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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Behandlung von mit Basalganglien
verbundenen Bewegungsstörungen,
ausgewählt
aus Dyskinesien.
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Dyskinesien
sind abnormale unfreiwillige Bewegungsstörungen. Die abnormalen Bewegungen
können
sich als Chorea (unfreiwillige, schnelle, irreguläre, ruckartige
Bewegungen, die das Gesicht, die Anne, die Beine oder den Rumpf
befallen können),
Ballismus (unfreiwillige Bewegungen ähnlich zu Chorea, aber von
einer heftigeren und kräftigeren
Natur), Dystonie (andauernde Muskelkontraktionen, die gewöhnlich verdrehende
und sich wiederholende Bewegungen oder abnormale Körperhaltungen
oder Positionen erzeugen) oder Athetose (sich wiederholende unfreiwillige,
langsame, schlängelnde,
gewundene Bewegungen, die besonders stark in den Händen sind)
manifestieren.
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Bewegungs-
und andere Störungen
auf Grund von Dysfunktion der Basalganglien und damit in Zusammenhang
stehenden Gehirnstrukturen sind von großer sozioökonomischen Wichtigkeit. Derartige
Störungen
können
als Folge ererbter oder erworbener Krankheit, idiopathischer Neurodegeneration
auftreten, oder sie können
iatrogen sein. Das Spektrum von Störungen ist sehr vielfältig, wobei
es von denen, verbunden mit Bewegungsarmut (Akinesie, Hypokinesie,
Bradykinesie) und Hypertonie (z.B. Parkinsonsche Krankheit, einige Formen
von Dystonie) bis zu den unfreiwilligen Bewegungsstörungen (Hyperkinesien
oder Dyskinesien, z.B. Huntingtonsche Krankheit, Levodopa-induzierte
Dyskinesie, Ballismus, einige Formen von Dystonie) reicht.
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Die
Kenntnis der pathophysiologischen Mechanismen, die einigen dieser
Störungen
zugrunde liegen, macht es wahrscheinlich, daß ähnliche Mechanismen Störungen übertragen,
die durch entweder Hyperkinesien oder Dyskinesien gekennzeichnet
sind. Es ist deshalb zu erwarten, daß Behandlungen, die bei einer
Form von Dyskinesie wirksam sind, vorteilhaft bei Dyskinesien andersartiger Ätiologie
sein können.
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Ein üblicher
Weg, auf dem Dyskinesien entstehen, geschieht als eine Nebenwirkung
von Dopamin-Substitutionstherapie für Parkinsonismus oder andere
mit Basalganglien verbundene Bewegungsstörungen. Parkinsonismus ist
ein Syndrom von Symptomen, die durch Langsamkeit der Bewegung (Bradykinesie), Starrheit
und/oder Tremor gekennzeichnet sind. Parkinsonsche Symptome werden
bei einer Vielzahl von Leiden gesehen, am häufigsten bei idiopathischem
Parkinsonismus (d.h. Parkinsonscher Krankheit), aber auch im Anschluß an die
Behandlung von Schizophrenie, Einwirkung von Toxinen/Arzneimitteln
und Kopfverletzung. Bei Parkinsonscher Krankheit ist die primäre Pathologie
die Degeneration dopaminergener Neuronen der Substantia nigra, Pars
compacta.
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Die
am weitverbreitetsten verwendeten symptomatischen Behandlungen für Parkinsonismus
verwenden Dopamin substituierende Mittel (z.B. L-DOPA und Dopamin-Rezeptor-Agonisten).
Diese haben jedoch Begrenzungen, besonders im Anschluß an eine
Langzeitbehandlung. Zu Problemen können eine „Abnutzung" der anti-Parkinsonschen Wirksamkeit
der Behandlung und insbesondere das Erscheinen einer Reihe von Nebenwirkungen
gehören.
Diese Nebenwirkungen können
sich als Dyskinesien wie beispielsweise Chorea und Dystonie manifestieren.
Dyskinesie kann gesehen werden, entweder wenn der Patient eine Dopamin-Substitutionstherapie
durchmacht (in dem Fall von Chorea und/oder Dystonie) oder sogar
wenn er von der Therapie weg ist (wenn Dystonie vorherrschend ist).
Letztendlich begrenzen diese Nebenwirkungen ernsthaft die Verwendbarkeit
dopaminerger Behandlungen.
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Eine
andere gewöhnliche
Ursache von Dyskinesien ist die Behandlung von Psychose mit neuroleptischen
Arzneimitteln, diese ist als tardive Dyskinesie bekannt.
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Dyskinesie
tritt auch bei vielen anderen Leiden auf, einschließlich:
- • Huntingtonsche
Krankheit
- • idiopathische
Dystonie
- • Tourette-Syndrom
- • „Off"-Dystonie bei Parkinsonismus
- • Ballismus
- • senile
Chorea
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Es
sind viele Versuche gemacht worden, Mittel zu entwickeln, die die
Entwicklung von Dyskinesien verhindern und/oder sie behandeln, obwohl
derartige Versuche begrenzten Erfolg hatten. Es gibt deshalb einen
Bedarf, Wege zu entwickeln, auf denen Dyskinesien behandelt werden
können.
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US-B-6200970
offenbart 2,3-Benzodiazepine als nichtkompetitive AMPA-Inhibitoren,
die für
die Behandlung oder Verhinderung von, unter anderen, neurodegenerativen
Erkrankungen, einschließlich
Parkinsonscher Krankheit und Huntington-Chorea, verwendbar sind.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Behandlung von Dyskinesien unter
Verwendung einer Verbindung mit der allgemeinen Formel (I)
wobei R eine Arylgruppe,
wie beispielsweise Phenyl oder Benzyl, ist, welche gegebenenfalls
mit einer C
1-6-Alkyl-, C
1-6-Alkoxy-,
Halogen-, Hydroxyl-, Amino-, Nitro-, Amido-, Nitril- oder einer
Carboxylgruppe substituiert ist;
R
1 C
1-6-Alkyl oder Wasserstoff ist;
R
2 C
1-6-Alkoxy oder
Hydroxyl ist; und
R
3 C
1-6-Alkoxy,
Wasserstoff, Hydroxyl oder Halogen ist.
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Vorzugsweise
ist R aus einer von den folgenden Gruppen ausgewählt:
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Wenn
R1 eine Alkylgruppe ist, wird es bevorzugt,
daß R1 C1-3-Alkyl ist,
wobei C2-Alkyl (Ethyl) am meisten bevorzugt
wird.
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Wenn
R2 eine Alkoxygruppe ist, wird es bevorzugt,
daß R2 C1-3-Alkoxy ist,
wobei C1-Alkoxy (Methoxy) am meisten bevorzugt
wird.
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Wenn
R3 eine Alkoxygruppe ist, wird es bevorzugt,
daß R3 C1-3-Alkoxy ist,
wobei C1-Alkoxy (Methoxy) am meisten bevorzugt
wird.
