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Die Erfindung betrifft Reifendemontagemaschinen und
insbesondere die Einrichtungen zur Betätigung des
Revolverkopfes, der das Montage-/Demontagewerkzeug
trägt.
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Es sind Reifendemontagemaschinen bekannt, bei welchen
der Revolverkopf, der das Montage-/Demontagewerkzeug
trägt, von dem Bediener manuell gegen eine Feder
betätigt wird, deren Zweck darin besteht, den Revolverkopf
in einer angehobenen Position zu halten.
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Der Bediener muss jedoch eine bestimmte Kraft ausüben,
um den Revolverkopf manuell zu bedienen, weshalb
Reifendemontagemaschinen konstruiert wurden, bei welchen
der Revolverkopf mittels einer pneumatischen Zylinder-
Kolben-Einheit betätigt wird.
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Diese letztere Art von Maschinen ist mit Systemen
versehen, die eine automatische Positionierung des
Revolverkopfes in der richtigen Arbeitsposition
ermöglichen. Zu diesem Zweck veranlasst der Bediener den
Revolverkopf mittels eines geeigneten Druckknopfes zum
Absenken, und wenn das von dem Revolverkopf getragene
Montage-/Demontagewerkzeug die Kante der Radfelge
berührt, arretiert eine Drosselungsvorrichtung den
Revolverkopf in seiner richtigen Arbeitsposition, indem
es ihn um einige wenige Millimeter von der
Radfelgenkante anhebt.
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Maschinen dieser Art funktionieren tadellos, wenn sie
bei Stahlradfelgen verwendet werden, bereiten jedoch
Probleme, wenn sie bei Leichtmetallfelgen verwendet
werden. Hierbei kann das Montage-/Demontagewerkzeug
die Radfelge zerkratzen oder beschädigen, wenn es
deren Kante erreicht.
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Außer der Tatsache, dass dies negativ für das Aussehen
ist, kann dies insbesondere bei schlauchlosen Reifen
den dichten Abschluss gegen den Reifenwulst
beeinträchtigen.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Beseitigung
des erwähnten Nachteils im Rahmen einer zweckmäßigen,
zuverlässigen und relativ preiswerten Lösung.
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Die Erfindung löst die Aufgabe durch Bereitstellung
einer Reifendemontagemaschine, bei welcher der
Revolverkopf in Abhängigkeit von der Art der Radfelge, auf
welcher ein Reifen montiert, oder von welcher ein
Reifen demontiert werden soll, entweder manuell oder
automatisch positionierbar ist.
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Die besonderen Merkmale der Erfindung sind in den
Ansprüchen festgelegt.
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Die Betriebs- und Konstruktionsmerkmale der Erfindung
werden anhand der mittels eines nicht begrenzenden
Beispiels gegebenen, nachfolgenden Beschreibung einer
in den dazugehörigen Zeichnungen veranschaulichten,
bevorzugten Ausführung offensichtlicher.
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Fig. 1 ist eine Seitenansicht der
Reifendemontagemaschine der Erfindung.
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Fig. 2 ist eine vergrößerte Schnittansicht durch einen
Teil von Fig. 1.
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Fig. 3 ist eine Schnittansicht auf einer Vertikalebene
durch den Steuerhandgriff zur Betätigung des
Werkzeughalter-Revolverkopfes, die die Steuerdruckknöpfe in
ihrer inaktiven Position darstellt.
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Fig. 4 ist eine Fig. 3 ähnliche Ansicht, wobei jedoch
die Position dargestellt ist, die die Revolverkopf-
Steuerdruckknöpfe während des Absenkens des
Revolverkopfes einnehmen.
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Fig. 5 ist eine Fig. 3 ähnliche Ansicht, wobei jedoch
die Position dargestellt ist, die die Revolverkopf-
Steuerdruckknöpfe während der Arretierung des
Revolverkopfes in seiner Arbeitsposition einnehmen.
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Fig. 6 ist ein Schnitt auf der Linie VI-VI von Fig. 3.
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Fig. 7 ist ein Schnitt auf der Linie VII-VII von Fig.
3.
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Fig. 8 ist ein Schnitt auf der Linie VIII-VIII von
Fig. 3.
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Fig. 9 ist ein Schnitt auf der Linie IX-IX von Fig. 3.
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In Fig. 1 ist die Reifendemontagemaschine 1
dargestellt, die kurz gesagt ein Gehäuse umfasst, das die
zum Ergreifen der Radfelge mit selbstzentrierenden
Klemmbacken 4 versehene gewöhnliche Platte 3 trägt.
