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Diese
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Erzeugen eines bitumenhaltigen
Schaums. Eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens und ein
Verfahren, bei dem der Schaum verwendet wird, werden ebenfalls beschrieben.
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Geschäumte Bitumenbindemittel
sind seit vielen Jahren bekannt. Zum Beispiel war das Schäumen eines
Kohlenteerbindemittels bis in die späten 1940er und 1950er Jahre
und während
dieser Zeit, als Dampfstraßensprühgeräte und Dampfwalzen
bei der Herstellung von Straßen üblicherweise
verwendet wurden, eine gängige
Praxis zur Verwendung in Vergussmethoden und für die Stabilisierung von Straßenuntergründen. In dem
Verfahren wurde überhitzter
Wasserdampf verwendet, um die Temperatur von Teer auf ungefähr 120°C zu erhöhen, bevor
Wasserdampf mit niedrigem Druck (nasser Dampf) unmittelbar vor dem
Austragen durch eine Handlanze oder Sprühschienendüsen injiziert wurde. Dies ergab
ein grobes (aber nichts desto weniger effektives) Mittel zum Erzeugen
eines Schaums, um dadurch das Volumen des Teers (Bindemittels) zu
erhöhen
und die Verteilung des Teers in eine im Bau befindliche Straße zu unterstützen. Unmittelbar
nach dem Kontakt des Teers mit der Straße wurden Stachelwalzen und
Harken verwendet, um eine in situ-Vermischung zu bewirken.
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UK-Patent
Nr.
GB 1 325 916 (Mobil)
beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von geschäumten Materialien,
insbesondere geschäumten
bitumenhaltigen Materialien. Das Verfahren umfasst im Wesentlichen
das Bereitstellen von Bitumen mit einer erhöhten Temperatur und anschließend das
Vermischen des heißen
Bitumens mit einer Flüssigkeit,
z.B. Wasser, welche in dem Bitumen unlöslich ist. Die Flüssigkeit verdampft,
wenn das Gemisch in Umgebungsbedingungen ausgetragen wird und verursacht
dadurch das Aufschäumen
des Bitumens, welches entsprechend schäumt. Somit umfasst das Verfahren
im Wesentlichen einen zweistufigen Prozess. Ungünstigerweise erfordert der
zweistufige Prozess eine sehr sorgfältige Kontrolle der Fließgeschwindigkeiten
des Bitumens und des Wassers und folglich eine relativ komplizierte
Vorrichtung. Außerdem
ist die zweite Stufe des Prozesses potenziell gefährlich aufgrund
der heftigen Reaktion zwischen heißem Bitumen und Wasser. Ein
weiterer Prozess ist in WO 93/24573 offenbart.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorstehend beschriebenen
Probleme anzugehen.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Erzeugen
eines bitumenhaltigen Schaums vorgesehen, wobei das Verfahren ein
Erhöhen
der Temperatur einer Emulsion, die Bitumen und eine Flüssigkeit
enthält,
die im genannten Bitumen im Wesentlichen unlöslich ist (nachfolgend "die genannte unlösliche Flüssigkeit"), und ein Austragen
der Emulsion aus einer ersten Umgebung beinhaltet, in der ein Druck
P1 herrscht, in eine zweite Umgebung, in
der ein Druck P2 herrscht, wobei P1 > P2, wodurch die genannte Emulsion nach dem
Austragen in die genannte zweite Umgebung schäumt.
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Die
genannte unlösliche
Flüssigkeit
kann so beschaffen sein, dass sie einen relativ hohen Anteil von Dampf
pro in der Emulsion enthaltenen Gew.-% davon erzeugt. Zu diesem
Zweck weist die genannte unlösliche
Flüssigkeit
vorzugsweise ein niedriges Molekulargewicht auf, welches zweckmäßigerweise
weniger als 100, vorzugsweise weniger als 80, mehr bevorzugt weniger
als 65 beträgt.
