-
Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schätzen einer nichtlinearen
Charakteristik eines Verstärkers
und insbesondere auf ein Verfahren und eine Vorrichtung, die beim
Linearisieren von nichtlinearen Leistungsverstärkern verwendet werden können, wie
sie in Sendern für digitales
Rundsenden, Satellitenkommunikationen oder Mobilkommunikationen
verwendet werden.
-
Die vorliegende Erfindung kann zum
Schätzen
einer nichtlinearen Charakteristik eines Verstärkers verwendet werden, im
Fall von Eingangssignalen, die unter Verwendung von Modulationsverfahren
gebildet werden, die zu einer nichtkonstanten Hüllkurve des Hochfrequenzträgersignals
führen.
Somit findet die vorliegende Erfindung vorzugsweise Anwendung im
Hinblick auf Sender zum digitalen Rundsenden, die durch Mehrfachträgersignale
gespeist werden, wie z. B. OFDM-Signale (OFDM = orthogonal frequency
division multiplex). Bei solchen Signalen verursacht die Nichtlinearität des Verstärkers ungewollte
Frequenzabschnitte des Signals an dem Ausgang des Verstärkers. Solche
Frequenzabschnitte stören
Nachbarfrequenzkanäle.
-
Zusätzlich dazu ist die vorliegende
Erfindung an Mobilkommunikationssysteme anwendbar, die z. B. CDMA-Signale
verwenden (CDMA = Code division multiple access). Zusätzlich dazu
kann die vorliegende Erfindung vorteilhaft bei Satellitenbodenstationen
oder Basisstationen von Mobiltelefonsystemen verwendet werden.
-
Die
US
5,049,832 bezieht sich auf ein System für die Linearisierung von Leistungsverstärkern unter Verwendung
einer Nachschlagtabelle. Die Nachschlagtabelle enthält komplexe
Vorverzerrungswerte, die an ein Eingangssignal des Leistungsverstärkers angelegt
werden sollen, um eine Vorverzerrung des Eingangssignals zu liefern,
die Verzerrungen kompensiert, die durch den Leistungsverstärker im
Hinblick auf Größe und Phase
verursacht werden. Die
US 5,049,832 lehrt
verschiedene Verfahren, die zum geeigneten Einrichten der Inhalte
der Nachschlagtabelle verwendet werden. Die bekannten Verfahren
leiden unter dem Nachteil, daß Fehler
auftreten, wenn die Nichtlinearitätsbeeinträchtigung und die Vorverzerrungskoeffizienten
gemessen werden, die in der Nachschlagtabelle derart gespeichert
werden, daß die
Linearisierungsverstärkung,
die erreicht werden kann, reduziert wird. In einem Extremfall kann
sich die Linearität
des Leistungsverstärkers
sogar verschlechtern.
-
Die
EP 0 658 975 A bezieht sich auf ein Basisband-Vorverzerrungssystem,
das die Merkmale aufweist, die in dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs
der vorliegenden Anmeldung definiert sind.
-
Es ist die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schätzen einer nichtlinearen
Charakteristik eines Verstärkers
zu schaffen, bei denen der Einfluß von Fehlern während der Messung
der Nichtlinearität
reduziert wird.
-
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren
gemäß Anspruch
1 und eine Vorrichtung gemäß Anspruch
7 gelöst.
