DE602786C - Verfahren zum Leitendmachen von Gipskoerpern - Google Patents

Verfahren zum Leitendmachen von Gipskoerpern

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DE602786C
DE602786C DEP67593D DEP0067593D DE602786C DE 602786 C DE602786 C DE 602786C DE P67593 D DEP67593 D DE P67593D DE P0067593 D DEP0067593 D DE P0067593D DE 602786 C DE602786 C DE 602786C
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FERDINAND PETIT JEAN
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D5/00Electroplating characterised by the process; Pretreatment or after-treatment of workpieces
    • C25D5/54Electroplating of non-metallic surfaces

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacturing Of Electric Cables (AREA)
  • Chemically Coating (AREA)
  • Chemical Treatment Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zum Leitendmachen von Gipskörpern Zur Herstellung von Möbelbeschlägen, dModellplatten und ähnlichen Metallplatten auf elektrolytischem Wege werden Gipsformen verwendet, die zur Erzielung einer Leitfähigkeit auf der Formfläche mit einer Metallschicht versehen werden. Um auf den Formflächen eine leitende Metallschicht zu gewinnen, hat man ursprünglich Verfahren verwendet, bei denen die Formfläche zunächst mit einem Lack überzogen und hierauf ein Metallpulver gestreut wurde. Hierdurch ließ sich aber ein zusammenhängender Metalleiter nicht gewinnen, da der Lack zu schnell trocknete, so daß das Metallpulver, -das auf bereits getrocknete Stellen traf, nicht mehr haftenblieb. Man hat daher versucht, das Metall in Form von Metallsalzen auf chemischem Wege auf die Formfläche aufzubringen. Die bisher vorgeschlagenen chemischen Metallisierungsverfahren waren aber nur bei massiven großen Stücken, die wenig Feinheiter. ,aufwiesen, verwendbar. Für Metallteile, die viele Feinheiten besitzen, z. B. Möbelbeschläge, Modellplatten u. dgl. m., sind diese Verfahren unbrauchbar.
  • Ebenso haben sich auch die Verfahren nicht bewährt, bei denen die Formfläche zunächst mit einem Metallsalzüberzug versehen, sodann in .ein Lackbad zur vollkommenen Durchtränkung eingebracht und schließlich mit Schwefehvasserstoff zur Fixierung des Metallsalzes behandelt wird. Auch bei diesen Verfahren ist der Nachteil vorhanden, daß bei größeren Platten unter Umständen keine vollkommen zusammenhängende leitende Schicht erhalten wird.
  • Man hat ferner bereits vorgeschlagen, die Gipsform m eine ammoniakhaltige Metallsalzlösung einzubringen und sodann mit Schwefelwasserstoff zu behandeln. Hierbei ,ergab sich aber der Nachteil, daß durch die in den Gips aufgenommene ammoniakalische Lösung :die clektrolytische Badlösung, z. B. eine saure Kupfersalzlösung, bei der Durchführung der Elektrolyse neutralisiert wird und nicht weiterarbeitet.
  • Zum Leitfähigmachen von Holzgegenständen ist es bereits bekannt, diese nach Imprägnierung .mit Paraffin mit einer Kupfersulfatlösung zu tränken und nach scharfer Trocknung mit gasförmigem Schwefelwasserstoff zu behandeln. Diese Arbeitsweise hat sich zum Leitfähigmachen von Gipsformen nicht immer bewährt.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die bisher .entstandenen Nachteile zu beseitigen und eine festhaftende, leitende, metallische Schicht auf Gipskörpern zu gewinnen. Erfindungsgemäß wird zum Leitfähigmachen auf die Formfläche der getrockneten Gipskörper eine Silbernitratlösung z. B. durch Aufspritzen aufgetragen und die Formfläche nach Trocknung des Silbernitratüberzuges -der Einwirkung von gasförmigem Ammoniak 'und sodann von gasförmigem Schwefelwasserstoff ausgesetzt. Bei dem vorliegenden Verfahren ist es nicht erforderlich, ,die Poren des Gipskörpers durch mehr oder minder umständliche Maßnahmen zu verschließen.
  • Die Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung kann beispielsweise wie folgt stattfinden Nachdem der Gipsabdruck getrocknet ist, wird auf die Formfläche seine Metallsalzlösung, z. B. eine io%ige Silbernitratlösung, durch Aufspritzen aufgetragen und der Gipsabdruck sodann erneut getrockiet. Der Gipskörper wird sodann in einen fast luftdicht abgeschlossenen Kasten eingelegt und etwa i o Minuten der Einwirkung von gasförmigem Ammoniak ausgesetzt. Nach Entfernung der Ammoniakgase wird der Gipskörper sodann der Einwirkung von gasförmigem Schwefelwasserstoff ,;ausgesetzt. Die so behandelte Gipsform ist gegen jeden Angriff in der- Badfl:üssigkeit gesichert. Sie bleibt elektrisch leitend und wirkt nicht neutralisierend auf die Badflüssigkeit. Das Verfahren gemäß .der Erfindung ist zur Herstellung von unbegrenzt großen Gipsformen anwendbar. Durch das vorliegende Verfahren erhält man also in einfacher Weise auf Gipskörpern eine metallische, festhaftende, leitende Schicht, die die Herstellung von galvanischen Abzügen von hoher Feinheit und beliebiger Größe er-, möglicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Leitendmachen von Gipskörpern durch Aufbringen einer Silbernitratlösvmg auf die Oberfläche der Gipskörper sowie durch nachfolgende Trocknung und Behandlung mit gasförmigem Schwefelwasserstoff zur Herstellung von galvanischen Überzügen, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Trocknung der Silbernitratlösung und vor der Schwefelwasserstoffbehandlung die Körper der Einwirkung von gasförmigem Ammoniak ausgesetzt werden.
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