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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Identifizierung der pilzlichen
GTP-Cyclohydrolase II als Angriffspunkt für Fungizide, ein Verfahren
zum Identifizieren von antifungalen Mitteln, die auf der pilzlichen
GTP-Cyclohydrolase
II beruhen.
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Das
grundlegende Prinzip, Fungizide über
die Inhibierung eines definierten Enzyms zu identifizieren, ist
bekannt (
WO 00/3657 ).
Angesichts der immer ernster werdenden Probleme bezüglich Fungizidresistenz besteht
daher ein großer
Bedarf, Enzyme zu detektieren, die neue Angriffspunkte für Fungizide
darstellen könnten.
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Die
Detektion von Angriffspunkten ist in der Praxis mit großen Schwierigkeiten
verbunden, da die Hemmung eines Enzyms, das Bestandteil eines biochemischen
Reaktionswegs ist, häufig
nicht zu einem verringerten Wachstum oder einer verringerten Infektionsfähigkeit
des pathogenen Pilzes führt.
Dies könnte
daran liegen, daß ein
alternativer, vielleicht noch unbekannter Weg existiert, auf den
der Pilz ausweicht. Auch wenn die Funktion des Gens selbst bekannt
ist, ist es daher nicht möglich,
eine Eignung als Angriffspunkt für
ein Fungizid vorauszusagen.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der Identifizierung eines
neuen fungiziden Angriffspunkts.
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Überraschenderweise
wurde nun gefunden, daß sich
die pilzliche GTP-Cyclohydrolase als Angriffspunkt für ein Fungizid
eignet. Eine pilzliche GTP-Cyclohydrolase kann als Angriffspunkt
für die
Identifizierung von anti fungalen Mitteln und Verfahren zum Identifizieren
von antifungalen Mitteln, die die pilzliche GTP-Cyclohydrolase II
hemmen, umfassend die folgenden Schritte:
- i.
Inkubieren einer pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II mit mindestens
einer Kandidatenverbindung unter Bedingungen, die die Bindung der
Kandidatenverbindung an das pilzliche GTP-Cyclohydrolase II Polypeptid gestattet;
und
- ii. Selektieren mittels Schritt ii) von mindestens einer Kandidatenverbindung,
die an die pilzliche GTP-Cyclohydrolase II von Schritt i) bindet;
oder
- iii. Selektieren mittels Schritt iii) von mindestens einer Kandidatenverbindung,
die die Aktivität
der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II von Schritt i) reduziert oder
blockiert; oder
- iv. Selektieren mittels Schritt iv) von mindestens einer Kandidatenverbindung,
die die Transkription, Translation oder Expression der pilzlichen
GTP-Cyclohydrolase
II von Schritt i) hemmt oder verringert
verwendet werden.
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An
dieser Stelle werden nun weitere in der Beschreibung verwendeten
Begriffe definiert.
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"Affinitäts-Tag": bezeichnet ein
Peptid oder Polypeptid, dessen codierende Nukleinsäuresequenz
mit der für
die pilzliche GTP-Cyclohydrolase II codierenden Sequenz direkt oder
mittels eines Linkers über
gängige Klonierungstechniken
fusioniert werden kann. Das Affinitäts-Tag dient der Isolierung
der rekombinanten pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II mittels Affinitäts-Chromatographie.
Der oben erwähnte
Linker kann vorteilhaft eine Protease-Schnittstelle (z.B. für Thrombin
oder Faktor Xa) enthalten, wodurch das Affinitäts-Tag bei Bedarf von der pilzlichen
GTP-Cyclohydrolase
II abgespalten werden kann. Beispiele für gängige Affinitäts-Tags
sind das "His-Tag", zum Beispiel von
Quiagen, Hilden, das "Strep-Tag", das "Myc-Tag" (Invitrogen, Carlsberg),
das aus einer chitinbindenden Domäne und einem Intein bestehende
Tag von New England Biolabs, und das sogenannte CBD-Tag von Novagen.
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"Antifungale Mittel" sind Mittel gegen
pathogene Pilze wie Humanpathogene und pflanzliche Pathogene, vorzugsweise
pflanzliche Pathogene.
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"Enzymatische Aktivität/Aktivitätsassay": Der Begriff enzymatische
Aktivität
beschreibt die Fähigkeit eines
Enzyms, ein Substrat in ein Produkt umzuwandeln. In diesem Zusammenhang
können
sowohl das natürliche
Substrat des Enzyms als auch ein synthetisches modifiziertes Analogon
des natürlichen
Substrats verwendet werden. Die enzymatische Aktivität kann in
einem sogenannten Aktivitätstest über die
Zunahme des Produkts, die Abnahme des Edukts, die Abnahme oder Zunahme
eines spezifischen Cofaktors oder über eine Kombination aus mindestens
zwei der vorstehend genannten Parameter in Abhängigkeit einer definierten
Zeitspanne bestimmt werden. Katalysiert das Enzym eine reversible
Reaktion, so können
sowohl Edukt als auch Produkt als Substrat in dem entsprechenden
Aktivitätsassay
verwendet werden.
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"Expressionskassette
oder Nukleinsäuresequenz": Unter einer Expressionskassette
enthaltend eine erfindungsgemäße Nukleinsäuresequenz
in operativer Verknüpfung
mit einer Promoter- und/oder Terminatorsequenz versteht man zum
Beispiel eine genomische oder komplementäre DNA-Sequenz oder eine RNA-Sequenz
sowie halb- oder vollsynthetische Analoga davon. Diese Sequenzen
können
in linearer oder zirkulärer Form,
extrachromosomal oder in das Genom integriert vorliegen. Die Nukleinsäuresequenzen
im vorliegenden Zusammengang können
synthetisch hergestellt oder natürlich
gewonnen werden oder eine Mischung aus synthetischen und natürlichen
DNA-Bestandteilen enthalten, sowie aus verschiedenen heterologen
Genabschnitten verschiedener Organismen bestehen.
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Auch
künstliche
Nukleinsäuresequenzen
sind hierbei geeignet, solange sie die Expression der pilzlichen
GTP-Cyclohydrolase II in einer Zelle oder einem Organismus ermöglichen.
Beispielsweise können
synthetische Nukleotidsequenzen erzeugt werden, die bezüglich der
Kodon-Nutzung der von den zu transformierenden Organismen optimiert
wurden.
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Alle
vorstehend erwähnten
Nukleotidsequenzen sind in an sich bekannter Weise durch chemische Synthese
aus den Nukleotidbausteinen, wie beispielsweise durch Fragmentkondensation
einzelner überlappender,
komplementärer
Nukleotidbausteine der Doppelhelix, herstellbar. Die chemische Synthese
von Oligonukleotiden kann beispielsweise in bekannter Weise nach
der Phosphoramiditmethode (Voet, Voet, 2. Auflage, Wiley Press New
York, Seiten 896-897) erfolgen. Bei der Herstellung einer Expressionskassette
können
verschiedene DNA-Fragmente so manipuliert werden, daß eine Nukleotid-Sequenz
mit korrekter Leserichtung und korrektem Leseraster erhalten wird.
Die Verbindung der Nukleinsäurefragmente
untereinander erfolgt über allgemeine
Klonierungstechniken, wie sie zum Beispiel in T. Maniatis, E. F.
Fritsch und J. Sambrook, Molecular Cloning: A Laboratory Manual,
Cold Spring Harbor Laboratory, Cold Spring Harbor, NY (1989) und
in T. J. Silhavy, M. L. Berman und L. W. Enquist, Experiments with
Gene Fusions, Cold Spring Harbor Laboratory, Cold Spring Harbor,
NY (1984) und in Ausubel, F. M. et al., Current Protocols in Molecular
Biology, Greene Publishing Assoc. und Wiley-Interscience (1994)
beschrieben sind.
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"Gen" beschreibt eine
Nukleinsäuresequenz,
die für
ein Protein codiert und die in RNA (mRNA, rRNA, tRNA, snRNA, sense-RNA
oder antisense-RNA) transkribiert werden kann und die gewünschtenfalls
mit Regulationssequenzen verbunden werden kann. Regulationssequenzen
sind zum Beispiel Promotersequenzen. Sonstige Elemente, die gegebenenfalls
vorhanden sind, sind zum Beispiel Introns.
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"Genetische Kontrollsequenz": Der Begriff der
genetischen Kontrollsequenzen (der mit dem Begriff "Regulationssequenz" äquivalent ist) beschreibt Sequenzen,
die einen Einfluß auf
das Zustandekommen oder die Funktion der erfindungsgemäßen Expressionskassette
ausüben
und die zum Beispiel die Transkription und gegebenenfalls Translation
in prokaryontischen oder eukaryontischen Organismen gewährleisten.
Beispiele hierfür
sind Promoter oder sogenannte "Enhancer"-Sequenzen. Zusätzlich zu
diesen Kontrollsequenzen bzw. anstelle dieser Sequenzen kann die
natürliche
Regulation dieser Sequenzen vor den eigentlichen Strukturgenen noch
vorhanden sein und gegebenenfalls genetisch so modifiziert worden
sein, daß die
natürliche
Regulation ausgeschaltet und die Expression des pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II-Gens
erhöht
wurde. Die Auswahl der Kontrollsequenz erfolgt abhängig vom
Wirtsorganismus oder Ausgangsorganismus. Genetische Kontrollsequenzen
umfassen ferner auch die 5'-untranslatierte
Region, Introns oder die nichtcodierende 3'-Region von Genen. Als Kontrollsequenzen
sind weiterhin solche zu verstehen, die eine homologe Rekombination
bzw. Insertion in das Genom eines Wirtsorganismus ermöglichen
oder die Entfernung aus dem Genom gestatten.
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"Funktionelle Äquivalente" beschreiben im vorliegenden
Zusammenhang Nukleinsäuresequenzen,
die unter Standardbedingungen mit der Nukleinsäuresequenz, die für die GTP-Cyclohydrolase
II codiert, oder mit Teilen der Nukleinsäuresequenz, die für die GTP-Cyclohydrolase
II codiert, hybridisieren und befähigt sind, die Expression einer
enzymatisch aktiven pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II in einer Zelle oder
einem Organismus zu bewirken.