Die genannte unlösliche
Flüssigkeit kann
ein Gemisch aus Komponenten umfassen. Die genannte unlösliche Flüssigkeit
kann Wasser oder ein niederer Alkohol, insbesondere ein C1-3-Alkohol, oder ein Gemisch, das beliebige
der vorstehend genannten enthält,
sein. Vorzugsweise enthält
die genannte unlösliche
Flüssigkeit
eine größere Menge
Wasser.
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In
dem Zusammenhang dieser Beschreibung kann eine "größere Menge" bedeuten, dass mindestens 60
Gew.-%, zweckmäßigerweise
mindestens 75 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 90 Gew.-%, mehr bevorzugt
mindestens 95 Gew.-%, insbesondere mindestens 99 Gew.-% der Komponente,
auf die Bezug genommen wird, in einer Formulierung, auf die Bezug
genommen wird, vorhanden ist.
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Vorzugsweise
besteht die genannte unlösliche
Flüssigkeit
im Wesentlichen aus Wasser.
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In
dem Verfahren wird die Temperatur der genannten Emulsion unter dem
genannten Druck P1 zweckmäßig auf
eine Temperatur erhöht,
bei der eine ausreichende Menge der genannten unlöslichen
Flüssigkeit verdampfen
kann, um die Menge an Dampf zu erzeugen, die für das gewünschte Aufschäumen des
Bitumens beim Schäumen
nach dem Austragen in die genannte zweite Umgebung erforderlich
ist. Die Emulsion kann aufgeschäumt
werden, um einen Schaum in der zweiten Umgebung zu erzeugen, wobei
das Verhältnis
des Schaumvolumens zum Volumen der am Anfang vorhandenen genannten
Emulsion mindestens 5, zweckmäßigerweise
mindestens 10, vorzugsweise mindestens 15, insbesondere mindestens
20 beträgt.
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Die
Temperatur der genannten Emulsion beim Austragen ist vorzugsweise
höher als
der Siedepunkt der genannten unlöslichen
Flüssigkeit,
zweckmäßigerweise
um mindestens 10°C,
vorzugsweise mindestens 15°C,
mehr bevorzugt mindestens 20°C,
insbesondere mindestens 25°C.
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Die
Temperatur der genannten Emulsion beim Austragen ist zweckmäßigerweise
nicht mehr als 100°C,
vorzugsweise nicht mehr als 80°C,
mehr bevorzugt nicht mehr als 60°C,
insbesondere nicht mehr als 50°C
höher als
der Siedepunkt der genannten unlöslichen
Flüssigkeit.
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Die
Temperatur der genannten Emulsion beim Austragen kann mindestens
105°C, zweckmäßigerweise
mindestens 110°C,
vorzugsweise mindestens 115°C,
mehr bevorzugt mindestens 120°C,
insbesondere mindestens 125°C
betragen.
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Die
Temperatur der genannten Emulsion beim Austragen kann niedriger
als 200°C,
zweckmäßigerweise
niedriger als 190°C,
vorzugsweise niedriger als 180°C,
mehr bevorzugt niedriger als 170°C,
insbesondere niedriger als 160°C
sein.
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In
dem Verfahren kann die Temperatur der Emulsion um bzw. durch (through)
mindestens 20°C, zweckmäßigerweise
mindestens 40°C,
vorzugsweise mindestens 60°C,
mehr bevorzugt mindestens 80°C, insbesondere
mindestens 100°C
erhöht
werden. Die Temperatur kann um bzw. durch weniger als 200°C, zweckmäßigerweise
weniger als 180°C,
vorzugsweise weniger als 160°C,
insbesondere weniger als 140°C
erhöht
werden.
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Die
Temperatur der genannten Emulsion kann unmittelbar, bevor sie in
dem Verfahren erhöht
wird, mindestens Umgebungstemperatur sein.
