DE60312832T2 - Kochfeld aus vorgespanntem glas oder anderen wärmeabbauenden materialien - Google Patents

Kochfeld aus vorgespanntem glas oder anderen wärmeabbauenden materialien Download PDF

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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kochfeld gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
  • Mit dem Begriff "Kochfeld" ist im Folgenden jede Einrichtung zum Kochen von Lebensmitteln gemeint, die mit einem Träger zur Unterbringung wenigstens eines Brenners versehen ist, der dem Lebensmittel selbst Wärme zuführen soll, wobei dieser Begriff Einrichtungen wie beispielsweise zum Kochen ausgestattete Flächen oder Kochplattenfelder umfasst.
  • Technischer Hintergrund
  • Bei Kochfeldern für den häuslichen Gebrauch gehört es aus Gründen, die vorwiegend ästhetischer Natur sind und/oder die Durchführbarkeit der Wartung betreffen, zum bekannten Stand der Technik, Oberflächen für die Unterbringung (oder zum Tragen) eines oder mehrerer atmosphärischer Gasbrenner zu verwenden, die aus Materialien gefertigt sind, deren Gebrauch in Gegenwart starker Wärmeabstrahlung nicht geeignet ist, wie zum Beispiel wärmebehandeltes Glas, emaillierter Stahl oder Edelstahl. Tatsächlich erfahren solche Materialien einen erheblichen Abbau ihrer physikalischen Eigenschaften und insbesondere ihrer strukturellen Eigenschaften, wenn sie sich in der Nähe von Wärmequellen mit hohen Temperaturen befinden.
  • Insbesondere ist die Verwendung von tragenden Flächen aus wärmebehandeltem Glas – ein Material, das in seinen typischsten Zusammensetzungen Temperaturen von mehr als 280°C nur unzureichend standhält – in jedem Falle attraktiver, und zwar insofern, als wärmebehandeltes Glas vom ästhetischen Stand punkt wie auch vom Standpunkt der Wartung her Pyroceram ersetzen kann, dessen Verwendung in Kochfeldern sehr hohe Kosten mit sich bringt.
  • Die Verwendung von Kochfeldern mit einer tragenden Fläche aus Pyroceram ist aufgrund ihrer ästhetischen Qualitäten und des einfachen Reinigungsvorgangs, den solche Kochfelder erfordern, tatsächlich besonders weitverbreitet. Trotz der Sprödigkeit von Pyroceram, die die Umsetzung einer Reihe von Lösungen bei der Konstruktion bedeutet, die auf die Verhinderung von Brüchen beispielsweise aufgrund der verschiedenen Geschwindigkeiten der thermischen Ausdehnung der eingesetzten Materialien (Stahl oder andere Metalle für den Brenner und Pyroceram für die tragende Fläche) gerichtet sind, zeigen die aus diesem Material bestehenden Kochfelder keinerlei strukturellen oder mechanischen Abbau bei der von den Brennern herrührenden thermischen Beanspruchung, auch wenn sie sich als besonders teuer und schwierig zu bearbeiten erweisen.
  • Um die oben erwähnten Nachteile zu überwinden und gleichzeitig die ästhetischen Merkmale und die Merkmale der Durchführbarkeit der Wartung von Kochfeldern mit tragenden Flächen aus Pyroceram beizubehalten, werden tragende Flächen aus wärmebehandeltem Glas hergestellt, die sich jedoch als äußerst empfindlich gegenüber der von den Brennern entwickelten Wärme erwiesen haben und somit ungünstige Erscheinungen eines Nachgebens der Struktur während des Gebrauchs zeigen.
  • Die hohen Temperaturen und die ständige Bestrahlung in der Nähe des Brenners, denen die Oberfläche des wärmebehandelten Glases während der Verbrennung ausgesetzt ist, sowie das daraus folgende Vorhandensein eines steilen Temperaturgradienten zwischen benachbarten Bereichen auf der Glasoberfläche führen häufig zur Bildung von Brüchen und/oder zu Erscheinungen eines Nachgebens der Struktur des Kochfelds.
