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Die vorliegende Erfindung betrifft
Cucurbituril-Derivate,
Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendungen.
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Cucurbituril ist eine makrozyklische
Verbindung, deren Herstellung zuerst von Behrend et al. 1905 (Liebigs
Ann. Chem. 1905, 339, 1) beschrieben wurde. Gemäß ihres Berichts erzeugt die
Kondensation von Glycoluril und überschüssigem Formaldehyd
in Anwesenheit von Salzsäure
(HCl) einen amorphen Feststoff. Lösen des Feststoffs in heißer konzentrierter
Schwefelsäure,
verdünnen
der Lösung
mit Wasser gefolgt von langsamem abkühlen der Lösung auf Raumtemperatur erzeugt
ein kristallines Material. Fälschlicherweise
haben sie diese Substanz als C10H11N7O4·2H2O charakterisiert, ausschließlich auf
Elementaranalyse basierend. 1981 wurde diese Substanz durch Mock
und Mitarbeiter wieder entdeckt (J. Am. Chem. Soc., 1981, 103, 7367).
Sie haben diese korrekt als eine hexamere makrozyklische Verbindung
mit der Zusammensetzung C36H36N24O12 charakterisiert,
was auch durch die Bestimmung der Röntgenkristallstruktur bestätigt wurde.
Sie nannten sie Cucurbituril und wir bezeichnen sie von jetzt an
als Cucurbit [6] uril .
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Seitdem ist ein verbessertes Herstellungsverfahren
für Cucurbit
[6] uril offenbart worden (
DE
196 03 377 A1 ) . Gemäß dieses
neuen Verfahrens werden Glycoluril und Formaldehyd bei 100 °C oder einer
höheren Temperatur
in Anwesenheit einer Säure
umgesetzt und die Reaktionsmischung wird dann weiter bis auf 150 °C erhitzt,
um die Reaktionsmischung zu konzentrieren. Kühlen der Mischung auf Raumtemperatur
ergibt Cucurbit[6]uril. Dieses synthetische Verfahren kann die Ausbeute
an Cucurbit[6]uril erhöhen.
Jedoch wurde berichtet, dass dadurch nur das hexamere Cucurbituril,
Cucurbit[6]uril, mit verbesserter Ausbeute hergestellt wird. Die
Cucurbituril-Derivate, die ungefähr
sechs Monomere besitzen, können
nicht durch die ses Verfahren synthetisiert werden. Darüber hinaus
erfordert das Syntheseverfahren eine viel höhere Reaktionstemperatur, wodurch
es weniger praktikabel wird.
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Zusätzlich ist Dekamethylcucurbit[5]uril
beschrieben worden, bei welchem fünf Dimethandimethylglycoluril-Einheiten durch Kondensation
von Dimethylglycoluril und Formaldehyd eine zyklische Struktur bilden (Angew.
Chem. Int. Ed. Engl. 1992, 31, 1475).
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Wie oben beschrieben, ist bis heute
nur über
zwei Cucurbituril-Derivate, Cucurbit[n]uril mit n=6 und Dekamethylcucurbit[n]uril
mit n=5, berichtet worden. Die bekannten Cucurbituril-Derivate sind
im Hinblick auf ihre Typen und Hohlraumgröße (5,5 oder weniger) sehr
begrenzt. Auch sind sie in gängigen
Lösemitteln
wie Wasser oder Methanol unlöslich
und damit sind ihre Anwendungen beschränkt.
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WO 00 68232 A wurde nach den Prioritätsdaten
der vorliegenden Anmeldung veröffentlicht
und offenbart Verfahren zur Herstellung von Cucurbit[n]urilen (wobei
n von 4 bis 12 ist), in welchen Cucurbiturile in einem einzelnen
Schritt unter Rückfluß-Bedingungen
in Anwesenheit von konzentrierter Säure und Wasser hergestellt
wird.
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Allgemein stellt die vorliegende
Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Cucurbituril-Derivats, wie
in Anspruch 1 und den angefügten
Ansprüchen,
zusammen mit den optionalen Merkmalen der Ansprüche 2 bis 6 definiert; ein
Verfahren zur Herstellung eines Cucurbituril-Derivats, wie in Anspruch 7, zusammen
mit den optionalen Merkmalen der Ansprüche 8 bis 12 definiert und
ein Verfahren zur Herstellung eines Cucurbituril-Derivats, wie in
Anspruch 13, zusammen mit den optionalen Merkmalen der Ansprüche 14 bis
19 definiert, bereit.
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Ein Ziel der bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung ist es, neue Cucurbituril-Derivate mit
verschieden großen Öffnungen
und/oder mit verbesserter Löslichkeit
in gängigen
Lösemitteln
herzustellen.
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Ein anderes Ziel der bevorzugten
Ausführungsformen
der vorliegende Erfindung ist es, einfache Herstellungsverfahren
für die
Cucurbituril-Derivate bereitzustellen.
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Ein weiteres Ziel der bevorzugten
Ausführungsformen
der vorliegende Erfindung ist es, Verwendungen für die Cucurbituril-Derivate
bereitzustellen.
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Ein Ziel kann durch neue Herstellungsverfahren
für Cucurbituril-Derivate
erreicht werden, welche die Formel (1) besitzen
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worin X O, S oder NH ist; R1 und R2 unabhängig ausgewählt sind
aus Gruppen, bestehend aus Wasserstoff, Alkylgruppen mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen, Alkenylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
Alkynylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Alkylthiogruppen
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Alkylcarboxylgruppen mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen, Hydroxyalkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
Alkylsilylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Alkoxygruppen
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Haloalkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
der Nitrogruppe, Alkylamingruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
der Amingruppe, Aminoalkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
unsubstituierten Cycloalkylgruppen mit 5 bis 30 Kohlenstoffatomen,
Cycloalkylgruppen mit 4 bis 30 Kohlenstoffatomen mit Heteroatomen,
unsubstituierten Arylgruppen mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen und
Arylgruppen mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen mit Heteroatomen und
n eine ganze Zahl von 4 bis 20 ist.
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Ein Basisverfahren eines erfindungsgemäßen Beispiels,
das für
die Herstellung von Cucurbituril-Derivaten verwendet wird, welche
die Formel (1), wie hierin oben angegeben, besitzen, umfasst: (a1)
hinzufügen von
3 bis 7 Molen einer Säure
zu 1 Mol Verbindung (A), hierin unten, um eine Mischung zu bilden,
hinzufügen von
2 bis 20 Molen des Alkylaldehyds (B), hierin unten, zu der Mischung
und rühren
der Mischung bei 70 bis 95 °C
und (b1) rühren
der Reaktionsmischung bei 95 bis 105 °C, um die Reaktion abzuschließen.
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In einem anderen Ausführungsbeispiel
können
Cucurbituril-Derivate, welche die Formel (1), wie unten abgebildet,
besitzen, gebildet werden durch (a2) hinzufügen von 0,1 bis 1 Mol einer
Säure zu
1 Mol Verbindung (A), wie hierin oben angegeben, um eine Mischung
zu bilden, hinzufügen
von 2 bis 20 Molen des Alkylaldehyds (B), wie hierin oben angegeben,
zu der Mischung und rühren
der Mischung bei 70 bis 85 °C,
um ein Intermediat im Gel-Zustand
zu erhalten und (b2) trocknen des Gels, hinzugeben von 3 bis 7 Molen
einer Säure
für jedes Mol
des getrockneten Zwischenprodukts und rühren der Reaktionsmischung
bei 70 bis 105 °C.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel
können
die Cucurbituril-Derivate, welche die Formel (1), wie hierin oben
angegeben, besitzen, durch (a3) platzieren von Ver bindung (A), wie
hierin oben angegeben, und 0,1 bis 1 Mol einer Säure und 2 bis 20 Molen des
Alkylaldehyds (B), wie hierin oben angegeben, für jedes Mol von Verbindung
(A), wie hierin oben angegeben, in einen Hochdruckreaktor und Umsetzung
der Mischung bei 80 bis 130 °C,
um ein oligomeres Intermediat in Pulverform zu erhalten und (b3)
hinzugeben von 3 bis 7 Molen einer Säure für jedes Mol des oligomeren
Intermediats und rühren
der Mischung bei 70 bis 105 °C.
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Die Reaktionsprodukte der Schritte
(b1), (b2) und (b3) sind eine Mischung aus zwei oder mehr Cucurbituril-Derivaten, welche
die Formel (2) besitzen, mit einem wert für n von 5 bis 20, in Abhängigkeit
von den Reaktionsbedingungen.
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Die typischen Reaktionsprodukte der
Schritte (b1), (b2) und (b3) sind eine Mischung aus 5–30 % des Cucurbituril-Derivats,
bei welchem n=5 ist, 30–70
% des Cucurbituril-Derivats, bei welchem mit n=6 ist, 5–30 % des
Cucurbituril-Derivats, bei welchem n=7 ist, 2–15 % des Cucurbituril-Derivats,
bei welchem n=8 ist und 1–10
% des Cucurbituril-Derivats, bei welchem n=9 bis 20 ist.
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Jedes der obigen drei Verfahren zur
Herstellung von Cucurbituril-Derivaten, welche die Formel (1), wie hierin
oben angegeben, besitzen, kann weiterhin umfassen: (c1) Kristallisieren
des Cucurbituril-Derivats, das die Formel (1) mit n=8 besitzt, aus
den Produktmischungen, die in den Schritten (b1), (b2) oder (b3)
erhalten wurden; (d1) Verdünnen
der verbleibenden Lösung
nach Schritt (c1) mit Wasser und Aceton, um einen Niederschlag zu
erzeugen, der abfiltriert wird und in Schritt (e1) weiter behandelt
wird und Entfernen des Lösemittels aus
dem resultierenden Filtrat, um die Cucurbituril-Derivate zu erhalten,
welche die Formel (1), mit n im Bereich von 9 bis 20 zu erhalten
und (e1) teilweises Lösen
des in Schritt (d1) erhaltenen Niederschlags in Wasser, um die Cucurbituril-Derivate
mit n=5 und 7 aus der wasserlöslichen
Fraktion und das Cucur bituril-Derivat mit n=6 aus der wasserunlöslichen
Fraktion zu erhalten. Die Abtrennung des Cucurbituril-Derivats mit
n=5 vom Cucurbituril-Derivat mit n=7 aus der wasserlöslichen
Fraktion, welche in Schritt (e1) erhalten wird, wird durch Teilausfällung unter
Verwendung eines Lösemittelgemischs
aus Wasser und Methanol erreicht.
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In einem anderen Aspekt der vorliegenden
Erfindung können
die durch die erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten Cucurbituril-Derivate, welche die Formel (1) besitzen,
eingesetzt werden, um organische Farbstoffe aus Abwasser, Schwermetalle
aus Wasser und radioaktive Isotope aus radioaktiven Abfällen zu
entfernen, unangenehme Gerüche
und Luftverschmutzungen wie Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, NOX und SOX zu binden
und zu entfernen und um Abwasser aus der Tierzucht und der Eisenverarbeitung
geruchlos zu machen und zu entfärben.
Auch sind die Cucurbituril-Derivate, welche die Formel (1) besitzen,
bei der Herstellung von Sensoren für die Erfassung von Ammoniumionen,
organischen Aminen, Aminosäure-Derivaten,
Nukleinsäurebasen,
Alkalimetall- oder Erdalkalimetall-Ionen einsetzbar. Die Cucurbituril-Derivate,
welche die Formel (1) besitzen, können als Additive für Polymere,
Kosmetika, künstlich
parfümierte
Papiere oder Textilien, Pestizide und Herbizide und Arzneimittel
und als Arzneimittelträger
verwendet werden. Die Cucurbituril-Derivate, welche die Formel (1)
besitzen, können
zur Extraktion und Reinigung von Fulleren- oder Caboran-Verbindungen
verwendet werden und als Packmaterialien für Chromatographiesäulen, als
Additive für
Gasabtrennmembranen und als Katalysatoren für verschiedene chemische Reaktionen
eingesetzt werden.
