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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Stempel für die weiche Lithographie.
Sie betrifft ebenfalls ein Verfahren zum Herstellen eines Stempels
für die weiche
Lithographie, insbesondere für
das Mikrokontaktdrucken, sowie Verwendungen eines solchen Stempels.
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Aus
den vielen Mikrofabrikationstechniken, die zur Verfügung stehen,
ist die weiche Lithographie eine Methode der ersten Wahl in vielen
Laboren zum chemischen Definieren mikro- und nanostrukturierten Flächen geworden
(Xia, Y; Whitesides, G. M.; Annu. Rev. Mater. Sci. 28 (1998), 153–184; Michel,
B. et al.; IBM J. Res. & Dev.
45 (2001), 697–719).
Alle verschiedenen Techniken, die unter dem Begriff "weiche Lithographie" zusammengefasst
werden, haben das Merkmal der Verwendung eines gemusterten Elastomers
als Stempel, Form oder Maske zum Erzeugen von Mikro- und Nanomustern
und -strukturen gemeinsam. Diese verschiedenen Mitglieder schließen Mikrokontaktdrucken
(μCP), Replika-Formung
(„replica
moulding"), Mikrotransferformung
(„micro
transfer moulding"),
Mikroformung in Kapillaren ("micro moulding
in capillaries"),
Lösungsmittel-unterstütztes Mikroformen,
Phasenverschiebungsphotolitographie, Gussformung („cast moulding"), Prägung und Spritzgießen ein.
Ein Überblick über verschiedene weiche
Lithographietechniken kann gefunden werden in Xia et al., 1998,
Annu. Rev. Mater Sci., 28: 153–184.
Unter diesen weichen Lithographietechniken ist die Technik des Mikrokontaktdruckens
das am häufigsten
verwendete Verfahren geworden (Xia et al., ibid). Hier wird eine „Tinte" von Molekülen auf
einer gemusterten Polymerstempeloberfläche verteilt. Anschließend wird
der Stempel mit einem Substrat in Kontakt gebracht. An diesem Punkt
werden die Moleküle
auf die Oberfläche
des Substrats übertragen,
wo sie idealerweise selbstassemblierende Monoschichten („self assembled
mono layers") bilden
(Delamarche, E. et al.; J. Phys. Chem. B 102 (1998), 3324–3334; Delamarche,
E. et al.; J. Am. Chem. Soc. 124 (2002), 3834–3835). Das Mikrokontaktdrucken verwendet üblicherweise
Stempel aus beispielsweise Poly(dimethylsiloxane) (kommerziell zum
Beispiel als Sylgard 184 PDMS erhältlich). Jedoch stellte sich dieses
Polymer mit einem Young'schen
Modul von 3 MPa als zu weich heraus, um Merkmalsgrößen unterhalb
von 500 nm zu definieren (Michel, B. et al.; IBM J. Res. & Dev. 45 (2001),
697–719).
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Stempelmaterialien
in der weichen Lithographie unterliegen einer Selbst-Adhäsion und
mechanischen Belastungen während
des Druckens. Diese Belastungen während des Druckens können bewirken,
dass sich das Material deformiert (Schmid, H.; Michel, B.; Macromolecules
33 (2000), 3042–3049) oder
kollabiert (Delamarche, E. et al.; Adv. Mater. 9 (1997), 741–746). Um
die Probleme der Deformation und des Kollaps aufgrund der Materialeigenschaften des
weichen Sylgard 184 zu vermeiden, sind neue polymere Materialien
auf ihre Eignung für μCP-Zwecke
getestet worden. Der vielversprechendste Ansatz ist ein zusammengesetzter
polymerer Stempel, bestehend aus einer dicken flexiblen PDMS 184-Platte
und einer dünnen
und harten PDMS-Schicht mit der konstruierten Struktur (Schmid,
H.; Michel, B.; Macromolecules 33 (2000), 3042–3049; Odom, T. W. et al.;
Langmuir 18 (2002), 5314–5320).
Das harte PDMS besteht aus einer Mischung aus Vinyl-PDMS-Präpolymer,
einem Platin-Divinyltetramethyldisiloxan-Katalysator,
einem Tetramethyltetravinylcyclotetrasiloxanmodulator und einem
Hydrosilanpräpolymer.
Das resultierende Polymer hat einen Young'schen Modul von 9,7 MPa. Strukturen
mit Merkmalsgrößen von
50 nm wurden unter Verwendung der zusammengesetzten Stempel erzielt
(Odom, T. W. et al.; J. Am. Chem. Soc. 124 (2002), 12112–12113).
