DE60201822T2 - Sterilisierverfahren - Google Patents

Sterilisierverfahren Download PDF

Info

Publication number
DE60201822T2
DE60201822T2 DE60201822T DE60201822T DE60201822T2 DE 60201822 T2 DE60201822 T2 DE 60201822T2 DE 60201822 T DE60201822 T DE 60201822T DE 60201822 T DE60201822 T DE 60201822T DE 60201822 T2 DE60201822 T2 DE 60201822T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plasma
chamber
substance
article
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60201822T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60201822D1 (de
Inventor
John Limpley Stoke FIELD
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Oxford Instruments Plasma Technology Ltd
Original Assignee
Oxford Instruments Plasma Technology Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Oxford Instruments Plasma Technology Ltd filed Critical Oxford Instruments Plasma Technology Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE60201822D1 publication Critical patent/DE60201822D1/de
Publication of DE60201822T2 publication Critical patent/DE60201822T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/26Accessories
    • A61L2/28Devices for testing the effectiveness or completeness of sterilisation or disinfection, e.g. indicators which change colour
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
    • A61L2/14Plasma, i.e. ionised gases

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sterilisieren eines Gegenstandes, welcher mit organischem Material verunreinigt ist.
  • Herkömmlicherweise müssen medizinische Instrumente und dergleichen sorgfältig vor der Verwendung in medizinischen Verfahren sterilisiert werden. Es gibt verschiedene Verfahren, um eine Sterilisation zu erzielen, wie das Erwärmen auf eine hohe Temperatur, oder die Verwendung eines antimikrobiellen Mittels, wie ein Wasserstoffperoxid oder Ethylenoxid und dergleichen. In jüngster Zeit, mit der Zunahme der Besorgnis hinsichtlich der Übertragung von CJD (Kreuzfeld Jakob Krankheit) und ähnlichen Krankheiten durch organische Verunreinigung, wie Prionen, wurden herkömmliche Sterilisationsverfahren als unsicher erachtet und wurden für bestimmte medizinische Verfahren Einweginstrumente entwickelt, welche nach der Verwendung zerstört wurden. Obwohl dies ein akzeptierbarer Ansatz ist, treten bei bestimmten Instrumenten Probleme auf, die häufig komplex sind und zu teuer sind, um sie nach einer einzelnen Verwendung wegzuwerfen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung, umfasst ein Verfahren zur Sterilisierung eines Gegenstandes, welcher ein organisches Material trägt, das Aussetzen des Gegenstandes einem Plasma eines ionisierten Gases und gleichzeitiges Aussetzen eines Kontrollgegenstandes dem gleichen Plasmas, wobei der Kontrollgegenstand ein Substrat umfasst, welches eine Substanz trägt,
    wobei das organische Material auf dem Gegenstand und in der Substanz auf dem Substrat mit dem Plasma reagieren, um ein oder mehrere flüchtige Produkte zu erzeugen, solchermaßen, dass die Reaktion eine sichtbare Änderung des Kontrollgegenstandes bewirkt, indem die Substanz von dem Substrat entfernt wird;
    Entfernen des (der) Produkt (e); und
    Überprüfen des Kontrollgegenstandes, um zu bestimmen, ob das dem Plasma Aussetzen aufgetreten ist.
  • Man hat festgestellt, dass die Verwendung eines Plasmas zur Erzielung einer Sterilisation die oben beschriebenen Probleme überwinden kann. Die Verwendung des Plasmas ist auf dem Gebiet der Halbleiterherstellung gut bekannt. Man hat realisiert, dass viele Verfahren auf organischen Verbindungen basieren und daher kann die Verwendung eines Plasmas überraschenderweise auf die Sterilisation angepasst werden. In dem Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung soll der Ausdruck „Sterilisation" ein Verfahren bezeichnen, um eine reine („sterile") Umgebung zu bewirken, indem organisches Material in jeder Form zerstört und/oder entfernt wird. Insbesondere soll das organische Material „nicht-lebende" Einheiten, wie Prionen umfassen.