  • Zur Lösung dieses Problems wurde vorgeschlagen, den Durchmesser der Bohrungen zu vergrößern, die zur Unterbringung der Brenner in der Oberfläche aus wärmebehandeltem Glas vorgesehen sind und erhalten werden, und für jede Bohrung eine Metallplatte auf der tragenden Fläche in einer dem Brenner entsprechenden Position anzubringen, um die Bestrahlung abzuschirmen, die vom Brenner und vom Unterteil der Kochvorlage herrührt und hin zur Oberfläche des wärmebehandelten Glases gerichtet ist.
  • Diese Lösung, die die Verwendung von Metallplatten mit einer Grundrissausdehnung mit sich bringt, die alles andere als vernachlässigbar ist, kann Brüche im Kochfeld verhindern, ist aber von der Ästhetik her wenig ansprechend und stellt ein Hindernis bei der Reinigung des Kochfelds dar.
  • Zudem können bei den Ausführungsformen von Kochfeldern, die im Stand der Technik beispielsweise aus der britischen Patentanmeldung GB-A-2 068 104 bekannt sind, solche Metallplatten wie konkave Behälter oder Schalen geformt sein, in deren Mitte der Brenner untergebracht ist. Daraus ergibt sich der Nachteil, dass sich Fett und Asche in der Platte ansammeln, mit der daraus folgenden Unannehmlichkeit der Reinigung des Kochfelds und der Notwendigkeit, dass bei der Herstellung und Montage der Platten eine beträchtliche Genauigkeit zu erzielen ist, die im Vergleich zu den in der Entwurfphase vorgesehenen Techniken niedrige Toleranzen bei den Abmessungen aufweisen müssen.
  • Schließlich sind die mit den Schutzplatten verwendeten Gasbrenner gewöhnlich von der Art, bei der die Primärluft unter dem Kochfeld eintritt, und zwar in Anbetracht der Gesamtabmessungen der Schutzplatte selbst und der Mühe bereitenden Probleme bei der Fertigung von Lufteinlässen, die oberhalb der Platte angeordnet sind. Gasbrenner, bei denen der Primärluftstrom für die Verbrennung unterhalb des Kochfelds eintritt, sind weniger wirkungsvoll und normalerweise größer in ihren Abmessungen als Brenner, bei denen die Primärluft oberhalb des Kochfelds eintritt, und bei diesen sind auch geeignet ausgeführte Lufteinlässe in der tragenden Fläche vorhanden, die sich vor allem bei spröden Materialien wie z.B. wärmebehandeltem Glas als schwierig herzustellen erweisen können.
  • Die EP-A-0 908 682 offenbart ein Kochfeld mit einer tragenden Fläche, die mit wenigstens einer Bohrung versehen ist, in der ein Gasbrenner desjenigen Typs untergebracht ist, der einen Brennersockel, einen Brennerkopf mit wenigstens einem Flammenkranz und einen umlaufenden Ring umfasst, der zwischen dem Brennerkopf und der tragenden Fläche des Kochfelds angeordnet ist.
  • Es besteht daher offenbar das Bedürfnis, eine alternative Lösung zu den bereits angegebenen zu finden, mit der die Verwendung von tragenden Flächen für atmosphärische Gasbrenner aus wärmebehandeltem Glas möglich wird, wobei die gleichen ästhetischen Qualitäten und die Durchführbarkeit der Herstellung und Wartung der Oberflächen aus Pyroceram beibehalten werden, ohne dass Brenner verwendet werden müssen, bei denen der Eintritt der Primärluft unter dem Kochfeld erfolgt.
  • Was dagegen Kochfelder mit einer tragenden Fläche aus Edelstahl oder anderen Materialien anbetrifft, die strukturell wärmebeständig sind, jedoch in ihrer Ästhetik nachlassen, wie z.B. emaillierter Stahl, so kommt es bei diesen Kochfeldern in der Nähe der Brenner leicht zu Verformungen und bleibender Farbveränderung, was vom ästhetischen Gesichtspunkt das Kochfeld selbst etwas unschön werden lässt.
  • Auch bei den obigen Materialien besteht offenbar ein Bedürfnis zum Auffinden von Lösungen, die deren Verwendung in Kochfeldern ermöglichen, die mit atmosphärischen Gasbrennern versehen sind, ohne dass es dabei zu irgendeiner Verschlechterung des Aussehens des Kochfelds kommt.
