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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Hühneranämie Virus (chicken anemia virus,
CAV), einen Impfstoff umfassend ein CAV und ein Verfahren zur Herstellung
eines CAV Impfstoffes.
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Das
Hühneranämie Virus
(CAV) ist der Erreger einer Erkrankung, welche als infektiöse Hühneranämie, Anämie-Dermatitis-Syndrom oder Blue-Wing
Disease bekannt ist und von Yuasa et al. (Avian Diseases 23, 366–385, 1979)
1979 zuerst beschrieben wurde.
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Die
meisten Ausbrüche
der natürlich
vorkommenden CAV-bedingten
Erkrankung wurden in Küken
beobachtet. Die Krankheit ist akut und die ersten Anzeichen treten
im allgemeinen in einem Alter von 10–14 Tagen auf. Diese klinische
Krankheit zeichnet sich durch einen plötzlichen Anstieg der Mortalität von im
allgemeinen ungefähr
5–10%
aus, es wurde jedoch auch von bis zu 60% berichtet. Die Mortalität gipfelt
innerhalb 5 bis 6 Tagen nach Krankheitsbeginn. Weitere klinische
Anzeichen umfassen Depression und Anorexie. Weiter werden schwere
Anämie,
Blutungen am ganzen Körper,
eine Atrophie des Thymus und der Bursa Fabricii sowie gelbliches
Knochenmark in den betroffenen Küken
beobachtet (McNulty, Avian Pathol. 20, 187–203, 1991).
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Das
CAV verbreitet sich sowohl horizontal wie auch vertikal in Hühnern. Wenn
Zuchthennen ohne vorgängigen
Viruskontakt infiziert werden, wird das CAV vertikal auf die Nachkommenschaft übertragen.
Keine klinischen Zeichen werden in Brütern beobachtet und es gibt
keinen offensichtlichen Effekt auf die Eiproduktion, Schlupfrate
oder Fruchtbarkeit. Die vertikal infizierte Küken Nachkommenschaft erscheinen
beim Schlüpfen
normal, zeigen jedoch eine erhöhte
Mortalität
und entwickeln die typische Krankheit (Anemia Dermatitis Syndrome)
im Alter von 10 bis 14 Tagen. Eine horizontale Ausbreitung kommt
durch Kontakt mit vertikal infizierten Hühnern, kontaminierten Infektionsträgern, Häusern etc.
vor. Eine horizontale Ausbreitung auf anfällige Küken, das heisst ohne mütterlich
hergeleitete Antikörper
gegen CAV, kann ebenso zwei Wochen später zu klinischer Krankheit
führen.
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Das
Anämie-Dermatitis-Syndrom
kann kontrolliert werden, indem sichergestellt wird, dass die elterliche
Schar vor Legebeginn Antikörper
gegen CAV entwickeln. Ein hoher Spiegel an Antikörpern gegen CAV vor Legebeginn
wird eine vertikale Übertragung
während
dem Legen verhindern und wird die Nachkommenschaft mit mütterlich
hergeleiteten Antikörpern
versehen, die während
der ersten Wochen nach dem Schlüpfen
gegen eine horizontale Infektion schützen.
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Demzufolge
ist es wichtig, dass alle Vögel
vor Legebeginn mit einem CAV Impfstoff geimpft werden.
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Mütterliche
Antikörper
gegen CAV verschwinden im allgemeinen bis zu einem Alter von 3 Wochen.
Zu diesem Zeitpunkt können
horizontale Infektionen vorkommen. Diese Infektionen sind im allgemeinen
subklinisch, wobei diese subklinische Infektion jedoch aufgrund
von reduziertem Wachstum der Fleischhühner mit signifikanten wirtschaftlichen
Verlusten verbunden ist (McNulty et al., Avian Diseases 35, 263–268, 1991).
Die subklinische Erkrankung kann durch Impfen der Hühner gleich
nach dem Schlüpfen,
vorzugsweise im Alter von einem Tag, verhindert werden.
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Es
besteht eindeutig ein Bedarf an einem sicheren Impfstoff, der einen
effektiven Schutz gegen die mit CAV-Infektionen assoziierte klinische
und subklinische Erkrankung induziert. Da die Möglichkeit der Verbreitung von
Impfstoffviren auf anfällige
Kükenscharen
in der Praxis besteht, sollten lebende CAV Impfstoffe für eine Impfung
der elterlichen Gruppe auf CAVs mit niedriger Pathogenität basieren.
Da die Küken
gegenüber einer
CAV Infektion sehr anfällig
sind, benötigen
Lebendimpfstoffe für
eine direkte Verabreichung an Küken zudem
die Verfügbarkeit
von CAV-Isolaten von niedriger Pathogenität, die die Küken nicht
nachteilig beeinträchtigen.
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Alle
bislang isolierten, natürlich
vorkommenden CAVs sind jedoch pathogen für Küken (McNulty, Avian Pathology
20, 187–203,
1991; Noteborn and Koch, Avian Pathology 24, 11–31, 1995; McNulty, British
Poultry Science 38, 7–13,
1997).
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Zusätzlich führte eine
Abschwächung
der CAV Isolate mittels in vitro Passagen in Zellkultur zu zweideutigen
Resultaten. Bulow und Fuchs (J. Vet. Med. B 33, 568–573, 1986)
berichteten über
eine Abnahme der Pathogenität
des Cux-1 Isolates nach 12 Passagen in MDCC-MSB1 Zellen, was nach
zusätzlichen
100–112 Passagen
weiter reduziert wurde. Yuasa (Nat. Inst. Anim. Health Quarterly
23, 13–20,
1983) und Goryo et al. (Avian Pathology 16, 149–163, 1987) fanden kein Indiz
für eine
Abschwächung
wenn die CAV Isolate 19 beziehungsweise 40 Zellkultur Passagen unterzogen
wurden. Todd et al. (Avian Pathology 24, 171–187, 1995) zeigte eine Abschwächung des
Cux-1 Isolates bei Passagen (173 mal) in MDCC-MSB1 Zellen, es wurde
jedoch erwiesen, dass diese Abschwächung nicht stabil war und
eine Umkehr zu Virulenz stattfand.
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Die
Europäische
Patentanmeldung Nr. 0 533 294 offenbart CAV Isolate, die durch Passagen
in embryonierten Eiern abgeschwächt
wurden. Diese Isolate zeigen immer noch eine gewisse Restvirulenz
für Küken im Alter
von einem Tag und sind deshalb nicht besonders geeignet um Küken, die
jünger
als eine Woche sind, zu impfen. Zusätzlich induzieren diese attenuierten
CAV Isolate Läsionen
in Hühnerembryos,
wodurch diese Impfstoffviren für
eine in ovo Impfung weniger geeignet sind.
