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Vorrichtung zum Anhalten von mittels endloser Bänder zugeführten Bogen
bei Adressendruckmaschinen Die Erfindung betrifft eine Verbesserung und weitere
Ausbildung der in dem Patent 572 807 beschriebenen Vorrichtung zum
Anhalten von mittels endloser Bänder zugeführten Bogen o. dgl. bei Adressendruckmaschinen
durch in die Bahn der Bogen bewegliche Anschläge. Um ein sicheres und schnelles
Loslassen des jeweils angehaltenen Bogens herbeizuführen, sind an den dicht oberhalb
der Papierbahn auf und ab beweglichen Anschlägen Abstreifer angeordnet, die den
Bogen unmittelbar an seiner Vorderkante beim Hochgehen der Anschläge längs der festgehaltenen
Kante von den Anschlägen abstreifen. Der Antrieb der Anschläge erfolgt dabei durch
ein Gestänge, das eine zeitlich in bezug auf den Druckvorgang abgestimmte Bewegung
ausführt. Um ein möglichst schnelles Arbeiten der Maschine herbeizuführen, ist dabei
vorzugsweise der Hub der Anschläge auf den Abstand der Abstreifer vom Tisch örtlich
begrenzt.
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Eine Verbesserung dieser@Anordnung wird nach der Erfindung dadurch
erzielt, daß unter Ausschaltung möglichst aller mechanischen tlertragungsmittel
der Antrieb der Anschläge in zeitlich vom Druckvorgang abhängiger Weise auf elektrischem
Wege erfolgt. Diese Anordnung ist besonders für schnellarbeitende Maschinen von
Wichtigkeit.
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Ein weiterer Vorteil liegt in der dadurch erzielten Handlichkeit der
Antriebsorgane für die Anschläge. Gleichzeitig wird dadurch ein etwa notwendig werdendes
Umsetzen und Umstellen der Anschlag- und Abstreiferorgane erleichtert. Der Raumbedarf
dieser Teile wird herabgesetzt, und der Arbeitstisch läßt sich bis auf die unmittelbar
an den Anschlag-und Abstreiferorganen selbst liegenden Teile freihalten: Ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in der Zeichnung schaubildlich dargestellt. Am Tisch i der Adressendruckmaschine
sitzt das Druckplattenmagazin a, aus dem in bekannter Weise die Platten schrittweise
.an die Abdruckstelle 3 geführt werden, wo sie durch ein an einem Druckarm q. befestigtes
Druckkissen 5 abgedruckt werden. Von der Abdruckstelle werden die Platten in der
üblichen Weise nach dem Abdruck einer 5ammellade
6 zugeführt. Die
Vorrichtung zum zeitweisen Anhalten der bandzugeführten Bogen besteht aus einem
auf und ab beweglichen Anschlag 7 und einem dicht an diesem angeordneten Abstreifer
B. In den beweglichen Anschlag 7 greift ein Hebel 9 ein, der an einem Träger io'
gelagert ist und durch einen in dem Träger io' angeordneten Elektromagneten io von
seiner unteren Stellung nach oben aus der Bahn der Bogen bewegt werden kann. Der
Träger mit dem Anschlag und dem Abstreifer kann an zwei Stäben i i und 12 quer zur
Förderrichtung der Bogen verstellt und durch eine Schraube 13 festgestellt werden.
Die beiden Stäbe ii und i2 liegen je mit ihrem einen Ende auf der hinteren Papierführungsschiene
i.4 auf und sind mit ihrem anderen Ende an einem Block 15 befestigt. Dieser Block
sitzt mit einer Nute verschiebbar auf der vorderen Papierführungsschiene 16, und
die gesamte Bogenhaltevorrichtung kann in Richtung der Papierförderung durch eine
Schraube 17 festgehalten werden. Die Stromzuführung zum Elektromagneten io erfolgt-
vorzugsweise von einem Steckkontakt 18 aus über eine hiegsame Leitung i9. Einer
der Zuführungsdrähte der Leitung i9 ist durch einen unten näher beschriebenen Schalter
unterbrochen. Die Einschaltung des Stromes erfblgt zu bestimmter Zeit durch einen
Kontakt 20.
