DE588043A - - Google Patents

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DE588043A
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benzocarbazole
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oxybenzocarbazole
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Es wurde gefunden, daß man zu wertvollen Farbstoffzwischenprodukten dadurch gelangt, daß man solche 2-Oxybenzocarbazole, bei denen die Oxygruppe in dem nicht benzosubstituierten Kern enthalten ist, in Form der Alkalisalze oder im Gemisch mit Alkalicarbonaten durch Einwirkung von Kohlensäure unter Druck bei höherer Temperatur in die entsprechenden 2-Oxybenzocarbazol-
3-carbonsäuren überführt und gegebenenfalls diese nach an sich bekannten Methoden in die entsprechenden 2 - Oxybenzocarbazol-3-carbonsäurearylamide umwandelt.
Die nach dem Verfahren erhältlichen 2 - Oxybenzocarbazolcarbonsäuren können durch die Formel
Benzo
-COOH
dargestellt werden.
Die Überführung der Carboxylgruppe in die Carbonsäurearylamidgruppe kann z. B. erfolgen durch die Umsetzung der Carbonsäure in Form ihres Chlorids oder ihrer Ester mit geeigneten Aminen, wie Aminen der Benzol-, Naphthalin- oder Carbazolreihe, oder durch Umsetzung der freien Carbonsäure mit Arylestern der Isocyansäure.
Die so erhältlichen 2-Oxycarbazol-3-carbonsäuren und ihre Arylamide sind wertvolle Zwischenprodukte bei der Herstellung von Farbstoffen.
Die bei dem Verfahren als Ausgangsprodukte verwerteten 2-Oxybenzocarbazole werden beispielsweise erhalten nach dem Verfahren der Patentschrift 586 804.
Beispiel 1
Das Natriumsalz des 5 · o-Benzo-2-oxycarbazols (Schmelzpunkt 2000 C) wird 10 Stunden unter Kohlensäuredruck von 50 Atmo-Sphären bei 280° C erhitzt. Die Schmelze wird nach dem Erkalten in viel heißem Wasser aufgenommen, vom Ungelösten abfiltriert. Beim Ansäuern fällt aus dem Filtrat die schwach gelb gefärbte 5 · 6-Benzocarbazol-2-oxy-3-carbonsäure. Sie ist schwer löslich in den meisten organischen Lösemitteln und kann über das schwer lösliche Natriumsalz gereinigt werden. Sie schmilzt bei 245 ° C unter Zersetzung.
B ei s ρ i el 2
Ein Gemisch von 1 Gewichtsteil 7 · 8-Benzo-2-oxycarbazol (Schmelzpunkt 241 ° C) und 3 Gewichtsteilen Kaliumcarbonat wird 8 Stunden unter einem Kohlensäuredruck von
*) Von dem Patentsiicher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Willy Broeg in Leverkusen-I. G. Werk und Dr. Heinrich Morschel in Köln-Deuts.
5ö Atmosphären bei 2600 C gehalten. Nach dem Erkalten wird das Reaktionsprodukt in Wasser aufgenommen, mit Salzsäure kongosauer gestellt, abgesaugt und gewaschen. Darauf wird es mit Soda in viel Wasser kochend gelöst und nitriert. Aus dem Filtrat fällt beim Erkalten das schwer lösliche Natriumsalz der- 7 · S-Benzocarbazol^-oxy-3-carbonsäure. Nach dem Absaugen und Anschlämmen in heißem Wasser wird durch Ansäuern hieraus die schwach gefärbte 7 · 8-Benzocarbazol-s-oxy-s-carbonsäure erhalten. Sie ist schwer löslich in den meisten organischen Lösungsmitteln. Sie schmilzt bei 241 ° C unter Zersetzung.
