DE60300084T2 - Pneumatischer Bremskraftverstärker mit verbesserter Dichtung - Google Patents

Pneumatischer Bremskraftverstärker mit verbesserter Dichtung Download PDF

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    • B60VEHICLES IN GENERAL
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    • B60T13/10Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft hauptsächlich einen pneumatischen Servomotor zur Bremsunterstützung, der verbesserte Dichtmittel zwischen einer ersten pneumatischen Kammer mit variablem Druck und einer zweiten pneumatischen Kammer, welche einem niedrigen Druck ausgesetzt ist, aufweist.
  • Ein pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung des bekannten Typs weist ein Gehäuse auf, das ein inneres Volumen definiert, das durch eine Schürze in eine erste Arbeitskammer und eine zweite Vakuumkammer geteilt ist. Die Vakuumkammer wird mit einem Niederdruckfluid beaufschlagt, und die Arbeitskammer ist eine Kammer mit variablem Druck, der zwischen einem niedrigen Druck und einem hohen Druck z. B. der Atmosphärendruckluft variieren kann. Die im Wesentlichen ringförmige Schürze nimmt in ihrem mittleren Abschnitt einen pneumatischen Kolben auf, der sich zum hinteren Bereich des Servomotors erstreckt und ein Dreiwegeventil aufweist. Dieses Dreiwegeventil wird durch eine mit einem Bremspedal verbundene Betätigungsstange betätigt. Eine Schubstange, die mindestens einen Kolben des Hauptzylinders betätigt, ist gegenüber dem Ende des Dreiwegeventils, das die Betätigungsstange aufnimmt, angeordnet. Die Dichtigkeit zwischen der Arbeitskammer und der Vakuumkammer ist zwischen der Schürze und dem pneumatischen Kolben sowie zwischen der Schürze und dem Gehäuse durch eine einzige Membran realisiert, die z. B. aus Gummi und im Wesentlichen ringförmig hergestellt und beispielsweise durch Klemmen am Außenumfang des pneumatischen Kolbens und ebenfalls durch Klemmen am Innenumfang des Gehäuses zwischen einer ersten und einer zweiten Schale, die das Gehäuse des Servomotors ausbilden, befestigt ist.
  • Bei diesem Dichtigkeitstyp, der durch eine im Wesentlichen ringförmige Membran realisiert ist, gibt es allerdings Probleme bezüglich der Kosten. Es bestehen in der Tat hohe Materialkosten, da die Membran ein wichtiges Teil darstellt, das aus Gummi herzustellen ist, sowie hohe Kosten für die Herstellung dieser Membran, da ihre Form relativ kompliziert ist, und schließlich hohe Kosten für die Montage in den Servomotor, da bei dieser Spezialwerkzeug und ein bestimmtes Auftragen notwendig sind, um diese Membran nicht zu beschädigen. Außerdem sind bei den Automobilherstellern immer mehr Produkte mit geringem Gewicht erwünscht, um das Gewicht des Fahrzeugs zu verringern, und aufgrund ihrer Größe trägt diese Membran in nicht unerheblicher Weise zum Gewicht des Servomotors in seiner Gesamtheit bei.
  • Infolgedessen ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Dichtmittel zwischen der Arbeitskammer und der Vakuumkammer zu bieten, dessen Kosten gering sind.
  • Es ist ebenfalls ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Dichtmittel zwischen der Arbeitskammer und der Vakuumkammer zu bieten, dessen Montage einfach und kostengünstig ist.
  • Es ist weiterhin ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Dichtmittel zwischen der Arbeitskammer und der Vakuumkammer zu bieten, dessen Herstellung einfach ist.
  • Es ist ebenfalls ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Dichtmittel zwischen der Arbeitskammer und der Vakuumkammer zu bieten, dessen Gewicht gering ist.
  • Diese Ziele werden durch einen pneumatischen Servomotor zur Bremsunterstützung mit einem Gehäuse erreicht, welches durch eine Schürze, die in ihrem mittleren Abschnitt mit einem pneumatischen Kolben versehen ist, in eine Arbeitskammer und eine Vakuumkammer geteilt ist, wobei die Dichtigkeit zwischen der Arbeitskammer und der Vakuumkammer im Berührungsbereich der Schürze mit dem pneumatischen Kolben und der Schürze mit dem Innenumfang des Gehäuses durch zwei getrennte Dichtmittel realisiert ist.
