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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Steuerung und ein Verfahren
zum Steuern der Temperatur in einem Nahrungsmittelfach einer Kühlvorrichtung gemäß dem jeweiligen
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und 8. Eine Steuerung und ein
Verfahren von dieser Art sind aus
EP
0 686 818 bekannt.
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Aus
diesem Dokument ist eine Steuerung zum Steuern der Temperatur in
einem Fach einer Kühlvorrichtung
bekannt, die auf das wohlbekannte Problem gerichtet ist, dass bei
herkömmlichen
Kühlvorrichtungsanwendungen
die Lufttemperatur innerhalb des Nahrungsmittelfachs eine starke
Abhängigkeit
von der Umgebungstemperatur der Kühlvorrichtungsanwendung bzw.
des Kühlgeräts zeigt.
Ein Grund für
dieses Phänomen
besteht darin, dass die aktuelle Lufttemperatur, die aus der Zweipunkt-Regelung
der Verdampfertemperatur im Nahrungsmittelfach resultiert, nicht
nur von Verdampfertemperaturschwellen Tein und
Taus abhängt,
zwischen welchen sich die Verdampfertemperatur periodisch ändert, sondern
weiterhin von der Betriebszeit tein des
Kompressors und der Pausenzeit taus des
Kompressors abhängt.
Für eine
hohe Umgebungstemperatur wird die Betriebszeit tein des
Kompressors größer als
für niedrige
Umgebungstemperaturen sein. Die Pausenzeit taus wird
für niedrige
Umgebungstemperaturen höher
als für
hohe Umgebungstemperaturen sein. Folglich neigt die Lufttemperatur
innerhalb des Nahrungsmittelfachs für hohe Umgebungstemperaturen dazu,
niedriger als dann zu sein, wenn die Umgebungstemperatur niedrig
ist.
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Zum
Lösen dieses
Problems schlägt
die
EP 0 686 818 vor,
eine Anstiegsrate bezüglich
der Verdampfertemperatur zu messen, wenn der Kompressor ausgeschaltet
ist. Diese Anstiegsrate bezüglich der
Verdampfertemperatur hängt
von der Dispersion durch die Geräteisolierung
ab. Die Dispersion wiederum hängt
von der Temperaturdifferenz zwischen der Lufttemperatur innerhalb
des Nahrungsmittelfachs und der Umgebungstemperatur der Kühlvorrichtung
ab. In der
EP 0 686 818 wird
die Anstiegsrate bezüglich
der Verdampfertemperatur, wenn der Kompressor ausgeschaltet ist,
zum Einstellen der niedrigeren Temperaturschwelle T
aus genommen,
um den Einfluss der Umgebungstemperatur auf die Lufttemperatur im
Nahrungsmittelfach zu kompensieren.
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Die
Anstiegsrate bezüglich
der Verdampfertemperatur hängt
jedoch nicht nur von der Temperaturdispersion durch die Geräteisolierung
ab. Diese Anstiegsrate der Verdampfertemperatur kann durch andere
Faktoren beeinflusst werden, und zwar insbesondere durch die Menge
an Nahrung, die im Nahrungsmittelfach gelagert ist. Wenn das Nahrungsmittelfach
vollständig
beladen ist, wird die Anstiegsrate bezüglich der Verdampfertemperatur
niedriger als dann sein, wenn das Nahrungsmittelfach leer ist, und zwar
bei gegebener gleicher thermischer Dispersion, d.h. bei gegebener
gleicher Temperaturdifferenz zwischen der Luft im Nahrungsmittelfach
und der Umgebungstemperatur. Aus diesem Grund ist die bekannte Lösung zum
Kompensieren des Einflusses von unterschiedlichen Umgebungstemperaturen
nicht immer genau.
