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Die
vorliegende Erfindung betrifft rot leuchtende Tintenzusammensetzungen,
die einen Europiumkomplex enthalten, dessen Absorptionswellenlänge innerhalb
des ultravioletten Bereichs liegt und dessen Fluoreszenz-Lumineszenz-Bereich
innerhalb des roten Bereichs liegt.
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In
den letzten Jahren kam der Begriff „funktionelle organische Verbindung" in Gebrauch und
organische Substanzen zur Verwendung in elektronischen oder optischen
Geräten
wurden rege untersucht. Unter derartigen Substanzen sind leuchtende
Verbindungen (selbstleuchtende Verbindungen) bekannt, die in der Lage
sind, ein Photolumineszenz-(PL)-Phänomen zu zeigen.
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Eine
Anwendung der leuchtenden Verbindungen ist Sicherheitstinte. Die
Sicherheitstinte ist eine Tinte, bei der die Schrift unter sichtbarem
Licht unsichtbar ist, jedoch emittiert die Schrift Licht, wenn sie
mit ultravioletten Strahlen, z. B. einer Schwarzlichtlampe bestrahlt
wird, und man kann die aufgezeichnete Information lesen.
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Die
Sicherheitstinte wird zur Verhinderung von Fälschung oder zur Verhinderung
von Kopieren oder der Aufzeichnung einer geheimen Information verwendet.
Zum Beispiel, wenn Chargennummern oder Artikelcodierungen mit einer
Sicherheitstinte aufgezeichnet werden, wird es einfach, die Verteilungswege
der Waren zu verfolgen oder die Herstellung oder Verteilung von
gefälschten
Produkten zu verhindern, und die Gefahr der Manipulation oder Beschädigung der
aufgezeichneten Informationen wird verringert, da die Information
unter sichtbarem Licht unsichtbar ist.
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In
der Japanischen Offenlegungsschrift Nr. 2000-144029 wird eine Tintenzusammensetzung
mit den folgenden Merkmale vorgeschlagen: innerhalb des sichtbaren
Bereichs des Lichts im Wesentlichen unsichtbar zu sein; einen Europium-(Eu)-Komplex
zu enthalten, der bei einer Wellenlänge von 615 ± 20 μm ein Emissionszentrum
aufweist, wenn er ultravioletten Strahlen ausgesetzt wird; ein Polyvinylharz
zu enthalten; als einen neutralen Liganden mindestens eine Verbindung
vom Phosphorsäuretyp
zu enthalten, der aus einer Phosphinoxid-Verbindung, einer Phosphinsulfid-Verbindung
und einer Phosphin-Verbindung ausgewählt ist; und nicht weniger
als 94% Wasser und/oder Ethanol in einem Lösungsmittel zu enthalten.
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In
der Japanischen Offenlegungsschrift Nr. 2000-160083 wird eine Tintenzusammensetzung
für das Tintenstrahldrucken
vorgeschlagen, die als ein leuchtendes Material 0,001 bis 5 Gew.-% der 4,4,4-Trifluor-1-(2-thienyl)-1,3-butandionat·Europium-Chelatverbindung
enthält
und auch nicht weniger als 70 Gew.-% eines alkoholischen Lösungsmittels
als Lösungsmittel
enthält.
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Mit
Bezug auf die Tintenzusammensetzung, die einen Europiumkomplex als
leuchtende Verbindung verwendet, sind bekannt: eine wässrige Tinte,
die sichtbar wird, wenn sie mit ultravioletten Strahlen bestrahlt wird
(Japanische Patentveröffentlichung
Nr. S54(1979)-22336),
ein fluoreszierender Europiumkomplex für thermischen Transfer (Japanische
Patentveröffentlichung
Nr. H6(1994)-15269), eine leuchtende Tintenzusammensetzung, die
einen Europiumkomplex enthält,
wobei ein zweizähniger
Ligand, z. B. ein Bipyridinderivat oder ein Phenantrolinderivat,
das Europiumatom komplex bindet (Japanische Offenlegungsschrift
Nr. H3(1991)-50291) und eine Tintenzusammensetzung, die einen Tetra(benzoyltrifluoracetonat)Europium-Komplex
mit einem Ammoniumsalz als Gegenion enthält (Japanische Offenlegungsschriften
Nr. S64(1989)-6085 und Nr. S64 (1989)-26583).
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US-A-5,837,042
und WO-A-97/10307 beschreiben Tintenstrahlzusammensetzungen, die
einen fluoreszierenden farbgebenden Stoff, einen Trägerstoff
für die
Tinte und gegebenenfalls ein oder mehrere Bindemittelharze umfassen.
Der farbgebende Stoff umfasst ein Seltenerdmetall und einen Chelatliganden,
ist durch ultraviolettes Licht mit einer Wellenlänge von etwa 275 nm bis etwa
400 nm anregbar und fluoresziert bei einer Wellenlänge von
etwa 550 nm bis etwa 700 nm.
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US-A-5,693,693
offenbart unsichtbare Tinten auf Wachsbasis, die Licht bei verschiedenen
Wellenlängen
im sichtbaren Bereich emittieren, wenn sie durch UV-Licht angeregt
werden.
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US-A-5,542,971
betrifft Tinten, die bei verschiedenen Wellenlängen der einfallenden Strahlung
selektiv anregbar sind.
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US-A-4,833,311
beschreibt ein Sicherheits-Markierungsverfahren, ein Gerät zum Detektieren
einer Sicherheits-Markierung, Treuhand-Dokumente, die mit Sicherheits-Markierungen
bereitgestellt werden, indem auf Seltenerdmetalle-Komplexbildner
zurückgegriffen
wird, die aus mindestens zwei seltenen Erden bestehen und bei denen
die Fluoreszenz-Wellenlängen
als Funktionen der Temperatur variieren, und ein Treuhand-Dokument,
das einen solchen Komplexbildner (solche Komplexbildner) enthält.
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JP-A-01
026 583 offenbart Lumineszenzverbindungen der Formel I, wie definiert,
sowie Tintenzusammensetzungen und Polymerzusammensetzungen, die
diese Verbindung enthalten. Die Lumineszenzverbindung von JP-A-01
026 583 ist ein Ammoniumsalz eines Europiumkomplexes mit Thenoyltrifluoracetonat-Liganden.
