DE60036062T2 - Halbtransparente Untereinheiten für synchrone Übertragung - Google Patents

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Description

  • Verwandte Anmeldungen
  • Diese Anmeldung steht zu dem US-Patent US 6 917 630 mit Anmeldetag vom 6. Oktober 1998 (Nortel Networks-Aktenzeichen ID1048) mit dem Titel „CONCATENTION OF CONTAINERS IN SYNCHRONOUS DIGITAL HIERARCHY NETWORK", zu dem US-Patent US 6 584 118 mit dem Anmeldetag vom 27. August 1998 (Nortel Networks-Aktenzeichen ID0889) mit dem Titel „PAYLOAD MAPPING IN SYNCHRONOUS NETWORKS", zu dem US-Patent US 6 522 671 mit dem Titel „PROTOCOL INDEPENDENT-RATE DEVICE" mit Anmeldetag vom 10. Mai 1999, das auf die Nortel Networks Corporation übertragen wurde, und zu dem US-Patent US 7 002 986 auf den Namen von Roberts mit dem Titel „MAPPING ARBITRARY SIGNALS INTO SONET" mit Anmeldetag vom 8. Juli 1999 in Beziehung, das auf die Nortel Networks Corporation, Aktenzeichen 10420RO übertragen wurde.
  • Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung bezieht sich auf Schnittstellen zur Umwandlung eines ankommenden digitalen Signals in ein Format zur Übertragung auf ein synchrones digitales Netzwerk, auf Netzwerk-Elemente, die derartige Schnittstellen umfassen, auf entsprechende Empfänger-Schnittstellen, auf Netzwerk-Elemente, die eine derartige Schnittstelle haben, auf entsprechende Verfahren und Software, auf Verfahren zur Verwendung von Datenübertragungsdiensten, um zu bewirken, dass Daten über derartige Schnittstellen übertragen werden, und auf Verfahren zur Feststellung von Übertragungsfehlern bei der Verwendung derartiger Schnittstellen.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Es ist bekannt, lokale Netzwerke bereitzustellen, die Protokolle, wie z.B. IEE 802.3 und Ethernet verwenden (verfügbar in Versionen mit 10 Megabit pro Sekunde, 100 Megabit pro Sekunde und 1 Gigabyte pro Sekunde), und lokale Netzwerke miteinander zu koppeln, um Weitbereichs-Netzwerke (WAN) zu schaffen. Weitbereichs-Netzwerke verwenden in vielen Fällen das öffentliche Telekommunikations-Netzwerk. Eine Umwandlung ist von LAN-Protokollen auf konventionelle Telekommunikations-Schnittstellen erforderlich, beispielsweise E1, E3, T1 und STM-1. ESCON (Unternehmens-Systemverbindungen) und Fibrechannel sind weitere Beispiele von bekannten LANs oder von Speicherbereichs-Netzwerken zur Verbindung mehrfacher Speichereinrichtungen.
  • Es ist weiterhin bekannt, LANs unter Verwendung optischer Übertragungsstrecken oder optischer Übertragungs-Netzwerke miteinander zu verbinden. Es gibt eine große installierte Basis von SONET/SDH-Systemen, die einen Transportdienst für ATM, SMDS, Frame Relay, T1, E1 usw. bereitstellen können.
  • Die Umsetzung einer Rate oder eines Formates in eine andere bzw. ein anderes ist gut bekannt. Das Standard- oder proprietäre Schema ermöglicht jedoch nur einen Transport eines sehr spezifischen Satzes von Formaten mit formatspezifischer Hardware. Im Allgemeinen ist getrennte Hardware erforderlich, um jede Art von Signal auf SONET umzusetzen. Es ist bekannt, sowohl kontinuierliche Signale, die mit einem Takt synchronisiert sind, als auch ein Burst-Format aufweisende Signale umzusetzen, die keinen kontinuierlichen Takt haben. Um kontinuierliche Signale zu übertragen, wird ein Umschlag oder Wrapper zu dem kontinuierlichen Signal hinzugefügt. Dies erzeugt jedoch Formate, die keine vordefinierte feste Bitrate haben. Das resultierende Signal kann nicht zeitmultiplexiert werden, um auf einem Hochgeschwindigkeits-Netzwerk transportiert zu werden, weil anderenfalls die Phase oder Synchronität der Information verloren geht.
  • Es wurde weiterhin vorgeschlagen, LAN-Signale, wie Ethernet-Signale, direkt über eine DWDM-(dichte Wellenlängen-Multiplex-)Verbindungsstrecke ohne die Verwendung eines synchronen Protokolls, wie SONET/SDH zu übertragen. Dies bedingt, dass eine der Wellenlängen ausschließlich für das LAN-Signal verwendet wird, weil es keine Möglichkeit zum Multiplexieren weiterer Signale auf die gleiche Wellenlänge gibt. Hierdurch kann der größte Teil der Bandbreite der vorgegebenen Wellenlänge ungenutzt bleiben, was in manchen Umständen unbefriedigend sein kann.
  • Das US-Patent US-6 522 671 (Solheim et al., mit dem Titel „Protocol Independent-Rate Device" mit dem Anmeldetag vom 10. Mai 1999, das auf die Nortel Networks Corporation übertragen wurde) beschreibt ein Verfahren zum Transport unterschiedlicher Arten von Klienten (IP, ATM, SONET, Ethernet usw.) zusammen. Die irgendeinem vorgegebenen Teil-Raten-Kanal zugeteilte Bandbreite kann ohne Änderung der Hardware oder Software bereitgestellt werden.
  • Das US-Patent US-7 002 986 (Roberts, mit dem Titel „Mapping Arbitrary Signals Into SONET" mit Anmeldetag vom 18. Juli 1999, das auf die Nortel Networks Corporation übertragen wurde, Aktenzeichen 10420RO) beschreibt die Umsetzung willkürlicher Signale in SONET, um es zu ermöglichen, dass die Signale mit niedrigem Zeitsteuer-Jitter bei niedrigen Kosten zurückgewonnen werden. Eine Umsetzungseinrichtung multiplexiert mehrere Teil- oder Zubringerkanäle in das eine hohe Rate aufweisende SONET-Netzwerk. Die Umsetzungseinrichtung wirkt auf der Bit-Ebene, um Stopfbits zu verteilen, die gleichförmig über einen Rahmen hinweg eingefügt werden, um die Umsetzung eines willkürlichen Eingangssignals auf die vordefinierte feste Rate des SONET/SDH-Ausganges zu ermöglichen. Dieses Schema und das vorstehende DWDM-Schema erhalten beide die Zwischenrahmen-Information aufrecht, und sie sind beide für irgendein beliebiges Rahmenformat transparent, was bedeutet, dass sie in der Lage sind, irgendein Rahmenformat zu transportieren. Keines hiervon ist jedoch Rahmen-sensitiv, so dass sie den Nachteil haben, dass sie nicht in der Lage sind, eine Betriebsverhalten-Überwachung auszuführen.
  • Weitere bekannte Schemas schließen die Einkapselung von Rahmen für die Übertragung ein, beispielsweise HDLC (Datensicherungsschicht-Steuerung hoher Ebene) und SDL (einfache Datenverbindungsstrecke), die von der Firma Lucent auf den IETF-Web-Seiten veröffentlicht sind. Die SDL-Veröffentlichung ist ein Vorschlag zum Einkapseln von Rahmen, wie z.B. von PPP (Punkt-zu-Punkt-Protokoll) unter Verwendung von SDL auf SONET/SDH. Derartige Einkapselungsschemas sind Rahmen-sensitiv und können daher eine Betriebsverhalten-Überwachung ausführen. Sie haben jedoch den Nachteil, dass sie die Information in den Zwischen-Rahmen-Lücken nicht aufrecht erhalten, und dass die Umsetzung für das Rahmenformat spezifisch ist, so dass diese Schemas nicht transparent sind.
  • Es ist weiterhin bekannt, eine Schnittstelle zwischen einem Ethernet-Netzwerk und einem SONET/SDH-System an einem Router oder einer Brücke vorzusehen. In diesem Fall muss der Router oder die Brücke Schnittstellen haben, die für mehr als ein LAN-Protokoll bestimmt sind, und er muss Daten auf das SONET/SDH-System multiplexieren, doch bedingt dies die Erkennung des Schicht 2/3-Protokolls, das die Inhalte jedes Rahmens oder Paketes definiert.
  • Ein Nachteil derartiger Geräte besteht in der Kompliziertheit der Verarbeitung der Schicht 2/3-Information und des Pufferns von Paketen, die für verschiedene Ziele bestimmt sind. Entsprechend sind derartige Geräte dediziert und können keine Rahmen oder Pakete eines beliebigen Schicht 2/3-Protokolls abwickeln.
