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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung bezieht sich auf Material zur Blutbehandlung mit der Fähigkeit,
selektiv Endotoxin und Cytokin induzierende Substanzen aus Blut
oder Plasma durch extrakorporale Adsorption für die therapeutische Behandlung
von septischem Schock zu entfernen.
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Endotoxine
sind Lipopolysaccharide gram-negativer Bakterien und die Hauptursache
für Sepsis
und septischen Schock mit Sterberaten von höher als 50%. Endotoxine können in
Blut nach der Infektion überdauern,
sogar in Abwesenheit von lebenden Bakterien. Endotoxinmoleküle haben
einen hoch konservierten Bereich, der aus einer Lipid-A-Einheit
besteht, umfassend etliche lange Fettsäureketten und Zuckerringe mit
wenigstens zwei negativ geladenen Phosphatgruppen. Die Lipid-A-Einheit
ist mit Polysaccharidketten verbunden, die stark in Abhängigkeit
vom Bakterientyp variieren. Die pathologische Wirkung wird hauptsächlich durch
die Lipid-A-Einheit des Moleküls
erhalten. Die Zugänglichkeit
der Lipid-A-Einheit wird überwiegend
moduliert durch die Art der Polysaccharidketten und der umgebenden
Medien, einschließlich
solcher Faktoren, wie Salzgehalt, Wasser, Zuckermoleküle, Plasma,
Blut, pH, Detergenzien und Ähnlichem.
Zum Beispiel führt
eine hohe Salzkonzentration zu micellären und anderen supermolekularen
Strukturen von Endotoxinen, was in unterschiedlichen Aktivitäten resultiert.
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Endotoxin
wird durch Messen seiner Cytokin induzierenden Wirkung auf CD14-positive Leukozyten untersucht,
um z. B. TNF-α zu
produzieren, das durch eine ELISA-Technik unter Verwendung eines
im Handel erhältlichen
Kits, z. B. R&D
Systems, Bad Homburg, Deutschland, oder durch eine LAL-induzierte
chromogene Substratreaktion (Chromogenics, Moeldwagen, Schweden)
analysiert werden kann. Das Molekulargewicht von Endotoxin bewegt
sich im Bereich von 5.000 Da bis zu einigen Millionen Da in Abhängigkeit
von der Länge der
Polysaccharidkette und seiner supermolekularen Struktur.
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Die
meisten extrakorporalen Strategien der Entfernung nützten die
negativ geladenen Phosphatgruppen von Endotoxin aus, unter Verwendung
von positiv geladenen adsorbierenden Materialien, die auf einer Reihe
an Substraten immobilisiert waren. Kodama, et al. (EP 0107119,
EP 0129786 ) offenbarten
polykationisches Polymyxin B, kovalent immobilisiert auf Polystyrolfasern,
und beschrieben das Adsorbieren von Endotoxinen aus Blut in einer
Vorrichtung, die mit verwobenen Fasern solchen Materials gefüllt war.
Otto, et al. (
EP 424698 )
offenbarten ebenfalls immobilisiertes polykationisches Polymyxin
B auf Poly(comethacrylat)-Perlen, um Endotoxin aus Blut zu adsorbieren.
Falkenhagen, et al. [Artificial Organs (1996) 20: 420] beschrieben
das Adsorbieren von Endotoxin aus Plasma auf polykationischen, mit
Polyethylenimin überzogenen
Kugeln aus Cellulosederivat. Mitzner, et al. [Artificial Organs
(1993) 17(9): 775] beschrieben Polyethylenimin und Polymyxin B,
immobilisiert auf makroporösen
Celluloseperlen, für
die Entfernung von Endotoxin aus Plasma. Ein Produkt, das die Kodama-Technik
einschloss, wurde in Japan vermarktet; die Tatsache, dass Polymyxin
B stark nephrotoxisch ist, hat jedoch einen Nachteil, was die Registrierung
in anderen Ländern
wegen dem Risiko, dass Polymyxin B in Blut leckt, verhindert. Polyethylenimin
als ein Endotoxin-Ligand hat die doppelten Nachteile, dass es stark
Heparin adsorbiert und auch mit Blutplättchen in Wechselwirkung tritt,
was zu Koagulierungsproblemen in einer in vivo-Anwendung führt. Das
Potenzial für
das Adsorbieren von Plasmaproteinen stellt ein signifikantes Problem
für die
Entwicklung eines Endotoxin-Adsorptionsmittels dar, das sowohl spezifisch
als auch selektiv ist.
