DE590995C - Schnelltelegraph mit Lochstreifengeber - Google Patents
Schnelltelegraph mit LochstreifengeberInfo
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- DE590995C DE590995C DER86322D DER0086322D DE590995C DE 590995 C DE590995 C DE 590995C DE R86322 D DER86322 D DE R86322D DE R0086322 D DER0086322 D DE R0086322D DE 590995 C DE590995 C DE 590995C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L15/00—Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
- H04L15/04—Apparatus or circuits at the transmitting end
- H04L15/18—Automatic transmitters, e.g. controlled by perforated tape
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Near-Field Transmission Systems (AREA)
- Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)
Description
Bei Schnelltelegraphie ist es wichtig, die Nachteile, welche mit -Abnutzung der Kontakte
durch Stromunterbrechungen verbunden sind, möglichst zu vermeiden. Es ist bereits
vorgeschlagen worden, bei elektrischen Stromstoßverteilungsanlagen für Drucktelegraphen
an Stelle der gewöhnlichen, mit den Bürsten kontaktmachenden Segmente auf der Vcrteilerfläche
oder auf dem Rahmen eine Reihe elektromagnetischer Impulsspulen von einer Abnehmerspule getrennt anzuordnen und die
Abnehmerspule so anzubringen, daß sie an der Reihe der Impulsspulen vorbeistreicht
und Stromstöße durch Induktion übertragen kann, aber auch hier müssen die elektromagnetischen
Impulsspulen durch Konktaktschließungen und -Öffnungen gesteuert werden. Die Erfindung bezieht sich auf eine andere Art
von Schnelltelegraphen, nämlich auf Schnelltelegraphen mit Lochstreifengeber. Bei diesen
war es bis jetzt üblich, die Steuerung durch den Lochstreifen in der Weise durchzuführen,
daß eine Abtastung durch die Löcher bewerkstelligt wird, so daß jedesmal, wenn der Abtasthebel über ein Loch kommt, ein
Kontakt geschlossen wird. Hierbei waren natürlich die mit den Stromunterbrechungen
verbundenen Nachteile nicht zu vermeiden. Nach der Erfindung wird jede Kontaktschließung
und -Öffnung vermieden, indem die Anordnung so getroffen wird, daß durch den Lochstreifen der Luftspalt eines magnetischen
Kreises und somit seine Reluktanz gesteuert wird, wodurch in einer oder mehreren mit
diesem magnetischen Kreis verketteten Spulen Spannungsschwankungen, welche Signale
steuern, erzeugt werden. Hierbei macht das den Luftspalt ändernde Organ nur ganz kleine
Verstellungen, so daß die Telegraphicgeschwindigkeit bedeutend erhöht werden kann.
Fig. ι zeigt, zum Teil im Schnitt, die Tasteinrichtung.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Fig. 1 unter Weglassung von unwesentlichen Teilen.
Fig. 3 ist eine Draufsicht.
Fig. 4 zeigt zum Zwecke der Erläuterung einen Nutzkreis, durch den die. Änderungen
des magnetischen Widerstandes (Reluktanz), die durch den Sender der ersten Figuren erzeugt
werden, dazu benutzt werden können, um Spannungsschwankungen zu erzeugen.
Fig. 5 zeigt eine Abänderung der Anordnung gemäß Fig. 1 bis 3. -
Fig. 6 ist ein zu Fig. 5 gehörendes Schaltbild.
Fig. 7 und 8 zeigen zwei besonders zweckmäßige Schaltungen.