-
Die vorliegende Erfindung schafft
ein Verfahren zum Schätzen
einer nichtlinearen Charakteristik eines Verstärkers, das folgende Schritte
aufweist:
-
- Liefern eines Eingangssignals;
- Bestimmen eines Referenzsignals basierend auf der Leistung des
Eingangssignals;
- Verstärken
des Eingangssignals oder eines Signals, das aus dem Eingangssignal
unter Verwendung des Verstärkers
hergeleitet wird, um ein verstärktes
Signal zu erzeugen;
- Bestimmen eines Meßsignals
basierend auf der Leistung des verstärkten Signals;
- Zuordnen der jeweiligen Abtastwerte des Meßsignals zu jeweiligen Abtastwerten
des Referenzsignals;
- Bestimmen eines Gewinnwerts des Verstärkers für jeden Abtastwert aus den
jeweiligen Abtastwerten des Referenzsignals und des zugeordneten
Abtastwerts des Meßsignals;
- Teilen eines Betriebsbereichs des Verstärkers in eine Mehrzahl von
Leistungsabschnitten;
- für
jeden Leistungsabschnitt, Mitteln der Gewinnwerte, die den Abtastwerten
des Referenzsignals zugeordnet sind, die eine Leistung aufweisen,
die in dem jeweiligen Leistungsabschnitt liegt, um einen gemittelten
Gewinnwert zu erzeugen;
- für
jeden Leistungsabschnitt, Bestimmen eines Maßes der Abweichung der zugeordneten
Gewinnwerte von dem gemittelten Gewinnwert;
- Ablehnen eines gemittelten Gewinnwerts, der ein Maß der Abweichung
aufweist, das eine vorbestimmte Schwelle überschreitet; und
- Durchführen
einer Interpolation unter Verwendung von gemittelten Gewinnwerten,
die nicht abgelehnt wurden, um eine Schätzung der nichtlinearen Charakteristik
des Verstärkers
zu erzeugen.
-
Die vorliegende Erfindung ist insbesondere
geeignet zum Schätzen
der nichtlinearen Charakteristik eines Leistungsverstärkers bei
einer Senderausgangsstufe, wobei eine nichtlineare Phasencharakteristik
und eine nichtlineare Größencharakteristik
des Leistungsverstärkers
erhalten werden können.
Dies wird erreicht durch Bestimmen eines komplexen Gewinnwerts des
Leistungsverstärkers,
der eine Größe und eine
Phase aufweist. In einem solchen Fall werden eine gemittelte Größe und eine
gemittelte Phase für
jeden Leistungsabschnitt bestimmt und ein Maß der Abweichung der Größen von
der gemittelten Größe und ein
Maß der
Abweichung der Phase von der gemittelten Phase werden für jeden
Leistungsabschnitt bestimmt. Wenn das Maß der Abweichung der Größen von
der gemittelten Größe eine
vorbestimmte Schwelle überschreitet,
wird die zugeordnete gemittelte Größe abgelehnt. Wenn das Maß der Abweichung
der Phasen von der gemittelten Phase eine vorbestimmte Schwelle überschreitet,
wird die zugeordnete gemittelte Phase abgelehnt. Schließlich wird eine
Interpolation durchgeführt,
um Werte für
die abgelehnten gemittelten Größen und
die abgelehnten gemittelten Phasen einzurichten, um eine AM/AM-Charakteristik
und eine AM/PM-Charakteristik des Leistungsverstärkers zu erzeugen.
-
Somit, gemäß der vorliegenden Erfindung,
wird die Zuverlässigkeit
des gemessenen Wertes, d. h. des Meßsignals, derart betrachtet,
daß die
Verwendung einer fehlerhaften Messung beim Schätzen einer nichtlinearen Charakteristik
eines Verstärkers
vermieden werden kann.
-
Das Verfahren und die Vorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung sind unempfindlich gegen Meßfehler, die in der Praxis
auftreten, wenn ein Referenzsignal und ein Meßsignal zum Schätzen von
Nichtlinearitäten
eines Leistungsverstärkers
bestimmt werden. Solche Fehler können
aufgrund von Rauschen von Analog-zu-Digital-Wandlern und anderen
Schaltungselementen auftreten, die dem Leistungsverstärker vorangehen,
wobei Phasenrauschen, das durch den Aufwärtswandler verursacht wird,
der dem Leistungsverstärker vorangeht,
oder durch den Abtasttakt des Analog-zu-Digital-Wandlers verursacht wird, der dem Leistungsverstärker vorangeht.
Zusätzlich
dazu kann ein Speichereffekt des Leistungsverstärkers oder des vorangehenden Aufwärtswandlers
aufgrund der Verwendung von Oberflächenwellenfiltern Meßfehler
verursachen. Schließlich können eine
nichtoptimale Schätzung
einer Verzögerung
oder eine mögliche
Frequenzverschiebung zwischen Meßsignal und Referenzsignal
der Grund für
Meßfehler
sein. Da die vorliegende Erfindung den Einfluß solcher Meßfehler
auf die Schätzung
der Nichtlinearität
des Verstärkers
reduziert, können
weniger teure Elemente in der Ausgangsstufe verwendet werden, z.