  • Eine wichtige Anwendung der Erfindung ist daher der Fall, wenn das organische Material Prionen umfasst, sie kann jedoch auch mit anderem organischen Material verwendet werden, wie „lebendem" Material, wie bei anderen Sterilisationsverfahren.
  • Das Plasma umfasst typischerweise ionisierten Sauerstoff, es können jedoch andere Gase, wie Gase auf der Basis von Fluor, zum Beispiel Kohlenstofftetrafluorid, verwendet oder zugegeben werden. Andere Beispiele von Gasen auf der Basis von Fluor sind CHF3 und C2F6. Andere Gase, die normalerweise zum Ätzen von organischen Materialien verwendet werden sind: CH4, BCl3, Ar und N2.
  • Gelegentlich hat man in der Halbleiterindustrie herausgefunden, dass die Vorrichtung kein Plasma erzeugt und der Betreiber weiß dies nicht, wenn er den Gegenstand entlädt und weiter zu dem nächsten Herstellungsschritt leitet. Dies wurde in der Halbleiterindustrie weit verbreitet anerkannt und Verfahren und Überprüfungen wurden entwickelt, um hiermit fertig zu werden. Dieses umfassen normalerweise die Verwendung eines speziellen Instruments, um zu überprüfen, ob das Plasma entzündet wurde. Zum Beispiel wird häufig ein Fotodetektor verwendet, um das Licht aus der Entladung zu ermitteln. Wird jedoch ein mehrfaches Versagen in Betracht gezogen, dann ist es möglich, sich eine Reihe von Umständen vorzustellen, bei denen die Vorrichtung immer noch erfolgreich betrieben worden zu sein scheint, tatsächlich jedoch nicht wurde. Obwohl die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Fall so niedrig ist, dass es in der Halbleiterindustrie akzeptierbar ist, wäre dies nicht für Sterilisationsverfahren akzeptierbar.
  • Vorzugsweise umfasst das Verfahren daher das gleichzeitige Aussetzen eines Kontrollgegenstandes dem gleichen Plasma, wobei der Kontrollgegenstand ein Substrat umfasst, welches eine Substanz trägt, die mit dem Plasma reagiert und einer sichtbaren Änderung unterworfen wird.
  • Auf diese Weise kann der Betreiber den Kontrollgegenstand überprüfen, um festzustellen, ob dieser mit dem Plasma reagiert hat, und wenn er hat, bestätigt dies dass das Plasma erzeugt wurde und dass daher der Gegenstand sterilisiert wurde.
  • Typischerweise reagiert die Substanz mit dem Plasma, um ein oder mehrere flüchtige Produkte zu erzeugen und kann einen Fotolack oder dergleichen umfassen. In geeigneter Weise ist die Substanz opak, das Vermerke bzw. Indizes tragende Substrat wird von der Substanz bedeckt, und diese werden durch die Reaktion der Substanz mit dem Plasma freigelegt.
  • Jede herkömmliche Plasma-Erzeugungsvorrichtung kann verwendet werden, um das Verfahren auszuführen, eine besonders geeignete Vorrichtung ist ein Barrel Reaktor.
  • Ein Beispiel der Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, es zeigt:
  • 1 ein schematisches Blockdiagramm der Vorrichtung;
  • 2 einen Querschnitt durch einen Kontrollgegenstand;
  • 3 ist eine Aufsicht auf den Kontrollgegenstand, welcher in 2 dargestellt ist, wobei die Fotolackschicht entfernt ist; und
  • 4 zeigt ein Flussdiagramm eines beispielhaften Verfahrens unter Verwendung der Vorrichtung.
  • Die Zeichnung zeigt einen Barrel-Reaktor, welcher von Oxford Instruments Plasma Technology Limited unter der Bezeichnung PlasmalabTM vertrieben wird. Der Reaktor umfasst eine Zylinderkammer 1 bestehend aus einem horizontalen Aluminiumzylinder 2 mit einer verschraubten oder verschweißten Rückplatte 3.
  • Ein Elektrodenpaar 4, 5 bestehend aus zwei Aluminiumgehäusen sind bereitgestellt, eines innerhalb des anderen. Die äußere Elektrode 5 ist mit dem Zylinder 2 verschraubt, und die innere Elektrode 4 ist an der äußeren Elektrode 5 befestigt, sie sind jedoch voneinander mittels keramischer Abstandshalter 6 isoliert. Eine Durchführung 6A führt den Hochfrequenznetzeingang.
  • Der Gaseinlass zu der Zylinderkammer 1 ist über ein Rohr 8 bereitgestellt, welches parallel zu dem Oberteil der Kammer und oberhalb der äußeren Elektrode 5 verläuft.