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Das
Huhn wurde als natürlicher
Wirt für
CAV betrachtet. Kein CAV wurde in einer Untersuchung von UK Truthahn-
und Enten- Seren
gefunden und mit CAV geimpfte, ein Tag alte Truthahn Küken zeigten
keine klinische Anzeichen von Anämie
und entwickelten keine Antikörper
gegen das Virus (McNulty et al., Avian Pathology 17, 315–324, 1988
und McNulty, Avian Pathology 20, 187–203, 1991). Erst kürzlich berichtete
Farkas et al. (Avian Pathology 27, 316–320, 1998) dass CAV Antikörper in
einer anderen Spezies als Hühner
(d.h. Wachtel) entdeckt wurden.
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung zusätzliche CAVs mit niedriger
Pathogenität
bereitzustellen, die von Vorteil zur Herstellung eines lebenden
CAV-Impfstoffes verwendet werden können, z.B. für eine Impfung
von Fleischhühnern.
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Es
ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung CAVs mit niedriger
Pathogenität,
insbesondere nicht-pathogene CAVs, bereitzustellen, die zur Impfung
von Vögeln,
die am meisten auf CAV anfällig
sind, verwendet werden können,
z.B. für
eine in ovo Impfung oder eine Impfung von ein Tag alten Vögeln.
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Es
wurde nun festgestellt, dass diese Ziele durch Bereitstellen eines
Hühneranämie Virus
(CAV) erreicht werden können,
das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Virus durch eine Referenzprobe
umfassend einen monoklonalen Antikörper R2, der durch eine Hybridoma
Zelllinie ausgeschieden wird, von der eine Probe bei der Europäischen Sammlung
von Tier Zellkulturen (European Collection of Animal Cell Cultures,
ECACC), Salisbury, UK, am 3. Februar 2000 unter der Hinterlegungsnummer
00020304 hinterlegt ist, neutralisiert wird.
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Überraschenderweise
wurde festgestellt, dass natürlich
vorkommende CAV Stämme
mit niedriger Pathogenität
existieren. Die CAVs gemäss
der vorliegenden Erfindung weisen eine bedeutend reduzierte Pathogenität in ein
Tag alten Küken
auf im Vergleich mit bis anhin natürlich vorkommenden CAV Stämmen, wie
durch die Fähigkeit
des Virus eine Thymusatrophie, blasses Knochenmark und/oder Anämie zu induzieren
bestimmt wurde (Tabelle 2) Gleichfalls unerwartet wurde festgestellt,
dass diese CAVs von infizierten Truthähnen im Feld isoliert werden
können.
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Die
CAVs gemäss
der vorliegenden Erfindung können
antigen von den bislang bekannten, von infizierten Hühnern isolierten
CAV Stämmen
sowie von gewissen anderen, von Truthähnen isolierten CAV Stämmen unterschieden
werden.
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Monoklonale
Antikörper
(Moabs) sind zur Identifizierung von Eigenschaften eines infektiösen Agens und
zur Bestimmung von antigenen Ähnlichkeiten
und Unterschieden unter den verschiedenen Isolaten desselben oder
eines ähnlichen
Mikroorganismus nützlich.
In Tabelle 1 wird gezeigt, dass CAVs gemäss der vorliegenden Erfindung
ein Reaktionsmuster mit einem Moab haben, das sich von dem, welches
mit bekannten Hühnerstämmen oder
anderen Truthahnstämmen
mit einem pathogenen Charakter beobachtet wurde, unterscheidet.
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Insbesondere
wurde festgestellt, dass ein CAV Stamm gemäss der vorliegenden Erfindung
ein Virus darstellt, das durch eine Probe umfassend den Moab R2
neutralisiert wird, im Gegensatz zu den bekannten, von Hühnern isolierten
CAV Stämmen,
die durch diesen Moab nicht neutralisiert werden.
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Um
zu untersuchen ob ein CAV Stamm durch eine Probe umfassend den Moab
R2 neutralisiert wird, muss zuerst der neutralisierende Antikörper Titer
der Moab R2 Probe gegen den bei der Europäischen Sammlung von Tier Zellkulturen
(European Collection of Animal Cell Cultures, ECACC), Salisbury,
UK, am 26. Januar 2000 unter der Hinterlegungsnummer 00012608 hinterlegten
CAV Stamm 319 in einem Virus Neutralisationstest gemäss der Beschreibung
in Beispiel 1 festgestellt werden. Je nach Antikörper Titer wird eine Moab R2 Referenzprobe
entweder durch Verdünnung
oder Konzentration der Moab R2 Probe hergestellt, sodass in einem
Virus Neutralisationstest gemäss
der Beschreibung in Beispiel 1, 50 μl einen Antikörper Titer
von 16 (log2) enthalten bei Untersuchung
gegen 300–1000
TCID50 pro 50 μl des CAV Stammes 319.
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Ein
CAV Stamm wird als zugehörig
zu der vorliegenden Erfindung betrachtet, wenn er spezifisch im Virus
Neutralisationstest durch die Moab R2 Referenzprobe neutralisiert
wird. Das bedeutet, dass im Virus Neutralisationstest der Antikörper Titer
der Moab R2 Referenzprobe mindestens 5 (log2)
pro 50 μl
beträgt
bei Untersuchung gegen 300–1000
TCID50 pro 50 μl eines CAV Stammes.
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Die
vorliegende Erfindung stellt insbesondere einen CAV Stamm bereit,
der durch höhere
Verdünnungen
der Moab R2 Referenzprobe neutralisiert wird. CAV Stämme, die
durch höhere
Verdünnungen
der Moab R2 Referenzprobe neutralisiert werden, zeigen auch eine
niedrigere Pathogenität
bei Hühnern.
Demzufolge wird in einer bevorzugten Variante der Erfindung ein
CAV Stamm bereitgestellt, der durch die Tatsache gekennzeichnet
ist, dass der der Antikörper
Titer der Moab R2 Referenzprobe gegen diesen CAV Stamm mindestens 10
(log2) pro 50 μl, mehr bevorzugt mindestens
12 (log2) pro 50 μl oder sogar mindestens 14 (log2) pro 50 μl und
insbesondere mindestens 16 (log2) pro 50 μl beträgt bei Untersuchung
gegen 300–1000
TCID50 pro 50 μl eines CAV Stammes.
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Ein
CAV Stamm, der durch höhere
Verdünnungen
der Moab R2 Referenzprobe neutralisiert wird, ist im wesentlichen
nicht-pathogen für junge
Hühner
und für
Hühnerembryos.