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Die
genannte Emulsion weist vorzugsweise bei 20°C eine Viskosität im Bereich
von 0,2 bis 800 Poise auf. Die Viskosität bei 80°C kann im Bereich von 0,1 bis
100 Poise liegen.
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Ein
erstes Heizmittel ist zweckmäßigerweise
zur Erhöhung
der Temperatur der genannten Emulsion vorgesehen. Das genannte erste
Heizmittel verursacht vorzugsweise keine Änderung der Konzentration des genannten
Bitumens oder der genannten unlöslichen
Flüssigkeit
in der genannten Emulsion, wie es z.B. der Fall wäre, wenn
eine geheizte Flüssigkeit
mit der Emulsion in Kontakt gebracht würde, um sie zu erwärmen. Das
erste Heizmittel weist vorzugsweise einen beheizten Festkörper auf,
um Wärme
durch Wärmeleitung
auf die genannte Emulsion zu übertragen.
Zum Beispiel kann die Emulsion durch ein schraubenförmiges Heizaggregat,
z.B. eine Heizschlange geleitet werden, welche durch geeignete Mittel,
z.B. durch die Zirkulation eines beheizten Fluids und/oder durch
elektrische Heizmittel erhitzt werden kann.
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Vorzugsweise
wird in dem Verfahren die genannte Temperatur der genannten Emulsion
so, wie es hier beschrieben ist, erhöht, wenn die genannte Emulsion
sich in der ersten Umgebung befindet. Folglich wird die genannte
Temperatur vorzugsweise erhöht,
während
sich die genannte Emulsion in einer Vorrichtung befindet, in welcher
ein Druck P1 herrscht.
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Vorzugsweise
beträgt
P1 mindestens 1,0 × 105 N/m2, mehr bevorzugt mindestens 1,5 × 105 N/m2, insbesondere
mindestens 2,0 × 105 N/m2. P1 kann weniger als 4 × 105 N/m2, vorzugsweise weniger als 3,5 × 105 N/m2, mehr bevorzugt
3,0 × 105 N/m2 oder weniger
betragen.
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Vorzugsweise
wird der Druck der genannten Emulsion auf den genannten Druck P1 in der genannten ersten Umgebung erhöht. Vor
dem Eintritt in die genannte erste Umgebung kann sich die Emulsion
bei einem Druck befinden, der niedriger als P1 ist,
welches der Umgebungsdruck sein kann.
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P2 ist vorzugsweise der Umgebungsdruck.
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Die
Temperatur in der genannten zweiten Umgebung ist vorzugsweise niedriger
als die Temperatur in der genannten ersten Umgebung, zweckmäßigerweise
um mindestens 50°C,
vorzugsweise mindestens 60°C, mehr
bevorzugt mindestens 70°C,
insbesondere mindestens 80°C.
Die Temperatur in der genannten zweiten Umgebung ist vorzugsweise
die Umgebungstemperatur.
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Das
Verfahren wird zweckmäßigerweise
in einer Vorrichtung durchgeführt,
die aufweist: einen ersten Bereich, in dem der Druck einer darin
befindlichen Emulsion auf den genannten Druck P1 erhöht wird.
Ein Einlass ist zweckmäßigerweise
vorgesehen für
den Durchfluss einer Emulsion in den ersten Bereich und ein Auslass
ist zweckmäßigerweise
vorgesehen für
den Durchfluss der Emulsion unter Druck aus dem genannten ersten
Bereich, zweckmäßigerweise
zu der genannten zweiten Umgebung. Das vorstehend beschriebene erste Heizmittel
ist zweckmäßigerweise
zwischen dem Einlass und Auslass zum Heizen der Emulsion in dem
ersten Bereich vorgesehen. Ein erstes Pumpmittel ist zweckmäßigerweise
vorgesehen zum Pumpen der Emulsion innerhalb des ersten Bereichs
und zweckmäßigerweise
zum Erhöhen
ihres Drucks. Die Vorrichtung kann zum Zirkulieren der Emulsion
innerhalb des ersten Bereichs eingerichtet sein. Ein erstes Auslassventilmittel
ist zweckmäßigerweise
vorgesehen, um den Durchfluss der genannten Emulsion unter Druck
aus dem genannten ersten Bereich heraus zu gestatten, von wo sie
einem gewünschten
Ort zugeführt
werden kann.