  • Eine Pumpe 9 ist mit einem Rohr 10 mit größerem Durchmesser verbunden, welches parallel zu der Kammer unterhalb des äußeren Gehäuses 5 läuft, und die Kammer über ein Verlängerungsrohr 1 mit größerem Durchmesser verlässt. Dieses Rohr ist mit einem O-Ring an der Rückplatte 3 verbunden und endet in einem Hochvakuumventil 12, welches mit der Pumpe 9 über ein Drosselventil 13 verbunden ist.
  • Die Kammer weist eine vordere Tür 14 auf, welche einen durchsichtigen Bereich aus Pyrexglas enthält und wird mit einer die Türöffnung umgebenden O-Ring Umgebung mittels einstellbarer Federgelenke (nicht dargestellt) abgedichtetb, welche eine parallele Schließwirkung ermöglichen.
  • Bezugnehmend auf 4, wird bei einem Betrieb in Schritt 100 ein zu sterilisierendes Instrument in die Kammer 2 eingeführt, welche von dem inneren Gehäuse 4 unterstützt wird. Zusätzlich wird ein Kontrollgegenstand in die Kammer eingeführt.
  • Ein Beispiel eines Kontrollgegenstandes ist in den 2 und 3 dargestellt. Der Gegenstand umfasst eine Basis, auf welche ein Fotolack 21 abgeschieden wurde. Die Basis 20 trägt eine gedruckte Nachricht, welche in den 3 an 22 dargestellt ist. Diese Mitteilung wird anfänglich durch den Fotolack 21 verdunkelt.
  • Die Kammertür 14 wird anschließend geschlossen und das Isolationsventil 12 zwischen der Kammer und der Pumpe (welche normalerweise kontinuierlich läuft) wird geöffnet. Die Luft wird anschließend aus der Kammer gepumpt, um ein sehr „hohes" Vakuum in Schritt 101 zu erzeugen.
  • Die Verfahrensgase werden anschließend über ein Gas Pod 25 in die Kammer über zwei Rohre 8 (nur eines ist dargestellt) eingeführt, welche parallel zu dem oberen Bereich der Kammer verlaufen (Schritt 102). Die Gase werden durch elektrisch betriebene Ventile und durch Mengendurchflusssteuerungsvorrichtungen (nicht dargestellt) gesteuert. Typischerweise liegt der Druck bei ungefähr 1 Torr, grob ein Tausendstel einer Atmosphäre und dies wird durch eine Anzeigevorrichtung 26 aufgezeichnet.
  • Ein Hochfrequenz (RF)-Generator 27 wird anschließend im Schritt 103 angestellt. Dieser ist mit den Elektroden 4, 5 in der Kammer über eine Automatch-Einheit 29 verbunden.
  • Ein Vakuum-Sicherheitsschalter 28 stellt sicher, dass weder das RF noch die Verfahrensgase aktiviert werden, bevor der Kammerdruck unter einem eingestellten Level ist.
  • Der Verarbeitungsdruck in der Kammer wird entweder manuell über das Drosselventil 13 gesteuert, welches zwischen der Pumpe 9 und dem Isolationsventil 12 angeordnet ist, oder durch eine vollständig automatische adaptive Drucksteuerungsvorrichtung, welche getrennte Druck- und Gasdurchfluss-Steuerung bereitstellt.
  • Typischerweise ist die Pumpe 9 eine vom rotierenden Flügelradtyp. Bei diesem schließen ölgedichtete elektrisch befestigte Flügel das Gas ein, während diese rotieren und es drängen zu dem Auslass.
  • Der RF Generator transformiert die Gase in ein Plasma in dem Raum zwischen den zwei Elektroden 4, 5.
  • Die Impedanz (eine Form von elektrischem Widerstand, welcher in den Schaltkreisen mit oszillierendem Strom vorhanden ist) des Plasmas verändert sich von einem Verfahren zu dem anderen und auch während eines Verfahrens. Da der RF Generator 27 so aufgebaut ist, dass er mit einer festen Kraft oder Impedanz betrieben wird, muss ein Element, dessen Impedanz sich automatisch anpasst, um sich ändernden Plasmaladungen anzugleichen, verwendet werden. Eine Automatch-Einheit 29, welche ein motorisiertes Netzwerk von Kondensatoren und Induktoren ist, führt diese Funktion aus.
  • Um ein Plasma zu erzeugen, wird im Detail Energie zu einem stabilen Gas übertragen, um die freien Elektronen anzuregen, und so Kollisionen zwischen diesen zu bewirken, welche Ionen und Radikale erzeugen. Zum Beispiel kann ein Elektron, welches mit einem Sauerstoffmolekül zusammenstößt, Radikale wie folgt erzeugen: e + O2 = > O + O + e
  • Oder, mehr als das stabile O-Molekül zu trennen, kann ein Elektron verschoben werden und führt zu: e + O2 = > O2+ + 2e
