DE60310471T2 - Verwendung einer Vorrichtung zur Produktion von hochreinem Wasser - Google Patents

Verwendung einer Vorrichtung zur Produktion von hochreinem Wasser Download PDF

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Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • 1. Gegenstand der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung eines Moduls zum Herstellen von hochreinem Wasser, das in der Halbleiterherstellungsindustrie oder ähnlichen verwendet wird.
  • 2. Beschreibung des Standes der Technik
  • Im Allgemeinen wird hochreines Wasser (in der Beschreibung bezieht sich der Begriff "hochreines Wasser" auf sehr reines Wasser, wie zum Beispiel "reines Wasser" und "ultra-reines Wasser" für die keine allgemeine Definition existiert) durch Behandeln von Rohwasser, wie zum Beispiel Flusswasser, Grundwasser und Brauchwasser, durch einen Vorbehandlungsprozess zum Entfernen der meisten suspendierten und organischen Substanzen aus dem Rohwasser und nachfolgendes Behandeln des vorbehandelten Wassers durch eine primäre reines Wasser erzeugende Vorrichtung und eine sekundäre reines Wasser erzeugende Vorrichtung (in der Beschreibung wird darauf als ein "Untersystem" Bezug genommen) hergestellt. Das hergestellte hochreine Wasser wird dann an einen Gebrauchspunkt geliefert, wie zum Beispiel zum Waschen von Wafern in der Halbleiterherstellungsindunstrie. Das hochreine Wasser ist zu einem solchen Grade hochrein, dass sogar eine quantitative Analyse der Verunreinigungen schwierig ist, jedoch enthält es immer noch einige Verunreinigungen. Die Einflüsse dieser winzigen Mengen an Verunreinigungszusammensetzungen, die im hochreinen Wasser enthalten sind, auf Produkte, wie zum Beispiel Halbleitervorrichtungen, kann in Vorrichtungen von hohem Integrationsgrad (hoch integrierte Vorrichtungen) nicht ignoriert werden und daher gibt es einen großen Bedarf für den Erhalt von hochreinem Wasser mit einer noch höheren Reinheit als die von herkömmlichen hochreinen Wasser.
  • Zum Beispiel wird das hochreine Wasser, das im Untersystem hergestellt wird, durch Röhren zum Verbrauchspunkt geliefert, jedoch sind die Röhren zwischen dem Untersystem und dem Verbrauchspunkt in einigen Fällen mehrere hundert Meter lang. Daher mischen sich Verunreinigungen, wie zum Beispiel Teilchen (oder Partikel) und Metallionenzusammensetzungen aus den Röhren in sehr geringen Mengen in das hochreine Wasser und beeinflussen die Eigenschaften der Vorrichtungen manchmal zum Nachteil. Zum Beispiel kann die Metallverunreinigung die elektrischen Eigenschaften der Vorrichtungen nachteilig beeinflussen und die Partikel können Matrixdefekte, Unterbrechungen und Defekte in der dielektrischen Stärke verursachen. Zusätzlich können die Zusammensetzungen, die nicht aus dem hochreinen Wasser herstellenden Apparat entfernt wurden, die Eigenschaften der Vorrichtungen ebenfalls nachteilig beeinflussen, und wenn es aus irgendeinem Grund momentan oder für einen kurzen Zeitraum ein Leck im hochreinen Wasser herstellenden Apparat gibt, können die Eigenschaften der Vorrichtung negativ beeinflusst werden.
  • Zum Vermeiden solcher Kontaminationen sind Verfahren zur weiteren Behandlung des hochreinen Wassers kurz vor dem Gebrauchspunkt vorgeschlagen worden. Zum Beispiel offenbart die offengelegte japanische Patenveröffentlichung Nr. Hei 4-78483 ein Verfahren zum Bereitstellen einer Säule kurz vor dem Gebrauchspunkt, die mit einer Ionenaustauschfaser gefüllt ist. Die offengelegte japanische Patentveröffentlichung Nr. Sho 58-81483 offenbart ein Verfahren zum Bereitstellen eines Ultrafiltrationsmembranmoduls unmittelbar vor dem Gebrauchspunkt. Jedes dieser Verfahren hat jedoch einen Nachteil, da das primäre Ziel der Säule, die mit der Ionenaustauschfaser gefüllt ist, die ionischen Verunreinigungen sind, wohingegen die Funktionen zum Entfernen der Teilchen nicht ausreichend sind, und obwohl das Ultrafiltrationsmembranmodul die Teilchen entfernen kann, kann es die unlöslichen Verunreinigungen, wie zum Beispiel Ionen, nicht entfernen.
  • Zusätzlich ist ein Ionenadsorptionsmodul, das mit einer Ionenadsorptionsmembran gefüllt ist, als Modul bekannt, das Funktionen sowohl zum Entfernen von Teilchen- als auch Ionenverunreinigungen aufweist. Bekannte Konfigurationen der Ionenadsorptionsmembran, die in einem solchen Modul verwendet werden, schließen einen Plattentyp und einen Spiraltyp, der ausgehend von einer planaren Membran gebildet wird, einen Röhrentyp und eine Hohlfasermembran ein (offengelegte japanische Patentveröffentlichung Nr. Hei 8-89954). Geeignete Membrankonfigurationen werden basierend auf dem Ziel für die Verwendung, etc. bestimmt und kommerzialisiert. Da jedoch diese Ionenadsorptionsmembranen durch Einbringen einer Ionenaustauschgruppe oder ähnlichem in eine auf Olefin basierende poröse Membran oder ähnliche durch radikale Polymerisation oder strahlungsinduzierte Polymerisation gebildet werden, gibt es Probleme, da die Einbringungsdichte der Ionenaustauschgruppe oder ähnlichem, die eingebracht werden soll, gering ist und dass der einzuführende Abschnitt auf einen Bereich nahe der Membranoberfläche begrenzt ist. In anderen Worten, da die Einbringungsdichte der Ionenaustauschgruppe oder ähnlichem gering ist, ist die Ionenadsorptionskapazität des Moduls als Ganzes gering, und da die Ionenaustauschgruppe oder ähnliches nicht einheitlich verteilt ist, tendieren die adsorbierten Ionen dazu sich innerhalb des Moduls in der Richtung des Flusses zu verteilen, was zu einer längeren Ionenaustauschbande, die ein gemischter Bereich des ionenadsorbierenden Abschnitts und nicht-adsorbierenden Abschnitts innerhalb des Moduls ist, und einer größeren Tendenz für das Auftreten einer kleinen Menge von Leckagen führt. Daher lässt, wenn das Modul als ein Modul für die Endbehandlung von hochreinem Wasser verwendet wird, wobei die Verunreinigungen in der Größenordnung von Nanogramm pro Liter (ng/L) oder Pikogramm pro Liter (pg/L) schädlich sein können, die Reinheit des behandelten Wassers viel zu wünschen übrig und daher ergibt sich der Nachteil, dass das Modul fortwährend ersetzt werden muss.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass hochreines Wasser stabil an den Verbrauchspunkt geliefert werden kann. Zu diesem Zweck stellt die Erfindung den Gegenstand des Anspruches 1 bereit. Weitere Ausführungsformen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen beschrieben. Die Verwendung des Moduls gemäß der Erfindung ermöglicht das wirksame Entfernen einer kleinen Menge von Verunreinigungen, wie zum Beispiel Teilchen (Partikel) und Ionenzusammensetzungen, die in das hochreine Wasser, das an den Verbrauchspunkt transportiert wird, gemischt sind.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
  • 1 ist ein Flussdiagramm, das einen hochreines Wasser herstellenden Apparat gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt.
  • 2 ist Diagramm, das die Struktur eines Moduls in der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt.
  • 3 ist ein Flussdiagramm, das einen Apparat für das Wasserdurchleitungsexperiment, das in den Beispielen und vergleichenden Beispielen verwendet wird, darstellt.
  • 4 ist eine Fotografie von einem Rasterelektronenmikroskop, das die Feinstruktur eines organischen porösen Körpers gemäß der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
  • Ein hochreines Wasser herstellender Apparat gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun im Bezug auf 1 beschrieben. Wie in 1 gezeigt, umfasst ein hochreines Wasser herstellender Apparat 1 eine Vorbehandlungsvorrichtung 10, eine primäre reines Wasser herstellende Vorrichtung 20, und eine sekundäre reines Wasser herstellende Vorrichtung 30 (Untersystem), und ein Ionenadsorptionsmodul 2, das auf halben Wege an einer Transportröhre 3 für hochreines Wasser, die die sekundäre reines Wasser herstellende Vorrichtung 30 und einen Verbrauchspunkt miteinander verbindet, bereitgestellt wird. Das Ionenadsorptionsmodul 2 wird für das Behandeln von hochreinem Wasser und um sehr geringe Mengen sowohl von Teilchen als auch von Ionenzusammensetzungen, die im hochreinen Wasser enthalten sind, für einen langen Zeitraum stabil zu entfernen, bereitgestellt.