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Es
gibt verschiedene Versuche zur Verwendung von nicht-PDMS-Materialien
mit hohem Young'schem
Modul, wie etwa thermoplastische Block-Copolymer-Elastomere (Trimbach,
D. et al.; Langmuir 19 (2003), 10957–10961) und Polyolefinplastomere
(Csucs, G. et al.; Langmuir 19 (2003), 6104–6109). Im ersten Fall konnten
Strukturen bis zu 1 μm
verwirklicht werden. Unter Verwendung der Polyolefinplastomere wurden
Strukturgrößen auf
bis zu 100 nm herab erzielt.
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Choi
und Rogers (Journal of the American Chemical Society, Nr. 125, 2003,
Seiten 4060–4061) offenbaren
Poly(dimethyisiloxan) das mittels Licht aushärtbar ist, sowie seine Verwendung
in weichen lithographischen Anwendungen im Nanometermaßstab.
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EP 1193056 A1 offenbart
ein Siliconelastomerstempel mit hydrophilen Oberflächen und
seine Verwendung beim Mikrokontaktdrucken.
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Das
beim Mikrokontaktdrucken bislang häufig verwendete Material ist
entweder zu weich zum Erzeugen von zuverlässigen Abdrücken unterhalb einer Merkmalsgröße von < 200 nm, oder die
Stempel, insbesondere die höher
auflösenden
zusammengesetzten polymeren Stempel, sind schwierig herzustellen.
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Entsprechend
war es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum
Herstellen eines Stempels bereitzustellen, das leicht durchzuführen ist,
und das die Herstellung von Stempeln ermöglicht, die hinsichtlich der
Auflösung
mindestens so gut wie die aus dem Stand der Technik sind. Darüberhinaus
war es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Stempel bereitzustellen,
der das Mikrokontaktdrucken mit einer Auflösung von < 500 nm ermöglicht, wobei der Stempel leicht
herzustellen und deshalb billig in der Herstellung ist.
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All
diese Aufgaben werden durch einen Stempel für die weiche Lithographie,
insbesondere für
das Mikrokontaktdrucken, gelöst,
dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem ionomeren Polymer gemacht
ist.
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In
einer Ausführungsform
ist das ionomere Polymer Poly(ethylen-co-methacrylsäure), wobei
bevorzugt die Poly(ethylen-co-methacrylsäure) ein Polymer ist, bei dem
Ethylen mit Methacrylsäure
in einem Verhältnis
von 10:1 bis 100:1, bevorzugt > 10 statistisch
copolymerisiert worden ist.
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Bevorzugt
hat die Poly(ethylen-co-methacrylsäure) ein mittleres Molekulargewicht
im Bereich von 50.000 bis 200.000, bevorzugt 100.000–150.000.
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Bevorzugter
sind in der Poly(ethylen-co-methacrylsäure) einige oder alle der Methacrylsäurecarboxylgruppen
in der Form von Zinkcarboxylat oder Natriumcarboxylat.
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In
einer Ausführungsform
hat der Stempel einen Young'schen
Modul > 20 MPa.
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Bevorzugt
umfasst der Stempel weiterhin ein ausgehärtetes Silikon-basierendes
Material, wobei er bevorzugt einen ersten Teil zum Drucken umfasst, wobei
der erste Teil aus dem ionomeren Polymer gemacht ist, und einen
zweiten Teil zum Bereitstellen eines konturgetreuen Kontakts („conformal
contact") des Stempels
mit einer zu bedruckenden Substratoberfläche, wobei der zweite Teil
aus dem ausgehärteten
Silikon-basierenden Material gemacht ist.
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In
einer Ausführungsform
ist das ausgehärtete
Silikon-basierende Material ein Polydimethylsiloxanpolymer, bevorzugt
ein Vinyl-polydimethylsiloxanpolymer.
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Bevorzugt
hat der erste Teil eine Vorderseite zum Drucken und eine Rückseite
gegenüber
der Vorderseite und der zweite Teil ist auf der Rückseite
des ersten Teils so angeordnet, dass der erste Teil wenigstens teilweise
in dem zweiten Teil eingebettet ist, wobei bevorzugter der zweite
Teil einen Rand bereitstellt, der sich über den ersten Teil, bevorzugt
um den gesamten ersten Teil herum erstreckt, wobei der Rand einen
konturgetreuen Kontakt mit einer zu bedruckenden Oberfläche ermöglicht.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
hat die Vorderseite eine strukturierte Oberfläche zum Drucken.