Demzufolge ist ein solcher CAV Stamm insbesondere zur Verwendung
in einem lebenden CAV Impfstoff zur Verabreichung an Hühner, die
am meisten für
eine CAV Infektion anfällig
sind, wie zum Beispiel Hühnerembryos
oder ein Tag alte Küken,
geeignet
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Ein
am meisten bevorzugter Stamm der vorliegenden Erfindung ist der
CAV Stamm 319, wovon eine Probe bei der ECACC unter der Hinterlegungsnummer
Nr. 00012608 hinterlegt ist. In Anbetracht seiner nicht-pathogenen
Eigenschaften, ist dieser Stamm insbesondere als Impfstoff Komponente
zur Immunisierung junger Hühner
und Hühnerembryos
geeignet.
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Die
Identifizierung der neuen CAV Stämme
gemäss
der vorlie genden Erfindung erlaubt die Herstellung von lebenden
CAV Impfstoffen mit niedriger Pathogenität, die Geflügel, insbesondere junge Hühner, gegen Krankheitsbeschwerden,
die von einer Infektion mit CAV herrühren, wirksam schützen. Demzufolge
wird in einer bevorzugten Variante ein wie hierin zuvor beschriebener
CAV Stamm bereitgestellt, der in Lebendform ist.
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Natürlich stellt
die vorliegende Erfindung auch einen CAV Stamm in inaktivierter
Form bereit. Der inaktivierte CAV Stamm kann als Basis für einen
inaktivierten Impfstoff, der insbesondere für eine Impfung von Fleischhühnern geeignet
ist, verwendet werden.
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Ein
CAV gemäss
der vorliegenden Erfindung kann ebenso von Truthähnen im Feld isoliert werden. Kurz
gesagt kann eine serologische Untersuchung von Truthahn-Seren, die
von Truthahngruppen gesammelt wurden, durchgeführt werden, um Serumproben
zu identifizieren, die ein CAV in einem Standard Virus Neutralisationstest
neutralisieren können.
Ein Beispiel solch einer Untersuchung ist in Farkas et al. (1998,
supra) geschildert. Anschliessend kann das CAV von den Organen der
Truthähne
gemäss
der Beschreibung in Beispiel 1 isoliert werden. Schlussendlich kann
ein CAV gemäss
der vorliegenden Erfindung durch Untersuchung der Reaktion mit dem
monoklonalen Antikörper
R2 identifiziert werden.
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Falls
erwünscht
können
die hierin zuvor charakterisierten CAVs mit niedriger Pathogenität den embryonierten
Eiern durch Passagieren dieser CAVs in embryonierten Eiern angepasst
werden, sodass die erhaltenen Viren bis zu hohen Titern in embryonierten
Eiern wachsen können.
Die Europäische
Patentanmeldung Nr. 0 533 294 offenbart, dass die Fähigkeit
eines CAV im Embryo Läsionen
zu induzieren mit einem Wachstumsvorteil assoziiert ist und beschreibt
ferner wie solche Viren erhalten werden können. Demzufolge stellt die
vorliegende Erfindung ebenso CAVs des oben er wähnten Typs bereit, die zusätzlich die
Eigenschaft besitzen, Läsionen
in Hühnerembryos
hervorzurufen. Solche CAVs sind für eine in ovo Impfung von Embryos
im Alter von 17 Tagen und älter
oder eine Impfung von Hühnern
nach dem Schlüpfen
im Alter von einem Tag oder älter geeignet.
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Die
Erfindung stellt in einem weiteren Aspekt einen Impfstoff zur Verwendung
beim Schutz von Geflügel
gegen sowohl klinische wie auch subklinische Krankheitszustände, die
von einer CAV Infektion herrühren, bereit,
umfassend ein CAV gemäss
der vorliegenden Erfindung und einen pharmazeutisch verträglichen
Träger
oder Verdünnungsmittel.
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Das
CAV gemäss
der vorliegenden Erfindung kann als lebendes oder inaktiviertes
Virus in einen Impfstoff eingebaut werden. Die niedrige Pathogenität der vorliegenden
CAVs macht diese Viren jedoch besonders geeignet zum Einbau eines
lebenden CAV Impfstoffes.
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Ein
Impfstoff gemäss
der vorliegenden Erfindung kann mittels konventioneller Verfahren,
die zum Beispiel gewöhnlich
für die
kommerziell erhältlichen
CAV Impfstoffe verwendet werden, hergestellt werden. Die Herstellung
von Veterinär
Impfstoffzusammensetzungen ist ebenso in "Handbuch der Schutzimpfungen in der Tiermedizin" (Hrsg.: Mayr, A.
et al., Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg, Germany, 1984) und "Vaccines for Veterinary
Applications" (Hrsg.:
Peters, A. R. et al., Butterworth-Heinemann Ltd, 1993) beschrieben.
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Kurz
gesagt wird ein geeignetes Substrat mit einem lebenden CAV gemäss der vorliegenden
Erfindung inokuliert und propagiert bis sich das Virus zu einem
erwünschten
infektiösen
Titer oder einem Gehalt an antigener Masse repliziert hat, wonach
das CAV enthaltende Material gesammelt wird und zu einer pharmazeutischen
Zusammensetzung mit prophylaktischer Aktivität formuliert wird.
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Jedes
Substrat, das fähig
ist die Replikation des oben definierten CAV zu unterstützen, kann
zur Herstellung eines Impfstoffes gemäss der vorliegenden Erfindung
verwendet werden. Geeignete Substrate umfassen Zellkulturen, wie
zum Beispiel MDCC-MSB1
Zellen, Hühnerembryonen
und Hühner
für eine
in vivo Impfstoff Herstellung.
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Zur
Herstellung auf Zellkultur wird das Virus im allgemeinen nach Inokulation
der Zellen für
3–10 Tage propagiert,
wonach der Zellkultur Überstand
gesammelt wird und falls erwünscht
gefiltert oder zentrifugiert wird, um Zellablagerungen zu entfernen.
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Andrerseits
kann das CAV gemäss
der vorliegenden Erfindung in embryonierten Hühnereiern propagiert werden
und anschliessend kann das CAV Material mittels Routineverfahren
wie zum Beispiel in der Europäischen
Patentanmeldung Nr. 0 533 294 beschrieben geerntet werden.
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Der
Impfstoff gemäss
der vorliegenden Erfindung enthaltend das lebende CAV kann in Form
einer (gefrorenen) Suspension oder in einer lyophilisierten Form
hergestellt und vertrieben werden. Der Impfstoff enthält zusätzlich einen
pharmazeutisch verträglichen
Träger
oder Verdünnungsmittel,
die gewöhnlich
für solche
Zusammensetzungen verwendet werden. Träger umfassen Stabilisatoren,
Konservierungsmittel und Puffer. Geeignete Stabilisatoren sind zum
Beispiel SPGA, Carbohydrate (wie zum Beispiel Sorbitol, Mannitol,
Stärke,
Sucrose, Dextran, Glutamat oder Glukose), Proteine (wie zum Beispiel
getrocknetes Milchserum, Albumin oder Casein) oder Abbauprodukte
davon. Geeignete Puffer sind zum Beispiel Alkalimetallphosphate.