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Für
solche Anwendungen kann jedes Cucurbituril-Derivat, das gemäß der vorliegenden Erfindung
synthetisiert wird, verwendet werden. Eine Mischung der Cucurbituril-Derivate
aus Schritt (b1), (b2) oder (b3) kann für die oben aufgelisteten Zwecke
ohne weitere Reinigung verwendet werden.
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Für
ein besseres Verständnis
der Erfindung und um zu zeigen, wie deren Ausführungsbeispiele verwirklicht
werden können,
wird nun beispielhaft Bezug auf die beigefügten diagrammartigen Zeichnungen
genommen, in welchen:
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1 ein
Diagramm ist, das die Synthesewege für Cucurbituril-Derivate gemäß einem
erfindungsgemäßen Beispiel
veranschaulicht;
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2 die
Trennung der Cucurbituril-Derivate veranschaulicht, die durch die
in 1 veranschaulichten
Wege erhalten werden und
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3 bis 5 die Röntgenkristallstrukturen der
Cucurbituril-Derivate zeigen, die in den Synthesebeispielen 1 bis
3 hergestellt werden.
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Bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele
stellen Cucurbituril-Derivate bereit, welche die Formel (1) besitzen
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worin X O, S oder NH ist; R1 und R2 unabhängig ausgewählt sind
aus den Gruppen bestehend aus Wasserstoff, Alkylgruppen mit 1 bis
30 Kohlenstoffatomen, Alkenylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
Alkynylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Alkylthiogruppen
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Alkylcarboxylgruppen mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen, Hydroxyalkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
Alkylsilylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Alkoxygruppen
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Ha loalkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
der Nitrogruppe, Alkylamingruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
der Amingruppe, Aminoalkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
unsubstituierten Cycloalkylgruppen mit 5 bis 30 Kohlenstoffatomen,
Cycloalkylgruppen mit 4 bis 30 Kohlenstoffatomen mit Heteroatomen,
unsubstituierten Arylgruppen mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen und
Arylgruppen mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen mit Heteroatomen und
n eine ganze Zahl von 4 bis 20 ist, worin die Cucurbituril-Derivate die Formel
(1) besitzen, wobei n=6, R1=H, R2=H und X=O und n=5, R1=CH3, R2=H und X=O ausgeschlossen
sind.
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Die Alkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen
können
für R1 und R2 Methyl-,
Ethyl-, Propyl-, Isopropyl- und
t-Butylgruppen einschließen.
Die Alkenylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen können für R1 und R2 Propylen- und Butengruppen
einschließen
und die Alkynylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen können dafür eine Hexynylgruppe
einschließen.
Die Alkylthiogruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen können Butylmethylsulfid-
und Oktanthiolgruppen einschließen.
Die Alkylcarboxylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen können Carboxypropyl-
und Carboxylbutylgruppen einschließen und die Hydroxyalkylgruppen
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen können
Hydroxybutyl- und Hydroxyethylgruppen einschließen. Die Alkylsilylgruppen
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen können
Aryltriethylsilyl- und
Vinyltriethylsilylgruppen einschließen und die Alkoxygruppen mit
1 bis 30 Kohlenstoffatomen können
Methoxy- und Ethoxygruppen
einschließen.
Die Haloalkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen können CF3 und CH2Cl einschließen und
die Aminoalkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen können 2-Aminobutyl-
und 1-Aminobutylgruppen einschließen. Die unsubstituierten Cycloalkylgruppen
mit 5 bis 30 Kohlenstoffatomen können
Cyclohexyl- und Cyclopentylgruppen einschließen und die Cycloalkylgruppen
mit 4 bis 30 Kohlenstoffatomen mit Heteroatomen können Pipe ridyl-
und Tetrahydrofuranylgruppen einschließen. Die unsubstituierten Arylgruppen
mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen können
Phenyl-, Benzyl- und Naphthylgruppen einschließen und die Arylgruppen mit
6 bis 30 Kohlenstoffatomen mit Heteroatomen können Pentafluorphenyl- und
Pyridylgruppen einschließen.
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In Anbetracht der obigen Beispiele
für R1 und R2 in der Formel
(1), wie hierin oben angegeben, können die folgenden Verbindungen
Beispiele der Cucurbituril-Derivate
sein, welche die Formel (1) besitzen.
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Mit anderen Worten kann in der Formel
(1), wie hierin oben angegeben, R1 eine
Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, t-Butyl-,
Phenyl- oder Pyridylgruppe sein und R2 kann
Wasserstoff, eine Methyl-, Propyl-, Phenyl-, Trichlormethyl-, Trifluormethyl-,
Parafluorphenyl oder eine α,α,α-Trifluortolylgruppe sein.
Alternativ kann R1 Wasserstoff sein und
R2 kann eine Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Phenyl-,
Trichlormethyl-, Trifluormethyl-, Parafluorphenyl oder eine α,α,α-Trifluortolylgruppe
sein. In einem anderen Ausführungsbeispiel
kann R1 eine Methylgruppe sein und R2 kann
eine Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Phenyl-, Trichlormethyl-, Trifluormethyl-,
Parafluorphenyl oder eine α,α,α-Trifluortolylgruppe
sein. Stärker
bevorzugt besitzen Cucurbituril-Derivate die Formel (1), wie hierin
oben angegeben, worin X=O, R1 und R2 beide Wasserstoff sind und n=5 ist oder
einen Wert von 7 bis 20 hat und worin X=NH oder S, R1 und
R2 beide Wasserstoff sind und n ein Wert von
5 bis 20 ist.
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Nachfolgend werden Beispiele von
Verfahren zur Synthese der Cucurbituril-Derivate gemäß der erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele
beschrieben. Die folgenden Verfahren, die sich von den konventionellen Syntheseverfahren
unterscheiden, können
auch für
die Synthese der Cucurbituril-Derivate eingesetzt werden, welche
die Formel (1) mit n=6, R1=H, R2=H
und X=O oder mit n=5, R1=CH3,
R2=H und X=O besitzen und die bereits bekannt
sind.
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Ein Verfahren zur Synthese der Cucurbituril-Derivate
gemäß der erfindungsgemäßen Beispiele
kann entsprechend der Reaktionsbedingungen und dem Zustand des Intermediats
in eines von drei Verfahren eingestuft werden (siehe 1).
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Bezüglich des ersten Syntheseverfahrens
der Cucurbituril-Derivate wird eine Säure zu der Verbindung (A) in
einer Menge von 3 bis 7 Molen, bezogen auf 1 Mol der Verbindung
(A), hinzugegeben und gemischt. Bevorzugt ist die Säure mit
Wasser oder einem organischen Lösemittel
verdünnt,
so dass sie 1 bis 12M ist, aber bevorzugt so, dass sie 6 bis 12M
ist. Es kann jede Säure,
die imstande ist, die Verbindung (A) wie Glycoluril (R1=H)
zu lösen,
wie zum Beispiel Salzsäure,
Schwefelsäure,
Phosphorsäure,
Essigsäure,
Salpetersäure und
eine Mischung dieser Säuren,
verwendet werden. Das organische Lösemittel als Verdünnungsmittel
der Säure
kann Dimethylsulfoxid, N,N-Dimethylformamid, Methanol, Ethanol,
Chloroform oder eine Mischung dieser Lösemittel sein.
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Die Verbindung (A) (X=0) kann durch
das folgende Verfahren synthetisiert werden und die Verbindung (A)
mit R1 = H und X =0 (Glycoluril) kann erworben
werden.
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wie im folgenden Reaktionsschema
gezeigt, werden Harnstoff und Verbindung (C) in einer wässrigen sauren
Lösung
oder einem Säure-enthaltenden
organischen Lösemittel
gelöst
und einen bestimmten Zeitraum lang gerührt. Das Entfernen des Wassers
oder des organischen Lösemittels
aus der Reaktionsmischung ergibt Verbindung (A) (X=O). Die Verbindung
(A) mit X = S oder NH kann durch ein ähnliches Verfahren erhalten
werden.
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Verbindung A (X=O) wird mit dem Alkylaldehyd
(B) in einer sauren Lösung
umgesetzt, während
bei 70 bis 95 °C
6 bis 24 Stunden lang gerührt
wird. Die Menge des verwendeten Alkylaldehyds (B) beträgt 2 bis
20 Mole für
jedes Mol Glycoluril, aber bevorzugt 4 Mole. Zum Beispiel kann der
Alkylaldehyd (B) Formaldehyd, Acetaldehyd, Propionaldehyd, Benzaldehyd
und dergleichen sein. während
der Reaktion ändert
sich die Farbe der Reaktionslösung
mit der Zeit in dunkelrot.
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Die Reaktionsmischung wird bei 95
to 105 °C
weiter umgesetzt. Das Reaktionsendprodukt variiert in Abhängigkeit
von der Reaktionstemperatur und der Menge der Reaktionspartner.
Das übliche
Reaktionsendprodukt ist eine Mischung aus zwei oder mehr Cucurbituril-Derivaten,
welche die Formel (1), wie hierin oben angegeben, besitzen, worin
n ein Wert von 5 bis 20 ist.
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Gewöhnlich ist das Reaktionsprodukt
eine Mischung aus 5 bis 30 % des Cucurbituril-Derivats, bei welchem
n=5 ist, 30 bis 70 % des Cucurbituril-Derivats, bei welchem n=6
ist, 5 bis 30 % des Cucurbituril-Derivats, bei welchem n=7 ist,
2 bis 15 % des Cucurbituril-Derivats, bei welchem n=8 ist und 1
bis 10 % der Cucurbituril-Derivate, bei welchen n=9 bis 20 ist.
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Jedoch kann während der Reaktion bei 95 bis
105 °C,
in Abhängigkeit
von der Reaktionstemperatur, dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft und
der Konzentration der Reakti onspartner, das Cucurbituril-Derivat,
bei dem n=6 ist, in kristalliner Form ausfallen.
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Dann werden die resultierenden Cucurbituril-Derivate
durch folgendes Verfahren der fraktionierten Kristallisation, wie
in 2 gezeigt, von einander
getrennt.
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Zuerst wird die letzte Reaktionsmischung
mit Wasser verdünnt
und bei Raumtemperatur auf dem Labortisch stehen gelassen, um das
Cucurbituril-Derivat, das die Formel (1), wie hierin unten dargestellt,
besitzt, worin n=8 ist
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worin X O, S oder NH ist; R1 und R2 unabhängig ausgewählt sind
aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, Alkylgruppen mit 1 bis
30 Kohlenstoffatomen, Alkenylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
Alkynylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Alkylthiogruppen
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Alkylcarboxylgruppen mit 1 bis 30
Kohlenstoffatomen, Hydroxyalkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
Alkylsilylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Alkoxygruppen
mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, Haloalkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
der Nitrogruppe, Alkylamingruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
der Amingruppe, Aminoalkylgruppen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
unsubstituierten Cycloalkylgruppen mit 5 bis 30 Kohlenstoffatomen,
Cycloalkylgruppen mit 4 bis 30 Kohlenstoffatomen mit Heteroatomen,
unsubstituierten Arylgruppen mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen und
Arylgruppen mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen mit Heteroatomen und
n eine ganze Zahl mit 4 bis 20 ist, zu ergeben.
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Während
dieses Trennschritts kann das Cucurbituril-Derivat mit n=6 in kristalliner Form
gebildet werden und kann von dem Cucurbituril-Derivat mit n=8 in
der Formel (1), leicht mit einem Lösemittel abgetrennt werden.
