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Erfindungsgebiet
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Die
gegenständliche
Erfindung betrifft allgemein Multifokallinsen und besonders Multifokallinsen
mit Brechungskräften,
die wesentlich sowohl diffraktive als auch refraktive Brechungskräfte sind.
Die Erfindung betrifft ganz besonders Multifokallinsen, die simultane
refraktive und diffraktive Brechungskräfte aufweisen ohne die bei
diffraktiven Linsen üblichen
Stufen auf einer Linsenoberfläche
aufzuweisen. Die Erfindung betrifft auch Multifokallinsen, bei denen
zumindest zwei Brechungskräften
beliebige relative Intensitäten
in vollkommener Unabhängigkeit
voneinander zugeordnet werden können.
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Beschreibung des Standes
der Technik
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Eine
Beugungslinse bzw. diffraktive Linse besteht allgemein aus einer
Anzahl von ringförmigen
Linsenzonen von jeweils gleicher Fläche; solche Zonen werden üblicherweise
Fresnel-Zonen genannt. Zwischen benachbarten Zonen werden üblicherweise
Stufen mit den damit einhergehenden Weglängendifferenzen t vorgesehen,
wobei diese Weglängenunterschiede üblicherweise
kleiner als eine Design-Wellenlänge
1 sind. Die Fläche
beziehungsweise Größe der Zonen
bestimmt die Abstände
zwischen den diffraktiven Brechungskräften der Linse, wobei diese
Abstände
mit kleiner werdender Fläche
der Zonen größer werden.
Der optische Weglängenunterschied
t bestimmt die relativen Maximalintensitäten in den einzelnen diffraktiven
Brechungskräfte, beispielsweise
gibt es bei t = 1/2 zwei hauptsächliche
diffraktive Brechungskräfte,
die der nullten und der ersten Diffraktionsordnung, und beide weisen
eine Maximalintensität
von (2/p)2 = 40.5% auf, wobei 100% die Maximalintensität einer
Linse mit identischen Fresnel-Zonen aber keinen Stufen zwischen
den Zonen ist. Letztere Linse ist eine „normale" refraktive Linse. Für Weglängenunterschiede, die absolut
kleiner als eine halbe Design-Wellenlänge sind, dominiert die Brechungskraft
der nullten Ordnung, im Falle von 1>abs(t)1/2 besitzt die Brechungskraft der
ersten Diffraktionsordnung die größte relative Intensität.
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Es
ist überaus
wichtig anzuführen,
daß mit
jeder einzelnen Fresnel-Zone einer Diffraktionslinse eine refraktive
Brechungskraft einhergeht; diese refraktive Brechungskraft kann
durch Brechung eines einfallenden Lichtstrahls unter Anwendung des
Brechungsgesetzes von Snellius berechnet werden. Die einzelne Fresnel-Zone
kann eine uniforme Brechungskraft aufweisen, sie kann aber auch
eine Oberflächengestaltung
dahingehend besitzen, daß die
refraktive Brechungskraft entlang der Zonenfläche variiert; dann ist die
refraktive Brechungskraft einer solchen Zone eine mittlere Brechungskraft.
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Bei
herkömmlichen
multifokalen diffraktiven Linsen mit optischen Stufen zwischen nebeneinanderliegenden
Zonen ist keine der diffraktiven Brechungskräfte identisch mit den refraktiven
Brechungskräften
der Zonen. Im besonderen gilt das auch für die nullte diffraktive Brechungskraft
einer Diffraktionslinse, ganz offensichtlich im Widerspruch mit
der von einigen Autoren verwendeten Terminologie, die die Brechungskraft
der nullten Diffraktionsordnung als „refraktive" Brechungskraft einer
Diffraktionsordnung bezeichnen (siehe z.B. Freemen, U.S. Patentnummern
4,537,697 und 4,642,112). Sogar im Falle daß die mittleren optischen Weglängen durch
irgendwelche zwei Zonen zwischen einem Gegenstandspunkt und dem
konjugierten Bildpunkt gleich sind – wie es der Fall in der Brechungskraft
der nullten Diffraktionsordnung ist – ist diese Brechungskraft keine
refraktive Brechungskraft, da sie nicht auf der Grundlage der Lichtbrechung
und ohne Bezugnahme auf Welleneigenschaften berechnet oder hergeleitet
werden kann.
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Es
gibt zwei grundsätzliche
Ausformungen von Diffraktionslinsen. In der ersten Ausformung ist
der Weglängenunterschied
t zwischen der ersten und der zweiten Zone gleich jenem zwischen
der zweiten und der dritten Zone usw. Ausführungsformen solcher diffraktiver
Linsen weisen üblicherweise
ein Sägezahnprofil auf
einer der beiden Oberflächen
einer aus gegebenem Brechungsindex gefertigten Linse auf. Dieses
Sägezahnprofil
kann in ein Material mit anderem Brechungsindex eingebettet werden,
um z.B. eine glatte äußere Oberfläche der
endgültigen
Linse zu erhalten. 1 ist eine schematische Darstellung
des zentralen Teils einer diffraktiven Linse dieser dem Stand der
Technik entsprechenden Ausformung. Im Falle einer Anwendung als
Kontaktlinse ist das Sägezahnprofil üblicherweise
auf der Rückseite
der Linse vorhanden, um die Phasenverhältnisse bei solchen Linsen
zu festzulegen. Das Sägezahnprofil 4 ist
gänzlich
in die Tränenflüssigkeit 1 zwischen
der Hornhaut 2 und der Diffraktionslinse 3 eingebettet;
dadurch werden definierte Bedingungen für die Phasenverhältnisse
der Diffraktionslinse sichergestellt. Die Linse 3 muß selbstverständlich aus
einem Material gefertigt werden, dessen Brechungsindex vom Brechungsindex
der Tränenflüssigkeit verschieden
ist. Obwohl bei solchen Ausformungen der Komfort durch das Vorhandensein
kreisförmiger
Furchen beeinträchtigt sein
kann, stellen solche Ausformungen die einzigen dar, die als opththalmische
Linsen praktische Bedeutung erlangt haben. Eine Anordnung des Sägezahnprofils
auf die Linsenvorderfläche
bedingt kleinere Herstellungstoleranzen, da abs(nL – 1) üblicherweise
größer als
abs(nL – nT) ist, wobei nL der
Brechungsindex der Linse ist, und nT jener
der Tränenflüssigkeit.
Weiters kann ein Tränenfilm
auf den vorderen Furchen einer Diffraktionslinse die optischen Verhältnisse
einer solchen Linse stören,
da dieser Tränenfilm
mit aller Wahrscheinlichkeit nicht einheitlich sein wird.
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In
der zweiten grundsätzlichen
Ausformung von Diffraktionslinsen gemäß dm Stand der Technik sind die
optischen Weglängenunterschiede
zwischen der ersten und der zweiten Zone +t, zwischen der zweiten
und der dritten Zone –t,
zwischen der dritten und der vierten Zone +t, usw. 2 ist
eine schematische Darstellung des Zentralteils einer Kontaktlinse
gemäß dem Stand
der Technik, vgl. dazu 1. Obwohl offensichtlich eine solche
Linse auf dem Auge komfortabler aufliegt, haben solche Kontaktlinsen
keine größere praktische
Bedeutung erhalten. Die Gründe
dafür sind
wahrscheinlich praktischer Natur, da es schwierig ist solche Linsen
bzw. Formen für
solche Linsen zu schneiden. Im Besonderen müßten zwei benachbarte Ecken 5 und 6 einer
jeden Zone mit Diamantenmessern verschiedener Orientierung geschnitten
werden, da der Furchquerschnitt nun rechtwinkelig und nicht trapezförmig sein
muß.
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Kombinationen
der vorgenannten Ausformungen sind möglich und werden gelegentlich
in der Patentliteratur erwähnt.
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Die
Nachteile aller gegenwärtig
bekannten Diffraktionslinsen können
wie folgt zusammengefaßt
werden:
- 1) Diffraktionslinsen oder Formen für diffraktive
Linsen sind schwierig herzustellen, da solche Linsen exakte Furchen
auf zumindest einer Fläche
benötigen,
wobei die Furchentiefe größenordnungsmäßig nur
einige Micron beträgt.
- 2) Aufgrund von Herstellungstoleranzen – bedingt durch einen Radius
der Diamantenmesser, der nicht Null ist – kann das theoretische Profil
nicht exakt hergestellt werden. Deshalb besitzen praktische Ausführungen solcher
Linsen einen beträchtlichen
Anteil an nicht-optischen Flächen.
- 3) Im Falle von ophthalmischen Linsen führen die Furchen auf der Oberfläche zur
Ansammlung von Ablagerungen, die die optische Funktion der Linse
beeinträchtigen.
- 4) Die Flanken der Furchen – als 7 in 3 und
als 8, 9 in 4 bezeichnet – die im
Wesentlichen parallel zur Linsenachse sind oder zu ihr einen kleinen
Winkel bilden, neigen dazu, einfallendes Licht zu reflektieren.
Dieses Licht fehlt in den Brennpunkten und verursacht die Wahrnehmung
von Halos durch den Linsenanwender.
- 5) Diffraktionslinsen – auch
wenn sie nahezu perfekt hergestellt sind – besitzen relativ große chromatische Aberration
in zumindest einer der diffraktiven Brechungskräfte. Das trifft besonders für Linsen
der erstgenannten Ausführung
gemäß dem Stand
der Technik zu. Obwohl einige Autoren eine solche chromatische Aberration
in ophthalmischen Anwendungen für
günstig
halten, sollte die Größe dieser
chromatischen Aberration in Grenzen gehalten werden, da beträchtlich
unterschiedliche Brechungskräfte
für rotes
und blaues Licht die visuelle Auflösung im Falle mehrfarbiger
Objekte, wie Farbphotos, beeinträchtigen
kann.
- 6) In diffraktiven Linsen entsprechend der genannten Ausformungen
ist es schwierig, mehr als zwei Hauptbrechungskräfte zu realisieren. Linsen
mit mehr als zwei Hauptbrechungskräften erfordern ganz besondere Zonenformen,
die in der Praxis schwierig herzustellen sind.
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Die
wesentlichen Erfinder von Diffraktionslinsen der vorhin diskutierten,
dem Stand der Technik entsprechenden, Ausformungen sind Cohen und
Freemen. Die Patentfamilie Cohens umfaßt im wesentlichen die folgenden
Patente: die U.S.-Patente 4,210,391; 4,338,005; 4,340,283; 5,054,905;
5,056,908; 5,117,306; 5,120,120; 5,121,979; 5,121,980 5,144,483.