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JP-A-01
006 085 offenbart Lumineszenzverbindungen der Formel I, wie definiert,
sowie Tintenzusammensetzungen und Polymerzusammensetzungen, die
diese Verbindung enthalten. Die Lumineszenzverbindung von JP-A-01
006 085 ist ein Ammoniumsalz eines Europiumkomplexes mit Benzoyltrifluoracetonat-Liganden.
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US-A-3,473,027
offenbart ein Verfahren zur Aufzeichnung und zum Gewinnen von Informationen
unter Verwendung von Photolumineszenz-Tinten, die unter ultravioletter
Beleuchtung lumineszieren.
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Betrachtet
man die praktische Verwendung als Sicherheitstinte, ist es erforderlich,
dass eine Schrift oder eine Sicherheits-Information, die mit der
Tinte aufgezeichnet ist, Licht in solch einem Ausmaß emittiert, dass
die Tinte deutlich sichtbar ist, wenn sie mit ultravioletten Strahlen,
z. B. einer Schwarzlichtlampe (365 nm-Licht) bestrahlt wird. Jedoch
weisen die herkömmlichen
leuchtenden Verbindungen oder Tintenzusammensetzungen eine unbefriedigende
Emissionsintensität
auf oder haben ein Stabilitätsproblem,
wenn die Tinte Alkohol als Lösungsmittel
enthält.
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Deshalb
besteht Bedarf nach der Bereitstellung einer rot leuchtenden Tintenzusammensetzung,
die eine ausgezeichnete Emissionsintensität zeigt, so dass eine aufgezeichnete
Schrift oder ein aufgezeichnetes Bild, das im Wesentlichen im Bereich
des sichtbaren Lichts unsichtbar ist, visuell deutlich erkannt werden
kann.
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Die
vorliegende Erfindung beabsichtigt die vorstehend beschriebenen, üblichen
Probleme bezüglich der
Emissionsintensität,
der Stabilität
der Tinten in Lösung
und der Beständigkeit
der Sicherheitsinformation zu lösen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine rot leuchtende
Tintenzusammensetzung bereitzustellen, die im Wesentlichen unter
sichtbarem Licht farblos ist, jedoch eine Absorption innerhalb einer
Wellenlänge
im ultravioletten Bereich aufweist, wenn sie durch ultraviolettes
Licht angeregt wird, die eine intensive Emission bei einer Wellenlänge nahe
einer roten Farbe (600–635
nm) erzeugt.
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Diese
Aufgabe wurde durch eine rot leuchtende Tintenzusammensetzung gelöst, umfassend
einen Europiumkomplex der folgenden Formel:
wobei R
1 ein
Wasserstoffatom oder ein aus einem Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
einem Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und einem Halogenatom
ausgewählter
Substituent ist, R ein aus einem Alkylrest, der Fluor umfasst, mit
1 bis 20 Kohlenstoffatomen, einem substituierten oder unsubstituierten
Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, einem substituierten oder
unsubstituierten Aralkylrest mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen und
einem substituierten oder unsubstituierten Arylrest mit 6 bis 12
Kohlenstoffatomen ausgewählter
Rest ist. Dieser kann die vorstehend erwähnte Aufgabe lösen.
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Von
den rot leuchtenden Tintenzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
ist eine rot leuchtende Tintenzusammensetzung, umfassend 0,001 bis
5,0 Gew.-% eines Europiumkomplexes der Formel:
bevorzugt,
wobei R ein
aus einem Alkylrest, der Fluor umfasst, mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen,
einem substituierten oder unsubstituierten Alkylrest mit 1 bis 6
Kohlenstoffatomen, einem substituierten oder unsubstituierten Aralkylrest mit
7 bis 10 Kohlenstoffatomen und einem substituierten oder unsubstituierten
Arylrest mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen ausgewählter Rest ist, und nicht weniger
als 60 Gew.-% eines alkoholischen Lösungsmittels.
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Es
ist möglich
eine Tintenzusammensetzung bereitzustellen, die auf den Gebieten
der Bürodokumente,
des verdeckten Drucks, wie Markierungen und Strichcodes auf verschiedenen
Typen von Behältern,
und auf dem Gebiet gedruckter Materialien mit Sicherheitsfunktionen
nützlich
ist, da sie im Wesentlichen unter sichtbarem Licht unsichtbar ist,
jedoch unter ultraviolettem Licht eine intensive Emissionsfarbe
im roten Bereich zeigt.
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Bisher
waren β-Diketon-Komplexe
vom Seltenerdmetall-, d. h. vom Europium-Typ als rot leuchtende Verbindungen
für eine
Tintenzusammensetzung bekannt. Zu derartigen Europiumkomplexen gibt
es viele Vorschläge
bezüglich
Europiumkomplexen vom Thenoyltrifluoraceton- oder Benzotrifluoraceton-Typ,
die als neutralen Liganden einen einzähnigen oder zweizähnigen Liganden
aufweisen. Jedoch ist keine Tintenzusammensetzung bekannt, die einen
Europiumkomplex vom Naphthoyltrifluoraceton-Typ enthält, der frei von einem neutralen
Liganden ist.
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1 zeigt
die Emissionsspektren der leuchtenden Verbindungen 1 bis 3 und der
Verbindungen der Vergleichsbeispiele 1 bis 4, die in den Synthesebeispielen
erhalten wurden;
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2 zeigt
die Emissionsspektren der Tintenzusammensetzungen der Beispiele
2, 3 und 4 und der Vergleichsbeispiele 1, 2, 3 und 4, unter Verwendung
eines Polyvinylpyrrolidon-Harzes;
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3 zeigt
die Emissionsspektren der Tintenzusammensetzungen der Beispiele
5, 6 und 7 und der Vergleichsbeispiele 5, 6, 7 und 8, unter Verwendung
eines Polyvinylbuyral-Harzes; und
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4 zeigt
die Emissionsspektren der Tintenzusammensetzungen der Beispiele
8, 9 und 10 und der Vergleichsbeispiele 9, 10, 11 und 12, unter
Verwendung eines Polyacrylat-Harzes.