Geeignete Konservierungsstoffe sind Thimerosal, Merthiolat und Gentamycin.
Verdünnungsmittel
umfassen Wasser, wässrige
Puffer (wie zum Beispiel gepufferte Salzlösung), Alkohole und Polyole
(wie zum Beispiel Glycerol).
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Falls
erwünscht
können
die Lebendimpfstoffe gemäss
der vor liegenden Erfindung ein Adjuvans enthalten. Bespiele geeigneter
Verbindungen und Zusammensetzungen mit Adjuvans Aktivität sind dieselben
wie im folgenden für
die Herstellung von inaktivierten Impfstoffe erwähnt.
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Obwohl
eine Verabreichung mittels Injektion, z.B. intramuskulär, subkutan
des Lebendimpfstoffes gemäss
der vorliegenden Erfindung möglich
ist, wird der Lebendimpfstoff vorzugsweise mittels der zur Geflügelimpfung
gewöhnlich
verwendeten, preiswerten Massenanwendungsverfahren verabreicht.
Diese Verfahren umfassen Trinkwasser- und Spray-Impfung.
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Alternative
Verfahren zur Verabreichung des Lebendimpfstoffes umfassen eine
Verabreichung in ovo, mittels Augentropfen und Schnabeleintauchen.
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Da
die vorliegende Erfindung CAVs bereitstellt, die im wesentlichen
bei Verabreichung in ovo im letzten Quartal der Inkubationsperiode
nicht-pathogen sind, ist eine besonders vorteilhafte Verabreichungsroute eines
Impfstoffs gemäss
der vorliegenden Erfindung die in ovo Verabreichung.
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Im
allgemeinen wird der Impfstoff während
der späten
Phasen der Embryonierung, im allgemeinen während des letzten Quartals
der Inkubationsperiode (Tag 15–21),
vorzugsweise am 18. Tag der Inkubationsperiode in die embryonierten
Eier injiziert.
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Der
Injektionsmechanismus der inkubierten Eier ist nicht besonders kritisch,
vorausgesetzt dass er Gewebe und Organe des Embryos nicht unnötig beschädigt. Zum
Beispiel wird mit einer an der Spritze befestigten Nadel (1–1½ Inch,
ungefähr
22 Gauge) ein kleines Loch in das dicke Ende der Hülle gebohrt
und der Impfstoff wird unter die innere Hüllenmembran und die Chorioallantoismembran
injiziert. Anschliessend werden die geimpften embryonierten Eier
zum Schlüpfen
in einen Inkubator transferiert (US Patent Nr. 4,458,630, 5,427,791,
WO 98156413 and WO 95135121). Vorzugsweise wird der gesamte Embryo-Impfprozess
unter Verwendung automatisierter Impfsysteme, wie zum Beispiel dem
kommer ziell erhältlichen
Inovoject®,
durchgeführt.
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In
einer weiteren Variante stellt die vorliegende Erfindung einen Impfstoff
gegen Krankheitszustände, die
von einer CAV Infektion herrühren,
umfassend das CAV in aktivierter Form dar. Der Vorteil eines inaktivierten
Impfstoffes sind die erhöhten
Werte an schützenden
Antikörpern
von langer Beständigkeit
die erhalten werden können.
Diese Eigenschaft macht einen solchen inaktivierten Impfstoff insbesondere
geeignet für
eine Impfung von Fleischhühnern.
Die Herstellung eines inaktivierten CAV Impfstoffes gemäss der vorliegenden
Erfindung kann mittels in Fachkreisen wohlbekannten Routineverfahren
(wie zum Beispiel in der Europäischen Patentanmeldung
Nr. 0 533 294 beschrieben) erhalten werden.
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Ein
Impfstoff enthaltend das inaktivierte CAV kann zum Beispiel einen
oder mehrere der oben erwähnten
pharmazeutisch verträglichen
Träger
oder Verdünnungsmittel,
die zu diesem Zweck geeignet sind, enthalten.
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Vorzugsweise
umfasst ein inaktivierter Impfstoff gemäss der vorliegenden Erfindung
eine oder mehrere Verbindungen mit Adjuvans Aktivität. Für diesen
Zweck geeignete Verbindungen oder Zusammensetzungen umfassen Aluminiumhydroxid,
-phosphat oder -oxid, Öl-in-Wasser-
oder Wasser-in-Öl-Emulsionen
basierend auf, zum Beispiel einem Mineralöl wie Bayol F® oder
Marcol 52®,
oder ein Pflanzenöl
wie zum Beispiel Vitamin E Acetat, sowie Saponine.
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Inaktivierte
Impfstoffe werden im allgemeinen parenteral, z.B. intramuskulär oder subkutan,
verabreicht.
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Der
Impfstoff gemäss
der vorliegenden Erfindung umfasst eine effektive Dosierung des
hierin zuvor definierten CAV als aktive Komponente, d.h. eine Menge
an immunisierendem CAV Material, die in geimpften Vögeln oder
deren Nachkommenschaft gegen einen Challenge mit einem virulenten
Virus Immunität
hervorrufen wird. Immunität
wird hierin als die Induktion eines bedeutend höheren Masses an Schutz in einer
Vogelpopulation nach Impfung verglichen mit einer ungeimpften Gruppe
definiert.
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Typischerweise
kann der erfindungsgemässe
Lebendimpfstoff in einer Dosis von 102–109 TCID50 pro Vogel,
vorzugsweise in einer Dosis zwischen 102–106 TCID50 verabreicht
werden und ein inaktivierter Impfstoff kann das antigene Äquivalent
von 104–1010 TCID50 pro Vogel
enthalten.
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Obwohl
der CAV Impfstoff gemäss
der vorliegenden Erfindung wirksam in Hühnern verwendet werden kann,
kann ebenso anderes Geflügel
wie zum Beispiel Truthähne
und Wachteln erfolgreich mit dem Impfstoff geimpft werden. Hühner umfassen
Fleischhühner,
Zuchthennen und Legehennen.
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Da
die klinischen und subklinischen Krankheitszustände, die von einer CAV Infektion
herrühren,
primär in
jungen Hühnern,
insbesondere in Fleischhühnern,
beobachtet wurden, stellt die vorliegende Erfindung vorzugsweise
einen Impfstoff zur Verwendung beim Schutz von Fleischhühnern gegen
durch CAV induzierte Krankheitszustände bereit.
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Das
Alter der Tiere, die einen lebenden oder inaktivierten Impfstoff
gemäss
der vorliegenden Erfindung erhalten, kann dasselbe sein wie das
der Tiere, die die zur Zeit bekannten CAV Impfstoffe erhalten. Zusätzlich erlaubt
der niedrige pathogene Charakter der CAVs gemäss der vorliegenden Erfindung
die Verabreichung des CAV Impfstoffes an junge Vögel, d.h. in einem Alter von
weniger als zwei Wochen, insbesondere an ein Tage alte Vögel oder
sogar an Embryos mittels der in ovo Route im letzten Quartal der
Inkubationsperiode. Zum Beispiel können junge Vögel, z.B.
