DE60310020T2 - Verbinden von strukturkomponenten mittels reibschweissen mit einem verbindungsstift - Google Patents

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Description

  • Diese Erfindung betrifft das Reibschweißen und insbesondere das Verbinden von Bauteilen durch Reibpunktschweißen.
  • Allgemeiner Stand der Technik
  • Baugruppen, wie zum Beispiel diejenigen in der Luft- und Raumfahrtindustrie, werden häufig gebaut, indem Bauteile zusammengefügt werden. Die Bauteile können durch Schweißen entlang der gemeinsamen Berührungsfläche zwischen den Teilen oder durch das Verwenden von Verbindungselementen, wie zum Beispiel Nieten, Schrauben oder Bolzen miteinander verbunden werden. Es ist häufig nötig, Bauteile zusammenzufügen, die komplexe Geometrien oder Konfigurationen aufweisen, die den Vorgang des Zusammenfügens erschweren. Bei dem Verbinden von Bauteilen, die krummlinige Konfigurationen aufweisen, kann es zum Beispiel schwierig sein, die Teile relativ zueinander auszurichten und zu befestigen und gleichzeitig die Lückenbildung zu vermeiden und die gemeinsame Berührungsfläche von Blockierungen frei zu halten. Auf ähnliche Weise weisen einige Bauteile Konfigurationen auf, die den Zugang zu der gemeinsamen Berührungsfläche zwischen den Teilen beschränken. Wenn zum Beispiel eine Haube und ein Zylinder zusammengefügt werden, um einen Tank oder das Äußere eines Luft- und Raumfahrzeugs zu bilden, wie zum Beispiel eine Rakete oder einen Lenkflugkörper, kann es schwierig sein, sowohl die Innenseite als auch die Außenseite der Haube und des Zylinders gleichzeitig zu stützen und zu befestigen.
  • Wenn Bauteile, die komplexe Konfigurationen und/oder gemeinsame Berührungsflächen aufweisen, die schwer zugänglich sind, zusammengefügt werden, wird üblicherweise eine zusammengesetzte Konstruktion oder Werkzeuge zwischen den Bauteilen gebaut, um die Ausrichtung und Befestigung der Bauteile zu unterstützen, während sie zusammengefügt werden. Wenn zum Beispiel eine Haube und ein Zylinder zusammengefügt werden, können eine oder mehrere Spannplatten oder andere Stützelemente („Werkzeuge") dem Zylinder und der Haube zugefügt werden, um das Ausrichten der Haube auf dem Zylinder zu erleichtern und die gemeinsame Berührungsfläche zwischen den Bauteilen zu stützen, während sie zusammengefügt werden. Die Werkzeuge können dann entfernt werden, wenn die Bauteile zusammengefügt sind. Das Bauen der Werkzeuge erfordert jedoch Arbeit, Zeit und Material und erhöht somit die Herstellungskosten der Baugruppe. Auf ähnliche Weise erfordert das Entfernen der Werkzeuge zusätzliche Arbeit und Maschinenzeit, was die Herstellungskosten noch weiter steigen lässt. In einigen Fällen kann es schwierig oder unmöglich sein, Zugang zu den Werkzeugen zu erlangen und sie zu entfernen, nachdem die Bauteile zusammengefügt worden sind, was sich nachteilig auf das Gesamtgewicht der entstehenden Baugruppe auswirken kann. Gewicht und Festigkeit sind in der Luft- und Raumfahrtindustrie von entscheidender Wichtigkeit.
  • Bei dem Versuch, die Herstellungskosten zu senken, sind andere Verfahren des Zusammenfügens von Bauteilen, die komplexe Konfigurationen aufweisen, vorgeschlagen worden. Ein derartiges Verfahren beinhaltet die Verwendung von Verbindungselementen, wie zum Beispiel Nieten, um die Bauteile miteinander zu verbinden. Da Nieten jedoch in der Regel vorgebohrte Löcher erfordern, kann das Zusammenfügen von Bauteilen unter Verwendung von Nieten arbeitsintensiv und zeitaufwendig sein. Außerdem sind die Arten von gemeinsamen Konfigurationen, die durch Verwendung von Nieten zusammengefügt werden können, begrenzt, da Nieten erfordern, dass die Bauteile an der gemeinsamen Berührungsfläche überlappen oder dass ein Trägerelement oder eine Spannplatte jedes der Bauteile überlappt. Nieten können sich auch störend auf den Vorgang des Ausbildens einer zweiten Schweißverbindung entlang der gemeinsamen Berührungsfläche zwischen den Bauteilen auswirken. Insbesondere können die Nieten nicht vollständig in der Schweißverbindung überschweißt sein, was zu Spannungskonzentrationen in der fertigen Baugruppe führen kann, die die Gestaltfestigkeit der Baugruppe verringern können.
  • In einigen Fällen können alternativ überlappende Teile mit einem nietenähnlichen Element zusammengefügt werden. Das U.S.-Patent Nr. 3,477,115 beschreibt zum Beispiel ein Verfahren der Befestigung von Teilen durch Reibschweißen. In diesem Verfahren können zwei oder mehr Platten oder ähnliches durch Reibschweißen mit einem nietenähnlichen Befestigungselement, das schnell gedreht wird und unter Druck mit einer oder mehreren Platten in Berührung gebracht wird, befestigt werden.