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Für die Hybridisierung
werden vorteilhafterweise kurze Oligonukleotide mit einer Länge von
etwa 10 bis 50 Bp, vorzugsweise 15-40 Bp, beispielsweise der konservierten
oder sonstigen Bereiche, die über
Vergleiche mit anderen verwandten Genen auf fachbekannte Weise ermittelt
werden können,
verwendet. Es können
aber auch längere
Fragmente der Nukleinsäuren
oder die vollständigen
Sequenzen für
die Hybridisierung verwendet werden. Je nach der verwendeten Nukleinsäure, also
Oligonukleotid, längeres
Fragment oder vollständige
Sequenz, bzw. je nachdem, welche Art von Nukleinsäure, also
DNA oder RNA, für
die Hybridisierung verwendet wird, variieren diese Standardbedingungen.
So liegen beispielsweise die Schmelztemperaturen für DNA:DNA-Hybride
ungefähr
10°C niedriger
als die von DNA:RNA-Hybriden gleicher Länge.
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Unter
Standardhybridisierungsbedingungen sind beispielsweise je nach Nukleinsäure Temperaturen zwischen
42 und 58°C
in einer wäßrigen Pufferlösung mit
einer Konzentration zwischen 0,1 und 5 × SSC (1 × SSC = 0,15M NaCl, 15 mM Natriumcitrat,
pH 7,2) oder zusätzlich
in Gegenwart von 50% Formamid, wie beispielsweise 42°C in 5 × SSC, 50%
Formamid, zu verstehen. Vorteilhafterweise liegen die Hybridisierungsbedingungen
für DNA:DNA-Hybride bei 0,1 × SSC und
Temperaturen zwischen etwa 20°C
und 45°C,
vorzugsweise zwischen etwa 30°C
und 45°C.
Die Hybridisierungsbedingungen für
DNA:RNA-Hybride
liegen vorteilhaft bei 0,1 × SSC
und Temperaturen zwischen ungefähr
30°C und
55°C, vorzugsweise
zwischen ungefähr
45°C und
55°C. Diese
für die
Hybridisierung angegebenen Temperaturen sind beispielhaft berechnete
Schmelztemperaturwerte für
eine Nukleinsäure
mit einer Länge
von ungefähr
100 Nukleotiden und einem G + C-Gehalt von 50% in Abwesenheit von
Formamid. Die Versuchsbedingungen für die DNA-Hybridisierung sind
in einschlägigen
Lehrbüchern
der Genetik beschrieben, wie beispielsweise Sambrook et al., "Molecular Cloning", Cold Spring Harbor
Laboratory, 1989 und lassen sich nach fachbekannten Formeln berechnen,
beispielsweise in Abhängigkeit
von der Länge
der Nukleinsäuren,
der Art der Hybride oder dem G + C-Gehalt. Weitere Informationen
zur Hybridisierung kann der Fachmann folgenden Lehrbüchern entnehmen:
Ausubel et al. (Hrsg.), 1985, Current Protocols in Molecular Biology,
John Wiley & Sons,
New York; Hames and Higgins (Hrsg.), 1985, Nucleic Acids Hybridization:
A Practical Approach, IRL Press at Oxford University Press, Oxford;
Brown (Hrsg.), 1991, Essential Molecular Biology: A Practical Approach,
IRL Press at Oxford University Press, Oxford.
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Unter
einem funktionellen Äquivalent
versteht man weiterhin auch insbesondere natürliche oder künstliche
Mutationen der entsprechenden Nukleinsäuresequenzen der pilzlichen
GTP-Cyclohydrolase II und ihre Homologe von anderen Organismen,
die die Expression der enzymatisch aktiven pilzlichen GTP-Cyclohydrolase
II in einer Zelle oder in einem Organismus ermöglichen.
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Diese
Nukleotidsequenzen, die durch Modifikation der Nukleinsäuresequenz
einer GTP-Cyclohydrolase II erhalten werden, können ebenfalls verwendet werden.
Ziel einer solchen Modifikation kann zum Beispiel die Einfügung von
weiteren Schnittstellen für
Restriktionsenzyme, die Entfernung von überflüssiger DNA oder die Hinzufügung von
weiteren Sequenzen sein. Proteine, die über diese Nukleinsäuresequenzen
codiert werden, müssen
trotz abweichender Nukleinsäuresequenz
noch die gewünschten
Funktionen aufweisen.
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Der
Begriff des funktionellen Äquivalents
kann sich auch auf das durch die entsprechende Nukleinsäuresequenz
codierte Protein beziehen. In diesem Fall beschreibt der Begriff
funktionelles Äquivalent
ein Protein, dessen Aminosäuresequenz
mit derjenigen der GTP-Cyclohydrolase II bis zu einem bestimmten
Prozentsatz homolog oder identisch ist.
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Funktionelle Äquivalente
umfassen somit natürlich
vorkommende Varianten der hierin beschriebenen Sequenzen sowie künstliche,
z.B. durch chemische Synthese erhaltene, an den Kodongebrauch adaptierte Nukleinsäuresequenzen
bzw. die davon abgeleiteten Aminosäuresequenzen.
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Im
allgemeinen kann man sagen, daß funktionelle Äquivalente
unabhängig
von der jeweiligen Aminosäuresequenz
(die von einer entsprechenden Nukleinsäuresequenz codiert wird) jeweils
die enzymatische Aktivität
einer GTP-Cyclohydrolase II aufweisen.
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"GTP-Cyclohydrolase
II-Aktivität" bedeutet die Fähigkeit
eines Enzyms, eine Reaktion zu katalysieren, bei der GTP zu 2,5-Diamino-6-ribosylamino-4(H)pyrimidinon-5'-monophosphat, Pyrophosphorsäure und Ameisensäure verstoffwechselt
wird.
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"Homologie" zwischen zwei Nukleinsäuresequenzen
oder Polypeptidsequenzen wird durch die Identität der Nukleinsäuresequenz/Polypeptidsequenz über die
jeweils gesamte Sequenzlänge
definiert, die durch Vergleich mit Hilfe des Programmalgorithmus
GAP (Wisconsin Package Version 10.0, University of Wisconsin, Genetics
Computer Group (GCG), Madison, USA), unter Einstellung folgender
Parameter berechnet wird:
Gap weight: 8
Average match:
2,912
Matrix BLOSUM 62
Length weight: 2
Average mismatch:
-2,003
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Im
vorliegenden Zusammenhang wird der Begriff "Homologie" gleichbedeutend mit "Identität" verwendet.
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"Mutationen" umfassen Substitutionen,
Additionen, Deletionen, Inversionen oder Insertionen von einem oder
mehreren Nukleotidresten, was auch zu einer Veränderung der entsprechenden
Aminosäuresequenz
der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II durch Substitution, Insertion
oder Deletion von einer oder mehreren Aminosäuren führen kann.
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"Knock-out-Transformante" bezieht sich auf
einen transgenen Organismus, in dem ein spezifisches Gen mittels
Transformation auf gerichtete Weise inaktiviert wurde.
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"Natürliche genetische
Umgebung" meint
den natürlichen
chromosomalen Locus im Herkunftsorganismus oder das Vorliegen in
einer Genombibliothek. Bei einer Genombibliothek ist die natürliche genetische
Umgebung der Nukleinsäuresequenz
vorzugsweise zumindest noch teilweise erhalten. Die Umgebung flankiert die
Nukleinsäuresequenz
mindestens an der 5'-
oder 3'-Seite und
weist eine Sequenzlänge
von mindestens 50 Bp, vorzugsweise mindestens 100 Bp, besonders
bevorzugt mindestens 500 Bp, ganz besonders bevorzugt mindestens
1000 Bp, am meisten bevorzugt mindestens 5000 Bp auf.
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"Operative Verknüpfung": Unter operativer
oder auch funktioneller Verknüpfung
versteht man die sequentielle Anordnung von Promoter, Codiersequenz,
Terminator sowie gegebenenfalls weiteren Regulationselementen derart,
daß jedes
der Regulationselemente bei Expression der Codiersequenz seine Funktion
bestimmungsgemäß erfüllen kann.
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"Rekombinante DNA" beschreibt eine
Kombination von DNA-Sequenzen
in einer Anordnung, bei der es sich nicht um ihre natürliche Anordnung
handelt, die mittels rekombinanter DNA-Technik erzeugt werden kann,
beschreibt jedoch auch DNA, die die endogene und fremde oder synthetische
DNA umfaßt,
als homologe oder heterologe DNA auf Grundlage des Verwandtschaftsgrads
der Organismen.
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"Rekombinante DNA-Technik": Allgemein bekannte
Techniken zur Fusionierung von DNA-Sequenzen (zum Beispiel beschrieben
bei Sambrook et al., 1989, Cold Spring Harbor, NY, Cold Spring Harbor
Laboratory Press).
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"Replikationsursprünge" gewährleisten
die Vermehrung der Expressionskassetten oder Vektoren in Mikroorganismen,
zum Beispiel pBR322 ori oder p15A ori in E. coli (Sambrook et al.:
Molecular Cloning. A Laboratory Manual, 2. Ausgabe, Cold Spring
Harbor Laboratory Press, Cold Spring Harbor, NY, 1989).
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"Reportergene" codieren für leicht
quantifizierbare Proteine. Über
Wachstums-, Fluoreszenz-, Chemolumineszenz-, Biolumineszenz- oder
Resistenzassay oder über
eine photometrische Messung (Eigenfarbe) oder Enzymaktivität kann mittels
dieser Gene eine Bewertung der Transformationseffizienz oder des
Expressionsorts oder -zeitpunkts vorgenommen werden. Ganz besonders
bevorzugt sind in diesem Zusammenhang Reporterproteine (Schenborn
E, Groskreutz D. Mol. Biotechnol. 1999; 13 (1): 29-44) wie das "green fluorescence
Protein" (GFP) (Gerdes
HH und Kaether C, FEBS Lett. 1996; 389 (1): 44-47; Chui WL et al., Curr. Biol. 1996,
6: 325-330; Leffel SM et al., Biotechniques. 23 (5).912-8, 1997),
die Chloramphenicolacetyltransferase, eine Luciferase (Giacomin,
Plant Sci. 1996, 116: 59-72; Scikantha, J. Bact. 1996, 178:121;
Millar et al., Plant. Mol. Biol. Rep. 1992 10: 324-414), sowie Luciferasegene
im allgemeinen β-Galactosidase
oder β-Glucuronidase
(Jefferson et al., EMBO J. 1987, 6, 3901-3907), das Ura3-Gen, das
Ilv2-Gen, das 2-Desoxyglucose-6-phosphat-Phosphatase-Gen, β-Lactamasegen, das Neomycinphosphotransferasegen,
das Hygromycinphosphotransferasegen oder das Gen für Resistenz
gegen BASTA (= Gluphosinate).