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Die
Europäischen
Patentanmeldungen (
EP 0494848 ,
EP 0129786 , Pharmacia Upjohn)
offenbarten die Entfernung von Endotoxin unter Verwendung eines
Arginin-Liganden auf Sepharose. Während in vitro-Versuche viel
versprechend schienen, scheint keine weitere Entwicklung gemacht
worden zu sein. Anspach (WO 97/33683,
DE 196 09 479 ) beschrieb die Immobilisierung
kationischer Liganden wie z. B. Polylysin, N,N- Diethylaminoethan, Lysin, Arginin, Histidin
oder Histamin auf Polyamid-Mikrofiltrationsmembranen
und offenbarte Daten für
die Entfernung von bis zu 50% Endotoxin aus Proteinlösungen.
Die Anwendbarkeit war jedoch beschränkt auf Lösungen mit einem geringeren
Proteingehalt als Blut oder Plasma. Hoess, et al. (WO 95/05393) beschrieben
ein Peptid mit einer Endotoxin adsorbierenden Eigenschaft. Das Peptid
bestand aus hydrophilen, positiv geladenen Aminosäuren, die
mit hydrophoben Aminosäuren
abwechselten. Keine Daten wurden berichtet für die Endotoxinadsorption aus
Blut oder Plasma. Evans, et al. (WO 96/41185) beschrieben immobilisierte
Amidingruppen auf makroporösen
Perlen, so dass die Gruppen einen spezifischen Abstand zwischen den
positiv geladenen Zentren hatten Von dem Material wurde berichtet,
dass es geeignet war für
die Endotoxinentfernung aus Plasma und anderen Fluiden; das Material
scheint jedoch nicht im Handel erhältlich zu sein. Otto, et al.
(EP-Anmeldung 0858831) offenbarten die Endotoxinentfernung aus Gesamtblut
unter Verwendung von Albumin als einem Liganden, der kovalent auf
makroporösen
Polymethylmethacrylat-Perlen immobilisiert war. Obwohl die in vitro-Daten
unter statischen Bedingungen in Plasma eine ausgezeichnete Endotoxinadsorptionsfähigkeit
zeigten, war das Verhalten der Endotoxinentfernung, wenn es auf
Gesamtblut unter fließenden
Bedingungen, wie in einer therapeutischen Anwendung, angewandt wurde,
sehr beschränkt,
vielleicht wegen der schwachen Bindung von Endotoxin an immobilisiertes
Albumin.
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Andere
Arbeiter untersuchten die Verwendung nichtselektiver Oberflächen für die Entfernung
der Endotoxinentfernung aus Plasma. Ash, et al. (Biologic DTPF-system
TM, ISFA-Kongress, Saarbrücken/Deutschland,
15. – 19.
April 1999) behandelten Endotoxin enthaltendes Plasma in vitro mit
feinpudriger Kohle, ohne Liganden, mit einer Oberfläche von
annähernd
1.000 m
2/g Kohle/10 ml Plasma. Obwohl von
einer hohen Endotoxinentfernung berichtet wurde, gab der Bericht
nicht mehr Details dahingehend, welche anderen Bestandteile entfernt
worden waren, einschließlich
günstiger
Substanzen. Tetta, et al. (
EP
0787500 ) beschrieben die Verwendung positiv geladener Ionenaustauschperlen
für die
Endotoxinentfernung von Plasmen und berichteten von einer 90%-igen
Entfernung in Tierversuchen.
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Zusammengefasst,
ein Ansatz liegt darin, soviel Endotoxin als möglich einfach durch die Verwendung von
sehr großen
adsorbierenden Bereichen zu entfernen. Es kann jedoch eine unspezifische
Bindung resultieren bei der begleitenden Entfernung von normalen
Blutbestandteilen, wie gewisse Antikörper und Koagulierungsfaktoren.
