DE60314270T2 - Vorrichtung und verfahren um den leistungsfluss in einem leitungsabschnitt einer hochspannungsleitung zu ändern - Google Patents

Vorrichtung und verfahren um den leistungsfluss in einem leitungsabschnitt einer hochspannungsleitung zu ändern Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Ändern eines Leistungsflusses in einem Abschnitt einer Hochspannungsleitung mit Mehrfachleiter-Phasenleitungen. Im vorliegenden Text wird das, was der Fachmann im Allgemeinen als "Phase" bezeichnet, als "Phasenleitung" bezeichnet. Die Vorrichtung und das Verfahren dienen dazu, den Leistungsfluss in einem Leitungsabschnitt einer Hochspannungsleitung zu ändern und ermöglichen unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, eine Hochspannungsleitung zu enteisen, den Leistungsfluss durch eine Hochspannungsleitung auf statische oder dynamische Weise zu ändern, ein Hochspannungsleitungsnetz zu stabilisieren, harmonische Oberschwingungen einer Hochspannungsleitung zu filtern, in einer Hochspannungsleitung übertragene Energie zu dämpfen oder zu dissipieren, oder sogar den Strom einer Hochspannungsleitung zu begrenzen.
  • Wie im Stand der Technik bekannt, gibt es das US-Patent Nr. US 6,486,569 B2 , erteilt am 26. November 2002, das der Anmeldung WO-A-0035061 entspricht und als Erfinder M. Pierre COUTURE nennt, der auch der Erfinder der vorliegenden Erfindung ist. Dieses Patent beschreibt ein Verfahren zur Steuerung des Leistungsflusses in einem elektrischen Energieübertragungsnetz. Das Verfahren umfasst die Schritte des Bereitstellens der Kommutierungseinheiten, die an isolierten Abschnitten von Masten für Hochspannungsleitungen angebracht werden, um den Strom mindestens eines Leiters einer Vielzahl von Phasenleitern, die voneinander elektrisch isoliert sind, zu verschalten, wobei die Verschaltung von Leitern eine Impedanzänderung ermöglicht, die den Leistungsfluss moduliert. Das Verfahren umfasst auch einen Schritt der Steuerung des Leistungsflusses in den Leitungsabschnitten der Hochspannungsleitung durch Ändern der Reihenimpedanz der Leitung über eine Kontrolle der Kommutierungseinheiten.
  • Wie ebenfalls im Stand der Technik bekannt, gibt es die internationale Veröffentlichung Nr. WO 02/41459 A1 , veröffentlicht am 23. Mai 2002, die als Erfinder M. Pierre COUTURE nennt, der auch der Erfinder der vorliegenden Anmeldung ist. Dieses Patent beschreibt eine Kommutierungsvorrichtung und ein Kommutierungsverfahren zum Verändern der Impedanz einer Phasenleitung eines Leitungsabschnitts einer Hochspannungsleitung. Für jeden der mindestens einen der n Leiter der Phasenleitung sind ein passives Bauteil und ein Paar elektromechanischer und elektronischer Unterbrecher vorgesehen. Das Unterbrecherpaar ist geeignet, das passive Bauteil im Ansprechen auf Steuersignale mit dem entsprechenden Leiter selektiv in Reihe zu schalten und von diesem zu trennen. Außerdem sind Mittel zum Steuern jedes Unterbrecherpaars in Abhängigkeit von momentanen Betriebsbedingungen der Phasenleitung vorgesehen.
  • Wie ebenfalls im Stand der Technik bekannt, gibt es die internationale Veröffentlichung Nr. WO 00/35061 , veröffentlicht am 15. Juni 2000, die als Erfinder M. Pierre COUTURE nennt, der auch der Erfinder der vorliegenden Anmeldung ist. Ein dieser internationalen Anmeldung entsprechendes US-Patent wurde ebenfalls am 28. Mai 2002 unter der Nr. US 6,396,172 B1 erteilt. Diese Druckschriften beschreiben eine Kommutierungsvorrichtung und ein Kommutierungsverfahren für einen Leitungsabschnitt einer Hochspannungsleitung mit mehreren Phasenleitungen. Jede Phasenleitung weist mehrere Leiter auf, die elektrisch voneinander isoliert und parallelgeschaltet sind, um einen Phasenstrom zu leiten. Parallelgeschaltete elektromechanische und elektronische Unterbrecherpaare sind vorgesehen, um die Leiter jeder Phasenleitung derart selektiv zu öffnen und zu schließen, dass der entsprechende Phasenstrom durch einen oder mehrere Leiter geleitet wird. Außerdem sind Steuermittel zum Steuern der elektromechanischen und elektronischen Unterbrecherpaare in Abhängigkeit von den momentanen Betriebsbedingungen des Leitungsabschnitts vorgesehen.
