DE60219094T2 - Sicherheitsventil, insbesondere für ölgefüllte, elektrische Transformatoren - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sicherheitsventil, insbesondere für ölgefüllte elektrische Transformatoren.
- Es ist bekannt, dass große elektrische Transformatoren aufgrund von Problemen in Zusammenhang mit dem Ableiten der Wärme, die in ihrem Inneren erzeugt wird, in Gefäßen untergebracht und darin in einem Bad aus Mineralöl, das eine Kühlflüssigkeit bildet, eingetaucht sind.
- Aus Sicherheitsgründen darf das Öl innerhalb des Gefäßes einen voreingestellten Druckschwellenwert nicht überschreiten.
- Zu diesem Zweck werden Sicherheitsventile an die Gefäße angeschlossen und sind konzipiert, um jeden Überdruck nach außen abzuleiten, der in den Gefäßen auftreten kann.
- Ein Sicherheitsventil gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus US-A-4 676 266 bekannt.
- Sicherheitsventile des bekannten Typs sind gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 hergestellt.
- Ursprünglich bildet die zweite Dichtung keinen Sitz auf dem ringförmigen Rand.
- Durch Anpassen der Vorspannung der Feder wird der Wert des Drucks, der zum Öffnen des Ventils erforderlich ist, bestimmt.
- Während der Innendruck ansteigt, tendiert die Abdeckung dazu, eine nach auswärts gehende axiale Verschiebungsbewegung auszuführen, aber die Dichtung des Lippentyps berührt dank ihrer Flexibilität weiterhin die Abdeckung und hält den Durchgang nach außen geschlossen, bis ein gegebener Schwellenwert erreicht wird.
- Wenn der Druckschwellenwert erreicht wird, trennt sich die Dichtung des Lippentyps von der Abdeckung und der Druck wirkt sofort auf eine größere Fläche (den ganzen internen Bereich der Abdeckung), auf deren Verschlussabdichtung die zweite Dichtung einwirkt, ein.
- Die Steigerung an Kraft ist plötzlich und die Abdeckung wird daher zum Ausführen einer weiteren Verschiebungsbewegung veranlasst und bewegt sich mit ihrem Rand über die torische Dichtung hinaus; der Druck wird daher nach außen abgelassen, und die ursprünglichen Bedingungen werden dann sofort wiederhergestellt.
- Obwohl Sicherheitsventile des bekannten Typs verwendet wurden und im Handel während vieler Jahre verfügbar waren, sind sie nicht ohne Nachteile.
- Sie haben nämlich eine Struktur, die das Durchsickern von Öl bei einem Druck unter dem eingestellten Nenndruck erlaubt.
- Ferner ist das Wiederherstellen der Abdichtung mit dem Nennwert besonders langsam.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Sicherheitsventil bereitzustellen, insbesondere für ölgefüllte elektrische Transformatoren, das die oben genannten Nachteile herkömmlicher Sicherheitsventile eliminiert oder weitgehend verringert.
- Mit dieser Zielsetzung besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Ventil bereitzustellen, das das Durchsickern von Fluid vor dem Bersten minimiert.
- Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Sicherheitsventil bereitzustellen, das ein präzises Einstellen erlaubt.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Sicherheitsventil bereitzustellen, das präzis und wiederholt Nennberstwerte sicherstellt.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Sicherheitsventil bereitzustellen, das schnell während des Schließens die Abdichtung mit Nennwert wiederherstellen kann.