  • Die Vorbehandlungsvorrichtung 10 umfasst zum Beispiel eine Koagulations- und Filtrationseinheit 12 und eine aktivierte Kohlenstoffsäule 13. Die primäre Reinwasser herstellende Vorrichtung 20 umfasst zum Beispiel ein Umkehrosmosemembranmodul 21, das mit einer Umkehrosmosemembran und einer Ionenaustauscheinheit 22 bestückt ist, wie zum Beispiel ein Zweibett-Dreisäulen-Deionisierungssystem oder ein Gemischtes-Bett-Wasser-Deionisierungssystem. Die sekundäre Reinwasser herstellende Vorrichtung 30 umfasst zum Beispiel eine Ultraviolet-Oxidationsvorrichtung 31, eine nichtregenerierbaren Kassettenreiniger 32, der mit einem Ionenaustauschharz gefüllt ist und eine Ultrafiltrations-Membranvorrichtung 33. Ein primärer Reinwasservorratstank 24 wird für das Bevorraten des primären reinen Wassers und eines Teils des hochreinen Wassers, das, nachdem ein anderer Teil des an den Verbrauchspunkt 4 gelieferten hochreinen Wassers verbraucht worden ist, zurückgeführt wird, bereitgestellt.
  • In der vorliegenden Ausführungsform ist der hochreines Wasser herstellende Apparat zum Herstellen von hochreinem Wasser 34, das durch das Ionenadsorptionsmodul 2 behandelt werden soll, nicht auf die oben exemplarisch dargestellte Konfiguration begrenzt und kann jede Vorrichtung sein, die wenigstens einen Deionisierungsprozess, wie zum Beispiel eine Ionenaustauscheinheit, eine Umkehrosmose-Membranvorrichtung oder eine Destillationsvorrichtung einschließt. Daher kann das hochreine Wasser in der vorliegenden Ausführungsform Wasser sein, das durch die Vorbehandlungsvorrichtung, die primäre reines Wasser herstellende Vorrichtung und die sekundäre reines Wasser herstellende Vorrichtung, wie weiter oben beschrieben, behandelt wird, oder Wasser mit einem spezifischen elektrischen Widerstand von 10 MΩ-cm oder größer. Wenn die Reinheit des zu behandelnden Wassers zu gering ist, wird der in das Ionenadsorptionsmodul 2 gefüllte poröse Ionenaustauscher in kürzester Zeit gesättigt, was zu einer Erhöhung der Austauschfrequenz des Ionenadsorptionsmoduls 2 führt, was wiederum nicht wünschenswert ist.
  • Das Ionenadsorptionsmodul 2, das in der vorliegenden Ausführungsform verwendet wird, wird auf der Hälfte des Weges der Transportröhre 3 für hochreines Wasser, das die sekundäre hochreines Wasser herstellende Vorrichtung 30 und den Verbrauchspunkt 4 miteinander verbindet, bereitgestellt. Die Position für die das Ionenadsorptionsmodul 2 bereitgestellt wird, ist nicht begrenzt, es ist jedoch wünschenswert, dass das Ionenadsorptionsmodul 2 in Nachbarschaft zum Verbrauchspunkt 4 bereitgestellt wird. In anderen Worten, durch Bereitstellen des Ionenadsorptionsmoduls 2 nahe dem Verbrauchspunkt kann das Ionenadsorptionsmodul 2 der vorliegenden Erfindung wie gewünscht funktionieren, auch wenn die Transportröhre 3 für hochreines Wasser mehrere zehn Meter lang oder länger ist und Verunreinigungen in das hochreine Wasser, das transportiert wird, eingemischt werden. Zusätzlich ist es abhängig vom Ziel des Wassergebrauchs am Verbrauchspunkt möglich, eine Gas auflösende Membranvorrichtung stromaufwärts oder stromabwärts vom Ionenadsorptionsmodul 2 bereit zu stellen, um Gas, wie zum Beispiel Ozon und Wasserstoff zu lösen, und/oder um eine Ultrafiltrationsmembranvorrichtung weiter abwärts im Strom bereitzustellen.
  • Das Ionenadsorptionsmodul 2 umfasst eine behälterförmige Trägerstruktur mit einem Einlass, der mit einer eingehenden Röhre für das zu behandelnde Wasser verbunden ist, und einem Auslass, der mit einer ausgehenden Röhre für behandeltes Wasser und einem in der Trägerstruktur geladenen organischen porösen Ionenaustauscher verbunden ist. Die Basisstruktur des Ionenaustauschers, der das Ionenadsorptionsmodul ausfüllt, ist eine durchgehende Blasenstruktur mit Mesoporen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 1 μm–1000 μm, noch bevorzugter 10 μm–100 μm innerhalb der Wände der verbundenen Makroporen oder alternativ dazu eine durchgehende Blasenstruktur, die diskontinuierliche Mikroporen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 5 nm–800 nm, noch bevorzugter 2 nm–500 nm auf der Innenwand der Blasenstruktur, die aus den Makroporen und Mesoporen gebildet wird, enthält. Noch genauer gesagt, weist die durchgehende Blasenstruktur überlappende Makroporen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 2 μm–5000 μm und Mesoporen, die die überlappenden Abschnitte aufweisen, die als gemeinsame Öffnungen agieren, auf. Der größte Teil der durchgehenden Blasenstruktur ist eine offenporige Struktur. In einer offenporigen Struktur bildet der Abschnitt innerhalb der Blasenstruktur, der aus den Makroporen und Mesoporen gebildet ist, wenn Wasser fließt, den Flussweg. Wenn der durchschnittliche Durchmesser der Mesoporen geringer ist als ein Mikrometer, wird der Druckverlust während des Wasserflusses sehr groß. Wenn andererseits der durchschnittliche Durchmesser der Mesoporen größer ist als 1000 μm, tendiert der Flussweg des Wassers dazu, sich nicht gleichmäßig auszubilden. Daher sind diese Konfigurationen nicht wünschenswert. Mit dem porösen Ionenaustauscher mit der durchgehenden Blasenstruktur, wie weiter oben beschrieben, ist es möglich die Porenkapazität und die spezifische Oberfläche signifikant zu erhöhen. Zusätzlich kann durch Einbringen der Mikroporen mit dem spezifischen Porendurchmesser, wie weiter oben beschrieben, in die Innenwand der Blasenstruktur die spezifische Oberfläche weiter erhöht werden. Die Mikroporen werden aus feinen Konvexen und Konkaven gebildet und der durchschnittliche Durchmesser der Mikroporen kann durch die bekannte Quecksilber-Porositätsmessung bestimmt werden.