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Die
Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden auch durch ein Verfahren
zum Herstellen eines Stempels für
die weiche Lithographie gelöst,
insbesondere zum Mikrokontaktdrucken, umfassend die Schritte:
- (a) Bereitstellen eines Master ("master") mit einer Oberfläche und
einer Reliefstruktur auf der Oberfläche,
- (b) Bereitstellen einer Polymer-Folie,
- (c) Drücken
des Master in die Polymer-Folie, wodurch eine Prägung der Reliefstruktur auf
der Polymer-Folie hinterlassen wird,
- (d) Lösen
des Master von der geprägten
Polymer-Folie, wobei die Polymer-Folie aus einem ionomeren Polymer,
bevorzugt aus Polyethylen-co-methacrylsäure), gemacht ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
findet Schritt (d) in der Anwesenheit eines Formtrennmittels („release
agent"), zum Beispiel
eines fluorierten Silans, statt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
findet Schritt c) für
eine Zeit im Bereich von 1 min bis 120 min, bevorzugt 10 min bis
60 min, bevorzugter 30 min bis 60 min und am bevorzugtesten > 40 min statt.
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In
einer Ausführungsform
findet Schritt c) mit einem Druck im Bereich von 100 kPa bis 250
kPa, bevorzugt 150 kPa bis 200 kPa, statt.
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Bevorzugt
findet Schritt c) bei einer erhöhten Temperatur
im Bereich von 80°C
bis 150°C,
bevorzugt 100°C
bis 135°C,
bevorzugter 120°C
bis 130°C, am
bevorzugtesten um ungefähr
125°C statt.
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In
einer Ausführungsform
werden der Master oder die Polymer-Folie oder beide auf der erhöhten Temperatur
während
des Schrittes c) gehalten.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
findet Schritt d) nach dem Abkühlen
auf Zimmertemperatur statt.
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Bevorzugt
hat die Polymer-Folie eine Dicke im Bereich von 50 μm bis 500 μm, bevorzugt
75 μm bis
300 μm,
bevorzugter 100 μm
bis 200 μm,
am bevorzugtesten ungefähr
um 150 μm.
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In
einer Ausführungsform
ist die Poly(ethylen-co-methacrylsäure) ein Polymer, bei dem Ethylen mit
Methacrylsäure
in einem Verhältnis
von 10:1 bis 100:1, bevorzugt > 10
statistisch copolymerisiert worden.
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Bevorzugt
hat die Poly(ethylen-co-methacrylsäure) ein mittleres Molekulargewicht
im Bereich von 50.000 bis 200.000, bevorzugt 100.000–150.000.
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Bevorzugter
sind in der Poly(ethylen-co-methacrylsäure) einige oder alle der Methacrylsäurecarboxylgruppen
in der Form von Zinkcarboxylat oder Natriumcarboxylat.
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In
einer Ausführungsform
ist die Folie aus einem Material gemacht, das in der Lage ist, einen Young'schen Modul > 20 MPa nach dem Erhitzen
zu erzielen.
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In
einer Ausführungsform
hat die geprägte Polymer-Folie
eine Vorderseite zum Drucken und eine Rückseite gegenüber der
Vorderseite, und nach Schritt d) wird ein aushärtbares Silikon-basierendes Material
auf die Rückseite
der geprägten
Polymer-Folie gebracht und im Anschluss daran ausgehärtet, wobei
die geprägte
Polymer-Folie so wenigstens teilweise in das ausgehärtete, Silikon-basierende
Material eingebettet ist, wobei bevorzugt die Vorderseite eine strukturierte
Oberfläche
zum Drucken hat.
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In
einer Ausführungsform
ist das aushärtbare
Silikon-basierende Material ein Polydimethylsiloxan-Präpolymer,
bevorzugt ein Vinylpolydimethylsiloxan-Präpolymer, und wird in der Anwesenheit
eines Katalysators, bevorzugt eines Platinkatalysators, und von
Copolymeren aus Methylhydrosiloxan und Dimethylsiloxan ausgehärtet.
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Bevorzugt
wird nach Schritt d) eine Oberfläche,
bevorzugt die Vorderseite der geprägten Polymer-Folie, weiter
modifiziert, wobei bevorzugt die Oberfläche mittels eines Prozesses
weiter modifiziert wird, ausgewählt
aus Plasma-Behandlung, chemischer Modifizierung und Behandlung mit
einem oberflächenaktiven
Mittel.
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Es
sollte beachtet werden, dass eine solche Oberflächenmodifizierung den Zweck
hat, das Anheften der Tinte an die Oberfläche für einen leichten Transferprozess
zu verringern.
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Die
Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden ebenfalls durch einen
Stempel, hergestellt mit dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung,
gelöst.
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Die
Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden ebenfalls durch die Verwendung
eines Stempels gemäß der vorliegenden
Erfindung für
die weiche Lithographie gelöst,
insbesondere zum Mikrokontaktdrucken, wobei der Stempel bevorzugt
mittels Kontaktverfahren („contact
inking") oder eines
Befeuchtungsverfahrens ("wet
inking") mit Tinte
versehen wird.