In der U.S.-Patentschrift 5,056,908 wird eine ophthalmische Kontaktlinse
mit einer Phasenplatte und einem rein refraktiven Teil innerhalb
der optischen Zone beschrieben. Freemans Patentfamilie über diffraktive
Linsen besteht im wesentlichen aus folgenden Patenten: die U.S.-Patente
4,637,697; 4,642,112; 4,655,565 und 4,641,934. Weiters wurden Patente über diffraktive
Linsen z.B. Futhey (U.S.-Patente 4,830,481; 4,936,666; 5,129,718;
5,229,797), Taboury (U.S.-Patent
5,104,212), Isaacson (U.S.-Patent 5,152,788) und Simpson (U.S.-Patent
5,116,111) erteilt. Im Besonderen wird in der Europäischen Patentanmeldung
EP 0470811A, die mit dem U.S.-Patent 5,229,797 an Futhey zusammenhängt, eine
Linse gezeigt, die diffraktive Brechungskräfte in zwei Hauptbrennpunkten
besitzt, wobei ein Brennpunkt durch die erste Diffraktionsordnung
und der andere Brennpunkt durch die zweite Diffraktionsordnung gegeben
ist. Allen Ausformungen der genannten Patente gemeinsam ist die
Gegebenheit von optischen Stufen zwischen benachbarten Zonen solcher
diffraktiver Linsen. Deshalb weist zumindest einer der Oberflächen solcher
diffraktiver Linsen ein Sägezahnprofil
mit geometrischen Stufen auf.
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Diffraktive
Multifokallinsen werden auch in der Europäischen Patenanmeldung EP 0605841A,
die mit U.S.-Patent 5,760,871 an Kosoburd et al. korrespondiert,
gezeigt; in diesen ist das geometrische Oberflächenprofil kein Sägzahn, sondern
eine periodische geometrische Funktion, wie eine Kosinus-Funktion
oder eine als „super-Gaussian" bezeichnete Funktion.
Das U.S.-Patent 5,760,871 zeigt, daß solche diffraktive geometrische Profile
für trifokale
diffraktive Linsen geeignet sind, bei denen die in der Mitte befindliche
Brechungskraft des nichtgebeugten Lichts mit Brechungskräften entsprechend
einer –1.
und +1. Diffraktionsordnung einhergeht.
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Als
eine Alternative zu diffraktiven Bifokallinsen haben sogenannte
refraktive Bi- und/oder
Multifokallinsen praktische Bedeutung erlangt. Solche Linsen gemäß dm Stand
der Technik sind entweder solche mit ringförmigen Zonen (5)
oder sogenannte asphärische
Ausführungsformen
(6). Refraktive Mehrzonenlinsen weisen z.B. eine
Brechungskraft für
die Ferne in den nichtgeradzahligen Zonen 10 auf und eine
Brechungskraft für
die Nähe
in den geradzahligen Zonen 11 der Linse auf. Die Zonen
dürfen
keine Fresnel-Zonen sein, da dann solche Linsen zu diffraktiven
Multifokallinsen entarten.
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Refraktive
bi- und multifokale Kontaktlinsen werden z.B. in M. Ruben und M.
Guillon, Hrsg., „Contact Lens
Practice", Chapman & Hall Medical,
London 1994, Seite 771 beschrieben. Typische Ausführungsformen wurden
z.B. von Wesley (U.S.-Patent
3,794,414), de Carle (U.S.-Patent 4,704,016), Greendahl (U.S.-Patent 4,795,462),
Marie (U.S.-Patent 5,106,1980), Neefe (U.S.-Patent 3,560,598), Kelman
(U.S.-Patent 4,728,182) und Tsuetaki (U.S.-Patent 3,431,327) entwickelt.
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Interferenzanalysen
von refraktiven Multifokallinsen mit mehreren Zonen zeigen, daß die optischen Weglängen durch
eine Zone gewisser Brechungskraft und zwischen einem Gegenstandspunkt
und dem konjugierten Bildpunkt verschieden von der optischen Weglänge zwischen
demselben Gegenstands- und Bildpunkt ist, wenn die Lichtstrahlen
durch eine andere Zone gleicher refraktiver Brechungskraft gebrochen wird. In
der Folge sind die assoziierten Lichtwellen im Bildpunkt nicht in
Phase, woraus verminderter Kontrast und verminderte Intensität resultiert.
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Bei
asphärischen
Ausführungsformen
verändert
sich die (theoretische) refraktive Brechungskraft kontinuierlich
vom Zentrum zum Rand der Linse um Gegenstandspunkte verschiedener
Entfernung in ein und demselben Bildpunkt abzubilden. Solchen Ausführungen
ist die Annahme implizit, daß Lichtstrahlen
durch irgendeine Stelle der Linse in vollkommener Unabhängigkeit
von den anderen Lichtstrahlen durch die Linse gebrochen werden.
Trivialerweise ist das aber nicht der Fall, und mittels Interferenzanalysen
lassen sich die bisweilen überraschenden
und mangelhaften Eigenschaften solcher Linsen erklären. Eine
asphärische
Linse (6) besitzt z.B. eine sphärische Rückfläche 13 und eine asphärische Frontfläche 12.
Nach Überlegungen aus
der rein refraktiven Optik – die
eine nichtgültige
Näherung
darstellt - sollte ein Lichtstrahl 16 in der Nähe des Linsenzentrums
in den Fokus 17 gelenkt werden, und ein Strahl 14 in
den Fokus 15. Strahlen zwischen den Positionen der Strahlen 14 und 16 sollten
in fokale Positionen zwischen 15 und 17 gelenkt
werden.
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Der
hauptsächlich
Nachteil aller sogenannter refraktiven bi- und/oder multifokaler
Linsen – seien
es Mehrzonenlinsen oder asphärische
Ausführungsformen – kann somit
wie folgt zusammengefaßt
werden:
- 1) Beim Design sogenannter refraktiver
Multifokallinsen werden Beugungs- bzw. Interferenzeffekte nicht berücksichtigt.
Folglich weisen die Wellen aus verschiedenen Linsenpositionen unkontrollierte
Phasendifferenzen in beliebigen (Mehrzonenlinsen) oder allen (asphärische Linsen)
refraktiven Brennpunkten solcher Linsen auf. Die unkontrollierte
Vektoraddition von nicht in gleicher Phase befindlichem Licht führt zu reduzierter
Intensität
und reduziertem Kontrast in den gewünschten Brechungskräften solcher
Linsen oder überhaupt
zum Verschwinden solcher Brechungskräfte.
- 2) Da verschiedene Brechungskräfte innerhalb verschiedener
Blendenöffnungen
(d.h. Pupillen) sind, ist die dominierende Brechungskraft und/oder
die Intensitätsverteilung
der verschiedenen Brechungskräfte
abhängig
von der Pupillengröße. Als
Beispiel ist die Sehschärfe
für die
Ferne in der Ausführungsform
gemäß 6 bei
kleiner Pupillengröße (bei
heller Beleuchtung) sehr gering.
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Schließlich wird
noch angeführt,
daß auch
Ausformungen bekannt sind, bei denen rein refraktive Brechungskräfte mit
rein diffraktiven Brechungskräften
kombiniert werden.
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Eine
Kontaktlinse kann z.B. eine rein diffraktive bifokale Zone im Zentrum
haben, die durch eine rein refraktive monofokale Zone umgeben ist.
Weiters sind Ausformungen bekannt, bei denen ein sogenannter „refraktiver
Kanal" (refractive
channel), d.h. ein rein refraktiver Teil innerhalb einer sonst diffraktiven
Linse vorhanden ist (siehe U.S.-Patent
5,056,908 an Cohen). Es ist einsichtig, daß solche Linsen auch abhängig von
der Pupillengröße sind,
da der refraktive Teil der Linse monofokal und der diffraktive Teil
bifokal ist.
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Zusammenfassung der gegenständlichen
Erfindung
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Die
gegenständliche
Erfindung ist durch die folgenden Ansprüche definiert.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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1 ist
eine schematische Ansicht des zentralen Teils einer dem Stand der
Technik entsprechenden diffraktiven multifokalen Kontaktlinse einer
bekannten Ausformung.
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2 ist
eine schematische Ansicht des zentralen Teils einer dem Stand der
Technik entsprechenden diffraktiven multifokalen Linse einer anderen
Ausformung.
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In 3 wird
die ideale Zonenform einer dem Stand der Technik entsprechenden
diffraktiven Linse einer bekannten Ausführungsform mit der entsprechenden
praktisch hergestellten Zonenform verglichen.
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In 4 wird
eine weitere ideale Zonenform einer dem Stand der Technik entsprechenden
diffraktiven Linse bekannter Ausführungsform mit der zugehörigen praktisch
hergestellten Zonenform verglichen.
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5 stellt
eine schematische Ansicht des inneren Teils einer dem Stand der
Technik entsprechenden refraktiven Bifokallinse mit Mehrfachzonen
dar.
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6 ist
eine schematische Ansicht einer refraktiven asphärischen Multifokallinse entsprechend
dem Stand der Technik.
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7 ist
eine schematische Ansicht einer Linsenzone gemäß der gegenständlichen
Erfindung.
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8 zeigt
die Intensitätsverteilung
entlang der Linsenachse, nunmehr als TFR bezeichnet (TFR: through
focus response) einer Linse gemäß der gegenständlichen
Erfindung für
drei verschiedene sichtbare Wellenlängen.
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9 zeigt
die TFR einer weiteren Linse gemäß der gegenständlichen
Erfindung.
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10 ist
eine schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Linsenzone einer
Linse entsprechend der gegenständlichen
Erfindung.
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11 zeigt
die TFR einer tifokalen Linse gemäß der gegenständlichen
Erfindung mit beliebigen Intensitäten in den drei Brechungskräften.
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12 ist
eine schematische Ansicht einer Linsenausführung gemäß der gegenständlichen
Erfindung.
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13 zeigt
die TFR für
zwei bifokale Linsen gemäß der gegenständlichen
Erfindung.
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14 zeigt
die TFR einer bifokalen Linse bei großer Apertur, in welcher Linse
die Flächen
der ringförmigen
Zonen nicht gleich groß sind.
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15 zeigt
die TFR einer bifokalen Linse bei kleiner Apertur, in welcher Linse
die Flächen
der ringförmigen
Zonen nicht gleich groß sind.
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16 stellt
eine schematische Ansicht der ringförmigen Zonen einer Linse dar;
die Zonen sind in Haupt-Unterzonen und Phasen-Unterzonen unterteilt,
und alle Unterzonen weisen refraktive Brechungskräfte auf.