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Demgemäß ist es
die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Steuerung und ein Verfahren zum
Steuern der Temperatur innerhalb eines Nahrungsmittelfachs einer
Kühlvorrichtung
zur Verfügung zu
stellen, welche zulassen, den Einfluss von unterschiedlichen Umgebungstemperaturen
auf die Lufttemperatur innerhalb des Nahrungsmittelfachs mit erhöhter Genauigkeit
zu kompensieren.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird diese Aufgabe gelöst,
wie es in den Patentansprüchen
1 und 8 definiert ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird die Umgebungstemperatur abgeschätzt auf der Basis eines Verhältnisses
der Anstiegsrate der Verdampfertemperatur, wenn der Kompressor ausgeschaltet
ist, zu der Abfallrate der Verdampfungstemperatur, wenn der Kompressor
eingeschaltet ist.
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Die
vorliegende Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass Faktoren,
wie eine Nahrungsbeladung, die Anstiegsrate der Verdampfertemperatur, wenn
der Kompressor ausgeschaltet ist, auf dieselbe Weise beeinflussen,
wie sie die Abfallrate einer Verdampfungstemperatur, wenn der Kompressor
eingeschaltet ist, beeinflussen. Demgemäß kann eine Größe, die
das Verhältnis
der Anstiegsrate einer Verdampfertemperatur, wenn der Kompressor
ausgeschaltet ist, zu der Abfallrate einer Verdampfertemperatur,
wenn der Kompressor eingeschaltet ist, berücksichtigt, als Basis zum Abschätzen der
thermischen Dispersion des Nahrungsmittelfachs mit einem reduzierten
Einfluss von Faktoren, wie der Nahrungsmittelbeladung, genommen
werden.
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Das
thermische Dispersionsverhältnis
der Anstiegsrate einer Verdampfertemperatur, wenn der Kompressor
ausgeschaltet ist, zu einer Abfallrate einer Verdampfertemperatur,
wenn der Kompressor eingeschaltet ist, kann auf eine Anzahl unterschiedlicher
Arten ausgewertet werden. Diese Raten eines Anstiegs und eines Abfalls
können
entweder über eine
konstante Zeitperiode oder über
eine konstante Temperaturänderung
gemessen werden. Wenn diese Raten eines Anstiegs und eines Abfalls über eine konstante
Zeitperiode gemessen werden, kann der Beginn des Zeitintervalls,
das zum Messen einer Temperaturänderung
verwendet wird, mit demjenigen Zeitpunkt synchronisiert werden,
zu welchem der Kompressor ausgeschaltet wird, um die Anstiegsrate einer
Verdampfungstemperatur zu messen, wenn der Kompressor ausgeschaltet
ist, und kann mit demjenigen Zeitpunkt synchronisiert werden, zu
welchem der Kompressor eingeschaltet wird, um die Abfallrate einer
Verdampfertemperatur zu messen, wenn der Kompressor eingeschaltet
ist.
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Wenn
diese Raten eines Anstiegs und eines Abfalls über eine konstante Temperaturänderung
gemessen werden, ist es vorteilhaft, die Differenz zwischen einer
niedrigen Temperaturschwelle, die auch untere Grenztemperatur genannt
wird, und einer hohen Temperaturschwelle, die auch obere Grenztemperatur
genannt wird, als die Temperaturänderung
zu verwenden. Die hohe Temperaturschwelle definiert einen Temperaturwert,
der dann, wenn er durch die Verdampfertemperatur überschritten
wird, darin resultiert, dass der Kompressor eingeschaltet wird. Gleichermaßen wird
dann, wenn die Verdampfertemperatur unter die niedrige Temperaturschwelle
abfällt, der
Kompressor ausgeschaltet. Da in diesem Fall die Temperaturänderung
zum Messen der Anstiegsrate einer Verdampfertemperatur dieselbe
wie die Temperaturänderung
zum Messen der Abfallrate einer Verdampfertemperatur ist, kann das
Verhältnis
der Anstiegsrate einer Verdampfertemperatur, wenn der Kompressor
im Aus-Zustand bzw. ausgeschaltet ist, zu der Abfallrate eine Verdampfertemperatur,
wenn der Kompressor im Ein-Zustand bzw. eingeschaltet ist, aus einem
Verhältnis
tein/taus der Zeitperiode
für den
Kompressor im Ein-Zustand tein zu der Zeitperiode
für den
Kompressor im Aus-Zustand taus ausgewertet
werden. Diese Auswertung des thermischen Dispersionsverhältnisses
ist zu einem großen
Ausmaß unabhängig von
Faktoren, wie beispielsweise einer Nahrungsmittelbeladung. Sie liefert
eine Anzeige für
die thermische Dispersion des Nahrungsmittelfachs, welche wiederum
die Umgebungstemperatur der Kühlvorrichtung
anzeigt.