  • Einer der Nachteile, der bei allen vorstehend erwähnten Vorrichtungen und Verfahren anzutreffen ist, besteht darin, dass die dem Anwender angebotenen Strategien zum Ändern des Leistungsflusses in einem Leitungsabschnitt einer Hochspannungsleitung begrenzt sind. Außerdem ist die Schaltgeschwindigkeit der Vorrichtungen in Abhängigkeit von der Frequenz des auf der Übertragungsleitung fließenden Stromes begrenzt.
  • Eines der Ziele der vorliegenden Erfindung ist, eine Vorrichtung und ein Verfahren vorzuschlagen, um den Leistungsfluss in einem Leitungsabschnitt einer Hochspannungsleitung nach einer wesentlich größeren Anzahl von Möglichkeiten, als den im Stand der Technik vorhandenen, auf wirksame und sichere Weise zu ändern.
  • Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine gegenüber dem Stand der Technik schnellere Änderung des Leistungsflusses zu ermöglichen. Auf diese Weise kann die Änderung des Leistungsflusses bei einer mit 60 Hz betriebenen Übertragungsleitung in einer Zeitspanne erfolgen, die kleiner als 8 Millisekunden ist, ohne auf den Nulldurchgang des Stroms zu warten.
  • Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, das durch eine bevorzugte Ausführungsform erreicht wird, ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Ändern eines Leistungsflusses in einem Leitungsabschnitt einer Hochspannungsleitung vorzuschlagen, die einen direkten Leistungsfluss von dem Abschnitt zu einem anderen Abschnitt der Hochspannungsleitung ermöglichen.
  • Die Aufgaben, die Vorteile und weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden deutlicher bei der Lektüre der folgenden, nicht beschränkenden Beschreibung verschiedener bevorzugter Ausführungsformen, die lediglich als Beispiele angegeben sind, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG:
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ändern eines Leistungsflusses in einem Leitungsabschnitt einer Hochspannungsleitung, wobei jeder Leitungsabschnitt Phasenleitungen aufweist, die jeweils n voneinander elektrisch isolierte und an den Enden des Leitungsabschnitts kurzgeschlossene Leiter haben und wobei die Vorrichtung eine Leistungsaustauscheinheit umfasst, die Folgendes aufweist: einen Stromrichter, um Leistung zwischen ersten und zweiten Klemmenpaaren umzuwandeln, wobei das erste Klemmenpaar mit einem Leiter des Leitungsabschnitts in Reihe geschaltet ist; und ein elektrisches Bauelement, das an das zweite Klemmenpaar angeschlossen ist und Leistung durch den Stromrichter fließen lassen kann, um den Leistungsfluss zu ändern.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Ändern eines Leistungsflusses in einem Leitungsabschnitt einer Hochspannungsleitung, wobei jeder Leitungsabschnitt Phasenleitungen aufweist, die jeweils n voneinander elektrisch isolierte und an den Enden des Leitungsabschnitts kurzgeschlossene Leiter haben, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: a) Bereitstellen einer Leistungseinheit mit einem Stromrichter, um Leistung zwischen ersten und zweiten Klemmenpaaren umzuwandeln und eines elektrischen Bauelements, das an das zweite Klemmenpaar angeschlossen ist und Leistung durch den Stromrichter fließen lassen kann, wobei das erste Klemmenpaar mit mindestens einem Leiter des Leitungsabschnitts in Reihe geschaltet ist; und b) Umwandeln von Leistung zwischen den ersten und zweiten Klemmenpaaren mithilfe des Stromrichter, um den Leistungsfluss zu ändern.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN:
  • 1 ist ein schematisches Schaltbild, das zwei Abschnitte einer Hochspannungsleitung und eine Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • 2 ist ein schematisches Schaltbild, das zwei Abschnitte einer Hochspannungsleitung und eine Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • 3 ist ein schematisches Schaltbild, das zwei Abschnitte einer Hochspannungsleitung und eine Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • 4 ist ein schematisches Schaltbild, das zwei Abschnitte einer Hochspannungsleitung und eine Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • 5 ist ein schematisches Schaltbild, das zwei Abschnitte einer Hochspannungsleitung und eine Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • 6 ist ein schematisches Schaltbild, das zwei Abschnitte einer Hochspannungsleitung und eine Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • 7 ist ein schematisches Schaltbild, das zwei Abschnitte einer Hochspannungsleitung und eine Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • 8 ist ein schematisches Schaltbild, das zwei Abschnitte einer Hochspannungsleitung und eine Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • 9 ist ein schematisches Schaltbild, das zwei Abschnitte einer Hochspannungsleitung und eine Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • 10 ist eine Seitenansicht eines eine Hochspannungsleitung stützenden Masts, an welchem eine Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung montiert ist.