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Die
leuchtenden Verbindungen der Formel (I) oder (II), die in den rot
leuchtenden Tintenzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung enthalten
sind, sind Europiumkomplexe von einem Typ, die im ultravioletten
Licht anregbar sind, wobei drei Moleküle des bestimmten β-Diketon-Derivats
mit einer daran gebundenen 2-Naphthylgruppe an ein dreiwertiges
Europiumatom (Seltenerdmetall) koordinieren.
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In
Formel (I) kann der Substituent R1 in dem
2-Naphthylrest ein Alkylrest, ein Alkoxyrest oder ein Halogenatom
sein. Genauer ist der Substituert R1 in
dem 2-Naphthylrest ausgewählt
aus einem Alkylrest mit 1 bis 4, bevorzugt 1 bis 2 Kohlenstoffatomen,
einem Alkoxyrest mit 1 bis 4, bevorzugt 1 bis 2 Kohlenstoffatomen
und einem Halogenatom.
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Bestimmte
Beispiele des 2-Naphthylrests schließen eine 2-Naphthylgruppe,
einen 2-Naphthylrest,
der mit einem Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituiert
ist, wie einer 1-Methyl-2-naphthylgruppe, 3-Methyl-2-naphthylgruppe,
4-Methyl-2-naphthylgruppe, 5-Methyl-2-naphthylgruppe,
6-Methyl-2-naphthylgruppe, 7-Methyl-2-naphthylgruppe, 8-Methyl-2-naphthylgruppe
und einer 4-Ethyl-2-naphthylgruppe; einen 2-Naphthylrest mit einem
Alkoxyrest, der 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweist, substituiert
ist, wie eine 1-Methoxy-2-naphthylgruppe,
3-Methoxy-2-naphthylgruppe, 4-Methoxy-2-naphthylgruppe, 5-Methoxy-2-naphthylgruppe,
6-Methoxy-2-naphthylgruppe, 7-Methoxy-2-naphthylgruppe, 8-Methoxy-2-naphthylgruppe
und eine 6-Ethoxy-2-naphthylgruppe; und einen mit Halogen substituierten
2-Naphthylrest ein.
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Der
Rest R in der Formel (I) oder (II) kann ein Fluor-haltiger Alkylrest,
ein substituierter oder unsubstituierter Alkylrest, ein substituierter
oder unsubstituierter Aralkylrest oder ein substituierter oder unsubstituierter
Arylrest sein. Genauer ist R ein Fluor-haltiger Alkylrest mit 1
bis 20 Kohlenstoffatomen, wie eine CF3-Gruppe,
CHF2-Gruppe, CH2F-Gruppe,
C2F5-Gruppe, CH(CF3)2-Gruppe, CF2CF2CF3-Gruppe,
C7F15-Gruppe oder eine
CnF2n+1-Gruppe (wobei
n eine ganze Zahl von 1 bis 20 ist); ein Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
wie eine Methylgruppe, Ethylgruppe und Isopropylgruppe; ein Aralkylrest
mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen, wie eine Benzylgruppe und ein Benzylrest,
der mit mindestens einem Fluoratom substituiert ist; eine Phenylgruppe;
ein Phenylrest mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, der mit einem Fluoratom
oder einem Alkylrest substituiert ist; und ein Arylrest mit 10 bis
12 Kohlenstoffatomen, wie eine Naphthylgruppe. Der Rest R ist im
Allgemeinen bevorzugt eine CF3-Gruppe und
ist insbesondere bevorzugt ein Perfluoralkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen,
wie eine CnF2n+1-Gruppe
(wobei n eine ganze Zahl von 1 bis 20 ist) und ein Perfluoralkylrest
mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen.
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Bestimmte
Beispiele der Europiumkomplexe (I) oder (II), die in den Tintenzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung enthalten sind, sind wie folgt:
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Die
Europiumkomplexe (I) oder (II), die in den Tintenzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung enthalten sind, können ohne weiteres durch Erhitzen
und Mischen von beispielsweise 4,4,4-Trifluor-1-(2-naphthyl)-1,3-butandion
(3 mol) als ein β-Diketon-Derivat
und dreiwertigem Europiumchlorid (1 mol) in Gegenwart von 1 N NaOH
in einem organischen Lösungsmittel
(z. B. Ethanol) erhalten werden.
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Der
so erhaltene Europiumkomplex ist ein farbloses Pulver und wird für die Tintenzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung als Fluoreszenz-Lumineszenz-Entwickler (leuchtende
Verbindungen) verwendet, die im ultravioletten Licht anregbar sind.
Die Tintenzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können erhalten
werden durch Lösen
dieses Europiumkomplexes in einem flüssigen Medium, vorzugsweise
einem alkoholischen Lösungsmittel
und gegebenenfalls durch Vermischen dessen mit Bestandteilen, die üblicherweise
in Tintenzusammensetzungen enthalten sind, wie einem Bindemittelharz
und verschiedenen Typen von grenzflächenaktiven Mitteln. Das alkoholische
Lösungsmittel
bezieht sich auf ein Lösungsmittel,
das Alkohol als Hauptkomponente enthält. Zum Beispiel umfasst das
alkoholische Lösungsmittel
ein Gemisch aus Alkohol und Wasser, wenn das Gemisch den Alkohol
als Hauptkomponente enthält.
Die Hauptkomponente bezieht sich auf die Komponente, die in dem
Lösungsmittel
in einer Menge von nicht weniger als 60 Gew.-%, vorzugsweise nicht
weniger als 80 Gew.-%, enthalten ist.
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Die
Menge an Europiumkomplex, die gemischt wird, wird auf eine Menge
festgesetzt, so dass die Konzentration des Europiumkomplexes in
der Gesamtmenge der Tintenzusammensetzung auf 0,01 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise
auf 0,1 bis 3 Gew.-%, kommt. Wenn die Konzentration des Europiumkomplexes
in einer Tintenzusammensetzung weniger als 0,001 Gew.-% beträgt, wird
die Menge der Lichtemission gering und es wird schwierig, die Emission
zu lesen. Wenn die Konzentration an Europium 5 Gew.-% übersteigt,
kann Selbstabsorption auftreten und die Emissionsintensität wird verringert.