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17 ist
eine schematische Ansicht eines Details eines Spiegels gemäß der gegenständlichen
Erfindung.
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Detaillierte Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
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Gemäß der gegenständlichen
Erfindung wird eine Linse in eine beliebige Anzahl von ringförmigen Linsenzonen
unterteilt. Im Gegensatz zu beispielsweise dem Stand der Technik
entsprechenden refraktiven Multifokallinsen mit mehreren Zonen werden
die Zonen so ausgeführt,
daß sie
gleiche Flächen
aufweisen, d.h. sie stellen ringförmige Fresnel-Zonen dar. Ebenfalls
im Gegensatz zum Stand der Technik werden keine optischen oder geometrischen
Stufen zwischen irgendwelchen benachbarten Zonen vorgesehen.
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Gemäß der gegenständlichen
Erfindung wird jede der kreisförmigen
Fresnel-Zonen in zumindest zwei Unterzonen unterteilt. Als Beispiel
(
7) betrachten wir den Fall, daß die Zone in zwei ringförmige Unterzonen
18 und
19 unterteilt
ist. Unterzone
19, die kleinere der Zonen, erstreckt sich über den
Bruchteil p der gesamten Zonenfläche;
dann erstreckt sich die andere Unterzone über einen Bruchteil (1-p) der
gesamten Zonenfläche.
Die größeren Unterzonen
erhalten die refraktive Brechungskraft D
G und
die kleineren Unterzonen erhalten die refraktive Brechungskraft
D
S ? D
G; in der
Folge sind die Frontradien
20 und
21 der Unterzonen verschieden,
während
die hinteren Radien
22 und
23 der Unterzonen gleich
sein können,
oder vice versa. Die Anordnung bzw. Kombination der größeren Unterzonen
18 mit
den jeweiligen refraktiven Brechungskräften D
G stellt
eine multifokale diffraktive Linse dar. In einer solchen Anordnung
werden Phasendifferenzen zwischen den aufeinanderfolgenden größeren Unterzonen
18 durch
die kleineren Unterzonen
19 mit der Brechungskraft D
S ? D
G eingebracht.
Der Abstand DD zwischen den Brechungskräften dieser Diffraktionslinse
ist durch die folgende Gleichung gegeben:
worin 1 eine Design-Wellenlänge ist,
N die Anzahl der Fresnel-Zonen und B der Linsendurchmesser (siehe: J.W.
Goodman, Introduction to Fourier Optics, McDraw-Hill, San Francisco 1968, S. 124)
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Wenn
der Wellenlängenunterschied
zwischen aufeinanderfolgenden Unterzonen 18 gleich 1/2
ist, weisen die zwei hauptsächlichen
diffraktiven Brechungskräfte
die Werte D1 = DG – DD/2 und
D2 = DG + DD/2 auf.
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Gemäß dieser
Erfindung wird den kleineren Unterzonen eine solche refraktive Brechungskraft
D
S gegeben, daß die mittlere Brechungskraft
der gesamten Fresnel-Zonen
mit einer der diffraktiven Brechungskräfte D
1 oder
D
2 übereinstimmt,
d.h.
und
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Als
erstes praktisches Beispiel betrachten wir eine Linse, die in den
Hauptbrechungskräften
D1 = 1 Dioptrie und D2 =
3 Dioptrien aufweisen soll. Dann ist DD = 2 Dioptrien und DG muß den
Wert von 2 Dioptrien aufweisen. Für einen Abstand DD = 2 Dioptrien
zwischen den Brechungskräften
werden z.B. 16 Fresnel-Zonen auf
einem Durchmesser von 5.93 mm benötigt, falls die Design-Wellenlänge 550
nm beträgt.
Als Beispiel solle der Anteil der kleineren Unterzonen 20% betragen,
d.h. p = 0.2, weiters sollte die mittlere Zonenbrechungskraft mit
der kleineren der beiden Brechungskräfte übereinstimmen, also 1 Dioptrie
betragen. Mit Gleichung 3 erhalten wir für die Brechungskraft der kleineren
Zone – die
nunmehr Phasen-Unterzone
genannt werden wird – den Wert
von –3
Dioptrien.
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8 zeigt
die TFR dieser beispielhaften Linse. Wie zu sehen ist, betragen
die Hauptbrechungskräfte für Licht
von 550 nm 1 und 3 Dioptrien. Die Phasen-Unterzonen mit der refraktiven Brechungskraft – 3 Dioptrien verursachen
einen optischen Weglängenunterschied
von 1/2 zwischen den größeren Unterzonen,
die die Brechungskraft von 2 Dioptrien aufweisen. In einer „normalen" Diffraktionslinse
würden
die zwei Intensitätsmaxima
gleich hoch sein und für
eine solche optische Weglängendifferenz
40.5% betragen. Im Gegensatz dazu weist die gegenständliche
Linse ein relatives Intensitätsmaximum
von 57.2% in der Brechungskraft von 1 Dioptrie auf (Brechungskraft
der nullten Diffraktionsordnung) und 25.9% in der Brechungskraft
von 3 Dioptrien (Brechungskraft der ersten Diffraktionsordnung).
Das ist darauf zurückzuführen, daß die Brechungskraft
der nullten Diffraktionsordnung und die refraktive Brechungskraft
aller Zonen in immanenter Weise in der Brechungskraft von 1 Dioptrie
kombiniert sind. Wie in 8 zu sehen ist, weist die Brechungskraft,
die immanent eine diffraktive und refraktive Brechungskraft darstellt,
keine longitudinale chromatische Aberration auf, d.h., wie gesagt,
daß sie
eine nullte Diffraktionsordnung darstellt. In diesem Beispiel ist
die andere Brechungskraft von 3 Dioptrien eine rein diffraktive
Brechungskraft und sie zeigt damit die bekannte longitudinale chromatische Aberration.
Hinzuweisen ist, daß in
Summe 57.2% + 25.9% = 83.1% der Intensität in den Hauptbrechungskräften aufscheint,
was mehr ist als die 81% (40.5% + 40.5%) in einer normalen Diffraktionslinse
mit optischen Stufen von 1/2 zwischen den Zonen.
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Gemäß dieser
Erfindung werden die Phasenverschiebungen zwischen Partialwellen
aus verschiedenen Bereichen oder Zonen der Linse, welche Phasenverschiebungen
Voraussetzung für
eine Multifokalität
der Linse sind, nicht wie in diffraktiven Linsen durch optische
Stufen verursacht, sondern durch „Phasen-Unterzonen" mit geeigneter refraktiver
Brechungskraft. Weiters werden die refraktiven Brechungskräfte der
Phasen-Unterzonen derart gewählt,
daß die
mittleren refraktiven Brechungskräfte der gesamten Zonen mit
zumindest einer der diffraktiven Brechungskräfte der gesamten Zonenanordnung
zusammenfallen. Durch den Ersatz der optischen bzw. geometrischen
Stufen durch Unterzonen einer refraktiven Brechungskraft bleibt
die äußere Oberfläche dieser
Multifokallinse stetig. Und die Linse kann nicht ausschließlich als Diffraktionslinse
betrachtet werden, da in immanenter Weise zumindest eine Brechungskraft
zugleich eine diffraktive und eine mittlere refraktive Brechungskraft
ist.
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Der
Vollständigkeit
halber wird noch angeführt,
daß gemäß dieser
Erfindung die mittlere Zonenbrechungskraft auch den Wert einer Diffraktionsbrechungskraft
höherer
Diffraktionsordnung n annehmen kann, d.h.
aus welcher
Gleichung 4 der Wert für
D
S berechnet werden kann. Solche Linsen
weisen tendenziell hohe longitudinale chromatische Aberration in
den hauptsächlichen
diffraktiven Brechungskräften
auf. Das kann eine gewünschte
Eigenschaft für
gewisse Anwendungen sein.
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Die
Verteilung der relativen Intensität entsprechend 8 kann
eine so nicht erwünschte
Verteilung sein. Es wird gezeigt werden, daß eine beliebige Verteilung
der Maximalintensitäten
in zwei gewünschten
Brechungskräften
möglich
ist.
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Es
ist bekannt, daß die
Positionen und die relativen Intensitäten in den Hauptmaxima einer
Diffraktionslinse durch Wahl der optischen Stufenhöhe zwischen
den Zonen geändert
werden können.
In ähnlicher Weise
kann der Werk DD/2 in Gleichung 2 durch den allgemeinen Ausdruck
DD*z ersetzt werden, wobei z einen Wert zwischen z.B. –1 und +1
annimmt. In der Ausführungsform
sollte die Linse die zwei Hauptbrechungskräfte D1 und
D2 aufweisen. Bei Einführung der durchschnittlichen
Brechungskraft Dm = (D1 +
D2)/2 kann die erforderliche Brechungskraft
DG der Haupt-Unterzonen wie folgt ausgedrückt werden:
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Die
refraktive Brechungskraft der Phasen-Unterzonen kann wie folgt ausgedrückt werden:
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In
den obigen Gleichungen gilt das Pluszeichen für den Fall, daß die mittlere
refraktive Brechungskraft mit der größeren der beiden Brechungskräfte übereinstimmt
(„Typ
B"-Zonen, siehe
unten). Das Minuszeichen kommt dann zur Anwendung, wenn die mittlere
Brechungskraft mit der kleineren der beiden Brechungskräfte übereinstimmt
(„Typ
A"-Zonen, siehe
unten).
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Durch Änderung
des Wertes für
z erhalten wir verschiedene Werte für DG und
DS für
eine erfindungsgemäße Linse,
wobei D1 und D2 unverändert bleiben.
Die relativen Intensitäten
in D1 und D2 ändern sich
mit veränderlichen
Werten für
z bzw. DG und DS.
Somit können
die erwünschten
relativen Intensitäten
in den zwei Brechungskräften
vorausbestimmt werden und der dafür geeignete Wert für z bestimmt
werden. Diese Berechnung wird üblicherweise
unter Anwendung der Methode „Versuch
und Irrtum" durchgeführt.
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Wie
den Gleichungen 5 und 6 entnommen werden kann, sind für den Wert
z=0 die Brechungskräfte DG und DS identisch.
In diesem Fall gibt es keine Phasenverschiebung zwischen verschiedenen
ringförmigen Zonen
oder Unterzonen. Deshalb kann geschlossen werden, daß der Wert
von z ein Maß für die Phasenverschiebung
von Licht ist, das aus zwei Haupt-Unterzonen zweier benachbarter
ringförmiger
Zonen kommt.