  • Es ist aus der Patentanmeldung WO98/04072 bekannt, dass von einem LAN empfangene Daten über eine SONET-Punkt-zu-Punkt-Verbindungsstrecke ohne die Zwischenschritte der Erzeugung von ATM-Zellen oder anderer umformatierter Mitteilungs-Einheiten übertragen werden können. Statt dessen können die LAN-Daten direkt über die SONET-Verbindungsstrecke als „Rohdaten" (natives LAN-Rahmenformat) in SONET-Transportrahmen übertragen und direkt an dem Empfangsende der SONET-Verbindungsstrecke rekonstruiert werden.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Es ist ein Ziel der Erfindung, die bekannten Schemas zu verbessern.
  • Gemäß einem ersten Gesichtspunkt der Erfindung wird eine Sende-Schnittstelle geschalten, wie sie im Anspruch 1 angegeben ist.
  • Dies ist das erste Mal, dass die Vorteile der Betriebsleistungs-Überwachungsfähigkeit und der Transparenz zusammen möglich werden, wie dies nunmehr erläutert wird. Ein Vorteil der Identifikation von Leitungscodes besteht darin, dass dies ein größeres Ausmaß an Fehlerkorrektur und damit Betriebsleistungs-Überwachung ermöglicht, verglichen mit einer Bit-basierten Schnittstelle. Dies kann von besonderer Bedeutung sein, wenn sich die Schnittstelle an einer Grenze zwischen Betriebseinheiten befindet, wie z.B. an einer Klient-Diensteanbieter- Grenze. Besonders in einem derartigen Fall kann dies ermöglichen, dass eine QoS (Dienstgüte) angeboten und an einer Klient-/Diensteanbieter-Grenze gemessen wird.
  • Ein weiterer Vorteil der Tatsache, dass die Umwandlung Leitungscode-sensitiv ist, besteht darin, dass die Synchronisation einfacher sein kann, weil Leitungscodes für die Auffüllung einfacher hinzugefügt und entfernt werden können, wobei Hardware mit niedrigeren Anforderungen verwendet wird, als sie zum Hinzufügen oder Entfernen von Bits erforderlich ist. Die Schnittstelle kann in dem Sinne semi-transparent sein, dass die Identifikation von Leitungscodes die Schnittstelle auf solche Formate beschränkt, die identifizierbare Leitungscodes verwenden, ohne jedoch eine Begrenzung auf ein bestimmtes OSI-Schicht 2- oder 2-Rahmenformat zu ergeben.
  • Weil weiterhin die OSI-Schicht 2- oder -3-Verarbeitung, wie sie beispielsweise in einem konventionellen Router ausgeführt ist, relativ kompliziert ist, kann die Schnittstelle der Erfindung sehr stark vereinfacht und damit einfacher in andere Ausrüstungen integriert werden, verglichen mit beispielsweise dem Router. Ein Vorteil der Verwendung eines synchronen digitalen Netzwerkes besteht darin, dass dies die Multiplexierung vereinfacht und weitere Übertragungs-Vorteile ergibt.
  • Bevorzugte Merkmale
  • Vorzugsweise umfasst die Schaltung zur Identifikation eines Leitungscodes Schaltungen zur Identifikation eines Leerlaufcodes in dem ankommenden digitalen Signal. Ein Vorteil hiervon besteht darin, dass dies die Identifikation des Anfangs und Endes von Informationsströmen ermöglicht, wie z.B. Paketen mit veränderlicher Länge.
  • Vorzugsweise umfasst die Schaltung zur Identifikation eines Leitungscodes Schaltungen zur Identifikation eines Typs eines Leerlaufcodes, und die Schaltung zur Durchführung der Umwandlung ist so angeordnet, dass sie in das synchrone Datensignal dem Typ des identifizierten Leitungscodes einschließt. Ein Vorteil hiervon besteht darin, dass Information, die unter Verwendung unterschiedlicher Arten von Leerlaufcode übertragen wird, bei der Umwandlung nicht verloren geht.
  • Vorzugsweise umfasst das ankommende digitale Signal Pakete, und die Schaltung zur Durchführung der Umwandlung ist so angeordnet, dass sie einen oder mehrere der Leerlaufcodes durch ein Kopffeld zur Anzeige der Länge eines zugehörigen der Pakete ersetzt. Dies kann es einem netzabwärts gelegenen Empfänger ermöglichen, das Ende des zugehörigen Paketes zu identifizieren und damit die Leerlaufcodes zu identifizieren, und eine Synchronität bezüglich der Pakete und der Lücken zwischen Paketen aufrecht zu erhalten.
  • Vorzugsweise hat das Kopffeld eine feste Größe. Dies kann die Synchronisation in dem Empfänger einfacher machen.
  • Vorzugsweise ist die Schnittstelle so angeordnet, dass sie sich an den Empfang ankommender digitaler Signale mit mehr als einer Rate anpasst. Ein Vorteil hiervon besteht darin, dass die Notwendigkeit einer getrennten Hardware und Software für jede Rate nicht mehr länger besteht. Die Anpassung könnte automatisch sein oder unter der Steuerung eines Netzwerk-Verwaltungssystems ausgeführt werden.
  • Vorzugsweise umfasst das Format für das synchrone digitale Netzwerk virtuelle SONET-/SDH-Container.
  • Vorzugsweise umfasst die Schnittstelle Schaltungen zur Durchführung einer virtuellen Verkettung der virtuellen SONET-/SDH-Container. In dieser Beschreibung wird der Ausdruck „virtuelle Verkettung" verwendet, wenn das grundlegende Netzwerk keine spezielle Beziehung zwischen den virtuellen Containern erkennt, die eine Gruppe von virtuell verketteten virtuellen Containern bilden. Insbesondere, jedoch nicht ausschließlich können derartige Rahmen-basierte Daten OSI-Schicht 2-Datenrahmen umfassen.
  • Ein Vorteil besteht darin, dass Verzögerungsänderungen zwischen unterschiedlichen Pfaden in einem SDH-/SONET-Netzwerk gehandhabt werden können.
  • Vorzugsweise umfasst die Schnittstelle einen Multiplexer zum Multiplexieren von mehr als einem ankommenden digitalen Signal auf das synchrone digitale Signal. Ein Vorteil besteht darin, dass die Bandbreite effizienter verwendet werden kann.
  • Weitere Gesichtspunkte der Erfindung
  • Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung wird eine Schnittstelle geschaffen, wie sie im Anspruch 10 angegeben ist.
  • Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung wird eine Empfänger-Schnittstelle geschaffen, wie sie im Anspruch 11 angegeben ist. Ein Vorteil hiervon besteht darin, dass es dies ermöglicht, dass eine Betriebsleistungs-Überwachungsfähigkeit und eine Transparenz kombiniert werden können.
  • Vorzugsweise umfasst die Schnittstelle eine Taktnachsteuerung zum Einfügen oder Entfernen von einem oder mehreren der Leitungscodes, um die ankommende Datenrate an die erforderliche abgehende Datenrate anzupassen.
  • Vorzugsweise ist die Empfänger-Schnittstelle so angeordnet, dass sie virtuelle SONET-/SDH-Container empfängt.
  • Vorzugsweise umfasst die Empfänger-Schnittstelle Schaltungen zur Kombination von Information von virtuell verketteten Containern, bevor das ursprüngliche ankommende digitale Datensignal zurückgewonnen wird.
  • Ein weiterer Gesichtspunkt der Erfindung ergibt ein entsprechendes Verfahren und entsprechende Software zur Umwandlung eines ankommenden digitalen Signals in ein synchrones digitales Signal.
  • Ein weiterer Gesichtspunkt der Erfindung ergibt ein SDH-/SONET-Netzwerk-Element, das die vorstehende Schnittstelle umfasst.
  • Ein weiterer Gesichtspunkt der Erfindung ergibt ein System, das die vorstehende Empfangs-Schnittstelle und Schaltungen zur Überwachung der QoS-Betriebsleistung umfasst.
  • Ein weiterer Gesichtspunkt der Erfindung ergibt ein Verfahren zur Verwendung eines Datenübertragungsdienstes, der über ein Telekommunikations-Netzwerk bereitgestellt wird, und das den Schritt des Bewirkens umfasst, dass Daten über die vorstehende Schnittstelle übertragen werden.
  • Irgendeines der bevorzugten Merkmale kann mit irgendeinem der vorstehend genannten Gesichtspunkte kombiniert werden, wie dies für den Fachmann ersichtlich ist.
  • Weitere Vorteile sind für den Fachmann ersichtlich, insbesondere bezüglich irgendeines anderen bekannten Standes der Technik als dem, der vorstehend erläutert wurde.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nunmehr im Einzelnen in Form eines Beispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:
  • 1 und 2 typische Telekommunikations-Netzwerke für die Datenübertragung zeigen, die Ausführungsformen der Schnittstelle verwenden;
  • 3 in schematischer Form Hardware-Elemente einer Ausführungsform der Schnittstelle zeigt;
  • 4 funktionelle Elemente einer Ausführungsform der Schnittstelle zeigt;
  • 5 funktionelle Elemente einer Ausführungsform der Empfänger-Schnittstelle zeigt;
  • 6 in schematischer Form zeigt, wie eine Zwischen-Paket-Lücke mit Kopffeld-Information in einer Ausführungsform der Schnittstelle ersetzt wird; und
  • 7 zeigt, wie das Format eines ankommenden FIBRECHANNEL-Rahmens in der Schnittstelle geändert wird.