Bei der ersten Ausführungsform ist auf einer Welle 6 ein Rad W angeordnet, dessen
Körper X am Umfang^ Nuten enthält, in die
■ Metall ringe l·', ο eihgetegt'sind. Diese Metallringe
bilden den Teil eines magnetischen Kreises von veränderlichem Widerstand, wie
später ausführlicher erläutert wird. Jn der Nähe des Umfanges von W liegen die magnetischen
Joche a, a' und darüber die Anker H und H'. Die Ringe b, b' enthalten in ihrem
Umfange eine Anzahl von öffnungen, in die
ίο unter Zwischenschaltung von .Federn 7 und 8
Kolben c und c' hineinragen, die mit ihren anderen Enden durch Öffnungen in dem Flansch
des Rades W nach außen herausragen. Um : den Umfang von W herum sind in Abständen
gleich den Abständen der Zuglöcher im Bandstreifen eine Anzahl von Zugstiften / angeordnet,
die während des Betriebes in die mittlere 'Lochreihe im Streifen / eintreten und
beim Drehen des Rades W diesen Streifen über das Rad ziehen. Die Federn 7 und 8
an dem Kolben c und c' suchen normalerweise diese Kolben gegen die Anker H und H' zu
bewegen. Der Streifen / verhindert diese Bewegung der Kolben c nach den Ankern //, solange,
nicht ein Loch über dem Kolben vorbeigeht. In diesem letzteren Falle wird der Kolben
durch die Feder durch ein Loch hindurch gegen den Anker gedrückt. Dieses verändert
den Abstand zwischen Kolben und Anker und damit die Reluktanz. Eine Gleichstromquelle
18 ist mit Wicklungen α' und d' verbunden,
die auf den Jochen α angebracht sind, wodurch ein magnetisches Feld in dem magnetischen
Kreis erzeugt wird. Die Joche tragen noch ein zweites Wicklungspaar e und <?', deren
Zweck weiter unten erläutert wird. Im Betriebe schließen die Kolben c in ihrer oberen Stellung
■ die magnetischen Kreise durch die ■Joche α, die Ringe & und die Anker//. Jede
Änderung der Reluktanz verursacht eine Änderung der Flußdichte in diesen Kreisen und
induziert damit eine Spannung an den Windungen e. Wenn das Rad W sich dreht,
ziehen die Stifte / den Streifen /' über den Umfang des Rades. Die Kolben c werden
entweder durch den Streifen in ihrer normalen Stellung festgehalten oder treten durch
die Streifenlocher nach außen, so dal.l die !Reluktanz
infolge der Veränderung des Luftspaltes zwischen Kolben und Anker je nachdem
ein Maximum oder Minimum wird. Beim' Weiterdrehen des Rades wird der Kolben
wieder vom Streifen frei. Durch dieses abwechselnde Spiel bezüglich des Luftspaltes ändem
sich demnach, wie erwähnt, die Flußdichten in den magnetischen Kreisen, wodurch in e und e' Spannungsänderungen hervorgerufen
Werden.
Infolge der Anordnung" zweier Kolbenreihen, die versetzt gegeneinander arbeiten,
kann man durch Einstellen der Lagen der beiden Anker // zu den Kolben c diesen Kolben
die richtigen Vorspannungen geben und die in den Wicklungen e erzeugten Spanuungsimpulse
zur Nachrichtenübermittlung benutzen.
Zur Erleichterung des Anlassens des Streifens im Sender sind die Anker H in einem isolierten
Schuh K angeordnet, der an einen festen Teil 10 angelenkt ist. Für das Einlegen
des Streifens wird dieser Schuh hochgekippt, wie in Fig. 2 punktiert angedeutet ist.
Die Spannungsänderungen in den Wicklungen e werden dann in bekannter Weise benutzt,
um ein Druckrelais zu betätigen oder die Eingangskreise von Röhrenrelais oder ■vRöhrensendern zu speisen.
y^ Eine solche Nutzbarmachung dieser Spannungsänderungen zeigt I7ig. 4, Die Wicklungen d und d', die mit den Wicklungen c und <?' auf denselben Kernen sitzen, werden, wie erwähnt, von der Quelle τ8 gespeist und ergeben eine bestimmte Flußdichte im Kern. Der an .Hand der Vig. ι beschriebene Tastvorgang verändert die Reluktanz des Weges und damit die Flußdichte mit Signalfrequenz. Hieraus ergibt sich eine Änderung der Impedanz der Wicklungen e und damit Spannungsänderungen an deren Klemmen 3 und 4. An diese Klemmen sind nun die Kathodenkreise der Rohen 12 und 13 angeschlossen, während die Klemmen ι und 2 der Wicklungen c miteinander durch Widerstände 15 und 16 und mit den Steuerelektroden der Röhren verbunden sind. JOie Anoden sind über eine Induktanz verbunden, die in irgendeiner Weise mit dem Nutz- oder Antennenkreis gekoppelt ist.