Von dem hinteren Teil des Gehäuses 2 erstreckt sich
eine vertikale Säule 5, an deren Spitze ein Bauteil 66
zum Führen einer gleitend bewegbaren Horizontalwelle 6
befestigt ist, die den das Montage-/Demontagewerkzeug
70 tragenden gewöhnlichen, vertikalen Revolverkopf 7
trägt.
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Detailliert beschrieben wird das hintere Ende der
Welle 6 in eine von einer Zylinder-Kolben-Einheit 8
betätigte Drosselungsplatte 80 eingeführt, um die Welle 6
in ihrer Position zu arretieren. An dem vorderen Ende
der Welle 6 ist eine Hülse 9 mit Vertikalachse
angeschweißt, die ein Durchgangsloch mit sechseckigem
Querschnitt zur Aufnahme des Revolverkopfes 7 mit
einem Querschnitt aufweist, der zu dem des Loches in der
Hülse 9 passt.
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An der Vorderseite der Hülse 9 ist eine C-förmige
Platte 10 befestigt, die zwischen der Vorderseite der
Hülse und der Basis der Platte 10 einen Kanal zur
Aufnahme einer einfachwirkenden Zylinder-Kolben-Einheit
11 zur Betätigung des Revolverkopfes 7 während dessen
automatischer Betätigung festlegt.
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Der Revolverkopf 7 ist insbesondere, wie in Fig. 2
dargestellt, mittels eines Teils 12 mit der Zylinder-
Kolben-Einheit 11 verbunden, welches mit einem
Hohlraum 120 zur Aufnahme des oberen Endes des
Revolverkopfes 7, und mit einem Hohlraum 121 zur Aufnahme des
hinteren Teils der Zylinder-Kolben-Einheit 11 versehen
ist. Die Stange 111 der Zylinder-Kolben-Einheit 11 ist
mittels eines Blockes 13 an der Platte 10 befestigt.
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Der Hohlraum 120 weist auch einen Sitz zur Aufnahme
des Endes der koaxial zu dem Revolverkopf 7
verlaufenden, und den Revolverkopf 7 in seiner Position
haltenden Feder 14 auf, wie in Fig. 1 und Fig. 2
dargestellt.
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Das andere Ende der Feder 14 verbleibt auf einer
Drosselungsplatte 15.
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Die Platte 15 ist so angeordnet, dass sie den
Revolverkopf in seiner Arbeitsposition arretiert, und wird
durch eine in der Nähe der Hülse 9 an der Welle 6
befestigte Zylinder-Kolben-Einheit 16 betätigt.
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Der Bediener positioniert den Revolverkopf
automatisch, indem er zwei in einem an der Platte 10 befestigten
Handgriff 19 vorgesehene Druckknöpfe 17 und 18
betätigt.
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Der Druckknopf 17 steuert die Betätigung der Zylinder-
Kolben-Einheit 11 und somit das automatische Absenken
des Revolverkopfes 7, während der Druckknopf 18 sowohl
die Betätigung der Zylinder-Kolben-Einheit 16, mit
welcher die Drosselungsplatte 15 zum Arretieren des
Revolverkopfes 7 in seiner Arbeitsposition verbunden
ist, als auch die Betätigung der Zylinder-Kolben-
Einheit 8 steuert, mit welcher die Drosselungsplatte
80 zum Arretieren der Welle 6 verbunden ist.
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Unter Bezugnahme auf Fig. 3 sind die Druckknöpfe 17
und 18 jeweils mit zwei Schieberventilen 20 und 21
verbunden, deren Dreiwegesitze 22 und 23 jeweils
einstückig mit dem Handgriff 19 ausgebildet sind.
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Wie in Fig. 6, 7 und 8 dargestellt, weist der Sitz 22
weist einen mit der Druckluftzufuhrleitung 24 in
Verbindung stehenden Anschluss 220, einen mit der
Druckluftzufuhrleitung 25 zu der Zylinder-Kolben-Einheit 11
in Verbindung stehenden Anschluss 221, und einen mit
einer Auslassleitung 26 in Verbindung stehenden
Anschluss 222 auf.
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Von dem Sitz 22 aus erstreckt sich auch ein sich in
den Anschluss 230 öffnender Kanal 27, der dem Sitz 23
Druckluft zuführt. Letzterer weist, wie in Fig. 6, 7,
8 dargestellt, auch einen Anschluss 231 auf, der mit
dem Kanal 28 in Verbindung steht, welcher mit der
Druckluftzufuhrleitung 29 zu den Kolben-Zylinder-
Einheiten 8 und 16 verbunden ist, und weist einen
Anschluss 232 zum Entleeren nach außen auf.