Das Lösemittel
für die
Verwendung bei der Abtrennung des Cucurbituril-Derivats mit n=6
ist kann eine Alkalimetallionensalz-Lösung, wie Na2SO4 oder K2SO4, eine Aminsäuresalz-Lösung (H2N-R-NH2·2HCl)
oder eine Ameisensäure-Lösung sein. Das kristalline
Cucurbituril-Derivat mit n=6 ist in einem solchen Lösemittel löslich, wohingegen
das Cucurbituril-Derivat mit n=8 ist vergleichsweise weniger löslich in
dem Lösemittel
ist, was die Trennung der beiden Reaktionsprodukte ermöglicht.
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Nach der Abtrennung des Cucurbituril-Derivats
der mit n=8 in Formel (1)ist wird das Filtrat weiter mit Wasser
und Aceton verdünnt
und filtriert. Bevorzugt werden Wasser und Aceton in einem Volumenverhältnis von
1:3 bis 1:7 hinzugegeben. Das Filtrat enthält nach der Filtration die
Cucurbituril-Derivate, welche die Formel (1) besitzen, worin n=9
bis 20 ist. Unterdessen wird der Filterkuchen in Wasser gelöst. Hierbei
werden die Cucurbituril-Derivate
mit n=5 und 7 in der Formel (1) als Hauptkomponente der wasserlöslichen
Fraktion erhalten. Die Hauptkomponente in der wasserunlöslichen
Fraktion ist the Cucurbituril-Derivat mit n=6 in der Formel (1).
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Die Cucurbituril-Derivate mit n=5
und 7 in der Formel (1) können,
wie in 2 veranschaulicht,
mit einer Mischung aus Wasser und Methanol in einem Volumenverhältnis von
1:0,7 bis 1:1,3 von einander abgetrennt werden. Das heißt, dass
Wasser und Methanol zu der Lösung
hinzugegeben werden, welche die Cucurbituril-Derivate mit n=5 und
7 enthalten und filtriert wird. Die unlösliche Fraktion wird dann mit
Tetrahydrofuran (THF) und Aceton umkristallisiert, um das reine
kristalline Cucurbituril-Derivat mit n=7 in der Formel (1) zu erhalten.
Auch das Filtrat, das die in Wasser und Methanol lösliche Fraktion
dar stellt, wird mit einer wässrigen Säure-Lösung umkristallisiert,
um das kristalline Cucurbituril-Derivat mit n=5 in der Formel (1)
zu erhalten.
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Im zweiten Syntheseverfahren der
Cucurbituril-Derivate
gemäß der erfindungsgemäßen Beispiele, wird
dann eine relativ kleine Menge Säure,
verglichen mit dem vorher erwähnten
Verfahren, zu der Reaktionsmischung aus Verbindung (A) und Alkylaldehyd
(B) hinzugegeben, um zu einem Intermediat in einem Gel-Zustand zu
gelangen. Dann wird das intermediäre Produkt mit einer Säure behandelt,
um die Cucurbituril-Derivate, welche die Formel (1), wie hierin
oben angegeben, besitzen, zu erhalten.
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Insbesondere wird eine Säure zu der
Verbindung (A) in einer Menge von 0,1 bis 1 Mol, bezogen auf 1 Mol
der Verbindung (A) hinzugegeben. Die hinzugegebene Säure kann
mit Wasser oder einem organischen Lösemittel im gleichen Verhältnis wie
im oben erwähnten,
ersten Verfahren, verdünnt
sein. Beispiele geeigneter organischer Lösemitteln wurden im ersten
Syntheseverfahren beschrieben und deshalb werden hier keine Beispiele
organischer Lösemitteln
aufgeführt.
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Dann werden 2 bis 20 Mole, aber bevorzugt
2 bis 4 Mole des Alkylaldehyds (B), bezogen auf 1 Mol der Verbindung
(A), zu der Mischung hinzugefügt
und diese bei 70 bis 85 °C
umgesetzt, um das Intermediat in einem Gel-Zustand zu erhalten.
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Nach dem Trocknen des Zwischenprodukts
werden 3 bis 7 Mole einer Säure,
bezogen auf 1 Mol des intermediären
Produkts, hinzugegeben und es wird bei 70 bis 105 °C gerührt. Hierbei
wird die Säure
mit Wasser oder einem organischen Lösemittel vor der Zugabe verdünnt.
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Im vorliegenden Verfahren variiert
das Reaktionsendprodukt wie im ersten Syntheseverfahren leicht, in
Abhängigkeit
von der Reaktionstemperatur und der Menge der Reaktionspartner.
Gewöhnlich
ist das Reaktionsendprodukt jedoch eine Mischung aus zwei oder mehr
Cucurbituril- Derivaten
der Formel (1), wie hierin oben angegeben, wobei n ein Wert von
5 bis 20 ist.
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Typischerweise ist das Reaktionsendprodukt
eine Mischung aus 5 bis 30 % des Cucurbituril-Derivats, bei dem
n=5 ist, 30 bis 70 % des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=6 ist,
5 bis 30 % des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=7 ist, 2 bis 15
% des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=8 ist und 1 bis 10 % der
Cucurbituril-Derivate, bei welchen n=9 bis 20 ist.
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Dann wird die fraktionierte Trennung,
die unter Bezugnahme auf 2 beschrieben
wurde, durchgeführt,
um wie im ersten Syntheseverfahren die Cucurbituril-Derivate, welche
die Formel (2), wie hierin oben angegeben, besitzen, worin n ein
wert von 5 bis 20 ist, zu erhalten.
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Das dritte Syntheseverfahren der
durch die erfindungsgemäßen Beispiele
offenbarten Cucurbituril-Derivate, welches sich von den beiden vorher
erwähnten
Syntheseverfahren unterscheidet, schließt eine Reaktion unter hohem
Druck ein. In diesem Syntheseverfahren wird, wie im zweiten Syntheseverfahren,
die Menge der hinzugefügten
Säure für die Reaktion
zwischen der Verbindung (A) und dem Alkylaldehyd (B) reduziert, um
ein oligomeres Pulver als Intermediat zu erhalten. Das erhaltene
Intermediat wird mit einer Säure
behandelt, um die Cucurbituril-Derivate, welche die (1), wie hierin
oben angegeben, besitzen, zu synthetisieren. Im Gegensatz zu den
beiden vorher erwähnten
Verfahren, wird das Cucurbituril-Derivat, bei dem n=7 ist, in einer vergleichsweise
höheren
Ausbeute erzeugt, wohingegen das Cucurbituril-Derivat, bei dem n=6
ist, in einer vergleichsweise geringeren Ausbeute erzeugt wird.
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Insbesondere werden die Verbindung
(A), eine Säure
und der Alkylaldehyd (B) in einen Hochdruckreaktor gegeben. Hierbei
werden 0,1 bis 1 Mol Säure
und 2 bis 4 Mole des Alkylaldehyds (B), bezogen auf 1 Mol der Verbindung
(A), hinzugegeben. Die Säure
wird vor der Verwendung mit Wasser oder einem organischen Lösemittel
verdünnt.
Die Konzentration der verdünnten
Säure kann
in Abhängigkeit
von den Reaktionsbedingungen variieren, aber bevorzugt werden 1
bis 12M, stärker
bevorzugt 6 to 12M der Säure-Lösung hinzugegeben. Dann wird
die Mischung bei 80 bis 130 °C
umgesetzt. Bevorzugt wird die Reaktion bei einem Druck von 15 bis
100 psi, aber stärker
bevorzugt 20 bis 80 psi, durchgeführt. Wenn der Reaktionsdruck
höher als
100 psi ist, kann dadurch der Syntheseprozess in einen gefährlichen
Zustand geraten. Wenn der Reaktionsdruck hingegen niedriger als
15 psi ist, kann die Ausbeute gering sein.
-
Nach Abschluss der Reaktion wird
das feste Reaktionsprodukt mit Wasser oder einem organischen Lösemittel
gewaschen und getrocknet, um Oligomere in Pulverform als Intermediat
zu ergeben.
-
Dann werden 3 bis 7 Mole einer Säure für jedes
Mol Oligomer hinzugegeben und die Mischung wird bei 70 bis 105 °C gerührt. Wie
im ersten und zweiten Syntheseverfahren ist die hierbei zugegebene
Säure mit Wasser
oder einem organischen Lösemittel
verdünnt.
Die Konzentration und Typen der geeigneten Säuren sind auch mit denen im
ersten und zweiten Syntheseverfahren identisch. Als Ergebnis wird,
wie im ersten und zweiten Syntheseverfahren, eine Mischung aus zwei
oder mehr Cucurbituril-Derivaten, welche die Formel (2) besitzen,
worin n ein Wert von 5 bis 20 ist, erhalten.
-
Gewöhnlich ist das Reaktionsendprodukt
eine Mischung aus 5 bis 30 % des Cucurbituril-Derivats, bei dem
n=5 ist, 30 bis 70 % des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=6 ist,
5 bis 30 % des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=7 ist, 2 bis 15
% des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=8 ist und 1 bis 10 % der
Cucurbituril-Derivate, bei denen n=9 bis 20 ist.
-
Nachdem die Reaktion zwischen den
Oligomeren und der Säure
abgeschlossen ist, wird das in 2 gezeigte Trennverfahren
durchgeführt,
um wie im ersten und zweiten Syntheseverfahren die Cucurbituril-Derivate,
welche die Formel (1), wie hierin oben angegeben, besitzen, worin
n ein Wert von 5 bis 20 ist, zu erhalten.
-
Die Cucurbituril-Derivate, welche
die Formel (1) mit X=S besitzen, können auch durch die oben beschriebenen
Verfahren, unter Verwendung einer Verbindung (A) mit X = S anstelle
von X=O, synthetisiert werden. Hierbei kann die Verbindung (A) mit
X=S in gleicher Art wie vorher beschrieben synthetisiert werden,
außer
dass Thioharnstoff anstelle von Harnstoff verwendet wird. Darüber hinaus
können
die oben beschriebenen Verfahren bei der Synthese der Cucurbituril-Derivate,
welche die Formel (1) mit X= NH besitzen, eingesetzt werden.
-
Bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele
stellen einfache Herstellungsverfahren für die Cucurbituril-Derivate,
welche die Formel (1) besitzen, worin n in einem Bereich von 5 bis
20 liegt, und Trennverfahren bereit, die auf deren unterschiedlicher
Löslichkeit
in einem gängigen
Lösemittel
wie Wasser, Aceton und Methanol basieren.
-
Die Cucurbituril-Derivate, welche
die Formel (1) besitzen, die mittels der erfindungsgemäßen Beispiele offenbart
werden und welche als Ersatz für
Cyclodextrin verwendet werden können,
besitzen Öffnungen,
die einen Durchmesser von 4 bis 15 A haben, welche geeignet sind,
Gastmoleküle
wie zyklische Benzol-Derivate, Naphthalin-Derivate, Carboran-Derivate, Fulleren-Derivate,
Ferrocen-Derivate
und Adamantan-Derivate in ihren Öffnungen
einzuschließen.
Die Cucurbituril-Derivate können
selektiv solche Verbindungen durch Einschluss darin entfernen. In
dem Fall, dass X=O in der Formel (1) ist und die Cucurbituril-Derivate
mit einem Ammoniumsalz oder einem Alkalimetallion komplexiert sind,
sind die Cucurbituril-Derivate in Wasser löslich. Auch fallen die Cucurbituril-Derivate
bei einem bestimmten pH zusammen mit organischen Farb stoffen aus.
In dem Fall, dass X=S oder NH ist, oder R1 oder
R2 Propyl oder eine längere Alkylkette sind, sind
die Cucurbituril-Derivate in organischen Lösemitteln löslich, wodurch sie eine breitere
Anwendung als vorher bekannte Cucurbituril-Derivate bereitstellen.
