-
Gebiet der
Erfindung
-
Diese
Erfindung betrifft ganz allgemein ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum automatischen Schutz von Personen, die dem Ausgangssignal eine Lichtquelle
mit hoher Intensität
ausgesetzt sind. Etwas genauer betrifft diese Erfindung ein Verfahren und
eine Vorrichtung zum Schutz der Augen vor einer direkten Einwirkung
von Licht mit hoher Intensität, das
in medizinischen Geräten,
wie etwa Endoskopen und ähnlichem,
verwendet wird. Darüber
hinaus wird das Risiko einer unbeabsichtigten Entzündung von brennbarem
Material, wie etwa chirurgischen Tüchern aus Papier, die durch
eine geringe Entfernung zu dem Lichtaustritt der Lichtquelle mit
hoher Intensität
hervorgerufen wird, vermindert.
-
Hintergrund
der Erfindung
-
Die
Abbildung von Oberflächen
eines Körpers
durch ein Endoskop ist auf dem Gebieten der Medizin und der Veterinärmedizin
hinlänglich
bekannt. Typischerweise beinhaltet dies das Einführen eines Endoskops in eine
Körperöffnung und
das gerichtete Abstrahlen des Lichtaustritts einer Lichtquelle mit
hoher Intensität
durch das Endoskop, um das Körpergewebe
zu beleuch ten. Licht, das von dem Gewebe reflektiert wird, wird
dann entlang eines optischen Weges zu einem Bildsensor geführt, um
ein Videoabbild des Gewebes zu erzeugen. Eine solche Vorgehensweise
ist in dem US-Patent 5,162,913 von Chatenever et al. beschrieben,
das eine Technik für eine
automatische Anpassung der Belichtung der Videobilder zur Verfügung stellt,
die mit einem CCD (Charge Coupled Device)-Bildsensor aufgenommen werden.
-
Die
Verwendung einer Lichtquelle mit hoher Intensität beinhaltet potenzielle Gefahren
für das
medizinische Personal und die Patienten. Wenn zum Beispiel ein Lichtleiterkabel,
das zum Übertragen
des Lichtaustritts der Lichtquelle mit hoher Intensität verwendet
wird, für
einen Moment von dem Endoskop abgetrennt und auf ein steriles Tuch
gelegt wird, das man verwendet, um den Patienten zu schützen, kann die
Intensität
des Lichtaustrittssignal ausreichen, um das Tuch in Brand zu setzen
und die Gefahr von Feuer heraufzubeschwören; oder der Anwender kann das
abgetrennte Lichtleitkabel unbeabsichtigt in solch einer Weise halten,
dass er eine andere Person in dem Raum zeitweilig blendet. In manchen
Situationen, wenn das Endoskop aus dem Patienten herausgezogen wird,
können
die gleichen Risiken auftreten. Wenn die Lichtquelle mit einer endoskopischen
Videokamera verwendet wird, die ein automatisches Belichtungssystem
besitzt, kann die Lichtquelle auf einen Intensitätspegel eingestellt werden, der
höher liegt,
als erforderlich ist, um die gut belichtete Bilder mit der Kamera
zu erzeugen. Dieser erhöhte
Pegel der Lichtintensität
kann Körpergewebe austrocknen
und ernsthafte Verletzungen an dem Patienten hervorrufen. Typischerweise
können
die automatischen Belichtungssysteme von endoskopischen Videokameras
gut belichtete Bilder mit einer Einstellung des elektronischen Verschlusses
von etwa 1/125 bis 1/500 einer Sekunde erzeugen. Wenn das distale
Ende eines Endoskops in unmittelbarer Nähe von Gewebe gebracht wird,
das abgebildet werden soll, wird typischerweise ein relativ geringer Intensitätspegel
des Lichts ausreichen, um immer noch gut beleuchtete Bilder mit
der endoskopischen Videokamera zu erzeugen. Ein unerwünschtes
und potentiell gefährliches
Szenario kann auftreten, wenn der Lichtaustritt der Lichtquelle
auf einen hohen Pegel eingestellt ist und das distale Ende des Endoskops
in unmittelbare Nähe
des abzubildenden Gewebes gebracht wird. Typischerweise werden die
automatischen Belichtungssysteme der Kamera in einem solchen Fall
die Einstellungen des elektronischen Verschlusses auf etwa 1/10000
einer Sekunde (oder noch kürzer)
einstellen, um die Reflexionen der starken Beleuchtung von dem Gewebe
zu kompensieren. In solch einer Situation ist das Risiko, dass empfindliches
Gewebe ausgetrocknet wird, stark erhöht.