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Bevorzugt
dient die Verwendung zum Mikrokontaktdrucken von leitenden Leitungen
oder Bahnen, bevorzugt von Gitterstrukturen oder Querbalken-Strukturen.
Insbesondere dient die Verwendung dem Mikrokontaktdrucken von leitenden
Leitungen oder Bahnen, bevorzugt von leitenden Leitungen oder Bahnen,
die einander überkreuzen
und/oder sich miteinander überschneiden
(kreuzende leitende Leitungen/Bahnen oder sich überschneidende leitende Leitungen/Bahnen).
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Bevorzugt
sind die Gitterstrukturen und/oder die Querbalkenstrukturen solche
Strukturen, die aus leitenden Leitungen gemacht sind, bevorzugter
mit einer Breite im Bereich von 10 nm bis 200 nm. In einer Ausführungsform
umfassen die Gitterstrukturen und/oder die Querbalkenstrukturen
Kissen, bevorzugt mit einer Randlänge von ungefähr 100 μm.
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Solche
leitenden Leitungen oder Bahnen können zum Beispiel durch Drucken
einer Struktur unter Verwendung einer anorganischen Tinte, z. B. eines
Metalls, mit Linienbreiten im Bereich von 10 nm bis 100 μm, bevorzugt
10 nm bis 200 nm verwirklicht werden. In einer anderen Ausführungsform
können auch
Kissen mit einer Randlänge
von ungefähr
100 μm gedruckt
werden.
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Wie
hierin verwendet, soll der Begriff „Querbalkenstrukturen" jegliche Struktur
bedeuten, wobei gedruckte Merkmale, wie etwa Linien, einander überkreuzen.
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Die
Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden ebenfalls durch ein Verfahren
zum Mikrokontaktdrucken gelöst,
umfassend die Schritte:
- e) Bereitstellen eines
Stempels gemäß der vorliegenden
Erfindung,
- f) Versehen des Stempels mit Tinte, bevorzugt mittels eines
Kontaktverfahrens („contact
inking”) oder
eines Befeuchtungsverfahrens („wet
inking"),
- g) Drücken
des mit Tinte versehenen Stempels auf ein Substrat.
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Die
Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden auch durch die Verwendung
eines ionomeren Polymermaterials, wie oben definiert, für die weiche Lithographie,
insbesondere Mikrokontaktdrucken, gelöst.
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Die
Erfinder haben überraschenderweise
gefunden, dass ein ionomeres Polymer, insbesondere Poly(ethylen-co-methacrylsäure) die
Herstellung von Stempeln ermöglicht,
die insbesondere für
das Mikrokontaktdrucken geeignet sind. Genauer gesagt ermöglicht eine
Kombination der Technik des heißen Prägens und
die Verwendung einer ionomeren Polymer-Folie die Herstellung von
qualitativ hochwertigen Stempeln, die im Mikrokontaktdrucken verwendet werden
sollen. Die so hergestellten Stempel können ein hohes Seitenverhältnis ("aspect ratio"), z. B. > 2.0 erzielen. Insbesondere
ist gefunden worden, dass eine ionomere Polymer-Folie insbesondere
für diesen
Zweck geeignet ist. Die Stempel sind billig und leicht herzustellen.
Ohne auf eine bestimmte Theorie festgelegt sein zu wollen, wird
davon ausgegangen, dass in einem ionomeren Polymer die Polymerstruktur
drei Regionen hat, nämlich
amorphes Polymer, kristallines Polymer and ionische Cluster. Es
scheint, dass diese Merkmale für
den überlegenen Abriebwiderstand,
Thermoplastizität
und die höhere
Härte verantwortlich
sind. Ein Beispiel, das besonders zu diesem Zwecke nützlich zu
sein scheint, ist ein Poly(ethylen-co-methacryl)copolymer, z. B. kommerziell erhältlich von
DuPont als Surlyn®. Surlyn® ist
ein kommerzielles thermoplastisches ionomeres Harz, das von DuPont
in den frühen
1960iger Jahren eingeführt
worden ist. Seine kommerziellen Anwendungen liegen innerhalb der
Verpackungsindustrie. Einige der Eigenschaften, die Surlyn® herausragend
für solche
Verpackungsanwendungen machen sind seine Versiegelungsleistung,
Formbarkeit, Klarheit, Widerstand gegenüber Öl/Fett und eine hohe Zugfestigkeit im
heißen
Zustand. Eine gute Zugfestigkeit im heißen Zustand ermöglicht eine
höhere
Geschwindigkeit der Verpackungslinie und verringert Packungsfehler. Eine
andere gut bekannte Anwendung von Surlyn® ist seine
Verwendung in der äußeren Schicht
von Golfbällen.