-
Die Cucurbituril-Derivate, welche
die Formel (1) besitzen, können
verschiedene Verbindungen unterschiedlicher Größe einschließen und
haben Lewis-Basen-Atome in der Nähe
der Molekülöffnungen,
welche chemische Bindungen mit geladenen Metallionen, organometallischen
Ionen oder organischen Verbindungen ausbilden können und deshalb können die
Cucurbituril-Derivate einen großen
Anwendungsbereich besitzen. Insbesondere können die Cucurbituril-Derivate, welche
die Formel (1) besitzen, gemäß der erfindungsgemäßen Beispiele
verwendet werden, um organische Farbstoffe aus Abwasser, Schwermetalle
aus Wasser und radioaktive Isotope aus radioaktiven Abfällen zu
entfernen, unangenehme Gerüche
und Luftverschmutzungen wie Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, NOX und SOX zu binden
und zu entfernen und um Abwasser aus der Tierzucht und der Eisenverarbeitung
geruchlos zu machen und zu entfärben.
Auch sind die Cucurbituril-Derivate, welche die Formel (1) besitzen,
bei der Herstellung von Sensoren für die Erfassung von Ammoniumionen,
organischen Aminen, Aminosäure-Derivate, Nukleinsäurebasen,
Alkalimetall- oder Erdalkalimetall-Ionen einsetzbar. Die Cucurbituril-Derivate,
welche die Formel (1) besitzen, können als Additive für Polymere,
Kosmetika, künstlich
parfümierte
Papiere oder Textilien, Pestizide und Herbizide und Arzneimittel
und als Arzneimittelträger
verwendet werden. Die Cucurbituril-Derivate, welche die Formel (1)
besitzen, können
zur Extraktion und Reinigung von Fulleren- oder Caboran-Verbindungen verwendet
werden und als Packmaterialien für
Chromatographiesäulen,
als Additive für
Gasabtrennmembra nen, als Katalysatoren für verschiedene chemische Reaktionen
eingesetzt werden.
-
Für
die oben aufgeführten
Zwecke können
die Cucurbituril-Derivate in gemischter Form, zusammen mit dem Cucurbituril-Derivat,
das die Formel (1) besitzt, worin n=6, R1=H,
R2=H und X=O ist und/oder dem Cucurbituril-Derivat, das die
Formel (1) besitzt, worin n=5, R1=CH3, R2=H und X=O ist, verwendet werden.
-
Bei den in den erfindungsgemäßen Beispielen
offenbarten Anwendungen der Cucurbituril-Derivate kann ein bestimmtes,
reines Cucurbituril-Derivat oder eine Mischung aus Cucurbituril-Derivaten
verwendet werden. Wenn jedoch der Unterschied der Wirkungen zwischen
den verschiedenen verwendeten Typen von Cucurbituril-Derivaten nicht
groß ist,
ist die Verwendung einer Mischung aus Cucurbituril-Derivaten, die mittels einem
der drei Verfahren von 1 hergestellt
wurden, aus Kostengründen
bevorzugt, da kein zusätzliches Reinigungsverfahren
erforderlich ist.
-
Erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele werden nun
mittels der folgenden Beispiele detaillierter beschrieben. Die folgenden
Beispiele sollen der Veranschaulichung dienen und nicht den Umfang
der Erfindung einschränken.
-
<Synthese
Beispiel 1 > Herstellung
des Cucurbituril-Derivat,
welches die Formel (1) besitzt, worin n=5, X=O, R1=H und R2=H ist
-
Verfahren 1
-
5,68 g Glycoluril wurde zu 20 ml
einer wässrigen
9M Schwefelsäure-Lösung (H2SO4) hinzugefügt und es
wurde bei 70 °C
gerührt.
7,0 ml Formaldehyd wurden zu der Reaktionsmischung hinzugegeben
und es wurde bei 70 to 75 °C
24 Stunden lang gerührt.
-
Dann wurde die Temperatur der Reaktionsmischung
weiter auf 95 bis 100 °C
erhöht
und 12 Stunden lang gerührt.
Das Reaktionsprodukt wurde mit 50 ml Wasser verdünnt und 1,0 l Aceton hinzugegeben,
um einen Niederschlag zu bilden. Der erhaltenen Niederschlag wurde
abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24 Stunden lang getrocknet.
-
Der Niederschlag wurde in 200 ml
Wasser gelöst
und die wasserunlösliche
Fraktion wurde abfiltriert. 800 ml Aceton wurden zur Ausfällung zu
dem Filtrat hinzugefügt.
Der Niederschlag wurde abfiltriert und in 200 ml einer Mischung
aus Wasser und Methanol (gemischt im Volumenverhältnis 1:1) gelöst. Die
in der Mischung aus Wasser und Methanol unlösliche Fraktion wurde abfiltriert
und 100 ml Aceton wurden dem Filtrat hinzugefügt, um einen Niederschlag zu
bilden.
-
Der Niederschlag wurde abfiltriert,
mit Aceton gewaschen und 24 Stunden lang vakuumgetrocknet. Das getrocknete
Pulver wurde in 1M H2SO4-Lösung gelöst und bei
5 bis 10 °C
aufbewahrt, um ein farbloses kristallines Cucurbit[5]uril in einer
Ausbeute von 10 % zu ergeben.
-
Verfahren 2
-
8 ml Formaldehyd wurden zu 5,68 g
Glycoluril hinzugegeben und bei 75 °C 20 Minuten lang gerührt. 1 ml
wässrige
12M HCl-Lösung
wurden zu der Reaktionsmischung hinzugefügt es wurde und bei 70 to 75 °C 30 Minuten
lang gerührt.
Nachdem die Reaktion abgeschlossen war, härtete die Reaktionslösung unter
Bildung eines Gels aus. Das erhaltene Gel wurde mit Wasser und Aceton
gewaschen und über
Nacht vakuumgetrocknet.
-
18 ml wässrige 11M H2SO4-Lösung
wurden zu der resultierenden festen Verbindung hinzugegeben und
es wurde bei 80 °C
12 Stunden lang gerührt.
-
Die Reaktionsmischung wurde mit 200
ml Wasser verdünnt
und es wurde noch 1,0 l Aceton hinzugegeben, um einen Niederschlag
zu bilden. Der Niederschlag wurde abfiltriert und dann in einer
Mischung aus 200 ml Wasser und 800 ml Aceton 5 Minuten lang gerührt. Der
Niederschlag wurde abfiltriert und in 200 ml Wasser gelöst.
-
Dann wurde die wasserunlösliche Fraktion
abfiltriert und 1,0 l Aceton wurde zu dem Filtrat hinzugefügt, um einen
Niederschlag zu bilden. Der Niederschlag wurde abfiltriert und in
einer Mischung aus 50 ml Wasser und 60 ml Methanol gelöst. Die
unlösliche
Fraktion wurde abfiltriert und 500 ml Aceton wurden zu dem Filtrat hinzugegeben,
um einen Niederschlag zu bilden. Der Niederschlag wurde abfiltriert,
mit Aceton gewaschen und 24 Stunden lang getrocknet, um ein Cucurbit[5]uril
in einer Ausbeute von 10 % zu ergeben.
-
Verfahren 3
-
5,68 g Glycoluril, 10,0 ml Formaldehyd
und 1,0 ml konzentrierte HCl wurden in einen Hochdruckreaktor gegeben
und bei 115 °C
12 Stunden lang umgesetzt. Nachdem die Reaktion abgeschlossen war
wurde ein pulverförmiges
Reaktionsprodukt erhalten. Das pulverförmige Reaktionsprodukt wurde
mit Wasser und Aceton gewaschen und über Nacht vakuumgetrocknet
getrocknet. 10 ml wässrige
10M H2SO4- Lösung wurden
zu der getrockneten Verbindung hinzugegeben und es wurde bei 80 °C 12 Stunden
lang gerührt.
-
Das Reaktionsprodukt wurde mit 200
ml Wasser verdünnt
und 1,0 l Aceton wurde zu der Lösung
hinzugegeben, um einen Niederschlag zu bilden. Der Niederschlag
wurde abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 25 Stunden lang vakuumgetrocknet.
-
Der Niederschlag wurde in 200 ml
Wasser und 600 ml Aceton gelöst
und filtriert. Der erhaltene Niederschlag wurde in 150 ml Wasser
gelöst
und filtriert. 1,0 l Aceton wurde zu dem Filtrat hinzugefügt, um einen Niederschlag
zu bilden. Der Niederschlag wurde abfiltriert und in einer Mischung
aus 50 ml Wasser und 60 ml Methanol gelöst. Die in der Lösung aus
Wasser und Methanol unlösliche
Fraktion wurde abfiltriert und 500 ml Aceton wurden zu dem Filtrat
hinzugefügt,
um einen Niederschlag zu bilden.
-
Der Niederschlag wurde abfiltriert,
mit Aceton gewaschen und vakuumgetrocknet, um weißes, festes Cucurbit[5]uril
in einer Ausbeute von 10 % zu ergeben.
-
1H-NMR (D2O/CF3COOD/D2SO4, 500 MHz) δ 4,43 (d,
10H, J=15,5 Hz), 5,65 (s, 10H), 5,85 (d, 10H, J=15,5 Hz)
-
13C-NMR (D2O/CF3COOD/D2SO4, 125 MHz), δ 54,0, 72,9,
160,0
-
Die Kristallstruktur des erhaltenen
Cucurbituril-Derivats
wurde mittels Röntgenkristallographie
bestimmt. Das Ergebnis ist in 3 gezeigt.
-
<Synthese-Beispiel
2> Herstellung des
Cucurbituril-Derivats,
welches die Formel (1) besitzt, worin n=7, X=O, R1=H
und R2=H ist
-
Verfahren 1
-
5,68 g Glycoluril wurden zu 20 ml
einer wässrigen
9M H2SO4-Lösung hinzugefügt und bei
70 °C 30 Minuten
lang gerührt.
7,0 ml Formaldehyd wurden zu der Reaktionsmischung hinzugegeben
und es wurde bei 75 °C
24 Stunden lang gerührt.
-
Dann wurde die Reaktionsmischung
mit 200 ml Wasser verdünnt
und 1,0 l Aceton wurde hinzugefügt, um
einen Niederschlag zu bilden. Der erhaltene Niederschlag wurde abfiltriert,
mit Aceton gewaschen und 24 Stunden lang getrocknet.
-
Der Niederschlag wurde in 200 ml
Wasser und 800 ml Aceton gelöst
und 5 Minuten lang gerührt.
Der Niederschlag wurde abfiltriert, in einer Mischung aus 200 ml
Wasser und 600 ml Aceton gelöst
und 5 Minuten lang gerührt.
Der Niederschlag wurde abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24
Stunden lang vakuumgetrocknet.
-
Das Reaktionsprodukt wurde in 100
ml Wasser gelöst
und die wasserunlösliche
Fraktion wurde abfiltriert.
-
1,0 l Aceton wurden zu dem Filtrat
hinzugefügt,
um einen Niederschlag zu bilden. Der erhaltene Niederschlag wurde
abfiltriert und in einer Mischung aus 50 ml Wasser und 50 ml Methanol
gelöst.
-
Die in der Mischung aus Wasser und
Methanol unlösliche
Fraktion wurde abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24 Stunden
lang vakuumgetrocknet.
-
Das getrocknete Pulver wurde in Wasser
gelöst,
die wasserunlösliche
Fraktion der Lösung
wurde mit einer geeigneten Menge H2SO4 vollständig
in Lösung
gebracht.
-
5 Volumen-% THF, bezogen auf die
Gesamtlösung,
wurden vorsichtig zu der Lösung
hinzugegeben und das Aceton wurde bei Raumtemperatur 12 Stunden
lang durch dampfförmig
in die Lösung
eingebracht. Dann wurde das Reaktionsprodukt in einem auf 6° C eingestellten
Kühlschrank
12 Stunden lang gelagert, um farbloses, kristallines Cucurbit[7]uril
einer Ausbeute von 20 % zu ergeben.