  • Die vorstehend erwähnten Bedürfnisse werden durch die vorliegende Erfindung erfüllt, die eine überraschende Lösung für die Nachteile liefert, die sich aus der Verwendung von Materialien für die tragende Fläche in Kochfeldern, die einen oder mehrere atmosphärische Gasbrenner umfassen, ergeben, die physikalisch und/oder lediglich strukturell abbaubar sind, wenn Wärmequellen zugegen sind.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung eines Kochfelds mit einer tragenden Fläche zur Unterbringung der Brenner, die aus einem Material besteht, das in Gegenwart von Wärmeabstrahlung abbaubar ist, die vorstehend erwähnten Nachteile nicht aufweist und gleichzeitig ein ansprechendes Aussehen hat und einfach herzustellen und zu warten ist.
  • Ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Kochfelds mit einem Träger aus einem Material, das in Gegenwart von Wärmeabstrahlung abbaubar ist und mit wenigstens einem Gasbrenner versehen ist, wobei letzterer von derjenigen Art ist, bei der das Einströmen von Primärluft oberhalb des Trägers erfolgt, der den Brenner selbst beherbergt.
  • Kurzbeschreibung der Erfindung
  • Dieser und andere Zwecke werden mit Hilfe der vorliegenden Erfindung erreicht gemäß dem, was im ersten unabhängigen Anspruch und in den nachfolgenden abhängigen Ansprüchen beansprucht ist.
  • Mit der vorliegenden Erfindung wird beabsichtigt, ein Kochfeld zu schützen, das einen Träger aufweist, der aus einem Material besteht, dessen physikalische Eigenschaften oder dessen Struktur in der Nähe von Wärmequellen abbaubar sind bzw. ist, und der mit wenigstens einer Bohrung versehen ist, in der zumindest teilweise ein Gasbrenner desjenigen Typs untergebracht ist, der einen Brennersockel und einen Brennerkopf mit wenigstens einem Flammenkranz umfasst. Der Brenner ist mit einem umlaufenden Ring versehen, der zwischen dem Flammenkranz und der tragenden Fläche angeordnet ist, wobei der umlaufende Ring einen Grundrissdurchmesser aufweist, der gleich dem oder größer als der Durchmesser des Flammenkranzes ist, und gefertigt ist aus Stahl oder Aluminium oder Aluminium-Legierungen oder Messing oder Keramik oder technischen Kunststoff-Polymeren mit keramischen Füllstoffen oder mit Faserfüllstoffen, die gegen hohe Temperaturen beständig sind.
  • Die Wirkung des umlaufenden Rings, der vorzugsweise die Form eines Kegelstumpfs aufweist, wobei die Hauptgrundfläche der tragenden Fläche gegenüber liegt, besteht im Schutz der letzteren vor der vom Brenner und von der erhitzten Vorlage kommenden Strahlung, um zu verhindern, dass es in der Nähe des Brenners zur Bildung von solchen Temperaturgradienten kommt, die zum Brechen der tragenden Fläche führen könnten. Der umlaufende Ring hat auch die Funktion, die durch die Strahlung und durch die Leitung am Brenner übertragene Wärme abzuleiten.
  • Gemäß einem bevorzugten Merkmal der vorliegenden Erfindung ist der umlaufende Ring vom Träger des Kochfelds in einer Weise getrennt, dass der zwischen dem Träger und dem umlaufenden Ring vorhandene Raum den Durchgang der zum Brenner gelenkten Primärluft ermöglicht, und dies bedeutet die Verwendung eines Brenners desjenigen Typs, bei dem die Primärluft oberhalb des Kochfelds eintritt.