-
Wie
in dem US-Patent 5,957,834 von A. Mochida in Spalte 2, Zeilen 1–21 erwähnt ist,
ist eine Technik zur automatischen Steuerung der Lichtintensität einer
Lichtquelle auf Basis eines Bildsignals von einer Abbildungseinheit,
die mit einem Endoskop verbunden ist, in der japanischen Offenlegungsschrift mit
der Nr. 62-155689 beschrieben. Wie in dem Mochida-Patent erkannt
ist, wird die Steuerung den Intensitätspegel der Lichtquelle wahrscheinlich
anheben, wenn die Steuerung der Lichtintensität von einen Signal abhängig gemacht
wird, das von dem Bild abgeleitet wird und wenn das Endoskop dann
aus dem Körper
entfernt wird, anstatt dass die Steuerung die Lichtintensität absenkt,
um die Augen des Operateurs vor einer versehentlichen Strahlung
zu schützen
und die Entzündung
von brennbarem Material zu ver hindern. Nach dem Mochida-Patent wird
ein Schalter hinzugefügt,
um den Lichtaustritt der Lichtquelle manuell einzustellen und zu
steuern, wenn das Endoskop aus dem Körper entfernt wird.
-
Wie
in dem Mochida-Patent weiter beschrieben ist, wird der Intensitätspegel
der Lichtquelle gesteuert, indem die Einstellung einer Blende in
Bezug auf die Lichtquelle geregelt wird. Das Steuersignal von dieser
Regelung wird von einem Bildsensor in dem Endoskop abgeleitet.
-
In
dem US-Patent 4,527,552 erzeugt ein photoelektrisches Element ein
Signal, das die Intensität
von Licht angibt, welches von einem Objekt reflektiert wird, das
mit einer Lichtquelle beleuchtet wird, die mit einem Endoskop verbunden
ist, um den Austrittspegel der Lichtquelle zu steuern. In dem US-Patent 5,131,381
wird eine Lichtquelle, die mit einem Endoskop verbunden ist, über ein
Signal gesteuert, das einen Dichtewert von jeder Zeile eines durch
ein Endoskop aufgenommenen Videobildes einer Kamera repräsentiert.
Andere Patente, die sich auf die Steuerung der Pegel der Lichtintensität von Endoskopen
beziehen, sind die US-Patente 5,159,380; 3,670,722; 5,134,469; 4,963,960
und 4,561,429.
-
Es
wurden Techniken vorgeschlagen, um die Risiken zu reduzieren, die
mit Lichtquellen hoher Intensität
verbunden sind. Eine beinhaltet ein spezielles Lichtleitkabel mit
Drähten
darin, die gegeneinander kurz geschlossen werden, wenn das Kabel
an einem Endoskop befestigt ist. Der Kurzschluss wird an der Lichtquelle
detektiert und die Lichtintensität
wird reduziert, wenn das Kabel abgetrennt wird und der Kurzschluss
dadurch entfernt wird. Eine abnehmbare mechanische Hülle, die
den Lichtleiter abdeckt, wenn er nicht mit einem Endoskop verbunden
ist, wurde ebenfalls vorgeschlagen.