  • Das Verfahren wandelt relativ unreaktive Gasmoleküle in sehr reaktive Radikale und Ionen um.
  • Eine typische Reaktion unter Verwendung eines auf Sauerstoff basierendem Plasmas in Zusammenhang mit dem Ätzen eines organischen Materials, wie Polyethylen (CH2)n, weist die Form auf: (CH2)n + 20 = > CO +H2O
  • Alternativ findet mit einem Gas auf der Basis von Fluor, wie Kohlenstofftetrafluorid, eine Reaktion der folgenden Form statt: (CH2)n + 6F = > CF4 + 2HF
  • Beide dieser Reaktionen führen zu der Erzeugung von flüchtigen Produkten, diese können weggepumpt werden und harmlos durch herkömmliche Abgasbehandlungsverfahren weitergegeben werden.
  • Während des Verfahrens, während des Schrittes 103, wenn das Plasma in der Kammer 2 vorhanden ist, reagiert jedes organische Material, welches auf dem in Frage stehenden Instrument vorhanden ist, zusammen mit der Fotolackschicht auf dem Kontrollgegenstand mit dem Plasma. Reaktionen der Art, die oben erwähnt sind, bauen das organische Material ab und erzeugen die resultierenden flüchtigen Erzeugnisse, welche aus der Kammer als ein Resultat des Gasflusses entfernt werden.
  • Mikroorganismen innerhalb der Kammer werden daher durch das Plasma getötet. Zusätzlich und im Gegensatz zu bekannten Verfahren, erzeugt die vorliegende Erfindung eine sterile Umgebung, indem auch andere organische Materialien, wie Prionen, abgebaut und entfernt werden. Da Prionen eher relativ einfache organische Strukturen als lebende Organismen sind, ist es schwierig sie als harmlos zu bezeichnen. Der Abbau des organischen Materials und die Entfernung in der Form von flüchtigen Erzeugnissen reinigt die Gegenstände innerhalb der Kammer, da das organische Material physikalisch entfernt wird.
  • Die vorliegende Erfindung stellt vorteilhafter Weise eine Umgebung zur Verfügung, wobei die gewünschten Plasma-Bedingungen erzeugt und unbegrenzt beibehalten werden. Dies ermöglicht, dass die organischen Materialien einer verlängerten Attacke unterworfen werden, welche es ermöglicht auch die am widerstandsfähigsten Prionen zu zerstören und zu entfernen.
  • Während dieses Verfahrens ist es wichtig, optimierte Plasmabedingungen zur Zerstörung und Entfernung der organischen Materie zu erzeugen, da das Verhalten eines Plasmas stark von solchen Bedingungen abhängt. Tatsächlich können nicht-ideale Bedingungen dazu dienen, das organische Material tatsächlich auf den in Frage stehenden Gegenstand „festzubacken". Die kontrollierte Einführung und Entfernung der Gase aus der Kammer stellt sicher, dass eine konstante und stabile Umgebung erzeugt wird, die sich nicht als Funktion der Zeit verändert. Solch eine Umgebung ist ideal, um optimierte Plasmabedingungen zu erzeugen. Typische Verarbeitungsdauern in der Größenordnung von 10 Minuten werden häufig benötigt, um die vollständige Entfernung von Prionenmaterialien sicherzustellen, und diese Verarbeitungsdauern können unter Verwendung des vorliegenden Verfahrens erzielt werden.
  • Obwohl ein Gasfluss während des Verfahrens vorhanden ist, kann die Gleichförmigkeit der Gaszusammensetzung innerhalb der Kammer durch einen sorgfältigen Aufbau sichergestellt werden.
  • Wurde das Verfahren der Entfernung des organischen Materials vervollständigt, wird die Erzeugung des Plasmas in dem Schritt 104 unterbrochen. Die Kammer wird anschließend zum Atmosphärendruck zurückgeführt. Im Schritt 105 wird der Kontrollgegenstand entweder optisch oder mit der Hilfe einer geeigneten Vorrichtung überprüft, um zu bestimmen, ob die Photolackschicht 21 entfernt wurde und ob das Plasmaverfahren daher wirksam war. Es sollte auch festgehalten werden, dass der Überprüfungsschritt 105 in situ durchgeführt werden kann, während das Instrument und der Kontrollgegenstand innerhalb der Kammer angeordnet sind. Dies kann unter Verwendung des gläsernen durchsichtigen Bereichs in der vorderen Tür 14 erzielt werden.
  • Es wird vorausgesehen, dass das vorliegende Verfahren in Kombination mit oder als ein Ersatz für herkömmliche Sterilisationsverfahren verwendet werden kann.