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"Selektionsmarker" verleiht Resistenz
gegen Antibiotika. Beispielhaft zu nennen seien das Neomycinphosphotransferase-Gen,
das eine Resistenz gegen die Aminoglycosid-Antibiotika Neomycin
(G 418), Kanamycin und Paromycin verleiht (Deshayes A et al., EMBO
J. 4 (1985) 2731-2737), das sul-Gen (Guerineau F et al., Plant Mol.
Biol. 1990; 15(1): 127-136), das Hygromycin-B-Phosphotransferase-Gen (Gen Bank Accession NO:
K 01193) und das she-ble-Gen, das Resistenz gegen das Bleomycin-Antibiotikum
Zeocin verleiht. Weitere Beispiele für Selektionsmarkergene sind
Gene, die Resistenz gegen 2-Desoxyglucose-6-phosphat (
WO 98/45456 ) oder Phosphinothricin
und dergleichen verleihen, oder solche, die Resistenz gegen Antimetaboliten verleihen,
zum Beispiel das dhfr-Gen (Reiss, Plant Physiol. (Life Sci. Adv.)
13 (1994) 142-149).
Geeignet sind auch Gene wie trpB oder hisD (Hartman SC and Muligan
RC, Proc. Natl. Acad. Sci. U S A. 85 (1988) 8047-8051). Ebenfalls
geeignet sind das Mannosephosphatisomerase-Gen (
WO 94/20627 ), das ODC (Ornithindecarboxylase)-Gen
(McConlogue, 1987 in: Current Communications in Molecular Biology,
Cold Spring Harbor Laboratory, Ed.) oder die Aspergillus-Terreus-Deaminase
(Tamura K et al., Biosci. Biotechnol. Biochem. 59 (1995) 2336-2338).
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"Signifikante Verringerung": Dies bedeutet bezüglich der
Enzymaktivität,
daß die
Enzymaktivität
des Enzyms, das mit einer Kandidatenverbindung inkubiert wird, im
Vergleich zur Aktivität
eines Enzyms, das nicht mit der Kandidatenverbindung inkubiert wird,
um einen Wert, der außerhalb
eines Meßfehlers
liegt, signifikant verringert wird.
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"Substrat": Ein Substrat ist
diejenige Verbindung, die von dem Enzym in seiner ursprünglichen
Funktion erkannt wird und die mittels einer Reaktion, die von dem
Enzym katalysiert wird, in ein Produkt umgewandelt wird.
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"Transgen": Bezogen auf eine
Nukleinsäuresequenz,
eine Expressionskassette oder einen Vektor enthaltend diese Nukleinsäuresequenz
oder einen Organismus transformiert mit dieser Nukleinsäuresequenz, dieser
Expressionskassette oder durch diesen Vektor beschreibt der Ausdruck "transgen" alle solche durch
rekombinante Methoden hergestellten Konstrukte, in denen sich entweder
die Nukleinsäuresequenz
der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase
II oder eine operativ mit der Nukleinsäuresequenz der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase
II verbundene genetische Kontrollsequenz oder eine Kombination der
beiden vorstehend genannten Nukleinsäuresequenzen.
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Die
GTP-Cyclohydrolase II katalysiert den ersten Schritt in der Biosynthese
von Riboflavin (Vitamin B2), bei dem GTP zu 2,5-Diamino-6-ribosylamino-4(H)pyrimidinon-5'-monophosphat, Pyrophosphorsäure und Ameisensäure verstoffwechselt
wird (Ritz et al. JBC 2001, 276: 22273-22277). Die GTP-Cyclohydrolase
II kann für
die fermentative Riboflavinsynthese in Ashbya gossypii verwendet
werden (
WO 95/26406 ).
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In
Pflanzen wird die GTP-Cyclohydrolase II als Angriffspunkt für Herbizide
verwendet (
WO 00/40744 ). Das
pflanzliche Enzym unterscheidet sich jedoch signifikant von dem
pilzlichen Enzym. Die Identität
zwischen der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II aus Ashbya gossypii
(SEQ ID NO: 2) und der pflanzlichen GTP-Cyclohydrolase II aus Arabidopsis thaliana
(SWISS-PROT P47924) beträgt
nur 31%. Die Identität
zwischen der bakteriellen GTP-Cyclohydrolase II aus Escherichia
coli (SWISS-PROT P25523) und der SEQ ID NO: 2 beträgt 48%.
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Aus
Versuchen mit der Hefe Saccharomyces cerevisiae geht hervor, daß die GTP-Cyclohydrolase
II für
Hefe nicht essentiell ist (Saccharomyces Genom Database (SGD); http://genome-www.stanford.edu/Saccharomyces/see
for http://genome-www4.stanford.edu/cgibin/SGD/phenotype/phenotype.pl?feat=RIB1&type=locus.
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Überraschenderweise
wurde nun gefunden, daß die
GTP-Cyclohydrolase
II einen geeigneten Angriffsort für Fungizide darstellt, und
zwar dadurch, daß die
wesentliche Rolle der GTP-Cyclohydrolase II für die pathogenen Fadenpilze
Ashbya gossypii nachgewiesen wurde. Die vorliegende Beschreibung
stellt daher Verfahren zur Verwendung eines pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II-Polypeptids
(wobei der Ausdruck im vorliegenden Zusammenhang gleichbedeutend
mit der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II verwendet wird), das für eine Nukleinsäuresequenz
codiert, um Hemmstoffe dafür
zu identifizieren, die dann als Fungizide zum Unterdrücken des
Wachstums von pathogenen Pilzen verwendet werden können, bereit.
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Der
Begriff "pathogene
Pilze" bezeichnet
Pilze, die einen Wirt (eine Pflanze oder ein Säugetier) befallen und Krankheit
verursachen, z.B. Humanpathogene aus der Gruppe bestehend aus den
Gattungen und Arten Candida wie
Candida albicans, Candia stettatoidea,
Candiala tropicatis, Candida parapsilosis, Candida krusei, Candida pseudotropicatis,
Candida quittermondii, Candida rugosa, Aspergillus wie z.B. Aspergillus
fumigatus, Aspergillus flavus, Aspergillus niger, Aspergillus nidulans,
Aspergillus terreus, Rhizopus wie z.B. Rhizopus arrhizus, Rhizopus
oryzae, Absidia wie z.B. Absidia corymbifera, Absidia ramosa und
Mucor wie z.B. Mucor pusiltus oder phytopathogene Fadenpilze aus
der Gruppe bestehend aus den Gattungen und Arten Ashbya wie z.B. Ashbya
gossypii, Alternaria, Podosphaera, Sclerotinia, Physalospora wie
z.B. Physalospora-Krebs, Botrytis-Arten wie z.B. Botrytis cinerea,
Corynespora wie z.B. Corynespora melonis; Colletotrichum; Diplocarpon wie
z.B. Diplocarpon rosae; Elsinoe wie z.B. Elsinoe fawcetti, Diaporthe
wie z.B. Diaporthe citri; Sphaerotheca; Cinula wie z.B. Cinula neccata,
Cercospora; Erysiphe wie z.B. Erysiphe cichoracearum und Erysiphe
graminis; Sphaerotheca wie z.B. Sphaerotheca fuliginea; Leveillula
wie z.B. Leveillula taurica; Magnaporte-Arten wie z.B. Magnaporthe
(M.) grisea, Mycosphaerella; Phyllactinia wie z.B. Phyllactinia
kakicola; Gloesporium wie z.B. Gloesporium kaki; Gymnosporangium
wie z.B. Gymnosporangium yamadae, Leptotthrydium wie z.B. Leptotthrydium
pomi, Podosphaera wie z.B. Podosphaera leucotricha; Pyrenophora
(P.) wie z.B. P. graminea, P. hordei, P. japonica, P. teres, P.
teres f. maculata, P. teres f. teres, P. tritici-repentis, Gloedes
wie z.B. Gloedes pomigena; Cladosporium wie z.B. Cladosporium carpophilum;
Phomopsis; Phytopora; Phytophthora wie z.B. Phytophthora infestans;
Verticillium; Glomerella wie z.B. Glomerella cingulata; Drechslera;
Bipolaris; Personospora; Phaeoisariopsis wie z.B. Phaeoisariopsis
vitis; Spaceloma wie z.B. Spaceloma ampelina; Pseudocercosporella
wie z.B. Pseudocercosporella herpotrichoides; Pseudoperonospora;
Puccinia; Typhula; Pyricularia wie z.B. Pyricularia oryzae; Rhizoctonia;
Stachosporium wie z.B. Stachosporium nodorum; Uncinula wie z.B. Uncinula
necator; Ustilago wie z.B. Ustilago maydis; Gaeumannomyces-Arten wie z.B. Gaeumannomyces
graminis und Fusarium (F.) wie z.B. F. dimerium, F. merismoides,
F. lateritium, F. decemcellulare, F. poae, F. tricinctum, F. sporotrichioides,
F. chlamydosporum, F. moniliforme, F. proliferatum, F. anthophilum,
F. subglutinans, F. nygamai, F. oxysporum, F. solani, F. culmorum,
F. sambucinum, F. crookwellense, F. avenaceum ssp. avenaceum, F.
avenaceum ssp. aywerte, F. avenaceum ssp. nurragi, F. hetrosporum,
F. acuminatum ssp. acuminatum, F. acuminatum ssp. armeniacum, F.
longipes, F. compactum, F. equiseti, F. scripi, F. polyphialidicum, F.
semitectum und F. beomiforme,
vorzugsweise bedeutet der Begriff "pathogene Pilze" oben genannte phytopathogene
Fadenpilze.
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Vorzugsweise
wird die pilzliche GTP-Cyclohydrolase II durch eine Nukleinsäuresequenz
codiert, die folgendes umfaßt:
- a) eine Nukleinsäuresequenz gemäß SEQ ID
NO: 1; oder
- b) eine Nukleinsäuresequenz,
die sich aufgrund des degenerierten genetischen Codes durch Rückübersetzung
aus der in SEQ ID NO: 2 dargestellten Aminosäuresequenz ableiten läßt; oder
- c) eine Nukleinsäuresequenz,
die sich aufgrund des degenerierten genetischen Codes durch Rückübersetzung
eines funktionellen Äquivalents
der Aminosäuresequenz
gemäß SEQ ID
NO: 2, das eine Identität
mit der SEQ ID NO: 2 von mindestens 49% aufweist, ableiten läßt.
