DE564441C - Verfahren zur Herstellung von Duengesalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Duengesalzen

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DE564441C
DE564441C DES96763D DES0096763D DE564441C DE 564441 C DE564441 C DE 564441C DE S96763 D DES96763 D DE S96763D DE S0096763 D DES0096763 D DE S0096763D DE 564441 C DE564441 C DE 564441C
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DE
Germany
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lead
nitrate
chloride
phosphate
treated
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Expired
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DES96763D
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English (en)
Inventor
Georges Chaudron
Pierre Jolibois
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POUR LA FABRICATION ET L EMPLO
Original Assignee
POUR LA FABRICATION ET L EMPLO
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B11/00Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes
    • C05B11/04Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid
    • C05B11/12Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid using aqueous hydrochloric acid

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Düngesalzen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln, bei welchem zunächst Alkalinitrat durch Einwirkung von Alkalichlorid auf Bleinitrat gewonnen wird. Bei diesem Verfahren wird von den in der Natur vorkommenden Rohstoffen, Alkalichlorid (Chlorkalium) und natürlichem Phosphat (Tricalciumphosphat), ausgegangen. Dabei werden als technische Hilfsprodukte. Salpetersäure und z. B. Ammoniak verwendet. Der den Gegenstand der Erfindung bildende Kreisprozeß verwendet zwei teilweise bekannte technische Verfahren: I. Die Herstellung von Alkalinitrat durch Einwirkung von Bleinitrat auf ein Alkalichlorid.
  • II. Die Herstellung von Bleichloridphosphat durch Einwirkung von Bleichlorid auf in der Natur vorkommendes Phosphat (Tricalciumphosphat).
  • Erfindungsgemäß wird das so erhaltene Bleichloridphosphat dann mit konzentrierter Salpetersäure behandelt, so daß Bleinitrat, welches in konzentrierten Säuren unlöslich ist, ausfällt. Dieses Bleinitrat wird abgetrennt und die verbleibende Lösung neutralisiert. Bei Neutralisation mit Hilfe von Ammoniak erhält man so ein aus Ainmonphosphat und Ammonnitrat bestehendes Düngemittel.
  • Nach einer anderen Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens wird das Bleichloridphosphat mit gasförmiger Kohlensäure und gasförmigem Ammoniak in der Weise behandelt, daß gleichzeitig Ammonphosphat und Bleicarbonat entstehen. Der letztere Stoff wird darauf abgetrennt und durch Salpetersäure zersetzt, wobei unter Bildung von Bleinitrat Kohlensäure frei gemacht wird, die in der. Kreislauf des Verfahrens zurückkehrt. Auf diese Weise gelingt es, ein von Ammonnitrat freies Ammonphospliat herzustellen.
  • Gemäß einer zweiten Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens wird das Bleichloridpliosphat mit Schwefelwasserstoff behandelt, wobei Phosphorsäure und Bleisulfid entstehen, welch letzteres ausfällt. Durch Zersetzung des Bleisulfides mit Wasserdampf wird der Schwefelwasserstoff unter Bildung Von Bleioxyd (Pb0) wiedergewonnen. Das für das Verfahren benötigte Bleinitrat kann darauf durch Behandlung des Bleioxydes mit Salpetersäure wiedergewonnen werden. Nach einer letzten Ausführungsform des neuen Verfahrens kann man endlich das Bleichloridphosphat in verdünnter Salpetersäure auflösen und zu der Lösung Chlorkalium in. der Weise hinzufügen, daß ein Niederschlag von Bleichlorid und eine Lösung von Kaliumnitrat in Phosphorsäure erhalten wird. Nach Abtrennung des Bleichlorids eignet sich diese Lösung vorzüglich zur Herstellung eines Mischdüngers. Dieser läßt sich durch Neutralisation der Phosphorsäure, z. B. mit Ammoniak, gewinnen.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens,. d. h. bei der Herstellung von Bleichloridphosphat, läßt man Bleichlorid auf Tricalciumphosphat einwirken (vgl. die oben unter II angegebene Reaktion). Wenn das Phosphat hinreichend rein ist, kann das Bleichlorid, welches sich bei seiner Berührung mit Wasser hydrolysiert, unmittelbar die Bildung von Bleichloridphosphat Pb Cl, # 3 (P205 # 3 Pb 0) bewirken.
  • Die Umsetzung dauert jedoch ziemlich lange, und es- empfiehlt sich, zu ihrer Beschleunigung bereits am Anfang eine geringe Menge von Salzsäure hinzuzufügen.
