-
ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
-
GEBIET DER
ERFINDUNG
-
Diese
Erfindung betrifft die optische Endoskopie.
-
ERÖRTERUNG
DER VERWANDTEN TECHNIK
-
Multi-Photonen-Bilderzeugung
nutzt nichtlineare optische Eigenschaften einer Probe, um ein Bild
der Probe zu erzeugen. Eine Art von Multi-Photonen-Bilderzeugung
ist die Zweiphotonen Fluoreszenzmikroskopie, bei welcher abtastendes
Licht auf Grund von Zweiphotonen-Absorptionsereignissen in der Probe
Bereiche einer Probe zum Fluoreszieren bringt. Bei weiteren Arten
von Multiphotonen-Bilderzeugung werden andere Multiphotonen-Verfahren verwendet,
z. B. Dreiphotonen-Fluoreszenz, Erzeugung von zweiten oder dritten
Oberwellen und Raman-Absorption,
um Bilder zu erzeugen. Diese Multiphotonen-Verfahren ermöglichen, abgetastete Bilder von
Proben zu erzeugen.
-
Auf
nichtlinearen optischen Eigenschaften beruhende Bilderzeugungstechniken
weisen mehrere gemeinsame Merkmale auf. Ein gemeinsames Merkmal
besteht darin, dass die erzeugten Bilder von der chemischen Zusammensetzung
der Probe abhängen.
Somit ermöglichen
die Bilder, Daten über
die chemische Zusammensetzung einer Probe zu gewinnen, dies bedeutet
Daten, die durch andere Bilderzeugungstechniken nicht verfügbar wären, die
auf linearen optischen Prozessen beruhen. Ein weiteres gemeinsames
Merkmal besteht in der Verwendung von Photonen geringerer Energie
als in Bilderzeugungstechniken, die auf linearen optischen Prozessen
beruhen. Photonen geringerer Energie werden verwendet, weil mehr
als ein Photon die Anregungsenergie für die nichtlinearen optischen
Verfahren bereitstellt. Die Photonen geringerer Energie haben längere Wellenlängen, die
typischerweise besser in dichtes Probenmaterial eindringen, wie
zum Beispiel biologisches Gewebe. Ein weiteres gemeinsames Merkmal
besteht darin, dass die optischen Bilderzeugungsereignisse kleinere
optische Querschnitte aufweisen, als diejenigen, die in Bilderzeugungstechniken
verwendet werden, die auf linearen optischen Verfahren beruhen.
Die kleineren optischen Querschnitte erfordern üblicherweise höhere Beleuchtungsintensitäten als
die Bilderzeugungstechniken, die auf linearen optischen Verfahren
beruhen. Für
die höheren
Beleuchtungsintensitäten
benötigen
nichtlineare optische Bilderzeugungssysteme typischerweise ultraschnell
gepulste Laser, z. B. Laser, die mit Femtosekunden gepulst sind,
oder Laser, die mit Picosekunden gepulst sind.
-
Die
Pulse solcher ultraschnell gepulster Laserquellen unterliegen Qualitätsverlust
durch Dispersion und nichtlineare optische Prozesse, welche in den
Bilderzeugungsinstrumenten vorkommen. Dispersion und nichtlineare
optische Prozesse erzeugen zeitliche und spektrale Veränderungen
an optischen Pulsen. Diese Qualitätsverschlechternden Auswirkungen
vermindern die Fähigkeit
der Pulse, in einer Probe Multiphotonen-Ereignisse zu erzeugen.
Obwohl Dispersion vorkompensiert werden kann, können nichtlineare optische
Prozesse üblicherweise nicht
vorkompensiert werden. Aus diesem Grund beeinträchtigen nichtlineare Prozesse
Multiphotonen-Bilderzeugungstechniken und haben die Verwendung von
optischen Endoskopen bei der Multiphotonen-Bilderzeugung behindert.
-
WO-A-98
38 907 beschreibt vorwärts
gerichtete, optische Bilderzeugungssysteme. Die unterschiedlichen
Systeme schließen
vorwärts
gerichtete Optische Kohärenz
Tomografie (OCT, optical coherence tomography) und nichtretroreflektierende
Vorwärtsabtastungs-OCT
ein, und außerdem
können
interferometrische Bilderzeugungs- und Längenmessungstechniken und fluoreszierende,
Raman-, Zweiphotonen-, und diffuse Wellen-Bilderzeugung verwendet
werden.
-
US-A-5,804,813
beschreibt konfokale Mikroskopsysteme. Bei diesen Systemen werden
räumlich kohärente Lichtquellen,
Fokussierungseinrichtungen mit großer numerischer Öffnung,
und optische Detektoren verwendet, um die axiale Reaktion konfokaler Bilderzeugung
zu erzeugen. Einige der Systeme stellen dreidimensionale Bilder
von Profilen der Probenoberflächen
zur Verfügung.
-
WO-A-94
07 142 beschreibt Verfahren, Zusammensetzungen und Geräte zum Durchführen sensitiver
Erfassung von Analyten, indem ein Sondenmolekül mit einer aufwärts wandelnden
Kennzeichnung markiert wird. Die aufwärts wandelnde Kennzeichnung
absorbiert Strahlung einer Beleuchtungsquelle und sendet Strahlung
aus, die eine oder zwei Frequenzen höher liegt.
-
ZUSAMMENFRSSUNG
DER ERFINDUNG
-
Ein
Verfahren und ein Gerät
gemäß der Erfindung,
so wie in den unabhängigen
Ansprüchen aufgezeigt.