  • Der poröse Ionenaustauscher ist ein poröser Körper mit einem totalen Porenvolumen von 1 ml/g–50 ml/g. Der Ionenaustauscher mit einem Gesamtporenvolumen von weniger als 1 ml/g ist nicht wünschenswert, da mit einem solchen Porenvolumen die Menge des Wasserflusses pro Querschnittsflächeneinheit begrenzt ist und ein Großteil des Wasserflusses nicht erzielt werde kann. Andererseits ist ein Ionenaustauscher mit einem Gesamtporenvolumen, das über 50 ml/g hinausgeht, nicht wünschenswert, da mit einem solchen Porenvolumen der Prozentsatz des Polymergerüstabschnittes verringert wird und die Stärke des porösen Körpers signifikant verringert wird. Als Material für den Gerüstabschnitt, der die durchgehende Blasenstruktur bildet, wird ein organisches Polymermaterial mit einem chemischen Begrenzungspunkt (confinement point), wie zum Beispiel eine quervernetzte Struktur, oder ein organisches Polymermaterial mit einem physikalischen Begrenzungspunkt, wie zum Beispiel einem Kristallabschnitt, verwendet. Wenn das Polymermaterial ein Polymer mit einer quervernetzten Struktur ist, ist es wünschenswert, dass das Polymermaterial 5 Mol% bis 90 Mol% der quervernetzten Struktureinheiten in Bezug auf die gesamten Struktureinheiten, die das Polymermaterial ausmachen, aufweisen. Ein Polymer mit der Menge an quervernetzten Struktureinheiten von weniger als 5 Mol% ist nicht wünschenswert, da die mechanische Stärke nicht ausreichend ist, und ein Polymer mit der Menge an quervernetzten Struktureinheiten von mehr als 90 Mol% ist nicht wünschenswert, da es mit einem solchen Polymer schwierig ist, eine Ionenaustauschgruppe einzuführen und in Folge dessen die Ionenaustauschkapazität verringert wird. Die Art des Polymermaterials ist nicht begrenzt und Beispiele des Polymermaterials schließen zum Beispiel ein auf Styren basierendes Polymer, wie zum Beispiel Polystyren, Poly(α-methylstyren) und Polyvenylbenzylchlorid und eine verbrückte Struktur des auf Styren basierenden Polymers; ein Polyolefin, wie zum Beispiel Polyethylen und Polypropylen und eine verbrückte Struktur des Polyolefins; eine Poly(halogeniertes Olefin), wie zum Beispiel Polychlorvinyl und Polytetrafluorethylen und eine verbrückte Struktur des Poly(halogenierten Olefins); ein auf Nitril basierendes Polymer, wie zum Beispiel Polyacrylnitril und eine verbrückte Struktur des auf Nitril basierenden Polymers; ein auf (Metha)acryl basierendes Polymer, wie zum Beispiel Methylpolymethacrylat und Ethylpolyacrylat und eine verbrückte Struktur des auf (Metha)acryl basierenden Polymers; ein Styren-Divinylbenzen-Copolymer; und ein Vinylbenzylchlorid-Divinylbenzen-Copolymer ein. Das wie oben beschriebene Polymer kann ein Homopolymer sein, das durch Polymerisieren eines einzelnen Monomers erhalten wird, ein Copolymer, das durch Polymerisieren einer Vielzahl von Monomeren erhalten wird, oder einer Struktur, in der zwei oder mehrere Arten von Polymeren miteinander vermischt werden. Unter den organischen Polymermaterialien sind das Styren-Divinylbenzencopolymer und das Vinylbenzylchlorid-Divinylbenzencopolymer besonders wünschenswert, da Ionenaustauschgruppen sehr einfach in diese Copolymere eingeführt werden können und die mechanische Stärke dieser Copolymere hoch ist. Die durchgehende Blasenstruktur des porösen Ionenaustauschers der bevorzugten Ausführungsform kann mittels eines Rasterelektronenmikroskops (SEM) einfach beobachtet werden.
  • Der poröse Ionenaustauscher, der in der vorliegenden Ausführungsform verwendet wird, ist ein poröser Ionenaustauscher, in dem eine Ionenaustauschgruppe gleichmäßig verteilt ist und die Ionenaustauschkapazität 0,5 (mg Äquivalentgewicht)/(Gramm des getrockneten porösen Körpers) oder größer, noch bevorzugter größer als 2,0 (mg Äquivalentgewicht)/(g des getrockneten porösen Körpers) ist. Ein poröser Körper mit der Ionenaustauschkapazität von weniger als 0,5 (mg Äquivalentgewicht)/(g des getrockneten porösen Körpers) ist nicht wünschenswert, da mit einem solchen porösen Körper die Ionenadsorptionskapazität gering ist und die Modulaustauschfrequenz erhöht wird. Bei einem porösen Körper, in dem eine Ionenaustauschgruppe ungleichmäßig verteilt ist, tendieren die adsorbierten Ionen dazu, sich innerhalb des Moduls in Richtung des Flusses zu verteilen, was eine Verlängerung der Ionenaustauschbande, die ein Mischbereich aus einem ionenadsorbierenden Abschnitt und einem nicht adsorbierenden Abschnittes innerhalb des Moduls ist, verursacht und zu einer höheren Tendenz für kleinere Mengen an Leckagen von adsorbierten Ionen. Ein solcher poröser Körper ist nicht wünschenswert, da die Ersatzfrequenz des Moduls weiter erhöht wird. Hier bezieht sich die Beschreibung von "Ionenaustauschgruppe ist gleichmäßig verteilt" auf eine Struktur, in der die Verteilung der Ionenaustauschgruppe wenigstens in der Größenordnung von Mikrometern (μm) gleichmäßig ist. Die Verteilung der Ionenaustauschgruppe kann relativ einfach mittels eines Elektronensondenmikroanalysators (EPMA) durch sekundäre Ionenmassenspektroskopie (SIMS), etc. überprüft werden.
  • Beispiele der in den porösen Körper eingeführten Ionenaustauschergruppe schließen eine Kationenaustauschergruppe, wie zum Beispiel eine Carboxylsäuregruppe, Iminodiessigsäuregruppe, Sulfonsäuregruppe, Phosphorsäuregruppe, Aminophosphorsäuregruppe, Iminophosphorsäuregruppe und eine aromatische Hydroxylgruppe; eine Anionenaustauschgruppe, wie zum Beispiel eine quaternäre Ammoniumgruppe, tertiäre Aminogruppe, sekundäre Aminogruppe, primäre Aminogruppe, Polyethylenimin, tertiäre Sulfoniumgruppe und Phosphoniumgruppe; eine amphotere Ionenaustauschgruppe, wie zum Beispiel Betain und Sulfobetain; eine chelatbildende Gruppe, wie zum Beispiel Iminodiessigsäuregruppe, Phosphorsäuregruppe, Phosphorestergruppe, Aminophosphorsäuregruppe, Iminophosphorsäuregruppe, eine aromatische Hydroxylgruppe, aliphatisches Polyiol und Polyethylenimin ein. Diese Ionenaustauschgruppen können als eine einzelne Entität oder in einer Kombination abhängig vom Ziel der Verwendung eingebracht werden, um einen porösen Ionenaustauscher zu erhalten.
  • Als Beispiel für organische poröse Körper mit einer durchgehenden Pore wird ein poröser Körper mit einer Partikel aggregierten Struktur in F. Svec, Science, 273, 205–211 (1996) offenbart. Die offen gelegten japanischen Patentpublikationen Nr. Hei 10-216717, Hei 10-192717, Hei 10-192716 und Hei 8-252579 offenbaren Partikel-aggregierte poröse Körperstrukturen, in denen eine Mischung eines Kationenaustauscherharzes und eines Anionenaustauscherharzes mittels eines Bindungspolymers miteinander verbunden sind. Diese Partikel aggregierten porösen Körper werden zum Beispiel durch Binden mittels eines Bindungspolymers, organischer Teilchen oder granulärer Ionenaustauschharze, in die eine Ionenaustauschgruppe vorher eingeführt wird, oder durch Füllen einer vorbestimmten Gussform mit Teilchen, thermisches Fusionieren und Binden der Teilchen gebildet. In einigen Fällen wird eine Ionenaustauschgruppe auch in den Bindungspolymerabschnitt eingeführt. In den Partikel aggregierten porösen Körpern, die weiter oben beschrieben werden, ist jedoch, da die Porenkapazität klein ist und große Mesoporen aufgrund der Partikel aggregierten Struktur nicht gebildet werden können, ist die Aufbereitung großer Mengen eines Flusses bei niedrigem Druck beschränkt. Zusätzlich ist der Partikel aggregierte poröse Körper, die Ionenaustauschgruppe oder ähnliches nicht gleichmäßig innerhalb des porösen Körpers verteilt. Das heißt, in diesen porösen Körperstrukturen gibt es keine Ionenaustauschgruppe im bindenden Polymerabschnitt oder selbst wenn es eine Ionenaustauschgruppe im bindenden Polymerabschnitt gibt, da die Strukturen der Polymerbasis und Ionenaustauschgruppe sich im bindenden Polymerabschnitt von denen im Ionenaustauscherharzabschnitt unterscheiden und da die Dichte der Ionenaustauschgruppe im Bindungspolymerabschnitt geringer ist als im Ionenaustauschharzabschnitt, bilden diese porösen Körperstrukturen als Ganzes keinen gleichmäßigen Ionenaustauscher. Wenn das der Fall ist, tendiert das adsorbierte Ion dazu sich innerhalb des Moduls in Richtung des Flusses zu verteilen, was eine Ausdehnung der Ionenaustauschbande, die ein Mischbereich des Ionenadsorptionsabschnitts und nicht adsorbierenden Abschnitts innerhalb des Moduls ist, und eine größere Tendenz zu kleineren Mengen an Leckagen von adsorbierten Ionen, was zu dem Problem führt, dass sich die Frequenz für das Ersetzen des Moduls erhöht, verursacht.