  • Auf diese Weise trägt die Primärluft, die beispielsweise mit Hilfe eines horizontalen Venturi-Rohrs (auch bekannt als radiale Venturi-Düse) angesaugt wird, mit dem der Brenner ausgestattet sein kann, zur Abkühlung des umlaufenden Rings wie auch der tragenden Fläche in der Nähe des Brenners bei.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der vorliegenden Erfindung hat der umlaufende Ring einen Grundrissdurchmesser, der größer als der oder gleich dem Durchmesser der Bohrung ist, in der der Brenner untergebracht ist.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Brenner ein Brenner desjenigen Typs, der zwei oder mehr Flammenkränze umfasst, und die tragende Fläche besteht aus wärmebehandeltem Glas.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Lediglich anhand eines nicht einschränkenden Beispiels folgt nun eine Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit Hilfe der beigefügten Figuren, wobei:
  • 1 eine Perspektivansicht eines Kochfelds von oben ist, das gemäß einem besonderen Merkmal der vorliegenden Erfindung aus einem thermisch abbaubaren Material besteht und mehrere atmosphärische Gasbrenner umfasst;
  • 2 eine Profilansicht, teilweise im Querschnitt, eines Gasbrenners ist, der gemäß einem weiteren Merkmal der vorliegenden Erfindung mit drei Flammenkränzen versehen ist, die auf einem Kochfeld verwendet werden, das aus thermisch abbaubarem Material ist;
  • 3 eine Ansicht des Brenners von 2 in seitlichem Querschnitt ist; und
  • 4 eine teilweise aufgeschnittene Perspektivansicht eines Brenners ist, der gemäß einem weiteren Merkmal der vorliegenden Erfindung mit einem einzelnen Flammenkranz versehen ist.
  • Ausführliche Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft – unter Bezugnahme auf 1 – die Verwendung wenigstens eines Gasbrenners 2, 3a, 3b oder 3c mit einem oder mehreren Flammenkränzen in einem Kochfeld, zum Beispiel einem haushaltsüblichen Kochfeld, das mit einer tragenden Fläche 1 aus einem Material versehen ist, dessen physikalische Eigenschaften oder dessen Struktur in Gegenwart von Wärmequellen abbaubar sind bzw. ist, wie zum Beispiel wärmebehandeltes Glas, Edelstahl oder emaillierter Stahl. Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Kochfeld mit einer tragenden Fläche, die aus einem abbaubaren Material besteht.
  • 1 zeigt nun lediglich beispielhaft und in nicht einschränkender Weise ein Kochfeld, das mit einer tragenden Fläche 1 versehen ist, zum Beispiel aus wärmebehandeltem Glas, auf der in dafür vorgesehenen Sitzen ein Brenner 2 mit drei Flammenkränzen und drei Brenner 3a, 3b, 3c mit nur einem Flammenkranz angeordnet sind.
  • Wie in 2 gezeigt, umfasst gemäß vorliegender Erfindung der Brenner 2 einen Brennersockel 4 und einen Brennerkopf 5, der die vorstehend erwähnten drei Flammenkränze trägt, sowie einen umlaufenden Ring 9, der zwischen den Flammenkränzen und der tragenden Fläche 1 angeordnet ist. In 2 ist der äußerste Flammenkranz sichtbar, der im Brennerkopf 5 durch periphere Löcher 26 definiert ist.
  • Der Sockel 4 des Brenners 2 ist in einer kreisförmigen Bohrung untergebracht, die in der tragenden Fläche 1 ausgeführt ist (und in einer Position entsprechend dem in 2 mit 22 bezeichneten Teil angeordnet ist), die von mehreren flachen Federn 8 getragen wird, die gegenüber einem kreisförmigen Flansch 7 angeordnet sind, zwischen dem der Teil der tragenden Fläche 1 angeordnet ist, welcher der aufnehmenden Bohrung benachbart ist. Der Brenner 2 ist auch mit einem Rostaufsatz 6 für einen Kochbehälter versehen.
  • Unter Bezugnahme auf 3 umfasst der Brenner 2 insbesondere einen Sockel 4, der unter der tragenden Fläche 1 angeordnet ist, die aus wärmebehandeltem Glas besteht, in dem ein Injektor 23 für das brennbare Gas angeordnet ist. Der Sockel 4 weist periphere Verzweigungen oder Vorsprünge 24 auf, die in den Sitz der tragenden Fläche 1 eingreifen und sowohl den Flansch 7 als auch die flachen Federn 8 tragen. Die Verbindung der Federn 8 mit dem kreisförmigen Flansch 7 und das gegenseitige Einspannen derselben ermöglicht nach vorheri gem Dazwischenlegen der Ränder der aufnehmenden Bohrung des Brenners 2 eine stabile Befestigung des Brennersockels 4 an der tragenden Fläche 1.