  • Mit anderen Worten ist die Dichtigkeit zwischen dem Kolben und der Schürze beispielsweise durch eine torische Dichtung realisiert und die Dichtigkeit zwischen der Schürze und dem Innenumfang des Gehäuses durch ein Dichtmittel, das in dichter Weise auf der inneren Oberfläche des Gehäuses gleitet. Somit realisiert die Schürze selbst den größten Teil der Dichtigkeit zwischen der Arbeitskammer und der Vakuumkammer. Dokument FR 27625 offenbart den Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Gegenstand der Erfindung ist hauptsächlich ein pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung, der ein Gehäuse mit Längsachse enthält, das aus einer mit einem Rand und einem Deckel versehenen Schale gebildet ist, wobei das Gehäuse ein inneres Volumen definiert, das durch eine Schürze, die in dem Gehäuse entlang der Längsachse in dichter Weise verschiebbar angebracht ist, in dichter Weise in eine Arbeitskammer mit variablem Druck und ein Niederdruckkammer geteilt ist, wobei die Schürze mit einer mittleren Öffnung versehen ist, in der in dichter Weise ein pneumatischer Kolben angebracht ist und ein Dreiwegeventil, das in dem pneumatischen Kolben angebracht ist und durch eine mit einem Bremspedal verbundene Betätigungsstange betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtigkeit zwischen der Arbeitskammer mit variablem Druck und der Niederdruckkammer durch ein erstes Dichtmittel, das zwischen einem ersten, radial inneren Ende der Schürze und einem radial äußeren Ende des Kolbens liegt, und durch ein zweites Dichtmittel ausgeführt ist, das zwischen einem zweiten, radial äußeren Ende der Schürze und der inneren Oberfläche des Randes angeordnet ist, wobei die Schürze die Dichtigkeit zwischen dem ersten, radial äußeren Ende der Schürze und dem zweiten, radial inneren Ende der Schürze realisiert, wobei das zweite Dichtmittel ein röhrenförmiger Dichtteil ist, der an der Schürze befestigt ist, sich auf der Innenseite des Randes der Schale abstützt und auf der Innenseite gleiten kann, wobei der Dichtteil an einem ersten Längsende durch Klemmen in einer Falte befestigt ist, die an einem radial äußeren Ende der Schürze vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hohlraum mit niedrigem Druck in der Falte, zwischen dem inneren Boden der Falte und dem ersten Ende des Dichtteils, gebildet ist.
  • Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Dichtmittel eine torische Dichtung ist, die in einer Nut angebracht ist, welche auf dem Außenumfang des pneumatischen Kolbens vorgesehen ist.
  • Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ende des Dichtteils Laschen aufweist, die zur Betätigungsstange hin gerichtet sind und sich beim Bremsen an der Schürze abstützen.
  • Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Längsende des Dichtteils, der eine nach hinten gerichtete Lippe bildet, auf der Innenseite des Randes der Schale gleiten kann.
  • Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls eine pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtteil aus Gummi hergestellt ist.
  • Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtteil aus gleitendem EPDM hergestellt ist.
  • Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel in dichter Weise in der Schale eingefügt ist.
  • Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement eine torische Dichtung ist, die in einer Nut angebracht ist, welche in dem radial äußeren Ende des Deckels gebildet ist, und die sich gegen die Innenseite des Randes der Schale stützt.
  • Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut durch Faltung gebildet ist.
  • Der Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass eine einfache Anpassung an die verschiedenen Servomotortypen mit unterschiedlichen Gehäusedurchmessern ermöglicht wird, indem nur die Größe des Dichtmittels zwischen der Schürze und der inneren Oberfläche des Gehäuses verändert wird, ohne dass dabei die Form dieses Dichtmittels verändert werden muss.
  • Die vorliegende Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beschreibung und der beiliegenden Zeichnungen besser verstanden, bei denen der linke Teil und der rechte Teil der Zeichnungen den vorderen bzw. den hinteren Bereich darstellen. In den Zeichnungen zeigen
  • 1 eine Längsschnittansicht eines Servomotors des bekannten Typs;
  • 2 eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen, pneumatischen Servomotors zur Bremsunterstützung;
  • 3 eine detaillierte Ansicht der 2.