  • JP-A-11179668 beschreibt ein Verfahren der Befestigung von Teilen durch Rührreibschweißen (FSW), wonach die Teile vor dem FSW provisorisch durch TIG-, MIG- oder FSW-Schweißen geschweißt werden.
  • Somit bleibt der Bedarf nach einem verbesserten Verfahren zum Zusammenfügen von Bauteilen, um Baugruppen zu bilden. Das Verfahren sollte kostengünstig sein und sollte das Verbinden von Bauteilen, die eine Vielzahl von Konfigurationen aufweisen, erleichtern, einschließlich Bauteilen, die komplexe Konfigurationen oder gemeinsame Berührungsflächen aufweisen, die schwer zugänglich sind. Das Verfahren sollte wirksam sein, ungeachtet dessen, ob die Bauteile überlappen. Zusätzlich sollte das Verfahren mit anderen Verbindungsverfahren vereinbar sein, wie zum Beispiel Schmelzschweißtechniken und Rührreibschweißverfahren.
  • Kurzdarstellung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung sieht ein Verfahren zur Herstellung einer Baugruppe vor, wie in Anspruch 1 und seinen Unteransprüchen beschrieben. Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beinhaltet das Verfahren die Schritte des Anordnens eines ersten Bauteils, mindestens teilweise benachbart zu einem zweiten Bauteil, um zwischen diesen eine Berührungsfläche zu definieren. Ein rotierender Stift wird dann in das erste und das zweite Bauteil an der Berührungsfläche eingeführt, um dadurch das erste Bauteil mit dem zweiten Bauteil zu verbinden. Eine lang gestreckte Schweißverbindung wird zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil entlang der Berührungsfläche ausgebildet, wobei durch die lang gestreckte Schweißverbindung der Stift mindestens teilweise überschweißt wird. In einer Ausführungsform beinhaltet das Herstellungsverfahren das Bohren einer Öffnung in mindestens einem der ersten und zweiten Bauteile. Die Öffnung ist zur Aufnahme des Stiftes gestaltet. In einer anderen Ausführungsform wird der Stift zu vorgegebenen Abmessungen maschinell bearbeitet, bevor er in das erste und das zweite Bauteil eingeführt wird. In einer weiteren Ausführungsform wird mindestens ein Ende des Stiftes nach der Einführung des Stiftes derart maschinell bearbeitet, dass das Ende des Stiftes bündig mit der äußeren Oberfläche des entsprechenden Bauteils abschließt. Nach einer Ausführungsform wird zum Beispiel die lang ge streckte Schweißverbindung gebildet, indem eine rotierende Rührreibschweißspitze in das erste und das zweite Bauteil an der Berührungsfläche eingeführt und die rotierende Rührreibschweißspitze durch das erste und das zweite Bauteil entlang eines durch die Berührungsfläche definierten Weges bewegt wird. In einer weiteren Ausführungsform beinhaltet das Verfahren das Wiederholen des Schrittes des Einführens an Stellen entlang der Berührungsfläche. Gemäß einer Ausführungsform wird zum Beispiel ein rotierender Stift an einer Stelle eingeführt, die mindestens teilweise einen vorhandenen Stift überlappt. In einer weiteren Ausführungsform beinhaltet das Verfahren das Befestigen der Baugruppe an anderen Baugruppen, um den Rahmen eines Luft- und Raumfahrzeugs zu bilden.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Die vorangehenden und weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sowie die Art und Weise, in der diese erreicht werden, werden leichter ersichtlich nach Betrachtung der folgenden ausführlichen Beschreibung der Erfindung, die in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen erfolgt, die bevorzugte und beispielhafte Ausführungsformen veranschaulichen und die nicht notwendigerweise maßstabsgerecht gezeichnet sind, wobei:
  • 1 eine Aufrissansicht ist, die eine Baugruppe veranschaulicht, die durch das Verbinden von Bauteilen mit einer Reibpunktschweißung gebildet wird;
  • 2 eine Aufrissansicht ist, die einen Stift veranschaulicht, der maschinell zu vorgegebenen Abmessungen bearbeitet wurde;
  • 3 eine Aufrissansicht ist, die zwei Bauteile, die zum Verbinden angeordnet sind, veranschaulicht;
  • 4 eine Aufrissansicht ist, die die beiden Bauteile aus 3 veranschaulicht, die vor der Einführung des Stifts aus 2 auf einem Stützamboss angeordnet sind;
  • 5 eine Aufrissansicht ist, die die Einführung des Stifts aus 2 in die beiden Bauteile aus 3 unter Verwendung einer umlaufenden Maschine veranschaulicht;
  • 6 eine Aufrissansicht ist, die den Stift und die Bauteile aus 5 veranschaulicht, wobei der Stift vollständig in die Bauteile unter Verwendung der umlaufenden Maschine eingeführt ist.