Die begleitende Entfernung ist unerwünscht. Auch ist die Verwendung
nichtspezifischer Bindungsmaterialien beschränkt auf die Behandlung von
Plasma, um Zellaktivierung zu vermeiden. Nichtspezifische Bindungsmaterialien
werden als unpraktisch für
die Gesamtblut-Anwendung erachtet, wegen dem möglichen Risiko unerwarteter
Nebenreaktionen.
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Ein
anderer Ansatz wird durch die Offenbarung von Kodama, et al., oben,
oder Otto, et al., oben, dargestellt, basierend auf der Verwendung
spezifisch bindender Liganden. wie z. B. Polymyxin B oder Histidin. Während solche
Liganden eine ausreichende Spezifität zeigen, um die begleitende
Entfernung von Blutbestandteilen zu vermeiden, variiert die Bindungskapazität über den
Bereich von Endotoxinen, die wahrscheinlich entgegentreten. Um die
geringe Bindungskapazität
zu kompensieren, könnte
eine große
Adsorptionskammer benötigt
werden, was ein nicht akzeptierbar großes extrakorporales Blutvolumen
notwendig macht, um eine rasche Endotoxinbeseitigung zu erreichen.
Das Fehlen an Bindungskapazität
für ein
Adsorptionsmittel für einen
Polymyxin B-Liganden wurde in Tierstudien gezeigt, bei denen das
Adsorptionsmittel nur fähig
war, das Endotoxin für
eine begrenzte Zeit zu beseitigen [Otto et al. (1997) Therapeutic
Apheresis 1: 67]. Obwohl die Tiere etwas länger lebten als unbehandelte
Kontrollen, war die Überlebensrate
nicht beeinflusst.
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Von
der Verwendung von Serumalbumin als einem Adsorptionsmittel wurde
berichtet. Von dem nichtkovalenten Anhängen von Albumin an Abstützungsmaterialien
in Perlenart wurde durch Hirae et al.
EP 800862 ,
und Suzuki et al.
EP 028937 berichtet.
Kovalent angehängtes
Albumin wurde ebenfalls offenbart (Otto,
EP 848831 ). Das Grundprinzip für die Verwendung
von Albumin ist, dass es bereits als ein Bindungs- und Transportprotein
im Blutstrom funktioniert. Die praktische Verwendung von immobilisiertem
Albumin wird begrenzt durch die Tatsache, dass Albumin Endotoxin
nicht mit ausreichender Avidität
bindet.
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Haemodialysemembranen
mit einer höheren
Proteinadsorption wie z. B. AN69 (Gambro-Hospal) werden als gute
Oberflächen
für sepsisverwandte
Reaktionen mit sehr geringer Häufigkeit
ihrer Endotoxin- und Cytokinadsorptionsfähigkeit erachtet.
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WO
96/38410 offenbart monodisperse und polydisperse Verbindungen, im
Allgemeinen bezeichnet als Nα-substituierte
Diaminosäure-Oligopeptide.
Materialien, die solche Verbindungen enthalten, werden offenbart
für die
Verwendung bei optischen Lagerungs- und Verarbeitungsanwendungen.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Das
durch die vorliegende Erfindung gelöste Problem ist, Endotoxinadsorptionsliganden
zu ersinnen, die auf der einen Seite eine ausreichende Heterogenität aufweisen,
um eine breite Reihe an Endotoxinen wirksam zu adsorbieren, während sie
zur selben Zeit eine ausreichende Spezifität für Endotoxine allgemein haben, um
das Adsorbieren anderer physiologischer Bestandteile von Blut zu
vermeiden, um keine unangebrachten Nebenreaktionen zu verursachen.
Zu diesem Zweck wurden polykationische Arten synthetisiert aus Aminosäuren, ausgewählt aus
Arginin, Lysin und Histidin, die positiv geladen sind bei einem
physiologischen pH-Wert
von 7,2 unter Verwendung eines Polykondensationsschrittes in verdünnter Lösung in
Wasser, dergestalt, dass ein sehr hoher Grad an Polydispersität (Polykondensationsgrad,
Grad der Verzweigung, Verknäuelungszustand)
resultiert. Die weit verbreiteten Oligopeptide können auf einem Festphasenmedium
immobilisiert, z. B. auf einem porösen, aktivierten Substrat,
einschließlich
Perlen oder Membranen, unter Verwendung von gewöhnlichen Kopplungsreaktionsmitteln
wie z. B. Cyanurchlorid, Carbonyldiimidazol, Promcyan oder wasserlösliches
Carbodiimid, gewaschen, in ein Gehäuse gefüllt und sterilisiert werden. Überraschenderweise entspricht
der hohe Grad der Oligopeptidheterogenität dem hohen Grad der Heterogenität von Endotoxin,
was in einer hohen Kapazität
für die
Entfernung von Endotoxinen aus unterschiedlichen Quellen resultiert.