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Ein
Zuführungs-
und Bevorratungsmittel ist vorzugsweise stromaufwärts des
genannten ersten Bereichs vorgesehen. In dem Verfahren enthält das genannte
Zuführungs-
und Bevorratungsmittel zweckmäßigerweise
die genannte Emulsion, bevor sie dem genannten ersten Bereich zugeführt wird,
worin ihre Temperatur erhöht
wird. Die mit dem genannten Zuführungs-
und Bevorratungsmittel verbundene Emulsion wird vorzugsweise bei
Umgebungsdruck gehalten. Die genannte Emulsion kann bei Umgebungstemperatur
gehalten werden. Es kann jedoch erwünscht sein, dass ein zweites
Heizmittel mit dem genannten Zuführungs-
und Bevorratungsmittel verbunden ist, wobei das zweite Heizmittel
die Temperatur der Emulsion erhöht,
die mit dem genannten Zuführungs-
und Bevorratungsmittel verbunden ist. Das zweite Heizmittel kann
die Temperatur auf mindes tens 40°C,
zweckmäßigerweise
mindestens 50°C,
vorzugsweise mindestens 60°C,
mehr bevorzugt mindestens 70°C,
insbesondere mindestens 80°C
erhöhen.
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Vorzugsweise
ist der einzige Vorrat, der in dem genannten Verfahren verwendet
wird, ein Vorrat der genannten Emulsion. Das heißt, zweckmäßigerweise wird kein Wasser,
Wasserdampf und/oder anderer Vorrat getrennt in die genannte Vorrichtung
geleitet.
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Vorzugsweise
ist die Zusammensetzung der genannten Emulsion in dem Zuführungs- und Bevorratungsmittel
im Wesentlichen die Gleiche wie die Zusammensetzung der Emulsion
im ersten Bereich, nach dem Erwärmen.
Das heißt,
vorzugsweise wird der Emulsion keine Komponente (insbesondere kein
Wasser oder Wasserdampf) nach ihrem Eintritt in den genannten ersten
Bereich zugegeben.
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Die
Vorrichtung kann einen zweiten Bereich enthalten, in welchem der
Druck einer Emulsion darin auf einen Druck P1 erhöht wird.
Ein Einlass für
den Durchfluss der Emulsion in den zweiten Bereich kann mit einem Auslass
aus dem ersten Bereich in Verbindung stehen. Das genannte erste
Pumpmittel, das vorstehend beschrieben ist, ist vorzugsweise so
angeordnet, dass es die Emulsion in den genannten zweiten Bereich
pumpt. Es können
Mittel zum Erhöhen
der Temperatur der Emulsion in dem genannten zweiten Bereich vorgesehen sein.
Ein zweites Auslassventilmittel ist vorzugsweise vorgesehen, um
den Durchfluss der Emulsion unter Druck aus dem genannten zweiten
Bereich zu gestatten, von wo sie einem gewünschten Ort zugeführt werden kann.
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Die
in dem genannten Verfahren verwendete Emulsion kann mindestens 50
Gew.-%, zweckmäßigerweise
mindestens 55 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 60 Gew.-%, mehr bevorzugt
mindestens 65 Gew.-% Bitumen enthalten. Die genannte Emulsion kann
95 Gew.-% oder weniger, zweckmäßigerweise
90 Gew.-% oder weniger, vorzugsweise 85 Gew.-% oder weniger, mehr
bevorzugt 80 Gew.-% oder weniger Bitumen enthalten.
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Die
genannte Emulsion enthält
zweckmäßigerweise
mindestens 10 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 15 Gew.-%, mehr bevorzugt
mindestens 20 Gew.-% Wasser. Die Emulsion kann 45 Gew.-% oder weniger, zweckmäßigerweise
40 Gew.-% oder weniger, vorzugsweise 35 Gew.-% oder weniger, mehr
bevorzugt 30 Gew.-% oder weniger Wasser enthalten.