  • 11 ist eine perspektivische Ansicht eines Bauelements der in 10 gezeigten Vorrichtung.
  • 12 ist eine perspektivische Ansicht eines weiteren Bauelements der in 10 gezeigten Vorrichtung.
  • 13 ist eine Frontansicht des in 10 gezeigten Masts.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN:
  • Es wird nun Bezug genommen auf 1, in der ein schematisches Schaltbild zu sehen ist, das zwei Abschnitte 6 und 8 einer Hochspannungsleitung zeigt. Eine Energieübertragungsleitung kann natürlich in eine Vielzahl von Abschnitte segmentiert sein. Im Allgemeinen umfasst eine Hochspannungsleitung drei Phasenleitungen A, B und C. In dieser 1 und in den 2 bis 9, wird, um die Figuren nicht zu überladen, nur eine einzige Phasenleitung A pro Abschnitt gezeigt, selbst wenn ein Abschnitt normalerweise mehrere Phasenleitungen umfasst. Außerdem ist es wichtig, zu verstehen, dass in jedem in den 1 bis 9 gezeigten Fall eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung an jeder Phasenleitung des Leitungsabschnitts installiert werden kann. Jede Phasenleitung hat n voneinander elektrisch isolierte und an den Enden 14 jedes Leitungsabschnitts kurzgeschlossene Leiter 10 und 12. Für jeden Leitungsabschnitt ist ein Ersatzschaltbild der Eigeninduktivität L, der Gegeninduktivität M und des Widerstands R angegeben. Für die Diskussion werden die kapazitiven Wirkungen der Leitung vernachlässigt. Die Phasenleitung A des Leitungsabschnitts 6 ist mit einer Vorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung versehen.
  • Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst eine Leistungsaustauscheinheit 16 mit einem Stromrichter 18, um Leistung zwischen ersten und zweiten Klemmenpaaren 20 und 22 umzuwandeln. Das Klemmenpaar 20 ist mit mindestens einem Leiter 12 des Leitungsabschnitts 6 in Reihe geschaltet. Die Leistungsaustauscheinheit umfasst außerdem ein elektrisches Bauelement 24, das an das Klemmenpaar 22 angeschlossen ist. Dieses elektrische Bauelement 24 kann durch den Stromrichter 18 Leistung durch den Stromrichter fließen lassen, um den Leistungsfluss in dem Abschnitt 6 der Hochspannungsleitung zu ändern. Vorzugsweise umfasst die Leistungsaustauscheinheit außerdem einen Schalter 26, um das Klemmenpaar 20 im Ansprechen auf Kontrollsignale selektiv mit dem Leiter 12 des Abschnitts 6 in Reihe zu schalten und von diesem zu trennen. Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung n-1 Leistungseinheiten, wobei n die Anzahl der Leiter ist, die einen Abschnitt bilden.
  • Beispielsweise ist die Phasenleitung A des Abschnitts 6 im vorliegenden Fall aus zwei Leitern gebildet, folglich ist die Anzahl n gleich 2.
  • Im Allgemeinen können gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform die n-1 Leistungseinheiten über ihren Schalter 26 jeweils an n-1 Leiter einer zu dem Abschnitt gehörenden Phasenleitung angeschlossen werden. Im vorliegenden Fall, in dem die Anzahl der Leiter gleich 2 ist, kann die Leistungsaustauscheinheit über ihren Schalter 26 an den Leiter 12 der zu dem Leitungsabschnitt 6 gehörenden Phasenleitung A angeschlossen werden. Vorzugsweise wird das elektrische Bauelement 24 unter den folgenden elektrischen Bauelementen ausgewählt: ein Kondensator 28, eine Batterie 30, ein induktiver Widerstand 32, ein Widerstand 34 und ein zu einem Kondensator 36 parallelgeschalteter Widerstand. Vorzugsweise ist der Stromrichter 18 ein in eine Phasenleitung der Hochspannungsleitung integrierter Stromrichter.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung besteht jeder Abschnitt vorzugsweise aus einer Übertragungsleitung mit mehreren Phasenleitungen, an welcher eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung montiert ist. Die Leitung wird wie ein Koppeltransformator verwendet. Der Stromrichter 18 und das elektrische Bauelement 24 wirken als Energiequelle oder Drain die/der mit Spannung oder mit Strom steuerbar ist. Der Stromrichter kontrolliert die Phase, die Amplitude und in einigen Fällen die Frequenz, derart, dass er Funktionen bereitstellt, die unter der englischen Bezeichnung "flexible AC transmission system" (FACTS) bekannt sind. Ein FACTS ermöglicht es, eine Impedanzkontrolle, eine Stabilisierung, eine Filtration, eine Strombegrenzung, eine Strombremsung etc. durchzuführen. Das elektrische Bauelement kann auch die Funktion einer Speichereinheit erfüllen, wenn es beispielsweise als ein Kondensator, eine Batterie, eine Brennstoffzelle etc. ausgeführt ist. Das Ersetzen einer Speichereinheit durch einen elektrischen Widerstand oder durch eine Kombination eines Widerstands mit einem Kondensator ermöglicht es, Wirkleistung zu entnehmen. Der elektrische Widerstand kann ein variabler Widerstand sein.