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Die
extrakorporale Entfernung von Endotoxin aus Blut von einem menschlichen
oder tierischen Subjekt wird durchgeführt durch in Kontakt bringen
des Bluts mit einem Adsorptionsmittel, zusammengesetzt aus polydispersem
Oligopeptid der Erfindung, immobilisiert auf einem Festphasenträgermedium.
Das Adsorptionsmittel umfasst eine Zubereitung, bestehend im Wesentlichen
aus einer Mischung von irgendwelchen linearen oder verzweigten Oligopeptiden,
zusammengesetzt aus einer oder mehreren Aminosäuren, die positiv geladen sind
bei einem physiologischen pH-Wert von 7,2, z. B. Arginin, Lysin
oder Histidin, wobei diese Oligopeptide polydispers sind bezüglich dem
Molekulargewicht und der Anzahl der Verzweigungen pro Molekül. Das Trägermedium
ist vorzugsweise ein poröses
Material, wie zum Beispiel eine Membran, ein Partikelbett oder ein Fasergewebe,
mit einer Porosität,
die ausreichend ist, um das Hindurchtreten von Blutzellen zu erlauben.
Besonders bevorzugte Trägermaterialien
haben die Form von Perlen, die in einen Behälter gefüllt werden können, wobei
die Perlen eine Größe haben,
die ausreichend ist, um die erforderliche Porosität bereitzustellen, wenn
sie in eine Säule
oder ein Filterbett gepackt werden. Beispiele geeigneter Perlenmaterialien,
bekannt im Stand der Technik, sind unten bereitgestellt.
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Eine
Vorrichtung für
die extrakorporale Entfernung von Endotoxin aus Gesamtblut kann
gemäß den im Stand
der Technik bekannten allgemeinen Prinzipien konstruiert werden.
Die Grundbestandteile solch einer Vorrichtung sind ein Behälter, der
gebaut ist, um das Adsorptionsmittel mit einem Endotoxinliganden,
immobilisiert auf einem Festphasenträgermedium wie beschrieben,
aufzunehmen und zurückzuhalten,
ein Einlass und ein Auslass. Der Einlass und Auslass werden in Bezug
auf das Adsorptionsmittel dergestalt angeordnet, dass Blut, das
durch den Einlass eintritt das Adsorptionsmittel kontaktieren muss,
ehe es durch den Auslass austritt. Vorzugsweise ist die Geometrie
der Vorrichtung gestaltet, um den Kontakt von Blut mit dem Adsorptionsmittel
während
der Passage durch die Vorrichtung zu maximieren. Eine Reihe solcher
Gestaltungen sind im Stand der Technik bekannt. Zum Beispiel kann
die Vorrichtung ein hohler Zylinder sein, gepackt mit adsorbierenden
Perlen, mit dem Einlass an einem Ende und dem Auslass an dem gegenüberliegenden
Ende. Andere Vorrichtungen wie zum Beispiel microtubuläre Anordnungen
können
konstruiert werden. Sämtliche
solcher Variationen an Behältergeometrie
und -volumen und des darin enthaltenen Adsorptionsmittels können gemäß den bekannten
Prinzipien gestaltet werden.
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Ein
Verfahren für
das Entfernen von Endotoxin aus dem Blut eines menschlichen oder
tierischen Subjektes schließt
das Entfernen einer Blutportion von dem Subjekt ein, das in Kontakt
bringen des Blutes mit einem Adsorptionsmittel gemäß der Erfindung,
wobei das Endotoxin an das Adsorptionsmittel bindet, und dann die
Rückgabe
des Blutes an das Subjekt. Vorzugsweise wird das Verfahren in einem
kontinuierlichen Durchfluss durchgeführt. Die Stelle der Blutgefäße des Subjektes,
an der Blut entfernt und wieder zugeführt wird, kann sich voneinander
unterscheiden oder dieselbe sein. Im letzteren Fall sind Einzelnadeltechniken
im Stand der Technik bekannt, die die Intensität des Eingriffs des Verfahrens
reduzieren.