  • Der in der vorliegenden Ausführungsform verwendete poröse Ionenaustauscher hat eine schwammartige Struktur mit einer offenen Zellstruktur, die mit der Außenseite in Verbindung steht. Die hierin beschriebene "schwammartige Struktur" bezieht sich auf einen mit Blasen dispergierten porösen Körper, in dem die Blasen innerhalb eines Feststoffes dispergiert sind, wie es von Yasushi Takeuchi, Characteristics and Application Techniques of Porous Bodies, Fujitech Corporation, 2000, S. 2–5, beschrieben wird. Der poröse Körper mit der schwammartigen Struktur unterscheidet sich ganz und gar von den Partikel-aggregierten porösen Körpern, die in den offen gelegten japanischen Patenveröffentlichungen Nr. Hei 10-216717, Hei 10-192717, Hei 10-192716 und Hei 8-252579 offenbart sind. Die Verwendung eines porösen Körpers mit einer schwammartigen Struktur ist vorteilhaft, da eine solche Struktur die Bildung einer einheitlichen Zellstruktur und eine entscheidende Zunahme im Gesamtporenvolumen und der spezifischen Oberfläche im Vergleich zu Partikel aggregierten porösen Körpern ermöglicht. Da zusätzlich eine Ionenaustauschgruppe oder ähnliches innerhalb des porösen Ionenaustauschers der vorliegenden Erfindung, wie weiter oben beschrieben, gleichmäßig verteilt ist, ist die Verteilung der adsorbierten Ionen innerhalb des Moduls in Richtung des Flusses verringert, die Ionenaustauschbande ist verkürzt und die Tendenz zu kleineren Mengen an Leckagen von adsorbierten Ionen ist geringer. Aufgrund dieser Merkmale ist es möglich, das Modul für einen längeren Zeitraum stabil zu verwenden.
  • Das Verfahren zur Herstellung des porösen Ionenaustauschers ist nicht begrenzt und die Beispiele des Verfahrens schließen ein Ein-Schritt-Verfahren zum Umwandeln einer Zusammensetzung, die eine Ionenaustauschgruppe einschließt, in einen porösen Körper und ein Verfahren zum Bilden eines porösen Körpers aus einer Zusammensetzung, die keine Ionenaustauschgruppe enthält, und dann das Einbringen einer Ionenaustauschgruppe ein. Es wird jetzt ein Beispielverfahren zum Herstellen eines porösen Ionenaustauschers beschrieben. Der poröse Ionenaustauscher wird durch Mischen eines öllöslichen Monomers, das keine Ionenaustauschgruppe enthält, eines Präzipitationsagens, falls notwendig, eines oberflächenaktiven Stoffes, Wasser und eines Polymerisationsstarters, falls erforderlich, um eine Wasser-in-Öl-artige Emulsion zu erhalten, Polymerisieren der Emulsion, um einen porösen Körper zu erhalten, und Einbringen einer Ionenaustauschgruppe, hergestellt. Das Präzipitationsagens ist eine Verbindung, die im Bezug auf das Polymer, dass durch Polymerisieren des öllöslichen Monomers erhalten wird, und dass das öllösliche Monomer auflöst, ein schlechtes Lösungsmittel ist. Das Präzipitationsagens wird verwendet, wenn gewünscht wird vornehmlich Konvexe und Konkave auf der Innenwand einer Blasenstruktur, die aus Makroporen und Mesoporen gebildet wird, zu bilden.
  • Das öllösliche Monomer, das keine Ionenaustauschgruppe enthält, bezieht sich auf ein lipophiles Monomer, das keine Ionenaustauschgruppe, wie zum Beispiel Carboxylsäuregruppe und Sulfonsäuregruppe enthält und eine niedrige Löslichkeit in Wasser aufweist. Spezifische Beispiele des Monomers schließen Styren, α-Methylstyren, Vinyltoluen, Vinylbenzylchlorid, Divinylbenzen, Ethylen, Propylen, Isobuten, Butadien, Isopren, Chloropren, Vinylchlorid, Vinylbromid, Vinylidenchlorid, Tetrafluorethylen, Acrylonitril, Methacrylonitril, Vinylacetat, Methylacrylat, Ethylacrylat, Butylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Trimethylolpropantriacrylat, Butandioldiacrylat, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Propylmethacrylat, Butylmethacrylat, 2-Ethylhexylmethacrylat, Cyclohexylmethacrylat, Benzylmethacrylat, Glycidylmethacrylat und Ethylenglykoldimethacrylat ein. Diese Monomere können als einzelne Entitäten verwendet werden oder können in einer Mischung aus zwei oder mehreren Typen von Monomeren verwendet werden. In der vorliegenden Ausführungsform ist es wünschenswert, ein quervernetztes Monomer, wie zum Beispiel Divinylbenzen und Ethylenglykoldimehtacrylat, wenigstens als ein Bestandteil des Monomers auszuwählen und den Gehalt eines solchen Monomers auf 1 Mol%–90 Mol%, noch bevorzugter 3 Mol% bis 80 Mol% der gesamten öllöslichen Monomere einzustellen, da ein solches Monomer eine mechanische Stärke bereitstellt, die für das Einbringen einer großen Menge einer Ionenaustauschgruppe im späteren Verfahren erforderlich ist.
  • Als Präzipitationsagens, das ein schlechtes Lösungsmittel im Bezug auf ein Polymer ist, das durch Polymerisation des öllöslichen Monomers erhalten wird, und das das öllösliche Monomer auflöst, können verschiedene Materialien abhängig von der Art des öllöslichen Monomers ausgewählt werden. Wenn zum Beispiel eine Mischung aus Styren und Divinylbenzen als öllösliches Monomer verwendet wird, kann ein aliphatischer Kohlenwasserstoff, wie zum Beispiel Hexan, Heptan, Oktan, Isooktan, und Dekan; und ein Alkohol, wie zum Beispiel 1-Butanol, 2-Butanol, 2-Methyl-2-butanol und Methylisobutylcarbinol als Präzipitationsagens verwendet werden. Die Menge des zuzugebenden Präzipitationsagens variiert abhängig von der Menge an Divinylbenzen innerhalb der öllöslichen Monomere, kann jedoch innerhalb eines Bereiches von 10 % bis 70 %, noch bevorzugter 20 % bis 60 % des Gesamtvolumens der öllöslichen Monomere und des Präzipitationsagens verwendet werden. Mit der Zugabe des Präzipitationsagens, wie weiter oben beschrieben, wird es zum Beispiel für ein Starterpolymer, wie das Styren und Divinylbenzen, schwierig, sich in der Öl-Komponente, wie zum Beispiel den öllöslichen Monomeren, aufzulösen, was zur Präzipitation des Polymers in Form von Mikropartikeln führt, die dann einen Sammelkörper bilden, um feine Konvexe und Konkave auf der Oberfläche zu bilden. Hier kann der Durchmesser der Mikroporen durch geeignetes Auswählen der Menge des zuzugebenden Präzipitationsagens und durch geeignetes Auswählen des Mischungsverhältnisses des quervernetzten Monomers und des Präzipitationsagens kontrolliert werden. Zusätzlich zum Verfahren für das Zugeben eines Präzipitationsagens, wie weiter oben beschrieben, können die Mikroporen zum Beispiel durch ein Verfahren zum Zugeben eines geradkettigen Polymers, das ein Polymer des öllöslichen Monomers ist, einem Verfahren zum Zugeben, zusammen mit dem Präzipitationsagens, eines Quellagenzes, das im Bezug auf das Polymer, das durch Polymerisation des öllöslichen Monomers gebildet wird, ein gutes Lösungsmittel ist, und ein Verfahren zum Verwenden des geradkettigen Polymers, und des Quellagenzes, oder des geradkettigen Polymers und des Präzipitationsagens gebildet werden.
  • Die Art des oberflächenaktiven Mittels ist nicht begrenzt, solange eine Wasser-in-Öl-artige (W/O) Emulsion gebildet werden kann, wenn das öllösliche Monomer, das keine Ionenaustauschgruppe enthält, und Wasser gemischt werden. Beispiele für solche oberflächenaktiven Mittel schließen nicht-ionische oberflächenaktive Mittel, wie zum Beispiel Sorbitanmonooleat, Sorbitanmonolaurat, Sorbitanmonopalmitat, Sorbitanmonostearat, Sorbitantrioleat, Polyoxyethylennonylphenylether, Polyoxyethylenstearylether und Polyoxyethylensorbitanmonooleat; anionische oberflächenaktive Mittel, wie zum Beispiel Kaliumoleat, Natriumdodecylbenzensulfonat und Natriumdioctylsulfosuccinat; kationische oberflächenaktive Mittel, wie zum Beispiel Distearyldimethylammoniumchlorid; und amphotere oberflächenaktive Mittel, wie zum Beispiel Lauryldimethylbetain ein. Diese oberflächenaktiven Mittel können als einzelne Entitäten oder in Kombination von zwei oder mehreren Arten von oberflächenaktiven Mitteln verwendet werden. Eine Wasser-in-Öl-artige Emulsion bezieht sich auf eine Emulsion, in der die Ölphase eine durchgehende Phase bildet und Wasser im Öl dispergiert wird. Da die zuzugebende Menge des oberflächenaktiven Mittels abhängig vom Typ des öllöslichen Monomers und der Zielgröße der Emulsionspartikel (Makroporen) stark variiert, kann die zuzugebende Menge des oberflächenaktiven Mittels nicht verallgemeinert werden, jedoch kann die Menge zum Beispiel aus einem Bereich von etwa 2 % bis 70 % im Bezug auf die Gesamtmenge des öllöslichen Monomers und des oberflächenaktiven Mittels ausgewählt werden. Zusätzlich, auch wenn nicht erforderlich, ist es auch möglich dem System Alkohol, wie zum Beispiel Methanol und Stearylalkohol; eine Carboxylsäure, wie zum Beispiel Stearinsäure; und Kohlenwasserstoff, wie zum Beispiel Benzen, Toluen, Oktan und Dodecan zuzugeben, um die Form und Größe der Blase im porösen Ionenaustauscher zu kontrollieren.