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Bestimmte
Beispiele für
das alkoholische Lösungsmittel,
das in den Tintenzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung verwendet
werden soll, schließen
einen aliphatischen Alkohol, wie Methanol, Ethanol, Propanol, Isopropanol
und Gemische davon, ein. Das alkoholische Lösungsmittel kann bis zu 30
Gew.-%, bevorzugt bis zu 10 Gew.-%, Wasser enthalten. Die Kombinationsmenge
des alkoholischen Lösungsmittels,
das mit den Tintenzusammensetzungen gemischt werden soll, beträgt vorzugsweise
nicht weniger als 60 Gew.-%, mit anderen Worten, von 60 Gew.-% bis
zum Gesamtrest, bezogen auf die Gesamtgewichte der Tintenzusammensetzungen.
Stärker
bevorzugt beträgt
die Kombinationsmenge des alkoholischen Lösungsmittels 80 bis 95 Gew.-%,
bezogen auf die Gesamtgewichte der Tintenzusammensetzungen.
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Ferner
kann zum Zwecke der Verbesserung der Stabilität der Tinte oder zur Vermeidung,
dass Tinte an der Stiftspitze oder einer Düse trocknet, ein Ether-Lösungsmittel,
wie Ethylenglykolmonomethylether, Ethylenglykolmonoethylether und
Propylenglykolmonomethylether, ein Glykol-Lösungsmittel (ein zweiwertiges
alkoholisches Lösungsmittel),
wie Ethylenglykol, Diethylenglykol und Propylenglykol, oder ein
Polyol, wie 1,2-Hexandiol und 2,4,6-Hexantriol, den Tintenzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung zugesetzt werden. Die Zugabemenge davon
beträgt
vorzugsweise 0 bis 30 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtgewichte der
Tintenzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung.
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Die
Tintenzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können gegebenenfalls
ein Keton-Lösungsmittel,
wie Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon, Cyclohexanon
und 4-Methoxy-4-methylpentanon, ein Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel,
wie Cyclohexan, Methylcyclohexan, n-Pentan, n-Hexan und n-Heptan,
ein Ester-Lösungsmittel,
wie Ethylacetat und n-Propylacetat, Dimethylsulfoxid, n-Methyl-2-pyrrolidon, γ-Butyrolacton,
Toluol, Xylol und ein hochsiedendes Erdöl-Lösungsmittel enthalten. Diese
Lösungsmittel werden
allein oder in Kombination von zwei oder mehreren verwendet.
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Ein
bevorzugtes Lösungsmittel
ist ein alkoholisches Lösungsmittel,
das eine leuchtende Europium-Verbindung, die in den Tintenzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung enthalten ist, stabil bei einer relativ
hohen Konzentration lösen
kann, so dass die Emissionsintensität der Verbindung maximal wird.
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Das
Bindemittelharz, das für
die Tintenzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung verwendet wird,
ist ein Bestandteil, der zum guten Fixieren der leuchtenden Verbindung
an ein Aufzeichnungsmaterial verwendet wird. Als Bindemittelharz
wird ein Harz verwendet, dessen Löslichkeit in dem vorstehend
erwähnten Lösungsmittel
befriedigend ist und mit dem die Viskosität der Tintenzusammensetzungen
in geeigneter Weise eingestellt werden kann.
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Bestimmte
Beispiele der bevorzugten Bindemittelharze schließen Harze
ein, die nachstehend aufgelistet sind: ein Polyvinylharz, wie Polyvinylalkohol,
Polyvinylbutyral, Polyvinylpyrrolidon, Vinylpyrrolidon-Vinylacetat-Copolymere;
ein Polyaminharz, wie Polyallylamin, Polyvinylamin und Polyethylenimin;
ein Polyacrylatharz, wie Polymethylacrylat, Polyethylenacrylat,
Polymethylmethacrylat und Polyvinylmethacrylat; und ein Aminoharz,
ein Alkydharz, ein Epoxyharz, ein Phenolharz, ein Polyesterimid-Harz,
ein Polyamidharz, ein Polyamidimid-Harz, ein Siliconharz, ein Phenolharz,
ein Ketonharz, Kolophonium, ein Kolophonium-modifiziertes Harz (Phenol-,
Maleinsäure-,
Fumarsäure-Harz, etc.), ein
Erdöl-Harz,
ein Cellulose-Harz, wie Ethylcellulose und Nitrocellulose, und ein
natürliches
Harz (Gummi arabicum, Gelatine, etc.).
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Besonders
bevorzugte Bindemittelharze schließen ein Polyvinylharz, ein
Polyacrylat-Harz, ein Polyamin-Harz, etc. ein, die üblicherweise
als Tinte für
Schreibgeräte,
als Tintenstrahl-Tinte
und Druckertinte verwendet werden.
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Die
Kombinationsmenge des Bindemittelharzes, das gemischt werden soll,
beträgt
beispielsweise 0,5 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 20 Gew.-%, bezogen
auf die Gesamtgewichte der Tintenzusammensetzungen. Wenn die Menge
weniger als 0,5 Gew.-% beträgt,
ist es unmöglich
die leuchtenden Verbindungen befriedigend auf nichtpermeablen Aufzeichnungsmaterialien
zu fixieren. Andererseits kann sich, wenn die Menge über 30 Gew.-%
liegt, die Injektionsstabilität
der Tintenzusammensetzungen verschlechtern. Ferner wird als Folge
eine Bindemittelschicht eine leuchtende Verbindung ringsherum dick
bedecken, was möglicherweise
zur Verschlechterung der Emission der leuchtenden Verbindung führt. Darüber hinaus
bereitet die durch das Harz verursachte Emission bei der Verwendung
von zu viel Bindemittelharz möglicherweise
einige Probleme.