-
Diese
Sicherheitslösungen
sind nicht unbedingt bei allen potenziell gefährlichen Situationen, die auftreten
könnten,
effektiv, wie etwa, wenn das Endoskop mit dem immer noch daran befestigten
Lichtleitkabel aus einem Patienten herausgezogen wird und unabsichtlich
auf eine Person oder ein chirurgisches Tuch gerichtet wird oder
wenn der Lichtleiter oder die Quelle anfänglich ausgerichtet wird, um
frei zugängliches
Gewebe zu behandeln und während
oder nach der Behandlung unabsichtlich in eine falsche Richtung
gehalten wird oder aber wenn der Kopf einer Videokamera, die an
der Kombination aus Endoskop und Lichtleitkabel befestigt ist, von
seiner zugehörigen
Steuereinheit abgetrennt wird.
-
Zusammenfassung
der Erfindung
-
Bei
einem Verfahren und einer Vorrichtung der vorliegenden Erfindung
wird der Lichtaustritt einer Lichtquelle mit hoher Intensität so gesteuert,
dass die Austrittsintensität
der Lichtquelle automatisch auf einen sicheren Pegel reduziert wird,
wann immer der Lichtaustritt nicht auf Gewebe gerichtet ist (was
bedeutet, dass die Kombination Videokamera/Lichtquelle in diesem
Moment nicht dazu verwendet wird, Körpergewebe abzubilden). Dies
wird erreicht, indem man das von dem Gewebe reflektierte Licht überwacht
und wann immer diese Reflexion darauf hindeutet, dass die Lichtquelle
nicht auf Gewebe gerichtet ist, die Lichtintensität auf einen
sicheren Pegel herunterdreht.
-
Wie
hier für
eine bevorzugte Ausführung
der Erfindung beschrieben ist, ist die Lichtquelle mit einem charakteristischen
Signal versehen. Das Fehlen diesen charakteristischen Signals vom
reflektierten Lichts nimmt man als Anzeichen dafür, dass die Lichtquelle nicht
auf Gewebe gerichtet ist und dass die Lichtintensität reduziert
werden muss, um eine unbeabsichtigte, mit dem Licht in Zusammenhang stehende
Verletzung zu vermeiden. Das charakteristische Signal kann eine
Frequenz- oder Wellenlängenmodulation
sein, aber vorzugsweise handelt es sich um eine Amplituden- oder
Intensitätsmodulation bei
einer bestimmten Frequenz, so dass die Modulation in dem reflektierten
Licht erkannt werden kann.
-
In
einem Ausführungsbeispiel
gemäß der Erfindung
wird ein Modulationssignal erzeugt und dem Lichtaustritt der Lichtquelle
mit hoher Intensität überlagert.
Der Lichtaustritt der Lichtquelle beinhaltet daher ein Modulationssignal,
das auch in dem reflektierten Licht vorhanden ist und das von einer
Abbildungseinheit einer Videokamera detektiert werden kann. Das
Fehlen einer Detektion des Modulationskanals kann dann dazu verwendet
werden anzuzeigen, wenn der Lichtaustritt der Lichtquelle nicht
auf Gewebe gerichtet ist, wodurch eine erhebliche Absenkung der
Lichtintensität
eingeleitet wird.