  • Ausführliche Beschreibung
  • Die nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele wurden unter Berücksichtigung einer Anzahl von Erwägungen entwickelt, unter Einschluss von Folgendem:
    • • Um eine Anzahl von unterschiedlichen Paketprotokollen zwischen Endbenutzern über ein SONET-/SDH-Netzwerk zu transportieren.
    • • Um eine Zubringer- oder Teilkanal-Karte (Trib) für SONET-/SDH-ADMs zu implementieren, die den weitestmöglichsten Bereich von Paketprotokollen und Datenraten übertragen kann.
    • • Um die Transporte so effizient wie möglich hinsichtlich der erforderlichen Netzwerk-Bandbreite zu transportieren, indem eine virtuelle Verkettung verwendet wird, falls passend.
  • Die beschriebenen Beispiele beruhen auf der Tatsache, dass eine Anzahl von unterschiedlichen Paketprotokollen ein Schlüsselmerkmal gemeinsam hat. Dies ist die Übertragung über ein Medium mit einem konstanten Bitstrom, wobei spezielle Codes zur Anzeige der Lücke zwischen Paketen (und damit dem Anfang und dem Ende von Paketen) verwendet werden. Wenn daher eine Schnittstelle wie z.B. ein SONET-/SDH-Trib den „Lücken"-Code (der üblicherweise als „Leerlauf"-Code bezeichnet wird) der an der Endbenutzer-Schnittstelle erscheint, erkennen kann, so kann sie auch vollständige Pakete an dieser Schnittstelle erkennen. Bei der Erkennung eines vollständigen Paketes kann der SONET-/SDH-Trib das Paket über das SONET-/SDH-Netzwerk an das abschließende Ziel übertragen. Das Paket muss mit einer Rate übertragen werden, die gleich oder höher als die maximale Datenankunftsrate ist.
  • Bei Empfang des Paketes an dem Ziel-SONET-/SDH-Trib (es ist lediglich erforderlich, auf den Start des Paketes zu warten), kann der Trib das Paket an den Endbenutzer mit einer „nominellen" Rate liefern. Einige Protokolle verwenden unterschiedliche Leerlaufcodes zur Übertragung von Information. Der Typ des Leerlaufcodes wird ebenfalls über die SDH-Verbindungsstrecke übertragen und wird an dem Ziel reproduziert.
  • 1 und 2. SONET-/SDH-Daten-Netrwerke
  • Die 1 und 2 zeigen in schematischer Form typische Telekommunikations-Netzwerke für die Datenübertragung, bei denen Ausführungsformen der Schnittstelle verwendet werden. Das SONET-/SDH-Format für ein synchrones Daten-Netzwerk wird nunmehr kurz beschrieben.
  • Datenübertragungsformate können in synchrone oder kontinuierliche Formate, wie z.B. SONET/SDH und asynchrone oder Burst-Formate unterschieden werden. Burst-Formate haben keinen kontinuierlichen Takt, und die Übertragung derartiger Signale erfordert keine vorgegebene Phasenbeziehung zwischen Bursts. Andererseits hat die Phase des Taktes von kontinuierlichen Formaten eine Kontinuität unter normalen Bedingungen, und die Frequenz des Taktes ist begrenzt. Beispiele derartiger Begrenzungen sind ±20 ppm (Teile pro Million der Bitrate) und ±100 ppm.
  • Das dominierende Signalformat in Lichtleitfaser-Netzwerken folgt der synchronen Norm SONET in Nordamerika und SDH an anderen Orten. In dieser Beschreibung wird der Ausdruck SONET/SDH als ein allgemeiner Ausdruck für beide Formate verwendet. SONET ermöglicht das Multiplexieren, Hinzufügen und Abzweigen und den allgemeinen Transport von Signalen. Für einen Dienst stellt es ein wertvolles Merkmal dar, in einfacher Weise über ein SONET-Netzwerk transportiert werden zu können, weil es dies dem Netzwerk-Anbietern ermöglicht, eine große Basis von installierten SONET-kompatiblen Ausrüstungen zu nutzen.
  • SONET ist eine physikalische Träger-Technologie, die einen Transportdienst für ATM, SMDS, Frame Relay, T1, E1 usw. bereitstellen kann. Weiterhin ergeben die Verwaltungs-Wartungs- und Bereitstellungs-(OAM&P-)Merkmale von SONET die Fähigkeit, das Ausmaß der Rücken-zu-Rücken-Multiplexierung zu reduzieren, und, was noch wichtiger ist, die Netzwerk-Anbieter können die Betriebskosten des Netzwerkes verringern.
  • Die SONET-Normen ANSI T1.105 und Bellcore GR-253-CORE definieren die physikalische Schnittstelle, die optischen Leitungsraten, die als optische Träger-(OC-)Signale bekannt sind, ein Rahmenformat und ein OAM&P-Protokoll. Die optoelektrische Umwandlung erfolgt am Rand des SONET-Netzwerkes, wo die optischen Signale in ein elektrisches Standardformat umgewandelt werden, das als das synchrone Transportsignal (STS) bezeichnet wird, das das Äquivalent des optischen Signals ist. Im Einzelnen werden die STS-Signale von einem jeweiligen optischen Träger übertragen, der entsprechend dem STS definiert ist, das er überträgt. So wird ein STS-192-Signal von einem optischen OC-192-Signal übertragen.
  • Der STS-1-Rahmen besteht aus 90 Spalten × 9 Reihen von Bytes, die Rahmenlänge beträgt 125 Mikrosekunden. Ein Rahmen umfasst Transport-Zusatzdaten (TOH), die 3 Spalten × 9 Reihen von Bytes belegen, und einen synchronen Nutzdaten-Umschlag (SPE) der 87 Spalten × 9 Reihen von Bytes belegt. Die erste Spalte des SPE wird durch Pfad-Zusatzdatenbytes belegt.
  • Als solches hat ein STS-1 eine Bitrate von 51840 Mb/s. Niedrigere Raten sind Teilmengen von STS-1 und sind als virtuelle Zubringer oder Teilkanäle (VT) bekannt, die Raten unterhalb von DS3 transportieren können. Höhere Raten, STS-N, wobei N = 1, 3, 12, ..., 192 oder höher ist, werden durch Multiplexieren von Zubringern mit einer niedrigeren Rate aufgebaut, wobei SONET-Hinzufügungs-/Abzweigungs-Multiplexer verwendet werden. Ein STS-N-Signal wird durch Verschachteln von N STS-1-Signalen gewonnen. Beispielsweise besteht ein STS-192 aus 192 STS-1-Zubringern, die jeweils getrennt sichtbar sind, und die getrennt innerhalb des Umschlages ausgerichtet sind. Die einzelnen Zubringer könnten eine unterschiedliche Nutzlast übertragen, jeweils mit einem unterschiedlichen Ziel.
  • Das STS-N hat einen TOH, der aus allen N TOHs der einzelnen Zubringer besteht, und eine SPE, die aus allen N SPEs der Zubringer aufgebaut ist, jeweils mit ihrem eigenen POH. Einige Dienste, die mit einer höheren Rate arbeiten, werden in einem STS-Nc-Signal (c für Verkettung) übertragen. Die STS-1s in dem STS-Nc-Signal werden zusammengehalten. Der gesamte Umschlag des STS-Nc-Signals wird als eine einzige Einheit statt in Form von N einzelnen Einheiten gelenkt, multiplexiert und transportiert. Die TOH am Beginn des SPE für die N Bestandteile sind alle miteinander ausgerichtet, weil alle die Bestandteile von der gleichen Quelle mit dem gleichen Takt erzeugt werden. Das erste St-1 in dem verketteten Signal überträgt den einzelnen Satz von POH was alles ist, was für ein STS-Nc erforderlich ist.
  • Die Umsetzung von einer Rate oder einem Format in eine oder ein anderes ist gut bekannt. Bellcore TR-0253 beschreibt im Einzelnen die Standard-Umsetzungen der üblichen asynchronen Übertragungsformate (DS0, DS1, D52, DS3 usw.) in SONET. Ähnliche Umsetzungen sind für die ETSI-Hierarchie-Umsetzung in SDH definiert. Optische Übertragungs-Ausrüstungen haben ein proprietäres Format in ein anderes umgesetzt. Beispielsweise könnte FD-565 das proprietäre FD-135-Format der Firma Nortel sowie das DS3-Standardformat übertragen. Die Normen oder proprietären Schemas ermöglichen jedoch nur den Transport eines sehr spezifischen Satzes von Signalen mit einer formatspezifischen Hardware. Diese Verfahren der Umsetzung können nicht zur Umsetzung von Raten verwendet werden, die erheblich von der Norm abweichen. Weiterhin sind diese Umsetzungen jeweils präzise auf ein bestimmtes Format und eine bestimmte Bitrate abgeglichen, mit einer Toleranz von beispielsweise ±20 ppm. Wenn ein Signal beispielsweise eine Bitrate hat, die nur 1% von der eines DS3 abweicht, so kann es nicht im SONET übertragen werden. Zusätzlich ist im Allgemeinen eine unterschiedliche Hardware-Einheit erforderlich, um die Umsetzung jeder Art von Signal durchzuführen. Eine Leitungscodierung, wie z.B. 8B/10B oder 4B/5B kann verwendet werden und erzeugt ein Format mit einer höheren Rate als das ursprüngliche Signal.