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Das
funktionelle Äquivalent
von SEQ ID NO: 2 gemäß c) weist
eine Identität
von mindestens 49%, 50%, 51%, 52%, 53%, 54%, 55%, 56%, 57%, vorzugsweise
mindestens 58%, 59%, 60%, 61%, 62%, 63%, 64%, 65%, 66%, 67%, 68%,
69% und 70%, stärker
bevorzugt 71%, 72%, 73%, 74%, 75%, 76%, 77%, 78%, 79%, 80%, 81%,
82%, 83%, 84%, 85%, am stärksten
bevorzugt mindestens 86%, 87%, 88%, 89%, 90%, 91%, 92%, 93%, 94%,
95%, 96%, 97%, 98%, 99% Homologie mit der SEQ ID NO: 2 auf.
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Die
Nukleinsäuresequenz
stammt von einem Pilz, wobei der Begriff Pilz die oben genannten
pathogenen Pilze sowie Hefe wie zum Beispiel Saccharomyces-Arten
(z.B. S. cerevisiae), Pichia-Arten (z.B. P. pastoris, P methanolica),
Schizosaccharomyces-Arten (z.B. Schizosaccharomyces pombe) und Klyveromyces-Arten
(z.B. K. lactis) bedeutet.
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Ebenfalls
bereitgestellt werden neue Nukleinsäuresequenzen, die für eine pilzliche
GTP-Cyclohydrolase codieren, wobei die Nukleinsäuresequenzen folgendes umfassen:
- a) eine Nukleinsäuresequenz gemäß SEQ ID
NO: 4; oder
- b) eine Nukleinsäuresequenz,
die sich aufgrund des degenerierten genetischen Codes durch Rückübersetzung
aus der in SEQ ID NO: 5 dargestellten Aminosäuresequenz ableiten läßt; oder
- c) eine Nukleinsäuresequenz,
die sich aufgrund des degenerierten genetischen Codes durch Rückübersetzung
eines funktionellen Äquivalents
der Aminosäuresequenz
gemäß SEQ ID
NO: 5, das eine Identität
mit der SEQ ID NO: 5 von mindestens 66% aufweist, ableiten läßt.
-
Das
funktionelle Äquivalent
von SEQ ID NO: 4 gemäß c) weist
eine Identität
mit der SEQ ID NO: 5 von mindestens 66%, 67%, 68%, 69%, 70%, 71%,
72%, 73%, 74%, 75%, 76%, vorzugsweise mindestens 77%, 78%, 79%,
80%, 81%, 82%, 83%, stärker
bevorzugt 84%, 85%, 86%, 87%, 88%, 89%, 90%, 91%, am stärksten bevorzugt
mindestens 92%, 93%, 94%, 95%, 96%, 97%, 98%, 99% Homologie auf.
-
Die
Auswahl gemäß Schritt
ii) kann auf Bindungsassays beruhen, in denen Protein-Hemmstoff-Wechselwirkungen
nachgewiesen werden, wobei entweder die Kandidatenverbindung oder
die pilzliche GTP-Cyclohydrolase
II einen nachweisbaren Marker wie einen Fluoreszenzmarker, einen
radioisotopen Marker, einen Chemilumineszenzmarker oder einen Enzymmarker,
wie Meerrettichperoxidase, alkalische Phosphatase oder Luciferase,
enthält.
Der Nachweis einer Kandidatenverbindung, die an die pilzliche GTP-Cyclohydrolase II
gebunden ist, kann dann zum Beispiel durch direktes Zählen der
emittierten Strahlung, durch Zählen
der Szintillation oder durch die Bestimmung des Umsatzes eines geeigneten
Substrats zu einem nachweisbaren Produkt erfolgen.
-
Bevorzugte
Beispiele für
solche Bindungsassays sind die Fluoreszenzkorrelationsspektroskopie (FCS)
(Proc. Natl. Acad. Sci. USA (1994) 11753-11575), die Fluoreszenzpolarisierung
(Methods in Enzymology 246 (1995), S. 283-300) oder der Fluoreszenzenergietransfer
(FRET) (Cytometry 34, 1998, S. 159-179; bei Verwendung von FREI
wird die "homogeneous
Time Resolved Fluorescence (HTRF) bevorzugt).
-
Die
Bindung einer Kandidatenverbindung an eine pilzliche GTP-Cyclohydrolase
II kann jedoch auch ohne daß man
einen der wechselwirkenden Partner mit einem Marker versieht, bestimmt
werden, z.B. durch Verwendung eines Mikrophysiometers zum Nachweisen
der Bindung einer Kandidatenverbindung an die pilzliche GTP-Cyclohydrolase II.
Ein Mikrophysiometer (z.B. CytosensorTM)
ist ein Analysegerät,
das die Geschwindigkeit, mit der eine Zelle ihre Umgebung ansäuert, mittels
eines lichtadressierbaren potentiometrischen Sensors (LAPS) mißt. Veränderungen
dieser Ansäuerungsgeschwindigkeit
können
als Hinweis für
eine Wechselwirkung zwischen einer Kandidatenverbindung und der
pilzlichen GTP-Cyclohydrolase
II verwendet werden (gemäß McConnell
et al., Science 2.57, 19061912, 1992). Außerdem kann die Bestimmung
der Fähigkeit
einer Kandidatenverbindung, an die pilzliche GTP-Cyclohydrolase
II zu binden, mit einer Technik wie der Echtzeit Bimolecular Interaction
Analysis (BIA) (Sjolander & Urbaniczky,
Anal. Chem. 63, 23382345, 1991, und Szabo et al., Curr. Opin. Struct. Biol.
5,699705, 1995) erfolgen, einer Technik für die Untersuchung von biologisch-spezifischen
Wechselwirkungen in Echtzeit ohne Markierung eines der wechselwirkenden
Partner (z.B. BIAcore). Veränderungen
des optischen Phänomens
Oberflächenplasmonenresonanz
kann als Hinweis für eine
Reaktion zwischen biologischen Molekülen in Echtzeit verwendet werden.
Für die
Analyse von Protein-Liganden-Wechselwirkungen kann auch die "surface-enhanced
laser desorption/inonization" (SELDI)
in Kombination mit einem "Time-of-Flight"-Massenspektrometer
(MALDI-TOF), die die schnelle Analyse von Molekülen auf einem Träger ermöglichen,
verwendet werden (Worral et al., (1998) Anal. Biochem. 70: 750-756).
-
Alle
der oben genannten Verfahren können
jedoch auch auf einem "Wettbewerbs-Assay" beruhen, wobei ein
Referenzmolekül
durch die Kandidatenverbindung ersetzt wird.
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Auch
besteht die Möglichkeit,
weitere potentielle antifungale Wirkstoffe durch "Molecular Modeling" über die Aufhellung der dreidimensionalen
Struktur des Polypeptids mittels Röntgenstrukturanalyse zu detektieren.
Die Herstellung von für
die Röntgenstrukturanalyse
benötigten
Proteinkristallen sowie die entsprechenden Messungen und anschließenden Auswertungen
dieser Messungen sowie die Methodik des "Molecular Modelings" sind dem Fachmann bekannt. Über "Molecular Modeling" ist prinzipiell
auch eine Optimierung der über
die oben genannten Verfahren identifizierten Wirkstoffe möglich.
-
Die
Auswahl gemäß der Schritte
iii) und iv) umfaßt
vorzugsweise das Prüfen
einer Kandidatenverbindung in einem Hemm-Assay für die pilzliche GTP-Cyclohydrolase
II.
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Vorzugsweise
beruht die Auswahl gemäß Schritt
iii), im folgenden als "in-vitro-Assay" bezeichnet, auf den
folgenden Schritten:
- a) Inkubieren der pilzlichen
GTP-Cyclohydrolase II mit einer Kandidatenverbindung in einem zellfreien
System;
- b) Auswählen
gemäß Schritt
b) einer Kandidatenverbindung, die die Aktivität der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase
II erniedrigt.
-
Die
enzymatische Aktivität
der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase
II wird vorzugsweise im Vergleich mit der Aktivität einer
pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II, die nicht mit der Kandidatenverbindung
inkubiert wird, bestimmt.
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In
Schritt b) werden Kandidatenverbindungen ausgewählt, die eine signifikante
Verringerung der Enzymaktivität
bewirkt haben, die einer Reduktion von mindestens 10%, vorzugsweise
mindestens 20%, bevorzugt mindestens 30%, besonders bevorzugt mindestens
50% und ganz besonders bevorzugt mindestens 70% entspricht oder
wobei eine 100%ige Reduktion (Blockierung) erzielt worden ist.
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Geeignete
Substrate, die zu dem Ansatz in Schritt b) zur Bestimmung der enzymatischen
Aktivität
zugegeben werden, sind GTP oder GTP mit nachweisbarem Marker, wie
einem Fluoreszenzmarker, radioisotopen Marker oder Chemilumineszenzmarker.
Diese markierten Derivate werden im folgenden als "GTP-Analoga" bezeichnet.
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Zur
Bestimmung der enzymatischen Aktivität der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase
II in Schritt b) des in-vitro-Assays
wird eine Mischung, die pilzliche GTP-Cyclohydrolase II enthält (z.B.
Zellrohextrakt, teilweise oder vollständig aufgereinigtes Protein)
mit einem geeigneten Substrat inkubiert und die Umwandlung des Substrats
bzw. der Anstieg des entstehenden Produkts wird verfolgt, z.B. durch
HPLC oder durch Messung der Fluoreszenz, Strahlungsaktivität oder Chemilumineszenz
der jeweiligen Probe.
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So
kann die enzymatische Aktivität
zum Beispiel mittels HPLC wie bei Ritz et al. Journal of Biological Chemistry
2001, 276: 22273-22277) beschrieben oder durch Verfolgen der Radioaktivität wie bei
Foor and Brown (1980, Meth. Enzymol. 66: 303-307) beschrieben bestimmt
werden. Für
diese Verfahren wird die GTP-Cyclohydrolase
II vorzugsweise teilweise oder homogen aufgereinigt.
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Obwohl
Enzymaktivitätsassays
existieren, mit denen die GTP-Cyclohydrolase II-Aktivität bestimmt werden
kann, besteht ständig
ein Bedarf an der Entwicklung von neuen Verfahren zur Bestimmung
der Enzymaktivität,
die leicht durchzuführen
sind und sich auch für
das High-Throughput-Screening
(HTS) eignen.