Fleischhühner,
vom Alter von einem Tag an direkt mit dem Lebendimpfstoff gemäss der vorliegenden
Erfindung geimpft werden, um eine subklinische Erkrankung, die von
einer horizontalen Übertragung
von CAV herrührt,
zu verhindern. Eine Impfung des Elternbestandes, wie zum Beispiel Zucht-Fleischhühner, kann
mit tels einem lebenden oder inaktivierten Impfstoff gemäss der vorliegenden
Erfindung oder mittels eines Protokolls umfassend eine Kombination
beider Impfstoffe vorgenommen werden. Der Vorteil dieser Arten von
Immunisierungsprogrammen umfasst den umgehenden Schutz von ein Tag
alter Nachkommenschaft, der durch mütterlich hergeleitete Antikörper, die
vertikal an die jungen Vögel übertragen
werden, bereitgestellt wird. Ein typisches Zucht-Impfprogramm umfasst die Impfung von
Fleischhühnern
von einem Alter von 6 Wochen an mit einem Lebendimpfstoff oder die
Impfung in einem Alter von zwischen 14–18 Wochen mit einem inaktivierten
Impfstoff.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ebenso einen Kombinationsimpfstoff
bereit umfassend zusätzlich
zu dem CAV gemäss
der vorliegenden Erfindung einen oder mehrere Impfstoffkomponenten
anderer Pathogene, die für
Geflügel
infektiös
sind.
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Vorzugsweise
umfasst der Kombinationsimpfstoff einen oder mehrere (inaktivierte)
Impfstoffstämme des
Virus der Marek'schen
Krankheit (MDV), des Infektiösen
Bronchitis-Virus (IBV), des Newcastle Disease Virus (NDV), des infektiösen Bursitis-Virus
(IBDV), des Fowl Adenovirus (FAV), des EDS Virus, des Rhinotracheitisvirus
des Truthahns (TRTV), des infektiösen Laryngotracheitis Virus
(ILTV) und des Reovirus.
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Insbesondere
stellt die vorliegende Erfindung einen lebenden Kombinationsimpfstoff
bereit umfassend einen CAV gemäss
der vorliegenden Erfindung und einen MDV Impfstoffstamm, wie zum
Beispiel HVT. Dieser Kombinationsimpfstoff kann von Vorteil für eine in
ovo Impfung verwendet werden.
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BEISPIELE
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Beispiel 1
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Isolierung
und in vitro Identifizierung der CAV Stämme mit niedriger Pathogenität
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A
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Die
CAV Stämme
wurden von Organen isoliert, die von verschiedenen Truthähnen gemäss des folgenden
Verfahrens hergeleitet wurden:
Die Organe wurden homogenisiert
und für
15 Minuten bei 3000 G zentrifugiert. Der Überstand wurde zu MDCC-MSB1
Zellen gegeben und anschliessend wurden die Suspensionen bei +37°C inkubiert.
Nach 2–3
Tagen Inkubation wurden die Zellen mikroskopisch untersucht und
anschliessend subkultiviert. Dieses Verfahren wurde wiederholt bis
der für
das CAV charakteristische zytopathische Effekt (CPE) auftrat. Wenn
der für
das CAV charakteristische CPE vorhanden war wurde die Suspension
für 15
Minuten bei 3000 G zentrifugiert und anschliessend wurde der Überstand
geerntet und bei –70°C aufbewahrt.
Nachfolgende Passagen wurden gemäss
desselben Verfahrens durchgeführt.
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Die
CAV Hühner
Isolate wurden ebenfalls in MDCC-MSB1 Zellen gemäss des hierin zuvor aufgeführten Verfahrens
multipliziert.
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Eine
weitere Gruppe von CAV Stämmen
gemäss
der vorliegenden Erfindung wurde auf ähnliche Wiese von Truthähnen, die
aus unbekannten Gründen
deprimiert waren, isoliert. Nach Ankunft wurden die Truthähne geopfert
und deren Leber wurden entfernt. Im Laboratorium wurde ein gleiches
Volumen an RPMI 1640 Medium hinzu gegeben und anschliessend wurde
unter Verwendung eines Ultra Turrax ein 50% Leberhomogenat hergestellt.
Nach Zentrifugation für
10 mMInuten bei 4000 G wurde der Überstand durch einen 15 μm Filter
geerntet. Der Überstand
wurde bis zu seiner Verwendung für
die Virus Rückgewinnungsversuche
bei –70°C aufbewahrt.
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Für die Virus
Rückgewinnungsversuche
wurden 0.2 ml von jedem der Leber-Überstände zu 30 ml RPMI 1640 Medium
(5% FCS) enthaltend 3 × 105 MDCC-MSB1 Zellen pro ml hinzugegeben. Nach
Inkubation für
2 oder 3 Tage bei +37°C
(5% CO2) wurden die MDCC-MSB1 Zellen mikroskopisch
auf die Anwesenheit von für
das CAV charakteristische CPE untersucht (grosse geschwollene Zellen
mit einem klaren Zytoplasma). Bei Abwesenheit des für das CAV
charakteristische CPE wurden die Zellen durch Zugabe von 5 ml der
MDCC-MSB1 Zellsuspension zu 25 ml frischem RPMI 1640 Medium (5%
FCS) subkultiviert. Anschliessend wurden die Zellsuspensionen wiederum
für 2 oder
3 Tage bei +37°C
(5% CO2) inkubiert. Die MDCC-MSB1 Zellsuspensionen
wurden bis zu 10 mal oder bis das für das CAV charakteristische
CPE beobachtet wurde subkultiviert.
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Wenn
das für
das CAV charakteristische CPE beobachtet wurde, wurde die Zell-Virus-Suspension
geerntet und für
10 Minuten bei 4000 G zentrifugiert. Der Überstand wurde gesammelt und
bis zu weiterer Verwendung bei –70°C aufbewahrt.
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B
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In
einem anschiessenden Experiment wurde untersucht, ob die CAV Stämme gemäss der vorliegenden
Erfindung von den (bekannten) Hühner
CAV Stämmen
und anderen Truthahn Stämmen
mittels des Virus Neutralisisationstests unter Verwendung des monoklonalen
Antikörpers
R2, positivem und negativem polyklonalen Hühnerserum gegen CAV unterschieden
werden konnten.