  • Als Polymerisationsstarter wird eine Verbindung, in der ein Radikal erzeugt wird, wenn es erhitzt oder mit Licht bestrahlt wird, bevorzugt verwendet. Der Polymerisationsstarter kann wasserlöslich oder öllöslich sein und Beispiele schließen Azobisisobutyronitril, Azobiscyclohexannitril, Azobiscyclohexancarbonitril, Benzoylperoxid, Kaliumpersulfat, Ammoniumpersulfat, Wasserstoff peroxid-Eisenchlorid, Natriumpersulfat-Natriumbisulfit und Tetramethylthiuramdisulfid ein. In einigen Fällen kann es ein System geben, in dem die Polymerisation durch Erhitzen oder Lichteinstrahlung alleine, ohne die Zugabe des Polymerisationsstarters, eintritt. In einem solchen System ist der Polymerisationsstarter nicht erforderlich.
  • Die Reihenfolge des Mischens des öllöslichen Monomers, das keine Ionenaustauschgruppe enthält, des oberflächenaktiven Mittels, des Wassers und des Polymerisationsstarters, um die Wasser-in-Öl-artige Emulsion zu bilden, ist nicht begrenzt und verschiedene Verfahren können verwendet werden, wie zum Beispiel ein Verfahren zum gleichzeitigen Mischen aller Zusammensetzungen; und ein Verfahren zum getrennten und einheitlichen Auflösen der öllöslichen Zusammensetzungen und wasserlöslichen Zusammensetzungen, wobei die öllöslichen Zusammensetzungen das öllösliche Monomer, das oberflächenaktive Mittel und der öllösliche Polymerisationsstarter sind, und die wasserlöslichen Zusammensetzungen das Wasser und der wasserlösliche Polymerisationsstarter sind und Mischen der entsprechenden Zusammensetzungen. Es gibt keine Begrenzung für die Mischvorrichtung zum Bilden der Emulsion und übliche Vorrichtungen, wie zum Beispiel ein Mixer, ein Homogenisator, ein Hochdruckhomogenisator und ein Planetenmischer, können unter Emulsifikationsbedingungen, die für das Erzielen eines angestrebten Emulsionspartikeldurchmessers auf geeignete Weise eingestellt wurden, verwendet werden. Wenn ein Präzipitationsagens verwendet wird und die öllöslichen Zusammensetzungen und die wasserlöslichen Zusammensetzungen separat hergestellt werden, wird das Präzipitationsagens in die öllöslichen Zusammensetzungen gemischt.
  • Wie die so erhaltenen Polymerisationsbedingungen zum Polymerisieren der Wasser-in-Öl-artigen Emulsion können verschiedene Bedingungen abhängig von der Art des Monomers und des Systems des Polymerisationsstarters ausgewählt werden. Wenn zum Beispiel Azobisisobutyronitril, Benzoylperoxid, Kaliumpersulfat oder ähnliche als Polymerisationsstarter verwendet werden, kann die Polymerisation durch Erhitzen in einem abgeschlossenen Behälter in einer inerten Atmosphäre für 1 Stunde bis 48 Stunden bei 30°C bis 100°C durchgeführt werden. Wenn auf der anderen Seite Wasserstoffperoxid-Eisenchlorid, Natriumpersulfat-Natriumdisulfit oder ähnliche als Polymerisationsstarter verwendet werden, kann die Polymerisation in einem abgeschlossenen Behälter in einer inerten Atmosphäre für 1 Stunde bis 48 Stunden bei 0°C bis 30°C durchgeführt werden. Nachdem die Polymerisation beendet ist, wird der Inhalt herausgenommen und es wird, falls erforderlich, ein Lösungsmittelextraktionsprozess mittels eines Lösungsmittels, wie zum Beispiel Isopropanol, durchgeführt, um die Monomere, die nicht reagiert haben, und das oberflächenaktive Mittel zu entfernen, um einen porösen Körper zu erhalten.
  • Das Verfahren zum Einführen einer Ionenaustauschgruppe in den porösen Körper ist nicht begrenzt, jedoch wird ein Verfahren zum Einführen durch eine Polymerreaktion bevorzugt verwendet, da ein solches Verfahren ein hochdichtes und einheitliches Einführen einer Ionenaustauschgruppe erlaubt. Zum Beispiel kann als ein Verfahren zum Einführen einer Sulfonsäuregruppe ein Verfahren zum Sulfonieren unter Verwendung von Chlorschwefelsäure, konzentrierter Schwefelsäure oder rauchender Schwefelsäure verwendet werden, wenn der organische poröse Körper ein Styren-Divinylbenzencopolymer oder ähnliches ist. Wenn der organische poröse Körper ein Styren-Divinylbenzencopolymer oder ähnliches ist, kann als ein Verfahren zum Einführen einer quaternären Ammoniumgruppe ein Verfahren zum Einführen einer Chlormethylgruppe unter Verwendung von Chlormethylmethylether oder ähnlichem und eine anschließende Reaktion mit einem tertiären Amin oder ein Verfahren zum Herstellen eines organisch porösen Körpers durch Copolymerisation von Chlormethylstyren und Divinylbenzen und einer Reaktion des organisch porösen Körpers mit einem tertiären Amin verwendet werden. Als ein Verfahren zum Einführen von Betain kann ein Verfahren zum Einführen eines tertiären Amins in einen organischen porösen Körper durch ein weiter oben beschriebenes Verfahren und eine anschließende Reaktion und Einführen von Monoiodessigsäure verwendet werden. Als ein Verfahren zum Einführen eines aliphatischen Polyols, das eine Chelatbildungsgruppe ist, kann ein Verfahren für die Reaktion von N-Methylglucamin oder ähnliches mit einem organischen porösen Körper mit einer Chlormethylgruppe verwendet werden. Beispiele der einzuführenden Ionenaustauschgruppe schließen eine kationische Austauschgruppe, wie zum Beispiel eine Carboxylsäuregruppe, Iminodiessigsäuregruppe, Schwefelsäuregruppe, Phosphorsäuregruppe, Aminophosphorsäuregruppe, Iminophosphorsäuregruppe und eine aromatische Hydroxylgruppe; eine Anionenaustauschgruppe, wie zum Beispiel eine quaternäre Ammoniumgruppe, tertiäre Aminogruppe, sekundäre Aminogruppe, primäre Aminogruppe, Polyethylenimin, tertiäre Sulfoniumgruppe und Phosphoniumgruppe; eine amphotere Ionenaustauschgruppe, wie zum Beispiel Betain und Sulfobetain; eine Chelatbildungsgruppe, wie zum Beispiel Iminodiessigsäuregruppe, Phosphorsäuregruppe, Phosphorsäureestergruppe, Aminophosphorsäuregruppe, Iminophosphorsäuregruppe, eine aromatische Hydroxylgruppe, aliphatisches Polyol und Polyethylenimin ein. Diese Ionenaustauschgruppen können als eine einzelne Entität oder in Kombination eingeführt werden, um einen porösen Ionenaustauscher zu erhalten.