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Es
ist auch möglich,
daß die
gesamte Phasenverschiebung zt des Lichts
zwischen zwei Hauptzonen auch aus einer partialen Phasenverschiebung
z, die durch die Phasen-Unterzonen
verursacht wird, und einer weiteren Phasenverschiebung zs zusammengesetzt sein kann, wobei zs wie bei diffraktiven Linsen durch eine optische
Stufe verursacht wird; dann gilt zt = z
+ zs. Eine solche optische Stufe zs kann zwischen der Haupt-Unterzone und der
Phasen-Unterzone einer ringförmigen
Zone eingeführt
werden, oder der Phasen-Unterzone und der Haupt-Unterzone der nächstfolgenden
ringförmigen
Zone. Eine solche Linse wäre
im wesentlichen eine diffraktive Linse, in der die erforderlichen
Phasenverschiebungen zwischen benachbarten ringförmigen Zonen nicht ausschließlich durch
optische bzw. geometrische Stufen verursacht werden, sondern auch
durch geeignete refraktive Brechungskräfte innerhalb von Teilen (d.h.
in den Phasen-Unterzonen) der ringförmigen Zonen.
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Die
folgende Diskussion bezieht sich auf den Fall, bei dem die Phasenverschiebungen
ausschließlich durch
Phasen-Unterzonen verursacht werden.
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Freilich
ist es dem Fachmann klar, daß die
Phasenverschiebungen auch durch die Einführung von optischen Stufen
zwischen irgendwelchen Zonen verursacht werden können, wie vorhin ausgeführt.
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Als
Beispiel sei eine Linse mit einer achromatischen Brechungskraft
von –1
Dioptrien und einer zusätzlichen
Brechungskraft von 1.5 Dioptrien betrachtet. In der achromatischen
Brechungskraft seien 40% (+/- 2%) relative Intensität gewünscht und
in der Brechungskraft von 1.5 Dioptrien die verbleibenden 60% (+/-
2%) relative Intensität.
-
In Übereinstimmung
mit den genannten Richtlinien hat eine solche Linse 22 Zonen
bei einem Durchmesser von 6.223 mm (Design-Wellenlänge: 550
nm). Wenn der Wert p = 0.15 für
den Anteil der Phasen-Unterzonen in allen Fresnel-Zonen gewählt wird,
erhalten wir folgende Ergebnisse: DG = 0.65
Dioptrien, DS = –10.33 Dioptrien und z = 0.66.
Wie gezeigt werden kann, gibt es mehr als eine Lösung für z (und DG und
DS), falls ein Fehlerbereich erlaubt ist,
aber die maximale Gesamtintensität
wird bei z = 0.66 erreicht.
-
In 9 wird
die TFR dieses Linsenbeispiels gezeigt. Nehmen wir an, daß diese
Linse eine Kontaktlinse mit einem Basisradius von 8 mm und einer
Mittendicke von 0.2 mm ist. Nehmen wir weiters an, daß diese Linse
aus einem Material mit einem Brechungsindex von 1.49 gefertigt ist.
Die Linse sollte eine einheitliche Basiskurve haben. Deshalb werden
die Haupt-Unterzonen und Phasen-Unterzonen verschiedener Brechungskräfte auf
der Frontflächen
verschiedene Radien aufweisen. In unserem Beispiel werden die Frontradien
der Haupt-Unterzonen mit 0.65 Dioptrien Brechungskraft einen Radius
aufweisen, der nahe 8 mm ist. Die Frontradien der Phasen-Unterzonen
sind ca. 9.3 bis 9.6 mm. Es ist ersichtlich, daß eine solche Linsenfrontfläche stetig
und ohne geometrische oder optische Stufen ist.
-
Kontaktlinsen,
die in Übereinstimmung
mit den obigen Ausführungsformen
entsprechend dieser Erfindung hergestellt wurden, zeigen die erwarteten
Eigenschaften. Im Besonderen gab es keinen Tränenfilmriß auch wenn die unterschiedlichen
Radien der Haupt-Unterzonen und der Phasen-Unterzonen auf der Frontfläche vorhanden
waren.
-
Es
ist natürlich
auch möglich,
eine Linse gemäß der gegenständlichen
Erfindung so zu gestalten, daß die
segmentierte Rückfläche verschiedene
Radien in verschiedenen Unterzonen aufweist. Besonders geeignet
als Kontaktlinse mit Rückflächenoptik
sind Linsen, bei denen den geradzahligen und den ungeradzahligen Zonen
jeweils verschiedene mittlere Brechungskräfte gegeben werden (siehe unten).
Linsen, die in Übereinstimmung
mit den besprochenen optischen Ausformungen ausgebildet sind, weisen
eine glatte Rückfläche ohne
geometrische oder optische Stufen auf; allerdings gibt es Rückflächen von
Unterzonen, die innerhalb der Einhüllenden relativ kleine Radien
aufweisen, wobei die Einhüllende
die Fläche
der Hornhaut ist. Andere weitere Linsenausformungen gemäß dieser
Erfindung sind angebracht, wenn die Linsenoptik auf die Rückfläche einer
Kontaktlinse angebracht werden soll (siehe unten).
-
Als
eine wichtige prinzipielle Eigenschaft ist zu nennen, daß der Wert
fair p (das ist der Anteil der Phasen-Unterzonen an der gesamten
Fresnel-Zone) nicht in allen Fresnel-Zonen gleich sein muß. Das bedeutet, daß die Brechungskraftprofile
der Fresnel-Zonen nicht notwendigerweise periodisch in r2 sein müssen.
Da die Breite der inneren Fresnel-Zonen kleiner ist als die Breite
der äußeren Fresnel-Zonen,
kann es vorteilhaft sein, kleinere Werte für p in den inneren Zonen und
größere Werte
für p in
den äußeren Zonen
zu verwenden. Die Funktion für
die Zunahme (oder Abnahme) der Werte für p mit ansteigender Zonenzahl
ist beliebig. Damit ist es genauso möglich, die entsprechenden Werte
für z mit
den oben angeführten
Gleichungen 4 und 5 zu finden.
-
Es
wird ferner erwähnt,
daß sich
die Phasen-Unterzone nicht am Rand der Fresnel-Zonen befinden muß, wie beispielsweise in 7 gezeigt
wird. Vielmehr kann sie sich in irgendeiner ringförmigen Position
innerhalb der Fresnel-Zone befinden, ohne die grundsätzlichen
Eigenschaften der gesamten Linse zu verändern. Solche Ausführungen
können
dann vorteilhaft sein, wenn die Abstände zwischen den Hauptbrechungskräften klein
sind. Solche Linsen haben, wie es einsichtig ist, eine relativ große zentrale
Fresnel-Zone. Im Falle einer ophthalmischen Linse kann dann eine
sehr kleine Pupille nur die zentrale Zone oder nur einige wenige innere
Zonen überdecken.
Durch Positionierung der Phasen-Unterzonen in den Fresnel-Zonen
näher zum
Linsenzentrum kann man dann die bi- oder multifokalen Eigenschaften
der Linse verbessern. 10 ist eine schematische Darstellung
einer Fresnel-Zone, bei der die Phasen-Unterzone 24 in
der Mitte und nicht am Rand der Fresnel-Zone (7)
positioniert ist. Die Haupt-Unterzone 25 der
gesamten Fresnel-Zone besteht nun aus zwei Teilen. In Ausführungsformen,
bei denen die Haupt-Unterzonen nur eine einzige refraktive Brechungskraft
besitzen (siehe unten), weisen beide diese Teile dieselbe refraktive
Brechungskraft auf.
-
Schließlich wird
noch erwähnt,
daß mit
abnehmendem Wert für
z die relative Intensität
in jener Brechungskraft, die eine Kombination einer diffraktiven
und einer refraktiven Brechungskraft ist, ansteigt. Im Falle von
z = 0 erhalten wir
d.h. wir erhalten eine monofokale
Linse mit einer Brechungskraft von D
1 oder
D
2 und mit 100% relativer Intensität in der
dann einzig und allein existierenden rein refraktiven Brechungskraft
D
G. Aufgrund dieser Überlegungen ist es einsichtig,
daß eine Änderung
des Wertes von z mit einer Änderung
der Werte für
die relativen Maximalintensitäten
in den vorhandenen Brechungskräften
D
1 und D
2 einhergeht.
-
Gemäß der gegenwärtigen Erfindung
werden die erforderlichen Phasendifferenzen für Lichtwellen aus verschiedenen
ringförmigen
Linsenzonen durch geeignete Phasen-Unterzonen innerhalb der ringförmigen Zonen
bewirkt. Allgemeiner gesagt, sind geeignete Brechungskraftprofile
innerhalb der Fresnel-Zonen erforderlich. In Ausführungsformen
gemäß 7 kann
das Brechungskraftprofil innerhalb der betrachteten Fresnel-Zone
wie folgt beschrieben werden:
-
-
In
Gleichung 8 ist rn-1 der innere begrenzende
Radius der n-ten Fresnel-Zone, rn, der äußere Radius der
größeren der
zwei Unterzonen innerhalb der gesamten Fresnel-Zone und rn der äußere Radius
der Fresnel-Zone und gleichzeitig der äußere Radius der Phasen-Unterzone.
-
In
den bisher diskutierten Beispielen waren die Brechungskraftprofile
Dz(r) innerhalb der Fresnel-Zonen diskontinuierlich.
Aber, wie ersichtlich sein wird, können auch kontinuierliche Brechungskraftprofile
die erforderlichen Phasendifferenzen bei multifokalen Linsen mit
ringförmigen
Zonen bewirken.
-
Allgemein
gesprochen müssen
dann die konstanten Brechungskräfte
DG und DS in jeder
der Fresnel-Zonen durch die Ausdrücke für die mittleren Brechungskräfte ersetzt
werden:
-
-
Die
geeignete Wahl eines kontinuierlichen Brechungskraftprofils der
Zone hängt
von der Wahl der Radien 22 und 23 der anderen äußeren Linsenzonenfläche, dem
Brechungsindex des verwendeten Linsenmaterials, und indirekt von
den Wahl des Parameters p innerhalb der individuellen Fresnel-Zonen
ab, der, wie bereits gesagt, in allen Zonen nicht notwendigerweise
gleich sein muß.