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Überraschenderweise
wurde gefunden, daß die
GTP-Cyclohydrolase
II-Aktivität
erfolgreich in Gegenwart des Enzyms Formiatdehydrogenase (E.C. 1.2.1.2)
bestimmt werden kann. Bei diesem Verfahren kann die durch die GTP-Cyclohydrolase
gebildete Ameisensäure
mit der Reduktion von NAD durch Kombination dieser beiden Enzyme
in Verbindung gebracht werden. Die Formiatmenge kann durch Verfolgen
der Bildung von NADH, vorzugsweise spektroskopisch gemäß Tishkov
and Egorov (
SU 1271873 ),
bestimmt werden.
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Dieses
Verfahren eignet sich nicht nur für die pilzliche GTP-Cyclohydrolase
II, sondern auch für
die pflanzliche GTP-Cyclohydrolase II und GTP-Cyclohydrolase I [E.C.
3.5.4.16], einem Enzym mit derselben Substratspezifität wie die
GTP-Cyclohydrolase I, jedoch einer unterschiedlichen physiologischen
Funktion: GTP-Cyclohydrolase
I katalysiert den ersten Schritt der Tetrahydrofolat- und Tetrahydrobiopterinbiosynthese. Im
Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird dieses Verfahren
vorzugsweise für
die pilzliche GTP-Cyclohydrolase
II verwendet.
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Die
vorliegende Erfindung umfaßt
daher ein Verfahren zur Bestimmung der GTP-Cyclohydrolase-Aktivität, das die
folgenden Schritte umfaßt:
- a) Versetzen einer Probe, die GTP-Cyclohydrolase
II oder I umfaßt,
mit GTP oder GTP-Analog, NAD+ und Formiatdehydrogenase; und
- b) Bestimmung des NADH-Gehalts.
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Wird
das Verfahren für
einen Hemmstoff-Assay verwendet, so kann es die folgenden Schritte
umfassen, um zu gewährleisten,
daß die
Kandidatenverbindung die GTP-Cyclohydrolase
II und nicht die Formiatdehydrogenase hemmt:
- a)
Versetzen einer Probe, die GTP-Cyclohydrolase I oder II umfaßt, mit
GTP oder GTP-Analog, NAD+ und Formiatdehydrogenase;
- b) Versetzen einer zweiten Probe, die pilzliche GTP-Cyclohydrolase
II umfaßt,
mit Formiat, NAD+ und Formiatdehydrogenase; c) Versetzen der Probe
von Schritt a) und Schritt
- b) mit einem Wirkstoffkandidaten;
- d) Bestimmung der Aktivität
von beiden Proben;
- e) Auswahl von Wirkstoffkandidaten, die in Gegenwart von GTP
gehemmt, jedoch in Gegenwart von Ameisensäure nicht gehemmt werden.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
wird daher die GTP-Cyclohydrolase II-Aktivität in Schritt c) des in-vitro-Assays
in Gegenwart des Enzyms Formiatdehydrogenase (E.C. 1.2.1.2.) bestimmt,
umfassend die folgenden Schritte:
- a) Versetzen
einer Probe, die GTP-Cyclohydrolase II umfaßt, mit GTP oder GTP-Analog,
NAD+ und Formiatdehydrogenase; und
- b) Bestimmung des NADH-Gehalts.
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In
einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform umfaßt der in-vitro-Assay
die folgenden Schritte:
- a) Versetzen einer
Probe, die GTP-Cyclohydrolase II umfaßt, mit GTP oder GTP-Analog,
NAD+ und Formiatdehydrogenase;
- b) Versetzen einer zweiten Probe, die plizliche GTP-Cyclohydrolase
II umfaßt,
mit Formiat, NAD+ und Formiatdehydrogenase;
- c) Versetzen der Probe von Schritt a) und Schritt b) mit einem
Wirkstoffkandidaten;
- d) Bestimmung der Aktivität
von beiden Proben;
- e) Auswahl von Wirkstoffkandidaten, die in Gegenwart von GTP
gehemmt, jedoch in Gegenwart von Ameisensäure nicht gehemmt werden.
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Dieses
Verfahren eignet sich auch dann, wenn bei dem entsprechenden Assay
nicht aufgereinigte Zellextrakte (Lysate) verwendet werden. Außerdem läßt sich
dieses Verfahren beim High-Throughput-Screening auf Hemmstoffe der
pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II anwenden. Werden Lysate oder Enzymproben
verwendet, in denen beide Enzyme, nämlich GTP-Cyclohydrolase I
und GTP-Cyclohydrolase II, vorliegen, so können die gewählten Kandidatenverbindungen
gegebenenfalls in einem anderen Hemm-Assay weiter geprüft werden,
um zu bestätigen,
ob die GTP-Cyclohydrolase I oder die GTP-Cyclohydrolase II gehemmt
wird (z.B. gemäß Ritz et
al. Journal of Biological Chemistry 2001, 276: 22273-22277).
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Die
für den
in-vitro-Test verwendete pilzliche GTP-Cyclohydrolase II kann im Lysat des
Pilzes oder des erfindungsgemäßen transgenen
Organismus vorliegen. Falls erforderlich kann das erfindungsgemäße Polypeptid
nach üblichen
Methoden teilweise oder ganz aufgereinigt werden. Eine allgemeine Übersicht
von üblichen
Methoden für
die Proteinreinigung findet sich zum Beispiel bei Ausubel, F. M.
et al., Current Protocols in Molecular Biology, Greene Publishing
Assoc. and Wiley-Interscience
(1994); ISBN 0-87969-309-6. Bei rekombinanter Erzeugung kann die
Aufreinigung des mit einem Affinitäts-Tag fusionierten Proteins
durch Affinitätschromatographie
erfolgen.
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Die
für den
oben genannten in-vitro-Assay verwendete pilzliche GTP-Cyclohydrolase
II kann entweder in einem transgenen Organismus exprimiert werden,
der mit einer Expressionskassette transformiert wurde, welche eine
Nukleinsäuresequenz,
die für
eine pilzliche GTP-Cyclohydrolase
II in enzymatisch aktiver Form codiert, enthält, oder durch Kultivieren
von Pilzen, die auf natürliche
Weise eine GTP-Cyclohydrolase II enthalten, gewonnen werden.
-
Die
Durchführung
der heterologen Expression einer enzymartigen pilzlichen GTP-Cyclohydrolase
II ist dem Fachmann gut bekannt. Erstens müssen entsprechende Expressionskassetten
und/oder Vektoren, die die Expressionskassette enthalten, hergestellt
werden; es können
jedoch auch handelsübliche
Vektoren verwendet werden. Außer
Plasmiden versteht man unter Vektoren auch noch alle anderen Vektoren,
die dem Fachmann bekannt sind, wie zum Beispiel Phagen, Viren wie
SV40, CMV, Baculovirus, Adenovirus, Transposons, IS-Elemente, Phasmide,
Phagemide, Cosmide, lineare DNA oder circuläre DNA. Diese Vektoren können autonom
im Wirtsorganismus replizieren oder chromosomal replizieren, wobei
die chromosomale Replikation bevorzugt wird.
-
Eine
geeignete Expressionskassette enthält eine für die pilzliche GTP-Cyclohydrolase
II codierende Nukleinsäuresequenz
in operativer Verknüpfung
mit Kontrollelementen, die die Expression der Codiersequenz in der
Wirtszelle steuern. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
enthält
eine Expressionskassette am 5'-Ende
der Codiersequenz einen Promoter und am 3'-Ende ein Transkriptions-/Terminationssignal
sowie gegebenenfalls weitere genetische Kontrollsequenzen, die mit
der dazwischenliegenden Codiersequenz der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II
operativ verknüpft
sind.
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Ebenfalls
geeignet sind Analoge der oben beschriebenen Expressionskassetten,
die zum Beispiel durch eine Kombination der einzelnen Nukleinsäuresequenzen
auf einem Polynukleotid (Mehrfachkonstrukte), auf mehreren Polynukleotiden
in einer Zelle (Cotransformation) oder durch sequentielle Transformation
zustande kommen können.
-
Vorteilhafte
genetische Kontrollsequenzen für
die Expressionskassetten oder Vektoren sind beispielsweise in Promotern
wie cos-, tac-, trp-, tet-, lpp-, lac-, lacIq-, T7-, T5-, T3-, gal-,
trc-, ara-, SP6-, 1-PR- oder
im 1-PL-Promoter vorhanden, die alle zur Expression der pilzlichen
GTP-Cyclohydrolase II in gramnegativen Bakterienstämmen verwendet
werden können.
-
Weitere
vorteilhafte genetische Kontrollsequenzen sind beispielsweise in
den Promotern amy und SPO2, die beide zur Expression der pilzlichen
GTP-Cyclohydrolase II in grampositiven Bakterienstämmen verwendet
werden können,
sowie in den Hefe- oder Pilzpromoter AUG1-, ADC1 GPD-1-, PX6-, TEF-,
CUP1-, PGK-, GAP1-, TPI, PHO5-, AOX1, GAL10/CYC-1, CYC1, OliC-,
ADH-, TDH-, Kex2-, MFa-, rp28- oder dem NMT-Promoter oder Kombinationen
der vorstehend genannten Promoter enthalten (Degryse et al., Yeast
1995 Jun 15; 11(7): 629-40; Romanos et al. Yeast 1992 Jun; 8(6):
423-88; Benito et al. Eur. J. Plant Pathol. 104, 207-220 (1998);
Cregg et al. Biotechnology (N Y) 1993 Aug; 11(8): 905-10; Luo X.,
Gene 1995 Sep 22; 163(1): 127-31; Nacken et al., Gene 1996 Oct 10;
175(1-2): 253-60; Turgeon et al., Mol Cell Biol 1987 Sep; 7 (9): 3297-305),
die alle für
die Expression der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II in Hefestämmen verwendet
werden können,
vorhanden. Beispiele für
geeignete Terminatoren sind der NMT-, Gcy1-, TrpC-, AOX1-, nos-,
der PGK- oder der CYC1-Terminator, vorzugsweise der nos-Terminator
(Degryse et al., Yeast 1995 Jun 15; 11(7): 629-40; Brunelli et al.
Yeast 1993 Dec 9(12): 1309-18; Frisch et al., Plant Mol. Biol. 27
(2), 405-409 (1995); Scorer et al., Biotechnology (N.Y.) 12 (2), 181-184
(1994), Genbank acc. number Z46232; Zhao et al. Genbank acc number:
AF049064; Punt et al., (1987) Gene 56 (1), 117-124).