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Die
genannte Emulsion kann einen pH von mindestens 1, vorzugsweise mindestens
1,5 aufweisen. Der pH kann 5 oder weniger, zweckmäßigerweise
4,5 oder weniger, vorzugsweise 4,0 oder weniger, mehr bevorzugt
3,5 oder weniger betragen. Die genannte Emulsion kann eine anorganische
Säure zum
Einstellen des pH-Werts enthalten. Alternativ kann eine anionische
Emulsion unter Verwendung einer wässrigen Phase hergestellt werden,
deren pH mit Natriumhydroxid abgeglichen ist, so dass die fertige
Emulsion einen pH im Bereich von ungefähr 11 bis 12 aufweist.
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Die
genannte Emulsion enthält
vorzugsweise eine oder mehrere oberflächenaktive Substanzen, z.B. Emulgatoren
und/oder Adhäsionsmittel.
Die Gesamtmenge der oberflächenaktiven
Substanzen, die in der genannten Emulsion vorhanden sind, kann mindestens
0,1 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 0,15 Gew.-%, mehr bevorzugt
mindestens 0,20 Gew.-% betragen. Die Gesamtmenge kann weniger als
2 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 1,5 Gew.-%, mehr bevorzugt weniger
als 1,0 Gew.-%, insbesondere weniger als 0,8 Gew.-% betragen.
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Die
genannte Emulsion kann anionisch, kationisch oder nicht-ionisch
sein und die oberflächenaktiven Substanzen
können
entsprechend ausgewählt
werden. Bevorzugte oberflächenaktive
Substanzen sind Amine, z.B. N-Alkyl-Talg-1,3-propylendiamin, Derivate
von Talg-propylendiamin und Verbindungen von Alkylamidopolyaminen
und Alkylimidazopolyaminen, und Lignosulfonate.
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Die
oberflächenaktiven
Substanzen können
in erster Linie dazu dienen, das Wasser als eine Emulsion in dem
genannten Bitumen zu erhalten. Die Anwesenheit von geeigneten oberflächenaktiven
Substanzen kann jedoch die am Ende erhaltene Leistung des Schaums
verbessern, indem z.B. die Umhüllung
von Steinen und die Kohäsion
in Tieftemperatur-Methoden unterstützt wird. Alkylamidoamine/Polyethylenpolyamin-Kombinationen
und Lignosulfonate können
in dieser Hinsicht besonders nützlich
sein.
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Die
genannte Emulsion kann ein Modifizierungsmittel zum Modifizieren
der Eigenschaften des Bitumens enthalten. Bevorzugte Modifizierungsmittel
können
organische Poly mere oder Copolymere, z.B. Styrol-Butadien-Polymer,
Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer, Ethylen-Vinylacetat-Polymer, und Öle, z.B.
Tallöle und/oder
beliebige der einzelnen Bestandteile davon sein.
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Wenn
ein Modifizierungsmittel in der genannten Emulsion vorgesehen ist,
kann sie weniger als 7 Gew.-%, zweckmäßigerweise weniger als 6 Gew.-%,
vorzugsweise weniger als 4 Gew.-%, mehr bevorzugt weniger als 3
Gew.-%, insbesondere 2 Gew.-% oder weniger des Modifizierungsmittels
enthalten.
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Die
genannte Emulsion kann Fluxöle
(flüchtig
oder nicht flüchtig)
enthalten, z.B. in dem Fall, dass der Schaum als ein Mittel zum
Reaktivieren von Restbitumen in recyclierten Straßenmaterialien
verwendet werden soll.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erindung ist eine Vorrichtung zum Erzeugen eines
bitumenhaltigen Schaums vorgesehen, wobei die Vorrichtung einen
ersten Bereich zum Aufnehmen einer Emulsion aufweist, in dem ein
erstes Heizmittel zur Erhöhung
der Temperatur der genannten Emulsion und ein Druckmittel zur Erhöhung des
Drucks der Emulsion auf einen Druck P1 vorgesehen
sind, wobei ein Einlass für
den Durchfluss eines Vorrats von einem Zuführungs- und Bevorratungsmittel
in den ersten Bereich vorgesehen ist und ein Auslass für den Durchfluss
der Emulsion aus dem ersten Bereich und in eine zweite Umgebung
bei einem Druck P2 vorgesehen ist, wobei
der Druck P2 niedriger ist als P1 und wobei das genannte Zuführungs-
und Bevorratungsmittel eine Emulsion enthält, die Bitumen und die genannte
unlösliche
Flüssigkeit
aufweist. Der genannte erste Bereich kann eine Emulsion enthalten,
die Bitumen und die genannte unlösliche
Flüssigkeit
aufweist.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Verbinden eines
Substrats mit einem bitumenhaltigen Schaum vorgesehen, wobei das
Verfahren ein Zuführen
eines gemäß dem genannten
ersten Aspekt erzeugten Schaums auf das genannte Substrat, um es
zu kontaktieren, und/oder eine Verwendung einer Vorrichtung gemäß dem genannten
zweiten Aspekt beinhaltet.