  • Der Stromrichter 18 kann aus einer einfachen Diodenbrücke, aus Thyristoren oder aus einem Impulsbreitenmodulator (PWV) bestehen. Die in dem Stromrichter verwendeten Schalter (nicht gezeigt) können Dioden, Thyristoren, Bipolartransistoren mit isolierter Gateelektrode (IGBT), Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistoren (MOSFET), MCT (Metal Oxide Semiconductor Controlled Thyristor [Metall-Oxid-Halbleitergesteuerte Thyristoren]), GTO (Gate Turn Off Semiconductor [abschaltbare Halbleiter]) etc. sein. Der Stromrichter 18, sowie das elektrische Bauelement 24 werden direkt an die Phasenleitung A des Abschnitts 6 montiert, ohne Bezug zur Masse oder zu den anderen Phasen. Das elektrische Bauelement 24 kann, wenn es als Speichereinheit ausgeführt ist, ein Kondensator, ein induktiver Widerstand, eine Batterie oder eine Brennstoffzelle sein. Die Verwendung eines Abschnitts einer Hochspannungsleitung als Koppeltransformator und die Verwendung einer Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ermöglichen es, den Herstellungsaufwands eines FACTS zu reduzieren. Die Abschnitte mit Stromrichtern können entlang einer Übertragungsleitung verteilt sein. Diese Technologie weist den Vorteil auf, dass sie nur auf einen Teil der auf der Leitung übertragenen Leistung wirkt. Dieser betroffene Leistungsanteil hängt von der Anzahl der Abschnitte mit Stromrichtern und von der Anzahl der Leiter mit Stromrichtern ab.
  • Die Spannung an den Anschlüssen der Stromrichter ist zu der Länge des Abschnitts und dem Strom in der Phasenleitung proportional. Die Verteilung der Abschnitte mit Stromrichtern entlang einer Hochspannungsleitung ermöglicht eine Serienherstellung der Stromrichter und macht die Stromrichter darüber hinaus kostengünstiger. Diese Verteilung der Stromrichter entlang einer Hochspannungsleitung erhöht die Zuverlässigkeit des Systems, da der Ausfall eines Stromrichters nicht die Funktionsfähigkeit der anderen, entlang der Leitung angeordneten Stromrichter beeinträchtigt und da sie es ermöglicht, den Leistungsfluss durch die Leitung mit einer reduzierten Modulationshüllkurve weiterhin zu ändern. Weil die Leistungseinheiten gemäß der vorliegenden Erfindung direkt an der Leitung installiert werden können, wird eine Reduzierung des am Boden benötigten Raums ermöglicht. Vorzugsweise wirkt bei einem Abschnitt mit drei Phasenleitungen eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung gleichzeitig auf die drei Phasen ein. In einigen Fällen könnte die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung allerdings nur auf eine oder zwei der Phasen einwirken, um eine oder zwei Phasen abzugleichen.
  • Der Schalter 26, der ein mechanischer, elektronischer oder elektromechanischer Schalter sein kann, kann dazu verwendet werden, die Leitung, wenn dies erforderlich ist, in ihrem ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Im Falle eines Leitungsabschnitts mit mehr als zwei Leitern pro Phasenleitung kann jeder der Leiter mit einem Stromrichter verbunden werden, oder die Leiter können nach verschiedenen Konfigurationen gruppiert werden. Bei einer 735 kV-Leitung mit vier Leitern pro Phasenleitung können beispielsweise verschiedene Anordnungen von einfachen oder doppelten Stromrichtern vorgesehen werden, die unter Bezugnahme auf die 2 bis 9 gezeigt werden.