  • In 1 sind die nachfolgend beschriebenen Elemente um die Achse X, welche die Längsachse des beschriebenen Servomotors zur Bremsunterstützung ist, im Wesentlichen rotationssymmetrisch.
  • In 1 ist ein bekannter, pneumatischer Servomotor zum Bremsen zu sehen, der eine Längsachse X besitzt und ein Gehäuse 1 aufweist, das durch eine erste und eine zweite Schale 3 und 5 gebildet ist, wobei die Schalen 3 und 5 an ihrem Außenumfang gefalzt sind. Die Schale 3 weist eine mittlere Öffnung 4 auf, die sich durch einen Schacht 6 nach hinten erstreckt, in welchem ein pneumatischer Kolben 17 in dichter Weise verschiebbar angebracht ist, und die Schale 5 weist eine mittlere Öffnung 8 auf, die den Hauptzylinder 10 aufnimmt. Das Gehäuse 1 definiert ein inneres Volumen 7, das durch eine im Wesentlichen ringförmige Schürze 13, die sich bei einer Druckdifferenz entlang der Achse X verlagern kann, in dichter Weise in eine Arbeitskammer 9 und eine Vakuumkammer 11 geteilt ist. Die Schürze 13 weist in ihrem mittleren Abschnitt eine Öffnung 15 auf, in die der pneumatische Kolben 17 in dichter Weise angebracht ist, der an einem ersten, nach vorne gerichteten Ende einen im Wesentlichen kegelförmigen Abschnitt 19 mit nach hinten gerichteter Verjüngung und an einem zweiten, nach hinten gerichteten Ende eine Muffe 21 aufweist. Ein im Inneren des pneumatischen Kolbens angebrachtes Dreiwegeventil 23 des bekannten Typs wird durch eine Betätigungsstange 25 gesteuert, die mit einem nicht dargestellten Bremspedal verbunden ist. Im Ruhezustand verbindet das Dreiwegeventil 23 die Vakuumkammer 11 mit der Arbeitskammer 9, und in einer Bremsphase verbindet es die Arbeitskammer 9 mit der äußeren Hochdruckumgebung.
  • Die vom Fahrer gelieferte Bremsbetätigung und die vom Servomotor gelieferte Unterstützung werden über eine Schubstange 27 mindestens einem Kolben des Hauptzylinders übertragen. Zwischen einem Tauchkolbenverteiler 29, der einen Teil des Dreiwegeventils 23 bildet und ein vorderes Längsende der Betätigungsstange 25 aufnimmt, und einem hinteren Längsende der Schubstange 27 ist eine Reaktionsscheibe 31 angeordnet, die dem Bremspedal die Reaktion des Bremskreises überträgt. In der Vakuumkammer ist zwischen dem pneumatischen Kolben und dem Gehäuse eine zusammengedrückte Rückstellfeder 33 angeordnet, die es dem pneumatischen Kolben und der Schürze ermöglicht, die Ruhestellung wiedereinzunehmen.
  • Die Vakuumkammer 11 wird durch ein dichtes Verbindungsstück 35 mit pneumatischem Niederdruckfluid versorgt, das beispielsweise aus dem Motorunterdruck oder einer nicht dargestellten, pneumatischen Pumpe stammt.
  • Die Dichtigkeit zwischen der vorderen Vakuumkammer 11 und der hinteren Arbeitskammer 9 wird durch eine Membran 39 realisiert, welche die Form eines Rohres 37 besitzt, dessen Länge relativ zu seinem Innendurchmesser gering ist und das an einem Ende durch einen Boden 41 verschlossen ist, wobei die Membran 39 die Dichtigkeit zwischen der Schürze 13 und dem Gehäuse 1 sowie zwischen der Schürze 13 und dem pneumatischen Kolben 17 realisiert.
  • Der nach hinten gerichtete Boden 41 der Membran 39 weist eine mittlere Öffnung 43 auf, die den vorderen Abschnitt 19 des Kolbens 17 aufnimmt, an dem der Boden 41 durch Klemmen einer Wulst 45, welche den Umfang der mittleren Öffnung 43 zwischen der Schürze 13 und dem Umfang des Kolben 17 einfasst, in dichter Weise angebracht ist. Die Membran 39 ist ebenfalls durch Klemmen einer ringförmigen Wulst 47, welche das vordere Längsende des Rohres zwischen den Schalen 3, 5 einfasst, in dichter Weise im Inneren des Gehäuses angebracht.