  • In alternativen Ausführungsformen (nicht gezeigt) kann der Sockel 4 des Brenners 2 in einer kreisförmigen Bohrung der tragenden Fläche 1 untergebracht sein, ohne dass dieser mit der letzteren in Kontakt kommt und zum Beispiel von elastischen Hilfsmitteln auf einem strukturellen Element des Kochfelds getragen wird, das unter der tragenden Fläche 1 angeordnet und für den Benutzer nicht sichtbar ist.
  • Oberhalb des Sockels 4 und abnehmbar daran angedrückt befindet sich gemäß dem bekannten Stand der Technik ein Brennerkopf, der einen zentralen Brennerkörper 12 aufweist, der mit einem oberen Deckel 10 verschlossen und – wiederum gemäß dem Stand der Technik – mit einem horizontalen Venturi-Rohr (oder einer radialen Venturi-Düse) 11 zum Mischen des Gases mit der Primärluft und mit einer Verteilungskammer ausgestattet ist, die Löcher aufweist, welche nach außen weisen und einen ersten mittleren Flammenkranz definieren sollen. Der Brennerkopf umfasst des Weiteren einen Toroid-Körper 13, auf dem oben ein ringförmiger Deckel 14 aufliegt und der durch geeignete radiale Kanäle (nicht gezeigt) mit der horizontalen Venturi-Düse 11 und/oder der Verteilungskammer des Körpers 12 verbunden ist und eine innere Reihe von Löchern und eine äußere Reihe von Löchern aufweist, die einen zweiten Flammenkranz beziehungsweise einen dritten Flammenkranz definieren sollen. Der zweite Flammenkranz ist insbesondere gegenüber dem ersten mittleren Flammenkranz angeordnet, und der Brenner 2 ist überdies mit einem Rost 6 versehen, der zum Tragen eines Kochbehälters vorgesehen ist.
  • Der Brenner 2 ist zudem ein Brenner desjenigen Typs, bei dem die Primärluft dank der durch die Venturi-Düse 11 ausgeübten Saugwirkung oberhalb der tragenden Fläche 1 eintritt, über Kanäle (nicht gezeigt) in die durch den Brennersockel 4 definierte Kammer gelangt und anschließend mit dem aus der Düse 23 in der horizontalen Venturi-Düse (oder radialen Venturi-Düse) 11 austretenden Gas gemischt wird. Ein Brenner der oben bezeichneten Art ist aus der Patentanmeldung EP-A-0 903 538 oder aus der Veröffentlichung EP-A-0 797 048 bekannt.
  • Gemäß vorliegender Erfindung weist der Brenner 2 ebenso einen umlaufenden Ring 9 auf, der aus dem gleichen Material wie der Brenner oder aus einem anderen Material besteht und coaxial zur vertikalen Achse des Brenners und zwischen dem Flammenkranz und der tragenden Fläche 1 aus wärmebehandeltem Glas angeordnet ist. Wie aus dem Folgenden klar hervorgeht, ist der Ring 9 vorteilhaft von der tragenden Fläche 1 getrennt, und die Primärluft wird dazu gebracht, oberhalb der tragenden Fläche 1 und unterhalb des Rings 9 in den Brenner einzutreten.
  • Das Vorhandensein des umlaufenden Rings 9, der zweckmäßigerweise zwischen der Wärmequelle, dargestellt durch den Flammenkranz oder die Flammenkränze, und der tragenden Fläche aus wärmebehandeltem Glas angeordnet ist, ermöglicht hinreichende Abschirmung der tragenden Fläche aus wärmebehandeltem Glas 1 vor der Strahlung, die von den Flammenkränzen herrührt, und – obgleich in geringerem Ausmaß – auch vor der Strahlung, die vom erhitzten Kochbehälter kommt.
  • Die vorstehend erwähnte Abschirmwirkung, die zu einer Senkung der Temperatur in den Bereichen der tragenden Fläche 1 in der Nähe des Brenners 2 führt, hat sich überraschend als ausreichend zur Verhinderung eines erheblichen Abbaus des Materials erwiesen, aus dem die tragende Fläche 1 besteht. Im Falle von wärmebehandeltem Glas zum Beispiel wird durch das Dazwischenlegen des Rings 9 die Entstehung von Brüchen verhindert und die Verwendung dieses wirtschaftlichen Materials bei der Herstellung von Kochfeldern ermöglicht. Auch bei der Verwendung bei Oberflächen aus Edelstahl oder emailliertem Stahl ermöglicht der Ring 9 die Verringerung oder Beseitigung der Bildung von ringförmigen Schlieren oder Verformungen der tragenden Fläche 1.