Nach bestem Wissen der Erfinder ist Surlyn® oder
andere ionomere Polymere zur Herstellung von Stempeln für das Mikrokontaktdrucken
nicht verwenden worden. Bei Surlyn® sind
einige der Carboxylgruppen des Methacrylsäureteils in der Form von Zinkcarboxylat
und/oder Natriumcarboxylat.
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Die
Kombination einer ionomeren Polymer-Folie mit heißer Prägetechnik
ist einfach und daher einer Verarbeitung auf industriellem Maßstab zugänglich,
zum Beispiel in roll-to-roll-Herstellungsprozessen.
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Die
Herstellung eines Master, der zum Prägen der Polymer-Folie gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden soll, ist ein Verfahren, das einem Fachmann
bekannt ist und ist zum Beispiel in Xia et al., ibid. beschrieben
worden. Zum Beispiel kann der Master unter Verwendung von mikrolithographischen
Techniken, wie etwa Photolithographie, maschinelle Mikrobearbeitung
(„micro
machining"), Schreiben
mittels Elektronenstrahls, oder aus verfügbaren Relief-Strukturen, wie
etwa Beugungsgitter, TEM-Gitter, Polymer-Kügelchen, die auf festen Trägern angeordnet
sind und Relief-Strukturen, die in Metalle oder Si geätzt sind,
hergestellt werden.
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Der
Prozess des Mikrokontaktdrucken selbst ist im Einzelnen in Xia et
al., ibid. und Michel et al. ibid. beschrieben worden und ist deshalb
einem Fachmann gut bekannt.
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Unter
Verwendung des Verfahrens und des Stempels gemäß der vorliegenden Erfindung
wird eine preiswerte Art zum Herstellen von Mikrokontaktdruckstempeln
bereitgestellt, mit der Strukturen mit einer Auflösung < 100 nm in leichter
Weise verwirklicht werden können.
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Darüberhinaus
haben die Erfinder überraschenderweise
gefunden, dass die Erfindung die Herstellung von zusammengesetzten
Stempel ermöglicht,
die einen ersten Teil für
den tatsächlichen Druckprozess
sowie einen zweiten Teil umfassen, in den der erste Teil zum Drucken
wenigstens teilweise eingebettet ist, wobei der zweite Teil einen
konturgetreuen Kontakt des Stempels mit einer zu bedruckenden Substratoberfläche ermöglicht.
Gemäß der Erfindung
ist der erste Teil aus dem ionomeren Polymer gemacht, während der
zweite Teil aus einem weichen Polymer gemacht ist, bevorzugt einem
Polydimethylsiloxanpolymer, das für ein starkes Anheften des Stempels
gemäß der vorliegenden
Erfindung an eine zu bedruckende Substratoberfläche sorgt. Der zweite Teil
oder „weiche
Polymer"-Teil ist
an der Rückseite des
ersten Teils (oder „ionomeren
Polymerteils") angeordnet
und erstreckt sich bevorzugt über
die Ränder
des ersten Teils, wodurch ein Rand um den ersten Teil bereitgestellt
wird. Wie hierin verwendet, soll der Begriff „der erste Teil ist wenigstens
teilweise in den zweiten Teil eingebettet" bedeuten, dass die Rückseite
des ersten Teils durch den zweiten Teil bedeckt ist, während die
Vorderseite des ersten Teils vollständig zugänglich ist und für den tatsächlichen Druckvorgang
verwendet werden kann.
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Wie
hierin verwendet, soll der Begriff „ionomeres Polymer" ein Copolymer mit
einem Anteil an hydrophoben Monomeren und einem anderen Anteil an
Comonomeren bedeuten, wobei die Comonomere ionische Gruppen tragen.
Diese ionischen Gruppen können
in der Hauptkette (Rückgrat)
des Polymers vorhanden sein, aber auch in Seitenketten des Polymers.
Bevorzugt ist der Anteil an hydrophoben Monomeren größer als
der Anteil der Comonomere, die die ionischen Gruppen tragen. In
einer bevorzugten Ausführungsform
kann der Anteil an Comonomeren, die ionische Gruppen tragen, 15%
erreichen.