y^ Eine solche Nutzbarmachung dieser Spannungsänderungen zeigt I7ig. 4, Die Wicklungen d und d', die mit den Wicklungen c und <?' auf denselben Kernen sitzen, werden, wie erwähnt, von der Quelle τ8 gespeist und ergeben eine bestimmte Flußdichte im Kern. Der an .Hand der Vig. ι beschriebene Tastvorgang verändert die Reluktanz des Weges und damit die Flußdichte mit Signalfrequenz. Hieraus ergibt sich eine Änderung der Impedanz der Wicklungen e und damit Spannungsänderungen an deren Klemmen 3 und 4. An diese Klemmen sind nun die Kathodenkreise der Rohen 12 und 13 angeschlossen, während die Klemmen ι und 2 der Wicklungen c miteinander durch Widerstände 15 und 16 und mit den Steuerelektroden der Röhren verbunden sind. JOie Anoden sind über eine Induktanz verbunden, die in irgendeiner Weise mit dem Nutz- oder Antennenkreis gekoppelt ist.
Fig. 5 zeigt eine etwas vereinfachte Schaltung. Die Magnetkreise sind so wie bei der
früheren Schaltung, jedoch wird das Magnetfeld durch Wechselstrom von einer Quelle 18
erzeugt, die mit den Wicklungen d, d' der Joche α verbunden ist. Der Tastvorgang erzeugt
wieder Änderungen der Reluktanz, die aber hier entsprechende Änderungen der impedanz
der Wechselstromwicklungen d hervorrufen. Diese Schaltung beseitigt die Notwendigkeit
einer besonderen Gleichstromquelle' zur Erzeugung des magnetischen no
KeI des.
Die Impedanzänderungen können nun gemäß
Fig. 6 zur' Betätigung eines Röhren relais benutzt werden.
I7ig. 7 zeigt eine Schaltung zur Nutzbarmachung
der Potentialänderungen mit Tastfrequenz, die an den Induktanzen in dem magnetischen
Kreise auftreten.
Hier werden die Röhren A und B durch eine nicht gezeichnete Quelle bis auf einen
Punkt in. der Nähe der Verriegelung vorgespannt, so daß eine Gleichrichtung der
Ströme, die die Tastpotentiale wiedergeben, in dem Anodenkreis dieser Röhren auftritt.
Wenn die Impedanz oder Induktanz von V in einem der magnetischen Kreise der
impedanz oder Induktanz von IJ in dem anderen Kreise gleich ist, wird der Wechselstrom,
der von 18 dem die Widerstände 15 und 16 'und die obenerwähnten Induktanzen
enthaltenden Kreise zugeführt wird, ausgeglichen, und haben beide Röhren A undß dieselbe
Erregung und nehmen denselben Strombetrag von der nicht gezeichneten Anodenstromquelle
auf. Wenn die Impedanz von IJ kleiner ist als die von IJ, verursacht der
Spannungsabfall des Wechselstromes im Widerstand 15 eine Unausgeglichenheit in
(k'r Erregung der '.Röhren A und J>. Die
Röhret erhält einen größeren Strom, was
zur Folge hat, daß von der Anode von B zur Anode von A ein Gleichstrom fließt. Hierdurch
ergibt sich ein entsprechender Polaritätsabfall am Widerstand RA. Dieser Impuls
oder Potentialabfall veranlaßt eine Zunahme der Spannung, die der Röhre von der Vor-Spannungsbatterie
20 über den Widerstand 21 zugeführt wird, und eine Abnahme der
Vorspannung, die der Steuerelektrode der Röhre d des polarisierten Relais über den
Widerstand 22 zugeführt wird. Die Röhre (/ erhält Strom, die ,Spannung an ihrer Anode
23 nimmt ab, und es wird, da das Gitter 24 von C über einen Widerstand 25 mit der
Anode 23 von D verbunden ist, die Röhre C bis zur Verriegelung vorgespannt, und es
nimmt die Spannung an der Anode 26 von C zu. Diese Spannungszunahme wird über den
Widerstand 27 auf die ' Steuerelektrode 28 von D übertragen und vermehrt die Vorspannung,
so daß D stark leitend \vird und leitend bleibt, bis die Impedanz von IJ kleiner wird
als die von IJ, worauf das entgegengesetzte Spiel auftritt. So kann die eine der Röhren
die Zeichenstromimpulse und die andere Pausenstromimpulse führen.
