DE598703C - Verfahren zur Beschickung von Braunkohlentrocknern - Google Patents

Verfahren zur Beschickung von Braunkohlentrocknern

Info

Publication number
DE598703C
DE598703C DEG83885D DEG0083885D DE598703C DE 598703 C DE598703 C DE 598703C DE G83885 D DEG83885 D DE G83885D DE G0083885 D DEG0083885 D DE G0083885D DE 598703 C DE598703 C DE 598703C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coal
bunker
dryers
dryer
charging
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG83885D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEWERKSCHAFT LEONHARDT
Original Assignee
GEWERKSCHAFT LEONHARDT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GEWERKSCHAFT LEONHARDT filed Critical GEWERKSCHAFT LEONHARDT
Priority to DEG83885D priority Critical patent/DE598703C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE598703C publication Critical patent/DE598703C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B25/00Details of general application not covered by group F26B21/00 or F26B23/00
    • F26B25/001Handling, e.g. loading or unloading arrangements
    • F26B25/002Handling, e.g. loading or unloading arrangements for bulk goods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Beschickung von Braunkohlentrocknern In Braunkohlenbrikettfabriken befindet sich über den Trocknern in der Regel ein, Kohlenbunker, der zur Ansammlung und Pufferung der aus dem Naßdienst kommenden Rohfeinkohlen dient. In Abb. r ist ein solcher Kohlenboden beispielsweise dargestellt. Die Kohle wird mittels eines Bandes oder mehrerer Bänder b vom Naßdienst kommend auf den Kohlenboden befördert und in bekannter Weise mittels Abwurfvorrichtungen direkt über den Trocknern a abgeworfen. Als Abwurfvorrichtungen dienen meist Bandabstreicher oder auch zwecks Vermeidung von Abstreich- und Abwurfentmischungen verfahrbare Bänder, die vor Kopf abwerfen. Bei Stillständen des Maßdienstes oder sonstigen großen Störungen in der Heranförderung des Gutes hört die Zufuhr von Rohfeinkohlen zu den Trocknern auf. Durch fortlaufenden Kohlenbedarf der Trockner entleert sich jedoch der Kohlenboden weiter, so daß nach einer Zeit von z. B. z Stunde der Kohleninhalt der Trichter c von den Trocknern aufgebraucht ist. Die Trichter entstehen in, der Rohfeinkohle von selbst durch das natürliche Böschungsvermögen der Rohfeinkohle. Die liegengebliebenen Kohlenmassen d müssen dann den Trocknern von.. Hand zugefördert werden, wenn nicht wieder Rohfeinkohle mit den Bändern b herangeführt und in die Trichter c abgeworfen wird. Es ist an sich bekannt, daß die liegengebliebenen Kohlenmassen d aus entmischten und auch aus sog. toten Kohlen bestehen, die den Verlauf des Trockenprozesses empfindlich stören und damit die Qualität der Briketts verschlechtern können. Es ist zwecks Vermeidung von toten Kohlen massen schon der Vorschlag gemacht worden, über den Trocknern kleine Einzelbunker anzuordnen, die etwa das Fassungsvermögen der Trichter c haben. Ein. Beispiel dieser Änordnung ist in Abb. 2 dargestellt.
  • Tatsächlich kann durch diese Einrichtung der schädliche Einfluß, den abwurfentmischte und tote Kohlen auf den Trockenprozeß nehmen, praktisch verhindert werden. Eine Einzelbunkerung von geringen Kohlenmengen über den Trocknern hat jedoch den Nachteil, daß den Einzelbunkern laufend oder in, kürzeren Zeitabschnitten aufeinanderfolgend Frischkohle zugeführt werden muß, daß also der Naßdienst durchgehend in Betrieb gehalten werden muß. Ein. laufender Betrieb des Maßdienstes verursacht höhere Betriebskosten. Außerdem fehlt bei einer Einzelbunkerung der nötige Kohlenvorrat für die Trockner für den Fall längerer Betriebsstörungen, die im Maßdienst oder überhaupt in der Zufuhr der Kohlen zum Kohlenboden eintreten können. Ein weiterer großer Nachteil der Einzelbunkerung besteht darin, daß die Sortenentmischung der herangeförderten Kohlen nicht ausgeschaltet werden kann. Tritt beispielsweise der Fall ein, daß das Bande (Abb. 2) in gewissen Zeitabständen hintereinander die verschiedenen Kohlensorten I, II, III und IV heranbringt, dann werden die Trichter f1, f, ... fx in verschiedenen Zonen der Reihe nach die Kohlensorten I, II, III und IV enthalten, wie das in Abb. 2 schematisch abgebildet ist. Es 'gelangen dann der Reihe nach die verschiedenen Kohlensorten I, II, III und IV in die Trockner. Es ist an sich bekannt, daß dadurch große Schwankungen im Trockenprozeß und Schwierigkeiten im Produktionsprozeß hervorgerufen werden. Die Schwierigkeiten lassen sich ausschalten, wenn, die Kohlensorten I, II, III und IV, ehe sie in die Trockner gelangen, gut miteinander vermischt werden, und wenn die Trockner gleichzeitig ein- und 'dasselbe Sortengemisch zugeführt erhalten.