Beispiel 3
277 Gewichtsteile 5 · o-Benzocarbazol-2 · 3-oxycarbonsäure werden mit 152 Gewichtsteilen 4-Chloranilin und 1500 Gewichtsteilen Toloul auf 8o° C erhitzt; zu dieser Mischung rührt man im Verlauf 1 Stunde 70 Gewichtsteile Phosphortrichlorid und erhitzt
zum Sieden, bis keine Salzsäure mehr entweicht. Nach Zusatz von Soda wird das Toluol mit Wasserdampf abgeblasen und das gebildete 5 · o-Benzocarbazol-2 · 3-oxycarbonsäure-p-chloranilid abgesaugt. Zur Entfernung des überschüssigen 4-Chloranilins wird noch mit Salzsäure ausgekocht. Eine Reinigung kann in üblicher Weise durch Umlösen aus Natronlauge bewirkt werden.
Beispiel 4
277 Gewichtsteile 7 · 8-Benzocarbazol-2 · 3-oxycarbonsäure werden mit 160 Gewichtsteilen 5-Chlor-2-toluidin und 1500· Gewichtsteilen Chlorbenzol auf 8o° C erhitzt und innerhalb 1 Stunde mit 70 Gewichtsteilen Phosphortrichlorid versetzt. Nach 12 stündigem Sieden wird Soda zugegeben und das Chlorbenzol mit Wasserdampf abdestilliert. Das abgeschiedene 7 · 8-BenzocarbazoI-2 · 3-oxycarbonsäure -4'-chlor -2'-methyl -1'- phenylamid wird abgesaugt, mit Salzsäure ausgekocht und mit Wasser gewaschen.
Das in analoger Weise hergestellte
5 · 6-Benzocarbazol-2 · s-oxycarbonsäure-m-chloranüid hat den Schmelzpunkt 2730 C, 5 · ö-Benzocarbazol-z · 3-oxycarbonsaure-p-chloranilid hat den Schmelzpunkt 2920 C, 5 · 6-Benzocarbazol-2 · 3-oxycarbonsäure-o-ioluidid hat den Schmelzpunkt 2540 C, 7 · 8-Benzocarbazol-2 · 3-oxycarbonsäure-o-chlorarulid hat den Schmelzpunkt 2370 C, 7 · 8-Benzocarbazol-2 · 3-oxycarbonsäure-m-chloranilid hat den Schmelzpunkt 2490 C, 7 · 8-Benzocarbazol-2 »s-oxycarbonsaure-p-chloranilid hat den Schmelzpunkt 2570C, 7 · 8-Benzocarbazol-2 · 3-oxycarbonsäure-p-anisidid hat den Schmelzpunkt 2460 C,
7 · 8-Benzocarbazol-2 · 3-oxycarbonsäure-2'-methoxy-4'-chlor-i'-phenylamid hat den Schmelzpunkt 2480C,
7 · 8-Benzocarbazol-2 · 3-oxycarbonsäure-2'-methoxy-5'-chlor-i'-phenylamid hat den Schmelzpunkt 2460 C,
7 · 8-Benzocarbazol-2 · 3-oxycarbonsäure-2'-methyl-4'-chlor-i'-phenylamid hat den Schmelzpunkt 2480 C,
7·8-Benzocarbazol-2-3-oxycarbonsäure-2'-methyl-5'-chlor-r'-phenylamid hat den Schmelzpunkt 2430 C.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Darstellung von 2-0xybenzocarbazolabkömmlirigen, dadurch gekennzeichnet, daß man 2-Oxybenzocarbazole, bei denen die Oxygruppe in dem nicht benzosubstituierten Benzolkern des Carbazols enthalten ist, in Form ihrer Alkalisalze oder im Gemisch mit Alkalicarbonaten durch Einwirkung von Kohlensäure unter Druck bei höherer Temperatur in Benzocarbazol-^-oxy-s-carbonsäuren überführt und gegebenenfalls diese nach an sich bekannten Methoden in die entsprechenden 2-Oxybenzocarbazol-3-carbonsäurearylamide umwandelt.

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