DE575733C - Schleuderverfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern mit beiderseitig offenen Enden - Google Patents

Schleuderverfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern mit beiderseitig offenen Enden

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DE575733C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00—Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/02—Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds
    • B28B21/10—Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means
    • B28B21/22—Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means using rotatable mould or core parts
    • B28B21/30—Centrifugal moulding
    • B28B21/32—Feeding the material into the moulds

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description

  • Schleuderverfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern mit beiderseitig offenen Enden Die Anwendung des Schleuderverfahrens zum Herstellen von Formlingen verschiedenster Art ist bekannt, ebenso die Anwendung von luft-, gas- oder dampfförmigen Druckmitteln für die Herstellung von Formlingen. Diese Druckmittel werden u. a. benutzt, um das Material von einem Vorratsbehälter in die Form zu befördern, wobei es gleichgültig ist, ob diese stillsteht oder umläuft, ob es sich um breiige Massen, Beton usw. oder um irgendein Metallgußverfahren handelt. Bekannt ist z. B., beim Verarbeiten von breiigen Massen diese Massen von einem mit Rührwerk versehenen Behälter durch Druck in eine Form zu befördern, wobei auf den Formling selbst naturgemäß kein Einfluß ausgeübt werden kann.
  • Weiterhin ist es beim Schmelzen von Metallen durch Elektrizität bekannt, das luftförmige Druckmittel durch die porösen Wandungen eines Tiegels hindurchtreten zu lassen und das niedergeschmolzene Metall in die räumlich getrennte, stillstehende Form zu treiben oder bei einem Gußverfahren mit dem Fördern durch Preßmittel die Verhinderung von Gasentwicklung anzustreben.
  • Teilweise wird auch beim Herstellen von keramischen Waren die fertiggefüllte Form zu dem Zweck unter Druck gesetzt, um das im Material enthaltene Wasser durch die porösen Formwandungen nach außen auszupressen. Schließlich ist auch ein Verfahren zur Herstellung von Kernen für die Erzeugung nahtloser Hohlkörper bekannt, bei dem der Druck dazu benutzt wird, die in die umlaufende Form eingeführte Masse in der angestrebten Gestalt festzuhalten. Hierdurch soll verhindert werden, daß die Schale während der Bildung und der Erstarrung von der Form abblättert.
  • Für die meisten bekannten Verfahren muß bei Beginn -des Arbeitsganges die gesamte Gutsmenge in die Form eingebracht werden, wobei die Anwendung des Druckmittels zur Erzielung des beabsichtigten Körpers unumgänglich notwendig ist und der Druck bis zur vollkommenen Erstarrung des Materials aufrechterhalten bleibt. oder die Verwendung von besonderen, ohne Druckanwendung zwecklosen Formen benötigt wird.
  • .Erfolgt andererseits die Masseaufgabenicht auf einmal, sondern nach .einem ebenfalls bekannten Verfahren allmählich mittels hin und her bewegter Düse, so werden durch diese Anordnung in der Form Schraubenlinien erzeugt, deren Steigung von der Form- und der Düsengeschwindigkeit abhängt. Mit dieser Anordnung ist es jedoch unmöglich, den Schleuderkörper aus über die ganze Formlänge gleichmäßig verlaufenden, im Querschnitt spiralförmig aufgewickelten Schichten aufzubauen.
  • Demgegenüber ist das bei dem Gegenstand der Erfindung in Anwendung kommende Schleuderverfahren einmal von den Forderungen der bisher bekannten, oben zusammengefaßten Druckanwendung vollkommen unabhängig. Es erzielt auch ohne Anwendung eines Überdruckes Formlinge, die normalenAnforderungen vollkommen genügen.
  • Die Herstellung des Formlings kann z. B. so vorgenommen werden, daß in eine Schleuderform eine bestimmte Menge der Masse üblicher breiiger Beschaffenheit aufgegeben wird. Läßt man dann die Form umlaufen, so bildet sich an der umlaufenden Wand aus dem anfänglich den Boden bedeckenden Material ein dünner Mantel, auf den sich bei jeder Umdrehung so lange neue Schichten auflegen,. bis die aufgegebene Menge verbraucht ist. Da die Materialaufgabe durch einen Schlitz, der parallel zur Mittelachse über die ganze Formlänge verläuft, erfolgt, so wickeln sich die Schichten als in sich geschlossene Spirale auf.
  • Durch die Schleuderkraft werden dabei die einzelnen Schichten mehr oder weniger kräftig aufeinander und an die Formwandung gepreßt, wobei gleichzeitig das Wasser aus dem entstehenden Formling in das Innere der Form austritt und den Formling entwässert.
  • Aus dem geschilderten Vorgang geht hervor, daß in ausgesprochenem Gegensatz zu den bisher bekannten Druckanwendungen die Bildung des Formlings in keiner Weise an das Vorhandensein dieser Druckmittel gebunden ist. Die Formgebung kann lediglich durch die Schleuderkraft erfolgen. Die Masseaufgabe wird in beliebiger Unterteilung vor-,genommen.