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Es
wird bevorzugt, daß die
Verbindung der Formel (I) aus der Gruppe von Tofisopam, Girisopam
und Nerisopam ausgewählt
wird, welche wie folgt sind:
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Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Verwendung einer
Verbindung der allgemeinen Formel (I) für die Herstellung eines Medikaments
für die
Behandlung von Dyskinesie bereitgestellt.
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Ein
Mittel, welches die Aktivität
von Rezeptoren mit Liganden der allgemeinen Formel (I) moduliert, kann
für die
Herstellung eines Medikaments für
die Behandlung von Dyskinesie verwendet werden.
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Mit „Rezeptoren" meinen wir Rezeptoren,
die sich auf den Zellkörpern
und den Enden von Neuronen befinden, die sich innerhalb des Striatums,
der internen und externen Segmente des Globus pallidus und der Substantia
nigra im Gehirn befinden und dadurch ein neuronales Signal induzieren,
das Dyskinesie verringert, und für
welche Moleküle
der allgemeinen Formel (I) als Liganden wirken.
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Mit „Dyskinesie" meinen wir abnormale
unfreiwillige Bewegungen, die mit den Störungen der Gehirnregionen verbunden
sind, die als Basalganglien bekannt sind. Die Dyskinesie kann eine „Levodopa-induzierte Dyskinesie" sein, die als Komplikation
der Behandlung von Parkinsonscher Krankheit (die häufigste
Krankheit der Basalganglien) entsteht. Dyskinesie kann sich physisch
in zwei Formen, Chorea und Dystonie, manifestieren. Chorea besteht
aus unfreiwilligen, kontinuierlichen, zwecklosen, abrupten, schnellen,
kurzen, nicht andauernden und irregulären Bewegungen, die von einem
Teil des Körpers
zu einem anderen fließen.
Dystonie bezeichnet andauernde Muskelkontraktionen, die verdrehende
und sich wiederholende Bewegungen oder abnormale Körperhaltungen
verursachen.
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Dyskinesien
können
von Ataxie und Katalepsie unterschieden werden. Ataxie ist gewöhnlich mit
Störungen
eines Teils des Gehirns, genannt das Cerebellum, oder seiner Verknüpfungen
verbunden. Sie ist durch schlechte motorische Koordination gekennzeichnet.
Da sind ein schwankender Gang (Schritt) und eine inartikulierte
Sprache, die die Person als „betrunken" erscheinen lassen
können.
Katalepsie ist wiederum ein anderes Leiden, das unmöglich mit
Dyskinesien zu verwechseln ist. Sie ist gewöhnlich mit psychotischen Störungen verbunden.
Sie ist gekennzeichnet durch Inaktivität, verminderte Reaktionsfähigkeit
für Reize
und eine Tendenz, eine unbewegte Körperhaltung aufrecht zu erhalten.
Die Gliedmaßen
neigen dazu, in welcher Position auch immer zu verbleiben, in welche
sie plaziert werden. So bezeichnen die Begriffe Dyskinesie (einschließlich Chorea
und Dystonie), Ataxie und Katalepsie verschiedene und gesonderte
Störungen.
Sie haben unterschiedliche physische Manifestationen und unterschiedliche
Ursachen.
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Die
vorliegende Erfindung basiert auf Forschungsarbeit, die von den
Erfindern in bezug auf die Aktivität von Verbindungen der allgemeinen
Formel I durchgeführt
wurde. Zu ihrer Überraschung
fanden sie, daß derartige
Verbindungen Wirksamkeit zur Verringerung von Dyskinesien haben.
Dies führte
sie zu der Erkenntnis, daß verschiedene
Klassen von Mitteln verwendet werden können. Zu diesen gehören:
- (i) exogene 2,3-Benzodiazepin-Rezeptor-Liganden;
- (ii) Verbindungen, die die Synthese von endogenen 2,3-Benzodiazepin-Rezeptor-Liganden
erhöhen;
- (iii) Verbindungen, die die Freisetzung von endogenen 2,3-Benzodiazepin-Rezeptor-Liganden
erhöhen;
- (v) Verbindungen, die die Geschwindigkeit der Inaktivierung
oder des Metabolismus von endogenen 2,3-Benzodiazepin-Rezeptor-Agonisten
blockieren; und
- (vi) Verbindungen, die die Expression und/oder Transkription
des 2,3-Benzodiazepin-Rezeptors
fördern/vergrößern.
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Die
Erfindung basiert auf unseren Untersuchungen, die die neuralen Mechanismen
betreffen, die Bewegungsstörungen
zugrunde liegen. Obwohl wir nicht wünschen, durch irgendeine Hypothese
gebunden zu sein, glauben wir, daß Bewegungsstörungen abnormale
Aktivität
von Basalganglienausgangswegen beinhalten, und in vielen Fällen wird
dies durch abnormale Funktion von striatalen efferenten Wegen zustande
gebracht. Diese bestehen aus einem „direkten" Weg zu dem medialen oder internen Segment
des Globus pallidus und der Pars reticulata der Substantia nigra
und einem „indirekten" Weg zu dem lateralen
oder externen Segment des Globus pallidus. Eines der pathophysiologischen
besonderen Kennzeichen von Dyskinesie ist die Überaktivität des direkten striatalen Ausgangsweges.
Umgekehrt ist bei Parkinsonscher Krankheit der direkte striatale
Ausgangsweg unteraktiv und ist der indirekte striatale Ausgangsweg überaktiv.
Wir glauben, daß Verbindungen
der allgemeinen Formel (I) an Rezeptoren binden, die sich an den
Enden der Neuronen des striatalen Ausgangs befinden, die zu den
internen und externen Segmenten des Globus pallidus und der Pars reticulata
der Substantia nigra hinüberragen
und dadurch ein neuronales Signal induzieren, das Dyskinesie verringert.
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WO
99/06408 und WO 01/04122 offenbaren Moleküle, die eine tricyclische 2,3-Benzodiazepinstruktur des
Kerns mit oberflächlicher Ähnlichkeit
zu den Verbindungen der allgemeinen Formel (I) haben. Der Stand der
Technik spekuliert, daß derartige
Verbindungen bei der Behandlung einer Vielfalt von medizinischen
Leiden (z.B. Parkinsonsche Krankheit) verwendet werden können. Jedoch
unterscheiden sich die Verbindungen, die gemäß der Erfindung verwendet werden,
gegenüber
diesem Stand der Technik darin, daß die Ringe unterschiedliche
Substituenten haben (insbesondere an R, R2 und
R3). Weiterhin haben die Verbindungen der
allgemeinen Formel (I) überraschende
Brauchbarkeit zum Behandeln von Dyskinesien, das heißt übermäßige unfreiwillige
Bewegungen, und nicht Parkinsonsche Krankheit per se, die durch
eine Bewegungsarmut gekennzeichnet ist.