  • 7 eine Aufrissansicht ist, die zwei Bauteile veranschaulicht, die durch mehrere Reibpunktschweißungen verbunden sind;
  • 8 eine Aufrissansicht ist, die zwei Bauteile veranschaulicht, die durch mehrere Reibpunktschweißungen verbunden sind, wobei jede Reibpunktschweißung maschinell bearbeitet wurde, damit sie bündig mit den äußeren Oberflächen der Bauteile abschließt;
  • 9 eine Draufsicht der Reibpunktschweißungen aus 8 ist, die das Überlappen der Reibpunktschweißungen veranschaulicht.
  • 10 eine Aufrissansicht ist, die einen Stift veranschaulicht, der derart in zwei Bauteile eingeführt ist, dass die Richtung der Mittelachse des Stifts einen spitzen Winkel mit einer Ebene bildet, die durch die gemeinsame Berührungsfläche zwischen den Bauteilen festgelegt ist;
  • 11 eine perspektivische Ansicht ist, die zwei aneinander stoßende Bauteile und einen Stift veranschaulicht, der für die Einführung in die Bauteile an der gemeinsamen Berührungsfläche angeordnet ist.
  • 12 eine perspektivische Ansicht ist, die die Bildung einer lang gestreckten Rührreibschweißverbindung veranschaulicht, die nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die vorhandenen Reibpunktschweißungen überschweißt;
  • 13 ein Ablaufdiagramm ist, das ein Verfahren zur Herstellung einer Baugruppe gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht; und
  • 14 ein Ablaufdiagramm ist, das ein Verfahren zur Herstellung einer Baugruppe gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.
  • Ausführliche Beschreibung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung wird jetzt im Folgenden ausführlicher beschrieben werden mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen, in denen bevorzugte und beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung gezeigt sind. Die Erfindung kann jedoch in vielen verschiedenen Formen ausgeführt werden und sollte nicht als auf die hier dargelegten Ausführungsformen begrenzt ausgelegt werden; diese Ausführungsformen sind eher vorgesehen, damit diese Offenbarung genau und vollständig ist und den Rahmen der Erfindung den Fachleuten vollständig zu vermitteln, wie in den beigefügten Ansprüchen festge legt. Gleiche Nummern beziehen sich immer auf gleiche Elemente.
  • Es wird jetzt auf die Zeichnungen Bezug genommen und insbesondere auf 1, auf der eine Baugruppe 21 veranschaulicht ist. Die Baugruppe 21 weist eine Reibpunktschweißung 24 auf, die das erste Bauteil 4 und das zweite Bauteil 5 verbindet. Es wird auf 2 Bezug genommen, in der ein Stift 1 veranschaulicht ist, der die Reibpunktschweißung 24 bildet. Der Stift 1 kann eine Vielzahl von Konfigurationen aufweisen, die von den Abmessungen und Konfigurationen der zu schweißenden Bauteile abhängen. Gemäß der in 2 veranschaulichten Ausführungsform weist der Stift 1 einen zylindrischen Körper 1a mit einem konischen Ende 2 auf. In anderen Ausführungsformen kann das Ende 2 des Stiftes 1 stumpf oder abgerundet sein. Der Stift 1 weist einen Schaft 3 auf, der derart angeordnet ist, dass er mit der Spindel einer Fräsmaschine, einer Bohrmaschine oder einer anderen Vorrichtung (nicht dargestellt) zum Rotieren des Stiftes 1 verbunden werden kann. Da der Stift 1 überschweißt werden kann, kann der Stift 1 aus einer Vielzahl von Metallen und Metalllegierungen gebildet sein, abhängig von den Werkstoffen, die verwendet werden, um die Bauteile 4, 5 zu bilden, wie unten ausführlicher erörtert wird. Nach einer Ausführungsform zum Beispiel ist der Stift 1 aus Aluminium, Aluminiumlegierungen, Titan, Titanlegierungen oder Stahllegierungen gebildet.
  • Es wird Bezug genommen auf 3, in der das erste Bauteil 4 und das zweite Bauteil 5 veranschaulicht sind, bevor sie zusammengefügt werden, um die Baugruppe 21 zu bilden.
  • Jedes Bauteil 4, 5 kann mit bekannten Fertigungsmitteln aus einem einzelnen Werkstück in einer vorgegebenen Form und Stärke maschinell hergestellt werden, wie durch die spezifischen Lastannahmen und Spezifikationen der entstehenden Baugruppe 21 erforderlich ist. Eine CNC-Fräsmaschine kann zum Beispiel verwendet werden, um jedes Bauteil 4, 5 je nach Erfordernis maschinell zu bearbeiten. Die Bauteile 4, 5 können in einer Vielzahl von Konfigurationen hergestellt werden, einschließlich beispielsweise und nicht einschränkend Platten, Blöcke, Rohrelemente und krummlinige Elemente. Auf ähnliche Art und Weise kann jedes Bauteil 4, 5 aus einer Vielzahl von Werkstoffen gebildet sein, wie durch die spezifischen Lastannahmen und Spezifikationen der entstehenden Baugruppe 21 erforderlich ist. Außerdem ist die Anzahl der Bauteile, die zusammengefügt werden können, indem das Verbindungsverfahren aus der vorliegenden Erfindung verwendet wird, nicht auf zwei begrenzt, sondern kann drei oder mehr Bauelemente aufweisen. Gemäß einer weiteren Ausführungsform (nicht dargestellt) können die Enden eines einzelnen Bauteils zusammengefügt werden. Die Bauteile 4, 5 sind vorzugsweise aus Werkstoffen gebildet, die ein großes Verhält nis von Festigkeit zu Gewicht aufweisen, einschließlich beispielsweise und nicht einschränkend Aluminium, Aluminiumlegierungen, Titan, Titanlegierungen und Stahllegierungen. Mindestens ein Abschnitt des ersten Bauteils 4 ist in Berührung mit einem Abschnitt des zweiten Bauteils 5, um dadurch eine Berührungsfläche 15 zwischen dem ersten Bauteil 4 und dem zweiten Bauteil 5 festzulegen.