- Diese Zielsetzung und diese sowie weitere Aufgaben werden unten klarer und werden durch ein Sicherheitsventil, insbesondere für ölgefüllte elektrische Transformatoren mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 erzielt.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich besser aus der Beschreibung einer bevorzugten aber nicht exklusiven Ausführungsform, die allein beispielhaft anhand eines nicht einschränkenden Beispiels in den begleitenden Zeichnungen veranschaulicht ist, in welchen:
-
1 eine Schnittansicht entlang einer Querebene eines erfindungsgemäßen Ventils ist, -
2 eine Schnittansicht entlang einer anderen Querebene des Ventils der1 ist, -
3 eine Ansicht eines Details der1 ist, -
4 eine Ansicht eines Details der2 ist. - Unter Bezugnahme auf die Figuren ist ein Sicherheitsventil, insbesondere für ölgefüllte elektrische Transformatoren, allgemein mit dem Bezugszeichen
10 bezeichnet. - Das Ventil
10 weist eine zylindrische Anflanschmetalleinheit11 auf, die mittels Bolzen, die nicht gezeigt sind, an einem entsprechend bereitgestellten offenen Bereich eines Gefäßes für einen ölgefüllten elektrischen Transformator, der in der Figur zur Vereinfachung ebenfalls nicht gezeigt, auf jeden Fall jedoch als solcher bekannt ist, hermetisch zu befestigen ist. - Eine Abdeckung
12 ist so angeordnet, dass sie die Einheit11 kombiniert mit einer Spiralfeder13 , wie unten ausführlicher beschrieben, verschließt, und besteht aus einem scheibenartigen Abschnitt14 , von dem ein ringförmiger Abschnitt15 umfänglich vorsteht. - Eine erste Dichtung
16 ist zwischen der Einheit11 und dem scheibenförmigen Abschnitt14 der Abdeckung12 angeordnet. - Eine zweite Dichtung
17 wirkt stattdessen extern in Bezug auf die erste zwischen der Einheit11 und dem ringförmigen Abschnitt15 der Abdeckung12 und ist so eingerichtet, dass sie die Einheit11 umgibt. - Ursprünglich bildet die zweite Dichtung
17 keine Abdichtung an dem ringförmigen Abschnitt15 . - Die Einheit
11 ist innen mit Speichen18 versehen, die monolithisch mit einer axialen Hülse19 sind, die einen Stift20 , der axial mit einem Ende an dem inneren Teil der Abdeckung12 befestigt ist, zurückhält und führt. - Der Stift
20 ist im abwärtigen Bereich mit einem Gewinde versehen, und stützt eine Platte21 , deren axiale Position mittels einer Mutter22 eingestellt werden kann. - Die Spiralfeder
13 ist auf dem Stift20 in zusammengedrücktem Zustand zwischen den Speichen18 und der Platte21 angeordnet und verursacht das Verschließen der Abdeckung12 ; in der Praxis dient der Stift20 als Spannelement. - Der Grad, bis zu dem die Mutter
22 auf den Stift20 geschraubt wird, bestimmt das Vorspannen der Feder13 und daher das Einstellen des Öffnens der Abdeckung12 . - Was die Dichtungen betrifft, hat die erste Dichtung
16 einen torischen Abschnitt23 , der die Abdichtung zwischen der Einheit11 und der Abdeckung12 bereitstellt, und von dem ein konturierter Abschnitt24 und ein ringförmiges Element26 entlang des äußeren Umfangs vor und zu der Einheit11 vorstehen, um eine im Wesentlichen konische Außenwand zu bilden, wobei der konturierte Abschnitt24 einen trapezförmigen Quer schnitt hat und in einem komplementär geformten Sitz eingeschlossen ist, der zwischen dem Rand25 der Einheit11 und dem ringförmigen Element26 ausgebildet, das darauf mittels Schrauben37 befestigt ist, die in entsprechende Löcher27 eingreifen. - Der torische Abschnitt
23 und der trapezförmige Abschnitt24 sind durch einen schmaleren Abschnitt38 verbunden, der elastisch verformbar ist und Bewegungen für den torischen Abschnitt23 erlaubt. - Unter dem torischen Abschnitt
23 und dem schmaleren Abschnitt38 der ersten Dichtung16 sind axial durchgehende Löcher34 bereitgestellt, die winkelig gleich beabstandet sind und das Durchtreten des Drucköls, das in dem Transformator, an dem das Ventil10 angewandt wird, enthalten ist, gestatten. - Das ringförmige Element
26 ist mit einem inneren Abschnitt28 versehen, der eine konische Verlängerung zu der Abdeckung12 aufweist, die, wie unten ausführlicher beschrieben, dazu bestimmt ist, die Bewegungen des torischen Abschnitts23 der ersten Dichtung16 zu führen. - Ferner ist das ringförmige Element