B. weniger teure Aufwärtswandler
oder Analog-zu-Digital-Wandler.
-
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung werden hierin nachfolgend Bezug nehmend auf die beiliegende
Figur erklärt.
-
Die Figur zeigt eine schematische
Darstellung einer Schaltung zum Schätzen einer nichtlinearen Charakteristik
eines Verstärkers
gemäß der vorliegenden
Erfindung.
-
Obwohl die vorliegende Erfindung
hierhin nachfolgend Bezug nehmend auf die Schätzung der nichtlinearen Charakteristik
eines Leistungsverstärkers
einer Senderausgangsstufe beschrieben wird, wird darauf hingewiesen,
daß die
vorliegende Anmeldung gleichermaßen auf das Schätzen der
nichtlinearen Charakteristik von Verstärkern zutrifft, die keine Leistungsverstärker sind.
-
Wie aus der Figur der vorliegenden
Erfindung ist ersichtlich ist, wird ein Eingangssignal 10 durch
einen Modulator 12 geliefert. Der Modulator 12 kann
ein Modulator zum Liefern eines OFDM-Signals sein. Der Ausgang des
Modulators 12 ist mit dem Eingang eines Linearisierers 14 verbunden,
dessen Ausgang mit einem Aufwärtswandler 16 verbunden
ist. Der Ausgang des Aufwärtswandlers 16 ist
mit einem Leistungsverstärker 18 verbunden,
dessen Nichtlinearität
geschätzt
werden soll. Somit kann der Leistungsverstärker 18 als Testobjekt
oder DUT (DUT = device under test) bezeichnet werden. Der Linearisierer 14 ist
vorzugsweise bereitgestellt, um eine Vorverzerrung des Eingangssignals
10 derart
auszuführen,
daß Verzerrungen,
die durch die Nichtlinearität
des Leistungsverstärkers 18 verursacht
werden, kompensiert werden. Der Aufwärtswandler wird verwendet,
um ein Signal, das über
den Leistungsverstärker 18 in
den Hochfrequenzbereich übermittelt
werden soll, unter Verwendung einer Trägerfrequenz umzuwandeln.
-
Um eine Schätzung der Nichtlinearität des Leistungsverstärkers 18 bereitzustellen,
müssen
ein Referenzsignal 20 und ein Meßsignal 22 bestimmt
werden. Die Figur zeigt drei Möglichkeiten
(a), (b) und (c) zum Herleiten eines Signals aus dem Signalweg zwischen
dem Modulator 12 und dem Leistungsverstärker 18, um ein Referenzsignal 20 zu
bestimmen. In jedem Fall wird das hergeleitete Signal an einen Analogzu-Digital-Wandler
angelegt, der als ein Hüllkurvendetektor
und eine Quantisierungseinrichtung betrachtet werden kann, derart,
daß digitale
Abtastwerte durch den Analog-zu-Digital-Wandler 24 ausgegeben
werden. In der Praxis wird nur einer der Signalwege (a), (b) und
(c) verwendet, um das Referenzsignal herzuleiten. Der Signalweg
(a) ist mit dem Ausgang des Modulators 12 verbunden, der
Signalweg (b) ist mit dem Ausgang der Linearisierungseinrichtung 14 verbunden
und der Signalweg (c) ist mit dem Ausgang des Aufwärtswandlers 16 verbunden.
Bei dem Signalweg (c) ist ein Abwärtswandler 18 vor
dem Analog-zu-Digital-Wandler 24 vorgesehen.
-
Alternativ könnte das Referenzsignal 20 direkt
aus dem Modulator 12 hergeleitet werden, wie durch einen
Signalweg (d) in der Figur gezeigt ist.
-
Das Meßsignal 22 wird an
dem Ausgang des Leistungsverstärkers 18 hergeleitet.