  • 1
  • 1 zeigt, wie ein ESCON-Gerät 110, ein FIBRECHANNEL 100 und ein Ethernet-LAN 120 mit anderen ähnlichen Geräten über ein synchrones digitales Netzwerk gekoppelt werden kann, wie z.B. über ein SONET-/SDH-Netzwerk. Die ESCON-, FIBRECHANNEL- und Ethernet-Geräte sind mit einem SONET-/SDH-Endgeräte-Multiplexer 130 gekoppelt, der ein 16Xe-Gerät sein kann, wie dies ange-geben ist. Der ESCON-Lichtleitfaserkanal und die Ethemet-Eingänge werden als Zubringer betrachtet. Sie können in elektrischer oder optischer Form vorliegen. Sie werden in dem Endgeräte-Multiplexer unter Verwendung einer Sende-Schnittstelle 190 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zusammengefügt, für die Beispiele nachfolgend ausführlicher beschrieben werden. Das SONET-/SDH-Netzwerk schließt Zwischen-Elemente 140, wie z.B. Hinzufügungs-/Abzweigungs-Multiplexer (ADM) oder Kreuzverbindungen ein (von denen eine mit 64X bezeichnet ist).
  • Ein weiterer Endgeräte-Multiplexer 150 empfängt das SONET-SDH-Signal (das wiederum entweder elektrisch oder optisch sein kann). Der Endgeräte-Multiplexer umfasst eine Empfangs-Schnittstelle 200 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, die zum Demultiplexieren und Rückgewinnen der ursprünglichen ESCON- und Ethernet-Signale verwendet werden kann und sie dann an jeweilige Ziel-ESCON-, FIBRECHANNEL- und Ethernet-Geräte 170, 160, 180 weiterleitet. Der Sendepfad kann selbstverständlich bidirektional sein, wenn eine Empfangs- und Sende-Schnittstelle an beiden Enden gibt.
  • 2
  • 2 zeigt ein ähnliches Netzwerk, das dieses Mal sowohl einen SONET-/SDH-Teil als auch einen optischen Teil in Form eines Ringes einschließt. Drei ADMs 200, 210, 220 sind auf dem Ring gezeigt. Soweit anwendbar wurden die gleichen Bezugsziffern, wie in 1 verwendet. Die FIBRECHANNEL-Geräte wurden aus Gründen der Klarheit fortgelassen. Verschiedene unterschiedliche Architekturen sind für ein SONET-/SDH-Netzwerk vorstellbar. Der optische Ring kann ein WDM-Ring sein. In diesem Fall ist eine Sende-Schnittstelle 190 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in dem 16Xe-Endgeräte-Multiplexer 130 vorgesehen. Die Empfangs-Schnittstelle 230 ist teilweise an dem ADM-Gerät 220 auf dem optischen Ring und teilweise an der Grenze der SONET-/SDH- und optischen WDM-Teile vorgesehen. An dem ADM 220 werden die Zubringer oder Teilkanäle angepasst und auf ein virtuelles Container-Format multiplexiert, das für SONET-/SDH geeignet ist, sie werden jedoch auf einer Wellenlänge des WDM-Netzwerkes ausgesandt. An der Verbindung mit dem SONET-/SDH-Netzwerk können an einem weiteren ADM 200 die virtuellen Container in Zeitmultiplex-Verfahren mit anderen virtuellen Containern zusammengeführt werden, und es können zusätzliche Zusatzdaten hinzugefügt werden. Das Senden kann in beiden Richtungen ausgeführt werden, wenn eine Sende-Schnittstelle und eine Empfangs-Schnittstelle an jedem Ende vorgesehen sind.
  • Steuerung der Rate
  • Ein Implementierungs-Ziel besteht darin, dass ein Zubringer oder Trib, der von dem Netzwerk-Betreiber eingesetzt wird, in der Lage ist, mehrere Endbenutzer-Datenprotokolle zu übertragen. Unter Verwendung einer physikalischen Schnittstelle ist es möglich, die Tatsache auszunutzen, dass FIBRECHANNEL-, ESCON- und optische Gigabit-Ethernet-Protokolle alle den gleichen Leitungscode und „Leerlauf/Spezial"-Zeichen verwenden. Daher kann ein Trib diese Protokolle unter Verwendung der gleichen physikalischen Schnittstelle abwickeln, wenn der Trib sich an die spezielle Datenrate der Endbenutzer-Daten anpassen kann. An dem Zielende muss diese Datenrate ebenfalls bekannt sein, um die Daten auszugeben. Die Anpassung an die Endbenutzer-Datenrate könnte automatisch sein, wobei die aktuelle Datenrate gemessen und automatisch an das ferne Ende übertragen würde, oder sie könnte durch ein Netzwerk-Verwaltungssystem konfiguriert werden.
  • Die Konfiguration durch ein Verwaltungssystem kann bevorzugt werden, weil dies es einem Netzwerk-Betreiber ermöglicht, für die Bandbreiten-Nutzung Gebühren zu erheben. Jede Alternative einer automatischen Anpassung oder Konfiguration könnte unter Befolgung gut bekannter Konstruktionsprinzipien implementiert werden, so dass sie hier nicht ausführlicher beschrieben werden muss. Es ist weiterhin möglich, mehrfache physikalische Schnittstellen zu unterstützen, um zusätzlich andere Protokolle wie Ethernet 100bT zu unterstützen. Die Benutzung dieser physikalischen Schnittstelle durch den Endbenutzer würde wiederum automatisch erfasst und konfiguriert werden. Auch die Implementierung hiervon könnte unter Befolgung gut bekannter Konstruktionsprinzipien ausgeführt werden, so dass sie hier nicht ausführlicher beschrieben werden muss.
  • Steuerung von Leerlaufcodes
  • Um unterschiedliche Protokolle zu berücksichtigen, ist es erforderlich, dass der Trib entweder automatisch das verwendete Protokoll feststellt oder dass er konfiguriert wird. Sobald das Protokoll bekannt ist, können die verschiedenen „Leerlaufcodes" und ihre Bedeutungen an einem Empfänger erkannt werden. Die Bedeutung kann über die SDH-Verbindungsstrecke übertragen werden. Ein Beispiel hiervon ist der FIBRECHANNEL, der geordnete 4-Oktett-Sätze verwendet, die jeweils mit einem „speziellen Zeichen" beginnen. Die speziellen Zeichen werden unter Verwendung des 10-Bit-Formates auf der seriellen Verbindungsstrecke codiert, sie können nicht in SDH-Oktetten codiert werden.
  • Eine Alternative würde darin bestehen, dass die Zubringer die verschiedenen Codes, die zwischen Paketen verwendet werden, nachbilden („Spoof"). Ein Vorteil der Nachbildung besteht darin, dass dies die Verzögerungen verringern kann, die durch das Warten auf eine Bestätigung von einem Ziel während eines Quittungsaustausch-Protokolls hervorgerufen werden. Derartige Verzögerungen können in erheblichem Ausmaß die Datenrate für eine Langstrecken-Kommunikation (beispielsweise > 10 km) für manche Protokolle verringern. Für ESCON ist die Nachbildung bereits eine akzeptierte Technik, und sie kann in Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung implementiert werden, falls dies gewünscht ist.
  • Ein Nachteil der Nachbildung entsteht, wenn die Rolle des semi-transparenten Zubringers eine Alternative zu einer dunklen Lichtleitfaser/Wellenlänge ist, die die Zwischen-Paket-Information übertragen würde. Ein Antworten würde bedeuten, dass der Zubringer eine Rolle in dem Endbenutzer-Netzwerk übernimmt, die außerhalb der Kontrolle des Benutzers liegt und möglicherweise nicht das ist, was der Benutzer wünscht.
  • Die Datenrate in einem SDH-Zubringer an einem Ende und die Datenrate aus einem SDH-Zubringer an dem anderen wird nicht identisch sein. Dies bedeutet, dass es von Zeit zu Zeit erforderlich sein wird, einen Puffer-Unter-/Überlauf an dem Ziel zu verhindern. Dies wird durch Verlängern oder Verkürzen der Zwischen-Paket-Lücke erzielt. Für FIBRECHANNEL erfolgt dieses Strecken oder Schrumpfen in Schritten von 4 Oktetten (dies ist das Verhalten, das von dem FIBRECHANNEL als „Zeitnachsteuerung" bezeichnet wird).