Bevorzugte Ausführungsformen
werden in den abhängigen
Ansprüchen
aufgezeigt.
-
Qualitätsverlust
durch nichtlineare optische Prozesse mit optischen Monomoden-Fasern
beeinträchtigt
die Verwendung von optischen Pulsen bei Multiphotonen-Bilderzeugung.
Um derartigen Qualitätsverlust
zu vermeiden, werden in unterschiedlichen Ausführungsformen von Prüfköpfen Linsen
mit abgestuften Brechungskoeffizienten (GRIN, graded refractive
index) verwendet, das bedeutet Linsen mit radial abgestuften Brechungskoeffizienten,
um Beleuchtungslicht zu den Proben zu liefern. Die GRIN-Linsen weisen
breitere Kerndurchmesser als die optischen Monomoden-Fasern auf.
Die größeren Kerndurchmesser
der GRIN-Linsen reduzieren Lichtintensitäten, so dass Querschnitte für nichtlineare
optische Prozesse nicht so groß sind
wie diejenigen in Prüfköpfen, die
auf optischen Monomoden-Fasern oder Anordnungen von Monomoden-Fasern
beruhen.
-
Gemäß einem
Aspekt beinhaltet die Erfindung ein Gerät, welches eine gepulste Laserquelle, ein
optisches Sammelelement, einen endoskopischen Prüfkopf und einen Detektor enthält. Das
optische Sammelelement ist so ausgelegt, dass es von der gepulsten
Laserquelle empfangenes Licht über eine
optische Öffnung
ausgibt. Der endoskopische Prüfkopf
weist ein erstes und ein zweites Ende auf. Das erste Ende ist so
angeordnet, dass es von der optischen Öffnung des optischen Sammelelementes Beleuchtungslicht
empfängt.
Der Prüfkopf
enthält eine
zusammengesetzte GRIN-Linse, die so ausgelegt ist, dass sie das
Beleuchtungslicht über
eine Entfernung transportiert, die ungefähr gleich der Länge des
Prüfkopfes
ist. Der Detektor ist so ausgelegt, dass er Werte einer Eigenschaft
von Licht misst, das von dem ersten Ende des Prüfkopfes als Reaktion auf das
Beleuchtungslicht von der zusammengesetzten GRIN-Linse ausgesendet
wird, wodurch Ereignisse in einer Probe verursacht werden. Der Detektor
ist so ausgelegt, dass er ein Ausgabesignal für ein Bild der Probe ausgehend
von den gemessenen Werten als Reaktion auf die Ereignisse erzeugt,
welche Multiphotonen-Absorptionsereignisse sind. Die zusammengesetzte
GRIN-Linse enthält
eine GRIN-Relaislinse und eine GRIN-Objektivlinse, die seriell mit
der GRIN-Relaislinse gekoppelt ist. Die GRIN-Objektivlinse weist
einen kleineren Pitch als die GRIN-Relaislinse auf.
-
In
einigen Ausführungsformen
werden lange GRIN-Linsen, zum Beispiel länger als ein Zentimeter, verwendet.
Diese GRIN-Linsen sind lang genug, um Beleuchtungslicht an einer
Endseite zu empfangen, die außerhalb
einer Probe liegt, und um Licht von einer zweiten Endseite auszusenden,
die tief unter der Oberfläche
der Probe liegt.
-
Die
Erfindung beinhaltet ein Verfahren zum Abtasten eines Bereiches
einer Probe mit einem endoskopischen Prüfkopf, welcher eine zusammengesetzte
GRIN-Linse mit einer ersten und einer zweiten Endseite aufweist.
Das Verfahren beinhaltet das Anordnen der ersten Endseite der GRIN-Linse
in der Nähe
des Gebietes der Probe und das Übertragen von
gepulstem Laserlicht zu der zweiten Endseite der GRIN-Linse. Die
Länge der
GRIN-Linse entspricht ungefähr
der Länge
des Prüfkopfes.
Das Verfahren umfasst des Weiteren das Abtasten entweder einer Einfallsstellung
oder eines Einfallswinkels des Lichtes an der zweiten Endseite der
GRIN-Linse, während
die Übertragung
durchgeführt
wird, um eine Abtastung des Gebietes der Probe zu erzeugen. Die
zusammengesetzte GRIN-Linse enthält
eine GRIN-Relaislinse und eine GRIN-Objektivlinse. Die GRIN-Objektivlinse
ist serielle mit der GRIN-Relaislinse gekoppelt und weist einen
kleineren Pitch als die GRIN-Relaislinse auf.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
1A ist
eine Querschnittsansicht eines endoskopischen Prüfkopfes mit einer GRIN-Linse, deren
Länge kürzer als
ein ½ Pitch
ist;
-
1B ist
eine Querschnittsansicht eines endoskopischen Prüfkopfes mit einer GRIN-Linse, deren
Länge länger als
ein ½ Pitch
ist;
-
1C ist
eine Querschnittsansicht eines endoskopischen Prüfkopfes mit einer zusammengesetzten
GRIN-Linse;
-
1D ist
eine Querschnittsansicht eines alternativen endoskopischen Prüfkopfes
mit einer zusammengesetzten GRIN-Linse;
-
1E ist
eine Querschnittsansicht eines endoskopischen Prüfkopfes mit einer zusammengesetzten
GRIN-Linse und einem Prisma;
-
2A zeigt,
wie das Abtasten von einfallendem Licht über einer Seite eines endoskopischen Prüfkopfes
eine Abtastung in einer Fokusebene erzeugt, die in einer Probe liegt;
-
2B zeigt,
wie das Drehen der Ausrichtung von einfallendem Licht auf einer
Seite eines endoskopischen Prüfkopfes
eine Abtastung in einer Fokusebene erzeugt, die in einer Probe liegt;
-
3 ist
ein Blockdiagramm eines endoskopischen Multiphotonen-Bilderzeugungssystems;
und
-
4 ist
ein Ablaufdiagramm, welches ein Verfahren zum Erzeugen von Bildern
einer Probe mit dem System von 3 darstellt.