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Das
genannte Substrat kann ein Stein oder eine Straße (oder eine andere) Oberfläche sein.
Das Substrat kann ein Dispersionsteilchenmaterial aufwiesen.
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Ein
beliebiges Merkmal eines beliebigen Aspekts einer beliebigen hier
beschrieben Erfindung oder Ausführungsform
kann mit einem beliebigen Merkmal eines beliebigen Aspekts einer
beliebigen anderen hier beschriebenen Erfindung oder Ausführungsform
kombiniert werden.
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Spezielle
Ausführungsformen
der Erfindung werden nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die 1 beschrieben, welche eine
schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Erzeugen eines bitumenhaltigen Schaums
ist.
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Ein
Schlüssel
zu den in 1 verwendeten
Symbolen ist in der Figur angegeben.
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Wie
unter Bezugnahme auf 1 zu
sehen ist, steht ein Tank 2, der einen Bitumenemulsionsvorrat enthält, über eine
Rohrleitung 4, in welcher ein Rückschlagventil 6 angeordnet
ist, mit einem primären
Heizkreislauf 8 in Verbindung. Eine Pumpe 10 pumpt
das Fluid durch eine primäre
Heizschlange 12. Die Schlange kann eine Länge von
ungefähr
4 Metern und ungefähr
10 Windungen aufweisen. Stromabwärts
von der Schlange 12 befindet sich ein Druckmesser 14 und
stromabwärts
davon ein Dreiwegedruckablassventil 16, welches den Fluss
des Fluids zwischen einer Rückkehrleitung 18 und
einer Rohrleitung 20 steuert, in welcher ein Druckmesser 22 und
ein Temperaturmesser 24 angeordnet sind. Stromabwärts vom
Messer 24 befindet sich ein Dreiwegeventil 26,
welches den Fluss des Fluids in eine Auslassleitung 30 und
eine primäre
Rezirkulationsleitung 28 steuert, welche das Fluid zu der
Schlange 12 über
die Pumpe 10 und/oder zu einer sekundären Schlange 12' eines sekundären Heizkreislaufs 34 rezirkuliert.
Der sekundäre
Heizkreislauf entspricht dem primären Heizkreislauf 8 und
die gleichen oder ähnliche
Teile werden mit den gleichen Bezugszeichen versehen, zu denen das
Zeichen "'" hinzugefügt ist.
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Die
Pumpe 10 und die Vorrichtung stromabwärts davon sind zweckmäßigerweise
so angeordnet, dass ein Gegendruck im Bereich 1,5 bis 2,5 bar (1,5 × 105 N/m2 bis 2,5 × 105 N/m2) durch den
Druckmesser 14 gemessen wird. Druckablassventile können angeordnet
sein, um den Durchsatz und/oder die Druckwerte zu regulieren und
eine schnelle und positive Einstellung derselben zu ermöglichen.