-
Als
für die
Expressionen von Insektenzellen geeignete genetische Kontrollelemente
sind exemplarisch der Polyhedrinpromoter und der p10-Promoter (Luckow,
V. A. and Summers, M. D. (1988), Bio/Techn. 6, 47-55) zu nennen.
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Vorteilhafte
Kontrollsequenzen für
die Expression der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II in Zellkultur sind
neben Polyadenilierungssequenzen zum Beispiel eukaryontische Promoter
viralen Ursprungs, wie z.B. Promoter des Polyomavirus, des Adenovirus
2, des Cytomegalievirus oder Simian Virus 40.
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Weitere
prokaryontische und eukaryontische Expressionssysteme sind in den
Kapiteln 16 und 17 bei Sambrook et al., Molecular Cloning: A Laboratory
Manual. 2. Ausg., Cold Spring Harbor Laboratory, Cold Spring Harbor
Laboratory Press, Cold Spring Harbor, NY, 1989 angegeben.
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Die
Expressionskassetten und die von ihnen abgeleiteten Vektoren können zusätzlich zu
den oben genannten Promoter noch weitere funktionelle Elemente enthalten.
Die folgenden sind beispielhaft, jedoch nicht einschränkend zu
nennen: Reportergene, Replikationsursprünge, Selektionsmarker und/oder
Affinitäts-Tags, in
Fusion mit der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II, und zwar entweder
direkt oder mittels eines Linkers, der gewünschtenfalls eine Spaltungsstelle
für eine
Protease enthält.
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Die
Expressionskassette und die davon abgeleiteten Vektoren können für die Transformation
von Bakterien, Blaualgen, Hefen, Fadenpilzen und Algen und eukaryontischen
Zellen (zum Beispiel Insektenzellen) mit dem Ziel der rekombinanten
Herstellung der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II eingesetzt werden,
wobei sich die Herstellung einer geeigneten Expressionskassette
nach dem Organismus, in welchem das Gen exprimiert werden soll,
richtet.
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Die
für eine
pilzliche GTP-Cyclohydrolase II codierende Nukleinsäure kann
vorteilhaft in den Organismus auch in Form einer linearen DNA eingeführt und
in das Genom des Wirtsorganismus über heterologe oder homologe
Rekombination integriert werden. Diese lineare DNA kann aus einem
linearisierten Plasmid oder auch nur aus dem Nukleinsäurekonstrukt
als Vektor oder den verwendeten Nukleinsäuresequenzen bestehen. In einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform
können
die bei dem Verfahren im vorliegenden Zusammenhang verwendeten Nukleinsäuresequenzen
auch allein in einen Organismus eingebracht werden. Sollen außer den
Nukleinsäuresequenzen
noch weitere Gene in den Organismus eingebracht werden, so können alle Gene
zusammen in einem einzigen Vektor oder jedes einzelne Gen in je
einem Vektor in den Organismus eingeführt werden, wobei die verschiedenen
Vektoren gleichzeitig oder nacheinander eingeführt werden können.
-
Die
mittels Transformation erzeugten transgenen Organismen können für die rekombinante
Expression einer pilzlichen GTP-Cyclohydrolase II verwendet werden.
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Weitere
bevorzugte Mikroorganismen für
die rekombinante Expression sind neben Bakterien Hefen und Pilze
sowie eukaryontische Zellinien.
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Bevorzugt
innerhalb der Bakterien sind Bakterien der Gattung Escherichia,
Erwinia, Flavobacterium, Alcaligenes oder Blaualgen, zum Beispiel
der Gattung Synechocystis oder Anabena.
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Bevorzugte
Hefen sind Candida, Saccharomyces, Hansenula oder Pichia.
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Bevorzugte
Pilze sind Aspergillus, Trichoderma, Ashbya, Neurospora, Fusarium,
Beauveria, Mortierella, Saprolegnia, Pythium oder sonstige Pilze,
die in Indian Chem Engr. Section B, Bd. 37, Nr. 1,2 (1995) beschrieben
sind.
-
Im
Prinzip eignen sich auch transgene Tiere als Wirtsorganismen, zum
Beispiel C. elegans.
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Wie
oben erwähnt
ist auch die Verwendung von Expressionssystemen und Vektoren, die öffentlich
zugänglich
oder kommerziell erhältlich
sind, bevorzugt.
-
Die
typischen vorteilhaften kommerziell erhältlichen Fusions- und Expressionsvektoren
sind in diesem Zusammenhang zu erwähnen: pGEX [Pharmacia Biotech
Inc; Smith, D. B. und Johnson, K. S. (1988) Gene 67: 31-40], pMAL
(New England Biolabs, Beverly, MA) und pRIT5 (Pharmacia, Piscataway,
NJ), welches Glutathion-S-Transferase
(GST) enthält,
Maltose-Bindeprotein, oder Protein A, die pTrc-Vektoren (Amann et
al., (1988) Gene 69: 301-315), der "pKK233-2" von Clontech, Palo Alto, CA, sowie
die "pET"- und die "pBAD"-Vektorserien von
Stratagene, La Jolla.
-
Weitere
vorteilhafte Vektoren zur Verwendung in Hefe sind pYepSec1 (Baldari,
et al., (1987) Embo J. 6: 229-234),
pMFa (Kurjan and Herskowitz, (1982) Cell 30: 933-943), pJRY88 (Schultz et al., (1987)
Gene 54: 113-123), sowie pYES-Derivate, pGAPZ-Derivate, pPICZ-Derivate
und die Vektoren des "Pichia
expression kit" (Invitrogen
Corporation, San Diego, CA). Vektoren zur Verwendung in Fadenpilzen
werden bei van den Hondel, C.A.M.J.J. & Punt, P. J. (1991) "Gene transfer systems
and vector development for filamentous fungi, in: Applied Molecular
Genetics of Fungi, J. F. Peberdy, et al., Hrsg., S. 1-28, Cambridge
University Press: Cambridge beschrieben.
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Alternativ
können
auch vorteilhafterweise Insektenzellexpressionsvektoren genutzt
werden, z.B. für die
Expression in Sf 9-Zellen. Dies sind z.B. die Vektoren der pAc-Serie
(Smith et al. (1983) Mol. Cell Biol. 3: 2156-2165) und der pVL-Serie
(Lucklow and Summers (1989) Virology 170: 31-39). Weiterhin genannt
seien die Baculovirus-Expressionssysteme "MaxBac 2.0 kit" von Invitrogen, Carlsbad, oder das "BacPAK baculovirus
expression system" von
Clontech, Palo Alto, CA.
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Weiterhin
kann die pilzliche GTP-Cyclohydrolase II in Säugetierzellen exprimiert werden.
Beispiele für entsprechende
Expressionsvektoren sind pCDM8 und pMT2P, die in: Seed, B. (1987)
Nature 329:840 oder Kaufman et al. (1987) EMBO J. 6: 187-195) genannt
sind. Bei diesem Komplex sind vorzugsweise zu nutzende Promoter
viralen Ursprungs wie z.B. Promoter des Polyomavirus, Adenovirus
2, Cytomegalievirus oder Simianvirus 40. Weitere prokaryontische
und eukaryontische Expressionssysteme sind in den Kapiteln 16 und
17 von Sambrook et al., Molecular Cloning: A Laboratory Manual 2.
Ausg., Cold Spring Harbor Laboratory, Cold Spring Harbor Laboratory
Press, Cold Spring Harbor, NY, 1989 beschrieben.
-
Die
pilzliche GTP-Cyclohydrolase II kann aus einem Organismus, der auf
natürliche
Weise eine pilzliche GTP-Cyclohydrolase II enthält, isoliert werden, zum Beispiel
aus den oben genannten pathogenen Pilzen und zum Beispiel aus Pilzen
aus der Gruppe bestehend aus den Gattungen und Arten z.B. Pichia
wie z.B. Pichia pastoris und Pichia methanolica, Saccharomyces wie
z.B. Saccharomyces cerevisiae, Hansenula wie z.B. Hansenula poymorpha;
Trichoderma, Ashbya wie z.B. Ashbya gossipii, Neurospora wie z.B.
Neurospora crassa, Beauveria, Mortierella, Saprolegnia, Pythium
oder anderen Pilzen, die in Indian Chem Engr. Section B, Bd. 37,
Nr. 1,2 (1995) beschrieben sind.
-
Die
Auswahl gemäß Schritt
iv) beruht auf einem in-vivo-Assay.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt diese
die folgenden Schritte:
- a) Erzeugen eines erfindungsgemäßen transgenen
Organismus, der, nach Transformation mit einer Nukleinsäuresequenz,
die für
eine pilzliche GTP-Cyclohydrolase
II codiert, fähig
ist, Polypeptid mit GTP-Cyclohydrolase II-Aktivität zu überexprimieren;
- b) Einwirkenlassen einer Kandidatenverbindung auf die Pilze
nach Schritt a) und auf einen analogen, nicht transformierten Pilz;
- c) Bestimmung des Wachstums, der Lebensfähigkeit bzw. Infektivität der transgenen
und nicht trans formierten Organismen nach Einwirkenlassen der Substanz
nach Schritt b); und
- d) Auswählen
der Kandidatenverbindungen, die Wachstum, Lebensfähigkeit
bzw. Infektivität
der transgenen und der nicht transformierten Pilze nach Einwirkenlassen
der Substanz nach Schritt b) reduziert.
-
In
diesem Schritt (c) werden Verbindungen ausgewählt, die eine Verringerung
des Wachstums, der Lebensfähigkeit
bzw. der Infektivität
um mindestens 10%, vorteilhafterweise mindestens 20%, vorzugsweise
mindestens 30%, besonders bevorzugt mindestens 50% und ganz besonders
bevorzugt mindestens 70% bewirkt haben oder eine 100%ige Reduktion
(Blockierung) erzielt worden ist.
-
Unter
einem analogen nicht transformierten Organismus ist derjenige Pilz
zu verstehen, der für
die Erzeugung des transgenen Organismus in Schritt a) verwendet
worden ist.
-
Geeignete
Organismen sind die oben definierten Pilze, vorzugsweise diejenigen,
die vom Fachmann leicht genetisch manipuliert werden können, z.B.
Saccharomyces-Arten,
Pichia-Arten, Fusarium-Arten, Ashbya-Arten, Schizosaccharomyces-Arten,
Magnaporte-Arten, Ustilago-Arten,
Neurospora-Arten und Klyveromyces-Arten.