-
AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Unterschiedliche
Ausführungsformen
enthalten Prüfköpfe, die
zum Eintauchen in eine Probe oder einen Körper ausgelegt sind, d. h.
endoskopische Prüfköpfe. Die
endoskopischen Prüfköpfe transportieren
Licht, das verwendet wird, um die Probe zu beleuchten und abzutasten
und das von der Probe ausgesendete Licht aufzunehmen. Das ausgesendete Licht
wird verwendet, um ein abgetastetes Bild eines Bereiches der Probe
zu erzeugen.
-
1A zeigt
einen endoskopischen Prüfkopf 2,
welcher auf einer GRIN-Linse 4 beruht. Die GRIN-Linse 4 liefert
dem Inneren der Probe 10 Laserlichtpulse. Die Laserlichtpulse
stellen Beleuchtung zur Verfügung,
um abgetastete Multiphotonen-Bilder der Probe 10 zu erzeugen.
Die GRIN-Linse 4 weist einen zylinderförmigen Querschnitt und ein radial
abgestuftes Brechungskoeffizientenprofil auf. Beispielhafte GRIN-Linsen 4 enthalten
zylinderförmige
Linsen mit Durchmessern in einem Be reich von ungefähr 0,125
Millimetern (mm) bis ungefähr
3 mm und optische GRIN-Fasern.
-
Die
GRIN-Linse 4 weist ein Brechungskoeffizientenprofil auf,
dessen radiale Veränderung
Lichtstrahlen 5 beugt, die sich darin ausbreiten. Beispielhafte
Brechungskoefizientenprofile weisen parabolische oder hyperbolische
Sekantenabhängigkeiten von
der Entfernung der Achse der GRIN-Linse 4 auf.
-
Innerhalb
der GRIN-Linse 4 folgen die Lichtstrahlen 5 einer
fast sinusförmigen
Bahn um die Mittelachse der GRIN-Linse.
-
In
diesem Fall bezieht sich die Pitchlänge einer GRIN-Linse auf die Linsenlänge, so
wie sie entlang der Linsenachse in vollen Perioden einer Strahlenstrecke
in der GRIN-Linse gemessen wird. In einer GRIN-Linse mit einer Pitchlänge 1 erfährt der
Durchmesser eines Lichtstrahls während
der Ausbreitung durch die Linse zwei vollständige Oszillationen. Bei einer
GRIN-Linse bedeutet der Pitch die Länge des Objektivmaterials,
welches zwei vollständige
Oszillationen in einer Breite eines Lichtstrahls erzeugen würde, und
somit ist die Pitch-Länge die
Länge in Pitch-Einheiten.
Eine erste GRIN-Linse
beugt Lichtstrahlen stärker
als eine zweite GRIN-Linse,
wenn die erste GRIN-Linse einen kürzeren Pitch aufweist als die
zweite GRIN-Linse.
-
Unterschiedliche
endoskopische Prüfköpfe verwenden
Ausbreitungs- und Fokussierungseigenschaften von GRIN-Linsen, um
unerwünschte,
nichtlineare Effekte auf transportierte Lichtpulse zu reduzieren.
Die sinusförmige
Veränderung
eines Lichtstrahldurchmessers in einer GRIN-Linse weist insbesondere
darauf hin, dass Lichtintensitäten
entlang mindestens eines Teiles der Strahlenbahn schwächer sind,
das bedeutet entlang von Bahnabschnitten, die von der Mittelachse
der GRIN-Linse entfernt liegen. Weil nichtlineare Effekte höhere Lichtintensitäten erfordern,
sind derartige Effekte in GRIN-Linsen weniger wahrscheinlich als
in optischen Monomoden-Fasern, weil ein Abschnitt einer Strahlenbahn
in einer GRIN-Linse typischerweise in einem Gebiet liegt, in welchem
die Lichtintensitäten
schwächer sind.
Deswegen erzeugen nichtlineare Effekte typischerweise weniger Veränderung
an einer Pulsform in GRIN-Linsen als in optischen Monomoden-Fasern gleicher
Länge.
-
Zur
Verwendung des Prüfkopfes 2 wird
ein optischer Beleuchtungsstrahl 3 in die GRIN-Linse 4 hinein
fokussiert. Der Beleuchtungsstrahl 3 bildet in der Nähe oder
an einer Endseite der GRIN-Linse 4 eine Fokustaille 6,
die außerhalb
der Probe 10 liegt. Die GRIN-Linse 4 weist eine
Länge auf,
die geringfügig
weniger als ½ Pitch
beträgt,
so dass der endoskopische Prüfkopf
einen Strahl 3' aussendet,
der eine zweite Fokustaille 8 in der Nähe einer anderen Endseite der
GRIN-Linse 4 bildet. Die zweite Fokustaille 8 ist
unterhalb der Oberfläche
der Probe 10 und in einer Entfernung, f, von der Endseite
der GRIN-Linse 4 angeordnet. Die Entfernung, f, definiert
die Entfernung der Endseite der GRIN-Linse 4 von der Brennebene,
die während
der Multiphotonen-Bilderzeugung abgetastet
wurde.