  • Die vorliegende Erfindung ermöglicht es außerdem, ein Verfahren zum Ändern des Leistungsflusses in einem Abschnitt einer Hochspannungsleitung durchzuführen. Das Verfahren umfasst den Schritt a) des Bereitstellens einer Leistungseinheit, die einen Stromrichter 18 umfasst, um Leistung zwischen den ersten und zweiten Klemmenpaaren 20 und 22 und einem elektrischen Bauelement 24 umzuwandeln, das an das zweite Klemmenpaar 22 angeschlossen ist und Leistung durch den Stromrichter fließen lassen kann. Das erste Klemmenpaar ist natürlich mit dem Leiter 12 der Phasenleitung A des Leitungsabschnitts 6 in Reihe geschaltet. Das Verfahren umfasst außerdem den Schritt b) des Umwandelns von Leistung zwischen den ersten und zweiten Klemmenpaaren 20 und 22 mithilfe des Stromrichters 18, um den Leistungsfluss in dem Abschnitt 6 zu ändern. Vorzugsweise umfasst das Verfahren außerdem den Schritt c) des selektiven In-Reihe-Schaltens und Trennens des ersten Klemmenpaars 20 mit/von dem Leiter 12 über den Schalter 26 im Ansprechen auf Kontrollsignale. Vorzugsweise werden im Verfahrensschritt a) n-1 Leistungsaustauscheinheiten bereitgestellt, wird im Verfahrensschritt b) die Leistung durch mindestens einen der n-1 Stromrichter umgewandelt und werden im Verfahrensschritt c) die n-1 Leistungseinheiten über ihren Schalter 26 jeweils an n-1 Leiter der Phasenleitung A des Abschnitts 6 angeschlossen und von diesen getrennt.
  • Im Folgenden wird auf 2 Bezug genommen, in der die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung mindestens eine zusätzliche Leistungseinheit zur Bildung eines Satzes von n Leistungseinheiten umfasst. In diesem Fall ist die Anzahl n gleich 2. Die beiden Leistungseinheiten 15 und 16 können über ihren Schalter 26 jeweils an die beiden Leiter 10 und 12 der zu dem Leitungsabschnitt 6 gehörenden Phasenleitung A angeschlossen werden.
  • Im vorliegenden Fall ist es aus Sicherheitsgründen wichtig, dass alle Schalter 26, die ein und derselben Phasenleitung zugeordnet sind, von ein und derselben Schaltvorrichtung zusammengefasst werden, um zu verhindern, dass alle Leiter ein und desselben Abschnitts sich gleichzeitig öffnen. Diese Sicherheitsschaltvorrichtung, die das gleichzeitige Öffnen aller Leiter ein und derselben Phasenleitung verhindert, könnte beispielsweise diejenige sein, die in der unter der Nr. WO 00/35061 veröffentlichten internationalen Anmeldung vorgeschlagen wird.
  • Im vorliegenden Fall wird gemäß dem von der vorliegenden Erfindung vorgeschlagenen Verfahren im Verfahrensschritt a) eine zusätzliche Leistungseinheit bereitgestellt zur Bildung eines Satzes von zwei Leistungseinheiten 15 und 16; wird im Verfahrensschritt b) die Leistung durch mindestens einen der beiden Stromrichter 18 umgewandelt; und werden im Verfahrensschritt c) die beiden Leistungseinheiten 15 und 16 über ihren Schalter 26 jeweils an die beiden Leiter 10 und 12 der Phasenleitung A des Abschnitts 6 angeschlossen und von diesen getrennt. Es sei auch darauf hingewiesen, dass natürlich vorzugsweise in der vorliegenden Ausführungsform, der Stromrichter 18 und das elektrische Bauelement 24 der Leistungseinheit 15 weggelassen werden könnten, um einfach den Schalter 26 mit dem Leiter 10 in Reihe geschaltet beizubehalten. Die in 2 gezeigte Anordnung könnte es ermöglichen, die Leiter der Phasenleitungen des Abschnitts 6 zu enteisen und FACTS-Funktionen durchzuführen.
  • Im Folgenden wird auf 3 Bezug genommen, in der die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung eine zusätzliche Leistungseinheit 15 umfasst zur Bildung eines Satzes von zwei Leistungseinheiten 15 und 16. Die beiden Leistungseinheiten 15 und 16 können über ihren Schalter 26 jeweils an den Leiter 12 der jeweils zu den Leitungsabschnitten 6 und 8 gehörenden Phasenleitung A angeschlossen werden. Die beiden Leistungseinheiten 15 und 16 teilen sich ein gemeinsames elektrisches Bauelement 24, um einen Leistungsfluss zwischen den beiden Leitungsabschnitten 6 und 8 zu ermöglichen.
  • In dieser 3 werden außer dem Controller 40, eine Versorgung 42 und ein Transceiver 44 gezeigt. Die zuvor erwähnten Bauelemente mit Sensoren (nicht gezeigt) ermöglichen eine Kontrolle der Stromrichter 18 von einer Leitstelle aus (nicht gezeigt), um so FACTS-Funktionen durchzuführen zur Kontrolle des Leistungsflusses in den Leitungsabschnitten 6 und 8 und daraus resultierend des Leistungsflusses in einem elektrischen Energieübertragungsnetz. Die Versorgung 42 kann durch kapazitive Ankopplung oder durch induktive Kopplung oder mithilfe eines Solarpanels oder einer Kombination dieser Bauelemente betrieben werden. Die Controller 40, die Versorgung 42 und der Transceiver 44 können natürlich mit jeder der in den 1 bis 9 gezeigten Ausführungsformen verwendet werden. Diese Kontrollmittel, d.h. die Controller 40, die Versorgung 42 und der Transceiver 44 könnten derart ausgeführt sein, wie dies in der unter der Nr. WO 02/41459 veröffentlichten internationalen Anmeldung vorgeschlagen wird.