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Die zwei Schieberventile 20 und 21 können von dem
Bediener unabhängig voneinander zwischen einer in Fig. 3
dargestellten inaktiven Position und einer aktiven
Position umgeschaltet werden. Um von der inaktiven
Position in die aktive Position umzuschalten, betätigt der
Bediener die Druckknöpfe 17 und 18. Zur Durchführung
des umgekehrten Vorgangs betätigt der Bediener einen
Auslöser 30, der die vorderen Enden der
Schieberventile 20 und 21 miteinander verbindet, die aus dem Körper
des Handgriffes hervorstehen.
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Zur automatischen Betätigung des Revolverkopfes 7
drückt der Bediener den Druckknopf 17, um das
Schieberventil 20 in seine aktive Position zu bewegen, wie
in Fig. 4 dargestellt. Auf diese Weise wird die
Druckluftzufuhrleitung 24 mit der Leitung 25 verbunden, die
der Zylinder-Kolben-Einheit 11 Druckluft zuführt.
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Die Kammer 110 der Zylinder-Kolben-Einheit 11 wird
über ihre Stange 111 mit Druckluft versorgt. Die
Leitung 25 öffnet sich in ein in dem unteren Teil der
Stange 111 angeordnetes, nicht dargestelltes Loch
hinein, und versorgt die Stange mit Druckluft. Die
Luft tritt aus der Stange 111 aus, um über eine
Mehrzahl von Löchern 112, wovon eines in Fig. 2
sichtbar ist, in die Kammer 110 einzutreten. Beim
Füllen der Kammer 110 mit Druckluft wird der Zylinder
121 der Zylinder-Kolben-Einheit 11, wie folglich auch
der Revolverkopf 7, nach unten gezogen.
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Wenn das von dem Revolverkopf 7 getragene Werkzeug 70
die Kante der Radfelge berührt, drückt der Bediener
den Druckknopf 18, um das Schieberventil 21 in seine
aktive Position umzuschalten, wie in Fig. 5
dargestellt. Auf diese Weise wird der
Druckluftzufuhranschluss mit dem die Zylinder-Kolben-Einheiten 8 und 16
versorgenden Kanal 28 verbunden, die jeweils die
Drosselungsplatten 80 und 15 betätigen, um die Welle 6 und
den Revolverkopf 7 in ihrer Position zu arretieren.
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Wenn der Reifen auf der Radfelge montiert oder von ihr
demontiert wurde, führt der Bediener den Revolverkopf
durch Betätigung des Auslösers 30 in seine in Fig. 1
dargestellte angehobene Position zurück. Auf diese
Weise werden die zwei Schieberventile in ihre in Fig.
3 dargestellte inaktive Position umgeschaltet. In
dieser Position ist die Druckluft Zuführleitung 29 zu den
Zylinder-Kolben-Einheiten 8 und 16 mit der
Auslassleitung 232 verbunden, damit die in den Kammern der
Zylinder-Kolben-Einheiten enthaltene Druckluft austreten
kann, was eine Freigabe des Revolverkopfes 7 und der
Welle 6 zur Folge hat.
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Gleichzeitig wird die Druckluftzufuhrleitung 25 zu der
Zylinder-Kolben-Einheit 11 mit der Auslassleitung 26
verbunden, damit die in der Kammer 110 der Zylinder-
Kolben-Einheit 11 enthaltene Luft austreten kann, was
eine Rückkehr des Revolverkopfes 7 durch die Feder 14
in seine angehobene Position zur Folge hat.
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Die manuelle Betätigung des Revolverkopfes 7 ist
extrem einfach. Der Bediener senkt lediglich den
Revolverkopf 7 ab und arretiert ihn in der richtigen
Arbeitsposition, indem er den Druckknopf 18 drückt, um
die Zylinder-Kolben-Einheit 8 und 16 zur Betätigung
jeweils der Drosselungsplatten 80 und 15 zu
veranlassen. Wenn der Reifen auf der Radfelge montiert oder
von ihr entfernt wurde, zieht der Bediener den
Auslöser 30, um das Schieberventil 21 in seine inaktive
Position zurückzuführen, so dass die in den Kammern der
Zylinder-Kolben-Einheiten enthaltene Luft durch den
Auslassanschluss 232 austritt, und die Platten 15 und
80 kehren in die Position zurück, in welcher sie
jeweils den Revolverkopf 7 und die Welle 6 freigeben,
damit die Feder 14 den Revolverkopf 7 in seine
angehobene Position zurückführen kann.