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Im
folgenden wird Bezug genommen auf die Figuren, bei denen
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1 einen
herkömmlichen
Stempel gemäß dem Stand
der Technik zeigt, unter Verwendung von SylgardTM 184
PDMS mit Balkenstrukturen im Bereich von einer Balkenbreite von
200 nm bis 2 μm,
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2 ein optisches Mikroskopbild einer gemusterten
Surlyn® Stempeloberfläche (a)
zeigt, und einem Bild derselben Oberfläche, das mit dem Raster Elektronenmikroskop
aufgenommen worden ist (b),
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3 eine
Thiolstruktur zeigt, die mit einem Surlyn®-Stempel
gemäß der vorliegenden
Erfindung unter Fingerdruck auf eine Au-Oberfläche übertragen worden ist (a), und 3b eine weitere übertragene Thiolteststruktur
zeigt,
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4 eine
näherungsweise
20 nm dicke Au-Elektrodenstruktur zeigt, die mit einem Stempel gemäß der vorliegenden
Erfindung gedruckt ist,
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5 eine
Thiolstruktur zeigt, die unter weichem Druck übertragen worden ist, der durch
einen zusammengesetzten Surlyn®/PDMS-Stempel gemäß der vorliegenden
Erfindung bereitgestellt ist, und
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6 das
Prinzip eines zusammengesetzten Stempels gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt,
mit einem weichen Polymerkissen (grau), das eine strukturierte harte
Polymerfolie (schwarz) umfasst, welche der Teil ist, der tatsächlich zum
Drucken verwendet wird.
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Im
folgenden wird Bezug genommen auf die Beispiele, die angegeben werden,
um die Erfindung zu veranschaulichen, nicht um sie zu beschränken.
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Beispiel 1
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Master-Vervielfältigung ("master replication")
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Surlyn® ist
ein hartes Polymer mit einem Young'schen Modul oberhalb von 20 MPa. Dieses Polymer
wird als ein Beispiel eines für
die vorliegende Erfindung nützlichen
Polymers verwendet. Die Vervielfältigung
von Strukturen in dieses Material wird mittels heißer Prägetechnik
unter Verwendung einer dünnen
Surlyn®-Folie
mit einer Dicke von –150 μm verwirklicht.
Für die
Herstellung von Stempeln wird ein SiO2-Master
(hergestellt mittels Elektronenstrahllithographie und anschließendem RIE-Ätzen) und
die Surlyn®-Folie
zwischen zwei mit SDS (Natriumdodecylsulfat) beschichteten Glasplatten
gebracht, und der Master wird bei einer Temperatur von 125°C in die
Folie gedrückt.
Verarbeitungszeiten um 10 min schienen für eine nahezu vollständige Mustervervielfältigung
vernünftig
zu sein. Jedoch führt
ein Ansteigen auf 40 min zu einer signifikanten Vervielfältigungsverbesserung.
Nach dem Abkühlen
auf Zimmertemperatur und Trennen des Stempels aus dem Master kann
eine vollständige
Mus terübertragung
mit derselben Höhe
wie das Mastermuster beobachtet werden. Bei 120°C bildet Surlyn® teilweise
ein Netzwerk, das zu einer Zunahme an Härte führt. Es wurde gemessen, daß das Young'sche Modul oberhalb
20 MPa liegt. 2a) und b) zeigen ein
optisches Mikroskop- und ein SEM-Bild der glatten und nahezu defektfreien
Stempeloberfläche.
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Beispiel 2
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Drucken mit Stempeln, die aus ionomeren
Harzen gemacht sind, z. B. Surlyn®
-
a) Drucken von Molekülen
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Unter
Verwendung von Surlyn® als ein Beispiel stellen
sich ionomere Harze als für
das μCP
geeignete Materialien heraus. Druckexperimente sind unter Verwendung
von Octadecanthiolen als zu übertragende
Materialien gemacht worden. Der Stempel wurde mit Tinte versehen
unter Verwendung eines Kontaktverfahrens und eines Befeuchtungsverfahrens
(„contact
and wet inking").
Für das
Kontaktverfahren wird der Stempel für 2 Minuten auf ein Stück PDMS
gebracht, das einer 10–3 M Thiollösung (in Ethanol) über Nacht
ausgesetzt und danach getrocknet wurde. Alternativ wird im Falle
des Befeuchtungsverfahrens der Stempel durch eine kleine Menge der Moleküllösung bedeckt
(10–3 M),
die direkt auf den Stempel aufgetropft und nach 30 s mit einem Stickstoffstrom
getrocknet wird. Anschließend
wird der Stempel mit einem Au-Substrat in Kontakt gebracht. Fingerdruck
wurde für
5 Minuten aufgebracht, um einen konturgetreuen Kontakt zwischen
dem Stempel und dem Substrat zu erhalten. 3a) und
b) zeigt SEM-Bilder des übertragenen
Musters unter Verwendung eines Stempels, der mit dem Kontaktverfahren mittels
Tinte versehen und mit dem Finger gegen das Au-Substrat gedrückt wurde.