Die Wärmeübertragung
auf die Emulsion innerhalb der Vorrichtung kann über heißes Öl (mit einer Temperatur in
der Größenordnung
von 200°C)
durch ummantelte Heizschlangen erfolgen. Eine Verfolgung mittels
elektrischer Leitungen kann verwendet werden, um die Temperatur
zu überwachen
und zu steuern. Die optionale Verwendung der sekundären Schlange 34 und
der damit verbundenen Vorrichtung stellt ein Mittel zum Erhöhen der
Temperatur und/oder des Drucks an einem Austragspunkt der Emulsion
oder alternativ zum Aufrechterhalten eines standardisierten Wertes
der Temperatur und/oder des Drucks mit einer höheren Durchsatzgeschwindigkeit
bereit, als sie mit der primären
Schlange 12 und der damit verbundenen Vorrichtung allein
möglich
wäre.
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Als
eine Alternative zu den primären
und sekundären
Heizkreisläufen 8, 34,
die den vorstehend beschriebenen entsprechen, kann einer der Kreisläufe eine
Heizschlange 12 oder 12' mit einer größeren Bohrung und/oder Durchsatzkapazität als die
Heizschlange in dem anderen Kreislauf aufweisen. Zum Beispiel kann eine
Schlange einen Bohrungsdurchmesser von 25 mm und die andere einen
Durchmesser von 15 mm aufweisen und infolgedessen wird bei konstantem
Pumpendurchsatz, der in der 15 mm-Bohrung erzeugte Gegendruck höher sein
als der in der 25 mm-Bohrung erzeugte Gegendruck. Die beschriebene
Anordnung stellt ein Mittel zum Variieren der Innendrücke innerhalb
der Vorrichtung und ein Mittel zum Beeinflussen des Drucks und der
Eigenschaften des aus der Vorrichtung ausgetragenen Schaums bereit.
In dieser Hinsicht kann, wenn der Durchmesser der Heizschlange 12 größer als
derjenige der Heizschlange 12' ist, der Druck am Austragpunkt 30' relativ höher sein;
wohingegen, wenn die Schlange 12 einen kleineren Durchmesser
als die Schlange 12' aufweist,
der Druck am Punkt 30' niedriger
sein kann.
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Somit
kann die Anordnung und/oder Funktion der sekundären Schlange ein Mittel zum
Regulieren des Drucks innerhalb der Vorrichtung sein.
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Der
Bitumenemulsionsvorrat kann eine beliebige Emulsion von Bitumen
in Wasser sein. Einzelheiten von geeigneten Emulsionen sind in den
Beispielen 1 bis 3 beschrieben.
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Beispiel 1
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Bitumen
(200 pen; 65,0 Gew.-%) wurde auf eine Temperatur im Bereich 100°C bis 140°C erhitzt
und in eine Kolloidmühle
eingefüllt.
N-Alkyl-Talg-1,3-propylendiamin (0,25 Gew.-%), Chlorwasserstoffsäure (28% HCl,
0,25 Gew.-%) (in der Menge zum Erzeugen eines pH von 1,5 bis 3,5
in der am Ende erhaltenen Bitumenemulsionsformulierung) und Wasser
(34,5 Gew.-%) wurden ebenfalls in die Kolloidmühle eingefüllt. In der Kolloidmühle wird
das Bitumen veranlasst, kleine Tröpfchen zu bilden, welche mit
Emulgator überzogen
werden, so dass eine stabile Emulsion von Bitumen in Wasser gebildet
wird.