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Die
Behandlungsdauer wird von der Endotoxinkonzentration in dem Blut,
der Art des anwesenden Endotoxins, der Kapazität des Adsorptionsmittels, um
das Endotoxin zu entfernen, der Durchflussgeschwindigkeit und Ähnlichem
abhängen,
was alles überwacht
und angepasst werden kann, wie es im Stand der Technik bekannt ist.
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Die
Erfindung stellt weit verbreitete und/oder hochverzweigte Peptide
mit einem Molekulargewichtsbereich von 500 bis 50.000 Da bereit,
zusammengesetzt aus einer oder mehreren Aminosäuren, die bei physiologischem
pH-Wert positiv geladen sind (isoelektrischer Punkt > 7,2).
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BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt die Spiegel von
Lipopolysaccharid (LPS) in menschlichem Blut zu verschiedenen Zeitpunkten
vor (O) und nach (
)
der Passage durch eine Säule,
die polydisperse Argininoligomere, immobilisiert auf Perlen, enthält (siehe
Beispiel 2 für
Details). Der LPS-Gehalt wurde bestimmt unter Verwendung des chromogenen
Limulus-Amoebocyten-Lysat-(LAL) Tests. Ebenfalls sind die LPS-Gehalte
in menschlichem Blut (markiert als ∎) nach der Passage
durch eine Säule,
die keine polydispersen Oligomere enthält, gezeigt.
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2 zeigt die Anzahl der weißen Blutzellen
in menschlichem Blut zu verschiedenen Zeitpunkten vor (O) und nach
(
)
der Passage durch eine Säule,
enthaltend polydisperse Argininoligomere immobilisiert auf Perlen
(siehe Beispiel 2 für
Details). Ebenfalls ist die Anzahl weißer Blutzellen in menschlichem
Blut (markiert als ∎) nach der Passage durch eine Säule, die
keine polydispersen Argininoligomere enthält, gezeigt.
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3 zeigt die Anzahl roter
Blutzellen in menschlichem Blut zu verschiedenen Zeitpunkten vor
(O) und nach (
)
der Passage durch eine Säule,
enthaltend polydisperse Argininoligomere immobilisiert auf Perlen (siehe
Beispiel 2 für
Details). Ebenfalls ist die Anzahl roter Blutzellen in menschlichem
Blut (markiert als ∎) nach der Passage durch eine Säule, die
keine polydispersen Argininoligomere enthält, gezeigt.
-
4 zeigt die freien Hämoglobinspiegel
in menschlichem Blut zu verschiedenen Zeitpunkten vor (O) und nach
(
)
der Passage durch eine Säule,
enthaltend polydisperse Argininoligomere immobilisiert auf Perlen (siehe
Beispiel 2 für
Details).
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Zum
Vergleich wurden die freien Hämoglobinspiegel
in menschlichem Blut (markiert als ∎) nach der Passage
durch eine Säule,
die keine polydispersen Argininoligomere enthält, gemessen.
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5 erläutert das Ausmaß der Thrombin-Antithrombin-III-Komplex-(TAT)
Bildung von menschlichem Blut zu verschiedenen Zeitpunkten vor (O)
und nach (
)
der Passage durch eine Säule,
enthaltend polydisperse Argininoligomere immobilisiert auf Perlen
(siehe Beispiel 2 für
Details). Zum Vergleich wurden die menschlichen Blutproben (markiert
als ∎) nach der Passage durch eine Säule, die keine polydispersen
Argininoligomere enthält, ähnlich untersucht.
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6 erläutert das Ausmaß der terminalen
Komplement-Komplex-(TCC) Aktivierung von menschlichem Blut zu verschiedenen
Zeitpunkten vor (O) und nach (
)
der Passage durch eine Säule,
enthaltend polydisperse Argininoligomere immobilisiert auf Perlen
(siehe Beispiel 2 für
Details). Zum Vergleich wurden die menschlichen Blutproben (markiert
als ∎) nach der Passage durch eine Säule, die keine polydispersen
Argininoligomere enthält, ähnlich untersucht.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Im
Allgemeinen haben die hierin verwendeten Begriffe und Sätze ihre
im Stand der Technik bekannte Bedeutung, die herausgefunden werden
kann durch Bezug auf Standardtexte, Fachzeitschriftenbezüge und aus
Zusammenhängen,
die Fachleuten bekannt sind. Die folgenden Definitionen werden bereitgestellt,
um ihre spezifische Verwendung in dem Zusammenhang der vorliegenden
Erfindung klarzustellen.