-
Als
Reaktion auf Beleuchtung durch die GRIN-Linse 4 senden
Punkte der Probe Licht aus. Ein Teil des ausgesendeten Lichtes wird
durch die GRIN-Linse 4 aufgenommen, welche das Licht einer dichroitischen
Platte 7 liefert. Die dichroitische Platte 7 überträgt Beleuchtungslicht
und reflektiert Licht, das durch die Probe 10 ausgesendet
wird. Auf diese Weise lenkt die dichroitische Platte 7 das
Licht, welches die GRIN-Linse 4 von der Probe 10 aufnimmt, zu
einem externen optischen Detektor 9 ab. Der Detektor 9 misst
eine optische Eigenschaft des aufgenommenen, ausgesendeten Lichtes,
beispielsweise die Intensität
oder die Phase. Die gemessene Eigenschaft stellt Daten zum Herstellen
eines abgetasteten Bildes des Bereiches der Probe 10 zur
Verfü gung,
die das Licht ausgesendet hat.
-
Da
Multiphotonen-Absorptionsereignisse hohe Lichtintensitäten erfordern,
ist die Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse in Gebieten sehr gering,
in denen Lichtintensitäten
schwach sind. Für
den endoskopischen Prüfkopf 2 sind
Multiphotonen-Ereignisse in Gebieten der Probe 10 selten,
die von den Fokustaillen 6, 8 entfernt liegen,
d. h. von den Gebieten hoher relativer Lichtintensität. Infolgedessen
verursachen Multiphotonen-Absorptionen eine Lichtemission von Bereichen
der Probe 10, die an dem Brennpunkt liegen. An dem Brennpunkt
weist der Strahl eine Taille, w, und einen Rayleigh-Bereich, z,
auf. Die Größen w und
z bestimmen die jeweiligen Seiten- und Tiefenauflösungen bei
der Multiphotonen-Bilderzeugung.
-
Beispielhafte
GRIN-Linsen 4 weisen Längen L
auf, die kürzer
oder gleich ½ Pitch
sind. Die Länge L
bestimmt, wie tief der endoskopische Prüfkopf 2 von 1A in
die Probe 10 eingeführt
werden kann. Typische ½ Pitch-Linsen weisen Längen, L,
mit Werten in dem Bereich von ungefähr 500 Mikron bis 5 Zentimetern
auf. Vorzugsweise beträgt
L ungefähr
1 Zentimeter oder mehr.
-
Eine
GRIN-Linse, deren Pitch-Länge
weniger als ½ beträgt, weist
keine internen Fokustaillen auf, wo Lichtintensitäten auf
Grund von fokussiertem Strahl relativ hoch werden würden. Infolgedessen bleiben
bei einer GRIN-Linse mit einer Pitch-Länge von weniger als ½ die internen
Lichtintensitäten
niedrig und unerwünschte,
nichtlineare optische Effekte innerhalb der GRIN-Linse werden reduziert.
Derartige Effekte könnten
ansonsten die Qualität
von optischen, durch die GRIN-Linse übertragenen Pulse beeinträchtigen
und infolgedessen die Qualität
von derartigen Pulsen für
die Multiphotonen-Abtastung
beeinträchtigen.
-
Bei
einigen endoskopischen Prüfköpfen werden
GRIN-Lin sen mit längeren
Pitch-Längen
als ½ verwendet.
Diese endoskopischen Prüfköpfe sind
in der Lage, Gebiete abzubilden, welche tiefer unter der Oberfläche einer
Probe liegen, weil die GRIN-Linsen, welche das Beleuchtungslicht
liefern, länger
sind. Allerdings weisen die längeren
GRIN-Linsen auch mindestens eine interne Fokustaille auf, das bedeutet, die
innerhalb der GRIN-Linse
liegt. Aufgrund der relativ verstärkten Lichtintensitäten sind
Multiphotonen-Ereignisse an der internen Fokustaille wahrscheinlicher.
Infolgedessen unterliegen Multiphotonen-Bilderzeugungssysteme, die
auf längeren GRIN-Linsen
beruhen, auf Grund von nichtlinearen optischen Effekten eher einer
Pulsverbreiterung. Nichtsdestoweniger verursachen nichtlineare Effekte weniger
Qualitätsverlust
an Pulsen in den längeren GRIN-Linsen, als bei optischen
Monomoden-Fasern gleicher Länge,
weil die Lichtintensitäten
nur an internen Fokustaillen in den GRIN-Linsen hoch sind. Bei optischen
Monomoden-Fasern sind die Lichtintensitäten entlang der gesamten Länge der
Faser hoch. Das Verwenden einer GRIN-Linse anstatt einer optischen
Monomoden-Faser reduziert die Verbreiterung von Beleuchtungspulsen
während
der Lieferung der Pulse an die Probe 10, die abgetastet
werden soll.
-
Obwohl
längere
GRIN-Linsen einen kleinen Anstieg von unerwünschten nichtlinearen Effekten, wie
beispielsweise Phasenselbstmodulation erzeugen, ermöglichen
die längeren
GRIN-Linsen die Herstellung von längeren endoskopischen Prüfköpfen. Beispielhafte
GRIN-Linsen ergeben Endoskope mit Längen von 30 bis 200 Millimetern,
ohne dass die kurzen optischen Pulse durch nichtlineare Prozesse bedeutenden
Qualitätsverlust
erfahren. Der Qualitätsverlust
ist niedrig, weil die Multiphotonen-Effekte auf die Gegenden mit kurzen
Fokustaillen in den GRIN-Linsen begrenzt sind.