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Durch
einen Prozess, der dem Prozess in Beispiel 1 entspricht, wurden
die Emulsionen der Beispiele 2 und 3 hergestellt, wobei die beschriebenen
Komponenten verwendet wurden. Beispiel
2
| Bitumen | (300
pen; 75 Gew.-%) |
| Alkylamidopolyamin/Alkylimidazopolyamin | (0,7
Gew.-%) |
| Chlorwasserstoffsäure | (28
%, 0,6 Gew.-%) |
| Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer | (2,0
Gew.-%) |
| Wasser | (21,7
Gew.-%) |
Beispiel
3
| Bitumen | (200
pen; 78 Gew.-%) |
| N-Alkyl-Talg-1,3-propylendiamin | (0,25
Gew.-%) |
| Chlorwasserstoffsäure | (28
%, 0,25 Gew.-%) |
| Alkylamidoamin/Polyethylenpolyamin | (0,3
Gew.-%) |
| Wasser | (21,2
Gew.-%) |
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Bei
der Verwendung wird eine Emulsion in Tank 2 auf eine Temperatur
von ungefähr
80°C erhitzt
und in die Vorrichtung eingefüllt
und darin durch die Pumpe 10 gepumpt, so dass der Druck
der Emulsion im Bereich von 1,5 bis 2,5 bar (1,5 × 105 N/m2 bis 2,5 × 105 N/m2) liegt, und
erhitzt, so dass ihre Temperatur ungefähr 120°C beträgt. Beim Austragen aus der
Vorrichtung in Umgebungsbedingungen (d.h. Atmosphärentemperatur und
-druck) verwandelt sich das Wasser in Wasserdampf und veranlasst
das Bitumen, bis zum Vielfachen seines ursprünglichen Volumens der Emulsion
aufzuschäumen.
Das geschäumte
Bitumen kann einem gewünschten
Ort für
die Verwendung zugeführt
werden.
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Verwendungen
des geschäumten
Bitumens können
wie folgt sein:
- (i) um Steine zu umhüllen – das geschäumte Bitumen
wird zweckmäßig mit
erhitzten Steinen vermischt;
- (ii) in situ-Untergrundstabilisierung – das geschäumte Bitumen wird auf ein steinhaltiges
Untergrundmaterial aufgebracht mit einer möglichen Verbesserung in dem
Bereich der Umhüllung
des Steins und/oder der Penetration in den Untergrund;
- (iii) Stabilisierung von Straßendämmen und Böschungen – fortlaufende Steinschichten
können
aufgebracht werden, um den vollen Nutzen aus der Bindemittelaufschäumung zu
ziehen;
- (iv) Recyclieren von zurückgewonnen
Materialien – das
geschäumte
Bitumen kann auf Materialien wie Straßenbeläge aufgebracht werden, um Restbitumen
in situ auf einer fortlaufenden Zeitskala zu reaktivieren.
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Die
Aufmerksamkeit des Lesers wird auf alle Schriften und Dokumente
gelenkt, welche gleichzeitig mit oder vor dieser Beschreibung in
Verbindung mit dieser Anmeldung eingereicht wurden und welche zur öffentlichen
Einsichtnahme mit dieser Beschreibung offen stehen, und der Inhalt
aller dieser Schriften und Dokumente ist hiermit durch Bezugnahme
in diese Anmeldung aufgenommen.
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Alle
in dieser Beschreibung (einschließlich der beigefügten Ansprüche, Zusammenfassung
und Abbildungen) offenbarten Merkmale und/oder alle Schritte von
einem beliebigen so offenbarten Verfahren oder Prozess können in
beliebiger Kombination kombiniert werden, mit Ausnahme von Kombinationen,
bei denen mindestens einige solche Merkmale und/oder Schritte sich
wechselseitig ausschließen.
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Jedes
in dieser Beschreibung (einschließlich der beigefügten Ansprüche, Zusammenfassung
und Abbildungen) offenbarte Merkmal kann durch alternative Merkmale
ersetzt werden, welche dem gleichen, äquivalenten oder ähnlichen
Zweck dienen, sofern nichts anderes ausdrücklich angegeben ist. Somit
ist, sofern nichts anderes ausdrücklich
angegeben ist, jedes offenbarte Merkmal nur ein Beispiel für eine allgemeine
Reihe von äquivalenten
oder ähnlichen
Merkmalen.
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Die
Erfindung ist nicht auf die Einzelheiten der vorstehenden Ausführungsformen)
beschränkt.
Die Erfindung erstreckt sich auf ein beliebiges neues Merkmal oder
eine beliebige neue Kombination der in dieser Beschreibung (einschließlich der
beigefügten
Ansprüche,
Zusammenfassung und Abbildungen) offenbarten Merkmale oder auf einen
beliebigen neuen Schritt oder eine beliebige neue Kombination der
Schritte von einem beliebigen so offenbarten Verfahren oder Prozess.