DE69425317T2 - Basisbandiges Vorentzerrungssystem für die adaptive Linearisierung von Leistungsverstärkern - Google Patents
Basisbandiges Vorentzerrungssystem für die adaptive Linearisierung von LeistungsverstärkernInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Basisband-Vorverzerrungssystem für die adaptive Linearisierung von Leistungsverstärkern und einen Funkübertrager, der das Vorverzerrungssystem verwendet.
- In der Vergangenheit haben Theorie und Praxis der Mobilkommunikation Modulationsverfahren mit konstanter Hüllkurve wie etwa FM oder CPM (Continuous Phase Modulation) bevorzugt, um es Leistungsverstärkern zu ermöglichen, im nichtlinearen Betriebsbereich nahe der Sättigung zu arbeiten. Dies ermöglicht eine Erhöhung der Effizienz und erzeugt keine Kreuzmodulationsprodukte in den benachbarten Kanälen.
- Gegenwärtig ist das Hauptproblem festgelegt durch den begrenzten Bereich des verfügbaren Spektrums, und deshalb sind andere, spektral effektivere Modulationstypen in Betracht gezogen worden, wie etwa n-QPSK und allgemeiner n-QAM mit Basisbandfilterung.
- Unglücklicherweise haben diese Verfahren keine konstante Hüllkurve, und der Arbeitspunkt des Hochfrequenzleistungsverstärkers muß sorgfältig ausgewählt werden, um Störungen auf dem Spektrum aufgrund von Kreuzmodulationsprodukten vermeiden; andererseits führt es zu signifikanten Einbußen in der Effizienz, wenn man einen Verstärker in dem linearen Bereich (Klasse A) arbeiten läßt, weswegen geeignete Linearisierungstechniken angewendet werden sollten.
- Die Idee, das durch Leistungsverstärker verursachte Verzerrungsproblem durch adaptive Linearisierungsvorrichtungen im Basisband zu lösen, ist nicht neu.
- Insbesondere beschreibt der Artikel "Adaptive Linearization Using Predistortion" von M. Faulkner, T. Mattson und W. Yates, IEEE CH2846-4/90, Seiten 35 bis 40 eine Vorverzerrungsvorrichtung, die auf der Aktualisierung von Fehlertabellen basiert, deren Inhalt zum Korrigieren der Basisbandabtastwerte verwendet wird. In diesem Fall wird ein Zugriffsmodus auf solche Tabellen eingesetzt, der in gleichförmiger Weise direkt proportional zur Amplitude des Eingangssignals und zum verzerrten Signal des Verstärkers ist.
- Die Hauptnachteile, auf die man bei diesem Typ von Vorverzerrungsvorrichtung und auch bei anderen bereits bekannten stößt, werden verursacht durch langsame Konvergenz, ungenaue Berechnungen, lange Verarbeitungszeiten und Schleifen-Instabilitätserscheinungen.
- GB 2 239 770 lehrt eine Modulationsvorrichtung mit einer Eingangssignalmodifikation zur Korrektur der Verstärker nicht Linearität. Die Modulationsvorrichtung hat eine erste arithmetische Schaltung zum Berechnen einer Amplitude Ai und einer Phase 6i eines komplexen Signals aus abgetasteten Einc·angssignalen I und Q. Die Amplitude Ai wird verwendet, um ein ROM zu adressieren, das Amplitudenkompensationssignale Ai' und Phasenkompensationssignale ti' liefert. Es lehrt jedoch nicht und legt nicht nahe, ein Basisband-Vorverzerrersystem mit einer adaptiven Vorverzerrungsschaltung mit einem Adressenerzeugungsmittel zu verwenden, das decodierte Adressensignale erzeugt.