  • Die in 3 gezeigte Ausführungsform ermöglicht es, einen doppelten Stromrichter herzustellen, der in eine Phasenleitung einer Übertragungsleitung, die mit hohen und sehr hohen Spannungen betrieben wird, integriert ist. Die aus dem Abschnitt 6 entnommene Wirk- oder Blindleistung wird in das elektrische Bauelement 24 eingelagert und mithilfe des Stromrichters 18 der Leistungseinheit 15 in den Abschnitt 8 eingekoppelt. Die Phase, die Spannungsamplitude oder die Stromamplitude und die Frequenz können am Stromrichter 18 der Einheit 16 oder am Stromrichter 18 der Einheit 15 getrennt kontrolliert werden in Abhängigkeit von der gewünschten Wirkung. Normalerweise sind die Anschlüsse 20 zur Aufnahme eines Wechselstroms und die Anschlüsse 22 zur Aufnahme eines Gleichstroms geeignet. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Anschlüsse 22 zur Aufnahme eines Wechselstroms geeignet sind. Die Wirk- oder Blindleistung könnte auch umgekehrt werden und auf diese Weise von dem Abschnitt 8 durch die Stromrichter 18 der Einheiten 15 und 16 zum Abschnitt 6 fließen. In anderen Fällen können die beiden Stromrichter parallel arbeiten und die Leistung des elektrischen Bauelements 24, das ein Speicher- oder Verlustmodul darstellen kann, auszukoppeln oder einkoppeln. Die beiden Stromrichter und das elektrische Bauelement können sich in denselben Gehäusen befinden, um so die elektromagnetischen Emissionen und die Kosten zu reduzieren. Das System kann es ermöglichen, Kontrollfunktionen des statischen oder dynamischen Leistungsflusses durchzuführen, harmonische oder subharmonische Filterfunktionen durchzuführen, dissipative Funktionen durchzuführen, kann das Enteisen der Leitungen ermöglichen etc.. Die Kommunikation zwischen den Stromrichtern kann über Funk oder mithilfe einer optischen Faser erfolgen.
  • Die in 3 gezeigte Vorrichtung könnte verwendet werden, um einen untersynchronen, nicht-dissipativen Filter zu erzeugen. Der Stromrichter 18 der Einheit 16 entnimmt dann aus dem Abschnitt 6 Leistung der Subharmonischen derart, dass diese Subharmonische reduziert wird, und überträgt sie in das elektrische Bauelement 24, das als eine kapazitive Speichereinheit ausgeführt ist. Der Stromrichter 18 der Einheit 15 nimmt dann diese Leistung des elektrischen Bauelements 24 und koppelt sie bei Netzfrequenz zurück in den Abschnitt 8.
  • Die in 3 gezeigte Vorrichtung kann auf einem Bus an einer Verbindungsstation mehrerer Hochspannungsleitungen installiert sein. Für den Fall, dass die Abschnitte 6 und 8 zu zwei verschiedenen Hochspannungsleitungen gehören, ist es daher möglich, mit der in 3 gezeigten Vorrichtung eine Leistungsübertragung von einer der Übertragungsleitungen zu einer anderen vorzunehmen.
  • Im vorliegenden Fall wird nach dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung im Verfahrensschritt a) eine zusätzliche Leistungseinheit bereitgestellt zur Bildung eines Satzes von zwei Leistungseinheiten 18; im Verfahrensschritt b) wird die Leistung mithilfe der beiden Stromrichter 18 umgewandelt; und im Verfahrensschritt c) werden die beiden Leistungseinheiten über ihren Schalter 26 jeweils an den Leiter 12 der jeweils zu den Leitungsabschnitten 6 und 8 gehörenden Phasenleitung A angeschlossen und von diesen getrennt, wobei sich die Leistungseinheiten 15 und 16 ein gemeinsames elektrisches Bauelement 24 teilen, um einen Leistungsfluss zwischen den beiden Leitungsabschnitten 6 und 8 zu ermöglichen.