  • Die Arbeitskammer 9 ist eine Kammer mit variablem Druck. Im Ruhezustand ist sie mit der Vakuumkammer 11 verbunden und somit dem Niederdruck ausgesetzt. Während der Bremsbetätigung ist die Verbindung zwischen der Vakuumkammer 11 und der Arbeitskammer 9 unterbrochen, und die Verbindung zwischen der Arbeitskammer 9 und der Außenumgebung wird geöffnet, damit ein pneumatisches Hochdruckfluid in die Arbeitskammer eintreten kann, wobei dieses pneumatische Hochdruckfluid beispielsweise die Atmosphärendruckluft sein kann. Die Druckdifferenz zwischen der Vakuumkammer 11 und der Arbeitskammer 9 löst die Verlagerung der Schürze 13 und des Kolbens 17 in Richtung Schubstange aus und unterstützt dann die Bremsbetätigung des Fahrers auf das Bremspedal.
  • Beim Bremsen und bei der Verlagerung der Schürze entlang der Achse X und des Kolbens aufgrund der Druckdifferenz zwischen der Arbeitskammer und der Vakuumkammer rollt sich die Membran, die allgemein als Abrollmembran bezeichnet wird, entlang der radial inneren Wand des Gehäuses 1 auf.
  • In 2 ist ein pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung gemäß der Erfindung zu sehen.
  • In den 2 und 3 sind die nachfolgend beschriebenen Elemente um die Achse Y, welche die Längsachse der beschriebenen Servomotoren zur Bremsunterstützung ist, im Wesentlichen rotationssymmetrisch.
  • Der erfindungsgemäße, pneumatische Servomotor zur Bremsunterstützung mit einer Achse Y weist ein Gehäuse 101 auf, eine Schürze 113, die in dem Gehäuse 101 in dichter Weise verschiebbar angebracht ist, einen pneumatischen Kolben 117, der in einem mittleren Abschnitt der Schürze 113 fest angebracht ist, wobei der Kolben 117 mit einem Dreiwegeventil versehen ist, das eine Niederdruckkammer 111, die im vorderen Bereich der Schürze 113 angeordnet ist, mit einer Kammer 109 mit variablem Druck verbinden kann, welche im hinteren Bereich der Schürze 113 angeordnet ist. Die Dichtigkeit zwischen den Kammern 111 und 109 ist durch ein erstes und ein zweites Dichtmittel 157, 156 realisiert, die zwischen der Schürze und dem Gehäuse bzw. zwischen der Schürze und dem Kolben angeordnet sind.
  • Der Deckel ist durch einen Deckel 103 und einer mit einem Rand 153 versehenen Schale 105 beispielsweise aus tiefgezogenem Stahlblech mit geringer Dicke ausgebildet, wobei sich der Deckel 103 in die Schale 105 einfügt und ein Dichtmittel 149 aufweist, beispielsweise eine Dichtung, die fest in einer ringförmigen Nut 151 angebracht ist, welche am radial äußeren Umfang des Deckels und durch Faltung des Blechs gebildet ist, wobei die Dichtung 149 in dichter Weise gegen die innere Oberfläche des Randes 153 der Schale 105 in Anlage gelangt. Der Deckel 103 weist eine mittlere Öffnung 104 auf, die sich durch einen Schacht 106 nach hinten erstreckt, in welchem ein hinterer Abschnitt des pneumatischen Kolbens 117 in dichter Weise verschiebbar angebracht ist, und die Schale 105 weist eine mittlere Öffnung 108 auf, die einen nicht dargestellten Hauptzylinder aufnimmt. Das Gehäuse 101 definiert ein inneres Volumen 107, in welchem eine im Wesentlichen ringförmige Schürze 113 entlang der Achse Y in dichter Weise verschiebbar angebracht ist, wobei die Schürze in ihrem mittleren Abschnitt eine Öffnung 115 aufweist, in die ein erstes Ende 119 fest und in dichter Weise angebracht ist, welches zum vorderen Bereich des pneumatischen Kolbens 117 gerichtet ist und aus einer ersten Muffe gebildet ist, die in die Schürze 113 eingezwängt ist. Die Öffnung 115 ist von einer Rinne 155 umrandet, deren äußere Oberfläche die Muffe 119 des Kolbens 117 umgibt. Das zweite Dichtmittel 156 ist beispielsweise eine torische Dichtung, die so angeordnet ist, dass sie die äußere Oberfläche der Rinne 155 in einer Nut 158, die am Außenumfang der Muffe 119 des Kolbens 117 vorgesehen ist, in dichter Weise berührt.