Claims (9)

  1. Verfahren zum Sterilisieren eines Gegenstandes, welcher organisches Material trägt, wobei das Verfahren umfasst: Aussetzen des Gegenstandes einem Plasma eines ionisierten Gases und gleichzeitiges Aussetzen eines Kontrollgegenstandes (20) dem gleichen Plasma, wobei der Kontrollgegenstand ein Substrat umfasst, welches eine Substanz trägt, wobei das organische Material auf dem Gegenstand und die Substanz auf dem Substrat mit dem Plasma reagieren, um ein oder mehrere flüchtige Produkte zu erzeugen, solchermaßen, dass die Reaktion eine sichtbare Änderung des Kontrollgegenstandes bewirkt, indem die Substanz von dem Substrat entfernt wird; Entfernen des (der) Produkts (Produkte); und Überprüfen des Kontrollgegenstandes, um zu bestimmen, ob das Aussetzen dem Plasma aufgetreten ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das organische Material Prionen umfasst.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Plasma ein auf Sauerstoff- oder Fluorgas basierendes Plasma ist.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Substanz ein Photoresist umfasst.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Substanz opak ist, das Substrat, welches die Markierung trägt, von der Substanz bedeckt ist und während der folgenden Reaktion der Substanz mit dem Plasma aufgedeckt wird.
  6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Plasma innerhalb einer Kammer (2) erzeugt wird und wobei während der Aussetzung des Gegenstandes dem Plasma, ein oder zwei Gase der Kammer zugeführt und von dieser entfernt wird bzw. werden, solchermaßen, dass ein im wesentlichen konstanter Druck innerhalb der Kammer beibehalten wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das (die) Gas (Gase), welche der Kammer zugeführt werden, ein Verfahrens- bzw. Prozessgas (Verfahrens- bzw. Prozessgase) ist (sind), aus welchem (welchen) das Plasma erzeugt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, wobei das aus der Kammer entfernte Gas die flüchtigen Bestandteile umfasst.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die im wesentlichen konstanten Plasmabedingungen innerhalb der Kammer während der Aussetzung des Gegenstandes beibehalten werden.
DE60201822T 2001-04-25 2002-04-25 Sterilisierverfahren Expired - Lifetime DE60201822T2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GBGB0110191.4A GB0110191D0 (en) 2001-04-25 2001-04-25 Sterilization method
GB0110191 2001-04-25
PCT/GB2002/001907 WO2002087637A1 (en) 2001-04-25 2002-04-25 Sterilization method