  • Die Modulform des Ionenadsorptionsmoduls ist nicht begrenzt. Zum Beispiel kann ein System, in dem Wasser durch einen aufsteigenden Fluss oder absteigenden Fluss in eine gefüllte Schicht mit einer einfachen zylindrischen Form hindurchgeleitet wird, ein externes Drucksystem, in dem Wasser von außen in radialer Richtung in eine innere Röhre einer gefüllten Schicht mit einer tubulären Form hindurchgeleitet wird, ein internes Drucksystem, in dem Wasser in umgekehrter Richtung hindurchgeleitet wird, ein tubuläres System, in dem eine Vielzahl von ausgedehnten tubulären porösen Ionenaustauschern zusammengefasst und gefüllt sind und Wasser mittels des inneren Drucksystems oder externen Drucksystems hindurchgeleitet wird, ein planares Membransystem, in dem eine gefüllte Schicht einer Dünnschichtform verwendet wird, und ein Faltensystem, in dem eine planare Membran in einer gefalteten Form verarbeitet wird, verwendet werden. Die Form des zu füllenden porösen Ionenaustauschers kann abhängig vom Modulsystem auf geeignete Weise ausgewählt werden. Beispielhafte Formen schließen eine Blockform, eine Blattform, eine zylindrische Form und eine tubuläre Form ein. Beispielverfahren zum Gießen dieser Formen schließen ein Gießverfahren zum Schneiden eines blockförmigen porösen Ionenaustauschers und ein Verfahren zum Füllen eines Formrahmens einer Zielform mit der Emulsion während der Herstellungsschritte unter Ermöglichung der Polymerisation im Gussrahmen ein.
  • Die Art und die Form des Verfüllens des porösen Ionenaustauschers, der in das Ionenadsorptionsmodul gefüllt ist, kann basierend auf dem Ziel der Verwendung, das heißt den Arten der zu adsorbierenden Verunreinigungen, passend bestimmt werden. In anderen Worten, es ist möglich das Modul mit einem porösen Anionenaustauscher, einem porösen Kationenaustauscher und/oder einem porösen chelatadsorbierenden Körper als einzelne Entität oder in gemischter Kombination zu füllen. Als ein Verfahren zum Mischen ist es möglich, zum Beispiel ein Schichten in Richtung des Flusses und Mischen und Füllen kleiner Blöcke von Ionenaustauschern anzuwenden. Zusätzlich ist es auch möglich Module, die mit einem porösen Anionenaustauscher, einem porösen Kationenaustauscher und einem porösen chelatadsorbierenden Körper als einer einzelnen Entität entsprechend gefüllt sind, in geeigneter Reihenfolge zu kombinieren. Unter diesen Verfahren ist ein Verfahren zum einzelnen Füllen des Moduls mit dem porösen Ionenaustauscher wünschenswert, da dieses Verfahren das wirksame Entfernen von Metallen, die insbesondere Halbleitervorrichtungen beeinflussen, zu ermöglichen.
  • Als nächstes wird ein Verfahren zum Herstellen von hochreinem Wasser unter Verwendung eines hochreines Wasser erzeugenden Apparates 1, der in 1 gezeigt wird, beschrieben. Als erstes wird Rohwasser 11, wie zum Beispiel Brauchwasser, Stadtwasser, Brunnenwasser und Flusswasser, durch eine Vorbehandlungsvorrichtung 10, die eine Koagulations- und Filtrationseinheit 12 und eine aktive Kohlenstoffsäule 13 umfasst, behandelt, so dass die meisten der suspendierten und organischen Substanzen im Rohwasser entfernt werden. Dann wird das vorbehandelte Wasser durch ein Umkehrosmose-Membranmodul 21, das mit einer Umkehrosmose-Membran geladen ist, behandelt, so dass Ionen und TOC entfernt werden. Dann wird eine Behandlung mit der Ionenaustauschvorrichtung 22 vorgenommen, und dabei wird primäres reines Wasser 23 erhalten. Das primäre reine Wasser 23 wird zeitweise im primären Reinwasservorratstank 24 gelagert und wird später durch die sekundäre reines Wasser herstellende Vorrichtung 30 behandelt, die die Ultraviolett-Oxidationsvorrichtung 31, den nicht regenerierbaren Kassettenreiniger 32, der mit Ionenaustauschharzen gefüllt ist, und die Ultrafiltrationsmembranvorrichtung 33 umfasst, so dass hochreines Wasser 34 erhalten wird, in dem die Verunreinigungen, wie zum Beispiel Teilchen, kolloidale Materialien, organische Substanzen, Metalle und Ionen, die in kleinen Mengen im primären reinen Wasser verblieben sind, soweit wie möglich entfernt worden sind. Wenn das hochreine Wasser 34 zum Ionenadsorptionsmodul geleitet wird, fließt das hochreine Wasser durch die durchgehende Blasenstruktur des organischen porösen Ionenaustauschers und sowohl Teilchen als auch ionische Verunreinigungen werden entfernt. Wenn ein organischer poröser Ionenaustauscher verwendet wird, in dem diskontinuierliche Mikroporen auf der Innenwand der Blasenstruktur vorhanden sind, werden Teilchen in den Mikroporen gefangen und die Entfernungswirksamkeit kann weiter verbessert werden. Das behandelte Wasser, aus dem Verunreinigungen durch das Ionenadsorptionsmodul entfernt worden sind, wird für das Waschen von Halbleitervorrichtungen an jedem Gebrauchspunkt 4 verwendet, und das verbleibende hochreine Wasser wird zum primären Reinwasservorratstank 24 transportiert. Auf diese Weise können, da das Ionenadsorptionsmodul 2 mit dem porösen Ionenaustauscher, der eine spezifische Struktur aufweist, gefüllt ist, sowohl Teilchen als auch Ionenzusammensetzungen, die in einer winzigen Menge im hochreinen Wasser vorhanden sind, entfernt werden, was für einen langen Zeitraum eine stabile Erhaltung der hohen Reinheit, die für das Herstellen hochintegrierter Vorrichtungen oder ähnlichem und für eine signifikante Verringerung in der Frequenz des Austauschens des Moduls geeignet ist, ermöglicht.
  • 2 ist ein Diagramm, das eine Struktur des Ionenadsorptionsmoduls schematisch darstellt. Wie in 2 dargestellt, umfasst das Modul einen organischen porösen Ionenaustauscher 52, der innerhalb eines röhrenförmigen Elements 50, das einen Teil der Transportröhre für das hochreine Wasser bildet, bereitgestellt wird. Ein Flanschabschnitt 50a, der sich nach außen erstreckt, wird an jedem Ende das Röhrenmitglieds 50 ausgebildet und ein Bolzenloch 50b wird im Flanschabschnitt 50a ausgebildet. Es ist möglich, das Modul auf halbem Wege der Röhre mittels des Flanschabschnittes 50a einfach aufzubringen. Zusätzlich wird ein poröses Trägerelement 54 an jedem Ende des organischen porösen Ionenaustauschers 52 zum Fixieren des organischen porösen Ionenaustauschers 52 am Röhrenelement 50 angeordnet.
  • [Beispiele]
  • Die vorliegende Ausführungsform wird mittels der Beispiele jetzt noch detaillierter beschrieben. Diese Beispiele dienen jedoch nur veranschaulichenden Zwecken und sollten nicht auf irgendeine Weise als begrenzend für die vorliegende Ausführungsform interpretiert werden.
  • Beispiel 1
  • (Herstellen eines organischen porösen Körpers)
  • 27,7 g Styren, 6,9 g Divinylbenzen, 0,14 g Azobisisobutyronitril (ABIBN) und 3,8 g Sorbitanmonooleat wurden vermischt und einheitlich aufgelöst. Dann wurde die Mischung aus Styren/Divinylbenzen/Azobisisobutyronitril/Sorbitanmonooleat zu 450 ml deionisiertem Wasser gegeben und die Wassermischung wurde für 2 Minuten mittels eines Homogenisators bei einer Rate von 20 000 Umdrehungen/Minute gerührt, um eine Wasser-in-Öl-artige Emulsion zu erhalten. Nach dem Beenden der Emulsifikation wurde die Wasser-in-Öl-artige Emulsion in einen aus rostfreiem Stahl gefertigten Autoklaven gestellt, die Atmosphäre wurde hinreichend durch Stickstoff ersetzt, der Autoklav wurde versiegelt und man ließ die Polymerisation für 24 Stunden bei 60°C im Ruhezustand stattfinden. Nach dem Beenden der Polymerisation wurden die Inhalte des Autoklaven entfernt, eine Soxhlet-Extraktion wurde für 18 Stunden mittels Isopropanol durchgeführt, Monomer, das nicht reagiert hat, und Sorbitanmonooleat wurden entfernt und eine Trocknung unter verringertem Druck bei 40°C über Nacht durchgeführt. 11,5 g des auf diese Weise erhaltenen organischen porösen Körpers mit einer quervernetzten Zusammensetzung, die aus einem Styren/Divinylbenzencopolymer in einer Menge von 14 Mol.% bestand, wurde als Aliquot abgetrennt, 800 ml Dichlorethan wurden zugegeben und die Mischung wurde bei 60°C für 30 Minuten erhitzt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt. 59,1 g Chlorschwefelsäure wurden graduell zugegeben und man ließ eine Reaktion für 24 Stunden bei Raumtemperatur stattfinden. Dann wurde Essigsäure zugegeben, die Reaktanten wurden zu einer großen Menge Wasser zugegeben, mit Wasser gewaschen, und getrocknet und ein poröser Kationenaustauscher wurde erhalten. Die Ionenaustauschkapazität des porösen Körpers lag bei 4,4 mg Äquivalentgewicht/g, wenn sie im Hinblick auf den getrockneten porösen Körper skaliert wurde und 0,32 mg Äquivalentgewicht/ml, wenn sie im Hinblick auf das Volumen des nassen Körpers skaliert wurde. Es wurde durch Kartieren der Schwefelatome mittels EPMA bestätigt, dass die Schwefelsäuregruppe gleichmäßig in den porösen Körper eingeführt worden war. Die Ergebnisse des SEM-Beobachtung zeigten an, dass die Innenstruktur des organischen porösen Materials eine durchgehende Blasenstruktur aufwies, wobei die meisten der Makroporen, die einen durchschnittlichen Durchmesser von 30 μm aufwiesen, überlappten, der Durchmesser der Mesoporen, die durch das Überlappen der Makroporen gebildet wurden, lag bei 5 μm, das Gesamtporenvolumen lag bei 10,1 ml/g und die BET-spezifische Oberfläche lag bei 10 m2/g.