-
Die
Technik dieser Erfindung kann besonders wirksam sein, wenn man eine
Schutzsteuerung bei einer Lichtquelle mit hoher Intensität realisiert,
die als Teil eines endoskopischen Videosystems verwendet wird, das
einen Kommunikationsbus nutzt, um verschiedene Geräte miteinander
zu verbinden. In einem solchen Fall wird die Modulation der Lichtquelle aus
den Pixelsignalen am Ausgang eines endoskopischen Bildsensors extrahiert,
der dazu verwendet wird, das Licht zu detektieren, das von Gewebe
reflektiert wird, welches durch ein Endoskop betrachtet wird. Solange
dieses Modulationssignal detektiert wird, verbleibt der Lichtaustritt
der Lichtquelle mit hoher Intensität auf einem Pegel, der angemessen
ist, um gut belichtete Videobilder zu erzeugen. Sobald jedoch das
Modulationssignal entweder verschwindet oder unter einen bestimmten
Referenzpegel abfällt, nimmt
man an, dass das Lichtleitkabel nicht länger an dem Endoskop befestigt
ist oder dass das Endoskop selbst aus dem Patienten entfernt wurde,
und es wird eine Schutzreaktion eingeleitet. Der Verlust oder die Reduktion
des Modulationssignals wird also in ein Steuersignal umgesetzt,
das mit Hilfe des Busses zu der Lichtquelle gesendet wird, was dazu
führt,
dass die Intensität
des Lichtaustritts auf einen sicheren Pegel heruntergedreht wird.
-
Wie
hier beschrieben, wird durch die Erfindung darüber hinaus ein Verfahren bereit
gestellt, um festzustellen, wenn der Lichtaustritt einer Lichtquelle einen
Pegel übersteigt,
den eine endoskopische Videokamera benötigt, um gut belichtete Bilder
zu erzeugen.
-
Es
ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
bereit zu stellen, mit denen sich ein automatischer Schutz von Personen gegen
die zufällige
Einwirkung von Licht hoher Intensität aus einem Lichtleitkabel
erreichen lässt,
das mit oder ohne daran befestigtem Endoskop verwendet wird.
-
Es
ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Steuerung für eine Videokamera/Lichtquelle
für eine
erhöhte
Sicherheit bei der Verwendung eines Endoskops bereit zu stellen,
das eine Lichtquelle mit hoher Lichtintensität zur Beleuchtung von Gewebe verwendet.
-
Es
ist noch eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Steuerung des
gesamten Lichtaustritts einer Lichtquelle mit hoher Intensität bereit
zu stellen, die dazu verwendet wird, ein durch ein Endoskop betrachtetes
Objekt zu beleuchten.
-
Diese
und andere Aufgaben der Erfindung lassen sich aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der
Erfindung in Verbindung mit den Zeichnungen nachvollziehen.
-
Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
-
1 ist
ein schematisches Blockdiagramm einer Vorrichtung zum Steuern einer
Lichtquelle auf sichere Art und Weise gemäß der Erfindung.
-
2 ist
ein Flussdiagramm zur Steuerung einer Lichtquelle mit hoher Intensität, um das
Risiko einer Verletzung von Personen zu reduzieren und um den gesamten
Ausgangspegel einer Lichtquelle mit hoher Intensität zu optimieren,
wenn die Lichtquelle dazu verwendet wird, Zielgewebe mit einem Endoskop
und einem endoskopischen Videokamerasystem zu beleuchten.
-
3 ist
ein schematisches Blockdiagramm einer weiteren Vorrichtung zum Steuern
einer Lichtquelle auf sichere Art und Weise gemäß der Erfindung.
-
Detaillierte
Beschreibung der Zeichnungen
-
In 1 ist
ein typisches Endoskop 10 dargestellt, das einen Kamerakopf 12 besitzt,
der an dessen proximalen Ende angeordnet ist, um Videobilder in
einer Art und Weise zu erzeugen, die zum Beispiel in dem oben genannten
913'Patent beschrieben
ist. Das distale Ende des Endoskops 10 ist auf ein Gewebe 14 gerichtet,
um das Gewebe zu untersuchen, und zwar mit Licht aus einer Lichtquelle 16 mit
hoher Intensität,
das durch ein Lichtleiterkabel 18 zu dem distalen Ende
gelangt. Typischerweise kann man das Lichtleiterkabel 18 von
dem Endoskop 10 an einem Verbinder 20 abnehmen,
wodurch ein Sicherheitsrisiko besteht, wie oben beschrieben ist.
