DE559095C - Vorrichtung zum Heilen von Bruechen langer Knochen - Google Patents

Vorrichtung zum Heilen von Bruechen langer Knochen

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DE559095C
DE559095C DEM115252D DEM0115252D DE559095C DE 559095 C DE559095 C DE 559095C DE M115252 D DEM115252 D DE M115252D DE M0115252 D DEM0115252 D DE M0115252D DE 559095 C DE559095 C DE 559095C
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DE
Germany
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screws
bone
rail
guide rail
guide
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Expired
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DEM115252D
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Inventor
Dr Paul Boever
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Manufacture Belge de Gembloux SA
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Manufacture Belge de Gembloux SA
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    • A61B17/56—Surgical instruments or methods for treatment of bones or joints; Devices specially adapted therefor
    • A61B17/58—Surgical instruments or methods for treatment of bones or joints; Devices specially adapted therefor for osteosynthesis, e.g. bone plates, screws or setting implements
    • A61B17/60—Surgical instruments or methods for treatment of bones or joints; Devices specially adapted therefor for osteosynthesis, e.g. bone plates, screws or setting implements for external osteosynthesis, e.g. distractors, contractors
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
16. SEPTEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3Od GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Mai 1931 ab
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Heilen von Brüchen langer Knochen mittels langer, in die Knochenstücke eingeführter und außen durch eine Schiene getragener Schrauben.
Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art hat man zur Feststellung der in die Knochen einzusetzenden Schrauben zwei miteinander durch ein Universalgelenk verbundene Schienen angewandt. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß ein Ausrichten der Schrauben nach einer Geraden und eine Parallelität derselben nicht erreichbar ist und weiterhin die Unterbringung einer beliebigen Anzahl von Feststellschrauben Schwierigkeiten bereitet. Beim Einrichten von schräg verlaufenden Frakturen oder bei doppelten oder mehrfachen Knochenbrüchen reichen vier Schrauben, wie sie bei der bekannten Einrichtung vorgesehen sind, nicht aus, da die notwendige Versteifung der miteinander zu verbindenden Knochenfragmente damit nicht erzielt werden kann.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß eine an die Knochenstücke anzulegende, vorzugsweise zweiteilige Führungsschiene für die Schrauben bei deren Einführen in den Knochen vorgesehen ist neben einer die Schrauben tragenden U-förmig ausgebildeten einteiligen Schiene.
Mit Hilfe dieser Führungsschiene ist es möglich, bei jedem Grad des Bruches eine beliebige Anzahl von Schrauben in die Knochenteile einzusetzen, und zwar auf der ganzen Länge des Knochens in einer Längsebene.
Gegenüber der bekannten Ausführung, bei der die beiden die Schrauben haltenden Schienen durch ein Gelenk verbunden sind, hat die neue Anordnung den Vorteil größerer Starrheit und Einfachheit, da die Schiene aus einem Stück ohne jegliche Gelenkverbindung besteht und eine dem Grad des Knochenbruches entsprechende Länge besitzen kann.
Bei der praktischen Ausführung der Erfindung werden alle Schrauben in bekannter Weise aus nicht rostendem Stahl hergestellt. Sie sind mit einem großen flachen Kopf versehen, der in der Mitte durchbohrt ist, um eine Schraubenmutter hindurchzustecken. Der Schraubenschaft besitzt in bestimmten Abständen, z. B. von Zentimeter zu Zenti-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Paul Boever in Naniiir, Belgien.
meter, feine Striche, welche die Eindringtiefe in den Knochen anzeigen. Die Schrauben wirken unmittelbar mit der z. B. U-förmig ausgebildeten äußeren Einstellschiene zusammen, in die alle Schraubenköpfe eintreten. Dieselbe ist mit Ausschnitten versehen, durch die die Schraubenschäfte hindurchgesteckt werden, um eine seitliche Lagenänderung zu verhindern. Die Schraubenköpfe werden in ίο der Feststellschiene durch Schrauben gehalten, die mit einem Vierkantkopf versehen sind, der zur Sicherung gegen Drehung in eine entsprechende Vertiefung der Schiene eingreift.
Gegebenenfalls kann die Führungsschiene mit einem Verlängerungsstück versehen sein, das in ebenso einfacher Weise und ebenso sicher wie die Führungsschiene selbst gestattet, eine oder mehrere Schrauben einao zuziehen, ohne daß ein Einschnitt ins Fleisch nötig wäre.
Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Abb. ι ist eine Gesamtanordnung der Vorrichtung in Seitenansicht,
Abb. 2 ein Querschnitt nach der Linie II-II der Abb. 1.
Abb. 3 bis 5 zeigen in Seiten-, Vorder- und Endansicht die besondere, aus zwei Teilen bestehende Führungsschiene, die mit der Vorrichtung zusammenwirkt.
Abb. 6 bis 8 zeigen in einer Seitenansicht und in einem Längs- und Querschnitt die äußere Führungsschiene.