  • (Herstellungsbeispiel 1 eines Ionenadsorptionsmoduls)
  • Der so erhaltende poröse Ionenaustauscher wurde im nassen Zustand geschnitten, um einen zylindrischen porösen Ionenaustauscher mit einem Durchmesser von 5 cm und einer Höhe von 5 cm zu erhalten. Der zylindrische poröse Ionenaustauscher wurde in eine hochdichte Polyethylensäure mit einem Innendurchmesser von 5 cm gefüllt, wurde mittels Salpetersäure mit einer Konzentration von 1 Mol/L regeneriert und mit hochreinem Wasser ausreichend gewaschen, um eine regenerierte Form zu bilden, wodurch ein Ionenadsorptionsmodul erhalten wurde.
  • (Wasserdurchlaufexperiment 1)
  • Mittels eines Apparates, wie in 3 gezeigt, und Durchleiten von simuliertem verunreinigten reinen Wasser durch diesen, das durch Zugabe von Natriumhydroxid zu reinem Wasser erhalten wurde, wurde bestätigt, dass Wasser mit besserer Qualität am Auslass erhalten werden kann, wenn das verunreinigte reine Wasser durch das Ionenadsorptionsmodul hindurchgeleitet wurde.
  • Noch genauer wurde mittels Brauchwassers als Zuführwasser das Brauchwasser für eine Ionenaustauschbehandlung in eine Ionenaustauschvorrichtung 41 eingeleitet. Dann wurde das behandelte Wasser der Ionenaustauschvorrichtung 41 für eine weitere Ionenaustauschbehandlung in einen Kassettenreiniger eingeleitet und reines Wasser wurde erhalten. Die spezifische Resistenz des erhaltenen reinen Wassers lag bei etwa 18,2 MΩ-cm. Dann wurde eine Natriumhydroxidlösung in das reine Wasser injiziert, um simuliertes verunreinigtes reines Wasser mit einer Natriumkonzentration von 1,0 μg/L zu erhalten. Die Anzahl der Teilchen (0,2 μm oder größer) am Auslass des Kassettenreinigers lag bei 84/ml.
  • Das simulierte verunreinigte reine Wasser wurde durch ein Ionenaustauschmodul 43, wie weiter oben beschrieben, bei einer Flussrate von 1 L/min geleitet und die Natriumkonzentration und die Anzahl der Teilchen im behandelten Wasser ist gemessen worden.
  • Die Natriumkonzentration wurde durch Anwenden einer induktiv gekoppelten Plasmamassenspektroskopie (ICP-MS) auf Probenwasser gemessen und die Anzahl der Teilchen ist durch ein Laserlichtstreuverfahren gemessen worden. Die Ergebnisse zeigten, dass die Natriumkonzentration des behandelten Wassers bei 10 ng/L oder weniger lag und die Anzahl der Teilchen (0,2 μm oder größer) bei 1/ml oder weniger lag.
  • Beispiel 2
  • (Herstellen eines organischen porösen Körpers)
  • 32,91 g Styren, 17,72 g Divinylbenzen, 21,70 g n-Heptan, 8,04 g Sorbitanmonooleat und 0,29 g Azobisisobutyronitril (ABIBN) wurden vermischt und einheitlich aufgelöst. Die Mischung aus Styren/Divinylbenzen/n-Heptan/Sorbitanmonooleat/Azobisisobutyronitril wurde zu 450 mL deionisiertem Wasser gegeben und die Lösung wurde mittels eines Homogenisators für 2 Minuten bei einer Rate von 20000 Umdrehung/Minute gedreht, um eine Wasser-in-Öl-artige Emulsion zu erhalten. Nach dem Beenden der Emulsifikation, wurde die Wasser-in-Öl-artige Emulsion in einen Autoklaven übertragen, die Atmosphäre wurde ausreichend durch Stickstoff ersetzt, der Autoklav wurde versiegelt und man ließ die Polymerisation für 24 Stunden bei 60°C im Ruhezustand stattfinden. Nach dem Beenden der Polymerisation, wurden die Inhalte aus dem Autoklaven entfernt, ein Soxhlet-Extraktionsprozess wurde für 18 Stunden unter Verwendung von Isopropanol angewendet und Monomer, das nicht reagiert hat, n-Heptan, Wasser und Sorbitanmonooleat wurden entfernt. Eine Trocknungsbehandlung bei reduziertem Druck wurde bei 85°C über Nacht durchgeführt. 4 zeigt ein Beobachtungsergebnis der internen Struktur eines organischen porösen Körpers, der auf diese Weise erhalten wurde und der eine quervernetzte Zusammensetzung aus Styren/Divinylbenzencopolymer in einer Menge von 26 Mol.% enthielt, durch SEM. In 4 ist der "L"-geformte Abschnitt im Zentrum die Innenwand der Blasenform der Skelettstruktur und die dunklen Abschnitte an der oberen rechten Seite und der linken Seite sind Mesoporen. An der tieferen Seite der Mesopore kann man eine Innenwand der Blasenstruktur der Skelettstruktur sehen. Wie gezeigt, weist der organische poröse Körper eine durchgehende Blasenstruktur auf, wobei die meisten Makroporen, die einen durchschnittlichen Durchmesser von 20 μm aufweisen, überlappt sind, der Durchmesser der Mesopore, die durch die Überlappung der Makroporen gebildet wird, liegt in einem Bereich von 0,8 μm–20,1 μm mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 4,3 μm, und feine konvexe und konkave Formen können beobachtet werden (diese Konvexen und Konkaven auf der Oberfläche der Skelettstruktur in 4) auf der Innenwand der Blasenstruktur, die durch die Makroporen und die Mesoporen gebildet wird. Es ist beobachtet worden, dass die feinen Konvexen und Konkaven auf der Innenwandoberfläche der Blasenstruktur diskontinuierliche Mikroporen waren, die einen Durchmesser aufwiesen, der durch Quecksilberporositätsmessung innerhalb eines Bereiches auf 6 nm bis 600 nm und einem mittleren Durchmesser von 240 nm bestimmt wurde. Das Gesamtporenvolumen lag bei 5,0 ml/g und die BET-spezifische Oberfläche lag bei 64 m2/g.
  • (Herstellung eines organischen porösen Ionenaustauschers)
  • Der erhaltene organische poröse Körper wurde zerschnitten, so dass 11,5 g des organischen porösen Körpers als Aliquot abgetrennt wurden. 800 ml Dichlorethan wurde zum Aliquot zugegeben und das Aliquot wurde bei 60°C für 30 Minuten erhitzt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt. 59,1 g Chlorschwefelsäure wurden nacheinander zugegeben und man ließ die Reaktion für 12 Stunden bei Raumtemperatur stattfinden. Dann wurde Essigsäure zugegeben und die Reaktanten wurden in einer großen Menge von Wasser gegeben, durch Wasser gewaschen, und getrocknet und ein poröser kationischer Austauscher wurde erhalten. Die Ionenaustauschkapazität des porösen Körpers lag bei 4,4 mg Äquivalentgewicht/g im Bezug auf den getrockneten porösen Körper und 0,32 mg Äquivalentgewicht/ml im Bezug auf das Volumen des nassen Körpers. Es wurde durch Kartieren der Schwefelatome mittels EPMA bestätigt, dass die Schwefelsäuregruppe einheitlich in den porösen Körper eingeführt worden war.