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Materialien und Methoden
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CAV Stämme
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- CAV Hühnerstamm
26P4 (Wildtyp und attenuiert): EP Patent Anmeldung Nr. 0 533 294
- CAV Hühnerstamm
Gifu (Wildtyp und attenuiert): EP Patent Anmeldung Nr. 0 533 294
- CAV Hühnerstamm
Angstrom: Angstrom et al., Avian Path. 17, 23–32, 1988
- CAV Hühnerstamm
Cux: von Bülow
et al., Zentralbl. Veterinarmed. 30, 742–750, 1983
- CAV Hühnerstamm
Clone-1: Lamichane et al., Avian Dis. 35, 515–522, 1991
- CAV Hühnerstamm:
Holland Isolat, Referenzstamm
- CAV Truthahnstämme
18938, SP6198, 18933, 17382, 319, 3571, 3533, 3527, 3570, 3572,
18012, 18936, 18010 and 18941.
-
Antikörper gegen CAV
-
- Moab R2
- Positives CAV Serum
- Negatives CAV Serum
-
Virus Neutralisationstest
-
Beginnend
mit mindestens einer 1:16 Verdünnung
wurden zweifache Serienverdünnungen
der Moab Referenzprobe in einer Mikrotiterplatte in Gewebekulturmedium
(RPMI 1640 + 5% FCS) durchgeführt,
um 50 μl
von jeder Verdünnung
zu erhalten (ein positives und ein negatives Referenzserum wurde
unter Verwendung derselben Verdünnungen
mit eingeschlossen). Anschliessend wurde ein gleiches Volumen von
jeder CAV Suspension zu jeder Moab R2 Verdünnung hinzugegeben.
-
Um
gleichzeitig den Titer der CAV Infektiosität im Neutralisationstest zu überwachen,
wurde die CAV Gebrauchsverdünnung
titriert. Demzufolge wurden zehnfache Serienverdünnungen (10–1 bis
10–4)
von jeder CAV Gebrauchsverdünnung
in Röhrchen
ausser halb der Mikrotiterplatte hergestellt. Anschliessend wurden
50 μl von
jeder Verdünnung
zwölffach
in eine Mikrotiterplatte transferiert. Weitere zwölf Vertiefungen
dergleichen Mikrotiterplatte wurden mit 100 μl Gewebekulturmedium gefüllt, um
als negative Kontrolle zu dienen. Anschliessend wurden 50 μl des Gewebekulturmedium
zu den Virus Verdünnungen
hinzugegeben. Die Virus-Moab Gemische und Virusverdünnungen
der Titration wurden dann über
Nacht bei +4°C
inkubiert. Anschliessend wurden 100 μl einer MDCC-MSB1 Zellsuspension
enthaltend 6 × 105 Zellen zu den Virus-Moab Gemischen und
den Virusverdünnungen
und der Kontrolle hinzugegeben. Die Mikrotiterplatten wurden dann
in einen Inkubator (+37°C,
5% CO2) transferiert.
-
Nach
Inkubation von zwei bis drei Tagen bei +37°C wurden die in der Titration
mit eingeschlossenen Zellen auf Anwesenheit eines für das CAV
charakteristischen, zytopathischen Effektes (CPE) untersucht. Wenn
die Titration ergab, dass weniger als 300 bis 1000 TCID50 des
CAV pro 50 μl
vorhanden sind, wurden die im Neutralisationstest und der Titration
mit eingeschlossenen Zellen subkultiviert und nochmals für zwei bis drei
Tage bei +37°C
inkubiert. Dieses Vorgehen von Inkubation und Subkultivation der
Zellen wurde durchgeführt
bis ein CAV Titer von 300 bis 1000 TCID50 pro
50 μl in
der Titration erhalten wurde. Die CAV Titer wurden gemäss der Methode
von Reed und Muench (The American Journal of Hygiene, 27, 493–497, 1937)
berechnet.
-
Die
Antikörper
Titer wurden bestimmt, in dem die zu den Virus-Moab Gemischen hinzugegebenen Zellen
auf die Anwesenheit von für
das CAV charakteristischem CPE untersucht wurden. Der Antikörper Titer (log2) wird als Kehrwert der höchsten Verdünnung der
Moab R2 Referenzprobe, bei welcher die CAV Stämme vollständig neutralisiert wurden,
d.h. kein für
das CAV charakteristisches CPE beobachtet wurde, ausgedrückt. Wenn
der Antikörper
Titer der Moab R2 Referenzprobe < 5
(log2) ist, wurde der spezifische CAV Stamm als nicht
durch Moab R2 neutralisiert erachtet.
-
Resultate Tabelle
1: Log
2 Antikörper Titer gemäss VN Test
bestimmt
-
Schlussfolgerung
-
Der
Virus-Neutralisationstest ergab, dass eine Gruppe von CAV Truthahnstämmen, die
eine niedrige Pathogenität
für Hühner aufweisen,
von attentuierten und pathogenen CAV Hühnerisolaten und pathogenen Truthahnisolaten
unterschieden werden kann (Tabelle 1). Der Moab R2 neutralisiert
nur die wenig pathogenen, von Truthähnen isolierten CAV Stämme, während er
weder die pathogenen Truthahnisolate noch jegliche der bekannten
Hühnerstämme neutralisierte.
Die Resultate der Pathogenitätsexperimente
sind in Beispiel 2 wiedergegeben.
-
Beispiel 2
-
In vivo Charakterisierung
der CAV Stämme
mit niedriger Pathogenität
-
A
-
In
diesem Experiment wurden die CAV Isolate auf ihre Pathogenität in SPF
Hühnern
untersucht. Die Pathogenität
der CAV Isolate wurde mittels makroskopischer Untersuchung des Thymus
und Knochenmarks sowie mittels Bestimmung des Hämatokrit (Ht) Wertes bestimmt.
-
Experimentelles
Design
-
Ein
Tag alte SPF Küken
wurden intramuskulär
mit 1060 TCID50 von
einem der CAV Isolate inokuliert. Eine Gruppe der Küken wurde
nicht inokuliert, um als Kontrolle zu dienen. Im Alter von 14 Tagen
wurde von jeder Gruppe eine Anzahl Küken entfernt. Blutproben wurden
zur Bestimmung des Ht Wertes gesammelt. Der Thymus und das Knochenmark
wurden makroskopisch untersucht. Die restlichen Küken wurden
bis zum Alter von vier Wochen behalten. Vor Beginn des Experimentes
und im Alter von vier Wochen wurden Blutproben gesammelt.
-
Die
Seren wurden auf Abwesenheit/Anwesenheit von CAV Antikörpern mittels
eines hierin zuvor beschriebenen Virus-Neutralisationstests untersucht.
-
Der
effektive Titer der Infektiosität
der für
die Inokulation verwendeten Zubereitungen wurde mittels Titration
auf MDCC-MSB 1 Zellen gemäss
Standardverfahren bestimmt. Die Virus-Zellsuspensionen wurden alle 2 bis 3
Tage bis zu 10 mal subkultiviert. Anschliessend wurde der Endpunkt
mittels mikroskopischer Untersuchung der Zellen auf für das CAV
charakteristische CPE bestimmt. Der Titer wurde gemäss der Methode
von Reed und Muench (1937, supra) berechnet.