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Polydispersität wird hierin
definiert, um nicht nur die gewöhnliche
Definition, Mw/Mn (Verhältnis der massegemittelten
Molekülmasse
Mw zu dem Molekulargewicht-Zahlenmittel Mn) einzuschließen, sondern um auch die Heterogenität in dem
Grad der Verzweigung einzuschließen. Polydispersität, wie sie
hier definiert ist, kann festgestellt werden durch Dünnschichtchromatographie
unter Bedingungen, bei denen chromatographische Mobilität (Rf) erhöht
wird, ebenso wie die Ladungsdichte wegen der Verzweigung reduziert
ist, im Vergleich zu einem Standardmaterial bekannter Polydispersität.
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„Oligopeptid", wie hierin verwendet,
bezieht sich auf ein Polymer, das mehr als eine Aminosäure, im Allgemeinen
bis zu 20 Reste, gekoppelt aneinander durch Peptidbindungen enthält. Lineares
Oligopeptid bezieht sich auf ein Oligopeptid, gebildet durch Amidbindungen
zwischen den α-Carboxyl-
und den α-Aminogruppen
benachbarter Reste, und verzweigtes Oligopeptid bezieht sich auf
ein Oligopeptid, gebildet durch Amidbildungen, die eine oder mehrere
Nicht-alpha-Aminogruppen einschließt.
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Zubereitung des polydispersen
Argininliganden
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5,2
g L-Arginin (Sigma, A-5006) wurden in 26 g mit Umkehrosmose (RO)
behandeltem Wasser bei 40°C
gelöst.
4,16 g WSC.HCL (1-Ethyl-3-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimid, Novabiochem,
01-62-011) wurde bei Raumtemperatur in 26 g RObehandeltem Wasser
gelöst.
Diese beiden Lösungen
wurden vermischt und über
eine Reaktionszeit von 18 h bei Raumtemperatur gerührt.
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Die
Polykondensation wurde durchgeführt
bei einem pH-Wert von 11,5. Bei dem gegebenen ungefähren pK-Wert
von 12,5 für
die Guanidgruppe von Arginin sind ungefähr 10 % der Guanidgruppen unprotoniert und
deswegen zugänglich,
um in einer Kettenverzweigungsreaktion zu reagieren. Der Verzweigungsgrad
wurde reguliert durch Anpassen des Reaktions-pH-Wertes. Die Verwendung
der wasserlöslichen
Carbodiimidperlen führt
zur Razemisierung, dergestalt, dass beide, D- und L-Aminosäuren, in
den resultierenden Oligopeptiden vorhanden waren.
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Der
Grad der Polydispersität
wurde gemessen durch Dünnschichtchromatographie
auf Kieselgel (Kieselgel 60F, Merck) unter Verwendung von CHCl
3 : CH
3OH : NH
3/40 : 40 : 20 (45% NH
3-Lösung) als
mobile Phase. Die Ergebnisse sind in Tabelle I gezeigt. Tabelle
I
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Die
vorangegangenen Reaktionen können
auch durchgeführt
werden unter Verwendung von Lysin oder Histidin oder anderen Aminosäuren mit
einer positiven Nettoladung bei einem pH-Wert von > 7,2 oder durch eine
Polykondensation von Mischungen solcher Aminosäuren. Wie mit dem als Beispiel
angeführten
Polyarginin kann die Polydispersität kontrolliert werden durch
Auswahl des Reaktions-pH-Wertes, um den Anteil zugänglicher
unprotonierter Aminogruppen, um als Verzweigungspunkte zu dienen,
zu kontrollieren, wie im Stand der Technik verstanden werden wird.