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Falls
ein Gemisch aus Alkohol und Wasser als alkoholisches Lösungsmittel
verwendet wird, können einige
Zusatzstoffe zugegeben werden, wie verschiedene Typen an grenzflächenaktiven
Mitteln (z. B. anionische, nicht ionische und kationische grenzflächenaktive
Mittel, wie Alkylsulfat, Phosphat und Polyoxyethylenalkylether und
Alkylaminsalz; ampholytische grenzflächenaktive Mittel, Fluor-haltige
grenzflächenaktive
Mittel oder grenzflächenaktive
Mittel vom Acetylenglykol-Typ), ein Dispersionsmittel (z. B. Kollophoniumsäureseife, Stearinsäureseife, Ölsäureseife,
Natriumdi-β- naphthylmethandisulfat,
Natriumlaurylsulfat und Natriumdiethylhexylsulfosuccinat) oder Cyclodextrin
(CD) (z. B. β-CD,
Dimethyl-β-CD,
Methyl-β-CD,
Hydroxyethyl-β-CD
und Hydroxypropyl-β-CD),
Entschäumungsmittel.
Diese Zusätze
können
in einer Menge von 0,1 bis 5 Gew.-%, bevorzugt von 1 bis 3 Gew.-%,
bezogen auf die Tintenzusammensetzungen verwendet werden.
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Die
leuchtende Europiumverbindung, die in den Tintenzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung enthalten ist, zeigt im Allgemeinen Löslichkeit
oder gute Dispergierbarkeit in einem Lösungsmittel und/oder Harz,
wie in denen, die vorstehend erwähnt
wurden, und emittiert Licht innerhalb des roten Bereichs (610 bis
630 nm) (siehe Beispiele), wenn sie mit ultravioletten Strahlen
angeregt wird. Zum Beispiel ist es möglich, einen Europiumkomplex
der vorliegenden Erfindung durch Bestrahlung einer Lösung des
Europiumkomplexes in einem organischen Lösungsmittel (z. B. Ethanol-Lösung) mit
ultraviolettem Licht (etwa 365 nm) unter Verwendung einer Ultraviolettlampe,
wie einer Schwarzlichtlampe, anzuregen, so dass Licht innerhalb
des roten Bereichs emittiert wird. Demgemäß emittiert eine geheime Information,
die mit einer Tintenzusammensetzung der vorliegenden Erfindung aufgezeichnet
wurde, kein Licht unter sichtbarem Licht, emittiert jedoch rotes Licht
unter ultraviolettem Licht und ist deshalb als eine Sicherheitstinte
nützlich.
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Die
vorliegende Erfindung wird insbesondere mit Bezugnahme auf die nachstehenden
Synthesebeispiele und Beispiele beschrieben werden, jedoch ist die
Erfindung nicht auf diese beschränkt.
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BEISPIELE
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Synthesebeispiel 1
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7,98
g (0,03 mol) 4,4,4-Trifluor-1-(2-naphthyl)-1,3-butandion (hergestellt
von Tokyo Kasei Kogyo Co., Ltd.), 3,66 g (0,01 mol) Europium(III)chlorid-Hexahydrat
(hergestellt von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) und 30 ml
1 N Natriumhydroxid wurden in 100 ml Ethanol gemischt und das Gemisch
wurde unter Erwärmen (bei
etwa 40°C
für etwa
1 Stunde) gerührt, um
8,5 g der leuchtenden Verbindung 1 (NTFA-Eu) der nachstehend veranschaulichten
Struktur zu erhalten.
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Synthesebeispiel 2
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Man
ließ 21,4
g (0,12 mol) Methylpentafluorpropionat (hergestellt von Lancaster
Co.) und 17 g (0,10 mol) 2-Acetylnaphthalin (hergestellt von Tokyo
Kasei Kogyo Co., Ltd.) in Gegenwart von 16,2 g (0,30 mol) Natriummethylat
(hergestellt von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) in 50 ml trockenem
Ether sich umsetzen, um 30 g 4,4,5,5,5-Pentafluor-1-(2-naphthyl)-1,3-butandion
zu erhalten.
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9,48
g (0,03 mol) 4,4,5,5,5-Pentafluor-1-(2-naphthyl)-1,3-butandion,
wie vorstehend erhalten, 3,66 g (0,01 mol) Europium(III)chlorid-Hexahydrat
(hergestellt von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) und 30 ml
1 N Natriumhydroxid wurden in 100 ml Ethanol gemischt und das Gemisch
wurde unter Erwärmen
(bei etwa 40°C
für etwa
2 Stunden) gerührt,
um 10 g der leuchtenden Verbindung 2 (NEFA-Eu) der nachstehend veranschaulichten
Struktur zu erhalten.
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Synthesebeispiel 3
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Man
ließ 51,4
g (0,12 mol) Methylperfluoroctanat (hergestellt von Lancaster Co.)
und 17 g (0,10 mol) 2-Acetylnaphthalin (hergestellt von Tokyo Kasei
Kogyo Co., Ltd.) in Gegenwart von 16,2 g (0,30 mol) Natriummethylat
(hergestellt von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) in 50 ml trockenem
Ether sich umsetzen, um 50 g 4,4-Difluor-4-perfluorhexyl-1-(2-naphthyl)-1,3-butandion zu
erhalten.
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17
g (0,03 mol) 4,4-Difluor-4-perfluorhexyl-1-(2-naphthyl)-1,3-butandion,
wie vorstehend erhalten, 3,66 g (0,01 mol) Europium(III)chlorid-Hexahydrat
(hergestellt von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) und 30 ml
1 N Natriumhydroxid wurden in 100 ml Ethanol gemischt und das Gemisch
wurde unter Erwärmen
(bei etwa 40°C
für etwa
2 Stunden) gerührt,
um 17 g der leuchtenden Verbindung 3 (NHFA-Eu) der nachstehend veranschaulichten
Struktur zu erhalten.
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Verbindung 1 der Vergleichsbeispiele
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Mit
Bezugnahme auf die Japanische Patentveröffentlichung Nr. S54(1979)-22336
wurden eine wässrige
Lösung,
hergestellt durch Lösen
von Europium(III)chlorid-Hexahydrat [3,66 g, 0,01 mol (hergestellt
von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.)] in 100 ml Wasser, und
eine Lösung,
hergestellt durch Lösen
von Thenoyltrifluoraceton (4,4,4-Trifluor-1-(2-thienyl)-1,3-butandion) [7,98
g, 0,03 mol (hergestellt von Tokyo Kasei Kogyo Co., Ltd.)] in 150
ml Ether, gemischt. Das Gemisch wurde mit wässrigem Ammoniak auf einen
pH-Wert von 8 bis 9 eingestellt und wurde bei Raumtemperatur für 30 Minuten
gerührt.