-
Das
Licht aus dem Lichtleiterkabel 20 wird ausgerichtet, um
das Gewebe 14 zu beleuchten, wie mit dem Weg 22 vorgegeben
ist, und Licht, das von dem Gewebe 14 reflektiert wird,
wird entlang eines optischen Weges 24 zu einem Bilderzeuger 26 innerhalb
des Kamerakopfes 12 geführt.
Der Bilderzeuger 26 detektiert Licht, das entlang des optischen
Weges 24 von dem Gewebe 14 reflektiert wurde.
Der Bilderzeuger 26 kann von jeder beliebigen, typischerweise auf
diesem Gebiet verwendeten Art sein, zum Beispiel ein CCD-, CID-
oder CMOS-Bilderzeuger, ohne auf diese genannten beschränkt zu sein.
Der Kamerakopf 12 erzeugt Bildsignale 28, die
von einem Schaltkreis 30 zur automatischen Belichtungssteuerung
empfangen werden, der in einer Kamerasteuereinheit (CCU) 32 angeordnet
ist. Der Schaltkreis 30 zur automatischen Belichtungssteuerung
kann auf verschiedenen Ansätzen
zur Steuerung des elektronischen Verschlusses des Bilderzeugers 26 und
zum Einstellen des Verstärkungsfaktors
in Reaktion auf die Beleuchtungspegel, die von dem Bilderzeuger 26 aufgenommen werden,
beruhen. Typischerweise ist der Schaltkreis zur automatischen Belichtungssteuerung
auf dem Gebiet der Endoskopie sehr schnell und er besitzt einen
großen
Dynamikbereich. Es können
verschiedene Verfahren verwendet werden, die auf diesem Gebiet hinreichend
bekannt sind. Eine Videoanzeige 36 empfängt Signale von der CCU 32, und
dort wird ein Abbild des Gewebes 14 dargestellt.
-
In
dem Ausführungsbeispiel
in 1 wird die Lichtquelle 16 von einer Steuerung 34 in
der CCU 32 gesteuert, und zwar mit Hilfe einer CCU-Busschnittstelle 54,
eines digitalen Kommunikationsbusses 25 und einer Busschnittstelle 52 für die Lichtquelle.
Die Steuerung 34 kann ein beliebiges Gerät sein,
das dazu ausgebildet ist, Software-Programme aufzunehmen und auszuführen oder
das so ausgebildet ist, dass seine Funktionalität durch Software-Programme
modifiziert werden kann; vorzugsweise stammt die Steuerung 34 aus
einer Gruppe, die digitale Signalprozessoren, Mikrokontroller und
Mikroprozessoren beinhaltet, oder aus einer Gruppe, die FPGAs und
computerprogrammierbare Logikeinheiten beinhaltet.
-
Typischerweise
verwenden Lichtquellen mit hoher Intensität eine weißleuchtende Birne 38 (eine Xenon-Birne
oder eine andere Art von Birne), die von einem Verstärker 40 getrieben
wird, der seinerseits von einem Ausgangssteuerkreis 42 gesteuert
wird, um den Pegel der Lichtintensität der Lichtquelle 16 einzustellen.
Auf diesem Gebiet sind auch andere Arten zur ausgangsseitigen Steuerung
der Intensität der
Lichtquelle bekannt, wie etwa eine mechanische Apparaturblende oder
Irisblende, Flüssigkristallverschlüsse, drehbare
Blattzungen oder Schlitzeinheiten und dergleichen. Diese verschiedenen
Arten zur Steuerung des Licht austritts der Lichtquelle können innerhalb
des Schutzbereiches der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
verändert
der Ausgangssteuerkreis 42 die Intensität der Birne 38 in
Abhängigkeit von
einem „langsamen" zeitveränderlichen
Signal 56, das von einem Modulator 58 (innerhalb
der CCU32) mit Hilfe der CCU-Busschnittstelle 54, des Busses 50 und
der Busschnittstelle 52 für die Lichtquelle ausgegeben
wird, und zwar unter Steuerung der Steuerung 34. Mit dem
Begriff „langsam" über der Zeit veränderliches
Signal ist gemeint, dass das Signal 56 vorzugsweise in
einer Größenordnung
von etwa 2 bis 4 Sekunden pro Zyklus legt (was also deutlich unterhalb
der Reaktionszeit des Schaltkreises 30 zur automatischen
Belichtungssteuerung liegt). Außerdem
ist ein „langsames" zeitveränderliches
Signal 56 eines mit einem Amplitudenpegel, der eine Modulation
(Änderung
der Intensität)
von etwa 5% bis 10% bezogen auf die maximale Ausgangsintensität der Lichtquelle 16 erzeugt.