Das Ausgangssignal 26 des Leistungsverstärkers 18 wird
an einen Abwärtswandler 28 angelegt,
zum Mischen des Ausgangssignals 26 in das Basisband. Der
Ausgang des Abwärtswandlers 28 ist
mit dem Eingang eines Analog-zu-Digital-Wandlers 30 verbunden,
wobei das Meßsignal
durch den Analog-zu-Digital-Wandler 30 ausgegeben wird. Der
Betriebsmodus des Analog-zu-Digital-Wandlers 30 entspricht
vorzugsweise dem Betriebsmodus des Analog-zu-Digital-Wandlers 24. Alternativ
kann das Meßsignal 22 durch
Unterabtastung unter Verwendung eines Kammerzeugers erhalten werden.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel
kann das Meßsignal
unter Verwendung einer Bandpaßabtastung
in dem Analog-zu-Digital-Wandler hergeleitet werden.
-
Aus dem Referenzsignal 20 und
dem Meßsignal 22 wird
die Nichtlinearität
des Leistungsverstärkers 18 bei
einem Schätzungsblock 40 geschätzt. Der
Schätzungsblock 40 ist
angepaßt,
um optionale Schritte im Hinblick auf das Referenzsignal 20 und
das Meßsignal 22 nach
Bedarf durchzuführen.
Zuerst wird, wenn nötig, eine
Korrektur der Frequenzverschiebungen zwischen dem Meß- und dem
Referenzsignal durchgeführt.
Zusätzlich
dazu wird das Referenzsignal unter Verwendung eines Modells der
Linearisierungseinrichtung 14 verarbeitet, wenn das Referenzsignal 20 über einen
Signalweg (b) hergeleitet wird. Ruf ähnliche Weise wird das Referenzsignal
unter Verwendung eines Modells der Linearisierungseinrichtung 14 und
eines Modells des Aufwärtswandlers 16 verarbeitet,
wenn das Referenzsignal 20 über den Signalweg (c) hergeleitet
wird. Wenn das Meßsignal
unter Verwendung einer Bandpaßabtastung
hergeleitet wird, wird eine Bandbreitenreduzierung und eine Frequenzumwandlung
des Meßsignals
in das komplexe Basisband durchgeführt. Wenn das Referenzsignal
an dem Ausgang des Aufwärtswandlers 16 genommen
wird und die Bandpaßabtastung
im Hinblick auf das Referenzsignal durchgeführt wird, wird eine Bandbreitenreduzierung
und eine Frequenzumwandlung des Referenzsignals in das komplexe
Basisband durchgeführt.
Schließlich
werden mögliche
Zeitverzögerungen und
Phasenverschiebungen zwischen dem Referenzsignal und den Meßsignalen
bestimmt, unter Verwendung einer Kreuzkorrelation, und werden zur
Verwendung von z. B. einer Interpolation kompensiert.
-
Nachdem die oben erwähnten optionalen
Schritte durchgeführt
wurden, wird jeder komplexe Abtastwert x(t) des Referenzsignals
20 einem entsprechenden komplexen Abtastwert y (t) des Meßsignals 22 zugeordnet.
Nachfolgend wird der komplexe Gewinn g (t) des Leistungsverstärkers 18 für jeden
Abtastwert auf der Basis der jeweiligen Abtastwerte des Referenzsignals 20 und
des Meßsignals 22 bestimmt.