  • Außerdem trägt das Einströmen der durch die Venturi-Düse 11 angesaugten Primärluft I in den zwischen Ring 9 und tragender Fläche 1 gelassenen Raum, der im Wesentlichen Raumtemperatur aufweist, zu einer Abkühlung sowohl der tragenden Fläche 1 als auch des umlaufenden Rings 9 durch Konvektion bei. Der Beitrag des Primärluftstroms I bei der Wirkung der lokalen Abkühlung wird im Falle von spröden Materialien wie wärmebehandeltem Glas als besonders wichtig, wenn auch nicht wesentlich erachtet.
  • Schließlich wirkt der Ring 9 teilweise auch als Wärmeableiter, indem er die vom Brenner 2 erzeugte Wärme leitet und so die Temperatur des letzteren in der Nähe des Rings 9 und daher die Temperatur in der Nähe der Bohrung senkt, die den Brenner in der tragenden Fläche 1 beherbergt.
  • Gemäß vorliegender Erfindung ist der Grundrissdurchmesser des umlaufenden Rings 9 größer als der Durchmesser der Bohrung, die in der tragenden Fläche 1 aus wärmebehandeltem Glas vorhanden ist, und auch größer als der Grundrissdurchmesser des äußersten Flammenkranzes, der durch den Toroid-Körper 13 definiert ist. Auf diese Weise erstreckt sich der Ring 9 in der Grundrissansicht vom Brennersockel 4 oder vom Brennerkopf 5 bis über den Flammenkranz hinaus, der entlang der äußeren Begrenzung des Toroid-Körpers 13 entsteht.
  • Die obigen Abmessungen des Rings 9, die weitaus größer sind als die Abmessungen ähnlicher Ringe bei Brennern, mit denen herkömmliche Kochfelder versehen sind, ermöglichen wirksame Abschirmung der darunter liegenden tragenden Fläche.
  • Wie aus 3 ersichtlich, ist zudem der Ring 9 vorzugsweise im Wesentlichen wie ein Kegelstumpf geformt, wobei die Hauptfläche der tragenden Fläche 1 gegenüber liegt, so dass verhindert wird, dass alle möglichen Lebensmittelrückstände, die aus dem Kochbehälter austreten können, auf dem Ring 9 kleben bleiben, wobei die Gefahr deren Verbrennung besteht. Alternative Ausführungsformen des Rings 9 mit konvexer Form haben sich als gleich wirksam erwiesen.
  • Weiterhin kann der umlaufende Ring 9 getrennt vom Brenner 2 gefertigt sein und durch Aneinandersetzen der verschiedenen Teile mit den letzteren verbunden werden, doch kann er auch integriert mit einem Element des Brenners 2 selbst gefertigt sein. Soll zum Beispiel der Ring 9 mit einem Brenner desjenigen Typs verbunden werden, der in EP-A-0 797 048 beschrieben ist, d.h., einem Brenner, der eine innere Metallplatte umfasst, die für die Trennung der Fluidströme geformt ist, so kann der Ring 9 aus einem einzigen Stück mit der inneren Metallplatte gefertigt sein, womit sich seine Herstellung erheblich vereinfacht.
  • Materialien, die zur Herstellung des Rings 9 geeignet sein können, sind Stahl, Aluminium-Legierungen (Al-Si oder Al-Ni) oder andere Legierungen oder Metall-Materialien wie z.B. Messing, aber auch Keramik oder technische Kunststoff-Polymere mit keramischen Füllstoffen oder mit Faserfüllstoffen, die gegen hohe Temperaturen beständig sind.
  • 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der ein atmosphärischer Gasbrenner 3 desjenigen Typs, der nur einen Flammenkranz umfasst, auf einem Kochfeld eingebaut ist, das mit einer tragenden Fläche 1 aus einem thermisch abbaubaren Material versehen ist.