-
Mit
modernen Recheninstrumenten wird man eher ein kontinuierliches Brechungskraftprofil
durch ein diskontinuierliches Brechungskraftprofil mit beliebiger
Genauigkeit annähern
als es analytisch zu bestimmen. Zu diesem Zweck wird man die zwei
Unterzonen in eine beliebige Anzahl m von partiellen Unterzonen
unterteilen und die individuellen Brechungskräfte in den Unterzonen mit den
Flächen
der Unterzonen gewichten. Eine systematische Variation der m Brechungskräfte in den
partiellen Unterzonen führt
zur Bestimmung der für die
gewünschten
Eigenschaften der erfindungsgemäßen Linse
geeigneten Brechungskräfte
DG,1, DG,2 .......DG,k und DS,k+1.......DS,m. Die Zielfunktion solcher Durchläufe ist üblicherweise
ein Maximum an Gesamtintensität
in den zwei oder mehreren (siehe unten) Brechungskräften. Durch
Erhöhung
der Anzahl m der partiellen Unterzonen kann ein kontinuierliches
Brechungskraftprofil mit jedem gewünschten Genauigkeitsgrad angenähert werden.
Das Brechungskraftprofil der gesamten Fresnel-Zone, das aus dem
Brechungskraftprofil der Haupt-Unterzone und dem Brechungskraftprofil
der Phasen-Unterzone
zusammengesetzt ist, muß nicht
notwendigerweise periodisch in r2 sein,
da, wie erwähnt,
der Anteil p der Phasen-Unterzonen in den verschiedenen Fresnel-Zonen
verschieden sein kann. Numerische Studien haben gezeigt, daß beste
Ergebnisse mit einheitlichen Brechungskräften DG in
den Haupt-Unterzonen erhalten werden, d.h. DG,1 =
DG,2 = DG,k = DG. Es stellte sich ebenfalls heraus, daß eine einheitliche
Brechungskraft DS in jeder der Phasen-Unterzonen
zu Maximalintensitäten
in den gewünschten
Linsenbrechungskräften
führt,
die fast an die Intensitäten
mit optimierten Brechungskraftprofilen in der Phasen-Unterzonen
herankamen. Diese Ergebnisse sind von praktischer Bedeutung.
-
In
Anbetracht des Gesagten und da es für die Erklärung der Prinzipien der gegenständlichen
Erfindung ausreichend ist, werden nunmehr Linsen besprochen, bei denen
die Fresnel-Zonen in nur zwei Unterzonen unterteilt sind, in eine
Haupt-Unterzone
und eine Phasen-Unterzone. Aber, wie es für den Fachmann offensichtlich
sein wird, weichen Linsen mit mehr als zwei Unterzonen in ihren
einzelnen Zonen wie auch Linsen mit einem kontinuierlichen Brechungskraftprofil
in diesen einzelnen Zonen nicht vom Wesen der gegenwärtigen Erfindung
ab.
-
In
den erfindungsgemäßen Linsen,
die bisher besprochen wurden, war eine der beiden Hauptbrechungskräfte eine
rein diffraktive, die andere war sowohl diffraktiv als auch refraktiv.
Aber, wie gezeigt werden wird, ist es auch möglich, daß zumindest zwei Hauptbrechungskräfte immanent
sowohl diffraktive als auch refraktive Brechungskräfte sind.
-
Bezeichnen
wir die Hauptbrechungskräfte
wieder mit D1 und D2,
wobei D2>D1 sein soll; dann benötigen wir zwei mittlere Brechungskräfte in zwei
Zonenarten. Es ist dann sinnvoll, zwischen geradzahligen und ungeradzahligen
Fresnel-Zonen zu unterscheiden und z.B. den ungeradzahligen Zonen
die Brechungskraft D1 zuzuteilen, und der
geradzahligen die Brechungskraft D2. Die
Anzahl N der erforderlichen Zonen auf einem Linsendurchmesser B
ist wiederum durch die Gleichung 1 bestimmt, in welcher DD = D2 – D1 ist. Nach erneuter Einführung der durchschnittlichen
Brechungskraft Dm = (D1 +
D2)/2 können
wir folgende Beziehungen aufstellen:
-
-
In
den obigen Gleichungen weisen die Indizes „o" auf die ungeradzahligen Zonen hin und
die Indizes „e" auf die geradzahligen.
Beispielsweise steht DG,o für die refraktive
Brechungskraft in der Haupt-Unterzone der ungeradzahligen Fresnel-Zonen,
u.s.w. Bei Linsen mit praktisch kontinuierlichen Brechungskraftprofilen
in den Unterzonen stellen, wie bereits erklärt, die Werte DG,o,
DG,e, DS,o und DS,e durchschnittliche Größen dar.
-
Wie
verifiziert werden kann, betragen die mittleren refraktiven Brechungskräfte in den
ungeradzahligen Zonen
-
-
In
analoger Weise erhält
man für
die mittlere Brechungskraft in den geradzahligen Brechungskräften
und schließlich für die mittlere
Brechungskraft aller Zonen, d.h. der ungeradzahligen und der geradzahligen Zonen
den Wert
-
-
Die
Anteile po und pe der
Phasen-Unterzonen in den ungeradzahligen bzw. geradzahligen Fresnel-Zonen
können
in verschiedenen Zonen wiederum verschieden sein. Auch die Position
der Phasen-Unterzone innerhalb der Fresnel-Zone kann beliebig sein.
-
Das
Gleichungssystem 5' bis
6" weist darauf
hin, daß bei
gegebenen Werte für
Dm, DD und bei irgendeiner Kombination von
po und pe (welche
Werte, wie erwähnt,
in verschiedenen Fresnel-Zonen verschieden sein können) die
refraktiven Brechungskräfte
in den einzelnen Unterzonen nur mehr von zo und
ze abhängen.
Da die relative Maximalintensitäten
in den Brechungskräften
D1, Dm und D2 durch die Werte von zo und
ze gegeben sind, kann durch geeignete Wahl
von zo und ze praktisch
jede Intensitätsverteilung
in den drei Brechungskräften
D1, Dm und D2 erreicht werden. Durch Variation der Werte
für po und pe erhält man mithilfe
der Methode „Versuch
und Irrtum" entsprechende
Werte für
zo und ze.
-
Als
Beispiel sei eine trifokale Linse betrachtet, die die Hauptbrechungskräfte –1, 0.25
und 1.5 Dioptrien aufweist. Für
eine solche Linse sind z.B. 24 Fresnel-Zonen auf einem Durchmesser
von 6.5 mm erforderlich. Die relativen Intensitäten in diesen drei Brechungskräften seien
beispielsweise durch I(–1)
: I(0.25) : I(1.5) = 100:80:90 gegeben, mit einem zulässigen Fehlerbereich
von 2%. Weiters sei angenommen, daß po in
der ersten Zone 0.10 sei und pe in der 24.
Zone 0.20. Weiters sei angenommen daß für die dazwischenliegenden Zonen
alle Werte für
po und pe linear
interpoliert seien. Wie gezeigt werden kann, gibt es mehr als eine
einzige Kombination der Werte für
zo und ze bei denen
die obigen Bedingungen für
die drei relativen Intensitäten
erfüllt werden.
Die maximale Gesamtintensität
I(–1)
+ I(0.25) + I(1.5) wird für
die Werte zo = 0.28 und ze =
0.33 erreicht. 11 zeigt die TFR für diese
Linse; die Intensitätsverteilung
für sowohl
die Design-Wellenlänge
von 550 nm als auch für
polychromatisches Licht (Gauss-Verteilung mit 20% der größten Intensität (550 nm)
in 450 nm und 650 nm). Es ist einsichtig, daß die Verbreiterung der Maximalintensitäten in den
Brechungskräften
von –1
und 1.5 Dioptrien auf longitudinale chromatische Aberration zurückzuführen ist
(siehe 8 für
Vergleichszwecke).
-
Für die Design-Wellenlänge beträgt bei der
gegenständlichen
Wahl der Parameter die gesamte in den Brechungskräften vorhandene
Intensität
86%; diese Gesamtintensität
kann bei anderen (üblicherweise
kleineren) Werten für
die po und pe erhöht werden,
und auch wenn die Phasen-Unterzonen noch weiter in ringförmige Zonen
unterteilt werden, wie bereits vorher diskutiert. Bei polychromatischem
Licht verbreitern sich die Maxima in den Brechungskräften –1 und +1.5
Dioptrien, was auf longitudinale chromatische Aberration dieser
Linse hinweist. Diese chromatische Aberration ist moderat, wenn
sie mit den Werten für
die longitudinale chromatische Aberration typischer diffraktiver
multifokaler Linsen verglichen wird.
-
Für einige
Anwendungen mag es von Vorteil sein, einer oder mehreren Unterzonen
eine bestimmte refraktive Brechungskraft D
G,f zu
geben, die vom Wert D
G nach Gleichung 5
abweicht. Dann muß folgende
Gleichung gelten:
wobei z
f vom
Wert z nach Gleichung 5 abweicht. Kombination der Gleichungen 5
und 5''' führt
zu:
und die zugehörige refraktive
Brechungskraft D
S,f der anliegenden Phasen-Unterzone erhält den Wert
-
-
Als
ein weiteres Beispiel mag es im Besonderen vorteilhaft sein, die
größere Brechungskraft
D
2 der beiden Hauptbrechungskräfte einer
bifokalen Linse einer oder mehreren Haupt-Unterzonen zuzuordnen,
wobei weiters die mittlere refraktive Brechungskraft der gesamten
Fresnel-Zone (bestehend aus Haupt-Unterzone und Phasen-Unterzone)
mit der kleineren Brechungskraft D
1 der
zwei Hauptbrechungskräfte übereinstimmt. Mit
D
m = (D
1 + D
2)/2 und DD = (D
2 – D
1) erhält
man mit den obigen Gleichungen
und
-
-
Eine
bifokale Linse mit den zwei Hauptbrechungskräften 1 und 3.5 Dioptrien sei
als besonderes Beispiel betrachtet. Diese Linse bestehe ausschließlich aus
Zonen des „A"-Typs und die Haupt-Unterzonen sollten die
Brechungskräfte
von 3.5 Dioptrien aufweisen. Alle Phasen-Unterzonen sollten sich
auf 25% der gesamten Fresnel-Zonen erstrecken, d.h. p = 0.25. Mit
diesen Annahmen werden die folgenden Werte für die refraktiven Brechungskräfte erhalten
DG,f = 3.5 Dioptrien, DS,f = –6.5 Dioptrien,
D1 = 1 Dioptrien und D2 =
3.5 Dioptrien. Die Brechungskraft D2 ist
die Diffraktionsbrechungskraft erster Ordnung und die Brechungskraft
D1 ist sowohl die Diffraktionsbrechungskraft
nullter Ordnung und die mittlere refraktive Brechungskraft der Linse.