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Der
Grad der Polydispersität,
der gemäß der augenblicklichen
Erfindung gemachten Oligopeptide, kann gemessen werden durch jegliche
im Stand der Technik erkannte Methode. Chromatographische Verfahren,
die bekannt sind, um den Grad der Polydispersität zu messen, können verwendet
werden, um die Oligopeptide der Erfindung gemeinsam mit einem Standardmaterial
bekannter Polydispersität
zu bestimmen. Die Polydispersität
kann auch gewöhnlich
bestimmt werden durch Dünnschichtchromatographie,
wie in Tabelle I gezeigt, wo der Rf-Wert
einer Zubereitung, hergestellt gemäß der Erfindung, verglichen
wurde mit dem Rf-Wert eines Standardmaterials
mit bekannter Polydispersität.
Oligopeptide, geeignet für
die Erfindung, sind ausreichend polydispers, falls sie einen Rf-Wert von 0,4 oder höher haben, vorzugsweise von
0,6 oder höher,
wie gemessen durch Dünnschichtchromatographie
auf Kieselgel (z. B. Kieselgel 60F) unter Verwendung einer Lösungsmittelphase
CHCl3 : CH3OH :
NH3/40 : 40 : 20 in 45%iger NH3-Lösung.
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Konditionieren von Substrat
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1. Aktivierte Perlen
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Die
folgenden im Handel erhältlichen
aktivierten Perlen können
konditioniert werden für
die Immobilisierung von polydispersem Liganden durch nukleophile
Ringöffnungsaddition
des Epoxy- und/oder Azlactonrings.
Toyo Pearl HW70EC (TosoHaas)
Toyo
Pearl HW65EC (TosoHaas)
Toyo Pearl AF650M (TosoHaas)
Eupergit
C250L (Röhm)
Eupergit
250 (Röhm)
Fractogel
EMD Epoxy (M) (Merck)
Fractogel EMD Azlactone (S) (Merck)
Poros
EP (Perkin Elmer-Biosystems)
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Feinstpartikel
wurden entfernt durch wiederholtes Waschen mit Salzlösung und
gefiltert durch 20 μm bzw.
50 μm Gewebenetze.
Die Perlen wurden dann für
24 Stunden in Aceton getaucht.
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2. Aktivierte Membranen
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Microfiltrationshohlfaser
(Wandstärke
100 μm,
innerer Durchmesser 300 μm)
und Flachtafelmembranen (Wandstärke
90 μm) mit
Aminogruppen mit einem Siebkoeffizienten von > 95% Protein aus Plasma wurden mit Ethanollösung mit
3% Cyanurchlorid und 1% Schwefelsäure für 20 Min. bei Raumtemperatur
im Filtrationsmodus behandelt und danach mit 40°C warmer Trockenluft getrocknet.
Die Aktivierungsmenge wurde bestimmt durch Chloridtitration nach
alkalischer Hydrolyse, was in einem Wert von 0,035 mmol Cl–/g
trockener Membran resultierte.
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Beispiel 1
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Zubereitung von Adsorbermaterial
aus aktivierten Perlen
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13
g (Trockengewicht) aktivierte Perlen (z. B. Toyo Pearl HW70EC TosoHaas,
Stuttgart, Deutschland), Durchmesser 140 μm, wurden in 52 g Aceton 24
Stunden eingeweicht. Die Lösung
des oben beschriebenen polydispersen Argininliganden wurde mit den
Perlen vermischt und sanft bei 70°C
für 6 Stunden
gerührt.
Die Perlen wurden mit alkalischer Salzlösung/Ethanollösung gespült, um Endotoxin
zu entfernen, gewaschen mit pyrogenfreiem Wasser und in einem Büchner-Trichter
filtriert und getrocknet im Vakuum bei 40°C für 4 Stunden. Die Menge des
polydispersen Argininliganden wurde gemessen durch Fluoreszenzspektroskopie
nach alkalischer Hydrolyse und dem Fluorescamin-Färben als
9,3 mg/g trockene Perlen. Dieselbe Reaktion kann durchgeführt werden
unter Verwendung irgendwelcher der oben beschriebenen Perlenprodukte.