-
1B zeigt
einen längeren
endoskopischen Prüfkopf 2', welcher auf
einer GRIN-Linse 4' mit
einer Pitch- Länge von
zwischen ungefähr
0,75 und 1 beruht. Die GRIN-Linse 4' besteht entweder aus einer zylinderförmigen GRIN-Linse
oder aus einer optischen GRIN-Faser. Die GRIN-Linse 4' weist eine
interne Fokustaille 11 und eine externe Fokustaille 8' auf, welche
in der Probe 10 liegt. Weil die GRIN-Linse 4' länger als
die GRIN-Linse 4 von 1A ist,
erzeugt die GRIN-Linse 4' eine
höhere chromatische
Dispersion von den optischen Pulsen. Die chromatische Dispersion
kann durch Techniken der Vorkompensation, welche den Fachleuten
bekannt sind, reduziert werden.
-
Bei
GRIN-Linsen verschwinden die oszillierenden Veränderungen im Strahlendurchmesser
mit der Länge
der GRIN. Infolgedessen nimmt die Fokussierungsfähigkeit in dem Maße ab, wie
die Länge
der GRIN-Linse ansteigt. Um derartigen Qualitätsverlust zu vermindern, werden
bei einigen endoskopischen Prüfköpfen schwache
GRIN-Linsen verwendet, d. h. GRIN-Linsen mit langen Pitchen, beispielsweise
zwischen ungefähr
1 Millimeter und 1 Dezimeter. Ein endoskopischer Prüfkopf, welcher
auf einer schwachen GRIN-Linse beruht, kann lang sein und immer
noch eine Länge
aufweisen, die nur ein kleines Vielfaches von dem Pitch der GRIN-Linse
aufweist. Ein derartiger endoskopischer Prüfkopf schließt wenige
interne Fokustaillen ein, bei denen Pulsqualitätsverlust vorkommt. Nichtsdestoweniger
weisen diese schwachen GRIN-Linsen
außerdem
lange Rayleigh-Bereiche und Brenntiefen auf. Die langen Brennweiten
und Rayleigh-Bereiche reduzieren die maximal erreichbaren Lichtintensitäten an externen
Fokustaillen und die Tiefentrennschärfe von Bildern, d. h. die
Möglichkeit,
optisch unterteilte Bilder herzustellen. Lange Brennweiten sind
außerdem
bei Bilderzeugung von Probengebieten unerwünscht, die in der Nähe des Endes
der GRIN-Linse liegen, d. h. innerhalb weniger Hundert Mikron.
-
1C zeigt
einen endoskopischen Prüfkopf 2II , für welchen eine zusammengesetzte GRIN-Linse
verwendet wird, um einige der Probleme zu meistern, die mit schwachen
GRIN-Linsen zusammenhängen.
In der zusammengesetzten GRIN-Linse sind eine GRIN-Relaislinse 14,
d. h. eine schwache GRIN-Linse und eine GRIN-Objektivlinse 16,
d. h. eine relativ stärkere
GRIN-Linse seriell kombiniert. Die GRIN-Relaislinse 14 und
die GRIN-Objektivlinse 16 sind zylinderförmige GRIN-Linsen
oder optische GRIN-Fasern. Die GRIN-Relaislinse 14 weist
einen längeren
Pitch als die GRIN-Objektivlinse 16 auf, zum Beispiel fünfmal länger oder
mehr. Die GRIN-Objektivlinse 16 ist stärker und weist eine kürzere Brennweite,
f', als die GRIN-Relaislinse 14,
von beispielsweise f' ≤ 1 mm auf.
Die GRIN-Relaislinse 14 bildet außerdem einen längeren Abschnitt
des endoskopischen Prüfkopfes 2II als die GRIN-Objektivlinse 16.
Beispielhafte GRIN-Relaislinsen 14 sind mindestens 0,5
cm lang, und vorzugsweise mindestens 1 bis 5 cm lang oder länger, oder
sind sogar noch länger,
beispielsweise 5 bis 100 cm lang.
-
Während der
Datenaufnahme ist die GRIN-Objektivlinse 16 unterhalb der
Oberfläche
der Probe 10 angeordnet. Die GRIN-Objektivlinse 16 fokussiert
Beleuchtungslicht an der Fokustaille 8II auf eine
Weise, die einer Mikroskopobjektivlinse ähnlich ist. Die GRIN-Objektivlinse 16 erzeugt
eine kleine äußere Fokustaille,
w', und eine kleine
Brennweite, 2z', d.
h. w' und 2z' sind kleiner
als jeweils ungefähr
1 Mikron und ungefähr
3 Mikron. Die kleinen Werte für
w' und 2z' erzeugen hohe
Beleuchtungsintensitäten
an der Fokustaille 8II , das bedeutet
Intensitäten,
die hoch genug für
Multiphotonen-Bilderzeugung und Tiefenaufgliederung sind.
-
Weil
die GRIN-Objektivlinse 16 stärker als die GRIN-Relaislinse 14 ist,
weist die GRIN-Objektivlinse 16 eine größere numerische Öffnung als
die GRIN-Relaislinse 14 auf. Infolgedessen kann sich ein Teil
des Lichtes, das von der GRIN-Objektivlinse 16 aufgenommen
wird, nicht in der GRIN-Relaislinse 14 ausbreiten. Insbesondere
wird aufgenommenes Licht sich darin nicht ausbreiten, welches einen
größeren Winkel
als dem Akzeptanzwinkel für
die GRIN-Relaislinse 14 mit dem normalen Vektor zu der
Grenzfläche 17 bildet.