-
Verfahren 2
-
7 ml Formaldehyd wurden zu 5,68 g
Glycoluril hinzugegeben und bei 70 °C 30 Minuten lang gerührt. 1,0
ml wässrige
12M HCl-Lösung
wurden zu der Reaktionsmischung hinzugefügt und es wurde bei 75 °C 30 Minuten
lang gerührt.
Nachdem die Reaktion abgeschlossen war härtete die Lösung unter Bildung eines Gels aus.
Das erhaltenen Gel wurde mit Wasser und Aceton gewaschen und über Nacht
vakuumgetrocknet. 10 ml wässrige
11M H2SO4-Lösung wurden
zu der resultierenden festen Verbindung hinzugegeben und es wurde
bei 80 °C
12 Stunden lang gerührt.
-
Die Reaktionsmischung wurde mit 200
ml Wasser verdünnt
und es wurde noch 1,0 ml Aceton hinzugegeben, um einen Niederschlag
zu bilden. Der Niederschlag wurde abfiltriert und dann in einer
Mischung aus 200 ml Wasser und 600 ml Aceton 5 Minuten lang gerührt. Der
Niederschlag wurde abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24 Stunden
lang vakuumgetrocknet.
-
Das Produkt wurde in 100 ml Wasser
gelöst
und die wasserunlösliche
Fraktion wurde abfiltriert. 1,0 ml Aceton wurde zu dem Filtrat hinzugegeben,
um einen Niederschlag zu bilden. Der Niederschlag wurde mit Aceton
filtriert und in einer Lösung
aus 50 ml Wasser und 60 ml Methanol gelöst. Die in der Mischung aus
Wasser und Methanol unlösliche
Fraktion wurde abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24 Stunden
lang vakuumgetrocknet.
-
Das getrocknete Pulver wurde in Wasser
gelöst
und es wurde eine geeignete Menge Schwefelsäure hinzugegeben, um die wasserunlösliche Fraktion
in Lösung
zu bringen. 5 Volumen-% THF, bezogen auf das Volumen der Lösung, wurden
vorsichtig zu der Lösung
hinzugegeben und Aceton wurde dampfförmig bei Raumtemperatur 12
Stunden lang in die Lösung
eingebracht. Das Reaktionsprodukt wurde in einem auf 6° C eingestellten
Kühlschrank
12 Stunden lang gelagert, um farbloses, kristallines Cucurbit[7]uril
einer Ausbeute von 20 % zu ergeben.
-
Verfahren 3
-
5,68 g Glycoluril, 10,0 ml Formaldehyd
und 1,0 ml konzentrierte HCl wurden in einen Hochruckreaktor gegeben
und bei 115 °C
12 Stunden lang umgesetzt. Nachdem die Reaktion abgeschlossen war,
wurde ein pulverförmiges
Reaktionsprodukt erhalten. Das feste, pulverförmige Reaktionsprodukt wurde
mit Wasser und Aceton gewaschen und über Nacht vakuumgetrocknet.
10 ml wässrige
10M H2SO4-Lösung wurden
zu der getrockneten Verbindung hinzugegeben und es wurde bei 80 °C 12 Stunden
lang gerührt.
-
Das Reaktionsprodukt wurde mit 200
ml Wasser verdünnt
und es wurde 1,0 l Aceton zu der Lösung hinzugefügt, um einen
Niederschlag zu bilden. Der Niederschlag wurde abfiltriert, 200
ml Wasser und 800 ml Aceton wurden zu dem Niederschlag hinzugegeben
und es wurde 5 Minuten lang gerührt.
-
Der erhaltene Niederschlag wurde
abfiltriert, 200 ml Wasser und 600 ml Aceton wurden zu dem Niederschlag
hinzugegeben und es wurde 5 Minuten lang gerührt. Der Niederschlag wurde
abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24 Stunden lang vakuumgetrocknet.
-
Das getrocknete Produkt wurde in
100 ml Wasser gelöst
und die wasserunlösliche
Fraktion wurde abfiltriert.
-
1,0 l Aceton wurde zu dem Filtrat
hinzugegeben, um einen Niederschlag zu bilden. Der Niederschlag wurde
abfiltriert und in einer Mischung aus 50 ml Wasser und 60 ml Methanol
gelöst.
-
Die in der Mischung aus Wasser und
Methanol unlösliche
Fraktion wurde abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24 Stunden
lang vakuumgetrocknet.
-
Das getrocknete, feste Pulver wurde
in Wasser gelöst
und vorsichtig eine geeignete Menge HZSO4 hinzugefügt, um die wasserunlösliche Fraktion
in Lösung
zu bringen. 5 Volumen-% THF, bezogen auf das Volumen der Lösung, wurden
vorsichtig zu der Lösung
hinzugegeben und Aceton wurde bei Raumtemperatur 2 Stunden lang
dampfförmig
in die Lösung
eingebracht. Das Reaktionsprodukt wurde in einem auf 6° C eingestellten
Kühlschrank
12 Stunden lang gelagert, um farbloses, kristallines Cucurbit[7]uril
in einer Ausbeute von 20 % zu ergeben.
-
1H-NMR (D2O/CF3COOD/D2SO4, 500 MHz), δ 4,29 (d,
14H, J=15,5 Hz), 5,60 (s, 14H), 5,91 (d, 14H, J=15,5 Hz)
-
13C-NMR (D2O/CF3COOD/D2SO4, 125 MHz), δ 56,5, 75,2,
160,2
-
Die Kristallstruktur des erhaltenen
Cucurbituril-Derivats
wurde mittels Röntgenkristallographie
bestimmt. Das Ergebnis ist in 4 gezeigt.
-
<Synthese-Beispiel
3> Herstellung des
Cucurbituril-Derivats,
welches die Formel (1) besitzt, worin n=8, X=O, R1=H und R2=H ist.
-
Verfahren 1
-
5,68 g Glycoluril und 20 ml wässrige 9M
H2SO4-Lösung wurden
in einen Reaktionskolben gegeben und bei 70 °C 30 Minuten lang gerührt. Dann
wurden 7,0 ml Formaldehyd zu der Reaktionsmischung hinzugefügt und es
wurde bei 75 °C
24 Stunden lang gerührt.
-
Die Reaktionsmischung wurde mit 100
ml Wasser verdünnt
und bei 6 °C
bis Raumtemperatur 12 Stunden bis 3 Tage lang gelagert, um farbloses,
kristallines Cucurbit[8]uril in einer Ausbeute von 10 % zu ergeben.
-
Verfahren 2
-
5,68 g Glycoluril und 7,0 ml Formaldehyd
wurden in einen Reaktionskolben gegeben und bei 70 °C 30 Minuten
lang gerührt.
1,0 ml HCl wurde zu der Reaktionsmischung hinzugefügt und es
wurde bei 75 °C
30 Minuten lang weiter gerührt.
Nachdem die Reaktion abgeschlossen war, härtete die Reaktionslösung unter
Bildung eines Gels aus. Das erhaltene Gel wurde mit Wasser und Aceton
gewaschen und über
Nacht vakuumgetrocknet. 10 ml wässrige
11M H2SO4-Lösung wurden zu dem resultierenden
festen Pulver hinzugegeben und es wurde bei 80 °C 12 Stunden lang gerührt.
-
Die Reaktionsmischung wurde mit 100
ml Wasser verdünnt
und bei Raumtemperatur 12 Stunden bis 3 Tage lang gelagert, um farbloses,
kristallines Cucurbit[8]uril in einer Ausbeute von 10 % zu ergeben.
-
Verfahren 3 5,68 g Glycoluril, 10,0
mR Formaldehyd und 1,0 ml HCl wurden in einen Hochdruckreaktor gegeben
und bei 115 °C
12 Stunden lang umgesetzt. Nachdem die Reaktion abgeschlossen war,
wurde ein pulverförmiges
Reaktionsprodukt erhalten. Das pulverförmige Reaktionsprodukt wurde
mit Wasser und Aceton gewaschen und über Nacht vakuumgetrocknet.
10 ml wässrige
10M H2SO4-Lösung wurden
zu der getrockneten Verbindung hinzugegeben und es wurde bei 80 °C 12 Stunden
lang gerührt.
-
Das Reaktionsprodukt wurde mit 150
ml Wasser verdünnt
und bei Raumtemperatur 12 Stunden bis 3 Tage lang gelagert, um farbloses,
kristallines Cucurbit[8]uril in einer Ausbeute von 10 % zu ergeben.
-
1H-NMR (D2O/CF3COOD/D2SO4, 500 MHz), δ 4,28 (d,
16H, J=15,5 Hz), 5,60 (s, 14H), 5,91 (d, 16H, J=15,5 Hz)
-
13C-NMR (D2O/CF3COOD/D2SO4, 125 MHz), δ 57,5, 75,9,
160,5
-
Die Kristallstruktur des erhaltenen
Cucurbituril-Derivats
wurde mittels Röntgenkristallographie
bestimmt. Das Ergebnis ist in 5 gezeigt.
-
<Synthese-Beispiel
4> Herstellung des
Cucurbituril-Derivats,
welches die Formel (1) besitzt, worin n=6, X=O, R1=H und R2=H ist.
-
Verfahren 1
-
5,68 g Glycoluril und 20 ml wässrige 9M
H2SO4-Lösung wurden
in einen Reaktionskolben gegeben und bei 70 °C 30 Minuten lang gerührt. Dann
wurden 7,0 ml Formaldehyd zu der Reaktionsmischung hinzugegeben und
es wurde bei 75 °C
24 Stunden lang gerührt.
-
Die Reaktionsmischung wurde mit 200
ml Wasser verdünnt
und 1,0 l Aceton wurde hinzugegeben, um einen Niederschlag zu bilden.
Der erhaltene Niederschlag wurde abfiltriert, zu 200 ml Wasser und
800 ml Aceton hinzugefügt
und 5 Minuten lang gerührt.
-
Der Niederschlag wurde abfiltriert
und zu einer Mischung aus 200 ml Wasser und 600 ml Aceton hinzugefügt und 5
Minuten lang gerührt.
Der Niederschlag wurde abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24
Stunden lang vakuumgetrocknet.
-
Das Reaktionsprodukt wurde in 100
ml Wasser gelöst.
Die wasserunlösliche
Fraktion wurde abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24 Stunden
lang vakuumgetrocknet, um ein farbloses, festes Cucurbit[6]uril
in einer Ausbeute von 50 % zu ergeben.
-
Verfahren 2
-
5,68 g Glycoluril und 7 ml Formaldehyd
wurden in einen Reaktionskolben gegeben und bei 70 °C 30 Minuten
lang gerührt.
1,0 ml HCl wurden zu der Reaktionsmischung hinzugefügt und es
wurde bei 75 °C
30 Minuten lang weiter gerührt.
-
Nachdem die Reaktion abgeschlossen
war, härtete
die Reaktionslösung
unter Bildung eines Gels aus. Das erhaltene Gel wurde mit Wasser
und Aceton gewaschen und über
Nacht vakuumgetrocknet. 10 ml wässrige
11M H2SO4-Lösung wurden
zu der resultierenden festen Verbindung hinzugefügt und es wurde bei 80 °C 12 Stunden
lang gerührt.
-
Die Reaktionsmischung wurde mit 200
ml Wasser verdünnt
und es wurde noch 1,0 l Aceton hinzugegeben, um einen Niederschlag
zu bilden. Der Niederschlag wurde abfiltriert und dann in einer
Mischung aus 200 ml Wasser und 600 ml Aceton 5 Minuten lang gerührt.