  • Die Vakuumkammer 111 ist mit einer Vakuumquelle verbunden, z. B. mit einer Vakuumpumpe oder mit dem Motorunterdruck.
  • Die Dichtigkeit zwischen der Schürze 113 und dem Gehäuse 101 ist durch das erste, bezüglich der Schürze 113 feste Dichtmittel 157 realisiert, das beweglich angebracht ist und auf der inneren Oberfläche des Randes 153 des Gehäuses 101 gleiten kann.
  • Das erste Dichtmittel 157 ist aus einem Rohrabschnitt mit geringer Länge relativ zu seinem Durchmesser gebildet, wobei der Durchmesser des Rohres 157 dem Außendurchmesser der Schürze 113 im Wesentlichen entspricht. Ein erstes, nach vorne gerichtetes Längsende 161 des Rohres 157 ist fest an einem radial äußeren Ende 163 der Schürze 113 angebracht, indem dieses erste Ende 161 des Rohres 157 durch eine ringförmige Falte 165 geklemmt ist, welche zur Betätigungsstange 125 gerichtet ist und auf dem radial äußeren Ende der Schürze 113 gebildet ist. Vorteilhafterweise sind ein Hohlraum 167 mit niedrigem Druck zwischen der Falte 165 und dem ersten Längsende 161 des Rohrabschnitts 157 sowie Dichtlaschen 169 auf der äußeren, in der Falte 165 geklemmten Oberfläche des Rohres 157 vorgesehen, wobei die Laschen 169 entgegengesetzt zur Richtung des Hohlraums 167 mit niedrigem Druck gerichtet sind.
  • Aufgrund der Druckdifferenz zwischen der Arbeitskammer 109 und der Niederdruckkammer 111 sind die Laschen 169 beim Bremsen gegen die Schürze 113 gedrückt, wodurch die Dichtigkeit zwischen der Schürze 113 und dem Rohr 157 erhöht wird.
  • Aufgrund des Druckgleichgewichts zwischen der Vakuumkammer 111 und der Arbeitskammer 109 lösen sich die Laschen 169 im Ruhezustand von der Schürze 113, wodurch eine erneute Versorgung des Hohlraums 167 mit pneumatischem Niederdruckfluid und somit beim Bremsen eine Erhöhung der Dichtigkeit zwischen der Vakuumkammer 111 und der Arbeitskammer 109 ermöglicht wird.
  • Es kann in Betracht gezogen werden, dass das erste Ende 161 des Rohres 157 anders als durch Klemmen in dichter Weise an der Schürze angebracht ist, z. B. durch Einhaken an der Schürze, wobei dann miteinanderwirkende Einhakmittel an der Schürze und am Rohr 157 vorgesehen werden müssen, oder durch Andrücken, wobei es dann nicht mehr notwendig ist, die Atmosphärendruckkammer 172 vorzusehen.
  • An einem zweiten, nach hinten gerichteten Längsende 171 des Rohres 157 bildet die äußere Oberfläche des Rohres eine ringförmige Lippe 173, welche die innere Oberfläche des Randes 153 der Schale 105 im Wesentlichen tangential berührt. Die Anlage der Lippe 173 auf die innere Oberfläche des Randes 153 der Schale 105 wird bei einer Bremsphase durch die zwischen der Vakuumkammer 111 und der Arbeitskammer 109 herrschende Druckdifferenz verstärkt. Die Lippe 173 wird in der Tat zur Vakuumkammer 111 „angesaugt" und „drückt sich" an die innere Oberfläche 153 der Schale 105. Die Lippe 173 hat eine Länge, die ausreicht, um die Dichtigkeit zwischen den beiden Kammern 109, 111 zu realisieren, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie sich zwischen das radial äußere Ende der Schürze 113 und den Rand 153 einfügt.