Das Gegenteil trifft für
das Erregungslicht zu, das bedeutet, dass das Licht, welches von
dem Relaisobjektiv 14 geliefert wird, den Eintrittskegel
der Objektivlinse 16 nicht ausfüllen wird. Infolgedessen wird
dann die numerische Öffnung
der GRIN-Objektivlinse 16 nicht von sich aus die maximale
Bildauflösung
für den
endoskopischen Prüfkopf 2II bestimmen.
-
1D zeigt
einen endoskopischen Prüfkopf 2III dessen Kopplung an externe optische
Quellen nicht bedeutend durch die Eigenschaften der GRIN-Relaislinse 14' begrenzt ist.
Bei dem endoskopischen Prüfkopf 2III sind die GRIN-Relaislinse 14' mit der GRIN-Kopplungslinse 15' und der GRIN-Objektivlinse 16' seriell kombiniert.
Die GRIN-Kopplungslinse 15' und
die GRIN-Objektivlinse 16' weisen
größere numerische Öffnungen
als die GRIN-Relaislinse 14' auf. Nichtsdestoweniger
ist der Verlust von Licht, das durch die GRIN-Kopplungslinse 15' oder die GRIN-Objektivlinse 16' aufgenommen
wird, an den Grenzflächen 19', 17' zu der GRIN-Relaislinse 16 nicht
besonders hoch, weil das Licht an den Grenzflächen 19', 17' kollimiert wird. Um das einfallende Licht
an den Grenzflächen 17', 19' zu kollimieren, sind
die Grenzfläche 17' und die Grenzfläche 19' dergestalt
aufgebaut, dass sie im Verhältnis
zu der Fokustaille 8II und der
Fokustaille 6 jeweils aus Fourier-konjugierten-Zahlen bestehen.
Weil das Licht an den Grenzflächen 17', 19' kollimiert
wird, breiten sich die gesamten Lichtkegel, welche durch die GRIN-Kopplungslinse 15' und die GRIN-Objektivlinse 16' aufgenommen
werden, in der GRIN-Relaislinse 14' aus. Aus diesem Grund bestimmt
allein die numerische Öffnung
der GRIN-Objektivlinse 16' die Bildauflösung. Auf ähnliche
Weise bestimmt die numerische Öffnung
der GRIN-Kopplungslinse 15' alleine
die Leistungsfähigkeit
der Kopplung zwischen dem endoskopischen Prüfkopf 2III und
einer (nicht dargestellten) externen gepulsten Laserquelle. Insbesondere
kann die numerische Öffnung
der GRIN-Kopplungslinse 15' so
ausgewählt
werden, dass keine bedeutenden Einführungsverluste entstehen, selbst
wenn eine Linse mit größerer numerischer Öffnung einen
Lichtstrahl von der gepulsten Laserquelle auf die Endseite des endoskopischen Prüfkopfes 2III fokussiert.
-
Einige
endoskopische Prüfköpfe tasten
Gebiete von Proben seitlich der Prüfköpfe ab.
-
1E zeigt
einen endoskopischen Prüfkopf 2IV , welcher Abschnitte der Probe 10 seitlich
des Prüfkopfes 2IV abtastet. Der Prüfkopf 2IV enthält eine GRIN-Relaislinse 18,
eine GRIN-Objektivlinse 20 und ein optisches Prisma 22.
Das optische Prisma 22 weist eine Seite 23 auf,
welche in Bezug auf die mittlere Achse des endoskopischen Prüfkopfes 2IV in einem Winkel ausgerichtet ist.
Beispielhafte Seitenwinkel liegen in einem Bereich von ungefähr 15 Grad
bis ungefähr
75 Grad. Die Abwinklung der Seite 23 veranlasst das Prisma 22,
einen Beleuchtungsstrahl in einem Winkel zu der Achse des endoskopischen Prüfkopfes 2IV abzulenken, wodurch ein seitlicher
Abschnitt der Probe 10 beleuchtet wird. Das Prisma 22 nimmt
außerdem
Licht auf, das von denselben seitlichen Gebieten der Probe 10 ausgestrahlt
wird. Durch Drehen des Prüfkopfes 2IV um seine Achse, kann eine Bedienungsperson
das beleuchtete und durch den endoskopischen Prüfkopf 2IV abgebildete
seitliche Gebiet der Probe 10 verändern, d. h. durch Verändern der
seitlichen Position der Strahlentaille 8IV .
-
Weil
Multiphotonen-Bilderzeugungssysteme ein Gebiet einer Probe abtasten,
um Bilddaten zu erhalten, tasten diese Bilderzeugungssysteme Beleuchtungspunkte über einem
Gebiet der abzubildenden Probe ab.
-
2A und 2B stellen
Verfahren zum Abtasten einer Probe mit einem endoskopischen Prüfkopf dar,
der auf einer einfachen GRIN-Linse beruht, z. B. Prüfköpfe 2, 2' von 1A und 1B. Das
Anpassen dieser Verfahren, um das Abtasten einer Probe mit den endoskopischen
Prüfköpfen 2II , 2III , 2IV von 1C, 1D und 1E zu
ermöglichen, wird
für die
Fachleute offensichtlich sein.