  • Handelt es sich um in der Natur vorkommendes, also Calciumcarbonät enthaltendes Phosphat, so muß eine entsprechende Menge Salzsäure hinzugefügt werden, um das Calciumcarbonat in Calciumehlorid überzuführen.
  • Es empfiehlt sich hierbei, wie im vorgenannten Falle, einen Überschuß von Salzsäure, z. B. 5 bis 6 0/0, über die zur Zersetzung des Calciumcarbonates theoretisch erforderliche Menge zu verwenden.
  • Zur Veranschaulichung der Erfindung wird im folgenden ein zahlenmäßiges Ausführungsbeispiel angegeben.
  • Beispiel 38,7 kg Bleichloridphosphat der Zusammensetzung: Pb Cl, # 3 (P205 # 3 Pb 0) werden mit So 1 Salpetersäure (spez. Gewicht 1,32) behandelt.
  • Man erhält einen Niederschlag und eine dar-überstehende Flüssigkeit, die voneinander getrennt werden. Die darüberstehende Flüssigkeit besteht aus 24.1 einer Lösung, welche Phosphorsäure, Salpetersäure und etwas lösliches Bleinitrat enthält. Sie hat die folgende Zusammensetzung HNO3 . . . . . . . . . . . . .. 22o g je Liter, Pg05 ............... 2ii g - - , Pb ................. 199 - - . Diese Lösung wird mit Ammoniak (i,5 kg) neutralisiert und liefert nach ihrer Eindampfung lo kg eines Ammonphosphat und Ammonnitrat enthaltenden Düngemittels der folgenden Zusammensetzung: P205 . . . . . . . . . . . . . . 33,504, Gesamtstickstoff . . . . . 2I , I 0J0 (davon 12,:20/" Ammoniak- und 8,9'/, Nitratstickstoff). Das so gewonnene Mischsalz stellt ein hochwertiges Düngemittel dar. Der in der Hauptsache aus Bleinitrat bestehende Niederschlag der ersten Reaktion wird in 701 Wasser aufgelöst. Man fügt zur Lösung 15 kg Kaliumchlorid hinzu. Es fallen 36 kg Bleichlorid (Pb C12) aus, welche abgetrennt werden.
  • Man fällt die geringe Menge in Lösung verbleibenden Bleies mit etwas Ammoniak aus. Nach der Verdampfung erhält man. 2q. kg eines Salzes, welches sich als Düngemittel verwenden läßt und die folgende Zusammensetzung hat: K20 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37,201o, Cl . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . 3,5 0l0, Gesamtstickstoff . . . . . . . 15,5 0/0 (davon 2,5 0/0 Ammoniak- und 13 0@0 Nitratstickstoff). In jedem Falle wird das durch die Einwirkung des Bleinitrates auf Alkalichlorid gewonnene Bleichlorid vollständig wiedergewonnen und kehrt zur Gewinnung von Bleichloridphosphat nach Reaktion II in den Kreislauf des Verfahrens zurück.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Alkalinitrat unter gleichzeitiger Gewinnung von Düngesalzen durch doppelte Umsetzung von Alkalichlorid mit Bleinitrat in wäßriger konzentrierter Lösung, dadurch gekennzeichnet, daß das bei dieser Umsetzung gebildete, von der Alkalinitratlösung abgetrennte Bleichlorid mit Rohphosphaten (Tricalciumphosphat) gegebenenfalls unter Zusatz von Salzsäure behandelt wird, worauf auf das dabei gewonnene Bleichloridphosphat eine Säure zur Einwirkung gebracht wird, welche ein unlösliches. Bleisalz liefert, wodurch die Phosphorsäure in Freiheit gesetzt und das Bleisalz nach Abtrennung von der Lösung wiedergewonnen wird, während man aus der sauren Lösung durch Neutralisation, z. B. mit Ammoniak, ein Düngesalz herstellt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Bleichloridphosphat mit konzentrierter Salpetersäure in der Weise behandelt wird, daß Bleinitrat ausfällt, worauf die zurückbleibende saure Lösung unter Bildung eines aus Ammonphosphat und Ammonnitrat zusammengesetzten Düngemittels mit Ammoniak neutralisiert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB Bleichloridphosphat mit Schwefelwasserstoff behandelt wird, worauf das gefällte Bleisulfid zur Wiedergewinnung des Schwefelwasserstoffes durch Wasserdampf zersetzt wird. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Bleichloridphosphat mit Kohlendioxyd und gasförmigem Ammoniak behandelt wird, worauf das so gewonnene unlösliche Bleicarbonat zur Wiedergewinnung des Kohlendioxydes durch Einwirkung von Salpetersäure oder Hitze zersetzt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Bleichloridphosphat mit verdünnter Salpetersäure behandelt und die so erhaltene, Bleinitrat und Phosphorsäure enthaltende Mischung unmittelbar mit Alkalichlorid (Chlorkalium) behandelt wird, so daß nach Abtrennung des Bleichlorides eine Lösung von Alkalinitrat (Kaliumnitrat) in Phosphorsäure anfällt, aus welcher durch Neutralisation, z. B. mit Ammoniak, ein vielseitiges Düngemittel dargestellt wird.
DES96763D 1930-03-03 1931-02-14 Verfahren zur Herstellung von Duengesalzen Expired DE564441C (de)

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