DE573065C - Verfahren zur Darstellung von Derivaten polymerer aromatischer Kohlenwasserstoffe, die in der Seitenkette oder einem angegliederten Ring eine olefinische Doppelbindung aufweisen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Derivaten polymerer aromatischer Kohlenwasserstoffe, die in der Seitenkette oder einem angegliederten Ring eine olefinische Doppelbindung aufweisen

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DE573065C
DE573065C DE1930573065D DE573065DD DE573065C DE 573065 C DE573065 C DE 573065C DE 1930573065 D DE1930573065 D DE 1930573065D DE 573065D D DE573065D D DE 573065DD DE 573065 C DE573065 C DE 573065C
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double bond
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DE1930573065D
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Dr Carl Wulff
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00—Chemical modification by after-treatment
    • C08F8/18—Introducing halogen atoms or halogen-containing groups
    • C08F8/20—Halogenation

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Derivaten polymerer aromatischer Kohlenwasserstoffe, die in der Seitenkette oder einem angegliederten Ring eine olefinische Doppelbindung aufweisen Es wurde gefunden, daß man wertvolle Derivate polymerer aromatischer Kohlenwasserstoffe, die in der Seitenkette oder einem angegliederten Ring eine olefinische Doppelbindung aufweisen, erhalten kann, wenn man Polystyrol, Polyinden und ähnliche hochpolymere aromatische Kohlenwasserstoffe, die in der Seitenkette oder einem angegliederten Ring eine olefinische Doppelbindung aufweisen, in Gegenwart von Lösungsmitteln halogeniert. Gemäß der vorliegenden Erfindung gelingt es beispielsweise, in Polystyrol ein oder mehrere Chloratome einzuführen, wenn man das Polystyrol in Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff mit Halogen, wie Chlor, behandelt, wobei man Jod, Antimonpentachlorid und andere Chlorüberträgen mit verwenden kann. Die erhaltenen Halogenierungsprodukte können beispielsweise durch Behandeln ihrer Lösungen mit Natriumbisulfitlösung oder Natronlauge leicht gereinigt werden. Sie lassen sich aus den Lösungen z. B. durch Versprühen mit Wasserdampf oder Heißluft gewinnen. Sie zeigen, je nach der eingeführten Menge Halogen, verschiedene Löslichkeiten, geben hochviskose Lösungen, sind farblos und stellen entsprechend der Molekülgröße des angewandten Polystyrols, der Zahl der eingetretenen Halogenatome und der Art der Einführung, feste bis ölige, unbrennbare Massen dar, die sich z. B. für die Herstellung von Lacken und überzugsmassen verwenden lassen. Man kann sie auch durch Verspritzen oder Verpressen auf geformte Gegenstände verarbeiten. Im allgemeinen besitzen sie einen höheren Erweichungspunkt als das Ausgangsmaterial. Beispiel r z:5 Teile Polystyrol werden in 5 Teilen Chloroform gelöst. Man fügt o, i % Jod, berechnet auf Styrol, zu und leitet Chlor ein, wobei die Lösung sich von selbst auf q.o bis 6o° erwärmt. Das Chlor wird quantitativ absorbiert, wobei große Mengen Salzsäure entwickelt werden. Nach Aufnahme von a5 Gewichtsteilen Chlor wird die Reaktion beendet. Zur Entfernung der entstandenen Salzsäure leitet man noch eine kurze Zeit lang ein indifferentes Gas, z. B. Stickstoff oder Luft, durch die Lösung. Die erhaltene hochviskose Lösung wird durch Behandeln mit Natriumbisulfitlösung von Katalysator und den letzten Anteilen Salzsäure befreit. Durch Eintropfenlassen der viskosen Lösung in heißes Wasser läßt sich das Chloroform entfernen. Es hinterbleibt eine schneeweiße, leicht pulverisierbare Masse, die in kochendem Wasser nicht schmilzt. Man kann das Lösungsmittel auch durch Verspritzen in Alkohol oder Versprühen mit Wasserdampf oder Luft, z. B. im Krause-Trockner, entfernen. Es unterhält selbst in feinster Verteilung die Verbrennung nicht, - ist z. B: in Äthylacetat, Butylacetat löslich und in Aceton und Benzol quellbar.
  • Beispiel e r Gewichtsteil Indenharz, hergestellt durch Polymerisation einer indenhaltigen Steinkohlenteerfraktion, wird in 5 Teilen Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff gelöst. Man leitet bei Zimmertemperatur oder mäßig erhöhten Temperaturen, zweckmäßig unter Zusatz von Jod als Katalysator, Chlor ein. Bei q.0° sind nach q. bis 5 Stunden etwa z Gewichtsteile Chlor aufgenommen. Durch Waschen mit Wasser und Alkalilauge und Abdestillieren des Lösungsmittels oder durch Eintropfen des Reaktionsgemisches in heiße, sehr verdünnte Natronlauge unter Durchleiten von Wasserdampf erhält man ein reines, salzsäure- und lösungsmittelfreies Harz, das auch in dünner Schicht die Verbrennung nicht unterhält. Beispiel 3 Man löst einen Teil polymeres Methylstyrol in ro Teilen Tetrachlorkohlenstoff und leitet in die Lösung nach Zusatz einer geringen Menge Jod bei 3o bis q.0° im Dunkeln Chlor ein. Sobald etwa ein Teil Chlor aufgenommen ist, unterbricht man die Chlorierung und arbeitet in der im Beispiel z angegebenen Weise auf. Man erhält ein chloriertes Methylstyrol, das nicht brennbar ist und auch beim Erwärmen keine Salzsäure abgibt. Es eignet sich zur Herstellung von Lacken und Kunststoffen. Man kann die Reaktion auch in Abwesenheit von Katalysatoren ausführen; die Reaktionsgeschwindigkeit ist dann erheblich langsamer. In analoger Weise entsteht bei der Einwirkung von Brom ein bromiertes Methylsty rol. An Stelle von Polymethylstyrol kann man auch polymeres Vinylnaphthalin verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Derivaten polymerer aromatischer Kohlenwasserstoffe, die in der Seitenkette oder einem angegliederten Ring eine olefinische Doppelbindung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß man Polystyrol, Polyinden und ähnliche hochpolymere aromatische Verbindungen in Gegenwart von Lösungsmitteln halogeniert.
DE1930573065D 1930-09-05 1930-09-05 Verfahren zur Darstellung von Derivaten polymerer aromatischer Kohlenwasserstoffe, die in der Seitenkette oder einem angegliederten Ring eine olefinische Doppelbindung aufweisen Expired DE573065C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2513330A (en) * 1945-03-29 1950-07-04 Standard Telephones Cables Ltd Halogenated polymers and methods of preparing the same
DE1088227B (de) * 1959-03-03 1960-09-01 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von in p-Stellung metalliertem Polystyrol

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2513330A (en) * 1945-03-29 1950-07-04 Standard Telephones Cables Ltd Halogenated polymers and methods of preparing the same
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