Abb. 9 ist eine besondere Ansicht einer der Schrauben,
Abb. 10 eine besondere Ansicht einer der Schrauben, die zur Befestigung der Schrauben in der Führungsschiene dienen, und Abb. 11 und 12 zeigen eine Seiten- und Vorderansicht eines Verlängerungsstückes, das mit der Vorrichtung angewendet werden kann.
Abb. 13 ist eine Ansicht einer abgeänderten Ausführung, die ganz besonders für Vorrichtungen von kleinen Abmessungen geeignet ist.
Die Vorrichtung enthält, wie besonders die Abb. ι und 2 zeigen, etwa 7 bis 10 cm lange, aus nicht rostendem Stahl bestehende Schrauben i, die aus einem Stück bestehen und einen Durchmesser von etwa 3 mm haben. Diese Schrauben besitzen einen langen und flachen Kopf 2, der in der Mitte durchbohrt- ist, um eine Schraube hindurchstecken zu können. Der Kopf 2 hat eine ähnliche Form wie Brustleierbohrer. Das Gewinde 4 der Schrauben erstreckt sich auf etwa 3 cm, um mit seiner ganzen Berührungsoberfläche in den Knochen einzuschneiden, wenn man in den Knochen hineinbohrt. Das Gewinde ist für ein gutes Anheften der Knochenmasse, die es festhält, mit sehr großen und tiefen Gängen versehen. Die äußerste Spitze 5 ist zu einem dreieckigen Schraubenbohrer ausgebildet, um einen Weg für die nachfolgende Schraube zu bahnen. Weiterhin vergrößert sich der Durchmesser des Gewindeteiles nach und nach, um besser in den Knochen festgehalten zu werden. Diese Schrauben werden mit Hilfe einer Brustleier in den Knochen hineingebohrt. Die Schrauben tragen von Entfernung zu Entfernung, beispielsweise alle Zentimeter, eine feine Einkerbung, die genau die Tiefe des Eindringens der Schraube in den Knochen anzeigt.
Mit diesen Schrauben wirkt eine Führungsschiene 7 (Abb. 3 bis 5) zusammen, die aus zwei spiegelbildlich gleichen Teilen besteht, die durch zwei kleine Schraubenmuttern 8 (Abb. 2), die auf den Schrauben 9 sitzen, zusammengefügt und zusammengehalten werden. Die von unten gesehene, in zwei Teile teilbare Führungsschiene 7 entspricht einer gewöhnlichen Knochenplatte und besitzt vier Bohrungen 10, die ungefähr gleich weit voneinander entfernt sind. Sie ist in ihrem mittleren Teil zu einem Teil 11 von geringerer Stärke ausgebildet^ um leicht durch eine Zwinge zusammengefügt werden zu können, die die Knochenstücke in der Höhe des Bruches feststellt. Die Bohrungen 10 bilden, nachdem die beiden Teile zusammengefügt sind, die Öffnungen, in welche die Schrauben 1 vor dem Einbohren in den Knochen gesteckt werden. Infolgedessen müssen die Schrauben eine zweckmäßige Richtung einnehmen, d. h. parallel in der Querrichtung und eine gerade Richtung in der Längsrichtung. ·
Andererseits schützen diese Öffnungen die Schrauben im Laufe der Operation vor jeder unreinen Berührung und sichern eine vollständige Asepsis, da sie nicht von den Händen, der Haut oder Kleidungsstücken berührt werden.
Die Vorrichtung wird durch eine äußere Führungsschiene 12 (Abb. 6 bis 8) vervollständigt, die aus einem festen, wenn auch frei beweglichen Stück aus nicht rostendem Stahl besteht und z. B. U-förmig ausgebildet ist. Sie nimmt alle gleichen Schraubenköpfe auf und hält dadurch die zusammengefügten Knochenstücke in fester Berührung. Nachdem die äußere Führungsschiene 12 aufgelegt ist, werden die viereckigen Köpfe 2 der Schrauben 1 in die Vertiefungen der Schiene eingeschoben, so daß sie sich nicht nach oben oder unten verschieben können. Die Schiene ist weiterhin mit Ausschnitten 13 für den Durchgang der Schraubenschäfte versehen, um sie daran zu hindern, sich nach rechts
oder links zu bewegen. Die sichere Verbindung der Schrauben ι mit der Schiene oder der äußeren Befestigung ist durch Schrauben 14 (Abb. 10) gesichert, deren glatter und abgerundeter Kopf leicht zu fassen ist. Diese Schrauben stellen einen Teil 16 quer zu der Wand der Schiene dar, um sie unbeweglich zu machen. Auf dem Gewindeteil 17 sitzt eine Vierkantmutter 18, die man entweder von Hand oder mittels eines Schraubenschlüssels leicht lösen und befestigen kann. Für die Benutzung des Apparates bedient man sich einer Brustleier, die sich den Köpfen 2 der Schraube 1 anpaßt, oder eines ent-
.15 sprechenden Schraubenschlüssels in T-Form (Engländer), der sich allen Schrauben, die von einer einheitlichen Form sind, anpaßt.