  • Der Brenner 3 umfasst: einen Brennersockel 15, der in eine aufnehmende Bohrung eingebaut ist, die auf der tragenden Fläche 1 ausgeführt ist; elastische Hilfsmittel zur Verbindung mit der tragenden Fläche 1, die aus einer oder mehreren flachen Federn 21 und einem kreisförmigen Flansch 20 bestehen, der gegenüber den Federn anzuordnen ist; einen Brennerkopf 16; und einen oberen Deckel 17. Der Sockel 15 wird dank des Einschiebens der Ränder der Bohrung zur Aufnahme der tragenden Fläche 1 zwischen Feder 21 und kreisförmigem Flansch 20 in Position gehalten und umfasst eine Kammer, in der ein Injektor 23 vorhanden ist, der in fluider Verbindung mit einer Röhre 25 für die Zuführung des brennbaren Gases steht.
  • Der Brennerkopf 16 des Brenners umfasst eine horizontale Venturi-Düse 18, die gemäß dem bekannten Stand der Technik aus einem Teil mit verringertem Querschnitt und einer radialen Ausdehnungskammer besteht und durch den Deckel 17 verschlossen ist. An den radialen Enden der Ausdehnungskammer befindet sich ein Teil zur Verteilung der Mischung aus Gas/Primärluft I, der eine Reihe von Löchern aufweist, die den Flammenkranz des Brenners 3 bilden. Der Brenner 3, verbunden durch Dazwischenschieben von Teilen, weist ebenfalls einen umlaufenden Ring 19 auf, der sich vom Brennerkopf 16 des Brenners bis über den Flammenkranz hinaus erstreckt. Der umlaufende Ring 19 ist von der tragenden Fläche 1 getrennt, um das Einströmen von Primärluft I zwischen der tragenden Fläche 1 und dem Ring 19 zu ermöglichen.
  • Auch bei Verwendung des in 4 gezeigten Brenners 3 ermöglicht die Wirkung des Abschirmens von Strahlung und der Abkühlung der tragenden Fläche 1 durch den Strom der eintretenden Primärluft I, die aufgrund des Rings 19 erhalten wird, den Einsatz von Kochfeldern, die mit tragenden Flächen aus thermisch abbaubaren Materialien wie zum Beispiel wärmebehandeltem Glas, Edelstahl oder emailliertem Stahl versehen sind.

Claims (7)

  1. Kochfeld mit einer tragenden Fläche (1), die mit wenigstens einer Bohrung versehen ist, in der zumindest teilweise ein Gasbrenner (2) desjenigen Typs untergebracht ist, der einen Brennersockel (4) und einen Brennerkopf (5) mit wenigstens einem Flammenkranz sowie einen umlaufenden Ring (9) umfasst, der zwischen dem wenigstens einen Flammenkranz und der tragenden Fläche (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die tragende Fläche aus einem Material besteht, dessen physikalische Eigenschaften oder Struktur in der Nähe von Wärmequellen abbaubar sind bzw. ist, und der umlaufende Ring (9) einen Grundrissdurchmesser aufweist, der gleich dem oder größer als der Durchmesser des Flammenkranzes ist, und gefertigt ist aus Stahl oder Aluminium oder Aluminium-Legierungen oder Messing oder Keramik oder technischen Kunststoff-Polymeren mit keramischen Füllstoffen oder mit Faserfüllstoffen, die gegen hohe Temperaturen beständig sind.
  2. Kochfeld nach Anspruch 1, wobei der umlaufende Ring (9) in einem Abstand von der tragenden Fläche angeordnet ist und die Primärluft (I) oberhalb der tragenden Fläche (1) und unterhalb des umlaufenden Rings (9) eintritt.
  3. Kochfeld nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Brenner ein Brenner desjenigen Typs ist, der einen Brennerkopf (5) mit zwei oder mehr Flammenkränzen umfasst.
  4. Kochfeld nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der umlaufende Ring (9) einen Grundrissdurchmesser aufweist, der größer als der oder gleich dem Durchmesser der Bohrung ist, in der der Brenner untergebracht ist.
  5. Kochfeld nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der umlaufende Ring (9) eine Form aufweist, die im Wesentlichen ein Kegelstumpf und/oder eine konvexe Form ist.
  6. Kochfeld nach Anspruch 5, wobei die Hauptgrundfläche des umlaufenden Rings der tragenden Fläche gegenüber liegt.
  7. Kochfeld nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die tragende Fläche des Kochfelds aus wärmebehandeltem Glas oder aus Edelstahl oder aus emailliertem Stahl gefertigt ist.
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