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Beispiel 2
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Entfernung von Endotoxin
aus menschlichem Blut in einem in vitro-Einzeldurchgangssystem
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10
g gemäß Beispiel
1 zubereitete Perlen wurden durch Schwerkraft in kleine Polycarbonatsäulen (62 mm
lang, 23 mm Innendurchmesser, mit einem gepackten Bettvolumen von
ungefähr
25 ml) gepackt und bei 121°C
für 20
Min. autoklaviert. 10 g aktivierte Perlen, ähnlich behandelt, jedoch nicht
mit irgendeinem Liganden zur Reaktion gebracht, wurden als Kontrolle
verwendet. Die Packqualität
der Säulen
wurde charakterisiert durch gewöhnliche
chromatographische Säulencharakterisierung
(siehe G. Sofer, L. Hagel, „Handbook
of Process Chromatography",
Academic Press 1997, Kapitel 15) als 320 HETP (äquivalente Füllkörperhöhe) und
1,7 Peak-Asymmetrie (As). Unmittelbar vor
der Verwendung wurden die mit Perlen bepackten Säulen mit 100 ml steriler physiologischer
Salzlösung
gewaschen. 500 ml frisches menschliches Blut, behandelt mit ACD,
wurde mit 30 EU/ml LPS isoliert aus E. coli 055:B5 (Sigma) vermischt
und durch die Säulen
bei einer Durchflussgeschwindigkeit von 5 ml/min durchgeführt. Aliquoten
von 2 ml wurden vor und nach den Testsäulen entnommen und auf ihren
LPS-Gehalt unter Verwendung des chromogenen Limulus-Amoebocyten-Lysat-Testes (LAL)
untersucht, wie beschrieben von K. Duner, (1993) Journal of Biochem.
and Biophys. Methods 26: 131-142. Blutzellzählungen, freies Hämoglobin,
Thrombin-Antithrombin-III-Komplex-(TAT-)Bildung [Deppisch, R. et
al. (1994) Nephrol. Dial. Transplant Suppl. 3: 17-23] und die terminale
Komplement-Komplex(TCC-)Aktivierung [Deppisch, R. et al. (1990)
Kidney Int. 37: 696-706] wurden für die Bestimmung der Biokompatibilität bestimmt. Die
Ergebnisse sind in den 1 bis 6 gezeigt.
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Beispiel 3
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Minimodule
aus 50 Hohlfasermembranen mit einer Länge von 12 – 13 cm, aktiviert gemäß dem oben beschriebenen
Verfahren, wurden im rezirkulierenden Filtrationsmodus für 30 Min.
bei 60°C
mit einer Lösung aus
50 mg Poly-L-Arginin (Sigma, P7762, Mw = 42000, Mw/Mn = 1,2) in
75 ml Wasser gespült.
Die Membranen wurden mit Salzlösung
gewaschen und die Arginindichte wurde bestimmt gemäß dem oben
beschriebenen Fluoreszenzverfahren, was einen Wert von 0,8 mg/g
getrockneter Membran ergab.
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Beispiel 4
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Gemäß Beispiel
1 wurden Perlen mit 3,3% L-Arginin-Lösung anstelle der polydispersen
Ligandlösung modifiziert.
Die immobilisierte L-Argininmenge war 0,43 mg/g getrocknete Perlen.
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Beispiel 5
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Perlen
wurden gemäß Beispiel
1 mit einer 1-Methanolaminlösung
als einem Referenzliganden modifiziert.
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Beispiel 6
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5
g Perlen wurden gemäß Beispiel
1 mit 100 mg Poly-L-Arginin (Sigma P7762, Mw = 42000, Mn/Mw = 1,2)
in 10 ml Wasser modifiziert. Die immobilisierte L-Argininmenge war
13,8 mg/g getrocknete Perlen.
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Tabelle
II Vergleich
dynamischer Kapazitäten
für die
Endotoxinentfernung aus menschlichem Blut mit unterschiedlichen Liganden,
immobilisiert auf Membranen.
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Tabelle
III Vergleich
dynamischer Kapazitäten
für die
Endotoxinentfernung durch verschiedene Liganden, immobilisiert auf
Perlen, perfundiert mit Plasma oder Blut
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Diese
Daten zeigen die überragenden
dynamischen Adsorptionskapazitäten
des polydispersen Argininoligomers im Vergleich zu anderen bekannten
Liganden wie zum Beispiel Polyarginin, monomerem Arginin, Ethanolamin,
wenn sie, wie hierin beschrieben, auf Perlen immobilisiert sind.