Die strukturierte Fläche wurde
vollständig übertragen.
Zusätzlich
kann eine unspezifische Übertragung
von Molekülen
aufgrund eines gewissen Sackungseffektes beobachtet werden, d. h.
unerwünschte
Flächen
der Stempeloberfläche
waren auch in Kontakt mit dem Substrat. Bis jetzt ist das Drucken
von kleineren Strukturen von bis zu 100 nm unter Verwendung von
Surlyn® mit
seinem hohen Young'schen
Modul als Stempelmaterial erfolgreich realisiert worden (3b).
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b) Drucken von Gold
-
Drucken
von Au-Elektroden auf modifizierten Substratoberflächen ist
ein weiteres Erfordernis, für das
sich Surlyn® als
geeignet herausstellte.
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i) Drucken von Au auf Au-Substrat
-
Näherungsweise
20 nm Au wurden frisch thermisch auf eine nicht modifizierte Surlyn-Stempeloberfläche verdampft.
Der Stempel wurde anschließend
für 15
Stunden auf einem Nonandithiol-beschichteten Au-Substrat gedruckt.
Die Thiolgruppe dient als Ankerungspunkt für die gedruckten Elektroden
(eine Thiolgruppe bindet an das Au-Substrat, während die zweite Thiolgruppe
an die Au-Top-Elektrode bindet). Nachdem der Stempel entfernt wurde, konnte
ein deutlicher Au-Transfer auf die Molekül-bedeckte Au-Oberfläche beobachtet
werden (4). Gemäß dem SEM-Bild der gestempelten
Elektroden (4), ist die Au-Schicht nicht
einheitlich, d. h. die Struktur besteht aus einer großen Menge
an Au-Inseln. Im Vergleich mit den mit Surlyn gedruckten Au-Strukturen
(Kontaktwinkel ~95°),
erscheinen die Au-Strukturen, die mit PDMS gestempelt worden sind
(Kontaktwinkel ~105°)
flach und uniform ohne Inselbildung.
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Bis
jetzt ist es unklar, ob diese Inselbildung auf der Stempeloberfläche vor
der Übertragung
oder während
der Übertragung
auf das Substrat stattfindet. Jedoch wird erwartet, dass eine einheitliche Au-Elektrodenstruktur
erzielt werden kann, indem einfach entweder dickere (~50 nm) Au-Schichten
auf dem Stempel verwendet werden, oder indem die Surlyn-Oberfläche modifiziert
wird. Nach beispielsweise einer Plasmabehandlung enthält Surlyn
Oberflächen-OH-Gruppen
die zum Anhängen
von Molekülen mit
terminalen Gruppen verwendet werden können, die die Hydrophilie der
Oberfläche
verändern
können.
Hydrophilere Oberflächen
führen
zu kontinuierlichen und glatten Au-Filmen auf der Polymeroberfläche.
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ii) Drucken von Au auf SiO2-Substrat
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Als
eine Modifizierung ist das Drucken von Au auch auf SiO2-Oberflächen möglich, die
mit Aminosilanen oder Mercaptosilanen funktionalisiert sind, d.
h. Trimethoxysilylpropylethylendiamin bzw. Mercaptopropyltriethoxysilan.
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In
diesem Fall bindet das Si-Atom des Silans über eine O-Brücke an die
Substratoberfläche,
während
die Amino- oder die Mercaptogruppe als ein Ankerpunkt für die gedruckte
Au- Elektrode dient.
Erforderlich für
diesen Prozess ist, dass die SiO2-Oberfläche homogen
mit der erforderlichen funktionellen Gruppe bedeckt ist.
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iii) Schmiermittel für die Übertragung von Au
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Für die erfolgreiche Übertragung
von Au auf SiO2-Oberflächen sind die Wechselwirkungskräfte an den
Schnittstellen zwischen Stempel/Au und Au/modifizierte SiO2-Oberfläche
wesentlich. Eine starke Adhäsion
zwischen Au und dem Surlyn-Stempel inhibiert die Au-Übertragung. Ein Schmiermittelfilm
zwischen der Au-Schicht und der Surlyn-Oberfläche kann die Adhäsionskraft
verringern und deshalb einen vollständigen und unproblematischen Übertragungsprozess
ermöglichen.
Fluorosilane könnten
als Schmiermittel dienen, da sie über Carboxylgruppen an die
Polymeroberfläche
binden, wobei sich die Carboxylgruppen an der Polymeroberfläche befinden. Das
F-Atom minimiert aufgrund seiner hohen Hydrophobie die Adhäsion des
Au-Films an den Stempel. Vor der Verdampfung von Au auf den Stempel
muss seine Oberfläche
mit dem geeigneten Fluorsilan modifiziert werden. Der Fluorsilanisierungsprozess
kann entweder in Vakuum über
die Gasphase oder in Lösung
durchgeführt
werden. In beiden Fällen
ist eine Aktivierung der Stempeloberfläche mit OH-Gruppen notwendig
um einen Ankerpunkt für
die Moleküle
auf der Polymeroberfläche
bereitzustellen.