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Die
Erfinder haben mit dem Molekül
Tofisopam Versuche durchgeführt,
die sie zu der Erkenntnis geführt
haben, daß Verbindungen
der allgemeinen Formel (I) für
die Behandlung von Dyskinesien in hohem Maße wirksam sind. Zum Beispiel
wurde gefunden, daß Dyskinesien
(z.B. Chorea und Dystonie) sich nicht entwickeln, oder zumindest
verringert werden, wenn die Verbindungen für die Behandlung einer Bewegungsstörung an
Versuchspersonen auf Dopamin-Substitutionstherapie gegeben werden.
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Die
Verbindungen (und Zusammensetzungen oder Medikamente, die sie enthalten),
können
verwendet werden, um viele Arten von Dyskinesie zu behandeln. Zum
Beispiel können
die Verbindungen verwendet werden, um Dyskinesie, verbunden mit
Huntingtonscher Krankheit, idiopathische Torsionsdystonie, tardive Dyskinesie
oder Off-Dystonie bei Parkinsonscher Krankheit zu behandeln, und
ganz besonders für
Dyskinesie, verbunden mit Bewegungsstörungen, wie beispielsweise
Parkinsonismus (z.B. idiopathische Parkinsonsche Krankheit, postenzephalitischer
Parkinsonismus oder Parkinsonismus, resultierend aus Kopfverletzung),
Behandlung von Schizophrenie, Arzneimittelvergiftung, Manganvergiftung
und dergleichen.
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Die
Verbindungen können
auch bei der Behandlung von Dyskinesien verwendet werden, die sich
als hyperkinetische Aktivität
manifestieren (z.B. Tourette-Syndrom oder Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivität (ADHD)).
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Die
Verbindungen sind auch zur Behandlung von Dyskinesien verwendbar,
die als Nebenwirkung anderer therapeutischer Mittel entstehen. Zum
Beispiel sind die Verbindungen für
die Behandlung von Dyskinesie verwendbar, die mit der Behandlung
mit Ropinirol, Pramipexol, Cabergolin, Bromcriptin, Lisurid, Pergolid, L-DOPA
oder Apomorphin verbunden ist.
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Levodopa
ist eine aromatische Aminosäure.
Der chemische Name von Levodopa oder L-DOPA ist (–)-L-α-Amino-β-(3,4-dihydroxybenzol)propansäure. L-DOPA
hat die Molekülformel
C
9H
11NO
4 und
ein Molekulargewicht von 197,2. Chemisch ist Levodopa (–)-3-(3,4-Dihydroxyphenyl)-L-alanin.
Es ist eine farblose kristalline Verbindung, schwach in Wasser löslich und
unlöslich
in Alkohol. L-DOPA hat die folgende Strukturformel:
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Weil
L-DOPA eine Aminosäure
ist, wird es für
die Behandlung von Parkinson-Krankheit und Syndrom an Patienten
gewöhnlich
in Kombination mit Carbidopa verabreicht. Der chemische Name für Carbidopa
ist (–)-L-α-Hydrazino-α-methyl-β-(3,4-dihydroxybenzol)propionsäure-Monohydrat.
Carbidopa hat die Summenformel C
10H
14N
2O
4·H
2O und ein Molekulargewicht von 244,3. Wasserfreies
Carbidopa hat ein Molekulargewicht von 226,3. Sinemet
® ist
eine Kombination von Carbidopa und Levodopa für die Behandlung von Parkinson-Krankheit
und Syndrom. Sinemet
® ist in den US-Patentschriften
4832957 und 4900755 beschrieben. Die Strukturformel von Carbidopa
ist:
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Außerdem sind
die Verbindungen gemäß der Erfindung
für die
Behandlung von Dyskinesien verwendbar, die mit Ropinirol-Behandlung
verbunden sind. Ropinirol ist ein Nicht-Ergolin-Dopamin-Agonist, der unter dem
Handelsnamen Requip
® verkauft wird. Ropinirol
ist das Hydrochloridsalz von 4-[2-(Dipropylamino)ethyl]-1,3-dihydro-2H-indol-2-on-Monohydrochlorid
und hat eine Summenformel von C
16H
24N
2O·HCl. Das Molekulargewicht
von Ropinirol ist 296,84 (260,38 als die freie Base). Ropinirol
ist in den US-Patentschriften 4452808 und 4824860 beschrieben. Die
Strukturformel von Ropinirol ist:
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Die
Verbindungen gemäß der Erfindung
sind auch für
die Behandlung von Dyskinesien verwendbar, die mit Pramipexol-Behandlung
verbunden sind. Der chemische Name von Pramipexol ist (S)-2-Amino-4,5,6,7-tetrahydro-6-(propylamino)benzothiazol-Dihydrochlorid-Monohydrat.
Pramipexol-Dihydrochlorid wird
unter dem Warenzeichen Mirapex
® verkauft. Pramipexol-Dihydrochlorid
hat die Summenformel C
10H
17N
3S·2HCl·H
2O und ein Molekulargewicht von 302,27. Die
Synthese von Pramipexol ist in den US-Patentschriften 4843086 und
4886812 beschrieben. Die Strukturformel von Pramipexol-Dihydrochlorid ist:
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Die
Verbindungen können
auch für
die Behandlung von Dyskinesien verwendet werden, die mit Cabergolin-Behandlung
verbunden sind. Der chemische Name für Cabergolin ist 1-Adamantanamin-Hydrochlorid. Es
hat ein Molekulargewicht von 187,71 und eine Molekülformel
von C
10H
18NCl. Die
Strukturformel von Cabergolin ist:
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Die
Verbindungen können
auch für
die Behandlung von Dyskinesien verwendet werden, die mit Bromocriptinbehandlung
verbunden sind. Bromocriptinmesylat wird unter dem Warenzeichen
Parlodel
® verkauft. Der
chemische Name für
Bromocriptinmesylat ist Ergotaman-3',6',18-trion-2-brom-12'-hydroxy-2'-(1-methylethyl)-5'-(2-methylpropyl)-(5'a)-Monomethansulfonat. Das Molekulargewicht
von Bromocriptinmesylat ist 750,70 und es hat die Summenformel C
32H
40BrN
5O
5·CH
4SO
3. Die Strukturformel
von Bromocriptinmesylat ist:
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Die
Verbindungen können
auch für
die Behandlung von Dyskinesien verwendet werden, die mit Lisurid-Behandlung
verbunden sind. Der chemische Name für Lisurid ist R(+)-N'-[(8α)-9,10-Didehydro-6-methylergolin-8-yl]-N,N-diethylharnstoff-Hydrogenmaleat.
Lisurid hat ein Molekulargewicht von 338,45 und die Summenformel
C
20H
26N
4O.