  • Die Dichtigkeit hängt von der Anlagekraft der ringförmigen Dichtung 156 auf die innere Oberfläche des Randes 153 ab, wobei die Kraft beispielsweise eine Druckkraft der ringförmigen Dichtung zwischen der Schürze und dem Rand 153 ist.
  • Das Dichtmittel 157 ist aus elastischem, nachgiebigem und luftdichtem Material hergestellt, z. B. aus Gummi oder aus gleitendem EPDM.
  • Der pneumatische Kolben 117 ist durch einen im Wesentlichen rotationssymmetrischen Teil ausgebildet, durch den ein Längsdurchgang 179 durchgebohrt ist, der ein Dreiwegeventil 123 des bekannten Typs aufnimmt, welches durch eine mit einem nicht dargestellten Bremspedal verbundene Betätigungsstange 125 betätigt wird, wobei das Ventil 123 im Ruhezustand die Vakuumkammer 111 mit der Arbeitskammer 109, und beim Bremsen die Arbeitskammer 109 mit der äußeren Hochdruckumgebung verbindet.
  • Die bekannte Struktur und die bekannte Funktionsweise des Dreiwegeventils werden hier nicht beschrieben.
  • Die vom Fahrer gelieferte Bremsbetätigung und die vom Servomotor gelieferte Unterstützung werden über eine Schubstange 127 mindestens einem Kolben des Hauptzylinders übertragen. Zwischen einem Tauchkolbenverteiler 133, der einen Teil des Dreiwegeventils 123 bildet und ein vorderes Längsende der Betätigungsstange 125 aufnimmt, und einem hinteren Längsende der Schubstange 127 ist eine Reaktionsscheibe 131 angeordnet, die dem Bremspedal die Reaktion des Bremskreises überträgt.
  • In der Vakuumkammer ist eine zusammengedrückte Rückstellfeder 133 angebracht. Im dargestellten Beispiel liegt sie zwischen einem Verstärkungsteil 179, der an der inneren Oberfläche der Schale 105 anliegt, und den Rändern eines im Wesentlichen hutförmigen Teils 177 an, dessen Boden mit der Vorderfläche des pneumatischen Kolbens 117 zusammenwirkt und dessen Ränder teilweise gegen die Vorderfläche der Schürze 113 anliegen.
  • Während des Betriebs drückt der Fahrer auf das Bremspedal, das die Betätigungsstange 125 verlagert. Die Verbindung zwischen der Vakuumkammer 111 und der Arbeitskammer 109 wird dann geschlossen und die Verbindung zwischen der Arbeitskammer 109 und der äußeren Atmosphärendruckumgebung geöffnet. Aufgrund der Druckdifferenz, die zwischen der Arbeitskammer 109 und der Vakuumkammer 111 auftritt, verlagern sich die Schürze 113 und der pneumatische Kolben 117 entlang der Achse Y in Richtung Schubstange 127. Das äußeren Ende des Dichtmittels 157, das in dichter Weise auf der inneren Oberfläche des Randes 153 des Gehäuses 101 gleiten kann, realisiert die Dichtigkeit zwischen der Arbeitskammer 109 und der vorderen Kammer 111, ohne dass dabei die Längsverlagerung der Schürze im Gehäuse 101 behindert wird.
  • Es wurde in der Tat ein Servomotor realisiert, der zwischen der Vakuumkammer und der Arbeitskammer einfache und kostengünstige Dichtmittel aufweist, da der Dichtteil, der die Dichtigkeit zwischen der inneren Oberfläche des Gehäuses und der Schürze realisiert, aus einem Rohr aus elastischem und luftdichtem Material hergestellt ist, beispielsweise aus Gummi oder gleitendem EPDM, wobei das Rohr auf die gewünschte Länge längs geschnitten wird. Die Dichtigkeit zwischen der Schürze 113 und dem pneumatischen Kolben 117 erfolgt mit Hilfe einer torischen Standarddichtung mit geringem Selbstkostenpreis. Es ist dann nicht mehr notwendig eine topfförmige Membran zu formen, die mit Wülste versehen ist, die ihre Enden einfassen.
  • Darüber hinaus ist die Montage vereinfacht, da das Dichtmittel nur an der Schürze befestigt ist und sich einfach gegen die innere Oberfläche des Gehäuses abstützt.
  • Es ist selbstverständlich, dass ein pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung, der eine im vorderen Bereich des Servomotors angeordnete Arbeitskammer und eine im hinteren Bereich des Servomotors angeordnete Vakuumkammer aufweist, den Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht verlässt.