-
Wenn
eine Probe, die ein antifungales Mittel enthält, nach dem Verfahren im vorliegenden
Zusammenhang identifiziert wurde, dann ist es entweder möglich, die
Substanz direkt aus der ursprünglichen
Probe zu isolieren, oder man kann die Probe in verschiedene Gruppen
teilen, zum Beispiel wenn sie aus einer Vielzahl von verschiedenen
Komponenten besteht, um so die Anzahl der verschiedenen Substanzen
pro Probe zu reduzieren und dann das Verfahren mit solch einer "Unterprobe" der ursprünglichen
Probe zu wiederholen. Abhängig
von der Komplexität
der Probe können
die oben beschriebenen Schritte mehrmals wiederholt werden, vorzugsweise
bis die gemäß dem Verfahren
im vorliegenden Zusammenhang identifizierte Probe nur noch eine
geringe Anzahl von Substanzen oder nur noch eine Substanz umfaßt. Die
gemäß dem Verfahren
im vorliegenden Zusammenhang identifizierte Substanz oder ihre Derivate
wird/werden vorzugsweise weiter so formuliert, daß sie sich
für die
Anwendung in der Pflanzenzüchtung
oder in der Pflanzenzelle- oder Pflanzengewebekultur eignet/eignen.
-
Alle
nach den oben genannten Verfahren identifizierten antifungalen Mittel
können
anschließend
auf ihre fungizide Wirksamkeit in einem weiteren in-vivo-Aktivitätstest geprüft werden.
Hier wird die entsprechende Substanz mit einer Kultur eines pathogenen
Pilzes, vorzugsweise einer Kultur eines phytopathogenen Pilzes, besonders
bevorzugt einer Kultur eines phytopathogenen Fadenpilzes, inkubiert,
wobei die fungizide Wirksamkeit zum Beispiel auf Grundlage des beschränkten Wachstums
bestimmt werden kann.
-
Die
oben genannten Ausführungsformen
des Verfahrens zum Identifizieren von antifungalen Mitteln werden
vorzugsweise in einem High-Throughput-Screening durchgeführt. Mittels
High-Throughput-Screening können
viele Einzelverbindungen parallel geprüft werden, so daß zahlreiche
Kandidatenverbindungen rasch gescreent werden können.
-
Bei
der am weitesten verbreiteten Technik werden Mikrotiterplatten mit
96, 384 bzw. 1536 Näpfchen verwendet.
Für die
Näpfchen
der Mikrotiterplatten sind typischerweise Assayvolumina im Bereich
von 50 bis 500 μl,
vorzugsweise 200 μl
erforderlich. Zusätzlich
zu den Platten sind viele Geräte,
Materialien, automatische Pipetiervorrichtungen, Robotoren, automatisierte
Plattenlesegeräte
sowie Plattenwascher, kommerziell erhältlich, die zu dem jeweiligen
Näpfchenformat
passen.
-
Es
können
jedoch auch sogenannte "free
format assays" bzw.
Assays, bei denen zwischen den Proben keine physischen Barrieren
bestehen, verwendet werden, wie z.B. bei Jayaickreme et al. (Proc.
Natl. Acad. Sci. U.S.A. 19 (1994) 161418), Chelsky ("Strategies for Screening
Combinatorial Libaries",
First Annual Conference of The Society for Biomolecular Screening
in Philadelphia, Pa. (Nov. 710, 1995)) und Salmon et al. (Molecular
Diversity 2 (1996), 5763) beschrieben. Außerdem kann ein gemäß
US-Patent 5,976,813 beschriebenes
High-Throughput-Screening-Verfahren verwendet werden, das auf einer
porösen
Matrix, in die Testproben gegeben werden, beruht; anschließend werden
eine oder mehrere Assay-Komponenten innerhalb, oben auf, oder unten
auf eine Matrix, wie ein Gel, eine Plastikplatte, ein Filter oder
eine andere Art von leicht handzuhabendem festem Träger, aufgetragen.
Werden die Proben auf die poröse
Matrix gegeben, so diffundieren sie ausreichend langsam, so daß die Assays
durchgeführt
werden können,
ohne daß die
Testproben ineinander verlaufen.
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Es
kann für
das HTS wünschenswert
sein, entweder die pilzliche GTP-Cyclohydrolase II oder die Kandidatenverbindung
zu immobilisieren, um die Trennung von gebundenen und nicht gebundenen
Formen von einem oder beiden wechselwirkenden Partnern zu erleichtern
sowie eine Automatisierung des Assays zu ermöglichen. So wird entweder die
pilzliche GTP-Cyclohydrolase II oder die Kandidatenverbindung vorzugsweise
an einen festen Träger
gebunden. Zu geeigneten festen Trägern zählen, jedoch nicht einschränkend, Glas- oder
Plastikobjektträger,
Gewebekulturplatten, Mikrotiternäpfchen,
Röhrchen,
Silikon-Chips oder Teilchen wie Perlen (darunter, jedoch nicht einschränkend, Perlen
aus Latex, Polystyrol oder Glas). Zum Anheften der pilzlichen GTP-Cyclohydrolase
II oder der Kandidatenverbindung an einen festen Träger kann
jedes beliebige fachbekannte Verfahren verwendet werden, darunter
die Verwendung von kovalenten und nicht kovalenten Bindungen, passive
Adaption, oder Paare von bindenden Molekülresten, die an die pilzliche
GTP-Cyclohydrolase II oder Kandidatenverbindung bzw. an den festen
Träger
angeheftet werden. Kandidatenverbindungen werden vorzugsweise in
Form eines Arrays an den festen Träger gebunden, so daß die Lokalisierung
von einzelnen Kandidatenverbindungen festgestellt werden kann. Die
Bindung einer Kandidatenverbindung an eine pilzliche GTP-Cyclohydrolase II
kann in jedem beliebigen Gefäß erfolgen,
das sich zum Aufnehmen der Reaktionspartner eignet. Zu solchen Gefäßen zählen zum
Beispiel Mikrotiterplatten, Probenröhrchen und Mikrozentrifugenröhrchen.
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Vorzugsweise
weisen die identifizierten Verbindungen ein Molekulargewicht von
unter 100 g/mol, vorzugsweise 500 g/mol, stärker bevorzugt 400 g/mol und
am stärksten
bevorzugt 300 g/mol auf. Die identifizierten Verbindungen weisen
weiterhin einen Ki-Wert unter 1 mM, vorzugsweise 1 μm, stärker bevorzugt
0,1 μm und
am stärksten
bevorzugt 0,01 μm
auf.
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Bei
den identifizierten Verbindungen kann es sich um folgendes handeln:
Expressionsbibliotheken, zum Beispiel cDNA-Expressionsbibliotheken,
Peptide, Proteine, Nukleinsäuren,
Antikörper,
kleine organische Substanzen, Hormone, PNA(s) und dergleichen (Milner,
Nature Medicine 1 (1995), 879-880; Hupp, Cell. 83 (1995), 237-245;
Gibbs, Cell. 79 (1994), 193-198 und darin zitierte Literaturstellen).
Es kann sich dabei um chemisch synthetisierte Substanzen oder um
von Mikroorganismen hergestellte Substanzen handeln, die zum Beispiel
in Zellextrakten oder zum Beispiel in Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen
vorliegen können.
Bei der Reaktionsmischung kann es sich um einen zellfreien Extrakt
handeln oder sie kann eine Zelle oder Zellkultur enthalten. Geeignete
Verfahren sind dem Fachmann bekannt und allgemein zum Beispiel in
Alberts, Molecular Biology the cell, 3. Ausgabe (1994), zum Beispiel
Kapitel 17, beschrieben. Zum Beispiel können die erwähnten Substanzen
in die Reaktionsmischung oder das Kulturmedium gegeben werden oder
in die Zellen injiziert werden oder auf eine Pflanze gesprüht werden.
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Die
identifizierten Verbindungen können
auch in Form ihrer landwirtschaftlich nützlichen Salze vorliegen. Geeignete
Salze unter den landwirtschaftlich nützlichen Salzen sind insbesondere
die Salze von denjenigen Kationen bzw. die Säureadditionssalze von denjenigen
Säuren,
deren Kationen bzw. Anionen keine negative Auswirkung auf die fungizide
Wirksamkeit der identifizierten Verbindung ausüben.
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Alle
identifizierten Verbindungen liegen, wenn sie asymmetrisch substituierte α-Kohlenstoffatome
enthalten, entweder als Racemate, Enantiomerenmischungen oder als
reine Enantiomere vor und können,
wenn sie chirale Substituenten aufweisen, auch in Form von Diastereomerenmischungen
vorliegen. Sie eignen sich für
die Bekämpfung
der zu Beginn erwähnten
pathogenen Pilze.
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Die
Erfindung soll nun anhand der folgenden Beispiele erläutert werden,
ist jedoch nicht auf diese beschränkt.
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Die
rekombinanten Verfahren, auf denen die folgenden beispielhaften
Ausführungsformen
beruhen, werden nun kurz beschrieben:
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A: Allgemeine Verfahren
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Klonierungsverfahren
wie beispielsweise Restriktionsspaltungen, Agarosegel-Elektrophorese,
Aufreinigung von DNA-Fragmenten, Transfer von Nukleinsäuren auf
Nitrocellulose- und Nylonmembranen, Verbindung von DNA-Fragmenten, Transformation
von E. coli-Zellen, Anzucht von Bakterien und Sequenzanalyse rekombinanter
DNA sowie Southern- und Western-Blots wurden wie bei Sambrook et
al., Cold Spring Harbor Laboratory Press, (1989) and Ausubel, F.
M. et al., Current Protocols in Molecular Biology, Greene Publishing Assoc.
and Wiley-Interscience
(1994); ISBN 0-87969-309-6 beschrieben.
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Die
im folgenden verwendeten Bakterienstämme (E. coli XL1-blue) stammten
von BRL Gibco oder Invitrogen, Carlsberg, CA. Der Ashbya-gossypii-Wildtypstamm
trägt die
ATTC-Nummer ATTC 10895.
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B: Sequenzanalyse von rekombinanter DNA
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Rekombinante
DNA-Moleküle
wurden mit einem Laser-Fluoreszenz-DNA-Sequenziergerät von ABI nach
der Methode von Sanger (Sanger et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA,
74, 5463-5467 (1977)) sequenziert. Die Fragmente aus einer Polymerasekettenreaktion
wurden sequenziert und überprüft, um Polymerasefehler in
zu exprimierenden Konstrukten zu vermeiden.