  • Ein oder beide Bauteile 4, 5 können vorbereitet werden, um den Stift 1 aufzunehmen. Wie in 4 veranschaulicht, können zum Beispiel eine oder mehrere Öffnungen 6 in einem oder in beiden Bauteilen 4, 5 unter Verwendung bekannter Fertigungsverfahren, wie zum Beispiel Bohren oder Stanzen, ausgebildet werden. Die Abmessungen und die Konfiguration jeder Öffnung 6 beruhen auf den Abmessungen und der Konfiguration des Stifts 1 sowie auf den Werkstoffeigenschaften und Konfigurationen der Bauteile 4, 5. Die Öffnung 6, die in 4 veranschaulicht ist, läuft zum Beispiel konisch zu, damit sie mit dem Winkel des Endes 2 des Stiftes 1, der in 2 veranschaulicht ist, zusammenpasst. In anderen Ausführungsformen kann die entsprechende Öffnung 6 mehr oder weniger konisch als das Ende 2 des Stiftes 1 zulaufen, oder die Öffnung 6 kann gar keine Verjüngung aufweisen. Jede Öffnung 6 weist vorzugsweise Abmessungen auf, die mindestens leicht unter den Abmessungen des Stiftes 1 liegen, so dass eine ausreichende Reibung zwischen dem Stift und den Bauteilen 4, 5 er zeugt wird. In anderen Ausführungsformen (nicht dargestellt) sind keine Öffnungen in den Bauteilen 4, 5 gebildet. Falls zum Beispiel der Stift 1 ein verhältnismäßig spitzes Ende 2 aufweist oder falls die Bauteile 4, 5 verhältnismäßig dünn sind oder aus ausreichend weichen Werkstoffen bestehen, können Öffnungen 6 gar nicht erforderlich sein.
  • Es wird Bezug genommen auf 5, in der die Einführung des Stiftes 1 in die Bauteile 4, 5 veranschaulicht ist, um die Reibpunktschweißung 24 zu bilden. Der Schaft 3 des Stifts 1 wird unter Verwendung eines Spannfutters oder einer Spannpatrone 11 an einer drehbaren Spindel 12 befestigt. Die drehbare Spindel 12 ist mit einer Vorrichtung verbunden, wie zum Beispiel einer Bohr- oder Fräsmaschine (nicht dargestellt), die die Spindel dreht, um dadurch den Stift 1 zu drehen, wie durch den Pfeil 10a in 5 angezeigt. Die drehbare Spindel 12 ist vorzugsweise ebenfalls so aufgebaut, dass der Stift 1 durch das erste Bauteil 4 und die Berührungsfläche 15 und mindestens teilweise in das zweite Bauteil 5 getrieben wird.
  • Wie in 46 veranschaulicht, kann eine Stützplatte oder ein Stützamboss 7 angeordnet sein, um das erste Bauteil 4 und das zweite Bauteil 5 während des Reibpunktschweißvorgangs zu stützen. Der Amboss 7 legt eine Vertiefung 8 fest, die eine Konfiguration aufweist, die derart angeordnet ist, dass sie das Ende 2 des Stiftes 1 aufnimmt. Die Vertiefung 8 des Ambosses 7 kann zum Beispiel konisch zulaufen, um mit dem Ende 2 des Stifts 1 übereinzustimmen. In anderen Ausführungsformen (nicht dargestellt) legt der Amboss 7 keine Vertiefung 8 fest. In noch anderen Ausführungsformen (nicht dargestellt) wird kein Amboss 7 oder Stützplatte verwendet, zum Beispiel, wenn die Bauteile 4, 5 eine ausreichende Festigkeit oder Stärke aufweisen, um selbsttragend zu sein.