  • Man kann eine gute Vermischung der Sorten in an sich bekannter Weise dadurch erreichen, daß vor das Band e (Abb. 2) bzw. vor den Naßdienst der Brikettfabrik ein oder mehrere Vorratsbunker vorgeschaltet werden. In diesen Bunkern können die verschiedenen Kohlensorten für sich getrennt gebunkert, in dosierten Mengen getrennt abgezogen, gemischt und dann erst dem Naßdienst bzw. dem Band e zugefördert werden. Zur Ausübung dieses an sich bekannten Verfahrens ist die Schaffung großer und teurer Vorratsbunker erforderlich. Außerdem muß der Naßdienst in Abhängigkeit vom Trockendienst durchgehend in Betrieb gehalten werden, was hohe Betriebskosten im Naßdienst zur Folge hat.
  • Es wurde nun gefunden, daß der zur Vermeidung der Sortenentmischung erforderliche Vorratsbunker zusammen mit den über den Trocknern vorhandenen Einzelbunkern auf dem Kohlenboden in einfacher Weise untergebracht werden kann, und daß die Trockner auch während längerer Stillstände des Naßdienstes mit einwandfrei gemischter Kohle beschickt werden können. Zu diesem Zweck wird der zwischen den Trichtern f1, f2 ... fr vorhandene urausgenutzte Raum zur Bunkerung ungemischter Kohle mit herangezogen in: z. B. der Weise, daß nach Abb. 3 die durchgehenden Bunkerschrägenh und i angeordnet werden. Die trichterförmigen Kohlenbunker fi, f2 ... f, (nach Abb.2) können, wie in Abb. 3, auch zylindrische Form k erhalten, wodurch ein, längeres Liegenbleiben toter Kohlenmassen vollkommen vermieden wird.
  • Der Füll- und Entleerungsvorgang des Kohlenbodens bzw. die Beschickung der Braunkohlentrockner nach dem neuen Verfahren geht für den obererwähnten Fall, daß z. B. vier verschiedene Kohlensorten hintereinander auf den Kohlenboden gebracht werden, .beispielsweise folgendermaßen vor sich: Die Kohlensorte I wird von dem Band g Abb. 3, Schnitt B-B, nicht auf die ganze Länge des Bunkers verteilt, sonldern in den mit I bezeichneten Bunkerabschnitt abgestürzt. In entsprechender Weise werden. die Kohlensorten II, III und IV, wenn sie von dem Band g herangebracht werden, in die dafür vorgesehenen Bunkerabschnitte II, III und IV abgeworfen. Die Bunkerabschnitte I, II, III und IV werden nun gleichzeitig in einstellbaren Mengen fortlaufend entleert in der Weise, daß die abgezogenen Kohlenmengen in an sich bekannter Weise auf das Band l gebracht werden. Das Band l bringt dann die vier verschiedenen Kohlensorten in der gewünschten Mischung über die Zwischenbänder m, n, o auf das Band p, von dem die Kohlen in die Trichter k abgestürzt, den Trocknern also in gemischtem Zustande zugeführt werden.
  • Der Vorteil des neuen Verfahrens ist nicht nur der, daß die Sortenentmischung der Kohle praktisch ausgeschaltet wird, sondern. daß die sonst unausgenutzten Bunkerräume des Kohlenbodens so zum Bunkern größerer Kohlenmassen mit verwendet werden, daß stilliegende Vorratsnester vermieden werden.
  • Das beschriebene indirekte Bekohlungsverfahren kann so lange ausgeführt werden, bis der Kohlenvorrat erschöpft ist. In dem dargestellten Beispiel reicht der Kohlenvorrat für eine Bekohlung der Trockner bis zu =2 Stunden aus. Selbstverständlich kann, der Kohlenvorrat auch je nach den vorliegenden Betriebsverhältnissen größer oder kleiner bemessen werden. Die Auffüllung des Kohlenvorrates y erfolgt in der Betriebszeit des Naßdienstes durch Heranbringen neuer Kohlenmengen mittels des Zubringerbandes g. Man kann auch auf das Band g verzichten und das Band P für zweiseitigen Abwurf einrichten, so daß sowohl die Bekohlung des Kohlenbodens als auch der Füllschächte k gleichzeitig oder abwechselnd möglich ist.
  • Die Füllschächte k kann man, auch herausziehbar anordnen oder ganz fortlassen. Im letzteren Falle bildet sich der Füllschacht über den Trocknern in der Kohle durch Abböschen von selbst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur rotdirekten Beschickung von :Braunkohlentrocknern, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme von aufbereiteten Rohfeinkohlen auf ein und demselben Kohlenboden ein Doppelbunker so angeordnet wird, daß die Feinkohle in einem Vorbunker (i, h) nach Sorten getrennt gelagert und aus diesem Vorbunker in jedem erforderlichen Verhältnis gemischt dem Beschickungsbunker (k) über den Trocknern zugeführt wird.
DEG83885D 1932-07-08 1932-07-08 Verfahren zur Beschickung von Braunkohlentrocknern Expired DE598703C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG83885D DE598703C (de) 1932-07-08 1932-07-08 Verfahren zur Beschickung von Braunkohlentrocknern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG83885D DE598703C (de) 1932-07-08 1932-07-08 Verfahren zur Beschickung von Braunkohlentrocknern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE598703C true DE598703C (de) 1934-06-16