Die Strukturformel von Lisurid ist:
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Die
Verbindungen können
auch für
die Behandlung von Dyskinesien verwendet werden, die mit Pergolid-Behandlung
verbunden sind. Der chemische Name von Pergolid-Mesylat ist 8β-[(Methylthio)methyl]-6-propylergolin-Monomethansulfonat.
Pergolid-Mesylat wird unter dem Warenzeichen Permax
® verkauft. Permax
hat die Summenformel C
19H
26N
2S·CH
4O
3S und ein Molekulargewicht
von 410,59. Die Synthese von Pergolid-Mesylat ist in den US-Patentschriften
4797405 und 5114948 beschrieben. Die Strukturformel von Pergolid-Mesylat
ist:
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Die
Verbindungen können
auch für
die Behandlung von Dyskinesien verwendet werden, die mit Apomorphin-Behandlung
verbunden sind. Apomorphin hat die Summenformel C
17H
17NO
2 und ein Molekulargewicht
von 267,33. Die Strukturformel von Apomorphin ist:
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Die
Verbindungen sind besonders zum Behandeln von Dyskinesie nützlich,
die durch Mittel verursacht wird, die verwendet werden, um Bewegungsstörungen wie
beispielsweise Parkinsonismus zu behandeln. In dieser Hinsicht besteht
eine bevorzugte Verwendung der Verbindungen in der Behandlung von
dyskinetischen Nebenwirkungen, die mit einer Therapie für Parkinsonismus
mit L-DOPA, Amorphin oder einem anderen Dopamin-Agonisten verbunden
sind.
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Die
Verbindungen können
verwendet werden, um existierende Dyskinesien zu behandeln, aber
können
auch verwendet werden, wenn eine prophylaktische Behandlung als
medizinisch notwendig angesehen wird. Zum Beispiel, wenn es als
notwendig angesehen wird, L-DOPA-Therapie zu beginnen, und es befürchtet wird,
daß Dyskinesien
sich entwickeln können.
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Die
Verbindungen können
verwendet werden, um Dyskinesie als Monotherapie zu behandeln (d.h. Verwendung
der Verbindung allein), oder sie können als Zusatz zu anderen
therapeutischen Mitteln verwendet werden. Zum Beispiel können die
Verbindungen gemeinsam mit therapeutischen Mitteln verabreicht werden, um
dyskinetische Nebenwirkungen, verursacht durch derartige therapeutische
Mittel, zu verhindern (z.B. als ein Zusatz zu L-DOPA oder Apomorphin,
gegeben zur Behandlung von Parkinson-Patienten), oder alternativ können die
Verbindungen in Kombination mit anderen Behandlungen gegeben werden,
welche ebenfalls Dyskinesie verringern (z-B. μ-Opioid-Rezeptor-Antagonisten, α2-Adrenorezeptor-Antagonisten, Cannabinoid-CB1-Antagonisten, NMDA-Rezeptor-Antagonisten,
cholinerge Rezeptor- Antagonisten,
Histamin-H3-Rezeptor-Agonisten und Läsion des Globus pallidus/Nucleus
subthalamicus/Tiefenhirn-Stimulation).
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In
bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung kann die Verbindung der allgemeinen Formel (I) mit therapeutischen
Mitteln, wie beispielsweise:
- (a) therapeutische
Mittel, verwendet bei der Behandlung von Parkinsonismus, einschließlich Parkinsonscher
Krankheit (z.B. L-DOPA, Chlor-APB, Apomorphin, Ropinirol, Pramipexol,
Cabergolin, Bromcriptin, Lisurid oder Pergolid),
- (b) andere therapeutische Mittel, verwendet bei der Behandlung
von Dyskinesie (z.B. nichtselektive δ- oder μ-Opioid-Rezeptor-Antagonisten, α2-Adrenorezeptor-Antagonisten,
Cannabinoid-CB1-Antagonisten, Histamin-H3-Agonisten,
mGLuR-Antagonisten, NMDA-Rezeptor-Antagonisten, Gpi-Läsion/Tiefenhirn-Stimulation),
- (c) therapeutische Mittel, verwendet als Neuroleptika für die Behandlung
von Schizophrenie und Psychose (z.B. Mittel mit Dopamin-Rezeptor-Antagonist-Eigenschaften,
Haloperidol, Clozapin, Fluphenazin und Sulpirid),
kombiniert
werden.
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Die
Verbindungen können
auch als Zusatz oder in Kombination mit bekannten Therapien verwendet werden.
Zum Beispiel haben wir gefunden, daß die Kombination von L-DOPA
mit Verbindungen gemäß der Erfindung
in Bewegungsstörungen
wie Parkinsonscher Krankheit resultiert, die mit signifikant verringerten
dyskinetischen Nebenwirkungen behandelt werden.
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Die
Verbindungen können
auch in Kombination mit einem bekannten Neuroleptikum verwendet
werden, um Patienten zu behandeln, die an tardiver Dyskinesie leiden.
Der Begriff Neuroleptikum bezieht sich auf die Auswirkungen auf
Wahrnehmung und Verhalten von antipsychotischen Arzneimitteln, die
Konfusion, Wahnvorstellungen, Halluzinationen und psychomotorische
Bewegung bei Patienten mit Psychosen verringern. Es gibt eine natürlich vorkommende
Chemikalie, einen Neurotransmitter, im Gehirn, genannt Dopamin. Dopamin
ist der chemische Bote im Gehirn, der am Denken, an Emotionen, am
Verhalten und an der Wahrnehmung vorwiegend beteiligt ist. Bei einigen
Krankheiten kann Dopamin überaktiv
sein und kippt das normale Gleichgewicht von Chemikalien im Gehirn.
Dieses überschüssige Dopamin
hilft, einige Symptome der Krankheit zu erzeugen. Die Hauptwirkung,
die diese Arzneimittel haben, ist es, einige Dopamin-Rezeptoren
im Gehirn zu blockieren, was die Wirkung verringert, zu viel Dopamin
zu haben, und das Ungleichgewicht korrigiert. Dies verringert die
Symptome, die dadurch verursacht werden, zuviel Dopamin zu haben.
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Neuroleptische
Arzneimittel sind eine Klasse von Antipsychotika. Zu Beispielen
neuroleptischer Verbindungen gehören:
Haloperidol (Haldol), Chlorpromazin (Thorazin), Thioridazin (Mellaril),
Risperidon (Risperdal), Quetiapin (Seroquel), Olanzapin (Zyprexa),
Clozapin (Clozaril), Amisulprid (Solian), Sertindol (Serdolect),
Zotepin (Zoleptil), Thiothixen (Navane), Molidon (Moban), Loxapin
(Loxitan), Prochlorperazin (Compazin), Trifluoperazin (Stelazin).
Perphenazin (Trilafon) und Metaclopramid (Reglan).