  • (Herstellungsbeispiel 2 eines Ionenadsorptionsmoduls)
  • Der erhaltene poröse Ionenaustauscher wurde in einem nassen Zustand geschnitten, um einen zylindrischen porösen Ionenaustauscher mit einem Durchmesser von 5 cm und einer Höhe von 5 cm zu erhalten. Der zylindrische poröse Ionenaustauscher wurde in eine hochdichte Polyethylensäule mit einem Innendurchmesser von 5 cm gefüllt, unter Verwendung von Salpetersäure in einer Konzentration von 1 Mol/L regeneriert, und unter Verwendung von deionisiertem Wasser ausreichend gewaschen, um eine regenerierte Form zu bilden, und ein Ionenadsorptionsmodul wurde erhalten.
  • (Wasserdurchleitungsexperiment 2)
  • Ein Wasserdurchleitungsexperiment wurde unter Bedingungen durchgeführt, die dem Wasserdurchleitungsexperiment 1 weiter oben vergleichbar sind, mit der Ausnahme, dass ein Ionenadsorptionsmodul, das durch das Verfahren zur Herstellung nach Beispiel 2 erhalten wurde, verwendet worden ist. Die Ergebnisse zeigten, dass die Natriumkonzentration des behandelten Wassers bei 10 ng/L oder darunter lag und die Anzahl der Teilchen (0,2 μm oder größer) bei 1/ml oder darunter lag.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Ein dem oben beschriebenen Wasserdurchleitungsexperiment 1 ähnelndes Experiment wurde durchgeführt, mit der Ausnahme, dass, als Ionenadsorptionsmodul, ein Membranmodul verwendet worden ist, wobei eine starke saure Kationenaustauschgruppe auf einer Membran aus hochdichtem Polyethylen ("Ion Clean AQ" von Nihon Pall Ltd., Modellnummer: DFA1UPWSW44, Filterbereich: 0,16 m2, Ionenaustauschkapazität: 8,3 mg Äquivalentgewicht/Modul, Größe: φ 72 mm × H 114,5 mm) chemisch eingeführt worden ist. Die Ergebnisse zeigten, dass die Natriumkonzentration des behandelten Wassers bei 10 ng/L lag und die Anzahl der Teilchen (0,2 μm oder größer) bei 1/ml oder darunter lag.
  • Ausgehend von den Ergebnissen aus den Beispielen 1 und 2 und dem Vergleichsbeispiel 1 wird deutlich, dass es durch Verwenden des Ionenadsorptionsmoduls der vorliegenden Ausführungsform möglich ist, behandeltes Wasser mit einer Qualität zu erhalten, die äquivalent oder besser ist, als wenn ein konventionelles Ionenadsorptionsmodul verwendet worden wäre.
  • Beispiel 3
  • Ein Experiment zum Überprüfen der Haltbarkeit des Moduls wurde mittels des Ionenadsorptionsmoduls aus Beispiel 1 durchgeführt. Ein Wasserdurchleitungsexperiment wurde unter ähnlichen Bedingungen wie im Wasserdurchleitungsexperiment 1 durchgeführt, mit der Ausnahme, dass die Natriumkonzentration des simulierten, verunreinigten reinen Wassers, das durch das Ionenadsorptionsmodul durchgeleitet werden sollte, auf 50 mg/L eingestellt wurde und die Flussrate des Ionenadsorptionsmoduls auf 0,2 L/min gesetzt wurde. Dem behandelten Wasser wurden periodisch Proben entnommen und die Natriumkonzentration des behandelten Wassers wurde gemessen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Natriumkonzentration des behandelten Wassers anfing 1 mg/L zu übersteigen, nachdem 57 Minuten vom Beginn des Durchleitens des simulierten, verunreinigten reinen Wassers vergangen waren.
  • Vergleichbeispiel 2
  • Ein Experiment zum Bestimmen der Lebensdauer eines Moduls wurde ähnlich dem in Beispiel 3 durchgeführt, mit der Ausnahme, dass ein Ionenadsorptionsmodul des ersten Vergleichsbeispiels verwendet wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass die Natriumkonzentration des behandelten Wassers anfing 1 mg/L zu übersteigen, nachdem 11 Minuten vom Beginn des Durchleitens des simulierten, verunreinigten reinen Wassers vergangen waren.
  • Ausgehend vom Beispiel 3 und dem Vergleichsbeispiel 2 wird deutlich, dass es durch Verwenden des Ionenadsorptionsmoduls der vorliegenden Ausführungsform möglich ist, auch wenn das reine Wasser aus irgendeinem Grund verunreinigt ist, am Auslass eine überragende Wasserqualität über einen langen Zeitraum beizubehalten und die Ersatzfrequenz des Ionenadsorptionsmoduls signifikant zu verringern. Zusätzlich ergab die Berechnung der eingehenden Ionenladung im Bezug auf die gesamte Austauschkapazität innerhalb des Moduls bei der Natriumkonzentration von 1 mg/l im behandelten Wasser 79 % im Beispiel und 58 % im Vergleichsbeispiel und daher ist der Verwendungsprozentsatz der Ionenaustauschgruppe signifikant höher im Ionenadsorptionsmodul gemäß der vorliegenden Ausführungsform. Darüber hinaus hat man festgestellt, dass zusätzlich zur größeren Austauschkapazität pro Volumeneinheit es der höhere Verwendungsprozentsatz möglich macht eine signifikant längere Lebenszeit zu erreichen.
  • Wie beschrieben ist es gemäß der vorliegenden Ausführungsform, weil ein Ionenadsorptionsmodul, das mit einem organischen porösen Ionenaustauscher mit einer spezifischen Struktur gefüllt ist, auf halbem Weg der Transportröhre für hochreines Wasser, der mit einem Verbrauchspunkt verbunden ist, bereitgestellt wird, sogar wenn eine minimale Menge von Mikroverunreinigungen, wie zum Beispiel Teilchen (Partikel) und ionische Zusammensetzungen in das zu transportierende hochreine Wasser eingemischt sind, möglich, sowohl die Teilchen als auch die ionischen Zusammensetzungen zu entfernen und reines Wasser von hoher Reinheit, die für die Herstellung von hochintegrierten Vorrichtungen oder dergleichen geeignet ist, zu erhalten. Zusätzlich kann die Frequenz für das Ersetzen das Modul signifikant verringert werden.

Claims (4)

  1. Verwendung eines Moduls (2) eines Typs, der mit einem organischen porösen Ionenaustauscher (52) mit einer dreidimensionalen Maschenstruktur mit Mesoporen, die einen durchschnittlichen Durchmesser von 1 μm bis 1000 μm aufweisen, innerhalb einer Wand zwischen miteinander verbundenen Makroporen gefüllt ist, und in dem die gesamte Porenkapazität bei 1 ml/g bis 50 ml/g liegt, wobei eine Ionenaustauschgruppe im porösen Ionenaustauscher gleichmäßig verteilt ist, und in dem die Ionenaustauschkapazität bei 0,5 mg Äquivalentgewicht/Gramm des getrockneten porösen Körpers oder darüber liegt, wobei das Modul (2) auf halben Wege einer Röhre (3) verwendet wird, die hochreines Wasser zu einem Gebrauchspunkt (4) transportiert, um Wasser mit einem spezifischen elektrischen Widerstand von 10 MΩ-cm oder darüber zu behandeln, oder um Wasser zu behandeln, das durch eine primäre reines Wasser erzeugende Vorrichtung (20), die einen Ionenaustauschprozess einschließt, und durch eine sekundäre reines Wasser erzeugende Vorrichtung (30), die einen nicht regenerierbaren mit einem Ionenaustauscher gefüllten Kassettenreiniger (32) einschließt, vorbehandelt wurde.
  2. Verwendung eines Moduls (2) gemäß Anspruch 1, wobei die diskontinuierlichen Mikroporen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 5 nm bis 800 nm auf einer Innenwand einer Blasenstruktur, die aus Makroporen und den Mesoporen gebildet wird, gebildet wird.
  3. Verwendung eines Moduls (2) gemäß Anspruch 1, wobei die primäre reines Wasser erzeugende Vorrichtung (20) eine Umkehromosemembran (21) und eine Ionenaustauscheinheit (22) einschließt und wobei die sekundäre reines Wasser erzeugende Vorrichtung (30) weiterhin eine Ultraviolett- Oxidationsvorrichtung (31) und eine Ultrafiltrationsvorrichtung (33) einschließt.
  4. Verwendung eines Moduls (2) gemäß Anspruch 1, wobei der organische poröse Ionenaustauscher (52) ein organischer poröser Kationenaustauscher ist.
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