26 in einem Bereich nach unten hin mit Anschlagvorsprüngen39 versehen, die in entsprechende Schlitze40 zu seinem Positionieren auf der Einheit11 eingreifen. - Die zweite Dichtung
17 ist stattdessen mit einem internen Abschnitt29 versehen, der in diesem Fall einen quadratischen Querschnitt aufweist, der in einem komplementär geformten Sitz eingeschlossen ist, der zwischen einem ringförmigen Schlitz30 der Einheit11 und dem äußeren Abschnitt des ringförmigen Elements26 ausgebildet ist. - Eine Lippe
31 steht in eine im Wesentlichen radiale Richtung von dem Abschnitt29 mit quadratischem Querschnitt vor und endet in einem verbreiterten Lippenrand32 , der eine torische Form aufweist und sich selbst in der Nähe zu dem ringförmigen Abschnitt15 der Abdeckung12 anordnet. - Die Abdeckung ist innen in einem Bereich nach unten hin geformt, um einen Unterschnitt
33 zu bilden. - In der Praxis ordnet sich der Rand
32 der Lippe31 selbst so an, dass er auf dem Unterschnitt33 ruht, wenn die Abdeckung12 anzusteigen beginnt, und dadurch die Abdichtung erzeugt. - Schließlich ist die Abdeckung
12 mit einem zylindrischen Abschnitt35 versehen, der axial von dem scheibenartigen Abschnitt14 vorsteht und dessen Durchmesser kleiner ist als der Innendurchmesser der ersten Dichtung16 und dessen axiales Maß derart ist, dass, wenn die Abdeckung12 zu ihrer geschlossenen Position zurückkehrt, wenn sie sich bereits innerhalb des Raums befindet, der von der ersten Dichtung16 eingenommen wird, der verbreiterte Rand32 der zweiten Dichtung17 sich noch selbst in dem Unterschnitt anordnen muss. - Was den Betrieb betrifft, führt die Abdeckung
12 , während der Innendruck des Gefäßes des ölgefüllten elektrischen Transformators, an dem das Ventil10 verwendet wird, steigt, eine axiale Verschiebungsbewegung aus, der die Feder13 entgegen wirkt, während der Rand32 der zweiten Dichtung17 in den Unterschnitt33 eingreift. - Der torische Abschnitt
23 der ersten Dichtung16 beginnt als Folge der elastischen Verformung des schmaleren Abschnitts38 aufgrund des Drucks des Öls, zurückzuführen auf die Gegenwart der Löcher34 , anzusteigen und wird von dem konischen Abschnitt28 des ringförmigen Elements26 , das die Abdichtung für einen bestimmten Hub der Abdeckung12 aufrecht erhält, geführt. - Aufgrund des Drucks steigt die Abdichtung
12 weiter an, bis die erste Dichtung16 keine Abdichtung mehr bildet und Öl beginnt, zu der ringförmigen Kammer36 zu sickern, die zwischen der Einheit11 und der Abdeckung12 ausgebildet ist, während die zweite Dichtung17 noch weiterhin abdichtet. - Sobald der eingestellte Nennwert erreicht wurde, kommt die Abdeckung
12 von der zweiten Dichtung17 frei und das Bersten tritt mit Austreten des Öls auf. - An dem Ende des Überdrucks beginnt die Abdeckung
12 , zu der inaktiven Position als Folge der Rückführungswirkung der Feder13 zurückzukehren. - Die zweite Abdichtung
17 bleibt offen, und das Öl, das in der ringförmigen Kammer36 vorhanden ist, wird weiterhin in dem Augenblick ausgelassen, in dem der zylindrische Abschnitt35 der Abdeckung12 durch Eintreten in den Raum, der von der ersten Dichtung16 belegt wird, den Ölaustritt von der Innenseite des Ventils her schließt. - Derart erfolgt das Schließen schneller und sicherer.
- In der Praxis hat es sich herausgestellt, dass die Zielsetzungen und Aufgaben der vorliegenden Erfindung verwirklicht wurden.
- Das Ventil ist in der Tat hinsichtlich des Einstellwerts für den Nennberstwert besonders zuverlässig und genau.
- Das Sickern vor dem Bersten wird beträchtlich verringert, und dank des axialen zylindrischen Abschnitts der Abdeckung wird die Abdichtung während des Schließens schnell wiederhergestellt.
- Die technischen Details können durch andere technische gleichwertige Elemente ersetzt werden, die alle in den Schutzbereich der anliegenden Ansprüche fallen.
- In der Praxis können die verwendeten Werkstoffe, solange sie mit dem möglichen Gebrauch vereinbar sind, sowie auch die Maße den Anforderungen angepasst werden.