  • Die vorliegende Erfindung wird insbesondere in der Automobilindustrie angewendet.
  • Die vorliegende Erfindung wird insbesondere in der Industrie angewendet, die Bremssysteme für Kraftfahrzeuge und insbesondere für Privatfahrzeuge herstellt.

Claims (9)

  1. Pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung, enthaltend ein Gehäuse (101) mit Längsachse (Y), das aus einer mit einem Rand (153) und einem Deckel (103) versehenen Schale (105) gebildet ist, wobei das Gehäuse (101) ein inneres Volumen (107) definiert, das durch eine Schürze (113), die in dem Gehäuse (107) entlang einer Längsachse (Y) in dichter Weise verschiebbar angebracht ist, in dichter Weise in eine Arbeitskammer (109) mit variablem Druck und eine Niederdruckkammer (111) geteilt ist, wobei die Schürze (113) mit einer mittleren Öffnung (115) versehen ist, in der in dichter Weise ein pneumatischer Kolben (117) angebracht ist und ein Dreiwegeventil (123), das in dem pneumatischen Kolben (117) angebracht ist und durch eine mit einem Bremspedal verbundene Betätigungsstange (125) betätigt wird, wobei die Dichtigkeit zwischen der Arbeitskammer (109) mit variablem Druck und der Niederdruckkammer (111) durch ein erstes Dichtmittel (156), das zwischen einem ersten, radial inneren Ende der Schürze (113) und einem radial äußeren Ende des Kolbens (117) liegt, und durch ein zweites Dichtmittel (157) ausgeführt ist, das zwischen einem zweiten, radial äußeren Ende der Schürze und der inneren Oberfläche des Randes (153) angeordnet ist, wobei die Schürze die Dichtigkeit zwischen dem ersten, radial äußeren Ende der Schürze und dem zweiten, radial inneren Ende der Schürze realisiert, wobei das zweite Dichtmittel ein röhrenförmiger Dichtteil (157) ist, der an der Schürze (113) befestigt ist, sich auf der Innenseite des Randes (153) der Schale (105) abstützt und auf der Innenseite gleiten kann, wobei der Dichtteil (157) an einem ersten Längsende (161) durch Klemmen in einer Falte (165) befestigt ist, die an einem radial äußeren Ende (163) der Schürze (113) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hohlraum (167) mit niedrigem Druck in der Falte (165), zwischen dem inneren Boden der Falte (165) und dem ersten Ende des Dichtteils (157), gebildet ist.
  2. Pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ende (161) des Dichtteils (157) Laschen (169) aufweist, die zur Betätigungsstange (125) hin gerichtet sind und sich beim Bremsen an der Schürze (113) abstützen.
  3. Pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Dichtmittel eine torische Dichtung (156) ist, die in einer Nut (158) angebracht ist, welche auf dem Außenumfang des pneumatischen Kolbens (117) vorgesehen ist.
  4. Pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Längsende (171) des Dichtteils (157), der eine nach hinten gerichtete Lippe (173) bildet, auf der Innenseite des Randes (153) der Schale (105) gleiten kann.
  5. Pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtteil (157) aus Gummi hergestellt ist.
  6. Pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtteil (157) aus gleitendem EPDM hergestellt ist.
  7. Pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (103) in dichter Weise in der Schale (105) eingefügt ist.
  8. Pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtigkeit zwischen dem Deckel und der Schale durch eine torische Dichtung (149) ausgeführt ist, die in einer Nut (151) angebracht ist, welche in dem radial äußeren Ende des Deckels (103) gebildet ist, und die sich gegen die Innenseite des Randes (153) der Schale (105) stützt.
  9. Pneumatischer Servomotor zur Bremsunterstützung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (151) durch Faltung gebildet ist.
DE60300084T 2002-03-21 2003-03-14 Pneumatischer Bremskraftverstärker mit verbesserter Dichtung Expired - Lifetime DE60300084T2 (de)

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FR0203583A FR2837452B1 (fr) 2002-03-21 2002-03-21 Servomoteur d'assistance pneumatique au freinage comportant des moyens d'etancheite ameliores

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Publication Number Publication Date
DE60300084D1 DE60300084D1 (de) 2004-11-18
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