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Eine
Größe, die äquivalent
zu dem Verhältnis tein/taus ist, ist
der Kompressor-Tastgrad c = tein/(tein + taus). Da der
Kompressor-Tastgrad
c als Funktion von tein/taus allein
ausgedrückt
werden kann, liefert auch der Kompressor-Tastgrad c eine Auswertung
des thermischen Dispersionsverhältnisses,
das die Umgebungstemperatur im Wesentlichen ohne den Einfluss der
aktuellen Nahrungsmittelbeladung in dem Kühlvorrichtungsfach anzeigt.
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Das
thermische Dispersionsverhältnis
wird vorzugsweise durch die Kühlvorrichtungssteuerung auf
einer kontinuierlichen Basis berechnet. Das bedeutet, dass vorzugsweise
jedes Mal dann, wenn der Kompressor seinen Betriebszustand vom Aus-Zustand zum Ein-Zustand
oder vom Ein-Zustand zum Aus-Zustand ändert, die Änderungsrate einer Verdampfertemperatur
so ausgewertet wird, dass jedes Mal dann, wenn sich der Betriebszustand
des Kompressors geändert
hat, ein aktualisiertes thermisches Dispersionsverhältnis ausgewertet
werden kann.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die niedrige Temperaturschwelle und/oder die hohe Temperaturschwelle
gemäß der Auswertung
des thermischen Dispersionsverhältnisses
so eingestellt, dass der Einfluss der Umgebungstemperatur auf die aktuelle
durchschnittliche Lufttemperatur innerhalb des Nahrungsmittelfachs
kompensiert werden kann. Diese Kompensation kann mittels nur einem
Einstellen der niedrigen Temperaturschwelle basierend auf dem thermischen
Dispersionsverhältnis
erreicht werden oder mittels nur einem Einstellen der hohen Temperaturschwelle
basierend auf dem thermischen Dispersionsverhältnis oder mittels einem Einstellen
von sowohl der niedrigen Temperaturschwelle als auch der hohen Temperaturschwelle
auf der Basis des thermischen Dispersionsverhältnisses.
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Das
thermische Dispersionsverhältnis
kann durch Faktoren gestört
werden, wie beispielsweise ein häufiges
oder ein langes Öffnen
einer Kühlvorrichtungstür oder durch
das Einfügen
von extrem warmen oder kalten Gütern.
Wenn es erwünscht
ist, auch den Einfluss dieser Faktoren zu reduzieren, ist es vorteilhaft,
nach einer Stabilisierung des thermischen Dispersionsverhältnisses
zu suchen, bevor eine Einstellung von wenigstens einer der hohen
und der niedrigen Temperaturschwelle durchgeführt wird. Ob sich das thermische
Dispersionsverhältnis
stabilisiert hat oder nicht, kann beispielsweise aus einer Anzahl
von aufeinander folgenden Auswertungen dieses Verhältnisses
und durch ein Analysieren, ob sich diese vorbestimmte Anzahl von
aufeinander folgenden Auswertungen voneinander um weniger als einen
vorbestimmten Betrag unterscheidet, beurteilt werden. Wenn sich
eine vorbestimmte Anzahl von aufeinander folgenden Auswertungen
des thermischen Dispersionsverhältnisses
nicht um mehr als diesen vorbestimmten Betrag unterscheidet, wird
die Einstellung von Schwellen basierend auf dem thermischen Dispersionsverhältnis freigegeben,
und sonst gesperrt. Eine Steuerung, die dieses Verfahren implementiert,
ist diesbezüglich
vorteilhaft, das sie keinen zusätzlichen
Sensor zum Erfassen der Türposition
erfordert und nicht mehr als eine Eingabe vom existierenden Verdampfertemperatursensor
und eine Eingabe von einer durch einen Anwender einstellbaren Temperaturwählscheibe
zum Einstellen eines Sollwerts der Lufttemperatur innerhalb des
Nahrungsmittelfachs benötigt.