  • Im Folgenden wird auf 4 Bezug genommen. Der Schalter 26 jeder Leistungseinheit 15 oder 16 ist geeignet, für die Phasenleitung A des entsprechenden Abschnitts 6 oder 8 n-1 Leiter, die auf beiden Seiten des Schalters miteinander kurzgeschlossen sind, zu verbinden und zu trennen. Im vorliegenden Fall, in dem die Anzahl der Leiter gleich 4 ist, sind drei Leiter auf beiden Seiten des entsprechenden Schalters miteinander kurzgeschlossen. Im vorliegenden Fall verbindet und trennt nach dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung im Verfahrensschritt c) der Schalter 26 jeder Leistungseinheit 15 oder 16 für die Phasenleitung A des Abschnitts 6 oder 8 drei Leiter, die auf beiden Seiten des Schalters miteinander kurzgeschlossen sind.
  • Im Folgenden wird auf 5 Bezug genommen. Der Schalter 26 jeder Leistungseinheit 15 oder 16 ist geeignet, für die Phasenleitung A des entsprechenden Abschnitts 6 oder 8 mehr als einen und maximal n-1 Leiter, die auf beiden Seiten des entsprechenden Schalters 26 miteinander kurzgeschlossen sind, zu verbinden und zu trennen. Im vorliegenden Fall ist die Anzahl der Leiter gleich vier und zwei der vier Leiter sind auf beiden Seiten des entsprechenden Schalters miteinander kurzgeschlossen. Im vorliegenden Fall verbindet und trennt nach dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung im Verfahrensschritt c) der Schalter 26 jeder Leistungseinheit 15 oder 16 für die Phasenleitung A des entsprechenden Abschnitts 6 oder 8 zwei Leiter, die auf beiden Seiten des Schalters 26 miteinander kurzgeschlossen sind.
  • Im Folgenden wird auf die 6 und 7 Bezug genommen. Der Schalter 26 ist geeignet, mehr als einen und maximal n-1 Leiter der Phasenleitung A des Abschnitts 6 zu verbinden und zu trennen, wobei die mehr als ein und maximal n-1 Leiter auf beiden Seiten des Schalters 26 miteinander kurzgeschlossen sind. Im vorliegenden Fall, in 6, ist die Anzahl der Leiter vier, wobei drei der vier Leiter auf beiden Seiten des Schalters 26 miteinander kurzgeschlossen sind. Im Fall der 7, ist die Anzahl der Leiter vier, aber nur zwei der vier Leiter sind auf beiden Seiten des Schalters 26 miteinander kurzgeschlossen. Im vorliegenden Fall verbindet und trennt nach dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung im Verfahrensschritt c) der Schalter 26 drei (6) oder zwei (7) Leiter der zu dem Leitungsabschnitt 6 gehörenden Phasenleitung A. Die drei (6) oder die zwei (7) Leiter sind auf beiden Seiten des Schalters 26 miteinander kurzgeschlossen.
  • Im Folgenden wird auf 8 Bezug genommen, in der die Vorrichtung mindestens eine zusätzliche Leistungseinheit zur Bildung eines ersten Satzes von n-1 Leistungseinheiten umfasst. Im vorliegenden Fall besteht der erste Satz von Leistungseinheiten aus drei Einheiten, da die Anzahl der Leiter vier beträgt. Die Schalter 26 der drei Leistungseinheiten sind geeignet, jeweils drei Leiter 11, 12 und 13 der zum Leitungsabschnitt 6 gehörenden Phasenleitung A zu verbinden und zu trennen. Die drei Leiter 11, 12 und 13 sind auf einer Seite der Schalter 26 miteinander kurzgeschlossen. Im vorliegenden Fall werden nach dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung im Verfahrensschritt a) zwei zusätzliche Leistungseinheiten bereitgestellt zur Bildung des ersten Satzes von drei Leistungseinheiten; im Verfahrensschritt b) wird die Leistung durch die drei Stromrichter 18 umgewandelt; und im Verfahrensschritt c) werden die drei Leistungseinheiten 16 über ihren Schalter 26 jeweils an die drei Leiter 11, 12 und 13 der zum Leitungsabschnitt 6 gehörenden Phasenleitung A angeschlossen und von diesen getrennt, wobei die drei Leiter 11, 12 und 13 auf einer Seite der Schalter 26 miteinander kurzgeschlossen sind.
  • Im Folgenden wird auf 9 Bezug genommen, in der die Vorrichtung mindestens eine zusätzliche Leistungseinheit zur Bildung eines zweiten Satzes von n-1 Leistungseinheiten umfasst. Im vorliegenden Fall werden drei zusätzliche Leistungseinheiten 15 benötigt zur Bildung des zweiten Satzes von drei Leistungseinheiten 15, da die Anzahl n der Leiter der Phasenleitung A gleich vier ist. Die Schalter 26 der drei Leistungseinheiten 15 des zweiten Satzes sind geeignet, die drei Leiter 11, 12 und 13 der zum Leitungsabschnitt 8 gehörenden Phasenleitung A zu verbinden und zu trennen. Die drei Leiter der Phasenleitung A des Abschnitts 8 sind auf einer Seite der Schalter 26 der Einheiten 15 miteinander kurzgeschlossen. Die ersten und zweiten Sätze von Leistungseinheiten 15 und 16 teilen sich gemeinsame elektrische Bauelemente 24, um einen Leistungsfluss zwischen den beiden Leitungsabschnitten 6 und 8 zu ermöglichen.