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Haloperidol
hat eine Molekülformel
von C21H23ClFNO2 und ein Molekulargewicht von 375,8696 g/mol. Haloperidol
wird auch als Haldol bezeichnet; 4-[4-(p-Chlorphenyl)-4-hydroxypiperidino]-4'- fluorbutyrophenon; gamma-(4-(para-Chlorphenyl)-4-hydroxypiperidino)-para'-fluorbutyrophenon;
und Serenace.
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Chlorpromazin-Hydrochlorid,
ein Phenothiazinderivat, hat eine chemische Formel von 2-Chlor-10-[3(-dimethylamino)propyl]phenothiazin-Monohydrochlorid.
Chlorpromazin-Hydrochlorid hat die Molekülformel: C17H19ClN2S·HCl und
ein Molekulargewicht von 355,33.
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SEROQUEL® (Quetiapinfumarat)
ist ein antipsychotisches Arzneimittel, das zu einer neuen chemischen
Klasse, den Dibenzothiazepinderivaten, gehört. Die chemische Bezeichnung
von Quetiapinfumarat ist 2-[2-(4-Dibenzo[b,f][1,4]-thiazepin-11-yl-1-piperazinyl)ethoxy]-ethanolfumarat-(2:1)-(Salz). Quetiapinfumarat ist
in Tabletten als das Fumaratsalz vorhanden. Alle Dosen und Tablettenstärken sind
als Milligramm der Base, nicht als Fumaratsalz ausgedrückt. Quetiapinfumarat
hat eine Molekülformel
von C42H50N6O4S2·C4H4O4 und
ein Molekulargewicht von 883,11 (Fumaratsalz).
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Der
chemische Name für
Clozapin ist 8-Chlor-11-(4-methyl-1-piperazinyl)-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin.
Clozapin ist ein atypisches antipsychotisches Arzneimittel, das
ein tricyclisches Dibenzodiazepin-Derivat ist. Clozapin wird unter
dem Warenzeichen „CLOZARIL®" verkauft. Clozapin
hat ein Molekulargewicht von 326,83 und eine Molekülformel
von C18H19ClN4.
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Der
chemische Name von Trifluoperazin-Hydrochlorid ist 10-[3-(4-Methyl-1-piperazinyl)propyl]-2-(trifluormethyl)phenothiazin-Dihydrochlorid.
Trifluoperazin hat ein Molekulargewicht von 480,43 und eine Molekülformel
von C21H24F3N3S·2HCl.
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Metoclopramid-Hydrochlorid
ist eine weiße
kristalline, geruchlose Substanz, frei löslich in Wasser. Der chemische
Name von Metoclopramid ist 4-Amino-5-chlor-N-[2-(diethylamino)ethyl]-2-methoxybenzamid-Monohydrochlorid-Monohydrat.
Metoclopramid hat ein Molekulargewicht von 354,3.
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Fluphenazin-Hydrochlorid
ist ein Trifluormethylphenothiazin-Derivat, vorgesehen für die Behandlung von
Schizophrenie. Der chemische Name von Fluphenazin ist 4-[3-[2-(Trifluormethyl)phenothiazin-10-yl]propyl]-1-piperazinethanol-Dihydrochlorid.
Die Molekülformel
von Fluphenazin ist C22H26F3N3OS·2HCl und
sein Molekulargewicht ist 510,44.
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Zusammensetzungen
gemäß dem ersten,
zweiten, dritten oder vierten Aspekt der Erfindung können eine
Anzahl von verschiedenen Formen annehmen, die insbesondere von der
Art und Weise abhängen,
in der die Verbindung verwendet werden soll. So kann die Zusammensetzung
zum Beispiel in der Form eines Pulvers, einer Tablette, Kapsel,
Flüssigkeit,
Salbe, Creme, eines Gels, Hydrogels, Aerosols, Sprays, einer Mizelle, eines
transdermalen Pflasters, Liposoms oder irgendeiner anderen geeigneten
Form sein, die an eine Person oder ein Tier verabreicht werden kann.
Man ist sich bewußt,
daß das
Vehikel der Zusammensetzung der Erfindung eines sein sollte, das
von der Versuchsperson, der es gegeben wird, gut vertragen wird
und die Zuführung
der Verbindungen an das Gehirn ermöglicht.
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Die
Zusammensetzungen können
auf einer Anzahl von Wegen verwendet werden. Zum Beispiel kann systemische
Verabreichung erforderlich sein, in welchem Fall die Verbindung
innerhalb einer Zusammensetzung enthalten sein kann, welche zum
Beispiel oral in der Form einer Tablette, Kapsel oder Flüssigkeit
aufgenommen werden kann. Alternativ kann die Verbindung durch Injektion
in den Blutstrom verabreicht werden. Injektionen können intravenös (Bolus
oder Infusion) oder subkutan (Bolus oder Infusion) sein. Die Verbindungen
können
auch durch Inhalation verabreicht werden (z.B. intranasal).
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Verbindungen,
wie sie durch die allgemeine Formel (I) definiert werden, können auch
zentral mittels intrazerebraler, intrazerebroventrikulärer oder
intrathekaler Zuführung
verabreicht werden.
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Die
Verbindungen sind besonders nützlich,
wenn sie in Pflaster eingebracht werden, die für transdermale Zuführung der
Verbindungen gemäß der allgemeinen
Formel (I) auf die Haut aufgebracht werden können.
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Die
Verbindung kann auch innerhalb einer Vorrichtung mit langsamer oder
verzögerter
Freisetzung eingebracht sein. Derartige Vorrichtungen können zum
Beispiel auf oder unter die Haut insertiert werden und die Verbindung
kann über
Wochen oder sogar Monate freigesetzt werden. Eine derartige Vorrichtung
kann besonders nützlich
für Patienten
mit langdauernder Dyskinesie sein, wie beispielsweise Patienten
auf kontinuierlicher L-DOPA-Therapie für die Behandlung von Parkinsonismus.
Die Vorrichtungen können
besonders vorteilhaft sein, wenn eine Verbindung verwendet wird,
die normalerweise häufige
Verabreichung erfordern würde (z.B.
mindestens tägliche
Aufnahme einer Tablette oder tägliche
Injektion).
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Man
ist sich bewußt,
daß die
erforderliche Menge einer Verbindung durch biologische Aktivität und Bioverfügbarkeit
bestimmt wird, welche dann wieder von der Art der Verabreichung,
den physikochemischen Eigenschaften der angewendeten Verbindung
abhängt
und davon, ob die Verbindung als Monotherapie oder in einer kombinierten
Therapie verwendet wird. Die Häufigkeit
der Verabreichung wird auch von den vorstehend erwähnten Faktoren
und insbesondere der Halbwertszeit der Verbindung innerhalb der
Versuchsperson, die behandelt wird, beeinflußt.