Beim Gebrauch nimmt man vor allem die Indision der Stoffe, das Reinigen und Säu-
ao bern der Knochenenden und das Nebeneinanderlegen der Knochenenden in eine gute Lage vor. Man legt dann glatt auf den Knochen 19, wie in Abb. 1 schematisch gezeigt, die Führung 7, ohne die Knochenhaut zu spalten. Der dünnere Teil 11 der Führung 7 liegt auf der Bruchstelle 20. Man befestigt darauf den Knochen und die Führung mittels einer nicht dargestellten Zwinge, deren oberer Rand in der Auskehlung der Führung liegt, während der untere Rand unter der Bruchstelle liegt. Dann werden die vier Schrauben durch eine gleiche Anzahl von Umdrehungen der Brustleier angezogen, die durch die Einkerbungen 6 angezeigt werden. Man legt dann endlich die Schiene oder äußere Befestigung 12 auf und befestigt sie mit den Schrauben 14. Mit einem entsprechenden Werkzeug werden die beiden seitlichen Schrauben 8 der Führung 7 losgegeschraubt, um jede Hälfte derselben zu lösen. Nimmt man sie fort, so bleibt nunmehr nur noch, die Wände zu säubern und die Haut zu nähen, alsdann legt man den • Verband an.
Es ist demnach leicht, sich Rechenschaft zu geben über die Güte und den Gebrauch der Führung 7 und darüber, ob sich die Schrauben 1 absolut parallel und in einer gleichen Ebene gesichert befinden. Es folgt weiter, daß die Schiene oder äußere Befestigung 12 in derselben Ebene mit den Schrauben liegt und ohne weiteres verbunden werden kann. Das Gewicht dieser Schiene oder Befestigung fällt mit der Schwerpunktslinie der Schrauben zusammen, so daß kein Zug auf die Schrauben nach außen hin zu fürchten ist.
Der beschriebene Apparat kann unter Umständen durch ein Verlängerungsstück 21 (Abb. 11 und 12) vervollständigt werden, das durch eine Platte mit zwei Lappen 22 gebildet wird, die Ausschnitte 23 für die Schrauben 9 besitzen, welche die beiden Teile der Führung 7 zusammenhalten. Dieses Verlängerungsstück ist mit zwei hakenförmigen Ansätzen 24 versehen, die mit derselben Einfachheit und Sicherheit wie die Führung 7 selbst eine oder mehrere Zusatzschrauben, ohne Einschnitte in das Fleisch, einfach durch Durchlöcherungen der Haut, aufnehmen können. In einigen Fällen (z. B. bei Splitterbruch) kann es notwendig erscheinen, nachdem man die Führung mit zwei Schrauben, die weit voneinander entfernt sind, versehen hat, sie weit von der Bruchstelle anzuordnen. In diesem Fall wird das Verlängerungsstück auf die Führung gelegt, um dieses Ziel zu erreichen. Die Schraube wird dann automatisch gut gehalten, und ihr Kopf stimmt mit einem Loch in der äußeren Befestigung 12 überein, die in diesem Fall sehr lang ist, wie in Abb. 1 gezeigt. Die Schrauben können dann, ohne eine Abweichung befürchten zu müssen, durch die Haut in den Knochen gebohrt werden.
Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene Ausführung beschränkt; die verschiedenen Einzelteile verändern sich z. B. durch die verschiedenen Modelle oder durch die Größe des Apparates, d. h. in dem Falle, daß der Apparat klein ist, kann die schon beschriebene äußere Schiene, wie in Abb. 13 gezeigt, durch eine Vierkantstange 25 ersetzt werden, die an dem einen Ende einen Kopf 26 und an dem anderen Ende eine Mutter 27 besitzt. In diesem Falle haben die Schrauben ι würfelförmige Köpfe 28, die mit geringer Reibung auf der Stange 25 gleiten und durch Abstandshalter gehalten werden, die durch Hülsen 29, die auf der Stange 25 gleiten, gebildet werden und in dem Augenblick aufgesetzt werden, in dem die Stange durch den entsprechenden Schraubenkopf hindurchgesteckt wird. Das Ganze wird von der Stange 25 getragen, die die Schiene mit Hilfe der Mutter 27 bildet.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Heilen von Brüchen langer Knochen mittels langer, in die Knochenstücke eingeführter und außen durch eine Schiene getragener Schrauben, gekennzeichnet durch eine an die Knochenstücke anzulegende, vorzugsweise zweiteilige Führungsschiene (7) für die Schrauben (1) bei deren Einführen in den Knochen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (7) aus zwei spiegelbildlich gleichen, durch Schrauben (9) und Muttern
(8) zusammengehaltenen Teilen besteht und im mittleren Teil eine Aussparung (ii) zum Anbringen einer Zwinge aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schrauben (1) tragende U-förmig ausgebildete Schiene (12) in ihrer Wand vierkantige Löcher aufweist, während die eine Schenkelwand mit Ausschnitten (13) für die Schäfte der Schrauben (1) versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM115252D 1931-03-07 1931-05-09 Vorrichtung zum Heilen von Bruechen langer Knochen Expired DE559095C (de)

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