  • Wird der rotierende Stift durch die äußere Oberfläche 9 des ersten Bauteils 4, durch die gemeinsame Berührungsfläche 15 und mindestens teilweise in das zweite Bauteil 5 getrieben, wird Reibung zwischen dem Stift 1 und den Bauteilen 4, 5 erzeugt. Der Stift 1 kann in die Bauteile 4, 5, die senkrecht zu der Berührungsfläche 15 verlaufen, eingeführt werden, wie in 5 veranschaulicht, oder in einem Winkel zu der Berührungsfläche 15, wie in 10 veranschaulicht. Es wird Bezug genommen auf 10, in der die Längsachse des Stifts 1 einen spitzen Winkel mit der äußeren Oberfläche 9 des ersten Bauteils 4 und der Berührungsfläche 15 zwischen den Bauteilen 4, 5 bildet. Der Stift 1 wird entlang der Berührungsfläche 15 zwischen den Bauteilen 4, 5 eingeführt. Wie zum Beispiel in 11 veranschaulicht, wird ein Stift 1 zur Einführung in die Bauteile 4, 5 in einer Richtung angeordnet, die innerhalb der Ebene der Berührungsfläche 15 liegt. Dieses Verfah ren des Verbindens der Bauteile 4, 5 ist unter einigen Umständen vorteilhaft, weil die Bauteile 4, 5 sich nicht gegenseitig überlappen müssen. Stattdessen können die Bauteile 4, 5 nebeneinander angeordnet sein und an der Berührungsfläche 15 verbunden sein.
  • Die Reibung erzeugt ausreichend Wärmeenergie, um den Stift 1 und die Abschnitte des ersten Bauteils 4 und des zweiten Bauteils 5 neben dem Stift zu plastifizieren. Wie in 5 veranschaulicht, wird der Stift 1 durch das erste Bauteil 4 und das zweite Bauteil 5 getrieben. Der Stützamboss 7 ist derart angeordnet, dass er das erste Bauteil 4 und das zweite Bauteil 5 gegen die von dem Stift 1 ausgeübte Kraft stützt und dass die Vertiefung 8 des Ambosses 7 das Ende 2 des Stifts 1 aufnimmt, wenn der Stift das zweite Bauteil 5 verlässt. Danach endet, wie in 6 veranschaulicht, die Rotation der Spindel 12, so dass der Stift 1 aufhört zu rotieren. Es wird eine Reibpunktschweißung 24 gebildet, die die Bauteile 4, 5 zu einer einheitlichen Baugruppe 21 verbindet, indem die plastifizierten Bereiche 13, 14 des Stifts 1 und die Bauteile zusammenfließen und in der Schweißzone neben der Außenseite des Stifts abkühlen. Die plastifizierten Bereiche 13 des Stifts 1 und die plastifizierten Bereiche 14 des ersten Bauteils 4 können einen Bereich von Wulsten oder verformtem Werkstoff bilden, der durch maschinelle Bearbeitung entfernt werden kann. Mindestens ein Ende des Stifts 1 wird maschinell bearbeitet, nachdem der Stift 1 in die Bauteile 4, 5 eingeführt ist und die Reibpunktschweißung 24 gebildet ist. Der Stift 1 kann zusammen mit einem Wulst 14 auf den äußeren Oberflächen des ersten Bauteils 4 und des zweiten Bauteils 5 derart maschinell bearbeitet werden, dass das Ende des Stifts 1 bündig mit der entsprechenden äußeren Oberfläche abschließt.
  • Es wird Bezug genommen auf 79, in denen zwei oder mehr Stifte 1 in die Bauteile 4, 5 entlang der Berührungsfläche 15 eingeführt werden können, um die Bauteile weiter zu verbinden. Gemäß einer Ausführungsform werden die Stifte 1 entlang der Berührungsfläche 15 mit vorgegebenen Abständen untereinander eingeführt. Gemäß einer weiteren Ausführungsform werden die Stifte 1 derart eingeführt, dass jeder Stift 1 mindestens teilweise einen anderen Stift 1 überlappt. Wie in 7 veranschaulicht, werden die Bauteile 4, 5 der Baugruppe 21 zum Beispiel durch mehrere Reibpunktschweißungen 24 verbunden, die an beiden Enden maschinell bearbeitet wurden, damit sie bündig mit den äußeren Oberflächen der Baugruppe 21 abschließen und wobei jede der Reibpunktschweißungen 24 mindestens eine andere Reibpunktschweißung 24 überlappt. Der Vorgang des Überlappens von Reibpunktschweißungen 24 kann verwendet werden, um die Bauteile 4, 5 auf der gesamten Länge der Berührungsfläche 15 oder nur eines Abschnittes davon zu verbinden.