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Vorzugsweise
enthält
die Steuerung eine Nachschautabelle, die verschiedene thermische
Dispersionsverhältnisse
und zugehörige
obere Grenztemperaturen und untere Grenztemperaturen für den Kompressor
enthält,
die während
Testens bei der Entwicklung der Kühlvorrichtungsanwendung bzw. des
Kühlgeräts ausgewählt worden
sind, um für
die erfassten bestimmten Umgebungsbedingungen geeignet zu sein.
Es ist bequem, wenn diese Umgebungstemperaturen in Temperaturbändern organisiert
sind, die für
Kühlvorrichtungsanwendungen
international anerkannt sind.
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Eine
Steuerung gemäß der vorliegenden
Erfindung ist vorzugsweise unter Verwendung einer geeignet programmierten
Mikrosteuerung implementiert.
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Im
Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben. Identische oder entsprechende Elemente in den verschiedenen
Zeichnungen sind mit identischen Bezugszeichen bezeichnet.
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1 zeigt ein Zeitdiagramm,
das schematisch das Verhalten der Lufttemperatur im Nahrungsmittelfach,
der Verdampfertemperatur und der Kompressor-Betriebszustände über der Zeit zeigt;
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2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer
Steuerung zum Steuern einer Kühlvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer
Steuerung gemäß der vorliegenden
Erfindung; und
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4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer
Steuerung gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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1 ist ein Zeitdiagramm mit
drei Kurven A, B und C. Alle drei Kurven verwenden dieselbe Zeitachse
t. Die Kurve A zeigt das Verhalten der Lufttemperatur innerhalb
eines Nahrungsmittelfachs einer Kühlvorrichtung über der
Zeit. Die Kurve B zeigt das Verhalten der Temperatur des Verdampfers
im Nahrungsmittelfach über
der Zeit. Schließlich
zeit die Kurve C die Betriebszustände EIN und AUS des Kompressors
in Zusammenhang mit den Temperaturkurven A und B.
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Aus
der 1 kann entnommen
werden, dass im Verlauf eines Steuerns der durchschnittlichen Lufttemperatur
entsprechend der Temperatur der Nahrung im Kühlvorrichtungsfach sich der
Kompressor, der eine Kühlflüssigkeit
durch den Kühlvorrichtungskreis
der Kühlvorrichtung
zirkulieren lässt, dann
einschaltet, wenn die Verdampfertemperatur auf einen hohen Temperaturwert
Ton bzw. Tein angestiegen
ist, der die obere Grenztemperatur genannt wird. Der Betrieb des
Kompressors resultiert darin, dass die Verdampfertemperatur abfällt, bis
eine niedrige Temperaturschwelle Toff bzw.
Taus erreicht wird, was veranlasst, dass
sich der Kompressor wieder ausschaltet. Im Aus-Zustand des Kompressors
steigt die Verdampfertemperatur wieder an, bis die hohe Temperaturschwelle
Tein erreicht worden ist. Dieser Zyklus
wiederholt sich periodisch.