-
Resultate
-
Die
Resultate der makroskopischen Untersuchung und der Hämatokrit
Bestimmung sind in Tabelle 2 zusammengefasst.
-
Die
Resultate der Serologie sind in Tabelle 3 zusammengefasst. Keine
CAV Antikörper
konnten in den von 10 ein Tag alten Schlüpfgenossen hergeleiteten Seren
nachgewiesen werden. Ebenso konnten keine CAV Antikörper in
den von vier Wochen alten Kontrollhühner hergeleiteten Seren nachgewiesen
werden. Tabelle
2: Resultate der makroskopischen Untersuchung und Hämatokrit
Bestimmung
Tabelle
3: Serologie Untersuchungsresultate
- ()
- = Standardabweichung
- n.d.
- = nicht bestimmt
-
Schlussfolgerung
-
Die
in diesem Experiment erhaltenen Resultate zeigen, dass die CAV Stämme gemäss der Erfindung im
Vergleich zu den von Hühnern
oder anderen Truthahnstämmen
hergeleiteten CAV Stämmen
eine reduzierte Pathogenität
für Hühner aufweisen.
-
B
-
In
diesem Experiment wurde untersucht, ob die von Truthähnen isolierten
CAV Stämme
für das
CAV charakteristische Embryo Läsionen
hervorrufen. Die europäische
Patentanmeldung Nr. 0 533 294 offenbart attenuierte CAVs mit reduzierter
Virulenz für
Hühner.
Diese vorteilhafte Eigenschaft ist mit der Eigenschaft dieser Viren
des Stands der Technik in embryonierten Eiern Läsionen hervorzurufen assoziiert.
-
Experimentelles
Design
-
Dreissig
befruchtete SPF Eier wurden je mit 0.2 ml von jedem CAV Stamm mittels
der Dottersack Route inokuliert. Das Inokulum Volumen enthielt einen
Infektiositätstiter
von 106.0 TCID50.
Als positive Kontrolle wurden 30 befruchtete SPF Eier mit dem attenuierten
CAV 26P4 Stamm, einem Stamm der dafür bekannt ist Embryoläsionen hervorzurufen,
inokuliert. Dreissig befruchtete SPF Eier, die nicht inokuliert
wurden, wurden als negative Kontrolle mit eingeschlossen. Anschliessend
wurden die Eier in einem Ei-Inkubator
bei +37°C
inkubiert. vom Tag 7 des Embryolebens an wurden die Eier täglich durchleuchtet.
Der Tod eines Embryos, der vor 10 Tagen Embryolebens eintrat wurde
nicht als durch CAV verursacht betrachtet und demzufolge wurden
diese Eier entsorgt. Der Tod eines Embryos, der vom Tag 11 des Embryolebens
an eintrat, wurde als durch CAV verursacht betrachtet und demzufolge
wurden diese Eier gesammelt und makroskopisch auf die Anwesen heit
von durch CAV verursachte Läsionen
untersucht. Am Tage 17 des Embryolebens wurden alle restlichen Embryos gesammelt
und makroskopisch auf die Anwesenheit von durch CAV verursachte
Läsionen
untersucht.
-
Resultate
-
Der
Tod der Embryos ist in Tabelle 4 wiedergegeben.
-
Tabelle
4: Embryo Mortalität
-
Makroskopische Untersuchung:
-
CAV Stamm 319
-
Das
Embryo das am Tage 14 des Embryolebens starb zeigte keine für CAV charakteristische
Läsionen.
Nach makroskopischer Untersuchung der vierzehn überlebenden 17-Tage-alten Embryos
wurden ebenfalls keine für
CAV charakteristische Läsionen
beobachtet.
-
CAV Stamm 18933
-
Nach
makroskopischer Untersuchung der vierzehn überlebenden 17-Tage-alte Embryos
wurden keine für
CAV charakteristische Läsionen
beobachtet.
-
CAV Stamm 18938
-
Das
Embryo das am Tage 14 des Embryolebens starb zeigte keine für CAV charakteristische
Läsionen.
Nach makroskopischer Untersuchung der dreizehn überlebenden 17-Tage-alte Embryos
wurden ebenfalls keine für
CAV charakteristische Läsionen
beobachtet.
-
CAV 26P4 (attenuiert)
-
Die
Embryonen die an den Tagen 14, 15 und 17 des Embryolebens starben
zeigten keine für
CAV charakteristische Läsionen.
Nach makroskopischer Untersuchung der zwölf überlebenden 17-Tage-alte Embryos wurden
in sechs Embryos für
CAV charakteristische Läsionen
beobachtet.
-
Schlussfolgerung
-
Von
diesem Experiment kann geschlossen werden, dass die natürlich vorkommenden,
von Truthähnen
isolierten CAV Stämme
keine Embryoläsionen
hervorrufen.
-
Beispiel 3
-
In ovo Impfung
-
Experimentelles Design
-
Sechzig
18-Tage-alte embryonierte SPF Eier wurden in ovo mit 0.2 ml von
entweder dem kommerziell erhältlichen
CAV Impfstoff Nobilis Stamm P4
® (
EP 0533294 ), dem CAV Stamm 319 oder
Embryohomogenat, das von embryonierten SPF Eiern erhalten wurde
inokuliert. Ein berechneter Titer der Infektiosität von 10
30 TCID
50 wurde pro
Ei inokuliert. Nach Inokulation wurden die Eier zu einem Schlüpfinkubator
transferiert und nach dem Schlüpfen
wurden die Küken
in Negativdruck Isolatoren untergebracht.
-
Im
Alter von 7, 14 und 21 Tagen wurden jeweils 5 Hühner von jeder Gruppe entfernt.
Blutproben wurden vor Bestimmung der Hämatokrit Werte gesammelt. Anschliessend
wurden die Hühner
für eine
Post mortem Untersuchung geopfert. Bei der post mortem Untersuchung
wurde der Thymus und das Knochenmark makroskopisch untersucht.
-
Im
Alter von 6 und 8 Wochen wurden Blutproben von einer Zahl Hühner in
jeder Gruppe gesammelt und die Seren wurden auf die Anwesenheit/Abwesenheit
von CAV Antikörpern
untersucht.
-
Für einen
Zeitraum von acht Wochen nach dem Schlüpfen wurden die Hühner täglich auf
das Vorkommen klinischer Anzeichen von Erkrankung oder Mortalität untersucht.
-
Materialien und Methoden
-
Virus Titration
-
Die
effektiven inokulierten Infektiositätstiter wurden mittels Titration
in MDCC-MSB1 Zellen gemäss hierein
zuvor beschriebenen Standardverfahren bestimmt.