Nach dem Abtrennen der Wasserschicht wurde die Etherschicht mit
Wasser gewaschen, unter wasserfreiem Natriumcarbonat getrocknet und
filtriert. Der Ether in dem Filtrat wurde durch Verdampfen entfernt,
um 7,0 g der Zielverbindung der nachstehend gezeigten Struktur zu
erhalten, die die Verbindung 1 der Vergleichsbeispiele (TTFA-Eu)
ist.
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Verbindung 2 der Vergleichsbeispiele
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Mit
Bezugnahme auf die Japanische Offenlegungsschrift Nr. H4(1992)-220395
wurden Europium(III)nitrat-Hexahydrat [4,46 g, 0,01 mol (hergestellt
von Kishida Chemical Co., Ltd.)] und Benzoyltrifluoraceton (4,4,4-Trifluor-1-phenyl-1,3-butandion)
[6,48 g, 0,03 mol (hergestellt von Tokyo Kagaku K. K.)] in 150 ml Ethanol
gelöst
und das Gemisch wurde unter Erwärmen
gerührt.
Die Lösung
wurde unter Verwendung von Tetramethylammoniumhydroxid auf einen
pH-Wert von 8,5 eingestellt und für 15 Minuten gerührt. Wasser
(200 ml) wurde tropfenweise zugegeben, um einen Niederschlag zu
bilden und dieser wurde abfiltriert, um 6,2 g der Zielverbindung
der nachstehend gezeigten Struktur zu erhalten, die die Verbindung
2 der Vergleichsbeispiele (BTFA-Eu) ist.
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Verbindung 3 der Vergleichsbeispiele
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Mit
Bezugnahme auf die Japanische Offenlegungsschrift Nr. 2000-144029
wurden 200 Teile Ethanol zu Naphthoyltrifluoraceton (4,4,4-Trifluor-1-(2-naphthyl)-1,3-butandion)
[7,98 g, 0,03 mol (hergestellt von Tokyo Kasei Kogyo Co., Ltd.)]
und Triphenylphosphinoxid [5,56 g, 0,02 mol (hergestellt von Tokyo
Kasei Kogyo Co., Ltd.)] zugegeben, und das Gemisch wurde zum Lösen erwärmt. 30
ml 1 N wässrige
Natriumhydroxid-Lösung
wurden der Lösung
zum Neutralisieren zugegeben, und 10 Teile einer 1 mol/l wässrigen
Lösung
des Europium(III)-Salzes
wurden unter Rühren
tropfenweise zugegeben, während
die Lösung
auf 40°C
gehalten wurde. Die Lösung
wurde dann gekühlt
und filtriert, um 10 g der Zielverbindung der nachstehend gezeigten
Struktur zu erhalten, die die Verbindung 3 der Vergleichsbeispiele
(NTFA-TPO-Eu) ist.
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Verbindung 4 der Vergleichsbeispiele
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Mit
Bezugnahme auf die Japanische Offenlegungsschrift Nr. H8(1996)-67775
wurden 28 ml einer wässrigen
Lösung,
die Europiumperoxid [7,2 g, 0,02 mol] enthielt, zu 500 ml Aceton-Lösung, die Naphthoyltrifluoraceton
(4,4,4-Trifluor-1-(2-naphthyl)-1,3-butandion) [42,6 g, 0,16 mol
(hergestellt von Tokyo Kasei Kogyo Co., Ltd.)], Natriumhydroxid
[6,4 g, 0,16 mol] und 10 ml Wasser enthielt, tropfenweise zugegeben.
Nach dem Rühren
für 1 Stunde
wurde das Aceton durch Verdampfen unter vermindertem Druck entfernt.
Zu dem Rückstand
wurden 100 ml Ethanol und 500 ml Wasser zugegeben. Das Gemisch wurde
gut vermischt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Der so erhaltene
Feststoff wurde in 370 ml Ethanol gelöst und dann wurde Triethylamin
[4,0 g, 0,04 mol] dazugegeben. Nachdem man das Gemisch für 1 Stunde
stehen ließ,
wurde es filtriert, und der so erhaltene Feststoff wurde mit Wasser
gewaschen und unter vermindertem Druck getrocknet, um 42 g der Zielverbindung
der nachstehend gezeigten Struktur zu erhalten, die die Verbindung
4 der Vergleichsbeispiele (NTFA-TEA-Eu) ist.
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Beispiel 1
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In
diesem Beispiel wurde eine Bewertung für die leuchtenden Europiumverbindungen
1 bis 3, die in den vorstehend beschriebenen Synthesebeispielen
erhalten worden waren, für
die Verwendung in Tintenzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
und für
die Verbindungen 1 bis 4 der Vergleichsbeispiele durchgeführt. In
der Bewertung wurden 25 mg jeder leuchtenden Verbindung in 100 ml
Ethanol gelöst
und die Fluoreszenzintensität
(Photolumineszenzintensität)
wurde mit einem Spektrofluorometer (RF-5300PC hergestellt von Shimadzu
Corp.) gemessen. In Tabelle 1 sind die relativen Werte der Fluoreszenzintensität gezeigt,
die dadurch erhalten wurden, dass die Fluoreszenzintensität der Verbindung
1 der Vergleichsbeispiele gleich 1,00 gesetzt wurde.
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Ferner
wurden die Verbindungen (leuchtende Verbindungen) in Bezug auf ihre
Löslichkeit
verglichen. Bei der Messung der Löslichkeit wurde jede leuchtende
Verbindung in 100 ml Ethanol unter Erwärmen gelöst, und es wurde für 24 Stunden
bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann wurde das unlösliche Material
durch Filtration entfernt, und die Löslichkeit (g/100 ml Ethanol)
wurde berechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.
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1 zeigt
die Emissionsspektren der leuchtenden Verbindungen 1 bis 3 und der
Verbindungen 1 bis 4 der Vergleichsbeispiele.