- Ein erstes Ziel der vorliegenden Erfindung ist, ein Vorverzerrungssystem zu schaffen, das frei von den Nachteilen der oben erwähnten Systeme ist. Ein anderes Ziel der Erfindung ist, ein Vorverzerrungssystem zu schaffen, das eine einfache, seicht realisierbare und preiswerte Struktur hat. Diese und andere Ziele werden erreicht durch ein Vorverzerrungssystem wie in Anspruch 1 angegeben und einen Funkübertrager wie in Anspruch 10 angegeben. Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Durch Erzeugen der Adressen in Beziehung zur Verteilung des Eingangssignal-Amplitudenwerts ist es möglich, eine bemerkenswerte Steigerung der Konvergenzrate zu erzielen.
- Durch geeignetes Gewichten der berechneten Elemente der Fehlertabelle wird die Ungenauigkeit bei der Fehlerberechnung verringert und es wird auch eine leichte Zunahme der Konvergenzrate erreicht.
- Ein anderes interessantes Merkmal dieser Vorverzerrungsvorrichtung liegt darin, daß es ein System mit offenem Regelkreis ist, weil es auf dem konkurrierenden Zugriff auf die gleichen Tabellen von dem Vorverzerrungsprozeß und von dem Fehlerberechnungs-Aktualisierungsprozeß basiert. Die Schleife ist offen in dem Sinne, daß die Aktualisierung der Tabellen nicht in Echtzeit ausgeführt werden kann, das heißt die verzerrten Abtastwerte vom Leistungsverstärker sind einfach notwendig, um die Fehlertabellen zu aktualisieren. Diese Tatsache vermeidet das Auftreten von intrinsischen Instabilitäten der Systeme mit geschlossenem Regelkreis.
- Die Merkmale und Vorteile der Erfindung werden deutlicher aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen. Es zeigen:
- - Fig. 1 ein Blockdiagramm eines Funkübertragers mit dem Vorverzerrungssystem;
- - Fig. 2 ein Blockdiagramm des Vorverzerrungssystems;
- - Fig. 3 das Gewichtungsverfahren des verwendeten Fehlers.
- In Fig. 1 ist die Umgebung dargestellt, in der die Erfindung angeordnet ist.
- Das Eingangssignal, das durch einen Encoder COD gelaufen ist, erreicht eine adaptive Vorverzerrungsvorrichtung PREDIST. Die Vorverzerrungsvorrichtung wird auch von einem Rücksignal von der Antenne erreicht, das durch einen Block DEM demoduliert und durch A/D-Wandler gewandelt wird. Das ausgehende Signal von der Verzerrungsvorrichtung wird von D/A-Wandlern gewandelt, durch einen Block MOD moduliert, durch einen Leistungsverstärker PA verstärkt und dann der Antenne zugeführt. Ein lokaler Oszillator LO wird zum Erzeugen der für den Modulator MOD und Demodulator DEM benötigten Schwingungen verwendet. Durch die Verwendung von A/D- und D/A-Wandlern wird gezeigt, daß das Signal aus einem Imaginärteil Q und einem Realteil I besteht. Das zeitdiskrete Eingangssignal
- (1) Sk = Ik + j Qk = ρk exp jθk
- wird erhalten durch Abtasten des komplexen Basisbandsignals
- (2) S(t) = I(t) + jQ(t) = ρ(t) ejθ (t)
- zu Zeitpunkten Tk = kT erhalten, wobei k eine ganze Zahl, T der Abtastzeitpunkt ist; bei einer praktischen Implementierung können die Abtastwerte Sk von Gl. (1) direkt vom Encoder erzeugt werden.
- Die Koordinaten-Umwandlungsgleichungen sind:
- I (t) = ρ(t) cos θ(t) Q (t) = ρ(t) sin θ(t) (3)
- P (t) = [I² (t) +Q²(t)] θ(t) = tan&supmin;¹[Q (t) /I (t)]
- Das vorverzerrte Ausgangssignal S" k (in rechtwinkligen Koordinaten) wird dann durch einen D/A-Wandler in analoge Form gewandelt und zum Mischer und zum Leistungsverstärker geschickt (die Frequenzwandlung ist der Einfachheit halber durch einen einfachen Durchgang dargestellt), dessen Ausgangssignal teilweise zu einem Abwärtswandler zurückgeführt wird (der lokale Oszillator muß für beide Wandlungen der gleiche sein). Das verzerrte Eingangssignal S'k ist das Ergebnis der A/D-Wandlung des demodulierten Verstärkerausgangssignals. Die einzige Annahme, die über das System gemacht wird, ist, daß die durch die Funkteile des Übertragers eingeführte Verzerrung durch zwei Funktionen AM-AM und AM-PM darstellbar ist: Dies bedeutet, daß die Linearisierungsvorrichtung als ein dem Basisband überlagerter Phase-Amplitude-Modulator wirkt.