-
Gemäß bekannter Lösungsansätze wird
der komplexe Gewinn des Leistungsverstärkers, der auf diese Weise
bestimmt wird, verwendet, um Vorverzerrungskoeffizienten für die Nachschlagtabelle
der Linearisierungseinrichtung zu bestimmen.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird ein Betriebsbereich des Leistungsverstärkers
18 in eine Mehrzahl
von Leistungsabschnitten geteilt, d. h. vorzugsweise wird der gesamte
Betriebsbereich des Verstärkers
in Leistungsabschnitte geteilt. Für jeden Leistungsabschnitt
werden die Größen des
komplexen Gewinns dieser Abtastwerte, deren Leistung der Referenzsignale
innerhalb dieses Leistungsabschnitts liegt, gemittelt, um Prüfpunkte
für die
AM/AM-Charakteristik des Leistungsverstärkers zu extrahieren. Zusätzlich dazu
werden die Phasen des komplexen Gewinns dieser Abtastwerte, deren
Leistung der Referenzsignale innerhalb dieses Leistungsabschnitts
liegt, gemittelt, um Prüfpunkte
für die
AM/PM-Charakteristik
des Leistungsverstärkers
zu extrahieren. Vorzugsweise ist der Prüfpunkt, d. h. g
A(m),
einem Leistungswert P
m zugeordnet und ist
dem Mittelpunkt des Leistungsabschnitts zugeordnet, dem der jeweilige
Prüfpunkt
zugeordnet ist. Die jeweiligen Prüfpunkte können jedoch anderen Teilen
eines jeweiligen Leistungsabschnitts zugeordnet werden, z. B. der
linken Grenze oder der rechten Grenze desselben. Somit können die
gemittelte Größe, die
dem Leistungsabschnitt m zugeordnet ist, und die gemittelte Phase,
die dem Leistungsabschnitt m zugeordnet ist, wie folgt beschrieben werden:
und
wobei K die Anzahl von Abtastwerten
innerhalb eines Leistungsabschnitts m ist, g(t
n)
die Größe der komplexen Leistung
des Abtastwerts m ist, arg(g(t
n)) die Phase
des komplexen Gewinns des Abtastwerts m ist und ΔP die Hälfte der Breite eines Leistungsabschnitts
ist.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird ein Maß der
Abweichung der Größen und
Phasen des Abtastwerts jedes Leistungsabschnitts im Hinblick auf
die gemittelte Größe und die
gemittelte Phase dieses Abschnitts geschätzt. Bei bevorzugten Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung ist das Maß der Abweichung eine Schätzung der
Standardabweichung der Größen und
Phasen des komplexen Gewinns, der diesen Abtastwerten zugeordnet
ist, die innerhalb dieses Leistungsabschnitts liegen. Ein solches
Maß der
Abweichung für
die Größen und
Phasen kann gemäß den nachfolgenden
Gleichungen erhalten werden:
wobei
die
geschätzte
Standardabweichung der Größen der
komplexen Gewinnwerte in dem Leistungsabschnitt m ist und
die Schätzung der Standardabweichung
der Phasen der Gewinnwerte in dem Leistungsabschnitt m ist.
-
Wie oben erklärt wurde, weist jeder Leistungsabschnitt
zwei Prüfpunkte
auf, die demselben zugeordnet sind, wobei einer den gemittelten
Größen der
Gewinnwerte innerhalb dieses Leistungsabschnitts entspricht und
einer den gemittelten Phasen der Gewinnwerte innerhalb dieses Leistungsabschnitts
entspricht. Die ersten Prüfpunkte,
die den gemittelten Größen entsprechen,
werden als Prüfpunkte
für die
AM/AM-Charakteristik des
Leistungsverstärkers
verwendet, wohingegen die zweiten Prüfpunkte, die den gemittelten
Phasen entsprechen, als Prüfpunkte
für die
AM/PM-Charakteristik des Leistungsverstärkers verwendet werden.
-
Bei einem nächsten Schritt werden alle
Prüfpunkte
abgelehnt, die eine Standardabweichung der Größen oder der Phasen aufweisen,
die einen vorbestimmten Wert überschreiten.
Genauer gesagt werden alle ersten Prüfpunkte abgelehnt, die eine
Standardabweichung von der gemittelten Größe aufweisen, die einen vorbestimmten
Wert überschreitet.
Ferner werden alle Abschnittsprüfpunkte
abgelehnt, die eine Standardabweichung von den gemittelten Phasen
aufweisen, die einen vorbestimmten Wert überschreitet. Die Werte für die Standardabweichungen
der gemittelten Größen und
der gemittelten Phasen können
gleich oder unterschiedlich voneinander sein.
-
Nach der Ablehnung der jeweiligen
Prüfpunkte
wird eine Interpolation der Prüfpunkte,
die nicht abgelehnt wurden, durchgeführt, um solche Prüfpunkte
zu rekonstruieren, die bei dem vorangehenden Schritt abgelehnt wurden.
Zu diesem Zweck können
die verbleibenden Prüfpunkte
der AM/AM-Charakteristik
und der AM/PM-Charakteristik
unter Verwendung von kubischen
Splines oder unter Verwendung einer linearen Interpolation interpoliert
werden. Vorzugsweise wird eine AM/AM-Charakteristik und eine AM/PM-Charakteristik
mit feineren Auflösungen unter
Verwendung einer geeigneten Interpolation erzeugt.