  • Zwar veranschaulichen die Figuren Baugruppen 21, die durch zwei Bauteile 4, 5 gebildet sind, wie oben erörtert, jedoch kann die vorliegende Erfindung auch verwendet werden, um drei oder mehr Bauteile zu verbinden, um die Baugruppe 21 zu bilden, oder um zwei Enden eines einzelnen Bauteils zu verbinden. Eine oder mehrere Reibpunktschweißungen 16 können verwendet werden, um die Bauteile zu verbinden, wobei jede der Reibpunktschweißungen 16 einige oder sämtliche Bauteile miteinander verbinden kann.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung, wie in 12 veranschaulicht, können die Reibpunktschweißungen 24 verwendet werden, um eine provisorische Schweißung 16 zu bilden, wie zum Beispiel eine Heftschweißung, die die Bauteile provisorisch derart relativ zueinander anordnet und befestigt, dass eine dauerhaftere Schweißverbindung gebildet werden kann. Wie in 12 veranschaulicht, kann dann ein Rührreibschweißwerkzeug 19 verwendet werden, um eine dauerhaftere lang gestreckte Rührreibschweißverbindung 20 zu bilden, durch die mindestens teilweise die Reibpunktschweißungen 24 überschweißt werden. Andere Arten von lang gestreckten Schweißverbindungen 25 können gemäß anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung (nicht dargestellt) gebildet werden, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Schmelzschweißverbindungen, wie zum Beispiel eine Lichtbogenschweißverbindung, eine Widerstandsschweißverbindung oder eine Gasschweißverbindung. Durch die lang gestreckte Schweißverbindung 25 werden vorzugsweise die Reibpunktschweißverbindung(en) 24 der provisorischen Schweißung 16 mindestens teilweise überschweißt und besser noch jede der Reibpunktschweißverbindungen vollständig überschweißt. Vorteilhafterweise beseitigt die lang gestreckte Schweißverbindung 25 die Spannungskonzentrationen, die mit herkömmlichen Nieten verknüpft sind, indem sie die Reibpunktschweißungen 24 der provisorischen Schweißung 16 vollständig überschweißt. Außerdem werden die entstehenden Spannungskonzentrationen wesentlich gesenkt, auch wenn die Reibpunktschweißungen 24 der provisorischen Schweißung 16 nur teilweise überschweißt werden, da, wie unten ausführlicher erörtert wird, die Reibpunktschweißungen 24, die gemäß der vorliegenden Erfindung gebildet werden, Werkstoffeigenschaften aufweisen, die im Wesentlichen denen der Bauteile 4, 5 gleichen oder sie sogar übertreffen.
  • Rührreibschweißen wird verwendet, um Bauteile zu verbinden, um Baugruppen zu bilden, die bei der Herstellung von militärischen Flugzeugen und Verkehrsflugzeugen sowie bei anderen Anwendungen, die Schweißverbindungen mit hoher Festigkeit erfordern, verwendet werden können. Wie in 12 veranschaulicht, beinhaltet das Rührreibschweißen das Einführen des Gewindestifts 19a eines rotierenden Rührreibschweißwerkzeugs 19 in die Berührungsfläche 15 zwischen den gegenüberliegenden Seiten eines Paares von Bauteilen 4, 5, wäh rend die Bauteile 4, 5 zusammengepresst werden. Die Rotation des Gewindestifts 19a in der Berührungsfläche 15 zwischen den Bauteilen 4, 5 oder zwischen den Enden eines einzelnen Bauteils erzeugt Reibung, die ausreichende Wärmeenergie erzeugt, um den Werkstoff des Werkstücks in der Schweißzone zu plastifizieren. Das Rührreibschweißwerkzeug 19 weist ebenfalls eine konkave Schulter auf, die geeignet ist, den plastifizierten Werkstoff des Werkstücks innerhalb der Schweißzone zu verfestigen, wenn das Rührreibschweißwerkzeug 19 entlang der provisorischen Schweißung 16 bewegt wird. Es bildet sich eine Rührreibschweißverbindung 20, die die Bauteile 4, 5 in einer einheitlichen Baugruppe 21 zusammenfügt, wenn die plastifizierten Bereiche der Bauteile 4, 5 zusammenfließen und in der Schweißzone abkühlen. Für eine allgemeine Erörterung des Rührreibschweißens siehe U.S.-Patent Nr. 5,460,317 von Thomas et al.
  • Ein besonderer Vorteil von Rührreibschweißungen 20 und Reibpunktschweißungen 24 besteht darin, dass die Bildung der Schweißverbindung autogen ist und durch die Verfestigung der plastifizierten Grundwerkstoffe statt eines Füllmaterials erzeugt wird, wie es üblicherweise bei herkömmlichen Schweißverfahren verwendet wird. Die Rührreibschweißverbindung 20 oder die Reibpunktschweißung 24 weist eine Schweißlinse auf, die ein Feinkorngefüge mit einer Körnung aufweist, die eine gleichachsige Form und Korngrößen aufweist, die sich in einer Größenordnung von etwa ,0001 bis ,0002 Inch (etwa 3 bis 5 Mikrometer) befinden. Aufgrund des verbesserten Korngefüges halten die Rührreibschweißverbindung 20 und die Reibpunktschweißverbindungen 24 der Bildung und Verbreitung von Mikrorissen stand und besitzen eine verbesserte Festigkeit, Leitfähigkeit und Belastbarkeit sowie verbesserte Korrosions- und Ermüdungsbeständigkeit.