Family

ID=7137865

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG83885D Expired DE598703C (de) 1932-07-08 1932-07-08 Verfahren zur Beschickung von Braunkohlentrocknern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE598703C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1039939B (de) * 1951-01-05 1958-09-25 Hans Von Sybel Dr Ing Schachtfoermiger Bunker, insbesondere fuer brueckenbildendes, z. B. faseriges Gut
EP0819901A1 (de) * 1996-07-17 1998-01-21 GEA Wärme- und Umwelttechnik GmbH Braunkohlen-Trocknungsanlage
EP0819903A1 (de) * 1996-07-17 1998-01-21 GEA Wärme- und Umwelttechnik GmbH Braunkohlen-Trocknungsanlage
EP0843141A1 (de) * 1996-11-19 1998-05-20 GEA Wärme- und Umwelttechnik GmbH Kohlenaufgabeeinrichtung für eine Braunkohlentrocknungsanlage

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1039939B (de) * 1951-01-05 1958-09-25 Hans Von Sybel Dr Ing Schachtfoermiger Bunker, insbesondere fuer brueckenbildendes, z. B. faseriges Gut
EP0819901A1 (de) * 1996-07-17 1998-01-21 GEA Wärme- und Umwelttechnik GmbH Braunkohlen-Trocknungsanlage
EP0819903A1 (de) * 1996-07-17 1998-01-21 GEA Wärme- und Umwelttechnik GmbH Braunkohlen-Trocknungsanlage
EP0843141A1 (de) * 1996-11-19 1998-05-20 GEA Wärme- und Umwelttechnik GmbH Kohlenaufgabeeinrichtung für eine Braunkohlentrocknungsanlage

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2145890A1 (de) Verfahren zum Vermengen und Homogenisieren von Schüttmaterial sowie Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens
DE598703C (de) Verfahren zur Beschickung von Braunkohlentrocknern
DE2308786A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum trocknen von granuliertem material
DE848644C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung von Massenguetern
DE2422963B1 (de) Pneumatische Misch- und Abförderanlage für (ließfähige Schüttgüter
DE1240376B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Mischen eines kontinuierlichen Materialstromes eines schuettfaehigen Gutes
DE811346C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kalkstickstoff
DE3739708C1 (en) Apparatus for deashing firing boilers and the like
DE819974C (de) Vorrichtung zum mengengleichen Fuellen von Behaeltern
AT221011B (de) Verfahren zur Herstellung von gesintertem Gut, wie Sinterdolomit und Sintermagnesit, in einem mit Mischfeuerung betriebenen Schachtofen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens
DE2851856C3 (de) Verfahren zum Unschädlichmachen von Kohlenstaub
DE713348C (de) Vorrichtung zur Lenkung eines Gutstromes durch ein in einem Aufgabebunker verlagertes Leitmittel
DE492940C (de) Einrichtung fuer Brikettfabriken zum Beschicken der Trockenapparate
DE576111C (de) Vorrichtung zum Beschicken von Zementbrennoefen
DE954094C (de) Anlage zum gleichmaessigen und gleichzeitigen Beschicken meyhrerer nacheinander angeordneter Verbrauchsstellen, insbesondere bei Muehlenfeuerungen fuer Kesselanlagen, und Verfahren zu deren Betrieb
DE477968C (de) Misch- und Beschickungsvorrichtung, insbesondere fuer feinkoernige und staubfoermige Stoffe
AT143252B (de) Selbsttätige Tabakwaage.
DE34431C (de) Vorrichtung zum gleichmäfsigen Mischen pulverförmiger und feinkörniger Stoffe
DE1166402B (de) Wirbelbettfeuerung zur Verbrennung geringwertiger Brennstoffe in zwei Verbrennungskammern
DE2243083A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur mischfutteraufbereitung
AT166037B (de) Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von phosphaltigen Düngemitteln, insbesondere von Superphospat
DE2510447A1 (de) Verfahren zur herstellung eines bodenverbesserungsmittels
DE820782C (de) Vorrichtung zum Beschicken von Acetylen-Entwicklern mit Carbid
AT205898B (de) Vorrichtung zum Ausgleichen der Feuchtigkeitsunterschiede von Tabak
DE1471552C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von Verkokungsofen kammern einer Verkokungsofenbatterie