- ρout = g(ρin) Amplitudenmodulation (4)
- θout = f(ρin) Phasenmodulation
- Die Form von f(.) und g(.) qualifiziert die Nichtlinearität.
- Die Gleichungen (4) implizieren ferner, daß Verzerrungs- und Fehlerfunktionen für Amplitude und Phase ερ und εθ nur von der Amplitude des Eingangssignals abhängen, das heißt:
- ερ = ερ (ρ,θ) = ερ (ρ)
- (5)
- εθ = εθ(ρ,θ) = εθ (ρ)
- Diese Hypothese bewirkt, daß die Fehler Funktion einer einzigen Variablen sind und vereinfacht beträchtlich die Implementierung, sowohl vom Gesichtspunkt der Speicherbelegung (sie erfordert Tabellen von geringerer Größe) und der Geschwindigkeit (die Zahl der aufzusuchenden Zellen ist kleiner).
- Die Form der Funktionen (5) kann als eine "Signatur" des Systems gesehen werden, weil sie von der Übertragungsfunktion der gesamten Verstärkungskette abhängt.
- Es ist denkbar, den Fehler unter Verwendung der In-Phase- und Quadraturkomponenten εI bzw. εQ
- εi = εI (I, Q) (6)
- εQ = εQ(I,Q)
- zu verarbeiten, um die Koordinatenumwandlung zu vermeiden; es läßt sich jedoch zeigen, daß diese Funktionen nicht als abhängig von einer einzigen Variablen dargestellt werden können und daß es deshalb nicht möglich ist, die Menge an verwendetem Speicher zu verringern.
- Der Algorithmus konvergiert, wenn nach einer bestimmten Zeit S'k sich Sk nähert, so daß der Fehler gegen 0 geht, in welchem Fall die in die Tabelle eingetragenen Werte sich nicht mehr ändern, es sei denn, daß der Typ der Verzerrung verändert wird. Die Darstellung (6) ist geeignet für hohe Symbolraten (in der Größenordnung von MBit/s), weil sie keine Zeit für Koordinatenumwandlung verschwendet, und wenn die benötigte Konvergenzrate niedrig ist (die Zeit, die zum Besuchen aller Elemente der durch eine Menge von I-Q-Paaren gebildeten Tabelle ist offensichtlich länger als im Fall (4), eine solche Zeit ist proportional zur Zahl der Tabellenelemente).
- Von nun an wird der Darstellung (5) gefolgt, die für niedrige Symbolraten (in der Größenordnung einige 10 KBit/s) besser geeignet ist, die für mobile Systeme typisch sind.
- Das System aktualisiert ein Paar von Fehlertabellen (eine für die Amplitude und die andere für die Phase), die von der Vorverzerrungsvorrichtung für die Korrektur der Basisbandabtastwerte ausgelesen werden; solche Tabellen werden beim Start auf 0 gestellt.
- Fig. 2 zeigt ein Blockdiagramm des Systems, das als aus drei parallel arbeitenden Prozessen aufgebaut angesehen werden kann.
- Das vom Encoder COD der Fig. 1 kommende Signal wird sowohl in der Amplitude ρ als auch der Phase θ vom Koordinatenwandler CORDIC 1 gewandelt. Die Amplitude θ wird an den Eingang des Adressengenerators ADGEN angelegt. Die Amplitude ρ und die Phase A werden auch an den Eingang des Blocks ERRCOM angelegt; ebenfalls daran angelegt werden Amplitude p' und Phase θ', die von einem Koordinatenwandler CORDIC 3 kommen, die das Signal von den A/D-Wandlern von Fig. 1 empfängt. Das Ausgangssignal des Blocks ERRCOM wird an Tabellen err-ρ und err-θ für ihre Aktualisierung angelegt. Die Adresse dieser Tabellen, ebenfalls mit Amplitude ρ und Phase θ, werden an den Block PREDIST angelegt, dessen Ausgangssignal an den Koordinatenwandler CORDIC 3 angelegt wird. Das Ausgangssignal von CORDIC 3 wird an die D/A-Wandler von Fig. 1 angelegt. Bei einer praktischen Ausgestaltung wird die durch Gleichung (5) beschriebene Fehlerfunktion durch diskrete Tabellen und mit endlicher Genauigkeit dargestellt:
- ερ(k) = ερ(pk)
- (7) ρk = k I k, k = 0... TABLE_SIZE-1
- εθ(k) = εθ(θk)
- wobei TABLE SIZE die Zahl der Elemente in der Tabelle ist (aus Gründen der Einfachheit und Implementierung ist sie für beide Tabellen gleich und ist eine Potenz von 2), während Ik die Quantisierungsschrittweite ist, die, wenn eine ungleichförmige Quantisierung verwendet wird, von k abhängt.
- In jedem Fall muß die Dynamik des Eingangssignals Imax sein:
- (8) Imax = Σi=0..TABLE_SIZE-1
- Die Leistung des Systems hängt ab von TABLE-SIZE und der für die Darstellung der Proben gewählten Genauigkeit.
- Je größer TABLE-SIZE ist, desto kleiner wird im allgemeinen der bei der Berechnung der Tabellenadresse gemachte Quantisierungsfehler sein; dies wird jedoch bezahlt durch eine niedrigere Konvergenzrate, da mehr Zeit notwendig ist, um die gesamte Tabelle aufzusuchen.
- Ein anderer wichtiger Parameter des Systems, wenn die verwendete Phase-Amplitude-Modulation linear ist, ist der Oversampling-Faktor OVS (das heißt die Zahl von vom Modulator für jedes Symbol erzeugten Abtastwerten). Unter der Annahme, daß die Vorrichtung schnell genug ist, um alle Abtastwerte zu verarbeiten, ist die für die Konvergenz des Algorithmus benötigte Zeit um so kürzer, je größer der OVS ist.
- Für die Adressenerzeugung wird die Adresse des Elements der durch Gleichungen (5) beschriebenen Fehlertabellen, die ausgehend von der Amplitude des Eingangssignals aktualisiert werden müssen, ausgewertet: Die gesamte Menge der möglichen Amplituden wird auf die Menge der möglichen Adressen so abgebildet, daß das Ganze als eine Dekodierung wirkt.
- Die Art und Weise, auf die die Eingangsamplituden auf die Menge der Adressen abgebildet werden, ist nicht linear, und bewirkt eine ungleichförmige Quantisierung. Offensichtlich ist dieses Verfahren nur möglich, wenn die Verteilung der Eingangsamplituden bekannt ist: Es macht den Algorithmus starrer, weil es das Laden einer neuen Amplituden-Adressen- Abbildung erforderlich macht, wenn die Modulationsparameter geändert werden.
- Die Quantisierungsintervalle haben ihre Amplitude, die umgekehrt proportional zu der Wahrscheinlichkeit ist, daß die Amplitude des Eingangsabtastwerts in dieses Intervall fallen wird: Auf diese Weise ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Amplitude des Eingangsabtastwerts in ein vorgegebenes Intervallfeld, im Mittel für alle Intervalle die gleiche. Diese Art, die Dinge anzugehen, erhöht beträchtlich die Konvergenzrate des Algorithmus, ohne die anderen Leistungen zu beeinträchtigen: Insbesondere wird der erreichte Grad spektraler Reinheit ungefähr der gleiche wie in dem Fall gleichförmiger Quantisierung sein. In diesem Fall ist die Adresse nicht länger gegeben durch
- (9) An = ρin/Ik
- wobei
- (10) Ik = Imax/TABLE-SIZE
- ist, sondern es ist notwendig, die Eingangsamplitude ρ mit den Werten Ik (Schwellen) zu vergleichen, die in ansteigender Reihenfolge in einer Tabelle angeordnet sind. Die Werte Ik sind festgelegt und werden ein für allemal durch Untersuchung der Statistiken der Eingangsamplituden berechnet. Der Einfachheit der Berechnung halber soll diese neue Tabelle die gleichen Abmessungen wie die Fehlertabelle haben und eine Zahl von Elementen haben, die eine Potenz von 2 ist, so daß der binäre Suchalgorithmus angewendet werden kann.