  • Wie oben erörtert können die Bauteile 4, 5 entweder aus ähnlichen oder aus unähnlichen Metallen gebildet sein. Vorteilhafterweise können die Bauteile bei Ausführungsformen, bei denen die Bauteile 4, 5 verbunden werden, indem nur Reibpunktschweißungen 24 verwendet werden oder indem Reibpunktschweißungen 24 als provisorische Schweißverbindung 16 und eine lang gestreckte Rührreibschweißung 20 als dauerhaftere Schweißverbindung 25 verwendet werden, aus unähnlichen Metallen gebildet werden, die mit herkömmlichen Schmelzschweißtechniken nicht schweißbar oder unrentabel zu verbinden wären. Nicht schweißbare Werkstoffe erzeugen verhältnismäßig schwache Schweißverbindungen, die dazu neigen, während der Verfestigung der Schweißung zu brechen, wenn sie durch herkömmliche Schmelzschweißtechniken verbunden sind. Zu den nicht schweißbaren Werkstoffen gehören üblicherweise Aluminium und einige Aluminiumlegierungen, insbesondere AA-Legierungen der Serien 2000 und 7000. Durch die Verwendung des Rührreibschweißens und des Reibpunktschweißens können Bauteile 4, 5, die aus nicht schweißbaren Werkstoffen gebildet sind, fest verbunden werden. Rührreibschweißen und Reibpunktschweißen kann auch verwendet werden, um schweißbare Werkstoffe mit anderen schweißbaren und mit nicht schweißbaren Werkstoffen fest zu verbinden. Mit dem Verfahren der vorliegenden Erfindung können somit die Werkstoffe, die die Bauteile 4, 5 bilden, aus einer größeren Vielzahl von Metallen und Legierungen mit geringem Gewicht und hoher Festigkeit ausgewählt werden, wodurch die Verringerung des Gesamtgewichts der entstehenden Baugruppe 21 erleichtert wird.
  • Es wird jetzt auf 13 Bezug genommen, in der die Vorgänge veranschaulicht sind, die durchgeführt werden, um Bauteile zu verbinden, um eine Baugruppe 21 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung herzustellen. Das Verfahren umfasst das Anordnen eines ersten Bauteils mindestens teilweise benachbart zu einem zweiten Bauteil, um zwischen diesen eine Berührungsfläche zu definieren. Siehe Block 30. In einer Ausführungsform beinhaltet das Verfahren das Bohren einer Öffnung in mindestens eines der ersten und zweiten Bauteile, wobei die Öffnung zur Aufnahme des Stiftes gestaltet ist. Siehe Block 31. In einer anderen Ausführungsform beinhaltet das Verfahren das maschinelle Bearbeiten des Stiftes zu vorgegebenen Abmessungen. Siehe Block 32. Ein rotierender Stift wird dann in das erste und das zweite Bauteil an der Berührungsfläche einge führt, um dadurch das erste Bauteil mit dem zweiten Bauteil zu verbinden. Siehe Block 33. Der Schritt des Einführens kann an Stellen entlang der Berührungsfläche wiederholt werden, um die Bauteile unter Verwendung mehrerer Reibpunktschweißungen zu verbinden. Siehe Block 34. Mehrere Reibpunktschweißungen können zum Beispiel verwendet werden, um die Bauteile durch Heftschweißung zusammenzufügen, so dass die Bauteile relativ zueinander fest angeordnet sind, während eine dauerhaftere Schweißverbindung gebildet wird. Gemäß einer Ausführungsform wird mindestens ein rotierender Stift an einer Stelle eingeführt, die mindestens teilweise einen vorhandenen Stift überdeckt. Siehe Block 35. Mindestens ein Ende des Stiftes wird vorzugsweise derart maschinell bearbeitet, dass das Ende des Stiftes bündig mit der äußeren Oberfläche des entsprechenden Bauteils abschließt. Siehe Block 36. Bei Baugruppen, die eine dauerhaftere Schweißverbindung oder eine Verbindung, die durchgehend ist, erfordern, kann das Verfahren die Bildung einer lang gestreckten Schweißverbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil entlang der Berührungsfläche beinhalten. Siehe Block 37. Gemäß einer Ausführungsform wird durch die lang gestreckte Schweißverbindung der Stift oder die Stifte mindestens teilweise überschweißt. Eine rotierende Rührreibschweißspitze kann zum Beispiel in das erste und das zweite Bauteil an der Berührungsfläche eingeführt werden. Siehe Block 38. Die rotierende Rührreibschweißspitze wird dann durch das erste und das zweite Bauteil entlang eines durch die Berührungsfläche definierten Weges bewegt. Siehe Block 39. Das Verfahren kann dann das Befestigen der Baugruppe an anderen Baugruppen beinhalten, um den Rahmen eines Luft- und Raumfahrzeugs zu bilden. Siehe Block 40.