-
Hämatokrit Bestimmung
-
Peripherale
Blutproben wurden in zweifacher Ausführung in heparinisierten Mikrohämatokrit
Kapillarröhrchen
gesammelt. Nach Zentrifugation für
10 Minuten bei 15000 g wurden die Hämatokrit Werte bestimmt. Anschliessend
wurde der mittlere Ht Wert für
jedes Huhn berechnet. Hühner
mit Werten unter 27% wurden als anä misch betrachtet.
-
Makroskopische Untersuchung
-
Nach
makroskopischer Untersuchung wurde der Prozentsatz an betroffenen
Tieren mit Atrophie des Thymus und Blässe des Knochenmarks bestimmt.
-
Beobachtungen auf klinische
Anzeichen von Erkrankung
-
Während des
ganzen Experimentes wurden alle Hühner täglich auf das Vorkommen von
klinischen Anzeichen von Erkrankung oder Mortalität beobachtet.
-
Serologie
-
Serumproben
wurden unter Verwendung eines kompetitiven Enzymgebundenen-Immunosorbent-Assays
(ELISA) mit einem Festphasegebundenen CAV Antigen, einem CAV-spezifischen
biotinylierten monoklonalen Antikörper und an Avidin gekuppeltem
HRP auf die Anwesenheit/Abwesenheit von CAV Antikörpern untersucht.
Die Antikörpertiter
(log2) waren der Kehrwert der höchsten Serumverdünnung bei
welcher der biotinylierte Antikörper
nicht maximal band. Serumproben mit Titern von < 5 (log2) wurden
als negativ für
CAV Antikörper
betrachtet.
-
In ovo Inokulierung
-
Das
glatte Ende von 18 Tag alten embryonierten SPF Eiern wurde mit einer
Iod Lösung
abgetupft um die Oberfläche
zu desinfizieren. Anschliessend wurde mittels eines sogenannten
Eierbohrers ein Loch in die Eierschale gebohrt. Die Eier wurden
dann mit einer der Virusverdünnungen
unter Verwendung von Discardit 1.0 ml Spritzen und Microlance Orange
0.6 × 25
Nadeln inokuliert. Vor dem Transferieren der Eier in einen Schlüpfinkubator
wurden die Löcher
mit Paraffin versiegelt.
-
Resultate
-
Infektiositäts-Titration
-
Die
effektiven Infektiositätstiter,
die in den Inokula gefunden wurden sind im folgenden aufgeführt:
| CAV
Impfstoff Nobilis Stamm P4: | 1019 TCID50 pro Ei |
| CAV
Stamm 319: | 1029 TCID50 pro Ei |
-
Makroskopische Untersuchungsresultate
-
Die
bei der makroskopischen Untersuchung erhaltenen mittleren Werte
sind in Tabelle 5 angegeben.
-
CAV Impfstoff Nobilis
Stamm P4
-
Im
Alter von 7 und 21 Tagen wurden keine Veränderungen des Thymus beobachtet.
Im Alter von 14 Tagen zeigten drei Hühner eine leichte Atrophie
des Thymus und zwei Hühner
zeigten eine moderate Atrophie des Thymus. Im Alter von 7, 14 und
21 Tagen wurden keine Veränderungen
des Knochenmarks beobachtet.
-
CAV Stamm 319
-
Im
Alter von 7, 14 und 21 Tagen wurden keine Veränderungen weder des Thymus
noch des Knochenmarks beobachtet.
-
Negatives Embryo Homogenat
-
Im
Alter von 7, 14 und 21 Tagen wurden keine Veränderungen weder des Thymus
noch des Knochenmarks beobachtet.
-
Bestimmung der Hämatokrit
Werte
-
Die
im Alter von 7, 14 und 21 Tagen bestimmten Hämatokrit Werte sind in Tabelle
6 wiedergegeben.
-
Alle
bestimmten Hämatokrit
Werte lagen über
27%.
-
Serologie
-
Die
mittleren CAV Antikörpertiter
sind in Tabelle 7 wiedergegeben.
-
CAV Impfstoff Nobilis
Stamm P4
-
Im
Alter von sechs Wochen wurden in 15 von 17 Seren CAV Antikörper nachgewiesen.
Im Alter von acht Wochen reagierten alle siebzehn Hühner auf
CAV.
-
CAV Stamm 319
-
Im
Alter von sechs Wochen wurden in 17 von 18 Seren CAV Antikörper nachgewiesen.
Im Alter von acht Wochen reagierten alle achtzehn Hühner auf
CAV.
-
Negatives Embryo Homogenat
-
Im
Alter von sechs und acht Wochen konnten in allen untersuchten Seren
keine CAV Antikörper
nachgewiesen werden.
-
Beobachtungen auf klinische
Anzeichen von Erkrankung
-
Während des
Experimentes wurden keine klinischen Anzeichen von Erkrankung oder
Mortalität
in den mit dem Stamm P4, Stamm 319 oder negativen Embryohomogenat
inokulierten Hühnern
beobachtet.
-
Diskussion
-
Nach
der Inokulation von 18 Tage alten embryonierten Eiern mit dem CAV
Stamm P4 oder dem CAV Stamm 319, wurden während des ganzen Experimentes
keine klinischen Anzeichen von Erkrankung oder Mortalität beobachtet.
Die Bestimmung der Hämatokrit
Werte zeigte, dass keines der Hühner
anämisch
war.
-
Die
serologische Untersuchung zeigte dass die Mehrheit der mit dem CAV
Stamm 319 oder dem CAV Stamm P4 inokulierten Hühner im Alter von sechs Wochen
zu CAV serokonvertierten.
-
Die
makroskopische Untersuchung ergab dass der CAV Stamm P4 nur im Alter
von 14 Tagen eine gewisse leicht bis moderate Thymus Atrophie hervorrief.
Der CAV Stamm P4 rief jedoch keine Veränderungen des Knochenmarks
hervor. Die makroskopische Untersuchung ergab zudem dass der CAV
Stamm 319 keine Veränderungen
des Thymus und des Knochenmarks hervorrief.
-
Schlussfolgerung
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Von
diesem Experiment kann geschlossen werden, dass nach einer in ovo
Inokulierung von 18 Tage alten embryonierten SPF Eiern der CAV Stamm
319 für
Hühner
weniger pathogen ist als der attenuierte CAV Impfstoff Nobilis Stamm
P4. Tabelle
5: Resultate der makroskopischen Untersuchung
Tabelle
6: Hämatokrit
Werte
- n.d.
- = nicht durchgeführt da alle
Hämatokrit
Röhrchen
während
der Zentrfugation zerbrachen
- ()
- = Standardabweichung
Tabelle
7: Serologie Resultate - ()
- = Standardabweichung