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C: Materialien
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Alle
verwendeten Chemikalien wurden, wenn im Text nicht anders erwähnt, in
p.a.-Qualität
von dem Firmen Fluka (Neu-U1m), Merck (Darmstadt), Roth (Karlsruhe),
Serva (Heidelberg) und Sigma (Deisenhofen) bezogen. Lösungen wurden
mit reinem pyrogenfreiem Wasser, im nachstehenden Text als H2O bezeichnet, aus einer Milli-Q-Wassersystem-Reinigungsanlage
(Millipore, Eschborn) hergestellt. Die Restriktionsenzyme, DNA-modifizierenden Enzyme
und molekularbiologischen Kits wurden von den Firmen AGS (Heidelberg), Amersham
(Brunswick), Biometra (Göttingen),
Roche (Mannheim), Genomed (Bad Oeynnhausen), New England Biolabs
(Schwalbach/Taunus), Novagen (Madison, Wisconsin, USA), Perkin-Elmer
(Weiterstadt), Pharmacia (Freiburg), Quiagen (Hilden) und Stratagene
(Heidelberg) bezogen. Wenn nicht anders angegeben, wurden sie nach
den Anweisungen des Herstellers verwendet.
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Alle
für die
gentechnischen Versuche verwendeten Medien und Puffer wurden entweder
durch Sterilfiltration oder durch Erhitzen im Autoklaven sterilisiert.
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Beispiel 1
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A) Herstellung des Knock-out-Plasmids
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Das
KO-Plasmid pDeltarib1G418 wurde aus pJR765 (
WO95/26406 ) durch Einführen der
G418R-Expressionskassette
(Degryse et al., Yeast 1995, 11(7): 629-40) in pJR765 erhalten,
und zwar derart, daß das GTP
Cyclohydrolase II-Gen (rib 1) gemäß SEQ ID Nr 3 von 220 Bp sromaufwärts des
ATG-Codons bis 739 Bp stromabwärts
des ATG-Codons deletiert wird. 6 mg Plasmid-DNA von pDeltarib1G418
wurden mit dem Restriktionsenzym Asp 700 linearisiert und mittels
traditioneller Gelelution für
die anschließende
Transformation aufgereinigt.
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B) Transformation von Ashbya gossypii
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A.
gossypii-Sporen wurden 12 Stunden lang in MA2-Medium (Pepton 10 g/l, Hefeextrakt 1
g/l, Myoinositol 0,3 g/l, pH 7) bei 28°C und 250 U/min kultiviert.
Die Zellen wurden mittels traditioneller Zentrifugation zu einem
Pellet sedimentiert, in Phosphatpuffer 50 mM, DTT 25 mM suspendiert
und bei 28°C
30 Minuten lang unter leichtem Bewegen kultiviert. Die Zellen wurden
abzentrifugiert und mit 25 ml kaltem Phosphatpuffer 50 mM pH 7,5
suspendiert; 150 μl
der Zellsuspension wurden mit 6 μg
pDeltarib1G418, das mit Asp 700 behandelt worden war, vermischt.
Der Ansatz wurde mit einem Gene Pulser II-Elektroporator elektroporiert
(Bio-Rad; Parameter: 200 Ohm; 1.5 kV; 25 μF)
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Unmittelbar
nach dem elektrischen Puls wurden die Zellen mit 1 ml MA2-Medium
vermischt und auf frische Petrischalen, die mit MA2-Agar mit einem
Zusatz von 200 mg Vitamin B2 gefüllt
waren, ausplattiert. Die Platten wurden 6 Stunden lang bei 28°C inkubiert.
Dann wurden sie mit einer dünnen
Schicht Top-Agar (1% LMP-Agarose), der 50 mg/ml des Antibiotikums
G418 enthielt, überschichtet.
Es wurde 5 Tage bei 28°C
weiterinkubiert. Für
die anschließende
Charakterisierung wurden mehrere Kolonien, die auf Selektivmedium wachstumsfähig waren,
isoliert.
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C) Charakterisierung der KO-Mutanten
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Die
KO-Mutanten wurden auf Petrischalen, die MA2-Agar, 50 mg/ml G418
und 200 mg/ml Vitamin B2 enthielten, herangezüchtet und dann auf das gleiche
Medium ohne Vitamin B2 mit der Stempelmethode umgesetzt. Im letzteren
Fall konnten die KO-Mutanten überhauptnicht
wachsen. Dies zeigt eindeutig, daß die GTP Cyclohydrolase II
für das
Wachstum der Pilze essentiell ist.
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Beispiel 2
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A) Enzympräparation
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Ashbya
gossypii-Zellen können
nach zwei Tagen aus einer Kultur aus 3%igem (w/v) Malzextrakt plus 0,3%
(w/v) Difco-Soyton, pH 5,6, bei 28°C erhalten werden. Ein zellfreier
Extrakt kann durch mechanisches Aufbrechen der Zellen mit einem
Küchenmixer
in 50 mM Imidazolpuffer pH 7, der 1 mM EDTA-Natriumsalz, 5 mM MgSO4, 10 mM KCl, 5 mM Dithiothreitol und 30%
(v/v) Glycerin enthält
und Abtrennen von nicht aufgebrochenen Zellen und von Zelltrümmern mittels
Zentrifugation erhalten werden.
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B) Aktivitäts-Assay
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Der
Assay wird in einem geeigneten Puffer, z.B. Tris/HCl, pH 7,8, mit
1 mM Mg·Cl2, 1 mM DTT, 0,5 mM NAD, 2 Einheiten/ml Formiatdehydrogenase
und 2,5 mM GTP-Lithiumsalz,
durchgeführt.
Nach Zugabe des GTP-cyclohydrolasehaltigen
zellfreien Extrakts von Schritt A) wurde die Reaktion durch Messen
der Absorption bei 340 nm verfolgt.
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Nach
Auflösen
der jeweiligen Kandidatenverbindungen in einem geeigneten Lösungsmittel,
z.B. DMSO, wird der Ansatz mit einem aliquoten Teil der oben hergestellten
Lösung
versetzt. Die Enzymaktivität
dieser Probe wird mit der Aktivität einer Kontrolle, die statt
der Kandidatenverbindung nur reines Lösungsmittel enthält, verglichen.
Die erhaltene relative Aktivität
wurde in Prozent Hemmung in Bezug auf die Probe ohne Kandidatenverbindung
umgerechnet.
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In 1 wird
die GTP-abhängige
Bildung von NADH in dem Ansatz und die Hemmung durch 3-Butyl-10-(3-chlorphenyl)-10H-pyrimido[4,5-b]chinolin-2,4-dion
gezeigt.
-
Um
zwischen der Hemmung der GTP-Cyclohydrolase und der Formiatdehydrogenase
in dem obigen Assay unterscheiden zu können, wird das Substrat GTP
durch Ameisensäure
ersetzt. Ein GTP-Cyclohydrolase-Hemmer zeigt Hemmung in Gegenwart
von GTP und keine Hemmung in Gegenwart von Ameisensäure (siehe
z.B. 2).
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c) Bestimmung der fungiziden Wirksamkeit
von 3-Butyl-10-(3-chlorphenyl)-10H-pyrimido[4,5-b]chinolin-2,4-dion
-
Es
wird eine Vorratslösung
von 3-Butyl-10-(3-chlorphenyl)-10H-pyrimido[4,5-b]chinolin-2,4-dion
in DMSO in einer Konzentration von 10.000 ppm a.i. hergestellt.
Für diesen
Test wird diese Vorratslösung
mit sterilem entionisiertem Wasser auf eine Konzentration von 125
ppm verdünnt;
die DMSO-Konzentration ist bei allen Testkonzentrationen konstant.
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Es
werden Sporensuspensionen der bei dem Test verwendeten Pilze (Phytophthora
infestans, Pyricularia oryzae und Septoria tritici) in Wachstumsmedium
in doppelter Stärke
(4% (w/v) Malzextrakt in Wasser) hergestellt.
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Für jede Pilzart
werden 3 (drei) Näpfchen
vorbereitet: 50 μl
Lösung
der Verbindung werden in jedes Näpfchen
pipettiert, und 50 μl
Sporensuspension werden dazugegeben. Als 100% Wachstumskontrolle
(= 0 ppm) dient eine Wasser/DMSO-Blindprobe; ein Näpfchen ohne
Zusatz von pilzlichem Inokulum, jedoch mit Wachstumsmedium, dient
als Medien-Blindprobe.
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Die
vorbereiteten Platten werden dann 7 Tage bei 18°C inkubiert, wonach die Dichte
des pilzlichen Myzeliums, das sich entwickelt hat, in einem Photometer
bei einer Wellenlänge
von 405 nm gemessen wird.
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Nachdem
die Werte für
die Medien-Blindproben substrahiert worden waren und der Wert für die Wachstumskontrolle
gleich 100% gesetzt wurde, werden die Messungen der Konzentrationsreihen
in "% Wachstum im
Vergleich zur 0-ppm-Kontrolle" umgerechnet.
Die in Tabelle 1 gezeigten Werte zeigen deutlich, daß das Pilzwachstum
signifikant durch 3-Butyl-10-(3-chlorphenyl)-10H-pyrimido[4,5-b]chinolin-2,4-dion
gehemmt wurde. Tabelle 1
| Pyricularia
oryzae *) | Phytophthora
infestans *) | Septoria
tritici *) |
| 47,6% | 39,9% | 0% |
- *) [% Wachstum im Vergleich zur 0-ppm-Kontrolle]
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Kurze Beschreibung der Figuren
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1 zeigt
die GTP-abhängige
Bildung von NADH in der Reaktionsmischung und Hemmung durch 3-Butyl-10-(3-chlorphenyl)-10H-pyrimido[4,5-b]chinolin-2,4-dion.
In dieser Figur bedeutet ♦ in
Gegenwart von GTP gemessene Werte, ∎ ohne GTP gemessene
Werte und
in
Gegenwart von GTP und 3-Butyl-10-(3-chlorphenyl)-10H-pyrimido[4,5-b]chinolin-2,4-dion
gemessene Werte.
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2 zeigt
die Spezifität
der Hemmung durch 3-Butyl-10-(3-chlorphenyl)-10H-pyrimido[4,5-b]chinolin-2,4-dion. Es wird keine
Hemmung von Formiatdehydrogenase allein beobachtet. Die Hemmung
der GTP-abhängigen
NADH-Bildung ist
daher auf die Hemmung der GTP-Cyclohydrolase
zurückzuführen. In
dieser Figur bedeutet ♦ in
Gegenwart von Formiat gemessene Werte, ∎ ohne Formiat gemessene
Werte und ★ in
Gegenwart von Formiat und 3-Butyl-10-(3-chlorphenyl)-10H-pyrimido[4,5-b]chinolin-2,4-dion
gemessene Werte.
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