-
Die
gegenständliche
Erfindung betrifft Linsen mit ringförmigen Zonen, wobei diese ringförmigen Zonen Brechungskräfte gemäß den Gleichungen
2, 3, 5, 6 und/oder 5' bis
5''' und/oder 6' bis 6''' aufweisen. Weiters, wie
bereits erwähnt,
können
die Brechungskräfte
DG und DS der Unterzonen
mittlere Brechungskräfte
sein. Im Prinzip ist es unerheblich, ob die Zonen oder Unterzonen
Front- oder Rückflächenoptik
aufweisen, um die Bedingungen bzw. Restriktionen zu erfüllen. Es
wird allerdings erwähnt,
daß Linsenausformungen,
bei denen die ungeradzahligen und die geradzahligen Zonen jeweils
verschiedene mittlere refraktive Brechungskräfte aufweisen, besonders für Kontaktlinsen
geeignet sind, bei denen die erforderlichen Brechungskraftprofile
der Zonen oder Unterzonen durch Zonen oder Unterzonen mit geeigneten
Krümmungen
bzw. Radien auf der Rückseite
bereitgestellt werden, welche Radien der angrenzenden Hornhaut entsprechen. 12 ist
eine schematische Darstellung des Zentralteils einer solchen Linse.
Wenn die refraktiven Brechungskräfte
der Haupt-Unterzonen der ringförmigen
Zonen einheitlich gewählt
werden, dann weisen ca. 40% des zentralen optischen Teils der Linse
eine Rückfläche auf,
die so ausgebildet werden kann, daß sie komplementär zur Hornhautoberfläche ist,
wodurch optimaler Linsenkomfort sichergestellt wird.
-
12 zeigt
den inneren optischen Teil einer Linse 26, die so ausgeformt
ist, daß sie
dazu geeignet ist, auf der Hornhaut 27 mit gegebenem Radius
zu sitzen. Die Frontfläche 29 ist
stetig/glatt aber nicht notwendigerweise rein sphärisch, wenn
die erforderlichen Phasenbedingungen einer solchen Linse mit hoher
Genauigkeit erfüllt
werden sollen. Sollten nämlich
die Phasenbedingungen mit großer
Genauigkeit erfüllt
werden, dann müssen
die Frontflächen
der einzelnen Unterzonen individuelle sphärische Flächen 29' sein und die gesamte Frontfläche 29 wird
somit mehrkurvig mit jeweils sphärischen
Teilbereichen 29' (siehe 12).
Bei der Berechnung geeigneter Parameter für die Linsenzonen, wie jene
für die
individuellen Krümmungsradien 30, muß die Brechungskraft
der Tränenlinse 28 entsprechend
berücksichtigt
werden. Um die allgemeine Dimensionierungs- und Entwurfsmethode
solcher Linsen zu beschreiben, nehmen wir an, daß die ringförmige Unterzone 34 – die durch
die zwei strichlierten Linien in 12 begrenzt
wird – eine
bestimmte Brechungskraft D aufweisen soll. Dann kann natürlich ein
Gegenstandspunkt 31 und sein konjugierter Bildpunkt 32 definiert
werden. Ein von 31 ausgehender Lichtstrahl muß dann von
der Unterzone so gebrochen werden, daß er in 32 ankommt.
Die Frontfläche 29 und
die Rückfläche 27 der
Unterzone 34 sind vorgegeben, wie auch der Brechungsindex
der Linse zwischen den Flächen 29 und 30 und
der Brechungsindex des optischen Mediums zwischen den Flächen 30 und 27;
im Falle einer Kontaktlinse aus einem bestimmten einheitlichen Material
ist dieser Brechungsindex jener der Tränenflüssigkeit.
-
Es
ist nachvollziehbar, daß durch
Variation der Position und Neigung des sphärischen Flächenelementes 30 eine
solche Anordnung der Unterzone 34 gefunden werden kann,
bei der ein Lichtstrahl 33 aus dem Gegenstandspunkt 31 tatsächlich in
den konjugierten Bildpunkt 32 gelenkt wird. Erwähnt wird,
daß Phasenbedingungen
zwischen Zonen oder Unterzonen nicht explizit berücksichtigt
werden müssen,
da keine optischen Stufen zwischen Zonen oder Unterzonen vorhanden
sind. Wenn somit die erforderlichen Brechungskräfte innerhalb aller Zonen oder
Unterzonen festgelegt sind (siehe die obigen Gleichungen), kann
die Linsendimensionierung entsprechend den Richtlinien zügig durchgeführt werden.
Worauf es ausschließlich
bei erfindungsgemäßen Linsen
ankommt, ist die richtige Abfolge der geometrischen Brechungskräfte DG und DS in den Haupt-
und Phasen-Unterzonen. Ob diese Haupt- und Phasen-Unterzonen nun Front- oder
Rückoptik
aufweisen sollen, ist lediglich eine Frage des gewählten Designs.
-
Es
ist einsichtig, daß im
Falle einer Linse mit Rückflächenoptik
nicht nur Tränenflüssigkeit,
sondern ein beliebiges Linsenmaterial zum Einsatz kommen kann, dessen
Brechungsindex vom Linsenbrechungsindex verschieden ist. Dann ist
die Rückfläche einer
solchen Verbundlinse durch die Fläche 27 in 12 gegeben. Im
Falle einer Kontaktlinse wird diese Fläche als komplementäre Flache
zur Hornhautfläche
ausgebildet. Die Linsendimensionierung folgt genau den Richtlinien,
wie sie im Zusammenhang mit Linsen gemäß 12 diskutiert
worden sind.
-
Für den Fachmann
ist es offensichtlich, wie die vorhin diskutierten allgemeinen Dimensionierungsroutinen
für die
einzelnen Unterzonen auf Linsen irgendeiner der besprochenen Ausformungen
mit glatter Frontfläche
und kontinuierlicher Rückfläche innerhalb
der einzelnen Unterzonen anzuwenden sind, also auf Linsen mit Rückflächenoptik.
Da in den Linsenausführungen,
die am Beginn des Absatzes besprochen worden sind, nur ein kleiner
Prozentsatz der gesamten Rückfläche auf
der Hornhaut aufliegt, kann es von Vorteil sein, anstelle der Tränenflüssigkeit
ein festes oder elastisches Linsenmaterial in den verschwindend
kleinen Zwischenräumen
zwischen der eigentlichen Linse 26 und der hinteren einhüllenden
Fläche – Fläche 27 in 12 – zu verwenden.
-
Versuchslinsen
mit Rückflächenoptik
und den geometrischen Brechungskräften DG und
DS entsprechend den obigen Gleichungen 5
und 6 wurden hergestellt und erfolgreich getestet. Diese Linsen
wurden aus weichen Linsenbuttons hergestellt und wiesen deshalb
einen einzigen Brechungsindex auf. Über die Erwartungen hinaus
war der Linsenkomfort exzellent, sogar in Fällen, wo die Hornhaut nur von
einem geringen Prozentsatz der Linsenrückfläche bedeckt war. In einer Version
war die simultane diffraktive und refraktive Brechungskraft die
kleinere der beiden hauptsächlichen
Linsenbrechungskräfte
(Minuszeichen in Gleichungen 5 und 6). Der Einfachheit halber wird
diese Linsenausführung
von nun an als „Typ
A"-Linse bezeichnet,
da die Linse lediglich aus „Typ
A"-Zonen besteht.
Bei einer anderen Version war die simultane diffraktive und refraktive
Brechungskraft die größere der
beiden Hauptbrechungskräfte
(Pluszeichen in Gleichungen 5 und 6). Diese Ausführungsform wird nunmehr als „Typ B"-Linse bezeichnet,
da sie lediglich aus „Typ
B"-Zonen besteht.
Wie bereits erwähnt,
besitzt die Brechungskraft, die eine Kombination von diffraktiver
und refraktiver Brechungskraft darstellt, keine longitudinale chromatische
Aberration.
-
Aufgrund
der obigen Ausführungen
ist es einsichtig, daß Typ
A Linsen keine chromatische Aberration in der Fernbrechungskraft
aufweisen und chromatische Aberration in der Nahbrechungskraft.
Für Typ
B Linsen ist die Situation umgekehrt. Durch Kombination von Typ
A und B Zonen in einer einzigen Linse kann die chromatische Aberration
auf die Hauptbrechkräfte
in fast beliebiger Weise verteilt werden. Folgt beispielsweise einer
Kombination von zwei Typ A Fresnel-Zonen eine Typ B Fresnel-Zone,
dann wird sich ein Drittel der gesamten chromatischen Aberration
in der Fernbrachkraft manifestieren und zwei Drittel in der Nahbrechungskraft. Eine
Kombination von drei Typ A mit zwei Typ B Fresnel-Zonen resultiert
in einer Linse, in der sich zwei Fünftel der gesamten chromatischen
Aberration in der Fernbrechungskraft manifestieren und drei Fünftel in
der Nahbrechungskraft, usw.
-
Wenn
allgemein m Zonen des Typs A mit n Zonen des Typs B kombiniert werden,
dann wird die longitudinale chromatische Aberration in der kleineren
Brechungskraft einen Anteil n/(m+n) der gesamten longitudinalen
chromatischen Aberration ausmachen, und in der größeren Brechungskraft
eine Anteil von m/(n+m). Die Vorzeichen der partiellen chromatischen
Aberration in den zwei Brechungskräften sind verständlicherweise
unterschiedlich. 13 zeigt die TFR für zwei unterschiedliche
Linsen mit zwei unterschiedlichen Verteilungen der chromatischen
Aberration in den zwei Hauptbrechungskräften.
-
Eine
Linse gemäß der gegenständlichen
Erfindung weist in den einzelnen ringförmigen Zonen Brechungskräfte auf,
die im Allgemeinen von den hauptsächlichen Linsenbrechungskräften verschieden
sind. Die Brechungskräfte
der Phase-Unterzonen (siehe oben) sind immer anders als die hauptsächlichen
Linsenbrechungskräfte.
Man beachte, daß im
ersten Beispiel dieser Offenlegung (TFR in 8) die Hauptbrechungskräfte +1 und
+3 Dioptrien waren, während
die Brechungskraft der Phasen-Unterzonen –3 Dioptrien war. Es wird weiters
dargelegt, daß bei
der Linse gemäß 11,
bei der die Hauptbrechungskräfte –1.00, 0.25
und 1.50 Dioptrien waren, die refraktiven Brechungskräfte der
acht innersten Unterzonen z.B. –0.3, –7.3, 0.675, 8.581, –0.3, –6.74, 0.675,
7.973 .. sind. Es ist evident, daß diese refraktiven Brechungskräfte keine
offensichtliche Korrelation mit den resultierenden Linsenbrechungskräften aufweisen.