Daher kann die CCU 32 den grundlegenden Lichtaustrittspegel
der Lichtquelle 16 steuern und die CCU 32 kann
außerdem
den eingestellten grundlegenden Lichtaustrittspegel in Abhängigkeit von
dem „langsamen" zeitveränderlichem
Signal 56 variieren, und zwar sowohl in der Geschwindigkeit
als auch in der Intensität
bzw. Amplitude.
-
Licht,
das von dem Gewebe 14 reflektiert wird, enthält die Modulation
der Amplitude (Intensität),
die mit dem Bilderzeuger 26 detektiert wird und die in
den Videodaten auf der Leitung 28 enthalten ist. Der Schaltkreis 30 zur
automatischen Belichtungssteuerung passt sich nicht nur der Belichtungszeit
der Kamera an, um ein optimales Videobild zu erzeugen, sondern er
kompensiert auch als Teil dieser Belichtungseinstellung die Intensitätsmodulation
(die von dem „langsamen" zeitveränderli chen
Signal 56 aus dem Modulator 58 hervorgerufen wird).
Aufgrund der „langsamen" Geschwindigkeit
und der „geringen" Amplitude der Modulation
kann der Schaltkreis 30 zur automatischen Belichtungssteuerung
die variierenden Lichtpegel sehr einfach kompensieren und die Änderung
der Lichtamplitude wird daher von einem Betrachter des Videomonitors 36 nicht
wahrgenommen.
-
Der
Schaltkreis 30 zur automatischen Belichtungssteuerung gibt
das detektierte Modulationssignal 60 aus, welches Daten
entsprechend der Intensitätsmodulation
enthält.
Das detektierte Modulationssignal 60 wird von einem Korrelator 62 aufgenommen.
Der Korrelator 62 empfängt
außerdem
das „langsame", zeitveränderliche
Signal 56 aus dem Modulator 58.
-
2 ist
ein Flussdiagramm für
ein Verfahren zum Steuern einer Lichtquelle mit hoher Intensität, um das
Risiko einer Verletzung bei Personen zu reduzieren und um den Gesamtausgangspegel
einer Lichtquelle mit hoher Intensität zu optimieren, wenn diese
dazu verwendet wird, ein Zielgewebe mit einem Endoskop und einem
endoskopischen Videokamerasystem zu beleuchten. Der Lichtaustritt
der Lichtquelle wird entsprechend 200 in Abhängigkeit
von dem „langsamen" zeitveränderlichen
Signal 56 aus dem Modulator 58 variiert, wie zuvor
beschrieben ist. Das detektierte Modulationssignal 60 und
das „langsame" zeitveränderliche
Signal 56 werden für
eine Korrelation 202 miteinander verglichen. Wenn die zwei
Modulationssignale 60, 56 entsprechend 204 nicht
miteinander korrelieren (d. h. die Modulation wird von dem Schaltkreis 30 zur
automatischen Belichtungssteuerung nicht detektiert), reduziert
die Steuerung 34 den Intensitätspegel der Lichtquelle auf
einen minimalen Sicherheitspegel 206, und zwar mit Hilfe
der CCU-Busschnittstelle 54,
der Busschnittstelle 52 für die schnittstelle 52 für die Lichtquelle
und dem Ausgangssteuerkreis 42. Mit dem Begriff „minimaler
Sicherheitspegel" ist
gemeint, dass der Lichtaustritt der Lichtquelle auf einen Pegel
reduziert wird, bei dem das Modulationssignal detektiert werden
kann, wenn eine die fehlende Korrelation hervorrufende Situation bereinigt
ist (d. h. die Lichtintensität
liegt auf ihrem geringsten Pegel, bei dem das Modulationssignal