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Die
Beispiele 2 bis 4 und die Vergleichsbeispiele 1 bis 4 sind Tintenzusammensetzungen,
in denen das Kombinationsverhältnis
von Ethanol : Ethylenglykol : Polyvinylpyrrolidinon leuchtende Verbindung
90 : 5 : 4 : 1 (Gewichtsverhältnis)
beträgt.
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Beispiel 2
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Die
leuchtende Verbindung 1 (1 g) wurde in einer Lösung aus 90 g Ethanol und 5
g Ethylenglykol gelöst,
und es wurden 4 g Polyvinylpyrrolidon [PVP K-15 (Handelsname) hergestellt
von IPS K. K.] dazugegeben, um die Tintenzusammensetzung (A) herzustellen.
Unter Verwendung eines Tintenstrahlaufzeichnungsgeräts [HG5130
hergestellt von Seiko Epson Corp.] wurde der Druck eines Strichcodes
auf Standardpapier durchgeführt.
Als das gedruckte Material mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurde, wurde
brillante Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 4).
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Beispiel 3
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Die
leuchtende Verbindung 2 (1 g) wurde in einer Lösung aus 90 g Ethanol und 5
g Ethylenglykol gelöst,
und es wurden 4 g Polyvinylpyrrolidon [PVP K-15 (Handelsname) hergestellt
von IPS K. K.] dazugegeben, um die Tintenzusammensetzung (B) herzustellen.
Unter Verwendung eines Tintenstrahlaufzeichnungsgeräts [HG5130
hergestellt von Seiko Epson Corp.] wurde der Druck eines Strichcodes
auf Standardpapier durchgeführt.
Als das gedruckte Material mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurde, wurde
intensive, brillante Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 4).
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Beispiel 4
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Die
leuchtende Verbindung 3 (1 g) wurde in einer Lösung aus 90 g Ethanol und 5
g Ethylenglykol gelöst,
und es wurden 4 g Polyvinylpyrrolidon [PVP K-15 (Handelsname) hergestellt
von IPS K. K.] dazugegeben, um die Tintenzusammensetzung (C) herzustellen.
Unter Verwendung eines Tintenstrahlaufzeichnungsgeräts [HG5130
hergestellt von Seiko Epson Corp.] wurde der Druck eines Strichcodes
auf Standardpapier durchgeführt.
Als das gedruckte Material mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurde, wurde
intensive, brillante Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 4).
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Vergleichsbeispiele 1
bis 4
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Die
Tintenzusammensetzungen (a), (b), (c) und (d) wurden in der gleichen
Weise wie in Beispiel 2 hergestellt, mit der Ausnahme, dass die
Verbindungen 1, 2, 3 beziehungsweise 4 der Vergleichsbeispiele anstelle der
in Beispiel 2 verwendeten leuchtenden Verbindung 1 benützt wurden.
Unter Verwendung jeder Tintenzusammensetzung wurde das Drucken eines
Strichcodes in der gleichen Weise wie in Beispiel 2 durchgeführt. Als
die gedruckten Materialien mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurden, wurde
Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 4).
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Die
Beispiele 5 bis 7 und die Vergleichsbeispiele 5 bis 8 sind Tintenzusammensetzungen,
in denen das Kombinationsverhältnis
von Ethanol : Ethylenglykol : Polyvinylbutyral leuchtende Verbindung
90 : 5 : 4 : 1 (Gewichtsverhältnis)
beträgt.
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Beispiel 5
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Die
leuchtende Verbindung 1 (1 g) wurde in einer Lösung aus 90 g Ethanol und 5
g Ethylenglykol gelöst,
und es wurden 4 g Polyvinylbutyral [Elex BL-1 (Handelsname) hergestellt
von Sekisui Chemical Co., Ltd.] dazugegeben, um die Tintenzusammensetzung
(D) herzustellen. Unter Verwendung eines Tintenstrahlaufzeichnungsgeräts [HG5130
hergestellt von Seiko Epson Corp.] wurde der Druck eines Strichcodes
auf Standardpapier durchgeführt.
Als das gedruckte Material mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurde, wurde
brillante Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 5).
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Beispiel 6
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Die
leuchtende Verbindung 2 (1 g) wurde in einer Lösung aus 90 g Ethanol und 5
g Ethylenglykol gelöst,
und es wurden 4 g Polyvinylbutyral [Elex BL-1 (Handelsname) hergestellt
von Sekisui Chemical Co., Ltd.] dazugegeben, um die Tintenzusammensetzung
(E) herzustellen. Unter Verwendung eines Tintenstrahlaufzeichnungsgeräts [HG5130
hergestellt von Seiko Epson Corp.] wurde der Druck eines Strichcodes
auf Standardpapier durchgeführt.
Als das gedruckte Material mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurde, wurde
intensive, brillante Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 5).
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Beispiel 7
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Die
leuchtende Verbindung 3 (1 g) wurde in einer Lösung aus 90 g Ethanol und 5
g Ethylenglykol gelöst,
und es wurden 4 g Polyvinylbutyral [Elex BL-1 (Handelsname) hergestellt
von Sekisui Chemical Co., Ltd.] dazugegeben, um die Tintenzusammensetzung
(F) herzustellen. Unter Verwendung eines Tintenstrahlaufzeichnungsgeräts [HG5130
hergestellt von Seiko Epson Corp.] wurde der Druck eines Strichcodes
auf Standardpapier durchgeführt.
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Als
das gedruckte Material mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm) unter
Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurde, wurde intensive,
brillante Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 5).
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Vergleichsbeispiele 5
bis 8
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Die
Tintenzusammensetzungen (e), (f), (g) und (h) wurden in der gleichen
Weise wie in Beispiel 5 hergestellt, mit der Ausnahme, dass die
Verbindungen 1, 2, 3 beziehungsweise 4 der Vergleichsbeispiele anstelle der
in Beispiel 5 verwendeten leuchtenden Verbindung 1 benützt wurden.
Unter Verwendung jeder Tintenzusammensetzung wurde das Drucken eines
Strichcodes in der gleichen Weise wie in Beispiel 5 durchgeführt. Als
die gedruckten Materialien mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurden, wurde
Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 5).