  • Vorzugsweise erfolgt ein Strecken/Schrumpfen lediglich während Leerlaufzuständen (und nicht während anderer spezieller Sequenzen) und lediglich wenig häufig, wie dies durch Taktdifferenzen bestimmt wird. Daher muss die verwendete Datenübertragungstechnik die ursprünglichen Zwischen-Paket-Lücken so weit wie möglich aufrecht erhalten. Speziell sollte eine nicht vorhersagbare Vergrößerung der Zwischen-Paket-Lücke vermieden werden, weil eine zusätzliche SDH-Bandbreite erforderlich sein würde, um dies zu berücksichtigen. Die Aufrechterhaltung der Zwischen-Paket-Lücken erfordert, dass die zur Übertragung von Paketen über das SONET-/SDH-Netzwerk verwendete Paket-Abgrenzungstechnik eine bekannte Größe hat und die Zwischen-Paket-Lücken mit der feinstmöglichen Auflösung „quantisiert".
  • 3
  • 3 zeigt in schematischer Form Hardware-Merkmale einer Ausführungsform der Sende-Schnittstelle und der Empfangs-Schnittstelle zusammen auf einer einzigen Karte. Auf der linken Seite ist eine Rückwandebenen-Schnittstelle gezeigt, die die SONET-/SDH-Signale überträgt. Zwei getrennte Pfade sind für eine Redundanz vorgesehen, gefolgt von gut bekannten Schutzumschalt-Pfad-Anordnungen. Eine SDH-Rahmenbildungs-Einrichtung 300 wird von einem Multiplexer/Demultiplexer 310 gespeist. Dieser multiplexiert oder demultiplexiert in der Zeitdomäne eine Anzahl von getrennten Datenpfaden, um die SDH-Rahmenbildungseinrichtung mit virtuellen Verkettungs-Logikblöcken 320 zu koppeln.
  • Jeder virtuelle Verkettungs-Logikblock ist nicht wesentlich, doch ermöglicht er bei seiner Implementierung eine effizientere Nutzung der Bandbreite, weil eine Anzahl von kleineren virtuellen Containern anstelle eines großen virtuellen Containers verwendet werden kann. Einzelheiten, wie dieses virtuelle Verkettungs-Verfahren zu implementieren ist, stehen in der vorstehend genannten US-Patent-anmeldung mit dem Titel „CONCATENTION OF CONTAINERS IN SYNCHRONOUS DIGITAL HIERARCHY NETWORK" zur Verfügung und wurden vor den betreffenden Normungsorganisationen veröffentlicht, so dass sie dem Fachmann gut bekannt sind und hier nicht ausführlich beschrieben werden müssen.
  • Jeder virtuelle Verkettungsblock ist mit einem Leitungscode-Erkennungs- und Umsetzungsblock 330 gekoppelt. Diese Blöcke werden weiter unten ausführlicher unter Bezugnahme auf die 4 und 5 beschrieben. Zusammengefasst ist festzustellen, dass sie zur Erkennung des Leitungscodes des ankommenden digitalen Signals dienen und eine geeignete Umsetzung ausführen, um das Signal für die Einfügung in das synchrone digitale Ausgangssignal bereit zu machen. Der Leitungscode des ankommenden digitalen Signals wird erkannt und dazu verwendet, um den Anfang und das Ende von Rahmen zu bestimmen und daher die Zwischen-Rahmen-Information zu bestimmen.
  • Andere Elemente auf der Karte schließen physikalische Schnittstellen 340 für jeden der Leitungscode-Erkennungs- und Umsetzungsblöcke, und ein Transport-Steuer-Teilsystem 370 ein. Der Rahmenbildungsblock, der Multiplexer, die virtuellen Verkettungsblöcke und die Leitungscode-Erkennungs- und Umsetzungsblöcke können vorzugsweise in einem Bauteil 30 von einem ASIC- oder FPGA-Typ implementiert werden. Andere Teile können eine konventionellere im Handel erhältliche Hardware verwenden. Eine typische Anordnung von physikalischen Schnittstellen könnte 2 ESCON, 2 FIBRECHANNEL- und 4 Ethernet (100BasisT) mit geeigneten Seriell/Parallel und Parallel/Seriell-Wandlern und Taktschaltungen einschließen.
  • Beim Betrieb als einer Empfangs-Schnittstelle, wie dies nachfolgend anhand der 5 beschrieben wird, verläuft der Signalfluss in der Rückwärtsrichtung. Die Erkennungs- und Umsetzungsblöcke müssen das ursprüngliche Signal durch Erkennen spezieller Kopffelder, durch deren Ersetzen durch die ursprüngliche Zwischen-Rahmen-Information und durch Einfügen oder Löschen unnötiger Leitungscodes wieder herstellen, um es zu ermöglichen, dass das Signal mit der ursprünglichen Rate unabhängig von der präzisen Rate des synchronen Digitalsignals ausgegeben wird.
  • 4
  • 4 zeigt funktionelle Elemente in einer Ausführungsform des Leitungscode-Erkennungs- und Umsetzungsblockes 330 nach 3. Sie zeigt, was mit den Daten in einer Richtung geschieht. Die andere Richtung ist in 5 gezeigt.
  • Eine physikalische Schnittstelle 400, 410, 420 ist an unterschiedliche digitale Datensignale anpassbar, die auf der gleichen physikalischen Lichtleitfaser oder einem Leiter ankommen können. Sie kann für die Durchführung mehrfacher Decodier-Operationen parallel und die Auswahl von dem, was auch immer arbeitet, anpassbar gemacht werden. Sie gewinnt den Takt, die Bit- und Byte/Wort-Ausrichtung zurück, sie decodiert den Leitungscode und sie kann eine Seriell/Parallel-Umwandlung ausführen. Die resultierenden Ausgänge würden einen 8-Bit-Datenbus plus eine Anzeige von normalen oder speziellen Zeichen (KD) einschließen, die weiter unten ausführlicher beschrieben wird, und sie zeigt weiterhin an, wenn sie eine Leitungscode-Verletzung feststellt.
  • Ein Wähler 470 wählt aus, welche physikalische Schnittstelle oder welche Art von decodiertem ankommenden Datensignal der nächsten Stufe zugeführt wird. Eine Überwachungs- und Steuerfunktion 480 verwendet diese Information und erkennt den Start eines Rahmens und das Ende eines Rahmens und zählt Codeverletzungen sowie die Anzahl von guten/schlechten Rahmen zur Verwendung durch ein Betriebsleistungs-Überwachungssystem.
  • Die Daten unter Einschluss der Zwischen-Paket-Daten werden an einen FIFO (Speicher, bei dem das erste Datenelement als erstes ausgegeben wird) 490 für eine Zeitnachsteuerung gesandt. Wie dies gezeigt ist, überbrückt der FIFO die Domäne des Datentaktes auf der Grundlage des ankommenden Datensignals und die des SDH-Container-Taktes. Der Ausgang des FIFO wird einem Registerblock zugeführt, der zum Ersatz von zumindest einem Teil der Zwischen-Paket-Information durch Kopffeld-Information verwendet wird. Diese Einkapselung der Pakete erfolgt so, dass Pakete an dem Empfänger in zuverlässiger Weise detektiert werden können, selbst wenn die Pakete eine veränderliche Länge aufweisen, ohne dass es erforderlich ist, den Inhalt der Pakete zu kennen. Dies macht die Übertragung unabhängig von den Inhalten des Paketes und damit unabhängig von Information für die OSI-Schicht 2 oder 3-Verarbeitung.
  • Ein Block 500 ist für die FIFO-Steuerung und zur Erzeugung von Kopffeld-Information, Spezial-Kopffeldern und normalen Kopffeldern zum Ersatz von Leitungscodes, wie z.B. Lückencodes zu passenden Zeiten vorgesehen, in Abhängigkeit davon, von welcher Art das Eingangs-Datensignal ist und auf welchen Eingangssignalen Lückencodes vorliegen. Normale Kopffelder können nicht erzeugt werden, bevor sich nicht ein vollständiger Rahmen in dem FIFO befindet. Spezial-Kopftelder zum Stopfen in den SDH-Container werden entweder während des Wartens auf einen vollständigen Rahmen in dem FIFO oder dann erzeugt, wenn der FIFO die geordneten Sätze ausgibt. Um spezielle Kopffelder zum Ersetzen von geordneten Sätzen zu erzeugen, ist es erforderlich, Sequenzen von geordneten Sätzen zu überprüfen (beispielsweise Synchronisations-Takt-Anforderungen), und eine Nicht-Modulo-4-Anzahl von Oktetten vor einem Start eines Rahmens zu erfassen.
  • Es sei bemerkt, dass ein normales Kopffeld an den Anfang eines Paketes gelangt und den Abstand zu dem nächsten Kopffeld angibt, das ein spezielles Kopffeld an dem Ende sein wird. Daher kann die sendende Schnittstelle das Senden eines Paketes erst dann beginnen, wenn das Ende in einem FIFO empfangen wurde. Daher können die Daten über das SDH-Netzwerk nicht während eines Paketes auslaufen. Damit treten Stopf-Spezialkopffelder lediglich während der Intervalle zwischen Paketen auf.
  • Der Block 520 ist ein Wähler zur Ermöglichung des Einfügens von Kopffeldern, zur Schaffung einer Parallel-Seriell-Umwandlung und zur Steuerung der Ausgangs-Zeitsteuerung, in Bereitschaft für die nächste Stufe, die eine Multiplexierung und SHD-Rahmenbildung sein würde. Die Erzeugung des SDH-Containers ist eine übliche Praxis (es kann ein Container, eine reale Verkettung oder eine virtuelle Verkettung sein), und sie ist Ausrüstungs-spezifisch.
  • 5. Empfangs-Schnittstellen-Funktionen
  • Die Empfangs-Schnittstelle umfasst einen Block 550 zur Aufrechterhaltung einer Synchronisation mit den Kopffeldern, so dass Paket-Start- und End-Punkte selbst für Pakete mit veränderlicher Länge identifiziert werden können. Irgendwelche Kopffelder, die ausschließlich zum Stopfen hinzugefügt werden, ohne dass sie eine Zwischen-Paket-Information übertragen, werden hier verworfen. Ein Alarm kann ausgelöst werden, wenn eine Kopffeld-Synchronisation verloren geht, weil dies einen Datenverlust hervorrufen kann, wenn die Paket-Start- und End-Punkte nicht erkannt werden können. Eine Seriell-Parallel-Umwandlung würde an den Daten durchgeführt. Ein kleiner FIFO 560 ist an der nächsten Stufe vorgesehen und wird durch eine FIFO-Füll-Überwachungseinrichtung 550 gesteuert, um die zwei Taktdomänen zu überbrücken, den SDH-Containerblock und die Ausgangs-Datentakt-Domäne. Die FIFO-Größe sollte ausreichend sein, um SDH-Zusatzdaten-Lücken zu überwinden, Stopf-Kopffelder zu verwerfen und Datenraten-Differenzen auszugleichen.
  • Ein Registerblock 570 ist unter der Steuerung eines Blockes 580 vorgesehen, um einen Ersatz von Kopffeldern durch entsprechend geordnete Sätze zu ermöglichen, um eine Rückgewinnung des ursprünglichen Signals zu erreichen. Weiterhin wird eine spezielle Verarbeitung von FIBRECHANNEL-SoF und und EoF hier ausgeführt, wie dies anhand der 7 beschrieben wird. Der Wählerblock 590 wird ebenfalls durch den Block 580 gesteuert und ermöglicht das Einfügen von Kopffeldern zu der richtigen Zeit. Dieser Block gibt ein 8-Bit-Signal mit einer Anzeige von normalen oder speziellen Zeichen (K/D) und eine Anzeige von Codeverletzungen, falls erforderlich, an die physikalische Schnittstelle 600 für eine Ausgabe aus. Die oben erwähnte Nachbildung würde durch den Block 580 durchgeführt. Dies würde das Abfangen einer Quittungsaustausch-Anforderung und der Antwort mit einer künstlichen Bestätigung stellvertretend für das wahre Ziel der Daten beinhalten.
  • Ein Betriebsleistungs-Überwachungsblock 590 kann hier oder an einer entfernten Stelle vorgesehen sein, um die Betriebsleistung zur Verwendung in QoS-Messungen festzustellen, die als Grundlage für die Rechnungsstellung an einen Kunden durch einen Diensteanbieter für die Datenübertragung verwendet werden kann.
  • Die Takte an der Empfangs-Schnittstelle
  • Bei Empfang von Daten von der SDH-Verbindungsstrecke werden Spezial-Kopffelder, die zum Stopfen auf der Verbindungsstrecke verwendet werden, verworfen. Andere spezielle Kopffelder werden auf die passenden geordneten Sätze umgewandelt.
  • Sobald dies erfolgt ist, ist die Datenrate die gleiche wie die Endbenutzer-Eingangs-Datenrate an dem anderen Ende der Verbindungsstrecke, so dass zwei Alternativen zur Ableitung eines Taktes für die Ausgabe der Daten verfügbar sind:
    • a) Verwendung einer Phasenregelschleife, die auf die Daten verriegelt ist: dies hat den Vorteil einer angepassten Datenrate, hat jedoch die Nachteile von Jitter, Glättungsschaltungen usw.
    • b) Synthetisieren der nominellen Datentakt-Frequenz: dies hat den Vorteil, dass ein sauberer Takt erzeugt wird, erfordert jedoch eine Datenraten-Anpassung durch das Einfügen/Entfernen von Verbindungsstrecken „Leerläufen" zwischen Paketen. Die Leerlauf-Einfügung ist relativ einfach zu implementieren (sollte jedoch in der Mitte einer Sequenz von geordneten Sätzen auftreten). In jedem Fall ist das Einfügen oder Entfernen von Leerlaufcodes beträchtlich einfacher als das Einfügen oder Entfernen von Bits bei hohen Datenraten. Ein Entfernen von Leerlaufcodes kann ein Warten über eine Anzahl von Rahmen für eine Gelegenheit erfordern.
  • Eine bevorzugte Implementierung beinhaltet die Verwendung eines SDH-Knotentaktes (+/–4,6 ppm), um einen Datentakt an dem oberen Ende der zulässigen Toleranz zu erzeugen. Dies würde eine größere Wahrscheinlichkeit der Notwendigkeit eines Einfügens anstelle eines Entfernens von Leerlaufcodes ergeben.
  • Die Takttoleranz ist +/–100 ppm für FIBRECHANNEL. Für Ethernet/schnelles Ethernet gilt +/–50 ppm (RMII-Konsortium-Spezifikation). Die RMII-Konsortium- Spezifikationen schließen einige nützliche Bemerkungen über das zulässige Schrumpfen von Zwischen-Paket-Lücken ein. Die Gigabit-Ethernet-Spezifikation ist +/–100 ppm. Es wurde vorgeschlagen, dass Geräte ungefähr +/–150 ppm tolerieren sollten, um Daten von irgendwelchen NICs zu akzeptieren.
  • 6 Paket-Abgrenzung in dem Empfänger:
  • Um den Anfang und das Ende eines Paketes an dem Empfänger zu erkennen, kann die gut bekannte HEC-(Kopffeld-Fehlerkorrektur-)Technik, die für ATM verwendet und genormt ist, nicht verwendet werden, wenn die Abgrenzung unbekannte und sich ändernde Paketlängen berücksichtigen muss. Daher wird sie modifiziert, wie dies in 6 gezeigt ist.
  • Die Abgrenzung verwendet nunmehr eine Sequenz von 4 Oktetten, wobei das 2 Oktette umfassende Längenfeld die „Kenntnis" der eine feste Länge aufweisenden ATM-Zellen ersetzt und die anderen 2 Oktette die CRC-16 der Länge sind. Die Länge zeigt die Entfernung in Bytes bis zum nächsten „Kopffeld" an. Dies macht die Synchronisation aufgrund der Möglichkeit von Bitfehlern kompliziert, die in dem Längenfeld hervorgerufen werden, doch gibt es bekannte Techniken, um dies zu handhaben.
  • Es ist zu erkennen, dass ein 4 Oktett-Kopffeld die Benutzer-Zwischen-Paket-Lücke in Schritten von 4 Oktetten quantisiert. Die maximale Zwischen-Paket-Lücke in Lichtleitfaser-Kanälen ist 6 „Grundelemente" von einem Sender, was auf ein Minimum von 2 „Grundelementen" an einem Empfänger reduziert werden kann. Die Lücke ändert sich in Schritten von einem „Grundelement". Die minimale Ethernet-Zwischen-Paket-Lücke von einem Sender ist 12 Oktette, was reduziert werden kann. An einem Empfänger ändern sich Gigabit-Ethernet-Lücken in Schritten von 1 Oktett. Das Kopffeld muss weiterhin die Art der „Grundelemente" übertragen, die auf der Verbindungsstrecke während der Zwischen-Paket-Lücken verwendet werden (beispielsweise verwendet die FIBRECHANNEL „synchronisiere Taktanforderung" 6 Grundelemente).
  • Eine derzeitige Annahme für FIBRECHANNEL besteht darin, dass an der empfangenden Schnittstelle das normale Kopffeld (das den Anfang und die Länge eines Paketes anzeigt) immer durch den geordneten Satz ersetzt werden kann, der Leerlauf bedeutet. Wenn diese Annahme nicht immer gültig ist, kann es erforderlich sein, zusätzliche Codeoptionen in die speziellen Kopffelder einzuführen, damit das vorhergehende spezielle Kopffeld auf den geordneten Satz für das nächste anzeigt. Für Gigabit-Ethernet wird dies durch das SofF-Spezialzeichen und 3 Oktette der Präambel ersetzt.
  • Es sollte zumindest zwei Kopffelder zwischen Rahmen geben (der Zubringer sollte wahrscheinlich in der Lage sein, mit Ausrüstungen zu arbeiten, die die Zwischen-Paket-Lücke bereits in gewisser Weise verringert haben). Dies könnte zur Verbesserung der Zuverlässigkeit des Erreichens einer Synchronisation mit den Kopffeldern verwendet werden. Der Übertrag der Zwischen-Paket-Lücken-Information könnte dazu ausgenützt werden, ein WAN mit dem Äquivalent einer Ethernet-Autoaushandlung herzustellen.
  • Spezial-Kopffelder
  • Um das Spezial-Kopffeld von dem normalen Kopffeld zu unterscheiden, besteht eine Möglichkeit darin, die maximal mögliche Paketlänge zu verringern.
  • Es gibt viele Möglichkeiten dies zu tun, wobei die am einfachsten zu erklärende Möglichkeit in der Verringerung von 2^16 auf 2^16-X besteht. Irgendwelche Längen-Werte in dem Bereich von 2^16-X bis 2^16 bedeuten, dass dies ein Spezial-Kopffeld (mit einer Länge von 4 Oktetten) ist, auf das ein normales Kopffeld folgt. Daher sind nunmehr X Codes verfügbar, um die Bedeutung des Grundelementes (4 Oktette) zu codieren, das dieses Kopffeld ersetzt.
  • Ein Code ist für ein Kopffeld reserviert, das ausschließlich zum Stopfen der Datenrate zur Anpassung an die SDH-Datenrate verwendet wird. Es wird lediglich (wie alle Kopffelder) zwischen Paketen eingefügt, und es wird an dem anderen Ende der SHD-Verbindungsstrecke verworfen. Zur Verwendung mit Protokollen (beispielsweise Ethernet), bei denen die Zwischen-Paket-Lücke nicht in Einheiten von 4 Oktetten quantisiert ist, sollten genügend Codes vorhanden sein, um die Information einzufügen, das dieses Kopffeld entweder 4, 5, 6 oder 7 Oktette des Zwischen-Paket-Lückencodes Z ersetzt.
  • Es sind nicht viele Codes für die Information erforderlich, die sich in den Leerlaufcodes befinden kann, zumindest für die ankommenden digitalen Datenformate, die vorstehend beschrieben wurden. Der FIBRECHANNEL hat ungefähr 9 „Grundelemente", unter Einschluss derjenigen, die für den Leerlauf und für die Taktsynchronisationen verwendet werden. Alle weisen 4 Oktette auf. Für Ethernet gibt es 4 Längen-Optionen, von denen jede auch den grundlegenden Verbindungsstreckencode darstellen muss. Die Anzahl von Verbindungsstreckencodes für Gigabit-Ethernet scheint 2 (4 Oktette) für die Konfiguration, effektiv einer für den Leerlaufbetrieb (2 Oktette) und 2 oder 3 für das Rahmenende zu sein, um das Ende mi Leerlaufbetriebs oder Trägererstreckung zu bezeichnen. Jede Codegruppen-Begrenzung kann in unterschiedlicher Weise behandelt werden müssen. Das Fehlerfortpflanzungs-Spezialzeichen sollte nicht von anderen Gigabit-Ethernet-Geräten als Repeatern erzeugt werden, so dass es angenommen wird, dass der Zubringer keine hiervon empfängt. Es kann wünschenswert sein, einige in der Verbindungsstrecke nach der Feststellung von Eingangs-Codeverletzungen zu erzeugen.
  • 7 Spezialfall für die Abgrenzung des FIBRECHANNEL-Rahmens
  • Die Anzeigen für den Start eines Rahmens und das Ende eines Rahmens bei FIBRECHANNEL sind ebenfalls geordnete Sätze, die nach ihrer Decodierung von 8b/10b nicht direkt über eine Oktett-strukturierte Verbindungsstrecke gesandt werden können. Es gibt verschiedene mögliche SOF- und EOF-Begrenzer mit unterschiedlichen Bedeutungen.
  • Eine Möglichkeit, dies zu handhaben, besteht in der folgenden Spezifikation:
    Die ersten 4 Oktette, die auf ein normales Kopffeld folgen, codieren den Typ des SOF. Die letzten 4 Oktette in einem Paket (vor irgendeiner Art von Kopffeld) codieren den Typ von EOF.
  • Die „Kenntnis", dass die Verbindungsstrecke ein FIBRECHANNEL ist, könnte bereitgestellt werden, oder sie könnte automatisch sein (was die Erkennung von Benutzer-Datenraten/geordneten Sätzen und die Codierung geordneter Sätze in Kopffelder beinhaltet, so dass das fernliegende Ende ebenfalls Kenntnis hat. Es würde möglich sein, die geordneten Sätze direkter zu codieren (im Gegensatz zu „Code y=FIBRECHANNEL SOF, Normalklasse 2"). Die laufende Disparität, die in 8b/10b verwendet wird, beruht normalerweise auf der derzeitigen laufenden Disparität auf einer Zeichen-für-Zeichen-Grundlage. Für geordnete Sätze ist sie jedoch für jedes Zeichen definiert. Daher ist es wahrscheinlich sicherer, an einem „Codebuch" von geordneten Sätzen festzuhalten (was in der Zukunft aufgerüstet werden müsste).
  • Zur Abgrenzung von Gigabit-Ethernet-Rahmen: Es gibt ein einziges Spezialzeichen, das für SofF (K27.7) verwendet wird, das das erste Präambel-Oktett ersetzt. Daher ersetzt ein normales Kopffeld das SofF und die folgenden 3 Präambel-Oktette. Ein einzelnes Spezialzeichen wird für EofF verwendet, das auf das letzte Oktett von Daten folgt, doch dies scheint von einem Trägererstreckungs-Spezialzeichen und dann entweder weiteren Träger-Erweiterungen oder Leerlaufzuständen gefolgt zu sein. Das erste spezielle Kopffeld, das auf einen Rahmen folgt, muss diese Differenz codieren.
  • Abwicklung von Code-Verletzungen
  • FIBRECHANNEL ermöglicht die Modifikation des geordneten EOF-Satzes zur Anzeige eines Rahmens mit Code-Verletzungen. Möglicherweise ist die transparentere Lösung die Übertragung der Information, dass eine Code-Verletzung aufgetreten ist, an das Zielende, und dass dann das Ziel eine weitere Code-Verletzung an ungefähr der richtigen Stelle erzeugt.
  • Verwürfelung:
  • Die Verwürfelung kann nützlich sein, um zu verhindern, dass „Killer-Pakete" entweder die SDH-Synchronisations-Rückgewinnung stören oder (möglicherweise) die Kopffeld-Synchronisation stören. Verfügbare Optionen schließen Folgendes ein: Eigensynchronisation über Paket-Inhalte oder die gesamten Nutzdaten (wenn dies über Paket-Inhalte erstreckt wird, wird angenommen, dass die Eigensynchronisation kontinuierlich von einem Satz von Paket-Inhalten zum nächsten läuft), oder ein Setz-/Rücksetz-Typ. Wenn ein Setz-/Rücksetz-Typ verwendet wird, der zu Beginn jedes Paketes neu gestartet wird, so können die üblichen Sicherheitseinwände durch die Verwendung von zufälligen Start-Werten überwunden werden. Der Start-Wert könnte durch Warten auf eine lange Strecke von Leerlaufzuständen zwischen Paketen und die nachfolgende Verwendung eines speziellen Kopffeldes übertragen werden.
  • Bemerkungen über andere Dinge:
  • Normale Kopffelder können eine andere Information als Länge übertragen, so dass das fernliegende Ende wissen muss (aus vorhergehenden Spezial-Kopffeldern), dass die Verbindungsstrecke Ethernet ist. Es gibt zwei Optionen für die Position des normalen Kopffeldes bei Gigabit-Ethernet. Es könnte beginnend mit dem /S/-Start der Paketanzeige auf dem „enet" angeordnet sein, oder es könnte beginnend mit 4 Oktetten vorher ausgerichtet sein, wie dies für FIBRECHANNEL vorgeschlagen wurde. Wenn die Position 4 Oktette vorher ist, so würden die ersten 4 Oktette des Paketes eine Präambel oder ein Code zur Anzeige der Präambel sein.
  • Die Gigabit-Ethernet-Trägererstreckung wird lediglich auf Halbduplex-Verbindungsstrecken verwendet, was über ein WAN unlogisch (sehr langsam) sein würde. Daher werden Pakete, die mit einer Träger-Erstreckung enden, ignoriert, anderefalls würde ein Code für ein spezielles Kopffeld zur Anzeige von EofF mit einer Trägererstreckung und ein Code zur Anzeige der „Trägererstreckungs-Leerlauf-4/5/6/7-Oktette" erforderlich sein.
  • Andere Beispiele und Abänderungen
  • Obwohl die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen den Ersatz von Leerlaufcodes durch Kopffelder zur Aufrechterhaltung der Bitrate zeigen, würde es möglich sein, einfach Kopffelder ohne den Ersatz von Leerlaufcode hinzuzufügen. Dies würde zu der Bitraten-Änderung für die Aussendung führen.