-
In 2A tastet
ein fokussierter Lichtstrahl eine externe Endseite der GRIN-Linse 4V ab. Die GRIN-Linse 4V erzeugt
von jedem Lichtpunkt 6IV , 6V auf der äußeren Endseite einen zweiten
fokussierten Lichtpunkt 8IV , 8V in einer Ebene 12V der
Probe 10. Infolgedessen erzeugt das Abtasten der äußeren Endseite
der GRIN-Linse 4V ein Abtasten
eines Abschnittes der Probe 10 in einer Ebene 12V . Beispielhafte GRIN-Linsen 4V weisen gesamte Pitch-Längen in einem Bereich von ¼ bis zu ½ modulo
eine halbe ganze Zahl auf. Die numerische Öffnung der GRIN-Linse 4V sollte groß genug sein, um den gesamten
auf seiner äußeren Endseite
einfallenden Lichtkegel aufzunehmen, damit Licht zum Erregen von
Multiphotonen-Prozessen nicht an der äußeren Endseite verloren geht.
-
Ein
alternatives Abtastverfahren, bei welchem die Notwendigkeit einer
Kopplungslinse, um die Auflösung
beizubehalten, nicht mehr besteht, ist in 2B dargestellt.
In 2B wird das Abtasten durch Drehen des Einfallswinkels
eines kollimierten Beleuchtungsstrahls 3VI , 3VII auf die äußere Seite der GRIN-Linse 4VI erzeugt. Durch Drehen der einfallenden
Ausrichtung des Beleuchtungsstrahls 3VI , 3VII zwischen der Richtung 18 und
der Richtung 18' wird ein
fokussierter Punkt veranlasst, die Probe 10 von dem Punkt 8VI bis zu dem Punkt 8VII in
der Fokusebene 12VI der GRIN-Linse 4VI abzutasten. Der Bereich, auf welchen
der Beleuchtungslichtstrahl auf der äußeren Seite der GRIN-Linse 4VI auftrifft, bleibt während des
Drehvorganges, mit welchem die Abtastung erzeugt wird, ungefähr konstant.
Beispielhafte GRIN-Linsen 4VI weisen eine Pitch-Länge in einem Bereich
von 0 bis zu ¼ modulo
eine halbe ganze Zahl auf.
-
3 zeigt
ein Abtastungssystem 19, bei welchem Zweiphotonen-Absorptionsereignisse
verwendet werden, um ein abgetastetes Bild eines Abschnittes von
Probe 40 zu erzeugen. Das Abtastungssystem 19 enthält einen
gepulsten Laser 20, der die optischen Pulse hoher Intensität zur Verfügung stellt,
welche benötigt
werden, um die Zweiphotonen-Absorptionsereignisse in der Probe 40 zu
erzeugen. Beispielhafte gepulste Laser 20 enthalten ultra-schnell
gepulste Ti-Saphirlaser, welche Pulse mit Femtosekunden- und Pikosekundenlängen erzeugen.
Der gepulste Laser 20 sendet die optischen Pulse an einen
Kompensator 22, welcher für die chromatische Dispersion
vorkompensiert. Der Kompensator 22 sendet die vorkompensierten
optischen Pulse an ein optisches Ausgabesystem, welches dem optischen
Prüfkopf 38 die
Pulse übermittelt.
Der endoskopische Prüfkopf 38 enthält eine
GRIN-Relaislinse 37 und eine GRIN-Objektivlinse 39,
z. B. den endoskopischen Prüfkopf 2II aus 1C. Der
endoskopische Prüfkopf 38 liefert
die optischen Pulse hoher Intensität an den Abschnitt der Probe 40,
die abgetastet werden soll.
-
Der
Kompensator 22 enthält
ein Paar Brewster-Winkelprismen 24, 26, einen
Reflektor 27, und einen Abgriffspiegel 28. Der
Kompensator 22 funktioniert als eine zweifach zu passierende
Vorrichtung, bei welcher das Licht durch jedes Prisma 24, 26 zweimal
hindurch geht. Der Abgriffspiegel 28 lenkt einen Teil des
Strahls aus von dem Kompensator 22 vorkompensierten Pulsen
ab und sendet den abgeleiteten Teil des Strahles an das optische
Ausgabesystem.
-
Das
optische Ausgabesystem enthält
ein Paar Strahlendeflektoren 30 für die x-Richtung und die y-Richtung,
ein Paar teleskopische Linsen 32, 34, einen dichroitischen
Spiegel 42 und eine Eintauchlinse 36.
-
Beispielhafte
Strahlendeflektoren 30 für die x-Richtung und die y-Richtung
enthalten Galvanometer gesteuerte Spiegel, akusto-optische Deflektoren, elektro-optische
Deflektoren. Die Strahlendeflektoren 30 für die x-Richtung
und die y-Richtung steuern den Strahl in senkrechte seitliche Richtungen,
wodurch eine zweidimensionale Abtastung eines Abschnittes der Probe 40 erzeugt
wird. Ein programmierbarer Computer 50 steuert die Ablenkungen
in x-Richtung und y-Richtung der Strahlen, die durch die Strahlendeflektoren 30 erzeugt
werden. Infolgedessen steuert der Computer 50 das Abtasten
der Probe in seitlichen Richtungen zu der Strahlenausrichtung.
-
Von
den Strahlendeflektoren 30 gehen optische Pulse durch ein
Paar teleskopischer Linsen 32, 34, die den Strahlendurchmesser
erweitern, um einen erweiterten Beleuchtungsstrahl 35 zu
erzeugen. Der erweiterte Strahl 35 geht durch den dichroitischen
Spiegel 42 hindurch und wird zu der Eintauchlinse 36 übermittelt,
d. h. eine Linse mit großer
numerischer Öffnung.