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Während die
Temperaturdifferenz Tein – Taus zwischen der hohen Temperaturschwelle
und der niedrigen Temperaturschwelle wesentlich sein kann, z.B.
etwa 20°C,
ist die resultierende zyklische Änderung
der Lufttemperatur im Nahrungsmittelfach viel geringer, wie es in
Kurve A der 1 angezeigt
ist. Die durchschnittliche Lufttemperatur hängt von der hohen Temperaturschwelle
Tein und von der niedrigen Temperaturschwelle
Taus ab, und weiterhin von der Dauer von
jedem der Betriebszustände
des Kompressors in jedem Zyklus. Die vorliegende Erfindung basiert
auf der Erkenntnis, dass dann, wenn die Umgebungstemperatur ansteigt,
die Abfallrate der Verdampfertemperatur, wenn der Kompressor im Ein-Zustand
ist, aufgrund der thermischen Dispersion der Kühlvorrichtungsisolierung und
aus anderen Gründen
kleiner wird. Darüber
hinaus wird die Anstiegsrate der Verdampfertemperatur, wenn der Kompressor
im Aus-Zustand ist, mit einer Erhöhung bezüglich der Umgebungstemperatur
größer werden. Andererseits
wird eine größere Nahrungsmittelbeladung
im Fach nicht nur die Abfallrate einer Verdampfertemperatur verlangsamen,
wenn der Kompressor im Ein-Zustand ist, sondern auch die Anstiegsrate
einer Verdampfertemperatur, wenn der Kompressor im Aus-Zustand ist.
Demgemäß wird ein
Verhältnis
der Anstiegsrate einer Verdampfertemperatur, wenn der Kompressor
im Aus-Zustand ist, zu der Abfallrate einer Verdampfertemperatur,
wenn der Kompressor im Ein-Zustand ist, eine empfindliche Anzeige
für eine Umgebungstemperatur
sein, und wird gleichzeitig unempfindlich gegenüber Schwankungen einer Nahrungsmittelbeladung
sein.
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1 zeigt eine Möglichkeit
an, wie dieses thermische Dispersionsverhältnis ausgewertet werden kann.
Gemäß der 1 wird eine Temperaturdifferenz ΔTaus über
ein vorbestimmtes Zeitintervall Δt gemessen,
das dann beginnt, wann immer der Kompressor seinen Betriebszustand
vom Ein-Zustand zum Aus-Zustand ändert. Das
Verhältnis ΔTaus/Δt
ist eine Auswertung der Anstiegsrate einer Verdampfertemperatur,
wenn der Kompressor im Aus-Zustand ist. Gleichermaßen wird
eine Temperaturdifferenz ΔTein über
ein vorbestimmtes Zeitintervall Δt
gemessen, welches von derselben Länge wie dasjenige sein kann,
das zum Messen von ΔTaus verwendet wird, wobei das Intervall Δt zum Messen
von ΔTein dann beginnt, wenn der Kompressor seinen
Betriebszustand vom Aus-Zustand zum Ein-Zustand ändert. Das Verhältnis ΔTein/Δt
ist eine Auswertung der Abfallrate einer Verdampfertemperatur, wenn
der Kompressor im Aus-Zustand ist. Das Verhältnis dieser Anstiegsrate zu
dieser Abfallrate stellt das thermische Dispersionsverhältnis dar,
das die Umgebungstemperatur mit geringer Empfindlichkeit gegenüber Schwankungen
einer Nahrungsmittelbeladung anzeigt.
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Zum
Auswerten dieser thermischen Dispersion kann das Zeitintervall Δt beim Messen
der Änderung
der Temperatur ΔTaus und ΔTein konstant gehalten werden, oder es wird
die Änderung
der Temperatur konstant gehalten, und das Zeitintervall Δt wird gemessen.
Gemäß einem
vorteilhaften Ausführungsbeispiel der
Erfindung werden ΔTein und ΔTaus so ausgewählt, dass ΔTein = ΔTaus = Tein – Taus = ΔT.
