DE58518C - Regulator für Arbeitsdampfmaschinen. (3 - Google Patents

Regulator für Arbeitsdampfmaschinen. (3

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DE58518C
DE58518C DENDAT58518D DE58518DA DE58518C DE 58518 C DE58518 C DE 58518C DE NDAT58518 D DENDAT58518 D DE NDAT58518D DE 58518D A DE58518D A DE 58518DA DE 58518 C DE58518 C DE 58518C
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover

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Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
«ir ό *ί ■■
KLASSE 60: Regulatoren für Kraftmaschinen.
F. J. WEISS in BASEL. Regulator für Arbeitsdampfmaschinen.
Dritter Zusatz zum Patente No. 54922 vom 30. Januar 1890.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Januar i8gi ab. Längste Dauer: 29. Januar 1905.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine besondere Ausführungsform des im Haupt-Patent dargelegten, in dem folgenden Satz ausgesprochenen Erfindungsgedanken:
Bei der eben beschriebenen Variante der Construction Fig. 1 sowohl, als bei der ursprünglichen Construction Fig. 1, sowie auch bei den hier noch zu beschreibenden Constructionen handelt es sich immer um. die Combination eines statischen Regulators von gröfster Regulirfähigkeit mit einem Stellzeug, dessen eines Glied (aber gleichgültig welches, oder auch mehrere zusammen) während des Ganges der Maschine relativ zu den übrigen Theilen des Mechanismus so verstellt werden kann oder so verstellt wird, dafs — ohne das totale Uebersetzungsverhältnifs zwischen Muffenhub und dem Hub oder Ausschlag des die Füllung des Dampfcylinders bewirkenden Steuerungsorgans wesentlich zu verändern — die relative Lage dieses Steuerungsorgans zu der. Lage der Schwunggewichte des eigentlichen Centrifugalregulators sich ändert.
Im Haupt-Patent (ebenso im ersten Zusatz-Patent vom 29. October 1890) ist gezeigt, wie die verlangte Eigenschaft des Stellzeuges, das zur Erreichung des beabsichtigten Zweckes — Veränderlichmachung der Tourenzahl — mit einem stark statischen Regulator in Combination zu wirken hat, erreicht wird durch Veränderlichmachung von Zugstangenlängen oder durch Verdrehung von · Hebeln.
Erfinder hat nun gefunden,· dafs jene Eigenschaft dem Stellzeug auch noch auf eine im Vergleich mit der in den. oben genannten Vorlagen beschriebene Weise modificirte Art da- ' durch verliehen werden kann, dafs man, anstatt, wie in Fig. 1 des Haupt-Patentes, den Hebel FD C in zwei Theile FD und D C zu zerlegen und diese beiden Theile gegen einander drehbar zu gestalten, den Hebel FD C in einem starren Stück beibehält, dagegen dessen Verdrehung dadurch bewirkt, dafs sein Drehpunkt D im verticalen Sinne verschoben werden kann (Fig. 1 beiliegender Zeichnung), wodurch ebenfalls eine Veränderung der relativen Lage der Glieder des Stellzeuges zu einander hervorgebracht wird, ohne dafs .dadurch das totale Uebersetzungsverhältnifs zwischen dem Muffenhub und dem Ausschlag des die Füllung des Dampfcylinders bewirkenden Steuerungsorgans wesentlich verändert würde. Die Wirkung der Verdrehung des Hebels FDC durch verticale Verschiebung seines Stützpunktes D ist genau dieselbe, die schon im Haupt-Patent als Wirkung der Verdrehung des einen Hebeltheiles C D gegen den anderen Hebeltheil D F beschrieben worden. Dreht man das Handrädchen E in dem Sinne, dafs sich der Drehpunkt D des Regulatorhebels FD C hebt (Fig. 1 der Zeichnung), so wird ■— weil die Trägheit der Massen des Regulators G den letzteren in erster Linie noch in der innegehabten Lage festhält, also der Endpunkt F