Der Durchmesser des erweiterten Strahls 35 passt zu der
Eintrittspupille der Eintauchlinse 36. Die Eintauchlinse 36 fokussiert
den erweiterten Beleuchtungsstrahl 35 auf einen Punkt an
oder in der Nähe
der äußeren Endseite
des endoskopischen Prüfkopfes 38.
-
Das
Bilderzeugungssystem 19 weist einen (nicht dargestellten)
dualen Fokussierungsmechanismus auf, welcher das unabhängige Einstellen
der Entfernung zwischen dem endoskopischen Prüfkopf 38 und der Oberfläche der
Probe 40 und der Entfernung zwischen der Eintauchlinse 36 und
dem endoskopischen Prüfkopf 38 ermöglicht.
Der duale Fokussierungsmechanismus ermöglicht Feineinstellungen der
Tiefe der Fokusebene des Prüfkopfes
in der Probe 40, ohne dass Bewegungen des endoskopischen Prüfkopfes 38 selbst
erforderlich sind.
-
Abschnitte
der Probe 40 senden als Reaktion auf die Zweiphotonen-Absorptionsereignisse
Licht aus. Ein Teil des ausgesendeten Lichtes wird von dem endoskopischen
Prüfkopf 38 wieder
aufgenommen, welcher das aufgenom mene Licht an die Eintauchlinse 36 liefert.
Von der Eintauchlinse lenkt der dichroitische Spiegel 42 das
aufgenommene Licht zu einem chromatischen Filter 44 ab.
Der chromatische Filter 44 entfernt Wellenlängen außerhalb
des Sendespektrums der Probe 40 und liefert einer Fokussierungslinse 46 das
verbleibende Licht. Die Fokussierungslinse 46 fokussiert
das verbleibende Licht auf einen Fotointensitätsdetektor 48, z.
B. einen Fotovervielfacher oder eine Lawinen-Fotodiode. Der Fotointensitätsdetektor 48 erzeugt
als Hinweis auf die Intensität
des empfangenen Lichts ein elektrisches Signal und übermittelt
einem Computer 50 das elektrische Signal, d. h. einem Datenprozessor
und einer Steuereinheit. Der Computer 50 verwendet die
Intensitätsdaten
des Fotointensitätsdetektors 48 und
Daten der x- und y-Ableitungen des Beleuchtungsstrahls 35,
um ein abgetastetes Bild der Probe 40 zu erzeugen.
-
4 ist
ein Ablaufdiagramm, welches ein Abtastungsverfahren 60 zum
Erzeugen eines Bildes der Probe 40 mit dem System 19 von 3 darstellt. Das
Verfahren 60 beinhaltet das Anordnen eines ersten Endes
des endoskopischen Prüfkopfes 38 in
der Probe 40 (Schritt 62). Das Verfahren 60 beinhaltet außerdem das Übermitteln
von Licht, d. h. Pulse von dem gepulstem Laser 20 zu der
Eintauchlinse 36 und in ein zweites Ende des endoskopischen
Prüfkopfes 38 (Schritt 64).
Der Schritt des Übermittelns
beinhaltet das Fokussieren des Lichtes auf eine äußere Endseite der GRIN-Relaislinse 37,
das Liefern des Lichtes an die GRIN-Objektivlinse 38, und
das Aussenden des Lichtes von einer zweiten Endseite der GRIN-Objektivlinse 38.
Die zweite Endseite liegt innerhalb der Probe 40.
-
Das
Verfahren 60 beinhaltet außerdem das Abtasten von entweder
dem Einfallswinkel oder der Einfallsstellung des Laserlichtstrahls
auf die äußere Endseite
der GRIN-Relaislinse 37 (Schritt 66).
Das Abtasten des einfallenden Laserlichtstrahls veranlasst das Licht,
welches von der zweiten Endseite der GRIN-Objektivlinse 39 ausgesendet
wird, ein räumliches
Gebiet der Probe 40 abzutasten.
-
Das
Verfahren 60 beinhaltet außerdem das Empfangen von Licht
in demselben endoskopischen Prüfkopf 38,
welches die Probe 40 als Reaktion darauf, dass sie abgetastet
wird, aussendet (Schritt 68). Bei alternativen Ausführungsformen
wird das Licht, das durch die Probe 40 ausgesendet wird,
durch eine zweite optische Leitung aufgenommen, z. B. eine optische
Monomoden-Faser oder eine zweite GRIN-Linse (beide nicht dargestellt).
Das Verfahren 60 beinhaltet außerdem das Messen der Intensität oder der
Phase des Lichtes, welches durch den endoskopischen Prüfkopf 38 aufgenommen
wird, in dem Fotodetektor 48 (Schritt 70). Der
Fotodetektor 48 misst eine optische Eigenschaft des Lichtes,
das von der Probe 40 als Reaktion auf die Zweiphotonen-Absorptionsereignisse
ausgesendet wird, d. h. einer Eigenschaft von Licht, das eine kürzere Wellenlänge als
diejenige des gepulsten Lasers 20 aufweist. Das Verfahren 60 beinhaltet
außerdem
das Aufbauen eines abgetasteten Bildes der Probe 40 aus
der gemessenen optischen Eigenschaft des ausgesendeten Lichtes und
der seitlichen Koordinaten der abgetasteten Gebiete der Probe, z.
B. ein abgetastetes Bild der Intensität (Schritt 72).
-
Weitere
Ausführungsformen
der Erfindung werden für
die Fachleute aus der Offenbarung, den Zeichnungen und den Ansprüchen offensichtlich sein.