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Optimale
Dosierungen, die verabreicht werden sollen, können durch den Fachmann bestimmt
werden und variieren mit der speziellen Verbindung, die in Gebrauch
ist, der Konzentration der Zubereitung, der Art der Verabreichung
und der Weiterentwicklung des Krankheitszustands. Zusätzliche
Faktoren, die von der speziellen Versuchsperson, die behandelt wird,
abhängen,
führen
zu einer Notwendigkeit, die Dosierungen anzupassen, welche das Alter
der Versuchsperson, Gewicht, Geschlecht, Ernährung und Zeit der Verabreichung einschließen.
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Bekannte
Verfahrensweisen, wie beispielsweise diejenigen, die herkömmlicherweise
von der pharmazeutischen Industrie angewendet werden (z.B. in-vivo-Experimentieren,
klinische Versuche usw.), können
verwendet werden, um spezielle Formulierungen von Zusammensetzungen
und präzise
therapeutische Regimes (wie beispielsweise tägliche Dosen der Verbindungen
und die Häufigkeit
der Verabreichung) festzusetzen.
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Im
allgemeinen kann eine tägliche
Dosis zwischen 0,01 μg/kg
Köpergewicht
und 1,0 g/kg Körpergewicht
einer Verbindung der allgemeinen Formel (I) für die Behandlung von Dyskinesie
verwendet werden, abhängig
davon, welche spezielle Verbindung verwendet wird, stärker bevorzugt
liegt die tägliche
Dosis zwischen 0,01 mg/kg Körpergewicht
und 100 mg/kg Körpergewicht.
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Bloß um ein
Beispiel zu geben, eine geeignete Dosis von Tofisopam zum Behandeln
von L-DOPA-induzierter
Dyskinesie bei Versuchspersonen mit Parkinsonscher Krankheit liegt
zwischen 0,1 mg/kg/Tag und 100 mg/kg/Tag (abhängig von dem Gesundheitszustand
der einzelnen Person). Es wird bevorzugt, daß zwischen 0,25 mg/kg/Tag und
20 mg/kg/Tag Tofisopam täglich
an eine Person gegeben wird, und es wird am meisten bevorzugt, daß etwa 10
mg/kg/Tag oder 15 mg/kg/Tag Tofisopam zum Behandeln von Dyskinesie,
induziert durch L-DOPA, gegeben wird.
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Man
ist sich bewußt,
daß die
erforderliche Dosis von dem Weg der Verabreichung beeinflußt wird. Wenn
Tofisopam intravenös
gegeben wird, sind 0,1–10
mg/kg eine bevorzugte Dosis, während
höhere
Dosen (z.B. 5–15
mg/kg) oral eine geeignete Dosis sein können.
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Um
ein weiteres Beispiel zu geben, geeignete Dosen von Girisopam oder
Nerisopam sind vorzugsweise 0,5–30
mg/kg.
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Tägliche Dosen
können
als eine einzige Verabreichung (z.B. tägliche Tablette für oralen
Verbrauch oder als eine einzige tägliche Injektion) gegeben werden.
Alternativ kann die verwendete Verbindung Verabreichung zweimal
oder mehrere Male während
eines Tages erfordern. Als ein Beispiel kann Tofisopam zur Behandeln
von L-DOPA-induzierter Dyskinesie bei Patienten mit Parkinsonscher
Krankheit als zwei (oder mehrere, abhängig von der Schwere der Dyskinesie)
tägliche
Dosen zwischen 25 mg und 5000 mg in Tablettenform verabreicht werden.
Ein Patient, der Behandlung bekommt, kann eine erste Dosis beim
Aufwachen und dann eine zweite Dosis am Abend (wenn auf einem Zwei-Dosis-Regime)
oder in 3- oder 4-ständigen
Intervallen danach einnehmen. Alternativ kann eine Vorrichtung mit
langsamer Freisetzung verwendet werden, um optimale Dosen für einen
Patienten ohne die Notwendigkeit zur Verabreichung wiederholter
Dosen bereitzustellen.
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Eine
therapeutisch wirksame Menge der Verbindung der Erfindung und ein
pharmazeutisch verträgliches
Vehikel können
in eine pharmazeutische Zusammensetzung eingebracht werden. In einer
Ausführungsform
ist die Menge der Verbindung (z.B. Tofisopam) eine Menge von 0,01
mg bis 800 mg. In einer anderen Ausführungsform ist die Menge von
0,01 mg bis 500 mg. Wenn die Verbindung Tofisopam ist, kann die
Menge von Tofisopam eine Menge von 0,01 mg bis 250 mg; vorzugsweise
0,1 mg bis 60 mg; und stärker
bevorzugt 1 mg bis 20 mg sein.
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In
einer Ausführungsform
ist das Vehikel eine Flüssigkeit
und ist die Zusammensetzung eine Lösung. In einer anderen Ausführungsform
ist das Vehikel ein Feststoff und ist die Zusammensetzung eine Tablette.
In einer weiteren Ausführungsform
ist das Vehikel ein Gel und ist die Zusammensetzung ein Suppositorium.
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Diese
Erfindung stellt die Verwendung gemäß Anspruch 1 einer pharmazeutischen
Zusammensetzung, hergestellt durch Vereinigen einer therapeutisch
wirksamen Menge einer Verbindung der allgemeinen Formel I und eines
pharmazeutisch verträglichen
Vehikels, bereit.
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Verbindungen
der allgemeinen Formel I werden vorzugsweise vor der Verabreichung
mit einem pharmazeutisch verträglichen
Vehikel vereinigt.
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In
der vorliegenden Erfindung ist eine „therapeutisch wirksame Menge" eine Menge einer
Verbindung oder Zusammensetzung, welche, wenn verabreicht an ein
Versuchswesen, leidend an einer Krankheit, gegen welche die Verbindungen
wirksam sind, Verringerung, Remission oder Regression der Krankheit
bewirkt. Ein „Versuchswesen" ist ein Wirbeltier,
Säuger,
Haustier oder menschliches Wesen.
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In
der praktischen Ausführung
dieser Erfindung ist das „pharmazeutisch
verträgliche
Vehikel" ein dem Fachmann
bekanntes physiologisches Vehikel, das beim Formulieren pharmazeutischer
Zusammensetzungen verwendbar ist.
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In
einer Ausführungsform
kann das pharmazeutische Vehikel eine Flüssigkeit sein und die pharmazeutische
Zusammensetzung würde
in der Form einer Lösung
sein. In einer anderen Ausführungsform
ist das pharmazeutisch verträgliche
Vehikel ein Feststoff und ist die Zusammensetzung in der Form eines
Pulvers oder einer Tablette. In einer weiteren Ausführungsform
ist das pharmazeutische Vehikel ein Gel und ist die Zusammensetzung
in der Form eines Suppositoriums oder einer Creme. In einer weiteren
Ausführungsform
kann die Verbindung oder Zusammensetzung als Teil eines pharmazeutisch
verträglichen
transdermalen Pflasters formuliert werden.
