detektorverstärkers g, zur Wirkung gebracht. Durch einen von der Stelle 1 ausgehenden Strom darf die Stromquelle 8 nicht eingeschaltet werden, da dies die Umkehrung der Verstärker 3 hervorruft und jede Nachrichtenübermittlung in der Richtung 1-2 unmöglich macht. Um unter Berücksichtigung des Richtungssinnes der Übertragung die Einschaltung der Wechselstromquelle 8 durch einen von der Stelle 1 der Fig. 1 und 2 kommenden Strom zu verhindern, kann man beispielsweise von der Tatsache Gebrauch machen, daß der von der Stelle 1 ausgesandte Strom beim Austritt aus dem letzten Verstärker nur die zwischen den Werten J1 und f2 liegenden Frequenzen enthält, während der von der Stelle 2 ausgehende Strom, wenn er noch keine Verstärker durchlaufen hat, Frequenzen enthält, die außerhalb dieses Bereiches sich befinden. Man braucht dann nur die Vorrichtung 9, die dem Einschaltrelais 10 für die Wechselstromquelle 8 vorgeschaltet ist, so auszubilden, daß sie nur auf Frequenzen anspricht, die außerhalb des Frequenzbereiches Z1 bis /2 der Nachrichtenübermittlung liegen.
Den gleichen Erfolg kann man auch mit der in Fig. 3 dargestellten Einrichtung erzielen. Hier dient der Detektorverstärker 11 dazu, durch Erregung des Elektromagneten 10 die Hilfswechselstromquelle 8 einzuschalten und gleichzeitig durch Erregung des Elektromagneten 14 den Detektorverstärker 12 auszuschalten. Der Verstärker 12 schaltet seinerseits durch Erregung des Elektromagneten 13 den Verstärker n aus. Wenn Δ V1 die durch die Verzögerungsvorrichtung 6 hervorgerufene Verzögerung und Δ ν die zur Ausschaltung eines der Verstärker 11, 12 erforderliche Zeit ist, braucht nur Δ V1 > Δ ν sein, damit bei einem von der Stelle 1 nach der Stelle 2 gehenden Strom der Verstärker 12 den Verstärker 11 ausgeschaltet hat, bevor dieser die Wechselstromquelle 8 einschalten kann. Bei einem Strom in der Richtung 2-1 anderseits wird die Stromquelle 8 eingeschaltet, und die Relais 10 und 14 treten vor dem Einsetzen der Wirkung des Verstärkers 12 in Tätigkeit. Die Einrichtung nach Fig. 3 hängt somit in ihrer* Wirkungsweise von der Richtung der Nachrichtenübermittlung auf der Leitung ab, an die sie angeschlossen ist. Das Relais 10 arbeitet mit einer kleinen Verzögerung beim Ankerabfall, um nicht zu häufigen Umschaltungen des Verstärkers während einer Nachrichtenübermittlung der Stelle 2 Veranlassung zu geben.
Für die ■ zuverlässige Durchführung der Nachrichtenübermittlung muß die Vertauschung der Ein- und Ausgangsklemmen der Verstärker 3 vor der Ankunft des Gesprächsoder Telegraphierstromes der Stelle 2 ausgeführt sein. Zu diesem Zweck kann nötigenfalls gemäß Fig. 1 und 2 auf der Stelle 2 zur Verzögerung dieses Stromes eine Vorrichtungo eingeschaltet sein, die beispielsweise aus einer Zusammenschaltung von Selbstinduktionen und Kapazitäten besteht oder durch ähnlich wirkende elektrische Mittel gebildet ist. Die Hilfswechselstromquelle 8 wird, von der Stelle 2 aus gesehen, hinter dieser Verzögerungsvorrichtung 6 abgezweigt. Auf diese Weise erhält der Steuerstrom eine genügende Voreilung gegenüber dem Nachrichtenübermittlungsstrom, um vor dessen Eintreffen die Beendigung der Wirkung der Verstärker 3 zu gewährleisten.
Die Erfindung kann nicht bloß bei telegraphischer oder telephonischer Nachrichtenübermittlung, sondern auch allgemein bei jeder Art eines Zeichenaustausches zwischen zwei Stellen Verwendung finden.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Schaltanordnung zur wechselseitigen elektrischen Nachrichtenübermittlung zwischen zwei Stellen auf einem reellen Stromkreis oder Phantomstromkreis, bei der die Ein- und Ausgangsklemmen von lediglich in einem einzigen Richtungssinn übertragenden und für gewöhnlich nur für die eine Übertragungsrichtung geschalteten Verstärkern mittels eines Hilfswechselstromes vertauschbar sind, der durch den von der einen der beiden Stellen ausgesandten Nachrichtenübermittlungsstrom ausgelöst wird und dessen Frequenz außerhalb des für die Verstärker gültigen Frequenzbereiches der Nachrichtenübertragung liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussendung des Hilfswechselstromes von dem Auftreten einer außerhalb des Übertragungsfrequenzbereiches liegenden Frequenz oder von der Richtung des Übertragungsstromes abhängig ist.
2. Schaltanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem einen Ende (2) der Leitung abgezweigte Stromquelle (8) des Hilfswechselstromes durch ein Relais (10) eingeschaltet ist, das nur durch die von der Stelle (2) an diesem Leitungsende kommenden Nachrichtenübermittlungsströme zur Wirkung gebracht wird (Fig. 1, 2 und 3).
3. Schaltanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem die Hilfswechselstromquelle (8) einschaltenden Relais (10) eine Vorrichtung (9) vorgeschaltet ist, die nur auf Frequenzen anspricht, die außerhalb des Frequenzbereiches (J1 bis /2) der Nachrichtenübermittlung liegen (Fig. 1 und 2).
4. Schaltanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Leitung zwischen der Abzweigungsstelle der Hilfswechselstromquelle (8) und der am zugehörigen Leitungsende befindlichen Stelle (2) eine Strom verzögerungsvorrichtung (6) eingeschaltet ist, welche die Beendigung der Vertauschung der Verstärkerklemmen vor der Ankunft des von dieser Stelle ausgehenden Nachrichten-Übermittlungsstromes gewährleistet (Fig. 1 und 2).
5. Schaltanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die Hilfswechselstromquelle (8) steuernde 6ö Relais (10) an dem einen Ende (2) der Leitung über einen Verstärker (11) abgezweigt ist, der mittels eines Elektromagneten (14) einen weiteren Verstärker (12) ausschaltet, der seinerseits mittels eines Elektromagneten (13) den Stromkreis des erstgenannten Verstärkers (11) zu unterbrechen vermag, und daß in der Leitung eine elektrische Verzögerungsvorrichtung (6) derart eingeschaltet ist, daß ein von dem anderen Ende (1) der Leitung kommender Strom vor dem Einschalten der Hilfswechselstromquelle (8) die Ausschaltung des dem Steuerrelais (10) dieser Stromquelle vorgeschalteten Verstärkers (11) veranlaßt, ein in der anderen Richtung (2-1) verlaufender Strom dagegen die Einschaltung der Hilfswechselstromquelle (8) herbeiführt (Fig. 3).
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DE1930558761D 1929-02-15 1930-02-11 Schaltanordnung zur wechselseitigen elektrischen Nachrichtenuebermittlung zwischen zwei Stellen Expired DE558761C (de)

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