in dem Lichtaustritt der Lichtquelle von dem Schaltkreis 30 zur
automatischen Belichtungssteuerung immer noch detektiert werden
kann). Einige Situationen, die eine fehlende Korrelation 204 hervorrufen,
sind: Das Lichtleiterkabel 18 ist von der Lichtquelle 16 oder dem
Endoskop 10 abgekoppelt, der Kamerakopf 12 ist
von dem Endoskop 10 gelöst
oder die Kombination aus Lichtleiterkabel/Kamerakopf ist aus einem
Patienten entfernt worden (so dass kein Licht vom Körpergewebe
reflektiert wird).
-
Wenn
die zwei Modulationssignale 60, 56 miteinander
korrelieren, (d. h. dass die Modulation von dem Schaltkreis 30 zur
automatischen Belichtungssteuerung detektiert wird), wird die aktuelle CCU-Einstellung
des elektronischen Verschlusses überprüft, um eine
Regelschleife bereitzustellen, die den gesamten Lichtaustritt 22 der
Lichtquelle auf einen optimalen Pegel einstellt. Mit dem Begriff „optimaler
Pegel" ist gemeint,
dass die Intensität
der Lichtquelle von der CCU auf dem geringst möglichen Pegel gehalten wird,
der ein gut belichtetes Videobild erzeugt. Typischerweise wird der
Lichtaustritt der Lichtquelle von medizinischem Personal manuell
eingestellt und der Schaltkreis zur automatischen Belichtungssteuerung
in der CCU passt den elektronischen Verschluss des Bilderzeugers
und/oder den Pegel des Verstärkungsfaktors
an, um mit dem vorhandenen, manuell eingestellten Intensitätspegel des
Lichts ein brauchbares Bild zu erzeugen.
-
Wie
zuvor beschrieben ist, kann der Intensitätspegel des Lichts manuell
sehr viel höher
eingestellt werden, als von der CCU benötigt wird, um gut belichtete
Videobilder zu erzeugen. Nachdem gemäß 208 eine Korrelation
festgestellt wurde und wenn gemäß 210 der
elektronische Verschluss der CCU kleiner oder gleich 1/500 eingestellt
ist, wird der Intensitätspegel
des Lichts entsprechend 212 um einen gewissen Prozentsatz
(bezogen auf den gesamten Lichtaustritt der Lichtquelle) abgesenkt,
um die Intensität
des Lichtaustritts der Lichtquelle auf einem sicheren Pegel zu halten.
Diese Regelschleife 202, 208, 210 und 212 wird
so lange wiederholt, bis der elektronische Verschluss in der CCU
gemäß 214 größer als
1/500 einer Sekunde ist.
-
Um
zu gewährleisten,
dass eine ausreichende Lichtmenge für die CCU vorhanden ist, um
gut beleuchtete Videobilder zu erzeugen, wird der Intensitätspegel
der Lichtquelle gemäß 218 um
einen gewissen Prozentsatz angehoben, wenn der elektronische Verschluss
der CCU gemäß 214 größer als
1/500 einer Sekunde ist und wenn der elektronische Verschluss der
CCU gemäß 216 größer oder
gleich einer 1/125 einer Sekunde ist. Diese Regelschleife 202, 208, 214, 216 und 218 wird
wiederholt, bis der elektronische Verschluss in der CCU gemäß 220 geringer als
1/125 einer Sekunde ist. Wenn der elektronische Verschluss der CCU
gemäß 214 größer als
1/500 Sekunde und geringer als 1/125 Sekunde ist, wie mit der Schleife 202, 208, 214 und 220 dargestellt
ist, wird der Ausgangspegel der Lichtquelle auf seinem momentanen
Intensitätspegel
gehalten.