Weiters wird darauf hingewiesen, daß diese refraktiven Brechungskräfte in eher
periodischer, allerdings nicht streng periodischer Weise zu- und abnehmen.
-
Mit
modernen Geräten
zur Feststellung von Brechungskraftprofilen ist es möglich, die
lokalen Brechungskräfte
in sehr kleinen ringförmigen
Zonen zu bestimmen. Solche Geräte
können
deshalb eine Linse gemäß dieser
Erfindung identifizieren. Eine solche Identifikation ist dann wesentlich
einfacher, wenn zusätzlich zur
Bestimmung der lokalen refraktiven Brechungskräfte auch die relativen Größen (Flächen) der
einzelnen ringförmigen
Zonen bestimmt werden. In unserem Beispiel sind die relativen Größen für die ersten
zwei Unterzonen 90% (erste Zone) und 10% (zweite Zonengröße, (1-po)=90%
(erste Haupt-Unterzone) und po = 10% (erste
Phasen-Unterzone) mit der mittleren Brechungskraft 0.3*(0.9)–7.3*(0.1)=–1.00 Dioptrien,
welche, in Übereinstimmung
mit der allgemeinen Theorie erfindungsgemäßer Linsen, die kleinste der
drei Hauptbrechungskräfte
der Linse ist. In Übereinstimmung
mit der Wahl der Parameter po und pe bei der Linse gemäß 11 ist
der Wert für
pe gleich 10.435%. Damit ist die mittlere
refraktive Brechungskraft in der zweiten ringförmigen Zone 0.675*(1-pe)+8.581*pe = 1.5
Dioptrien, welche Brechungskraft die größte der Hauptbrechungskräfte der
Linse ist. Wie leicht nachvollzogen werden kann, ist die mittlere
Brechungskraft der ersten und zweiten ringförmigen Zonen 0.25 Dioptrien,
welche die durchschnittliche Größe der hauptsächlichen
Linsenbrechungskräfte
ist.
-
Alle
bisher diskutierten Linsen weisen ringförmige Zonen auf, die alle die
gleiche Fläche
haben, d.h. sie sind Fresnel-Zonen. Die Abstände zwischen den Hauptbrechungskräften einer
Linse, die aus Fresnel-Zonen besteht, ist gegeben durch
wobei r
j der äußere Begrenzungsradius
der j-ten Zone ist, r
j-1 der innere Begrenzungsradius
der j-ten Zone und 1 die Design-Wellenlänge, wie aus Gleichung 1 abgeleitet
werden kann. In Gleichung 11 ist der Nenner r
j 2 – r
j-1 2 für alle ringförmigen Zonen
gleich.
-
Es
ist allerdings nicht erforderlich, daß alle ringförmigen Zonen
einer erfindungsgemäßen Linse
die gleiche Zonenfläche
aufweisen, d.h. eine erfindungsgemäße Linse kann auch Zonen verschiedener
Flächen haben.
Dann ist der Abstand DD nicht für
alle Zonen der gleiche, vielmehr sind verschiedene Abstände
mit verschiedenen Zonen j
gegeben.
-
DDj ist der Abstand zwischen den Hauptbrechungskräften D1,j und D2,j, der
mit den Parametern der j-ten Zone einhergeht; diese Hauptbrechungskräfte werden
zum Zweck der Unterscheidbarkeit „Zonen-Hauptbrechungskräfte" genannt. Die refraktive
Brechungskraft Dj,G der Haupt-Unterzonen
der j-ten ringförmigen
Zone, wie auch die refraktive Brechungskraft Dj,S können auf
der Grundlage der Gleichungen 5 und 6 berechnet werden, wobei DD
durch DDj, Dm durch
Dm,j = (D1 + D2)/2 und p durch pj zu
ersetzen ist. Der durchschnittliche Wert Dm,j in
der der Gleichung 5 äquivalenten
Gleichung kann dann an sich beliebig sein. Anzumerken ist, daß Dm,j, also das arithmetische Mittel der zwei
Hauptbrechungskräfte,
mit der mittleren Brechungskraft der ringförmigen Zone nicht verwechselt
werden darf.
-
Von
besonderem Interesse sind erfindungsgemäße Linsen, bei denen entweder
die größere der Hauptbrechungskräfte oder
die kleinere der Hauptbrechungskräfte in allen Zonen der Linse
konstant ist. Beispielsweise sei die kleinere der Hauptbrechungskräfte D1 und die größere der Hauptbrechungskräfte D2 genannt. In anderen Beispielen kann die
kleinere der Hauptbrechungskräfte
D2 und die größere Hauptbrechungskraft D1 genannt werden.
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Es
mag beispielsweise vorteilhaft sein, eine Linse so zu gestalten,
daß die
größere Brechungskraft
D
2 der inneren Zonen mit den größeren Brechungskräften aller übrigen Zonen übereinstimmt,
jedoch die kleineren Brechungskräfte
der inneren Zonen von den kleineren Brechungskräften der übrigen Zonen verschieden sind. Dann
sind die kleineren Brechungskräfte
der j-ten ringförmigen
Zone gegeben durch
und die durchschnittliche
Brechungskraft (das ist das arithmetische Mittel der Zonen-Hauptbrechungskräfte D
1,j und D
2), die
mit der j-ten Zone einhergeht ist gegeben durch
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Die
Linsendimensionierung und im Besonderen die Berechnung der refraktiven
Brechungskräfte
in den Haupt-Unterzonen und Phasen-Unterzonen erfolgen auf der Grundlage
der Gleichungen 5 bis 6''', je nachdem welche Linsenart gewünscht ist.
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Als
ein spezielles Beispiel wird eine Linse beschrieben, die Zonen mit
einer konstanten größeren Brechungskraft
D2 = –2
Dioptrien und veränderlich
kleinere Brechungskräfte
aufweist. Die mittleren refraktiven Brechungskräfte der ringförmigen Zonen
sollten dabei die veränderlichen
kleineren Brechungskräfte
sein. Die wichtigsten Werte dieser Linsen werden in Tabelle 1 wiedergegeben.
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Wie
den Werten aus Tabelle 1 entnommen werden kann, weisen die Zonen
dieser beispielhaften Linse – der „modifizierte
Linse" – nicht
gleiche Flächen
auf, da z.B. r1 2 ?r2 2 – r1 2 gilt, d.h. sie
sind keine Fresnel-Zonen.
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Die
entsprechenden TFR-Diagramme dieser beispielhaften Linse werden
in den 14 und 15 für zwei verschiedene
Linsen- bzw. Pupillendurchmesser wiedergegeben. Zum Zweck eines
Vergleichs zeigen diese Figuren auch die TFR einer Linse mit Zonen
gleicher Fläche,
d.h. mit Fresnel-Zonen, und einer zugehörigen größeren Brechungskraft von –2 Dioptrien
sowie einer zugehörigen
kleineren Brechungskraft von –4
Dioptrien; letztere Linse wird „normale Linse" genannt.
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Wie
der 14 zu entnehmen ist, sind die Positionen der Hauptmaxima
der „modifizierten" und der „normalen" Linse für große Durchmesser
fast identisch, was angesichts der gewählten Parameter gemäß Tabelle
1 zu erwarten ist. Aber mit dem kleinen Linsendurchmesser von 2.5
mm (15) weist eine beträchtliche Menge der Zonen eine
kleinere hauptsächliche
Zonenbrechungskraft D1,j auf, die kleiner
als –4
Dioptrien ist; deshalb weist die resultierende Intensität bei der
kleineren Apertur ein Maximum bei einer wesentlich kleineren Brechungskraft
auf als die „normale" Vergleichslinse.
Ein solches Linsendesign kann bei bestimmen Anwendungen vorteilhaft
sein, insbesondere bei ophthalmischen Anwendungen.
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Für andere
Anwendungen kann es vorteilhaft sein, Linsenzonen mit konstanten
kleineren Brechungskräften
mit solchen variabler größerer Brechungskräfte zu kombinieren.
Dann sind die durchschnittlichen entsprechenden Brechungskräfte D
m,j (d.h. das geometrische Mittel von D
1,j und D
2,j) der
Linsenzonen gegeben durch
und die Linsendimensionierung
wird wiederum auf der Grundlage der Gleichungen 5 bis 6''' durchgeführt, wobei
D
m durch D
m,j und
DD durch DD
j zu ersetzen ist.
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Im
allgemeinen ist die durchschnittliche Brechungskraft einer beliebigen
j-ten Zone (diese durchschnittliche Brechungskraft ist das arithmetische
Mittel der beiden hauptsächlichen
Zonenbrechungskräfte)
der erfindungsgemäßen Linse
gegeben durch
wobei D
1,j die
mit der j-ten Zone einhergehende kleinere Hauptbrechungskraft ist
und DD
j die Differenz zwischen der größeren hauptsächlichen
Zonenbrechungskraft D
2,j = D
1,j +
DD
j und der kleineren hauptsächlichen Zonenbrechungskraft
D
1,j. Die Linsendimensionierung erfolgt
wiederum auf der Grundlage der Gleichungen 5 bis 6''',
wobei D
m durch D
m,j und
DD durch DD
j zu ersetzen ist.
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Die
kleinere Hauptbrechungskraft D1 der Linse
ist dann der Durchschnitt der kleineren prinzipiellen Zonenbrechungskräfte D1,j und die größere hauptsächliche Linsenbrechungskraft
D2 ist der Durchschnitt der größeren Zonenbrechungskräfte D2,j
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16 ist
ein prinzipieller Querschnitt einer erfindungsgemäßen Linse.
Eine Linse entsprechend der gegenständlichen Erfindung umfaßt ringförmige Zonen
(die innerste Zone kann als ringförmige Zone mit innerem Zonenradius
Null aufgefaßt
werden), die gleiche oder ungleiche Flächen aufweisen können. Jede
ringförmige
Zone ist in eine Haupt-Unterzone und eine Phasen-Unterzone unterteilt.
Die Phasen-Unterzone bedeckt einen Anteil p der ringförmigen Zone,
wobei dieser Anteil p in allen ringförmigen Linsen konstant sein
kann, oder in verschiedenen ringförmigen Zonen verschieden. Die
Haupt-Unterzonen der Linse sind so dimensioniert, daß sie die
geeigneten refraktiven Brechungskräfte D1,G,
D2,G, D3,G ... aufweisen,
und die Phasen-Unterzonen werden so gestaltet, daß sie die
geeigneten refraktiven Brechungskräfte D1,S,
D2,S, D3,S ... haben.