  • Trotzdem hat sich nun gezeigt, daß selbst bei hohen Umlaufgeschwindigkeiten, dementsprechenden Werten der Schleuderkraft und großen spezifischen Gewichten der einzelnen Masseteilchen doch nur verhältnismäßig geringe spezifische Flächendrücke erreicht werden. Vor allem aber ist der Andruck von der Art der Rohmasse, den Abmessungen des Formlings und der Höhe der Schleuderkraft abhängig, die wirtschaftlich nicht beliebig hoch gesteigert werden kann.
  • Die Erfindung bezweckt nun, das geschilderte Schleuderverfahren dadurch zu verbessern, daß die Bildung des Formlings aus einzelnen Teilchen nicht nur unter dem Einfuß der Schleuderkraft, sondern außerdem unter dem Einfluß eines während der Bildung zu= sätzlichen und ständig wirksamen Druckes erfolgt, gleichgültig, ob die Masse durch Druck oder mechanisch in die Form eingebracht wird. Das Druclnnittel ist luft-, gas-oder dampfförmig.
  • Dieses verbesserte Arbeitsverfahren unterscheidet sich vom normalen Schleudervorgang dadurch, daß während des Arbeitsprozesses in der geschlossenen Schleuderform bzw. in einer geschlossenen Kammer, in der die offene Form umläuft, ein beliebig hoher Überdruck herrscht. Durch die umlaufende Wand werden, wie bereits beschrieben, dünne Schichten aufgewickelt, nur erfolgt nach der Erfindung die Pressung und Entwässerung der Schichten nicht allein durch die Schleuderkraft, sondern hauptsächlich durch den zusätzlichen Druck des in die Form während des Bildungsvorganges eingelassenen dampf-, gas- oder luftförmigen Preßmittels. Wesentlich ist dabei, daß der Druck nur während der Formgebung, keinesfalls jedoch wie bei anderen bekannten Verfahren bis zur vollständigen Erstarrung des Formlings aufrechterhalten bleibt. Die Erstarrung des Formlings erfolgt erst ganz wesentlich später und ist von der Anwendung des Druckmittels unabhängig.
  • Die Unterdrucksetzung kann derart durchgeführt werden, daß das Druckmittel entweder in die umlaufende, luftdicht geschlossene Form oder in eine Druckkammer eingeführt wird, in der die beiderseits offene Form untergebracht ist.
  • Die Vorteile des Arbeitsverfahrens nach der Erfindung bestehen darin, daß die Bildung des Formlings nicht allein. durch. den Einfuß der wechselnden Schleuderkraft, sondern unter der Wirkung eines konstanten oder regelbaren Druckes erfolgt, daß die bei jeder Umdrehung entstehenden Schichten infolge der besonders hohen Verdichtung sofort überaus haltbar sind, und daß dadurch Stoffe geschleudert werden können, die an sich zu leicht sind oder die bei der notwendigen Mischung mit Wasser ein Gemenge ergeben, dessen spezifischer Reibungskoeffizient zu klein ist, um lediglich unter dem Einfuß der Schleuderkraft die .erforderliche Haltung der Schichten aneinander zu ermöglichen.
  • Für das Arbeitsverfahren nach der Erfindung ist ferner Voraussetzung, daß die Rohstoffe während des Formens ununterbrochen in kleinen Mengen der unter Innendruck stehenden Schleuderform zugeführt werden.
  • Diese Punkte sind vor allem bei der VerarbeitungeinesAsbest-Zement-Gemisches wichtig. Bisher war die Herstellung von Asbestzementrohren nur durch außerordentlich kostspielige Apparaturen und unter Verwendung eines langfaserigen -und daher teueren Asbestes derart möglich, daß ein auf der Pappenmaschine entwässertes Materialband auf einen Metallzylinder aufgewickelt und von außen mechanischgepreßtwurde. Demgegenüber gestattet das Druckverfahren auch die Verwendung von presswertem Mikroasbest, der an sich in Mischung mit Wasser zu glatt ist, um unter dem Einfluß der Schleuderkraft an den Formwandungen. zu haften, der jedoch bei dem Arbeitsverfahren nach der Erfindung so aufeinandergedrückt wird, daß jede einzelne Schicht während ihrer Bildung gleichzeitig kräftig gepreßt und entwässert wird.
  • Selbstverständlich können sämtliche Formlinge mit Metall- oderanderen Einlagen verstärkt oder durch Anschleudern von eisernen Flanschen oder Muffen armiert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schleuderverfahren zum Herstellen von Hohlkörpern mit beiderseitig offenen Enden, besonders von Rohren aus Asbestzement, unter gleichzeitiger Einwirkung eines zusätzlichen Druckes durch ein gas-oder dampfförmiges Preßmittel, dadurch gekennzeichnet, daß während des Formens die Rohstoffe ununterbrochen in kleinen Mengen der unter Innendruck stehenden Schleuderform zugeführt werdeni. a. Schleudervorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine stillstehende Druckkammer, in der die beiderseitig offene Schleuderform umläuft.
DE1930575733D 1930-02-11 1930-02-11 Schleuderverfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkoerpern mit beiderseitig offenen Enden Expired DE575733C (de)

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