Aus (ΔT/taus)/(ΔT/tein) = tein/taus ist es offensichtlich, dass dieses Verhältnis der
Zeit für
den Ein-Zustand des Kompressors zu der Zeit für den Aus-Zustand des Kompressors
ein von einer Nahrungsbeladung im Wesentlichen unabhängiges thermisches
Dispersionsverhältnis
der Kühlvorrichtung
anzeigt, was nützlich
zum Abschätzen
der Umgebungstemperatur der Kühlvorrichtung
ist.
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2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer
Steuerung gemäß der vorliegenden
Erfindung. In dieser Figur bezeichnet ein Bezugszeichen 1 die Steuerung,
die mittels einer Software in einer Mikrosteuerung implementiert
sein kann. Ein Bezugszeichen 7 bezeichnet einen Temperatursensor,
wie beispielsweise einen temperaturabhängigen Widerstand. Dieser Temperatursensor
ist in thermischem Kontakt mit dem Verdampfer im Nahrungsmittelfach angebracht
und liefert eine Temperatureingabe zur Steuerung 1. Ein
Bezugszeichen 8 bezeichnet eine Temperatureinstelleinrichtung,
die von einem Anwender einstellbar ist, zum Voreinstellen einer
Solltemperatur innerhalb des Nahrungsmittelfachs. Die von einem
Anwender einstellbare Temperatureinstelleinrichtung 8 kann
ein Potentiometer sein, das eine Solltemperatureingabe zur Steuerung 1 liefert.
Ein Bezugszeichen 5 bezeichnet eine Leistungsversorgung für die Steuerung 1.
Ein Bezugszeichen 6 stellt den Kompressor dar, der durch
die Steuerung 1 ein- und ausgeschaltet wird.
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Ein
Bezugszeichen 4 bezeichnet einen Komparator mit Hysterese,
der die durch den Temperatursensor 7 erfasste Temperatur
mit einer hohen Temperaturschwelle Tein und
mit einer niedrigen Temperaturschwelle Taus vergleicht.
Wie es in 2 gezeigt ist,
schaltet der Komparator 4 den Kompressor ein, sobald die
erfasste Verdampfertemperatur Tein überschritten
hat, und schaltet den Kompressor aus, sobald die erfasste Verdampfertemperatur
unter Taus abfällt. Ein Bezugszeichen 2 bezeichnet
einen Abschnitt zum Auswerten eines thermischen Dispersionsverhältnisses
basierend auf einem Verhältnis
der Abfallrate einer Verdampfertemperatur, wenn der Kompressor im
Aus-Zustand ist, zu einer Anstiegsrate einer Temperatur, wenn der
Kompressor im Ein-Zustand ist. Zum Auswerten dieses thermischen Dispersionsverhältnisses
empfängt
der Abschnitt 2 die erfasste Verdampfertemperatur und den
Betriebszustand des Kompressors 6 als Eingaben. Für jeden
der Betriebszustände
EIN und AUS des Kompressors wertet der Abschnitt 2 jeweils
eine Abfallrate einer Verdampfertemperatur und eine Anstiegsrate einer
Verdampfertemperatur aus und wertet ein Verhältnis von diesen Raten jedes
Mal dann aus, wenn der Kompressor 6 seinen Betriebszustand
geändert hat.
Dieses durch den Abschnitt 2 erzeugte Verhältnis, das
das thermische Dispersionsverhältnis
der Kühlvorrichtung
darstellt, wird von einem Abschnitt 3 empfangen. Dieser
Abschnitt weist eine Datenbank auf, die hohe Temperaturschwellenwerte
und niedrige Temperaturschwellenwerte für eine Vielfalt von unterschiedlichen
Werten des durch den Abschnitt 2 gelieferten thermischen
Dispersionsverhältnisses und
für eine
Vielfalt von unterschiedlichen Solltemperaturwerten, die durch einen
Anwender eingestellt sind, enthält.