  • Es wird jetzt auf 14 Bezug genommen, in der die Vorgänge veranschaulicht sind, die durchgeführt werden, um Bauteile zu verbinden, um eine Baugruppe gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung herzustellen. Das Verfahren umfasst das Anordnen eines ersten Bauteils mindestens teilweise benachbart zu einem zweiten Bauteil, um zwischen diesen eine Berührungsfläche zu definieren. Siehe Block 41. In einer Ausführungsform beinhaltet das Verfahren das Bohren einer Öffnung in mindestens eines des ersten und zweiten Bauteils, wobei die Öffnung zur Aufnahme eines Stiftes gestaltet ist. Siehe Block 42. In einer anderen Ausführungsform beinhaltet das Verfahren das maschinelle Bearbeiten des Stiftes zu vorgegebenen Abmessungen. Siehe Block 43. Ein Stift wird dann neben der äußeren Oberfläche des ersten Bauteils angeordnet. Siehe Block 44. Der Stift wird gedreht. Siehe Block 45. Dann wird gleichzeitig mit dem Schritt des Rotierens der Stift in das erste und das zweite Bauteil an der Berührungsfläche eingeführt, um dadurch das erste Bauteil mit dem zweiten Bauteil zu verbinden. Siehe Block 46. Der Schritt des Einführens kann an Stellen entlang der Berührungsfläche wiederholt werden, um die Bauteile unter Verwendung mehrerer Reibpunktschweißungen zu verbinden. Siehe Block 47. Mehrere Reibpunktschweißungen können zum Beispiel verwendet werden, um die Bauteile durch Heftschweißung zusammenzufügen, so dass die Bauteile relativ zueinander fest angeordnet sind, während eine dauerhaftere Schweißverbindung gebildet wird. Gemäß einer Ausführungsform wird mindestens ein rotierender Stift an einer Stelle eingeführt, die einen vorhandenen Stift mindestens teilweise überdeckt. Siehe Block 48. Mindestens ein Ende des Stiftes wird vorzugsweise derart maschinell bearbeitet, dass das Ende des Stiftes bündig mit der äußeren Oberfläche des entsprechenden Bauteils abschließt. Siehe Block 49. Bei Baugruppen, die eine dauerhaftere Schweißverbindung oder eine Verbindung erfordern, die durchgehend ist, kann das Verfahren die Bildung einer lang gestreckten Schweißverbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil entlang der Berührungsfläche beinhalten. Siehe Block 50. Gemäß einer Ausführungsform wird durch die lang gestreckte Schweißverbindung der Stift oder die Stifte mindestens teilweise überschweißt. Eine rotierende Rührreibschweißspitze kann zum Beispiel in das erste und das zweite Bauteil an der Berührungsfläche eingeführt werden. Siehe Block 51. Die rotierende Rührreibschweißspitze wird dann durch das erste und das zweite Bauteil entlang eines durch die Berührungsfläche definierten Weges bewegt. Siehe Block 52. Das Verfahren kann dann das Befestigen der Baugruppe an anderen Baugruppen beinhalten, um den Rahmen eines Luft- und Raumfahrzeugs zu bilden. Siehe Block 53.
  • Dem Fachmann werden viele Abwandlungen und andere Ausführungsformen der Erfindungen in den Sinn kommen, die diese Erfindung betreffen, die den Vorteil der Lehren aufweisen, die in den vorstehenden Beschreibungen und den zugehörigen Zeichnungen dargelegt wurden. Daher versteht es sich, dass die Erfindung sich nicht auf die offenbarten spezifischen Ausführungsformen beschränken soll und dass Abwandlungen und andere Ausführungsformen ebenfalls in den Schutzbereich der beigefügten Ansprüche fallen sollen. Obwohl hierin Fachbegriffe verwendet werden, werden sie in einem allgemeinen und beschreibenden Sinn verwendet und nicht für einschränkende Zwecke.

Claims (8)

  1. Ein Verfahren zur Fertigung einer Strukturanordnung (21), beinhaltend: Positionieren eines ersten Strukturelements (4), zumindest teilweise benachbart zu einem zweiten Strukturelement (5), um zwischen diesen eine Zwischenfläche (15) zu definieren; Einführen eines rotierenden Stiftes (1) in das erste und zweite Strukturelement (4, 5) an der Zwischenfläche (15), um dabei eine Reibstiftschweißverbindung (24) zu bilden, die das erste Strukturelement (4) mit dem zweiten Strukturelement (5) verbindet; und danach Ausbilden einer lang gestreckten Schweißverbindung (25) zwischen dem ersten und zweiten Strukturelement (4, 5) entlang der Zwischenfläche (15), wobei die lang gestreckte Schweißverbindung (25) den Stift (1) zumindest teilweise verbraucht.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin umfassend das Bohren einer Öffnung (6) in mindestens einem der ersten und zweiten Strukturelemente (4, 5), wobei die Öffnung (6) zur Aufnahme des Stiftes (1) gestaltet ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin umfassend das maschinelle Bearbeiten des Stiftes (1) zu vorgegebenen Abmessungen, vor dem Einführungsschritt.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin umfassend das maschinelle Bearbeiten von mindestens einem Ende des Stiftes (1) im Anschluss an den Einführungsschritt, so dass das Ende des Stiftes (1) bündig mit der äußeren Oberfläche des entsprechenden Strukturelements (4, 5) abschließt.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Formungsschritt beinhaltet: Einführen eines rotierenden Kopfes (19a) zum drehenden Reibschweißen in das erste und zweite Strukturelement (4, 5) an der Berührungsfläche (15), und Bewegen des rotierenden Kopfes (19a) zum drehenden Reibschweißen durch die ersten und zweiten Strukturelemente (4, 5) hindurch entlang eines durch die Zwischenfläche (15) definierten Weges.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin umfassend das wiederholen des Einführungsschrittes an Positionen entlang der Berührungsfläche (15).
  7. Verfahren nach Anspruch 6, der Wiederholungsschritt umfassend das Einführen des rotierenden Stiftes (1) in einer Position, die mindestens teilweise einen existierenden Stift (1) überlappt.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin umfassend das Sichern der Strukturanordnung (21) an andere Strukturanordnungen, um den Rahmen eines Luftfahrzeugs zu bilden.
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