Beide der refraktiven Brechungskräfte der Haupt-Unterzonen und
der Phasen-Unterzonen können,
wie erwähnt,
mittlere refraktive Brechungskräfte
sein. Das hier vorgestellte Gleichungssystem erlaubt es, diese geeigneten
refraktiven Brechungskräfte
zu bestimmen. Der Fachmann wird verstehen, wie die verschiedenen
Unterzonen konfiguriert werden müssen,
damit sie die erforderlichen Brechungskräfte aufweisen; außerdem wird
auf die Erläuterung
im Zusammenhang mit 12 hingewiesen. Eine Linse entsprechend
dieser Erfindung ist weiters durch die Tatsache gekennzeichnet,
daß keine
geometrischen oder optischen Stufen zwischen ringförmigen Zonen
bzw. Unterzonen vorhanden sind. In Abhängigkeit davon, ob die Linse
Front- oder Rückflächenoptik aufweist,
besitzt die Linse eine stetige und kontinuierliche Front- oder Rückfläche, ohne
jede geometrischen Diskontinuitäten.
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Besonders
hingewiesen wird darauf, daß die
obigen Gleichungen für
die Ausformung der erfindungsgemäßen Linsen
auch auf Linsen angewandt werden können, die sich in irgendeinem
Immersionsmedium befinden. Im Besonderen können die obigen Ausdrücke für die Brechungskräfte in den
Haupt-Unterzonen und den Phasen-Unterzonen für Brechungskräfte in Immersion
stehen, wie es z.B. der Fall für
Intraokularlinsen oder intracorneale Linsen ist. Anstelle von Luft
mit dem Brechungsindex 1 befindet sich dann ein optisches Medium
mit Brechungsindex n>1
vor und hinter der Linse. Sogar der Fall, wo ein optisches Medium
mit Index nb vor der Linse ist und ein andres
optisches Medium mit Index na, wird durch
die obigen Gleichungen charakterisiert. Unter solchen Bedingungen
ist eine refraktive Brechungskraft D durch den Ausdruck D = nb/b + na/a gegeben,
wobei „b" der Gegenstandsabstand
und „a" der Bildabstand
ist. Linsen in Immersion, wie beispielsweise Intraokularlinsen,
sind besonders für
Rückflächenoptik
geeignet, da keine einhüllende
Fläche
erforderlich ist, was die Linsendimensionierung erleichtert.
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Schließlich wird
noch erwähnt,
daß es
verschiedene Möglichkeiten
für praktische
Linsendimensionierung gibt: Wird beispielsweise eine Linse mit den
simultanen Brechungskräften –5 und –3 Dioptrien
gewünscht, dann
können
die obigen Gleichungen 5, 6, 5' ,5", 6' 6" angewendet werden,
indem man Dm = –4 Dioptrien und DD = 2 Dioptrien
setzt. Linsen, die in Übereinstimmung
mit dieser Methode ausgebildet werden weisen praktisch keine sphärische Aberration
auf. Allerdings ist das nicht die einzige Möglichkeit, erfindungsgemäße Linsen
zu dimensionieren. Bekannterweise ist die Brechungskraft zweier
Linsen in Kontakt in guter Näherung gleich
der Summe der individuellen Brechungskräfte. Auf der Basis dieser Näherung kann
eine Linse mit den gewünschten
Brechungskräften –5 und –3 Dioptrien
auch aus einer erfindungsgemäßen Linse
mit den simultanen Brechungskräften
0 und 2 Dioptrien und einer monofokalen Linse von –5 Dioptrien
gebildet werden. In diesem Fall wäre in den obigen Gleichungen
Dm gleich +1 und DD = 2 Dioptrien, wie vorhin.
Die geeignete monofokale Linse mit –5 Dioptrien (die „Verschiebungsbrechungskraft") müßte dann
mit Standardtechniken gebildet werden. Falls die Linse mit der entsprechenden
Verschiebungsbrechungskraft eine sphärische Linse ist, weisen die
zwei resultierenden Brechungskräfte
ebenfalls sphärische
Aberration auf, was gewünscht
sein mag. Somit ist es für
den Fachmann offensichtlich, daß die
multifokale Linse gemäß der gegenständlichen
Erfindung mit beliebigen anderen Linsentypen kombiniert werden kann
um ein gewünschtes
Ergebnis zu erhalten.
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Linsen
entsprechend dieser Erfindung sind geeignet, z.B. diffraktive Linsen
zu ersetzen, da es viel einfacher ist, Linsenoberflächen herzustellen,
die im wesentlichen glatt sind, als Linsen mit einem Sägezahnprofil an
der Oderfläche.
Linsen entsprechend dieser Erfindung können in allen Wellenlängenbereichen
angewandt werden, in denen diffraktive Linsen verwendet werden und
eignen sich sowohl für
polychromatisches Licht, wie auch für monochromatisches Licht,
wie z.B. Laser.
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Linsen
entsprechend dieser Erfindung sind geeignet, sogenannte refraktive
Multifokallinsen zu ersetzen, da sie, wie erwähnt, überlegene optische Eigenschaften
besitzen. Ebenfalls können
Linsen gemäß der gegenständlichen
Erfindung in allen Wellenlängenbereichen
eingesetzt werden, in denen refraktive Multifokallinsen Verwendung
finden.
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Linsen
der gegenständlichen
Erfindung eröffnen
neuartige Anwendungen, da sie die Verteilung von mindestens drei
unabhängigen
relativen Intensitäten
in drei äquidistanten
Brechungskräften
ermöglichen
(siehe z.B. 11).
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Linsen
der gegenständlichen
Erfindung können
leicht als Bifokallinsen mit mehr als 81% der gesamten Lichtintensität in den
beiden Brechungskräften
ausgebildet werden, wobei eine der beiden Brechungskräfte frei von
chromatischer Aberration sein kann. Zusätzlich kann bei erfindungsgemäßen Linsen
die longitudinale chromatische Aberration auf die beiden Hauptbrechungskräfte in fast
beliebiger Weise verteilt werden.
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Linsen
gemäß der gegenständlichen
Erfindung können
erfolgreich in allen Bereichen eingesetzt werden, in denen entweder
diffraktive oder refraktive Bi- oder Multifokallinsen zur Anwendung
kommen. Besondere Anwendungen betreffen das gesamte Gebiet ophthalmischer
Linsen, Laser und Faseroptik wie auch UV- und IR-Optik.
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Da
die Gleichungen für
die Abbildung mit Linsen auf der einen Hand und für die Abbildung
mit Spiegeln auf der anderer Hand im wesentlichen isomorph sind
(siehe z.B. Bergmann-Schäfer,
Lehrbuch der Experimentalphysik, Band 3, Optik, Berlin New York,
Seite 88) kann der Fachmann die obigen Überlegungen – die für Linsen
gelten - für
Abbildungssysteme mit Spiegeln oder Kombinationen von Linsen und
Spiegeln, z.B. Linsen mit halbdurchlässiger reflektierender Beschichtung
auf einer ihrer Oberflächen,
anwenden. Da die Fokallänge eines
Spiegels – bzw.
ihr reziproker Wert, die Spiegelbrechungskraft, die für kleine Öffnungen
durch 2/R gegeben ist, mit R als Krümmungsradius des Spiegels – von der
Spiegelkrümmung
abhängt,
kann ein Spiegel in eine beliebige Anzahl von ringförmigen Linsen
unterteilt werden und Phasen-Unterzonen
können
bei diesen ringförmigen
Zonen eingeführt
werden, in strikter Analogie mit einer erfindungsgemäßen Linse.
Die Spiegeloberfläche
ist dann vergleichbar mit der Linsenoberfläche, die in ringförmige Zonen
unterteilt ist und geeignete refraktive Brechungskraftprofile in
den Unterzonen aufweist, wie bereits oben ausgeführt.
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Unter
Bezugnahme auf 17 werden die allgemeinen Dimensionierungsregeln
für die
Unterzonen von erfindungsgemäßen Spiegeln
kurz diskutiert: In Analogie mit einer Linse, bestimmt in bekannter
Weise eine Spiegelbrechungskraft die Position eines Gegenstandspunktes 40 und
seines konjugierten Bildpunktes 41 auf der Spiegelachse 45.
Der Spiegel 35 hat die reflektierende Oberfläche 36,
die in Zonen und Unterzonen unterteilt ist. Nehmen wir an, daß das Oberflächenelement 37 einer
Unterzone gerade die Spiegelbrechungskraft aufweist, die die Positionen
des Gegenstandspunktes 40 und des Bildpunktes 41 bestimmt.
Dann muß ein
von vom Punkt 40 ausgehender Strahl 38 in die
Position des Punktes 41 reflektiert werden. Es ist einsichtig, daß durch
Variation der Position und Neigung des Oberflächenelements 37 eine
solche Anordnung dieses Spiegelelements gefunden werden kann, daß der Winkel 43 zwischen
dem einfallenden Strahl 38 und der Normalen 42 auf
des Oberflächenelement 37 gleich
dem Winkel 44 zwischen dem reflektierten Strahl und der
Normalen 42 ist, d.h. daß das Reflektionsgesetz erfüllt ist,
Wie diesem Beispiel zu entnehmen ist, besteht zwischen Spiegeln
und Linsen ein Isomorphismus, bei dem das Reflektionsgesetz von
Spiegeln isomorph mit dem Brechungsgesetz bei Linsen ist, wie bereits
festgestellt.
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In 12 wie
auch in 17 wurde die Situation für eine Linse
und einen Spiegel behandelt, in der reelle Bilder erzeugt werden.
Es ist einsichtig, daß die
allgemeinen Dimensionierung für
die einzelnen Unterzonen auch für
negative Linsen bzw. konvexe Spiegeln gelten. Bei negativen Linsen
befinden sich der Gegenstandspunkt und der virtuelle Bildpunkt auf
der gleichen Seite der Linse, Gegenstandspunkt und konjugierter virtueller
Bildpunkt befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten der reflektierenden
Spiegeloberfläche.
Die allgemeinen Dimensionierungsregeln gelten in gleicher Weise
für diese
Verhältnisse.
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Ein
bi- oder multifokaler Spiegel, der in Übereinstimmung mit den hier
für Linsen
entwickelten Richtlinien hergestellt wird, wird deshalb durch diese
Erfindung auch miteingeschlossen. Multifokale Spiegeln entsprechend
dieser Erfindung können
erfolgreich in vielen Bereichen der Optik eingesetzt werden, besonders
im Bereich der Laser- und Faseroptik.