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Die
Beispiele 8 bis 10 und die Vergleichsbeispiele 9 bis 12 sind Tintenzusammensetzungen,
in denen das Kombinationsverhältnis
von Ethanol : Ethylenglykol : Ethylacetat : Polyacrylat leuchtende
Verbindung 60 : 5 : 30 : 4 : 1 (Gewichtsverhältnis) beträgt.
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Beispiel 8
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Die
leuchtende Verbindung 1 (1 g) wurde in einer Lösung aus 60 g Ethanol, 5 g
Ethylenglykol und 30 g Ethylacetat gelöst, und es wurden 4 g Polyacrylat
[NeoCry 1B-814 (Handelsname) hergestellt von Avecia Limited] dazugegeben,
um die Tintenzusammensetzung (G) herzustellen. Unter Verwendung
eines Tintenstrahlaufzeichnungsgeräts [HG5130 hergestellt von
Seiko Epson Corp.] wurde der Druck eines Strichcodes auf Standardpapier
durchgeführt.
Als das gedruckte Material mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurde, wurde
brillante Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 6).
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Beispiel 9
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Die
leuchtende Verbindung 2 (1 g) wurde in einer Lösung aus 60 g Ethanol, 5 g
Ethylenglykol und 30 g Ethylacetat gelöst, und es wurden 4 g Polyacrylat
[NeoCry 1B-814 (Handelsname) hergestellt von Avecia Limited] dazugegeben,
um die Tintenzusammensetzung (H) herzustellen. Unter Verwendung
eines Tintenstrahlaufzeichnungsgeräts [HG5130 hergestellt von
Seiko Epson Corp.] wurde der Druck eines Strichcodes auf Standardpapier
durchgeführt.
Als das gedruckte Material mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurde, wurde
intensive, brillante Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 6).
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Beispiel 10
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Die
leuchtende Verbindung 3 (1 g) wurde in einer Lösung aus 60 g Ethanol, 5 g
Ethylenglykol und 30 g Ethylacetat gelöst, und es wurden 4 g Polyacrylat
[NeoCry 1B-814 (Handelsname) hergestellt von Avecia Limited] dazugegeben,
um die Tintenzusammensetzung (I) herzustellen. Unter Verwendung
eines Tintenstrahlaufzeichnungsgeräts [HG5130 hergestellt von
Seiko Epson Corp.] wurde der Druck eines Strichcodes auf Standardpapier
durchgeführt.
Als das gedruckte Material mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurde, wurde
intensive, brillante Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 6).
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Vergleichsbeispiele 9
bis 12
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Die
Tintenzusammensetzungen (i), (j), (k) und (1) wurden in der gleichen
Weise wie in Beispiel 8 hergestellt, mit der Ausnahme, dass die
Verbindungen 1, 2, 3 beziehungsweise 4 der Vergleichsbeispiele anstelle der
in Beispiel 8 verwendeten leuchtenden Verbindung 1 benützt wurden.
Unter Verwendung jeder Tintenzusammensetzung wurde das Drucken eines
Strichcodes in der gleichen Weise wie in Beispiel 8 durchgeführt. Als
die gedruckten Materialien mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurden, wurde
Rotlichtemission beobachtet (Tabelle 6).
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Beispiel 13
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Die
leuchtende Verbindung 2 (1 g) wurde in 84 g Ethanol gelöst, und
es wurden 15 g Polyallylamin [PAA-L (Handelsname), welches eine
20%ige wässrige
Lösung
mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von etwa 10000 ist,
hergestellt von Nitto Boseki Co., Ltd.] dazugegeben, um die Tintenzusammensetzung
(J) herzustellen. Unter Verwendung eines Tintenstrahlaufzeichnungsgeräts [HG5130
hergestellt von Seiko Epson Corp.] wurde der Druck eines Strichcodes
auf Standardpapier durchgeführt.
Als das gedruckte Material mit ultraviolettem Licht (etwa 365 nm)
unter Verwendung einer Schwarzlichtlampe bestrahlt wurde, wurde auf
die gleiche Weise wie bei Zusammensetzung B aus Beispiel 3 intensive,
brillante Rotlichtemission beobachtet.
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Beispiel 14
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Die
Tintenzusammensetzungen, die in dem Beispiel und den Vergleichsbeispielen
erhalten wurden, wurden in Hinblick auf die folgenden Eigenschaften
getestet.
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Sichtbarkeit:
Ob der gedruckte Strichcode unter ultravioletter Bestrahlung klar
sichtbar ist, wurde durch visuelle Begutachtung bewertet. Die Bewertungskriterien
sind in Tabelle 2 gezeigt und die Ergebnisse der Bewertung sind
in den Tabellen 4 bis 6 gezeigt.
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Stabilität: 100 g
von jeder Tintenzusammensetzung, enthalten in einem transparenten
Behälter,
wurden für
einen Monat in einem Inkubator gelagert, der auf 50°C konditioniert
war. Dann wurde die gelagerte Tintenzusammensetzung auf Anwesenheit
eines Niederschlags durch visuelle Begutachtung bewertet. Die Bewertungskriterien
sind in Tabelle 3 gezeigt und die Ergebnisse der Bewertung sind
in den Tabellen 4 bis 6 gezeigt.
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Relative
Fluoreszenzintensität:
Zur Untersuchung der Emissionsintensität jeder vorstehend beschriebenen
Tintenzusammensetzung, wurde jede Tintenzusammensetzung 50fach mit
dem Lösungsmittel,
das zur Herstellung der Tinte verwendet wurde, verdünnt, und
die Fluoreszenzintensität
(Photolumineszenzintensität) wurde
unter Verwendung eines Spektofluorometers (RF-5300PC hergestellt
von Shimadzu Corp.) auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 gemessen.
In den Tabellen 4, 5 und 6 sind die relativen Werte (%) der Fluoreszenzintensitäten gezeigt,
die dadurch erhalten wurden, dass die Fluoreszenzintensität, gemessen
bei 613 nm, der Tintenzusammensetzung (a) des Vergleichsbeispiels
1 gleich 100 gesetzt wurde.
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