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Bei
diesem Ausführungsbeispiel
enthält
der Abschnitt 3 weiterhin Speicherstellen zum Speichern einer
vorbestimmten Anzahl von letzten thermischen Dispersionsverhältnissen.
Jedes Mal dann, wenn der Abschnitt 2 ein neues thermisches
Dispersionsverhältnis
ausgibt, wird das älteste
der gespeicherten vorherigen thermischen Dispersionsverhältnisse weggeworfen
und durch das neueste ersetzt. Der Abschnitt 3 enthält weiterhin
eine Einrichtung zum Beurteilen, ob die gespeicherten thermischen
Dispersionsverhältnisse
um mehr als einen vorbestimmten Betrag voneinander unterschiedlich
sind. Wenn dies der Fall ist, erfasst der Abschnitt 3 einen
instabilen Zustand, z.B. resultierend aus einem häufigen oder langzeitigen Öffnen der
Tür oder
durch das Einfügen von
extrem warmen oder kalten Gütern.
Solange der instabile Zustand vorherrscht, wird der Abschnitt 3 die
hohe Temperaturschwelle Tein und die niedrige Temperaturschwelle
Taus, die zum Komparator 4 ausgegeben
werden, nicht aktualisieren. Sobald durch den Abschnitt 3 gefunden
wird, dass die gespeicherten thermischen Dispersionsverhältnisse
um weniger als den vorbestimmten Betrag voneinander unterschiedlich
sind, erfasst der Abschnitt 3 einen stabilen Zustand. Solange
der stabile Zustand vorherrscht, nimmt der Abschnitt 3 das
letzte thermische Dispersionsverhältnis, das durch den Abschnitt 2 geliefert wird,
nimmt weiterhin die von einem Anwender eingestellte Solltemperatur,
die durch die Einstelleinrichtung 8 geliefert wird, liest
aus seiner Datenbank eine niedrige Temperaturschwelle Taus und
eine hohe Temperaturschwelle Tein und gibt
diese Schwellen zum Komparator 4 aus. Die Datenbank des
Abschnitts 3 kann eine Tabelle sein, die mit Schwellenwerten
gefüllt
ist, die während
eines Testens bei der Entwicklung unter unterschiedlichen Umgebungstemperaturbedingungen
empirisch ausgewählt
worden sind.
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Während bei
dem Ausführungsbeispiel
der 2 der Abschnitt 3 sowohl
die niedrige Temperaturschwelle als auch die hohe Temperaturschwelle
in Abhängigkeit
von der eingestellten Solltemperatur und dem ausgewerteten thermischen
Dispersionsverhältnis
zum Komparator 4 liefert, kann derselbe Effekt eines Kompensierens
des Einflusses von Umgebungstemperaturschwankungen auf die durchschnittliche
Lufttemperatur im Nahrungsmittelfach erhalten werden, wenn nur eine
dieser Temperaturschwellen, und zwar vorzugsweise die niedrige Temperaturschwelle,
durch den Abschnitt 3 eingestellt wird, während die
andere Temperaturschwelle festgehalten wird.
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Die 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet
sich vom Ausführungsbeispiel
der 2 bezüglich des
Abschnitts 2 zum Auswerten eines thermischen Dispersionsverhältnisses.
Alle anderen Elemente der 3 sind
nicht unterschiedlich von den entsprechenden Elementen der 2, so dass ihre Beschreibung
nicht wiederholt werden muss.