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE60201822D1 DE60201822D1 (de) 2004-12-09
DE60201822T2 true DE60201822T2 (de) 2005-12-01

Family

ID=9913467

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE60201822T Expired - Lifetime DE60201822T2 (de) 2001-04-25 2002-04-25 Sterilisierverfahren

Country Status (6)

Country Link
US (1) US20040115939A1 (de)
EP (1) EP1381400B1 (de)
JP (1) JP2004528108A (de)
DE (1) DE60201822T2 (de)
GB (1) GB0110191D0 (de)
WO (1) WO2002087637A1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7226577B2 (en) 2003-01-13 2007-06-05 Bracco Imaging, S. P. A. Gastrin releasing peptide compounds

Family Cites Families (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS6389162A (ja) * 1986-10-03 1988-04-20 株式会社 プラズマシステム 滅菌処理装置
US4818488A (en) * 1987-02-25 1989-04-04 Adir Jacob Process and apparatus for dry sterilization of medical devices and materials
JPH0657352U (ja) * 1993-01-21 1994-08-09 株式会社昭和真空 プラズマ殺菌又はプラズマ成膜装置
US5482684A (en) * 1994-05-03 1996-01-09 Abtox, Inc. Vessel useful for monitoring plasma sterilizing processes
US5633424A (en) * 1994-12-29 1997-05-27 Graves; Clinton G. Device and methods for plasma sterilization
WO1998046279A1 (fr) * 1997-04-17 1998-10-22 Johnson & Johnson Medical Kabushiki Kaisha Feuilles indicateurs chimiques et poches pour sterilisation utilisant lesdites feuilles
JP3435505B2 (ja) * 1997-12-22 2003-08-11 株式会社ホギメディカル プラズマ滅菌用インジケーター
US5947053A (en) * 1998-01-09 1999-09-07 International Business Machines Corporation Wear-through detector for multilayered parts and methods of using same
FR2790962B1 (fr) * 1999-03-16 2003-10-10 Absys Procede et dispositifs de sterilisation par plasma
NZ514929A (en) * 1999-04-26 2002-12-20 Univ Montreal Biological indicators for validating a prion sterilization process
US6410338B1 (en) * 1999-05-14 2002-06-25 Ethicon, Inc. Method of indicating an oxidizing agent
CA2273432A1 (fr) * 1999-05-28 2000-11-28 Michel Moisan Procede de sterilisation d'objets par plasma
AU5581999A (en) * 1999-08-24 2001-03-19 Process Challenge Devices Device to assess efficacy of sterilization procedure
JP4151932B2 (ja) * 1999-12-15 2008-09-17 株式会社サクラクレパス プラズマ滅菌検知用インキ組成物及びそれを用いたプラズマ滅菌検知インジケーター

Also Published As

Publication number Publication date
JP2004528108A (ja) 2004-09-16
EP1381400A1 (de) 2004-01-21
GB0110191D0 (en) 2001-06-20
DE60201822D1 (de) 2004-12-09
US20040115939A1 (en) 2004-06-17
EP1381400B1 (de) 2004-11-03
WO2002087637A1 (en) 2002-11-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69126312T4 (de) Verfahren zur plasmasterilisation mit zyklen
DE3856502T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Trockensterilisierung medizinischer Geräte und Materialien
DE69331313T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Implantatoberflächen
DE60220389T2 (de) System und verfahren zur desinfektion eines kryostats
DE69010368T2 (de) Photochemisches Verfahren zur Substratbehandlung unter Verwendung eines dichten Fluids.
DE69632191T2 (de) Wasserdampfplasmasterilisationsvorrichtung und verfahren.
WO2003016143A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur sterilisation von behältnissen
DE69723521T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Detektion von eingeschlossenem Wasser in einer Vakuumkammer
EP1965833A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur desinfektion von gegenständen
DE102013226814A1 (de) Plasmaanlage mit einem separat transportierbaren Gefäß
DE60010693T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur plasmasterilisation bei niedriger temperatur
DE4306645A1 (de) Verfahren zum Reinigen, Sterilisieren und Implantieren von Substraten mittels eines Hochenergetischen verdichteten Fluids
EP0948969A1 (de) Verfahren zur Plasmabehandlung in Hohlkörpern
DE60201822T2 (de) Sterilisierverfahren
DE10036550A1 (de) Sterilisationsverfahren
EP0429814B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auslösen und/oder Fördern chemischer Prozesse
WO2000045861A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur sterilisation von gefässen oder gegenständen
EP0801952A2 (de) Vorrichtung zum Sterilisieren der Innenflächen von druck-empfindlichen Behältern
EP0377799B1 (de) Verfahren zum Sterilisieren oder Reinigen von Gegenständen
DE3120793A1 (de) "verfahren und vorrichtung zur dekontamination von festkoerpern"
DE19502133A1 (de) Verfahren zur Sterilisation von metallischen medizinischen Instrumenten
DE102019106767A1 (de) Anordnung zur Dekontamination einer Oberfläche von Objekten und Verfahren zur Dekontamination einer Oberfläche von Objekten
DE202020005219U1 (de) Tragbares Gerät zur Herstellung von bakteriziden, viroziden und fungiziden Aerosolen durch lonisierung einer Sprühlösung, eines Gels oder einer Pulversubstanz mit kaltem Plasma zur Desinefktion von Materialien, Gegenständen und Oberflächen.
WO2021144111A1 (de) Vorrichtung zur erzeugung einer dielektrischen barriereentladung und verfahren zur behandlung eines zu aktivierende objekts
EP3617343A1 (de) Anordnung und verfahren zur behandlung von objekten

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition