DE60104662T2 - Eine Anti-Trauma Knochenplatte zum Fixieren von Kieferstümpfen - Google Patents

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Description

  • Die Patentanmeldung betrifft eine chirurgische Platte, welche dazu verwendet wird, um Unterkieferstümpfe aneinander zu befestigen.
  • Um die Vorteile des Kunstproduktes gemäß der Erfindung besser zu erläutern, muß der Stand der Technik des technischen Gebietes mit seinen typischen Nachteilen beschrieben werden.
  • Eine besonders aggressive Form von Krebs stellt das Epidermiskarzinom dar, welches in der Mundhöhle vorkommt.
  • Im Falle einer späten Diagnose führt dieser Krebs zu Lymphknoten-Metastasen und Infiltration des Unterkiefers.
  • Beim Vorkommen von neoplastischer Unterkieferknochen-Infiltration besteht die typischste Intervention in der Resektion des infiltrierten Knochenabschnittes.
  • Abgesehen von der Erfüllung einer Reihe von Parametern zur Gewährleistung der onkologischen Wirksamkeit, muß die Chirurgie für den unmittelbaren anatomischen und funktionalen Wiederaufbau des resezierten Teiles durch stabile gegenseitige Fixierung der Unterkieferstümpfe Sorge tragen.
  • Heutzutage wird diese Notwendigkeit mittels Stahl- oder Titanplatten erfüllt, welche grundsätzlich aus einer Art "Kette" von Ringen bestehen, die mit bandförmigen rechteckigen Platten verbunden sind; dabei muß dafür gesorgt werden, daß jedes Ende der Platte an der Außenseite des Knochenstumpfes befestigt wird, um die Kontinuität und Stabilität des gesamten Unterkiefer-Knochenabschnittes, der durch die Knochenresektion beeinträchtigt worden ist, wiederherzustellen.
  • Insbesondere werden die beiden Enden der Platte an den Knochenstümpfen mittels geeigneter Schrauben befestigt, welche durch die Ringe der Platte hindurchgehen und fest in die Knochenstümpfe des Unterkiefers eingreifen.
  • Die Erfahrung hat gezeigt, daß herkömmliche Platten vom anatomischen und funktionalen Gesichtspunkt aus brauchbar sind, jedoch einen schweren Nachteil aufweisen, da sie einige Monate nach ihrer Anbringung dazu neigen, in die innere Mundschleimhaut und die Wange einzuschneiden.
  • Genauer gesagt, wird das Einschneiden in die Mundhöhle durch den mittleren Abschnitt der Platte verursacht, das heißt, denjenigen Abschnitt, welcher den freien Raum einnimmt, der nach der chirurgischen Entfernung des mit Krebs infiltrierten Knochenstückes geschaffen wird, wobei dieser Teil ohne Unterlage zwischen den Knochenstümpfen als Brücke dient.
  • Im schlimmsten Fall kann die Platte sogar an der Oberfläche erscheinen, nachdem sie die Wange stückweise wie eine Klinge durchgeschnitten hat.
  • Diese Erscheinung, die als "Superfizilisation" bezeichnet wird, ist für herkömmliche Platten typisch und beruht hauptsächlich auf der flachen, scharfkantigen Form der Platte, welche zufolge des dauernden unvermeidlichen Aneinanderstoßens mit benachbarten Bereichen in der Mundhöhle zu dem oben erläuterten örtlichen Trauma führt.
  • Die Platte gemäß der Erfindung ist entwickelt worden, um die oben erwähnte Schwierigkeit zu vermeiden. In anderen Worten, sie stellt dieselbe Funktionalität der herkömmlichen Platten sicher und beseitigt den oben geschilderten schwerwiegenden Nachteil des Angriffs auf die Mundhöhle des Trägers.
  • Die beiden Enden der neuen Platte besitzen eine Reihe von Ringen, welche mit bandförmigen Plättchen untereinander verbunden sind, die sich regelmäßig mit den Ringen abwechseln, und die beiden Reihen von Ringen sind mit einer dazwischenliegenden Reihe von Kugeln, welche sich regelmäßig mit zylindrischen Armen abwechseln, verbunden.
  • Die beiden seitlichen Reihen von Ringen können vorteilhafterweise dazu verwendet werden, die Enden der Platte an den beiden Unterkieferstümpfen zu befestigen. In der Praxsis, kann die Befestigung durch Schrauben erzielt werden, welche in die Ringöffnungen eingesetzt werden und in die äußere Unterkieferknochenrinde eingreifen.
  • Die dazwischen liegende Reihe von Kugeln ist dazu bestimmt, in Längsrichtung zwischen den beiden Knochenstümpfen eingesetzt zu werden und den Knochenabschnitt zu ersetzen, der chirurgisch entfernt worden ist.
  • Es ist leicht einzusehen, daß die Einwirkung der Platte auf die Mundhöhle notwendigerweise im mittleren Bereich der Platte (d. h. im Bereich der Reihe von Kugeln, die sich mit den zylindrischen Armen abwechseln), wo keine scharfen Kanten auftreten, erfolgt und daher keine Einschnitte oder sonstige Schädigungen des Trägers hervorgerufen werden können.
  • Zur weiteren Erläuterung wird die Beschreibung der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung fortgesetzt, welche lediglich der Erläuterung dient, ohne die Erfindung zu beschränken.
  • 1 ist eine axonometrische Ansicht der Platte in Gebrauchsstellung zwischen zwei Unterkieferknochenstümpfen, die als zwei Quader (M, M') dargestellt sind.
  • Gemäß Figur sind die beiden Enden der Platte mit zwei Reihen von Ringen (1), welche sich regelmäßig mit band-ähnlichen Plättchen (1a) abwechseln, versehen.
  • Wie oben erwähnt, sind die Ringe (1) seitwärts mit den Unterkieferstümpfen (M, M') mit herkömmlichen Schrauben (V) befestigt.
  • Die beiden Reihen von Ringen (1) sind mit einer dazwischenliegenden Reihe von Kugeln (2), welche sich regelmäßig mit zylindrischen Verbindungsarmen (2a) abwechseln, verbunden.
  • 1 zeigt klar, daß die dazwischenliegende Reihe von Kugeln (2) den gesamten Raum zwischen den beiden Unterkieferknochenstümpfen (M, M') ausfüllt; es kann gesagt werden, daß die Kugeln (2) zusammen mit den zylindrischen Verbindungsarmen (2a) die einzigen Teile sind, welche mit der Mundschleimhaut und der Wange in Berührung kommen können.
  • Angesichts der Tatsache, daß die Kugeln (2) und die Arme (2a) eine abgerundete Oberfläche aufweisen, wird klar, daß die kontinuierliche Wechselwirkung zwischen diesen Teilen der Platte und dem Mund des Trägers keinerlei Verletzungen verursachen kann.

Claims (1)

  1. Chirurgische Anti-Trauma-Platte, die zwei seitliche Reihen von Ringen (1) umfasst, die dazu dienen, abwechslungsweise Schrauben (V) und bandähnliche Verbindungsplättchen (1a) aufzunehmen, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine dazwischenliegende Reihe von Kugeln (2) besitzt, die durch angemessene zylindrische Arme (2a) zwischen den beiden seitlichen Reihen von Ringen miteinander verbunden sind.
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