- Wenn in den Ansprüchen auf technische Merkmale Bezugszeichen folgen, wurden diese alleine dazu verwendet, um die Verständlichkeit der Ansprüche zu steigern, und solche Bezugszeichen haben daher keine beschränkende Einwirkung auf die Auslegung jedes Elements, das beispielhaft durch solche Bezugszeichen gekennzeichnet ist.
Claims (6)
- Sicherheitsventil, insbesondere für ölgefüllte elektrische Transformatoren von dem Typ mit einer Anflanscheinheit (
11 ), die hermetisch an einem geeigneten offenen Bereich des Gefäßes eines ölgefüllten elektrischen Transformators zu befestigen ist, und einer Abdeckung (12 ), der elastische Mittel (13 ) zugeordnet sind, die einen einstellbaren axialen Druck aufbringen, und die eingerichtet ist, um die Einheit (11 ) zu verschließen, wobei das Ventil (10 ) umfasst: – eine erste Dichtung (16 ) mit einem im Wesentlichen torischen inneren Abschnitt (23 ), die zwischen der Einheit (11 ) und dem scheibenartigen Abschnitt (14 ) der Abdeckung (12 ) wirkt, – eine zweite Dichtung (17 ), die außen in Bezug auf die erste Dichtung (16 ) zwischen der Einheit (11 ) und dem ringförmigen Abschnitt (15 ) der Abdeckung (12 ) wirkt, mit einem konturierten inneren Abschnitt (29 ), der in einem komplementär geformten Sitz (30 ,26 ) eingeschlossen ist, von welchem eine Lippe (31 ) in einer im Wesentlichen radialen Richtung vorsteht und mit einem erweiterten Rand (32 ) endet, der normal derart angeordnet ist, dass er auf einem Unterschnitt (33 ) aufliegt, der durch den unteren Abschnitt des ringförmigen Elements (15 ) der Abdeckung (12 ) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein elastisch verformbarer schmalerer Abschnitt (38 ) und ein konturierter Abschnitt (24 ) sich umfänglich von dem torischen Abschnitt (23 ) aufeinander folgend in Richtung der Einheit (11 ) erstrecken, wobei der konturierte Abschnitt (24 ) in einem entsprechenden Sitz (25 ,26 ) eingeschlossen ist, wobei winklig gleich beabstandete axiale Löcher (34 ) für den Durchtritt von Drucköl unterhalb des torischen Abschnitts (23 ) und des schmaleren Abschnitts (38 ) vorgesehen sind. - Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der konturierte Abschnitt (
24 ) der ersten Dichtung (16 ) einen im Wesentlichen trapezförmigen Querschnitt aufweist, der in einem komplementär geformten Sitz eingeschlossen ist, der durch die Einheit (11 ,25 ) und ein ringförmiges Element (26 ), das an dieser befestigt ist, gebildet ist, wobei die Außenwand der ersten Dichtung (16 ) im Wesentlichen konisch ist. - Ventil nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der konturierte Abschnitt (
29 ) der zweiten Dichtung eine quadratische Form aufweist und in einem komplementär geformten Sitz eingeschlossen ist, der zwischen einem ringförmigen Schlitz (30 ) der Einheit (11 ) und dem äußeren Abschnitt des ringförmigen Elements (26 ) gebildet ist. - Ventil nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige Element (
26 ) einen inneren Abschnitt (28 ) aufweist, der mit einer im Wesentlichen konischen Form in Richtung der Abdeckung (12 ) vorsteht und benachbart zu dem im Wesentlichen konischen äußeren Abschnitt der ersten Dichtung (16 ) angeordnet ist. - Ventil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige Element (
26 ) in einem unteren Bereich mit Anschlagvorsprüngen (39 ) zu dessen Positionierung versehen ist. - Ventil nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zylindrischer Abschnitt (
35 ) axial von dem scheibenartigen Abschnitt (14 ) der Abdeckung (12 ) vorsteht, wobei der zylindrische Abschnitt (35 ) einen Außendurchmesser, der kleiner ist als der Innendurchmesser der ersten Dichtung (16 ), und eine axiale Abmessung aufweist, so dass bei Rückführung der Abdeckung (12 ) in den geschlossenen Zustand, wenn sie sich bereits in dem Raum befindet, der von der ersten Dichtung (16 ) eingenommen wird, der erweiterte Rand (32 ) der zweiten Dichtung (17 ) sich noch selbst auf dem Unterschnitt (33 ) der Abdeckung (12 ) anordnen muss.
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