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Gemäß dem Ausführungsbeispiel
der 3 ist der Abschnitt 2 zum
Auswerten eines thermischen Dispersionsverhältnisses basierend auf einem
Verhältnis
der Abfallrate einer Verdampfertemperatur, wenn der Kompressor im
Aus-Zustand ist, zu einer Anstiegsrate einer Temperatur, wenn der
Kompressor im Ein-Zustand ist, gebildet, um die Ein-Zeit tein des Kompressors und die Aus-Zeit taus des Kompressors zu messen. Dafür empfängt der
Abschnitt 2 Information über den aktuellen Betriebszustand
des Kompressors 6 vom Komparator 4. Jedes Mal
dann, wenn der Kompressor 6 seinen Betriebszustand geändert hat,
berechnet der Abschnitt 2 ein Verhältnis tein/taus zum Auswerten des thermischen Dispersionsverhältnisses
der Kühlvorrichtung
und gibt dieses Verhältnis
zum Abschnitt 3 aus. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel
erfordert der Abschnitt 2 keine Eingabe vom Temperatursensor 7 an
dem Verdampfer, weil bei diesem Ausführungsbeispiel die Auswertung des
thermischen Dispersionsverhältnisses
auf Raten eines Abfalls und eines Anstiegs einer Verdampfertemperatur
basiert, welche wiederum auf derselben Temperaturdifferenz ΔT = Tein – Taus basieren. Während eines Normalbetriebs
der Kühlvorrichtung
bleibt diese Temperaturdifferenz konstant, so dass das Verhältnis tein/taus eine zuverlässige Auswertung
des in den Abschnitt 3 eingegebenen thermischen Dispersionsverhältnisses
ist.
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4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer
Steuerung gemäß der vorliegenden
Erfindung. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet
sich vom Ausführungsbeispiel
der 3 nur bezüglich des
Abschnitts 2. Alle übrigen
Elemente sind von den entsprechenden Elementen in den 2 und 3 nicht unterschiedlich, so dass ihre
Beschreibung nicht wiederholt werden muss.
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Gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
wertet der Abschnitt 2 ein thermisches Dispersionsverhältnis der
Kühlvorrichtung
basierend auf dem Tastgrad des Kompressors 6 aus. Dafür empfängt der
Abschnitt 2 eine Anzeige über den aktuellen Betriebszustand
des Kompressors 6 vom Komparator 4. Der Abschnitt 2 misst
die Ein-Zeitperiode tein des Kompressors
und die Aus-Zeitperiode taus des Kompressors.
Jedes Mal dann, wenn sich der Betriebszustand des Kompressors geändert hat,
berechnet der Abschnitt 2 einen neuen Tastgrad aus der
letzten beendeten Ein-Periode und der letzten beendeten Aus-Periode des Kompressors.
Die Tastgrade, die durch den Abschnitt 2 berechnet sind,
werden als Auswertung des thermischen Dispersionsverhältnisses
der Kühlvorrichtung
in den Abschnitt 3 eingegeben.
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Eine
Steuerung gemäß der vorliegenden
Erfindung ist zum Steuern der Temperatur in dem Fach für frische
Nahrungsmittel geeignet, das auch Kühlfach genannt wird. Sie ist
gleichermaßen
geeignet zum Steuern der Temperatur in einem Gefrierfach zum Lagern
von gefrorenen Nahrungsmitteln einer Kühlvorrichtung. Eine Steuerung
ist insbesondere zum Steuern der Temperatur in einer Kühlvorrichtung geeignet,
die ein Gefrierfach und ein Kühlfach
kombiniert. Wenn eine solche Kühlvorrichtung
einen starken Kompressor und einen einzelnen Kühlvorrichtungskreis mit einer
Reihenschaltung aus dem Verdampfer im Kühlfach und dem Verdampfer im
Gefrierfach hat, und einen Temperatursensor nur an dem Verdampfer
des Kühlfachs,
kann die Steuerung die Temperatur im Gefrierfach bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturbedingungen
im Wesentlichen stabil halten.
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Der
Ausdruck Gefrierfach bezieht sich auf Fächer mit wenigstens einem Stern.
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Eine
Steuerung gemäß der vorliegenden
Erfindung kann den Einfluss von Umgebungstemperaturen auf die Temperatur
innerhalb des Nahrungsmittelsfachs einer Kühlvorrichtung im Wesentlichen
unabhängig
von der Nahrungsmittelbeladung kompensieren und erfordert keinen
separaten Umgebungstemperatursensor.