- Für die Fehlerberechnung wird die folgende Prozedur verwendet.
- Bei Sk = ρk exp jθk das Basisbandeingangssignal und
- S'k = ρ'k exp jθ'k das rückkopplungsverzerrte Ausgangssignal des Verstärkers, dann ist der berechnete Fehler einfach:
- ερ(k) S (θk - ρ'k)
- (11) mit S ≤ Smax = 2/Gmax
- εθ(k) = S (θk - θ'k)
- wobei S ein Geschwindigkeitsfaktor und Gmax die maximale differentielle Verstärkung der Verstärkerkette ist:
- wobei g(p) die Amplituden-Übertragungscharakteristik (AM-AM) der Nichtlinearität ist. Offensichtlich wird die Fehlerabschätzung sowohl für die Phase als auch die Amplitude durch eine Ungenauigkeit im Intervall
- (13) 0 ≤ ≤ 0.5 Ik
- beeinflußt, wobei I die Quantisierungsschrittweite ist.
- Die Ungenauigkeit ist = 0 (100% Genauigkeit), wenn die Eingangsamplitude p mit Σi=0..k-1 Ii exakt zusammenfällt, wohingegen sie θ = 0.5 Ik (minimale Genauigkeit) ist, wenn ρ = Σi = 0..k Ti gilt.
- Man beachte, daß I = Ik, weil diese Ergebnisse sowohl für nicht-gleichförmige als auch für gleichförmige Quantisierungen gelten: In letzterem Fall ist θmax = 0.5 I und es muß ρ = kI für maximale Genauigkeit und ρ = (k+1)I für minimale Genauigkeit gelten.
- In Bezug auf Fig. 3 ist gezeigt, wie Anteile des Fehle rs zwei benachbarten Zellen für einen gegebenen Wert der Amplitude ρk zugewiesen werden. Ein Weg, die Ungenauigkeit zu minimieren, besteht darin, den Fehler zu verwenden, um zwei benachbarte Zellen zu aktualisieren. Der Fehler wird so gewichtet, daß ein größerer Beitrag zu der nächstliegenden Zelle gemacht wird.
- Diese Operation bewirkt eine leichte Zunahme in der Konvergenzrate des Algorithmus (der Hauptbeitrag wird von der ungleichförmigen Quantisierung geleistet) und eine signifikante Verringerung der Ungenauigkeit bei der Fehlerberechnung (in der Praxis geht man von dem Fall, in dem eine Funktion durch Stufen approximiert wird, zu dem Fall über, wo die Funktion durch eine stückweise lineare Funktion approximiert wird). Die Konvergenz kann als erreicht angesehen werden, wenn:
- wobei δ eine kleine Dimensionskonstante ist, die die Genauigkeit der Vorverzerrungsvorrichtung qualifiziert, wohingegen t und t' zwei aufeinander folgende Zeitpunkte des Besuchs der kten Zelle der Tabellen ist. Je größer der Faktor S. desto schneller ist die Konvergenz des Algorithmus: die optimale Konvergenzrate wird erreicht für S = 0,5 Smax; für kleiner Werte nimmt die Konvergenzrate ab, für Werte größer als Smax neigt das System dazu, instabil zu werden. Mehrere Werte von S sind untersucht worden, um die Leistung des Systems in diesen interessanten Fällen zu überprüfen.
- Der Vorverzerrungsprozeß korrigiert die Eingangsabtastwerte mit dem aus den Tabellen gelesenen Fehler. Die Tabellenadresse wird wie oben beschrieben festgelegt.
- Wenn (ρ"k, θ"k) die Ausgangssignale der Vorverzerrungsvorrichtung bezeichnet, erhält man:
- ρ"k = ρk + f [ερ(k),ρk] (16)
- θ"k = θk + f [εθ(k), ρk]
- wobei f(.) eine Interpolationsfunktion ist, die den Fehler verändert, um Ungenauigkeiten aufgrund der Quantisierung zu verringern.
- Der triviale Fall entspricht dem Lesen des Fehlers ε(k) oder ε(k+1) aus den Tabellen und Hinzuaddieren des Fehlers zum Eingangsabtastwert; um eine gute spektrale Reinheit zu erreichen, ist es jedoch notwendig, eine lineare Interpolation zu verwenden; komplexere Interpolationsverfahren können verwendet werden, vorausgesetzt, daß die Rechenkapazität des verwendeten Prozessors dies zuläßt. Die Koordinatenumwandlungsprozesse sind in Gleichung (3) beschrieben. Obwohl vom Konzept her trivial, erfordern sie bei einer praktischen Implementierung eine beträchtliche Rechenzeit (ca. 80% der Gesamtrechenzeit), weil sie transzendentale Funktionen wie etwa Sinus, Kosinus und Arcustangens, Multiplikationen und Divisionen beinhalten.
- Wenn man das Blockdiagramm in Fig. 2 betrachtet, ist es sehr wichtig, daß die drei erforderlichen Umwandlungen (zwei von kartesisch nach polar für die Eingangssignale und eine von polar nach kartesisch für das Ausgangssignal) mit den aktuellen Spezifikationen der Anwendung übereinstimmen.
- Optimierte Verfahren sind verfügbar für die Berechnung der trigonometrischen Funktionen; eine davon ist das gut bekannte CORDIC: es ist eine Frage der Bewertung diverser arithmetischer Operationen und trigonometrischer Funktionen - insbesondere Quadratwurzel und Arcustangens - in Orientierung auf eine VLSI-Implementierung.
Claims (10)
1. Basisband-Vorverzerrungsystem für die adaptive
Linearisierung eines Leistungsverstärkers (PA), das eine
adaptive Vorverzerrungsschaltung mit wenigstens einer
aktualisierbaren Fehlertabelle (err-ρ, err-τ), die
aktualisierbare Fehlertabellensignale liefert, die zum
Vorverzerren eines Eingangssignals benutzt werden, und ein
Adressenerzeugungsmittel (ALGEN) zum Erzeugen von Adressen der
wenigstens einen aktualisierbaren Fehlertabelle (err-ρ, err-'τ)
umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß das Adressenerzeugungsmittel
(ALGEN) decodierte Adressensignale für die wenigstens eine
aktualisierbare Fehlertabelle (err-ρ, err-τ) als Funktion des
Wertes der Amplitude (ρk) des Eingangssignals erzeugt, und daß
die wenigstens eine aktualisierbare Fehlertabelle (err-ρ, err -τ)
aktualisiert wird durch Schreiben, von neuen Werten von Fehlern
entsprechend Zeiten, die von den Auslesezeiten unabhängig sind,
wodurch die verwendeten Fehlertabellen nur aktualisierbare
Fehlertabellen sind.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Adressenerzeugungsmittel (ALGEN) die decodierten Adressensignale
als eine Funktion der Verteilung des Wertes der Amplitude (ρk)
des Eingangssignals erzeugt.
3. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Adressenerzeugungsmittel (ALGEN) die Adressen in einer solchen
Weise erzeugt, daß jede Adresse im Mittel die gleiche
Wahrscheinlichkeit hat, aufzutreten.
4. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Adressenerzeugungsmittel (ADGEN) durch einen Speicher gebildet
ist.
5. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
aktualisierbaren Fehlertabellensignale der Fehlertabelle (err-ρ,
err-τ) als eine gewichtete Differenz zwischen dem Eingangssignal
und einem verzerrten Signal des Ausgangsverstärkers (PA)
festgelegt werden.
6. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
gewichtete Differenz gebildet wird durch Speichern von
Bruchteilen des Fehlers, berechnet für jeden Wert des
Eingangssignals, in der wenigstens einen aktualisierbaren
Fehlertabelle (err-ρ, err-τ)
7. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorverzerrungsschaltung das Eingangssignal in Funktion des aus
der wenigstens einen aktualisierbaren Fehlertabelle (err-ρ, err-
τ) entsprechend der von dem Adressenerzeugungsmittel (ADGEN)
erzeugten Adresse ausgelesenen Fehlers vorverzerrt.
8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorverzerrungsschaltung das Eingangssignal vorverzerrt, indem
sie den aus der wenigstens einen aktualisierbaren Fehlertabelle
(err-ρ, err-τ) entsprechend der von dem Adressenerzeugungsmittel
(ADGEN) erzeugten Adresse ausgelesenen Fehler zu ihm algebraisch
hinzuaddiert.
9. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Adressenerzeugungsmittel ferner umfaßt: einen Adressendecoder,
der auf den Wert der Amplitude des Eingangssignals anspricht,
zum Erzeugen von amplitudenabhängigen Adressendecodersignalen;
und eine amplitudenabhängige Kompensationstabelle, die auf die
amplitudenabhängigen Adressendecodersignale anspricht, zum
Erzeugen von amplitudenabhängigen Amplitudenfehlertabellen-
Adressensignalen sowie zum Erzeugen von amplitudenabhängigen
Phasenfehlertabellen-Adressensignalen.
10. Funkübertrager zum Übertragen eines Signals auf eine
Antenne, mit einem Encoder (COD) zum Codieren eines
Eingangssignals, einer adaptiven Vorverzerrungsvorrichtung
(PREDIST), Mitteln zum Umwandeln eines Ausgangssignals der
adaptiven Vorverzerrungsvorrichtung (PREDIST) durch Digital-
Analog-Wandler (D/A), Mitteln zum Modulieren (MOD) der
Ausgangssignale der Digital-Analog-Wandler, Verstärkungsmittel
(PA) für die Ausgangssignale der Mittel zum Modulieren (MOD),
einem an ein Ausgangssignal der Verstärkungsmittel (PA)
angeschlossenen Demodulator (DEM), an den Ausgang des
Demodulators (DEM) angeschlossenen Analog-Digital-Wandlern
(A/D), wobei δer Ausgang der Analog-Digital-Wandler (A/D) an die
adaptive Vorverzerrungsvorrichtung (PREDIST) angeschlossen ist,
einem lokalen Oszillator (LO) zum Erzeugen oszillierender
Signale für die Mittel zum Modulieren (MOD) und den Demodulator
(DEM), und Mitteln zum Verbinden des Ausgangssignals der
Verstärkungsmittel (PA) mit der Antenne, dadurch gekennzeichnet,
daß die adaptive Vorverzerrungsvorrichtung (PREDIST) eine
adaptive Linearisierung der Verstärkungsmittel (PA) bewirkt, und
daß die adaptive Vorverzerrungsvorrichtung (PREDIST) wenigstens
eine aktualisierbare Fehlertabelle (err-ρ, err-τ) und
Adressenerzeugungsmittel zum Erzeugen von decodierten
Adressensignalen für die wenigstens eine aktualisierbare
Fehlertabelle (err-π, err-τ) beinhaltet, die zum Vorverzerren
des Eingangssignals verwendete aktualisierbare
Fehlertabellensignale liefert, wobei die
Adressenerzeugungsmittel die decodierten Adressensignals in Funktion des Wertes
der Amplitude des Eingangssignals erzeugen, und daß die
wenigstens eine aktualisierbare Fehlertabelle (err-ρ, err-τ)
aktualisiert wird durch Schreiben von neuen Werten von Fehlern
entsprechend Zeiten, die von den Auslesezeiten unabhängig sind,
wodurch die verwendeten Fehlertabellen nur aktualisierbare
Fehlertabellen sind.
Applications Claiming Priority (1)
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ID=11367320
Family Applications (1)
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