des Hebels, noch in seiner Lage verharrt — dieser Hebel FDC sich entgegengesetzt der Drehrichtung eines Uhrzeigers drehen, also seinen anderen Endpunkt C mit in die Höhe heben. Durch Vermittelung der Regulatorzugstange C B wird damit auch der Steuerhebel B A (der in der Zeichnung als auf einen Rider - Expansionsschieber wirkend gedacht ist) nach aufwärts gezogen, womit die Füllung des Dampfcylinders vergröfsert wird; wenn nun jene Füllung vorher, die im Haupt-Patent definirte »nöthige« Füllung war, so erhält jetzt der Dampfcylinder eine gröfsere »nöthige« Füllung, was zur Folge hat, dafs die Maschine durchgehen will. Diesem Durchgehen beugt nun der Regulirmechanismus selbsttätig dadurch vor, dafs infolge der gröfser gewordenen Geschwindigkeit sich die Schwungmassen des statischen Regulators in eine höhere Gleichgewichtslage heben, womit durch Vermittelung des Stellzeuges FDCBA auch der Riderschieber wieder auf kleinere Füllung zurückgestellt wird, und zwar so weit, bis diese Füllung gerade wieder die »nöthige« geworden ist, welche trotz der jetzt vergröfserten Tourenzahl die gleiche ist, wie sie vorhin bei kleinerer Tourenzahl gewesen. Nach Abwickelung des ganzen Vorganges wird der Steuerhebel B A selbstthätig wieder dieselbe Lage wie vorhin angenommen haben, nur die Stellung der übrigen Theile des Regulators und seines Stellzeuges ist mit der. veränderten Tourenzahl desselben eine andere geworden.
Wie das Heben des Drehpunktes D des Regulatorhebels eine Steigerung der Umdrehzahl des Regulators und der von ihm regulirten Dampfmaschine bewirkt, so bewirkt umgekehrt ein Senken jenes Drehpunktes eine Ermäfsigung jener Umdrehzahl.
Es leuchtet ferner ein, dafs man durch verticale Verschiebung des ganzen Regulators in seinem Bock genau denselben Effect erreichen kann, den man durch die verticale Verschiebung des Drehpunktes D des Regulatorhebels erreicht, weil beide. Verschiebungsarten einfach relative Bewegungen gegen einander, sind. Wenn ein Heben , des Drehpunktes D des Regulatorhebels eine Drehung dieses Hebels entgegengesetzt der Bewegungsrichtung eines Uhrzeigers und damit ein Schnellerlaufen des Regulators zur Folge hat, wie vorhin beschrieben, so mufs ein Senken des ganzen Regulators (bei festgehaltenem Drehpunkt D),' welches ebenfalls eine Drehung des Regulatorhebels entgegengesetzt der Bewegungsrichtung eines Uhrzeigers bewirkt, auch ein Schnellerlaufen des Regulators zur Folge haben. Dreht man hiernach in Fig. 2 das Handrädchen E in dem Sinne, dafs die mit ihm verbundene Schraube und damit die sich auf diese stützende Regulatorwelle Q mit dem auf ihr sitzenden Regulator niedergeht, so wird auch die Regulatormuffe mit dem einen Ende F des Hebels FD C niedergehen, weil die Trägheit der Massen vorerst einer Veränderung, des Ausschlagwinkels der Schwungkugeln widersteht. Geht aber in Fig. 2 der eine Endpunkt F des Hebels FDC nieder, so hebt sich der andere Endpunkt C jenes Hebels. und verstellt die Expansion auf gröfsere Füllung. Ist diese vorher die »nöthige« Füllung gewesen, so will nun die Maschine wieder durchgehen, welchem Durchgehen der Apparat wieder selbstthätig vorbeugt, indem bei gröfserer Um drehzahl die Schwungmassen des statischen Regulators aus einander gehen und damit die Expansion wieder' auf die »nöthige« Füllung zurückstellen, alles genau so, wie vorhin schon beschrieben. Wie ein Senken des ganzen Regulators eine Steigerung der Umdrehzahl desselben bewirkt, so bewirkt' ■ umgekehrt ein Heben desselben eine Verminderung von dessen Umdrehzahl. . .
Es ist nicht gerade nöthig, dafs die verticale ' Verschiebung des Regulators durch Heben und Senken der Regulatorwelle Q. hervorgebracht werde; wesentlich.ist nur, dafs die Aufhängepunkte T der Schwungmassen vertical verschoben werden, was beispielsweise auch dadurch bewirkt werden könnte, dafs das jene Aufhängepunkte T tragende Querhaupt P nicht fest auf der Regulatorwelle Q, sondern auf letzterer verschiebbar (nicht aber drehbar) angeordnet würde.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der Ersatz des zweitheiligen Hebels FD und . D C des Anspruchs 1. des Haupt-Patentes durch einen starren Hebel, bei welchem erforderliche Verdrehung dadurch bewirkt wird, dafs entweder der Drehpunkt D des Regulatorhebels oder aber der eigentliche Centrifugalregulator eine Verschiebung im verticalen Sinne erfährt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT58518D Regulator für Arbeitsdampfmaschinen. (3 Expired - Lifetime DE58518C (de)

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