Bei der Schaltung gemäß Fig. 8 sind die Induktanzen V, LJ der Abtastvorrichtung 19
gemäß Fig. 5 mit einem Nutzkreis 1 verbunden, der die Wechselspannungsquelle 18 und
die Widerstände 15 und 16 der Fig. 5 enthält. ■
An den Kreis 1 schließen sich das polarisierte Relais 2, der Verstärker 3, der Modulator 4
und der Frequenzverdoppler 6. Die hochfrequenten Ströme werden in 5 erzeugt und bei 4 zugeführt, um durch die Tastimpulse
von 3 moduliert zu werden. An den Frequenzverdoppler 6 schließt sich der Verstärker
7, der durch die Übertragerleitung 8 mit der Antenne 9 verbunden ist.
Claims (2)
1. Schnelltelegraph mit Lochstreifengeber, dadurch gekennzeichnet, daß durch
den Lochstreifen der Luftspalt eines magnetischen Kreises und somit seine Reluktanz
gesteuert wird, wodurch in einer oder mehreren mit diesem magnetischen Kreis verketteten Spulen Spannungsschwankungen, welche Signale steuern,
erzeugt werden.
2. Schnelltelegraph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetisqhe
Kreis eines Jochsystems unter Belassung eines Luftspaltes durch eine umlaufende Trommel geschlossen wird, die
durch diesen Luftspalt den Lochstreifen derartig hindurchzieht, daß von dessen Löchern radial verstellbare magnetische
Schlußstücke gesteuert werden und da-" durch die Intensität des Magnetfeldes beeinflußt
wird, wodurch in Wicklungen auf dem Joch Spannungsschwankungen erzeugt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
BERLIN. CiF.niUlCKT IN I)KU
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US573057A US2003329A (en) | 1931-11-05 | 1931-11-05 | High speed keying |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE590995C true DE590995C (de) | 1934-01-15 |
Family
ID=24290471
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER86322D Expired DE590995C (de) | 1931-11-05 | 1932-11-06 | Schnelltelegraph mit Lochstreifengeber |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2003329A (de) |
| DE (1) | DE590995C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE855873C (de) * | 1949-09-22 | 1952-11-17 | Siemens Ag | Fernschreibsender |
| DE1233179B (de) * | 1965-04-07 | 1967-01-26 | Olympia Werke Ag | Abtaster fuer gelochte Aufzeichnungstraeger |
| DE1256926B (de) * | 1964-03-07 | 1967-12-21 | Olympia Werke Ag | Abtastvorrichtung fuer gelochte Aufzeichnungstraeger |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2734610A (en) * | 1945-08-09 | 1956-02-14 | Drive mechanism for paper feeding device | |
| US2588916A (en) * | 1948-02-02 | 1952-03-11 | Gen Railway Signal Co | Navigational system for airways traffic control |
| US2727091A (en) * | 1952-08-29 | 1955-12-13 | Teletype Corp | Centrifugal tape reader |
| US2920214A (en) * | 1954-03-11 | 1960-01-05 | Honeywell Regulator Co | Condition responsive relay means |
| US3058097A (en) * | 1955-03-01 | 1962-10-09 | Schlumberger Well Surv Corp | Information handling system |
| NL209920A (de) * | 1955-08-26 |
-
1931
- 1931-11-05 US US573057A patent/US2003329A/en not_active Expired - Lifetime
-
1932
- 1932-11-06 DE DER86322D patent/DE590995C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE855873C (de) * | 1949-09-22 | 1952-11-17 | Siemens Ag | Fernschreibsender |
| DE1256926B (de) * | 1964-03-07 | 1967-12-21 | Olympia Werke Ag | Abtastvorrichtung fuer gelochte Aufzeichnungstraeger |
| DE1233179B (de) * | 1965-04-07 | 1967-01-26 | Olympia Werke Ag | Abtaster fuer gelochte Aufzeichnungstraeger |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2003329A (en) | 1935-06-04 |
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