-
Der Niederschlag wurde abfiltriert,
zu einer Mischung aus 200 ml Wasser und 600 ml Aceton hinzugefügt und 5
Minuten lang gerührt.
Der Niederschlag wurde abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24
Stunden lang vakuumgetrocknet.
-
Das getrocknete Produkt wurde in
Wasser gelöst.
Die wasserunlösliche
Fraktion wurde abfiltriert und mit Aceton gewaschen und 24 Stunden
lang vakuumgetrocknet, um ein farbloses, festes Cucurbit[6]uril
in einer Ausbeute von 50 % zu ergeben.
-
Verfahren 3
-
5,68 g Glycoluril, 8,0 ml Formaldehyd
und 1,0 ml konzentrierte HCl wurden in einen Hochdruckreaktor gegeben
und bei 115 °C
12 Stunden lang umgesetzt. Nachdem die Reaktion abgeschlossen war,
wurde ein pulverförmiges
Reaktionsprodukt erhalten. Das pulverförmige Reaktionsprodukt wurde
mit Wasser und Aceton gewaschen und über Nacht vakuumgetrocknet.
10 ml wässrige
10M H2SO4-Lösung wurden
zu der getrockneten Verbindung hinzugegeben und es wurde bei 80 °C 12 Stunden
lang gerührt.
-
Das Reaktionsprodukt wurde mit 200
ml Wasser verdünnt
und 1,0 l Aceton wurde zu der Lösung
hinzugefügt,
um einen Niederschlag zu bilden. Der Niederschlag wurde abfiltriert,
200 ml Wasser und 800 ml Aceton wurden zu dem Niederschlag hinzugefügt und es
wurde 5 Minuten lang gerührt.
-
Der erhaltene Niederschlag wurde
abfiltriert, 200 ml Wasser und 600 ml Aceton wurden zu dem Niederschlag
hinzugegeben und es wurde 5 Minuten lang gerührt. Der Niederschlag wurde
abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24 Stunden lang vakuumgetrocknet.
-
Das getrocknete Produkt wurde in
100 ml Wasser gelöst.
Die wasserunlösliche
Fraktion wurde abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24 Stunden
lang vakuumgetrocknet, um ein farbloses, kristallines Cucurbit[6]uril
in einer Ausbeute von 50 % zu ergeben.
-
1H-NMR (D2O/CF3COOD/D2SO4, 500 MHz), δ 4,31 (d,
12H, J=15,5 Hz), 5,59 (s, 12H), 5,87 (d, 12H, J=15,5 Hz)
-
13C-NMR (D2O/CF3COOD/D2SO4, 125 MHz), δ 55,3, 74,2,
160,0 <Synthese-Beispiel
5> Herstellung des
Cucurbituril-Derivats,
welches die Formel (1) besitzt, worin n=5 bis 20, X=O, R1=H und R2=H ist.
-
Verfahren 1
-
5,68 g Glycoluril und 20 ml wässrige 9M
H2SO4-Lösung wurden
in einen Reaktionskolben gegeben und bei 70 °C 30 Minuten lang gerührt. Dann
wurden 7,0 ml Formaldehyd zu der Reaktionsmischung hinzugefügt und es
wurde bei 70 bis 75 °C
24 Stunden lang gerührt.
-
Dann wurde die Temperatur der Reaktionsmischung
auf 95 bis 100 °C
erhöht
und 12 Stunden lang gerührt.
Das Reaktionsprodukt wurde mit 50 ml Wasser verdünnt und 1,0 1 Aceton wurde
hinzugefügt,
um einen Niederschlag zu bilden. Der erhaltene Niederschlag wurde
abfiltriert, mit Aceton gewaschen und 24 Stunden lang getrocknet,
um eine Mischung der Cucurbituril-Derivate zu erhalten, welche die
Formel (1), wie hierin oben angegeben, besitzen, worin n ein Wert
von 5 bis 20 ist. Die erhaltene Mischung der Cucurbituril-Derivate schließt 15 %
des Cucurbituril-Derivats
ein, bei welchem n=5 ist, 50 % des Cucurbituril-Derivats bei welchem n=6 ist, 20 % des
Cucurbituril-Derivats,
bei welchem n=7 ist, 10 % des Cucurbituril-Derivats, bei welchem n=8 ist und 5
% des Cucurbituril-Derivats
ein, bei welchem n=9 bis 20 ist, ein.
-
Verfahren 2
-
8 ml Formaldehyd wurden zu 5,68 g
Glycoluril hinzugegeben und bei 75 °C 20 Minuten lang gerührt. 1,0
ml 12M HCl wurde zu der Reaktionsmischung hinzugefügt und bei
70 bis 75 °C
30 Minuten lang gerührt. Nachdem
die Reaktion abgeschlossen war, härtete die Reaktionslösung unter
Bildung eines Gels aus. Das erhaltene Gel wurde mit Wasser und Aceton
gewaschen und über
Nacht vakuumgetrocknet: 18 m wässrige
11M H2SO4-Lösung wurden
zu der resultierenden festen Verbindung gegeben und es wurde bei 80 °C 12 Stunden lang
gerührt,
um eine Mischung der Cucurbituril-Derivate zu ergeben, welche die
Formel (1), wie hierin oben angegeben, besitzen, worin n ein Wert
von 5 bis 20 ist. Die erhaltene Mischung der Cucurbituril-Derivate schließt 15 %
des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=5 ist, 50 % des Cucurbituril-Derivats,
bei dem n=6 ist, 20 % des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=7 ist,
10 % des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=8 und 5 % des Cucurbituril-Derivats
ein, bei dem n=9 bis 20 ist, ein.
-
Verfahren 3
-
5,68 g Glycoluril, 10,0 ml Formaldehyd
und 1,0 ml konzentrierte HCl wurden in einen Hochdruckreaktor gegeben
und bei 115 °C
12 Stunden lang umgesetzt. Nachdem die Reaktion abgeschlossen war,
wurde ein pulverförmiges
Reaktionsprodukt erhalten. Das pulverförmige Reaktionsprodukt wurde
mit Wasser und Aceton gewaschen und über Nacht vakuumgetrocknet.
10 ml wässrige
10M H2SO4-Lösung wurden
zu der getrockneten Verbindung hinzugegeben und es wurde bei 80 °C 12 Stunden
lang gerührt,
um eine Mischung aus den Cucurbituril-Derivaten, welche die Formel
(1), wie hierin oben angegeben, besitzen, worin n ein Wert von 5
bis 20 ist, zu ergeben. Die erhaltene Mischung der Cucurbituril-Derivate
schließt
15 % des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=5 ist, 50 % des Cucurbituril-Derivats,
bei dem n=6 ist, 20 % des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=7 ist,
10 % des Cucurbituril-Derivats, bei dem n=8 ist und 5 des Cucurbituril-Derivats
ein, bei dem n=9 bis 20 ist, ein.
-
Durch Verfahren, die den Synthesebeispielen
1 bis 5 gleichen, wurden die Cucurbituril-Derivate erhalten, welche
die Formel (1) besitzen, worin n=8, x=O, R1 eine
Methylgruppe und R2 Wasserstoff ist; n=7,
X=O, R1 eine Ethylgruppe und R2 Wasserstoff
ist; n=6, X=O, R1 eine Propylgruppe und
R2 Wasserstoff ist; n=5, X=O, R1 eine
I sopropylgruppe und R2 Wasserstoff ist;
n=7, X=O, R1 eine Butylgruppe und R2 Wasserstoff ist; n=6, x=O, R1 eine
Isobutylgruppe und R2 Wasserstoff ist; n=5,
x=O, R1 eine t-Butylgruppe und R2 Wasserstoff ist; n=6, X=O, R1 eine
Phenylgruppe und R2 Wasserstoff ist, n=6,
X=O, R1 eine Pyridylgruppe und R2 Wasserstoff ist; n=8, X=O, R1 Wasserstoff
und R2 eine Methylgruppe ist; n=6, X=O,
R1 Wasserstoff und R2 eine
Propylgruppe ist; n=6, X=O, R1 Wasserstoff
und R2 eine Phenylgruppe ist; n=6, X=O,
R1 Wasserstoff und R2 eine
Trichlormethylgruppe ist; n=7, X=O, R1 Wasserstoff
und R2 eine Trichlormethylgruppe ist; n=6,
X=O, R1 Wasserstoff und R2 eine
Trifluorphenylgruppe ist; n=6, X=O, R1 Wasserstoff
und R2 eine α,α,α-Trifluortolylgruppe
ist; n=6, X=O, R1 eine Methylgruppe und
R2 eine Methylgruppe ist; n=6, X=O, R1 eine Methylgruppe und R2 eine
Propylgruppe ist; n=6, X=O, R1 eine Methylgruppe
und R2 eine Phenylgruppe ist; n=6, X=O,
R1 eine Methylgruppe und R2 eine
Trichlormethylgruppe ist; n=6, X=O, R1 eine
Methylgruppe und R2 eine Trifluormethylgruppe
ist; n=6, X=O, R1 eine Methylgruppe und
R2 eine Parafluorphenylgruppe ist und n=6,
X=O, R1 eine Methylgruppe und R2 eine α,α,α-Trifluortolylgruppe
ist.
-
<Synthese-Beispiel
6> Herstellung des
Cucurbituril-Derivats,
welches die Formel (1) besitzt, worin n=5, X=S, R1=H
und R2=H ist
-
Die gewünschte Verbindung wurde nach
den gleichen Verfahren wie jene in Synthese-Beispiel 1 hergestellt,
außer
dass die Verbindung (A) mit X=S anstelle von Glycoluril verwendet
wurde.
-
<Synthese-Beispiel
7> Herstellung des
Cucurbituril-Derivats,
welches die Formel (1) besitzt, worin n=7, X=S, R1=H und R2=H ist
-
Die gewünschte Verbindung wurde nach
den gleichen Verfahren wie jene in Synthese-Beispiel 2 hergestellt, außer dass
die Verbindung (A) mit X=S anstelle von Glycoluril verwendet wurde.
-
<Synthese-Beispiel
8> Herstellung des
Cucurbituril-Derivats,
welches die Formel (1) besitzt, worin n=8, X=S, R1=H und R2=H ist
-
Die gewünschte Verbindung wurde nach
den gleichen Verfahren wie jene in Synthese-Beispiel 3 hergestellt,
außer
dass die Verbindung (A) mit X=S anstelle von Glycoluril verwendet
wurde.
-
<Synthese-Beispiel
9> Herstellung des
Cucurbituril-Derivats,
welches die Formel (1) besitzt, worin n=6, X=S, R1=H und R2=H ist
-
Die gewünschte Verbindung wurde nach
den gleichen Verfahren wie jene in Synthese-Beispiel 4 hergestellt,
außer
dass die Verbindung (A) mit X=S anstelle von Glycoluril verwendet
wurde.
-
<Synthese-Beispiel
10> Herstellung der
Cucurbituril-Derivat
welches die Formel (1) besitzt, worin n=5 bis 20, X=S, R1=H und R2=H ist
-
Die gewünschte Verbindung wurde nach
den gleichen Verfahren wie jene in Synthese-Beispiel 5 hergestellt,
außer
dass Verbindung (A) mit X=S anstelle von Glycoluril verwendet wurde.
-
Der Effekt der in den Synthese-Beispielen
1 bis 5 erhaltenen Cucurbituril-Derivate bei dem Entfernen organischer
Farbstoffe ist in den folgenden Beispielen verifiziert worden.
-
Beispiel 1
-
30 mg organischer Farbstoff, Direkt
Rot 5B (kommerziell von Ciba-Geigy Co. erhältlich) wurden in 150 ml Wasser
gelöst,
um eine organische Farbstofflösung
herzu stellen. Zur Hälfte
der organischen Farbstofflösung
wurden 150 mg Cucurbit[7]uril hinzugegeben und es wurde 30 Minuten
lang gerührt.