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Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende Durch eine nicht dargestellte
Bogenanlegevorrichtung wird jeweils ein Bogen oder Formular mittels umlaufender
endloser Bänder 21, 22 in Pfeilrichtung 23 der Druckstelle zugeführt, wo sie vom
Anschlag 7 aufgehalten werden. Hierauf wird die jeweils an der Abdruckstelle 3 befindliche
Druckplatte in üblicher Weise, meist unter Zwischenschaltung eines Farbbandes, durch
ein am Druckarm 4 befindliches Druckkissen 5 abgedruckt. Mit dem Druckarm 4 steht
über eine Zugstange 2.4 und einen Hebel 25 eine besonders gelagerte Achse a6 in
Verbindung: Diese Achse trägt einen Scheibenabschnitt 27. Beim Abwärtsgang des Druckarmes
führt infolgedessen der Scheibenabschnitt 27 eine Drehbewegung in der Richtung des
Pfeiles 2S aus. Dabei klemmt sich der Scheibenabschnitt 27 zwischen zwei Federn
29, die an ihrem oberen Ende einen Hebel 30 tragen und mit diesem um einen
Drehzapfen 31 schwingen können. Bei dieser Bewegung verbleibt zunächst der Hebel
30 in seiner gezeichneten Ruhelage, in der er durch eine Feder 32 gegen einen
einstellbaren Anschlag 33 gehalten wird. Durch diesen einstellbaren Anschlag kann
der Schalter derart eingestellt werden, daß der den Elektromagneten steuernde Stromkreis
früher oder später gegenüber dem Druckvorgang geschlossen wird.
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Wenn der Scheibenabschnitt 27 die geschilderte, in Richtung des Pfeiles
28 stattfindende Bewegung ausführt und sich zwischen die Blattfedern 29 schiebt,
so sucht sich der Kontakthebel 30 entgegen der Pfeilrichtung 34 um den Drehzapfen
31 zu bewegen. Er wird jedoch durch den Anschlag 33 an der Ausführung dieser Bewegung
gehindert, und der Scheibenabschnitt 27 bewegt sich lediglich mit Reibung zwischen
den Blattfedern 29 weiter.
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Wenn nun det Abdruck an der Abdruckstelle 3 erfolgt ist und der Druckarm
wieder nach oben geht, so führt der Scheibenabschnitt 27 eine rückläufige Bewegung
aus. Infolge der Reibung der Blattfedern 29 mit dem Scheibenabschnitt 27 wird dabei
der Hebel 30 in Richtung des Pfeiles 34 verschwenkt und schließt dadurch
den Kontakt 2o. Infolgedessen wird der Stromkreis des Elektromagneten io geschlossen.
Dadurch wird der Anker und der ihn tragende Hebel 9 angezogen" und -der Anschlag
7 aus der Bahn der Bogen herausgehoben. Hierdurch- kann das Formular von den Förderbändern
2i, z2 in Richtung des Pfeiles 25 weiter bis zur Ablage befördert werden; da unterdessen
auch das Druckkissen 5 von dem Formular an der Abdruckstelle 3 freigekommen ist.
Bevor der Druckarm 4 in seine oberste Stellung gelangt ist; verläßt der Scheibenabschnitt
die beiden Blattfedern 29, wodurch der Hebel 30 frei und durch die Rückzugsfeder
32 wieder gegen den Anschlag 33 gezogen wird. Kurz bevor der Hebel 30 gegen
den Anschlag 33 zu liegen kommt, wird der Stromkreis an dem Kontakt 2o unterbrochen,
der Elektromagnet io wird stromlos und der Ankerhebel 9 und damit der Anschlag 7
bewegen sich entweder durch ihre eigene Schwere oder durch eine nicht dargestellte
Feder wieder nach unten. In dieser Lage ist. der Anschlag 7 bereit, den nächsten
durch die Bänder 21, 22 zugeführten Bogen abzufangen, und das geschilderte Arbeitsspiel
kann von neuem beginnen.