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Ein
festes Vehikel kann ein oder mehrere Substanzen einschließen, welche
auch als Aromatisierungsmittel, Schmiermittel, Lösungsvermittler, Suspendiermittel,
Füllstoffe,
Gleitmittel, Kompressionshilfsstoffe, Bindemittel oder Tabletten
desintegrierende Mittel wirken können;
es kann auch ein einkapselndes Material sein. In Pulvern ist das
Vehikel ein feinverteilter Feststoff, welcher im Gemisch mit dem
feinverteilten Wirkstoff ist. In Tabletten wird der Wirkstoff mit
einem Vehikel mit den notwendigen Kompressionseigenschaften in geeigneten Verhältnissen
gemischt und in der gewünschten
Gestalt und Größe zusammengepreßt. Die
Pulver und Tabletten enthalten vorzugsweise bis zu 99% des Wirkstoffs.
Zu geeigneten festen Vehikeln gehören zum Beispiel Calciumphosphat,
Magnesiumstearat, Talkum, Zucker, Lactose, Dextrin, Stärke, Gelatine,
Cellulose, Polyvinylpyrrolidin, niedrig schmelzende Wachse und Ionenaustauscherharze.
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Flüssige Vehikel
werden beim Herstellen von Lösungen,
Suspensionen, Emulsionen, Sirupen, Elixieren und unter Druck gesetzten
Zusammensetzungen verwendet. Der Wirkstoff kann in einem pharmazeutisch verträglichen
flüssigen
Vehikel, wie beispielsweise Wasser, ein organisches Lösungsmittel,
ein Gemisch von beiden oder pharmazeutisch verträgliche Öle oder Fette, gelöst oder
suspendiert werden. Das flüssige
Vehikel kann andere geeignete pharmazeutische Zusatzstoffe wie beispielsweise
Lösungsvermittler,
Emulgiermittel, Puffer, Konservierungsstoffe, Süßungsmittel, Aromatisierungsmittel,
Suspendiermittel, Verdickungsmittel, Farben, Viskositätsregulatoren,
Stabilisatoren oder Osmoregulatoren enthalten. Zu geeigneten Beispielen
flüssiger
Vehikel für
orale und parenterale Verabreichung gehören Wasser (teilweise Zusatzstoffe
wie vorstehend enthaltend, z.B. Cellulosederivate, vorzugsweise
Natriumcarboxymethylcelluloselösung),
Alkohole (einschließlich
einwertiger Alkohole und mehrwertiger Alkohole, z.B. Glycole) und
ihre Derivate und Öle
(z.B. fraktioniertes Kokosnußöl und Arachisöl). Für parenterale
Verabreichung kann das Vehikel auch ein öliger Ester wie beispielsweise
Ethyloleat und Isopropylmyristat sein. Sterile flüssige Vehikel
sind in Zusammensetzungen für
parenterale Verabreichung in steriler flüssiger Form verwendbar. Das
flüssige
Vehikel für
unter Druck gesetzte Zusammensetzungen kann halogenierter Kohlenwasserstoff
oder ein anderes pharmazeutisch verträgliches Treibmittel sein.
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Flüssige pharmazeutische
Zusammensetzungen, welche sterile Lösungen oder Suspensionen sind, können zum
Beispiel durch intramuskuläre,
intrathekale, epidurale, intraperitoneale oder subkutante Injektion benutzt
werden. Sterile Lösungen
können
auch intravenös
verabreicht werden. Die Verbindungen können als sterile feste Zusammensetzung
hergestellt werden, welche zu der Zeit der Verabreichung unter Verwendung von
sterilem Wasser, Kochsalzlösung
oder anderem geeigneten sterilen injizierbaren Medium gelöst oder
suspendiert werden kann. Vehikel sollen notwendige und inerte Bindemittel,
Suspendiermittel, Schmiermittel, Aromatisierungsmittel, Süßungsmittel,
Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Beschichtungen einschließen.
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Die
Verbindungen der allgemeinen Formel I können oral in der Form einer
sterilen Lösung
oder Suspension, enthaltend andere gelöste Stoffe oder Suspendiermittel
(zum Beispiel genug Kochsalzlösung
oder Glucose, um die Lösung
isotonisch zu machen), Gallensalze, Akaziengummi, Gelatine, Sorbitanmonooleat oder
Polysorbat 80 (Oleatester von Sorbitol und seinen Anhydriden, copolymerisiert
mit Ethylenoxid), verabreicht werden.
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Eine
Verbindung der allgemeinen Formel I kann auch oral in der Form einer
entweder flüssigen
oder festen Zusammensetzung verabreicht werden. Zu Zusammensetzungen,
geeignet für
orale Verabreichung, gehören
feste Formen, wie beispielsweise Pillen, Kapseln, Körnchen,
Tabletten und Pulver, sowie flüssige
Formen, wie beispielsweise Lösungen,
Sirupe, Elixiere und Suspensionen. Zu Formen, verwendbar für parenterale
Verabreichung, gehören
sterile Lösungen,
Emulsionen und Suspensionen.
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Die
Verbindungen können
vor der Verabreichung mit einem pharmazeutisch verträglichen
Vehikel und einem anderen therapeutisch aktiven Mittel vereinigt
werden. Das andere therapeutisch aktive Mittel kann für die Behandlung
von Parkinsonismus (einschließlich
Parkinsonscher Krankheit) sein.
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In
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann die Verbindung vor der Verabreichung
mit einem pharmazeutisch verträglichen
Vehikel und einem anderen therapeutisch aktiven Mittel vereinigt
werden, wobei ein derartiges Mittel ein antipsychotisches Mittel,
verwendet für
die Behandlung von Psychosen, ist.
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Eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird jetzt mit Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen
durch ein Beispiel beschrieben, in welchen;
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1 eine
graphische Darstellung ist, veranschaulichend die Auswirkung von
Tofisopam auf die motorische Aktivität, induziert durch L-DOPA bei
von Parkinson befallenen (MPTP-verletzten) Krallenaffen, in Beispiel
1;
-
2 ein
Säulendiagramm
ist, veranschaulichend die Dosis-Wirkungs-Beziehung der Auswirkung
von Tofisopam auf die motorische Aktivität, induziert durch L-DOPA,
kumuliert über
einen 4-Stunden-Beobachtungszeitraum,
bei von Parkinson befallenen (MPTP-verletzten) Krallenaffen von
Beispiel 1;
-
3 eine Reihe von Säulendiagrammen (A–D) ist,
veranschaulichend die Dosis-Wirkungs-Beziehung der Auswirkung von Tofisopam
auf die Aktivität,
induziert durch L-DOPA, unterteilt in 1-Stunde-Zeitintervallbereiche, bei von
Parkinson befallenen (MPTP-verletzten) Krallenaffen von Beispiel
1;
-
4 eine
graphische Darstellung ist, veranschaulichend die Auswirkung von
Tofisopam (10–20 mg/kg)
auf L-DOPA-induzierte Dyskinesie (A) und Parkinsonsche Behinderung
(B) bei von Parkinson befallenen (MPTP-verletzten) Krallenaffen
von Beispiel 1; und
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5 eine
graphische Darstellung ist, veranschaulichend die Auswirkung von
Tofisopam (5–20
mg/kg) auf L-DOPA-induzierte Dyskinesie (A) und Parkinsonsche Behinderung
(B) bei von Parkinson befallenen (MPTP-verletzten) Krallenaffen
von Beispiel 1.