-
Der Niederschlag wurde abfiltriert
und es wurden am Filtrat und der verbliebenen Hälfte der organischen Farbstofflösung, welche
nicht mit dem Cucurbit[7]uril behandelt wurde, UV-Absortionsspektren
bei λmax = 510 nm gemessen.
-
Im Ergebnis war die UV-Absorptionsintensität der unbehandelten
Lösung
1,43 und die der mit dem Cucurbit[7]uril behandelten Lösung 2,37 × 10¯2,
Der Grad des durch das Cucurbit[7]uril entfernten Farbstoffs, der wie
folgt als R quantifiziert wird, betrug 1,7 %.
-
R = UV-Absorptionsintensität der mit
Cucurbit[7]uril behandelten Farbstofflösung × 100 / UV-Absorptionsintensität der Farbstofflösung vor
der Behandlung mit Cucurbit[7]uril.
-
Die gleiche Messung wurde mit verschiedenen
Farbstoffen durchgeführt
und das Ergebnis der UV-Absorptionsspektren wird in Tabelle 1 gezeigt.
Die folgenden Farbstoffe wurden verwendet: Reaktiv Blau HE-G (hergestellt
von Kyung-In Co.), Direkt Solophenyl Violett 4BL (hergestellt von
Ciba-Geigy Co.), Reaktiv Navy Blau HE-R 150 (hergestellt von Kyung-In
Co.), Dispers Gelb E-3 (hergestellt von LG Co.), Dispers T/Q Blau S-GL
(hergestellt von LG Co.) und Orange TGL (hergestellt von Ciba-Geigy
Co .).
-
-
Beispiel 2
-
Es wurde dem Verfahren von Beispiel
1 gefolgt, außer
dass eine Mischung aus 80 mg Cucurbit[7]uril und 70 mg Cucurbit
[8] uril anstelle von 150 mg Cucurbit [7] uril verwendet wurde.
Mit anderen Worten wurde Direkt Rot 5B (kommerziell erhältlich von
Ciba-Geiba Co.) als organischer Farbstoff verwendet und UV-Absorptionsspektren
wurden bei λmax = 510 nm am Filtrat vor und nach der
Behandlung mit der Cucurbituril-Mischung gemessen.
-
Im Ergebnis war die UV-Absorptionsintensität der unbehandelten
Lösung
1,43 und die der mit der Mischung des Cucurbiturils behandelten
war 2,02 × 10–2 · R war
1,4%.
-
Die gleiche Messung wurde mit verschiedenen
Farbstoffen durchgeführt
und das Ergebnis der UV-Absorptionsspektren ist in Tabelle 2 gezeigt.
-
-
Beispiel 3
-
Dem Verfahren von Beispiel 1 wurde
gefolgt, außer
dass eine Mischung der Cucurbituril-Derivate aus dem Synthese-Beispiel
5, worin n ein Wert von 5 bis 20 ist, anstelle des Cucurbit[7]urils
verwendet wurde. Mit anderen Worten wurde Direkt Rot 5B (kommerziell
erhältlich
von Ciba-Geigy Co.) als organischer Farbstoff verwendet und UV-Absorptionsspektren
wurden bei λmax = 510 nm am Filtrat vor und nach der
Behandlung mit der Cucurbituril-Mischung gemessen.
-
Im Ergebnis war die UV-Absorptionsintensität der unbehandelten
Lösung
1,43 und die der mit der Mischung des Cucurbiturils behandelten
Lösung
2,75 × 10–2· R war
1,9 %
-
Die gleiche Messung wurde mit verschiedenen
Farbstoffen durchgeführt
und das Ergebnis der UV-Absorptionsspektren ist in Tabelle Table
3 gezeigt.
-
-
Die obigen Ergebnisse der Beispiele
1 und 2 zeigen, dass die in den Synthese-Beispielen 1 bis 3 erhaltenen
Cucurbituril-Derivate wirksam sind beim Entfernen verschiedener
organischer Farbstoffe aus Wasser.
-
Die Ergebnisse von Beispiel 3 zeigen,
dass die im Synthese-Beispiel 5 erhaltene Mischung aus Cucurbituril-Derivaten, wie hierin
oben angegeben, worin n ein Wert von 5 bis 20 ist, den gleichen
Effekt bei dem Entfernen organischer Farbstoffe zeigen, wie die
in den Beispielen 1 bis 3 hergestellten, getrennten Cucurbituril-Derivate.
Diese Ergebnisse bestätigen
die Tatsache, dass die in den erfindungsgemäßen Beispielen offenbarten
Cucurbituril-Derivate
in Form einer Mischung, ohne dass sie getrennt werden müssen, verwendet werden
können,
um organische Farbstoffe zu entfernen. Demnach kann die Verwendung
der Mischung aus Cucurbituril-Derivaten die Kosten beim Entfernen
organischer Farbstoffe reduzieren.
-
Die Befähigung der in den Synthese-Beispielen
1 bis 5 erhaltenen Cucurbituril-Derivate, stabile Einschluss-Komplexe mit verschiedenen
organischen Molekülen
zu bilden, sind in den folgenden Beispielen verifiziert worden.
-
Beispiel 4
-
5,80 mg 2,6-Bis(4,5-dihydro-1H-imidazol-2-yl)naphthalindihydrochlorid
und 5,0 mg Cucurbit[8]uril wurden in Wasser gelöst. NMR-Spektroskopie bestätigt die
quantitative Bildung einer 1:2-Einschlussverbindung.
-
1H-NMR (D2O, 500 MHz): δ 4,21 (d, 16H, J=15,5 Hz), 4,37-4,41 (m, 16H), 5,51
(s, 16H), 5,75 (d, 16H, J=15,5 Hz), 6,91 (d, 4H, J=8,6 Hz), 7,24
(s, 4H), 7,38 (d, 2H, 8,6 Hz)
-
Beispiel 5
-
120,0 mg Cyclentetrahydrochlorid
(1,4,7,10-Tetraazacyclodekantetrahydrochlorid)
und 100,0 mg Cucurbit[8]uril wurden in Wasser gelöst. Erhitzen,
gefolgt von langsamem abkühlen
der Lösung
erzeugte eine Einschlussverbindung in welcher ein Cyclen-Molekül in der Öffnung von
Cucurbit[8]uril zu einem farblosen kristallinen Material eingeschlossen
war.
-
1H-NMR (D2O, 500 MHz): δ 2,67 (s, 16H), 4,33 (d, 16H,
J=15,5 Hz), 5,64 (s, 16H), 5,84 (d, 16H, J=15,5 Hz)
-
Beispiel 6
-
13,0 mg Cyclamtetrahydrochlorid (1,4,8,11-Tetraazacyclotetradekantetrahydrochlorid)
und 10,0 mg Cucurbit[8]uril wurden in Wasser gelöst. Erhitzen, gefolgt von langsamem
abkühlen
der Lösung
erzeugte eine Einschlussverbindung, in welcher ein Cyclam-Molekül in der Öffnung von
Cucurbit[8]uril zu einem farblosen, kristallinen Material eingeschlossen
war.
-
1H-NMR (D2O, 500 MHz): δ 1,76 (m, 4H), 2,41 (s, 8H),
2,63 (m, 8H), 4,30 (d, 16H, J=15,5 Hz), 5,58 (s, 16H), 5,81 (d,
16H, J=15,5 Hz)
-
Beispiel 7
-
24,2 mg 1-Aminoadanmatanhydrochlorid
und 50,0 mg Cucurbit[7]uril wurden in Wasser gelöst. Die Zugabe von Methanol
zu der Lösung
erzeugte eine Einschlussverbindung, in welcher ein 1-Aminoadamantan-Molekül in der Öffnung von
Cucurbit[7]uril zu einem weißen
Niederschlag eingeschlossen war.
-
1H-NMR (D2O, 500 MHz): δ 1,00 (d, 3H), 1,26 (s, 6H),
1,30 (d, 3H), 1,56 (s, 3H), 4,35 (dd, 14H, J=36,7 Hz), 5,65 (s,
14H), 5,88 (d, 16H, J=15,5 Hz)
-
Beispiel 8
-
4,35 mg 2,6-Bis(4,5-dihydro-1H-imidazol-2-yl)naphthalindihydrochlorid
und 5,0 mg Cucurbit[7]uril wurden in Wasser gelöst. NMR-Spektroskopie bestätigt die
quantitative Bildung einer 1:1-Einschlussverbindung.
-
1H-NMR (D2O, 500 MHz): δ 4,21 (d, 14H, J=15,5 Hz), 4,35
(s, 8H), 5,49 (s, 14H), 5,72 (d, 14H, J=15,5 Hz), 6,91 (d, 4H, J=8,6
Hz), 7,24 (d, 2H, J=8,2 Hz), 7,60 (s, 2H), 7, 60 (d, 2H, J=8, 2
Hz).
-
Die Ergebnisse der Beispiele 4 bis
8 zeigen, dass die in den Synthese-Beispielen 1 bis 5 erhaltenen neuen
Cucurbituril-Derivate bei der Extraktion, Abtrennung und Reinigung
der in den Beispielen verwendeten organischen Moleküle und anderer
organischer Moleküle,
wie Fullerene, verwendet werden können.
-
Andererseits besitzen die in den
Synthese-Beispielen 1 bis 5 erhaltenen Cucurbituril-Derivate Lewis-Basen- Atome in der Nähe der Molekülöffnungen
und können
deshalb effektiv einen Komplex mit positiv geladenen Metallionen
oder anderen organischen Ionen bilden. Das folgende Beispiel dient
der Untersuchung ob die Cucurbituril-Derivate, welche diese Eigenschaft besitzen,
bei der Herstellung von Sensoren für die Erfassung positiver Metallionen
oder Ammoniumionen eingesetzt werden können.
-
Beispiel 9
-
Destilliertes Wasser und Ameisensäure wurden
in einem Volumenverhältnis
von 1:1: gemischt. Als nächstes
wurde 1,0 mM Cucurbit[5]uril-Derivat mit der verdünnten Ameisensäure hergestellt.
Eine wässrige 20,0
mM Lösung,
welche Ammoniumionen und positive Alkalimetallionen, wie Lithium,
Natrium und Kalium enthält,
wurde hergestellt. Dann wurden die Bindungskonstanten des Cucurbit[5]uril-Derivats mit diesen
Ionen unter Verwendung eines Mikrokalorimeters (VP-ITC, hergestellt
von MicroCal) gemessen. Im Ergebnis besitzt das Cucurbit[5]uril-Derivat
eine Bindungskonstante von 5,4 × 103M–1 mit Ammoniumionen,
3,3 × 102M–1 mit positiven Lithiumionen,
4,5 × 103M–1 mit positive Natriumionen
und 2,6 × 104M–1 mit positiven Kaliumionen.
Das Cucurbit[5]uril-Derivat kann selektiv Alkalimetallionen, wie
auch Ammoniumionen, binden. Das Ergebnis bestätigt, dass Cucurbituril-Derivate
als Ionen-Sensoren verwendet werden können.
-
Das folgende Beispiel dient der Untersuchung
der Funktion der in den Synthese-Beispielen 1 bis 10 erhaltenen
Cucurbituril-Derivate als Arzneimittelträger. Im folgenden Beispiel
wurde Cisplatin, ein Antikrebsmittel, verwendet.
-
Beispiel 10
-
2,0 mg cis-Dichlorethylendiaminplatin
(II) und 2,0 mg Cucurbit[8]uril wurden in Wasser gelöst. NMR-Spektroskopie
bestätigt
die quantitative Bildung eines 2:1- Komplexes aus Dichlorethylendiaminplatin
(II) und Cucurbit [8] uril.