  • Die Paket-Abgrenzung könnte unter Verwendung von SDL-Einkapselungs-Techniken als eine Alternative zu der vorstehend beschriebenen Paketabgrenzung unter Verwendung normaler Kopffelder ausgeführt werden. Der Ersatz von Leerlauf-Codes durch spezielle Kopffelder und die Einfügung oder Entfernung von Leerlauf-Codes zur Kompensation von Taktunterschieden könnte mit einer derartigen Einkapselung vom SDL-Typ kombiniert werden.
  • Vorstehend wurde eine Schnittstelle zur Umwandlung einer Vielzahl von ankommenden digitalen Signalen in das SDH/SONET-Format zur Übertragung auf ein synchrones digitales Netzwerk durch Identifizieren des Leitungscodes des ankommenden digitalen Signals beschrieben, ohne dass die Information für die OSI-Schicht 2 oder 3-Verarbeitung, das heißt das Format jedes Paketes, identifiziert wurde. Kopffelder werden zum Einkapseln ankommender Pakete verwendet, um die Unterscheidung von Paketen an den Empfänger zu ermöglichen. Vorteile der Betriebsleistungs-Überwachungs-Möglichkeit und der Transparenz werden kombiniert. Die Identifikation von Leitungscodes ermöglicht ein größeres Ausmaß an Fehlerdetektion als eine Bit-basierte Schnittstelle. Weiterhin kann die Synchronisation einfacher sein, weil Leitungscodes für die Auffüllung einfacher hinzugefügt oder entfernt werden können, als Bits hinzuzufügen oder zu entfernen. Die Schnittstelle ist semi-transparent in dem Sinne, dass die Identifikation von Leitungscodes die Schnittstelle auf diejenigen Formate beschränkt, die identifizierbare Leitungscodes verwenden, jedoch ohne dass sie auf ein bestimmtes OSI-Schicht 2 oder 3-Rahmenformat beschränkt sind.
  • Weitere Änderungen der beschriebenen Ausführungsformen und andere Anwendungen der Erfindung können in Betracht gezogen werden, ohne von dem Schutzumfang der Ansprüche abzuweichen. Bezugnahmen auf Software sollen sowohl Software auf einem Computer lesbaren Medium als auch Software umfassen, die über ein Übertragungsmedium geliefert wird.

Claims (19)

  1. Sende-Schnittstelle (190, 200, 220, 360) zur Umwandlung eines ankommenden Digitalsignals in ein Format zur Aussendung auf ein synchrones digitales Netzwerk, wobei das ankommende digitale Signal eine Gruppe von Bits aufweist, die durch einen Leitungscode codiert sind, wobei das ankommende digitale Signal weiterhin OSI-Schicht 2- oder 3-Formatierungs-Information überträgt, wobei die Sende-Schnittstelle Folgendes umfasst: Schaltungen (330, 450, 500) zur Identifikation des Leitungscodes des ankommenden digitalen Signals, und Schaltungen (330, 490, 500, 510, 520) zur Durchführung der Umwandlung des ankommenden Signals entsprechend dem identifizierten Leitungscode und unabhängig von einem Rahmenformat in der Formatierungs-Information.
  2. Sende-Schnittstelle nach Anspruch 1, bei der die Schaltungen zur Identifikation eines Leitungscodes Schaltungen (500) zur Identifikation eines Leerlaufcodes in dem ankommenden Datensignal umfassen.
  3. Sende-Schnittstelle nach Anspruch 1, bei der die Schaltungen zur Identifikation eines Leitungscodes Schaltungen (500) zur Identifikation eines Typs eines Leerlaufcodes einschließen, und die Schaltungen zur Durchführung der Umwandlung so angeordnet sind, dass in das synchrone Datensignal der Typ des identifizierten Leerlaufcodes eingefügt wird.
  4. Sende-Schnittstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der das ankommende digitale Signal Pakete umfasst und die Schaltungen zur Durchführung der Umwandlung so angeordnet sind, dass sie ein oder mehrere der Leerlaufcodes durch ein Kopffeld zur Anzeige der Länge eines zugehörigen einen der Pakete ersetzen.
  5. Sende-Schnittstelle nach Anspruch 4, bei der das Kopffeld eine feste Größe aufweist.
  6. Sende-Schnittstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die Schnittstelle zum Empfang von ankommenden digitalen Signalen mit mehr als einer Rate anpassbar ist.
  7. Sende-Schnittstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem das Format für das synchrone digitale Netzwerk virtuelle SONET-/SDH-Container umfasst.
  8. Sende-Schnittstelle nach Anspruch 7, wobei die Schnittstelle Schaltungen (320) zur Durchführung einer virtuellen Verkettung der virtuellen SONET-/SDH-Container umfasst.
  9. Sende-Schnittstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Schnittstelle einen Multiplexer (310) zum Multiplexieren von mehr als einem ankommenden digitalen Signal auf das synchrone digitale Signal umfasst.
  10. Sende-Schnittstelle (190, 200, 220, 360) zur Umwandlung eines ankommenden Digitalsignals in ein Format zur Übertragung auf ein synchrones digitales Netzwerk, wobei das ankommende digitale Signal eine Serie von Paketen aufweist und eine Gruppe von Bits, die durch einen Leerlaufcode codiert sind, die Pakete trennt, wobei die Sende-Schnittstelle Folgendes umfasst: Schaltungen (330, 450, 500) zur Identifikation des Leerlaufcodes des ankommenden digitalen Signals, und Schaltungen (330, 490, 500, 510, 520) zur Durchführung der Umwandlung des ankommenden digitalen Signals entsprechend dem identifizierten Leerlaufcode.
  11. Empfänger-Schnittstelle (190, 200, 220, 360) zur Rückgewinnung eines ankommenden digitalen Signals aus einem Signal mit einem Format, das zur Übertragung über ein synchrones digitales Netzwerk verwendet wird, wobei das ankommende digitale Signal eine Gruppe von Bits aufweist, die durch einen Leitungscode codiert sind, wobei das ankommende digitale Signal weiterhin OSI-Schicht 2- oder 3-Formatierungsinformation überträgt, wobei die Empfangs-Schnittstelle Folgendes umfasst: Schaltungen (330, 580) zur Identifikation von Leitungscode-Information in dem formatierten Signal, und Schaltungen (330, 580, 590) zum Ersetzen der identifizierten Leitungscode-Information durch entsprechende Leitungscodes unabhängig von einem Rahmenformat in der OSI-Schicht 2- oder 3-Formatierungs-Information.
  12. Empfänger-Schnittstelle nach Anspruch 1, die weiterhin eine Zeitnachsteuerung (550, 560, 580, 590) zum Einfügen oder Entfernen von einem oder mehreren der Leitungscodes zur Anpassung der ankommenden Datenrate an eine erforderliche abgehende Datenrate umfasst.
  13. Empfänger-Schnittstelle nach Anspruch 11 oder 12, die zum Empfang von virtuellen SONET-/SDH-Containern angeordnet ist.
  14. Empfänger-Schnittstelle nach einem der Ansprüche 11 bis 13, die weiterhin Schaltungen (320) zum Kombinieren von Information von virtuell verketteten Containern vor der Rückgewinnung des ursprünglichen ankommenden digitalen Datensignals umfasst.
  15. Verfahren zur Umwandlung eines ankommenden digitalen Signals in ein Format zur Übertragung auf ein synchrones digitales Netzwerk, wobei das ankommende digitale Signal eine Gruppe von Bits aufweist, die durch einen Leitungscode codiert sind, wobei das ankommende digitale Signal weiterhin eine OSI-Schicht 2- oder 3-Formatierungs-Information überträgt, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: Identifizieren des Leitungscodes des ankommenden digitalen Signals, und Umwandeln des ankommenden digitalen Signals entsprechend dem identifizierten Leitungscode, und unabhängig von einem Rahmenformat in der Formatierungs-Information.
  16. Software zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 15.
  17. SDH-/SONET-Netzwerk-Element mit einer Sende-Schnittstelle nach Anspruch 1 oder irgendeinem von Anspruch 1 abhängigen Anspruch, wobei das synchrone digitale Netzwerk ein SDH-/SONET-Netzwerk ist.
  18. Vorrichtung zur Detektion von Übertragungsfehlern durch ein synchrones digitales Netzwerk hindurch, das zum Senden eines ankommenden digitalen Signals verwendet wird, wobei die Vorrichtung eine Empfänger-Schnittstelle, wie sie im Anspruch 11 oder irgendeinem von Anspruch 11 abhängigen Anspruch angegeben ist, umfasst, wobei die Empfänger-Schnittstelle Folgendes umfasst: Schaltungen (590) zur Feststellung von Fehlern in dem zurückgewonnenen Signal verglichen mit dem ankommenden digitalen Signal, unabhängig von einem Rahmenformat in der OSI-Schicht 2- oder 3-Formatierungs-Information.
  19. Verfahren zur Verwendung eines Datenübertragungsdienstes, der über ein Telekommunikations-Netzwerk bereitgestellt wird, mit dem Schritt des Bewirkens des Sendens der zu übertragenden Daten über eine Sende-Schnittstelle, wie sie in Anspruch 1 angegeben ist, oder unter Verwendung des Verfahrens nach Anspruch 15.
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