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Für alle Figuren:
* zeigt P < 0,05
an; ** zeigt P < 0,01
an; und *** zeigt P < 0,001,
verglichen mit L-DOPA + Vehikel, an; nicht-parametrische wiederholte
Einwegsmessungen ANOVA (Friedman-Test), gefolgt von dem Dunnschen
multiplen Vergleichstest.
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BEISPIEL 1
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Die
Auswirkung von Tofisopam auf L-DOPA-induzierte Dyskinesie wurde
in dem Modell von Parkinsonscher Krankheit mit MPTP-verletzten Krallenaffen
bewertet.
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1.1. Methoden
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1.1.1 Herstellung des Modells von Parkinsonscher
Krankheit mit MPTP-verletzten Krallenaffen
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Krallenaffen
(Callithrix jacchus) (aufgezogen in einer geschlossenen Kolonie
an der Universität
von Manchester) wurden durch subkutane Injektion von 2 mg kg–1 MPTP
für 5 aufeinanderfolgende
Tage von Parkinsonismus befallen gemacht. Die Krallenaffen wurden
für ein
Minimum von 10 Wochen sich erholen gelassen, bis ihr Parkinsonismus
stabil wurde. Der Grad von Aktivität und Behinderung vor und nach
der MPTP-Behandlung wurde unter Verwendung einer Kombination von
Skalen wie in Abschnitt 1.1.2 beschrieben bewertet. Die Tiere wurden
dann für
mindestens 3 Wochen mit L-DOPA behandelt, um sie darauf vorzubereiten,
daß Dyskinesie
ausgelöst
wird.
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1.1.2 Bewertung des Verhaltens
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Das
Verhalten wurde unter Verwendung der folgenden Skalen bewertet:
- (a) Aktivität – ein Maß der motorischen
Aktivität
der Tiere, die durch passive Infrarotsensoren alle fünf Minuten
bewertet wird. Dieses Maß bewertet
alle Bewegungen des Tieres einschließlich Dyskinesie.
- (b) Parkinsonsche Behinderung – nicht-parametrische Maße, basierend
auf den folgenden Skalen:
Punktbewertung der Mobilität: 0 = keine
Bewegung, 1 = Bewegung des Kopfes auf dem Boden des Käfigs, 2
= Bewegung der Gliedmaßen,
aber ohne Fortbewegung, auf dem Boden des Käfigs, 3 = Bewegung von Kopf
oder Rumpf an der Wand des Käfigs
oder Sitzplatzes, 4 = Bewegung der Gliedmaßen, aber ohne Fortbewegung,
an der Wand des Käfigs
oder Sitzplatzes, 5 = Herumlaufen auf dem Boden des Käfigs oder Fressen
aus einem Behälter
auf dem Boden, 6 = Hoppeln auf dem Boden des Käfigs, 7 = Klettern auf die Wand
des Käfigs
oder Sitzplatzes, 8 = Klettern die Wände des Käfigs hinauf und hinunter oder
den Sitzplatz entlang, 9 = Rennen, Springen, Klettern zwischen den
Wänden
dem Sitzplatz/dem Dach des Käfigs,
Verwendung der Gliedmaßen über einen
weiten Bereich von Bewegung und Aktivität.
- (c) Dyskinesie – nicht-parametrische
Maße,
basierend auf der folgenden Skala:
Punktbewertung der Dyskinesie:
0 = Abwesend, 1 = Milde, vergänglich,
2 = Mäßig, normale
Aktivität
nicht beeinträchtigend,
3 = Deutlich, gelegentlich normale Aktivität beeinträchtigend, 4 = Schwer, kontinuierlich, normale
Aktivität
ersetzend.
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Die
Verhaltenstests wurden alle 30 Minuten für 4 Stunden durch post-hoc-Analyse
von Videoaufzeichnungen durch einen Beobachter bewertet, der blind
für die
Behandlung gemacht ist.
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1.1.3 Behandlungen
-
Die
Krallenaffen erhielten alle Behandlungen, wie sie in Tabelle 1 beschrieben
sind. Die Behandlungen wurden derart randomisiert, daß an jedem
Tag alle Krallenaffen eine der Behandlungen erhielten. Es gab ein Auswaschen
von mindestens 48 Stunden zwischen den Behandlungen.
-
-
1.2 Ergebnisse
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Die 1, 2 und 3 veranschaulichen die Auswirkung der Tofisopam-Behandlung
auf L-DOPA-induzierte
motorische Zählungen
in dem Modell von Parkinsonscher Krankheit mit MPTP-verletzten Krallenaffen (siehe
Methode 1.1.2a).
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Die 4 und 5 veranschaulichen
die Ergebnisse von zwei Experimenten. Die Figuren demonstrieren,
daß Tofisopam
(5–20
mg/kg) die Schwere von L-DOPA-induzierter Dyskinesie (siehe Methode
1.1.2c) verringert, ohne die anti-Parkinsonsche Wirkung (siehe Methode
1.1.2b) von L-DOPA zu beeinflussen.
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Diese
Werte demonstrieren, daß die
Verbindung, wie definiert durch die allgemeine Formel (I), eine dosisabhängige Verringerung
der Schwere von L-DOPA-induzierter Dyskinesie verursacht. Die 4 und 5 insbesondere
veranschaulichen, daß die
Verbindungen den Vorteil haben, Dyskinesie zu verringern, ohne die
anti-Parkinsonsche Wirkung von L-DOPA nachteilig zu beeinflussen.
Dementsprechend sind Verbindungen gemäß der Erfindung besonders zum
Modulieren von Dyskinesie brauchbar und unähnlich Benzodiazepinverbindungen
des Standes der Technik, die als brauchbar zum Behandeln von Parkinsonismus
per se vorgeschlagen worden sind.
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Der
MPTP-verletzte Primat ist das präklinische „Goldstandard"-Modell von Parkinsonscher
Krankheit. Daher sind diese Werte in hohem Maße prädiktiv für eine vorteilhafte therapeutische
Wirkung der Verbindungen bei der Behandlung von L-DOPA-induzierter
Dyskinesie bei Patienten mit Parkinsonscher Krankheit und anderen
Dyskinesien.