-
1H-NMR (D2O, 500 MHz): δ 2,63 (m, 16H), 4,26–4,29 (m,
16H), 5,56–5,65
(m, 16H), 5,81–5,87
(m, 16H)
-
Die folgenden Beispiele dienen der
Untersuchung, ob es die in den Synthese-Beispielen 1 bis 5 erhaltenen
Cucurbituril-Derivate ermöglichen,
Aminosäuren
und Nukleinsäurebasen
effektiv zu erfassen.
-
Beispiel 11
-
5,0 mM Methylviologendichlorid-Lösung und
5,0 mM Tyrosin-Lösung
wurden unter Verwendung von D2O als Lösemittel
hergestellt. 0,25 ml jeder Lösung
wurden mit 2,1 mg Cucurbit[8]uril gemischt. Als nächstes wurde
die Mischung erhitzt, bis die Farbe zu gelb wechselte. NMR-Spektroskopie
bestätigt
die quantitative Bildung eines 1:1:1-Komplexes aus Methylviolgen, Tyrosin
und Cucurbit[8]uril.
-
1H-NMR (D2O, 500 MHz): δ 2,84 (breit m, 2H), 4,10 (breit
t, 1 H), 4,29 (d, 16H, J=15,5 Hz), 4,63 (s, 6H), 5,59 (s, 16H),
5,83 (d, 16H, J=15,5 Hz), 6,22 (breit s, 2H), 6,77 (breit d, 2H),
7,37 (breit d, 4H), 8,84 (d, 4H, J=6,0 Hz)
-
Beispiel 12
-
5,0 mM Methylviologendichlorid-Lösung und
5,0 mM Tryptophan-Lösung
wurden unter Verwendung von D2O als Lösemittel
hergestellt. 0,25 ml jeder Lösung
wurden mit 2,1 mg Cucurbit[8]uril gemischt. Als nächstes wurde
die Mischung erhitzt, bis die Farbe zu rot wechselte. NMR-Spektroskopie bestätigt die
quantitative Bildung eines 1:1:1-Komplexes aus Methylviolgen, Tryptophan
und Cucurbit[8]uril .
-
1H-NMR (D2O, 500 MHz): δ 3,30 (breit m, 2H), 4,28 (d,
16H, J=15,5 Hz), 4,57 (s, 6H), 5,57 (s, 16H), 5,81 (d, 16H, J=15,5
Hz), 6,16 (breit s, 1 H), 6,22 (breit s, 1 H), 6,40 (breit s, 1
H), 6,82 (breit s, 1 H), 7,01 (breit s, 4H), 7,21 (breit s, 1 H),
8,64 (breit s, 4H).
-
Beispiel 13
-
5,0 mM Methylviologendichlorid-Lösung und
5,0 mM Thymin-Lösung
wurden unter Verwendung von D2O als Lösemittel
hergestellt. 0,25 ml jeder Lösung
wurden mit 2,1 mg Cucurbit[8]uril gemischt. Als nächstes wurde
die Mischung erhitzt bis die Farbe zu gelb wechselte. NMR-Spektroskopie
bestätigt
die quantitative Bildung eines 1:1:1-Komplexes aus Methylviolgen, Thymin
und Cucurbit[8]uril.
-
1H-NMR (D2O, 500 MHz): δ 1, 67 (s, 3H), 4, 24 (d, 16H,
J=15,5 Hz), 4,55 (s, 6H), 5,55 (s, 16H), 5,77 (d, 16H, J=15,5 Hz),
7,19 (s, lH), 7,55 (breit s, 4H), 8,76 (breit s, 4H)
-
Die Ergebnisse der Beispiele 11 bis
13 zeigen, dass die in den Synthese-Beispielen 1 bis 5 erhaltenen Cucurbituril-Derivate
selektiv Aminosäuren,
welche aromatische Seitenketten besitzen und die Base einer bestimmten
Nukleinsäure,
wie Thymin, detektieren können
und die Cucurbituril-Derivate deshalb bei der Trennung solcher Substanzen
oder für
die Entwicklung von Sensoren zur Detektion solcher Substanzen einsetzbar sind.
-
Das folgende Beispiel dient der Überprüfung, ob
die in den Synthese-Beispielen 1 bis 5 erhaltenen Cucurbituril-Derivate
als Additive für
Pestizide, Herbizide, Aromaten und dergleichen verwendet werden
können.
-
Beispiel 14
-
Es wurde Methylviologendichlorid
(so genanntes Paraquat), ein Herbizid verwendet. 5,0 mM einer Mehylbiologendichlorid-Lösung wurden
mit D2O als Lösemittel hergestellt. Als nächstes wurde
Cucurbit[8]uril zu der Lösung
hinzugegeben. NMR-Spektroskopie bestätigt die quantitative Bildung
eines 1:1-Komplexes aus Methylviolgen und Cucurbit[8]uril.
-
1H-NMR (D2O, 500 MHz): δ 4,24 (d, 16H, J=15,5 Hz), 4,74
(s, 6H), 5,55 (s, 16H), 5,78 (d, 16H, J=15,5 Hz), 7,68 (breit, 4H),
8,78 (breit, 4H)
-
Das Ergebnis des Beispiels 14 zeigt,
dass die Cucurbituril-Derivate gemäß der erfindungsgemäßen Beispiele
in ihnen eingeschlossene Pestizide, Herbizide und Aromaten langsam
freisetzen können
und sie deshalb als Additive bei der Herstellung von Pestiziden,
Herbiziden, Kosmetika und künstlich
parfümierten
Papieren oder Textilien verwendet werden können.
-
Wie vorher beschrieben sind die durch
die erfindungsgemäßen Beispiele
offenbarten Cucurbituril-Derivate, welche die Formel (1) besitzen,
worin X=O, bei neutralem pH in Anwesenheit von Ammoniumsalzen oder
Alkalimetallionen in Wasser löslich
und fallen bei einem bestimmten pH zusammen mit organischen Farbstoffen
aus. Auch wenn in der Formel (1) X S oder NH ist oder R1 oder
R2 Propyl oder eine längere Alkylkette ist, sind
die Cucurbituril-Derivate
in organischen Lösemitteln
löslich,
wodurch breitere Anwendungen als bei den bekannten Cucurbituril-Derivaten bereitgestellt
werden. Die in den erfindungsgemäßen Beispielen
offenbarten Cucurbituril-Derivate können auch verschiedene Verbindungen
unterschiedlicher Größe einschließen. Weiterhin
besitzen sie Lewis-Basen-Atome in der Nähe der Eingänge ihrer Öffnungen, was den Cueurbitu ril-Derivaten
ermöglicht,
Komplexe mit Metallionen, organometallischen Ionen oder positiv
geladenen organischen Verbindungen zu bilden. Durch diese Merkmale
besitzen die durch die erfindungsgemäßen Beispiele offenbarten Cucurbituril
breite Einsatzmöglichkeiten.
Zusätzlich
kann die in den erfindungsgemäßen Beispielen
offenbarte Herstellung der Cucurbituril-Derivate im Maßstab leicht
für industrielle
Zwecke vergrößert werden.
Bei der Cucurbituril-Derivat-Herstellung gemäß der erfindungsgemäßen Beispiele
kann jedes Cucurbituril-Derivat aus der Mischung abgetrennt werden,
welche die Cucurbituril-Derivate enthält, welche die Formel (1) besitzen,
worin n ein Wert von 5 bis 20 ist und es kann auch eine Mischung
aus zwei oder mehr der Cucurbituril-Derivate erhalten werden.
-
Die mittels der erfindungsgemäßen Beispiele
offenbarten Cucurbituril-Derivate und deren Mischung können eingesetzt
werden, um organische Farbstoffe aus Abwasser, Schwermetalle aus
Wasser und radioaktive Isotope aus radioaktiven Abfällen zu
entfernen, unangenehme Gerüche,
Luftverschmutzungen wie Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, NOX und
SOX einzuschließen und zu entfernen und um
Abwasser aus der Tierzucht und der Eisenverarbeitung geruchlos zu
machen und zu entfärben.
Auch sind die mittels der Beispiele offenbarten Cucurbituril-Derivate
bei der Herstellung von Sensoren zum Erfassen von Ammoniumionen,
organischen Aminen, Aminosäure-Derivaten,
Nukleinsäurebasen,
Alkalimetall- oder Erdalkalimetallionen einsetzbar. Die Cucurbituril-Derivate
können
als Additive für
Polymere, Kosmetika, künstlich
parfümierte
Papiere oder Textilien, Pestizide und Herbizide und Arzneimittel
und als Arzneimittelträger
verwendet werden. Die Cucurbituril-Derivate, welche die Formel (1)
besitzen, können
zur Extraktion und Reinigung von Fulleren- oder Caboran-Verbindungen
verwendet werden und als Packmaterialien für Chromatographie-Säulen, als Gasabtrennmembranen
und als Katalysatoren für
verschiedene chemische Reaktionen eingesetzt werden.
-
Zusätzlich ist die Verwendung der
Mischung der mittels eines der drei in 1 gezeigten Verfahren hergestellten Cucurbituril-Derivate
ohne Trennung im Hinblick auf die Kosten vorteilhaft und kann leicht
auf die industrielle Verwendung adaptiert werden.
-
Obwohl die erfindungsgemäßen Beispiele
insbesondere unter Bezugnahme auf die bevorzugten Ausführungsbeispiele
gezeigt und beschrieben wurden, wird ein Durchschnittsfachmann verstehen,
dass verschiedene Änderungen
in der Form und den Details gemacht werden können, ohne dass vom Gedanken
und Bereich der Erfindung abgewichen wird, wie er durch die beigefügten Ansprüche definiert
wird.
-
In dieser Beschreibung besitzt das
Verb "umfassen" seine normale lexikale
Bedeutung, um einen nichtexklusiven Einschluss zu kennzeichnen.
Das heißt,
dass die Verwendung des Worts "umfassen" (oder irgendeines
seiner Abkömmlinge),
um ein Merkmal oder mehrere Merkmale einzuschließen, nicht die Möglichkeit
ausschließt,
dass auch weitere Merkmale eingeschlossen sind.
-
...und welche der öffentlichen
Einsicht mit dieser Beschreibung zugänglich sind und wobei der Inhalt aller
dieser Papiere und Dokumente hierin als Referenz einbezogen wird.
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Alle in dieser Beschreibung offenbarten
Merkmale (einschließlich
aller beigefügten
Ansprüche,
der Zusammenfassung und den Zeichnungen) und/oder alle Schritte
eines jeden somit offenbarten Verfahrens oder Prozesses können in
jeder Kombination kombiniert werden, außer der Kombinationen bei denen
sich wenigstens einige der Merkmale und/oder Schritte gegenseitig
ausschließen.
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Jedes in dieser Beschreibung offenbarte
Merkmal (einschließlich
aller beigefügten
Ansprüche,
der Zusammenfas sung und den Zeichnungen), kann durch alternative
Merkmale ersetzt werden, die einem gleichen, äquivalenten oder ähnlichen
Zweck, dienen, wenn nichts anderes angegeben ist. Folglich, wenn
nichts anderes angegeben ist, ist jedes offenbarte Merkmal nur ein
Beispiel einer generischen Reihe von äquivalenten oder ähnlichen
Merkmalen.
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Die Erfindung ist nicht auf die Details
des vorangehenden Ausführungsbeispiels
bzw. der vorangehenden Ausführungsbeispiele
begrenzt. Die Erfindung erstreckt sich auf jedes neue oder jede
neue Kombination von in dieser Beschreibung offenbarten Merkmalen
(einschließlich
aller beigefügten
Ansprüche,
der Zusammenfassung und den Zeichnungen) oder auf jeden neuen oder
jede neue Kombination der Schritte eines jeden somit offenbarten
Verfahrens oder Prozesses.