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Beispiel 3
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Zusammengesetzte Stempel
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Ein
weiterer kritischer Parameter für
die Musterübertragung
ist der Kontakt zwischen den Stempeln und der Oberfläche. Üblicherweise
wird der Stempel auf die Oberfläche
gedrückt,
um einen konturgetreuen Kontakt zwischen dem Stempel und dem Substrat
zu erzielen. Zusammengesetzte Stempel sind vorgeschlagen und in
der Vergangenheit für zwei
verschiedene Arten von PDMS beschrieben worden. Sie bestehen aus
einer dicken flexiblen PDMS 184-Platte
und einer dünnen
und harten PDMS-Schicht mit der entworfenen Struktur (Schmid, H.;
Michel, B.; Macromolecules 33 (2000), 3042–3049; Odom, T. W. et al.;
Langmuir 18 (2002), 5314–5320).
Das harte PDMS enthält
eine Mischung aus Vinyl-PDMS-Präpolymer,
einem Platindivinyltetramethyldisiloxankatalysator, einem Tetramethyltetravinylcyclotetrasiloxanmodulator
und einem Hydrosilanpräpolymer.
Das resultierende Polymer hat einen Young'schen Modul von 9,7 MPa. Strukturen
mit Merkmalsgrößen von
50 nm wurden unter Ver wendung der zusammengesetzten Stempel erzielt (Odom,
T. W. et al.; J. Am. Chem. Soc. 124 (2002), 12112–12113).
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung werden zusammengesetzte zweischichtige Stempel,
die ionomere Harze, z. B. Surlyn, enthalten, als eine mögliche Lösung vorgesehen,
um das Problem der geringen Adhäsionskraft
des ionomeren Materials, z. B. Surlyn, auf einer Seite und einen
Sackungseffekt durch Aufbringen von Druck auf der anderen Seite
zu überwinden,
d. h. die Verwendung von zweischichtigen Stempeln. Diese zusammengesetzten
Stempel bestehen aus einer dünnen
(~150 μm) Surlyn-Schicht,
enthaltend das tatsächliche
Stempelmuster sowie eine dickere (~2 mm) zweite PDMS-Schicht. Die
PDMS-Schicht wird als eine Flüssigkeit
auf die Surlyn-Rückseite
gegossen und anschließend
ausgehärtet.
Diese zweite PDMS-Schicht garantiert einen konturgetreuen Kontakt
der Stempeloberfläche
auf die Substratoberfläche.
Durch ihr Körpergewicht
und ihre Eigenschaft, sich selbst auf die Oberfläche anzusaugen, drückt die
PDMS-Schicht die Surlyn-Schicht weich auf das Substrat und gleicht parallel
alle Unebenheiten einer Oberfläche
aus. Um diesen Effekt zu verstärken,
könnte
die PDMS-Schicht größer als
der Surlyn-Film sein, der zu einem direkten Kontakt zwischen PDMS
und dem Substratmaterial an den Surlyn-Rändern führt. Da PDMS die Eigenschaft
hat, sich selbst auf die Oberfläche
anzusaugen, sollte der Stempel weich bis zu einem konturgetreuen
Kontakt gedrückt
werden. Der weiche Druck aufgrund der Adhäsion des PDMS vermeidet den
Sackungseffekt (5). Daher bestehen zusammengesetzte
Stempel gemäß der vorliegenden
Erfindung aus einer dünnen
strukturierten harten ionomeren Polymer-Folie, z. B. SurlynTM-Folie, und einem weichen Polymerkissen
(bevorzugt PDMS) mit überlappenden
Rand. Der Vorteil der Verwendung eines weichen Polymermaterials
auf der Polymer-Folie ist es, ein flexibles Stempel-Rückgrat bereitzustellen. Das
Gewicht des dickeren weichen Polymer-Rückens und insbesondere die
Adhäsionskraft
zwischen dem Rand und dem Substrat ermöglicht einen konturgetreuen
Kontakt der strukturierten Polymer-Folie mit der Substratoberfläche und
sorgt für den
geeigneten Druck für
den Druckprozess.
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Die
in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder
in den beigefügten
Zeichnungen offenbarten Merkmale können sowohl getrennt als auch
in beliebiger Kombination davon zur Verwirklichung der Erfindung
in ihren verschiedenen Formen wesentlich sein.