-
Der
Prozentsatz der Erhöhung
oder Absenkung der Lichtintensität
bestimmt die Geschwindigkeit, mit der der Pegel angepasst wird.
Vorzugsweise ist der Prozentsatz relativ gering (näherungsweise 1%
bis 3% der Gesamtkapazität
der Lichtquelle), was dazu führt,
dass der Lichtaustritt der Lichtquelle langsam auf einen optimalen
Intensitätspegel „hinschleicht" (innerhalb von näherungsweise
5 Sekunden).
-
3 zeigt
ein anderes Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung, bei dem ein Korrelator/Modulator 300 getrennt
von der CCU 310 und der Lichtquelle 16 mit einem
Bus 50 verbunden ist. Der Korrelator/Modulator 300 beinhaltet
eine Busschnittstelle 302, einen Korrelator 304 und
einen Modulator 306. Innerhalb der CCU 310 funktioniert
die Steuerung 34 so wie in dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel
beschrieben ist, mit Ausnahme davon, dass die Steuerung des Korrelators 304 und
des Modulators 306 mit Hilfe der CCU-Busschnittstelle 54,
des Busses 50 und der Busschnittstelle 302 bewerkstelligt
wird.
-
Das
vorliegende Ausführungsbeispiel
ist abgesehen von den nachfolgenden Ausnahmen mit dem vorhergehenden
Ausführungsbeispiel
identisch: Der Ausgangssteuerkreis 42 für die Lichtquelle 16 variiert
die Intensität
der Hirne 38 in Abhängigkeit
von einem „langsamen" zeitveränderlichen
Signal 308, das von dem Modulator 306 mit Hilfe
von Befehlen ausgegeben wird, die von der Steuerung 34 zu
der CCU-Busschnittstelle 54, dem Bus 50 und der
Busschnittstelle 302 sowie der Busschnittstelle 52 der Lichtquelle übertragen
werden. Der Schaltkreis 30 für die automatische Belichtungssteuerung
gibt detektierte Modulationsdaten 312 (entsprechend der
Modulation des Lichtpegels) mit Hilfe der Busschnittstelle 54 und
unter Steuerung der Steuerung 34 auf den Bus 50 aus.
Die detektierten Modulationsdaten 312 werden von dem Korrelator 304 über die
Busschnittstelle 302 auf genommen. Der Korrelator 304 empfängt außerdem das „langsame" zeitveränderliche
Signal 308 von dem Modulator 306. Die Schritte
zur Steuerung der Lichtquelle 16, zur Reduktion des Risikos
von Verletzungen bei Personal und zum Einstellen der durchschnittlichen
Lichtaustrittsintensität sind
dieselben, wie zuvor im Detail anhand von 2 für das vorhergehende
Ausführungsbeispiel
beschrieben ist.
-
Nachdem
nun also verschiedene Ausführungsbeispiele
zur praktischen Umsetzung beschrieben wurden, lassen sich ihre Vorteile
und Ziele nachvollziehen. Abwandlungen von den Zeichnungen und der
Beschreibung können
von einem Fachmann auf diesem Gebiet gemacht werden, ohne aus dem Schutzbereich
der Erfindung herauszugehen, der durch die nachfolgenden Ansprüche bestimmt
ist. Ein Beispiel ist, dass die Lichtquelle 16 und die
CCU 32 innerhalb eines einzigen Gehäuses angeordnet sein können, was
den Bus 50 und die Busschnittstellen 52 und 54 überflüssig macht.