-
Somit schafft die vorliegende Erfindung
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schätzen einer nichtlinearen Charakteristik
eines Verstärkers,
bei dem Einflüsse
von Meßfehlern
auf das Ergebnis der Schätzung reduziert
werden können.
Wenn die Schätzung
der nichtlinearen Charakteristik des Leistungsverstärkers verwendet
werden soll, um Vorverzerrungskoeffizienten für einen Vorverzerrer zu bestimmen,
kann die erforderliche inverse Funktion ohne weiteres vor der Interpolation
der AM/AM-Charakteristik und der AM/PM-Charakteristik erhalten werden, durch
Austauschen der Koordinaten der Prüfpunkte, d. h. durch Austauschen
der Eingangs- und Ausgangswerte.
-
Zusammenfassend wird die Nichtlinearität eines
Verstärkers
gemäß der Erfindung
geschätzt,
durch Aufzeichnen des Eingangssignals und des Ausgangssignals des
Verstärkers,
Kompensieren von Zeitverzögerungen
und Phasenverschiebungen zwischen den Signalen an dem Eingang und
dem Ausgang des Verstärkers,
Zuordnen aller Abtastwerte der Eingangssignale zu Abtastwerten des
Ausgangssignals, Mitteln jeweiliger Eingangs- und Ausgangswerte,
um eine AM/AM-Charakteristik und eine AM/PM-Charakteristik zu schaffen, die
eine Anzahl von jeweiligen Prüfpunkten
aufweisen, z. B. 128, Bewerten der Zuverlässigkeit der Prüfpunkte unter
Verwendung von Standardabweichungen von Größen und Phasen, Auswählen von
Prüfpunkten,
die ausreichend zuverlässig
sind, und Interpolieren der Prüfpunkte,
die als ausreichend zuverlässig
bewertet wurden, um die AM/AM- und AM/PM-Charakteristika zu erzeugen.
-
Gemäß dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel
werden Prüfpunkte
für die
AM/AM-Charakteristik abgelehnt, wenn das Maß der Abweichung der entsprechenden
gemittelten Größe eine
vorbestimmte Schwelle überschreitet,
und Prüfpunkte
für die
AM/PM-Charakteristik werden abgelehnt, wenn das Maß der Abweichung
der entsprechenden gemittelten Phase eine vorbestimmte Schwelle überschreitet.
Bei alternativen Ausführungsbeispielen
der Erfindung kann nur ein Prüfpunkt
vorgesehen sein, entweder für
die AM/AM-Charakteristik oder die AM/PM-Charakteristik. In einem
solchen Fall wird sowohl die Interpolation von Größe als auch
Phase für
einen entsprechenden Leistungsabschnitt durchgeführt, falls das Maß der Abweichung
des einzelnen Prüfpunkts
eine vorbestimmte Schwelle überschreitet.
Ferner können
bei weiteren Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung Prüfpunkte
für die
AM/AM-Charakteristik und Prüfpunkte
für die AM/PM-Charakteristik geliefert
werden, und beide Prüfpunkte,
die einem Leistungsabschnitt zugeordnet sind, können abgelehnt werden, falls
das Maß der
Abweichung von nur einem der Prüfpunkte
eine vorbestimmte Schwelle überschreitet.
-
Obwohl die vorliegende Erfindung
hierin Bezug nehmend auf Polarkoordinaten, Größe und Phase beschrieben wurde,
kann die vorliegenden Erfindung unter Verwendung von kartesischen
Koordinaten praktiziert werden. In einem solchen Fall ist die Interpolation
jedoch schwierig auszuführen.
-
Bei der Figur der vorliegenden Erfindung
wird die Linearisierungseinrichtung in der Basisbandregion bereitgestellt.
Im Gegensatz dazu kann die Linearisierungseinrichtung direkt in
der Hochfrequenzregion oder in einer Zwischenfrequenzregion vorgesehen
sein. In einem solchen Fall wird das Referenzsignal auf eine Weise
analog zu den Weisen hergeleitet, die im Hinblick auf die Figur
der vorliegenden Anmeldung beschrieben wurden.