  • Im vorliegenden Fall werden nach dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung im Verfahrensschritt a) drei zusätzliche Leistungseinheiten 15 bereitgestellt zur Bildung des zweiten Satzes von drei Leistungseinheiten 15; im Verfahrensschritt b) wird die Leistung über mindestens zwei der Stromrichter 18 umgewandelt, die jeweils zum ersten und zweiten Satz gehören und die durch ein gemeinsames elektrisches Bauelement 24 fest verbunden sind; im Verfahrensschritt c) werden die drei Leistungseinheiten 15 des zweiten Satzes über ihren Schalter 26 jeweils an die drei Leiter 11, 12 und 13 der zu dem Leitungsabschnitt 8 gehörenden Phasenleitung A angeschlossen und von diesen getrennt. Die drei Leiter 11, 12 und 13 der Phasenleitung A des Abschnitts 8 sind auf einer Seite der entsprechenden Schalter 26 miteinander kurzgeschlossen. Die mindestens zwei Stromrichter ermöglichen einen Leistungsfluss zwischen den beiden Leitungsabschnitten 6 und 8.
  • Im Folgenden wird auf die 10 bis 13 Bezug genommen, die einen mit einer Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung versehenen Masten zeigen. Die Stromrichter 18 und das elektrische Bauelement 24 können wie in diesen Figuren gezeigt montiert werden. Die Stromrichter 18 werden von Halteeinrichtungen 52 gehalten. In 10 ist zu sehen, dass die Stromrichter 18 nicht die mechanische Spannung ertragen müssen, die in der Übertragungsleitung 94 vorhanden ist. Leitungsbrücken 50 halten die Stromrichter 18. Die elektrischen Bauelemente 24, wie Kondensatoren, Widerstände oder Batterien können, wenn dies erforderlich ist, sich im Inneren des Raumes befinden, der durch die Leiter einer Phasenleitung des Abschnitts, wie in den 10 und 11 gezeigt, definiert ist. Wenn die zu installierende Leistungseinheit relativ groß ist, kann die Verwendung einer Plattform in Betracht gezogen werden.

Claims (21)

  1. Vorrichtung zum Ändern des Leistungsflusses in einem Leitungsabschnitt (6, 8) einer Hochspannungsleitung, wobei jeder Leitungsabschnitt Phasenleitungen (A) aufweist, die jeweils n voneinander elektrisch isolierte Leiter (10, 12) haben, die an den Enden (14) des Leitungsabschnitts kurzgeschlossen sind, wobei die Vorrichtung eine Leistungsaustauscheinheit (16) umfasst, die Folgendes aufweist: einen Stromrichter (18), um Leistung zwischen den ersten und zweiten Klemmenpaaren (20, 22) umzuwandeln, wobei das erste Klemmenpaar (20) mit mindestens einem Leiter (12) des Leitungsabschnitts (6) in Reihe geschaltet ist; und ein elektrisches Bauelement (24), das an das zweite Klemmenpaar (22) angeschlossen ist und Leistung durch den Stromrichter (18) fließen lassen kann, um den Leistungsfluss zu ändern.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, in welcher die Leistungsaustauscheinheit (16) außerdem einen Schalter (26) umfasst, um das erste Klemmenpaar (20) im Ansprechen auf Kontrollsignale selektiv mit dem mindestens einen Leiter (12) des Leitungsabschnitts (6) in Reihe zu schalten und von diesem zu trennen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, n-1 Leistungseinheiten umfassend, die über ihren Schalter (26) jeweils an n-1 Leiter einer zu dem Leitungsabschnitt gehörenden Phasenleitung angeschlossen werden können.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2, mindestens eine zusätzliche Leistungseinheit umfassend zur Bildung eines Satzes von n Leistungseinheiten, wobei die n Leistungseinheiten über ihren Schalter jeweils an n Leiter einer zu dem Leitungsabschnitt gehörenden Phasenleitung angeschlossen werden können.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 2, eine zusätzliche Leistungseinheit (15) umfassend zur Bildung eines Satzes von zwei Leistungseinheiten (15, 16), wobei die beiden Leistungseinheiten über ihren Schalter (26) jeweils an Leiter von zwei Phasenleitungen angeschlossen werden können, die jeweils zu dem Leitungsabschnitt (6) und einem anderen Leitungsabschnitt (8) gehören, wobei die beiden Leistungseinheiten sich ein gemeinsames elektrisches Bauelement (24) teilen, um einen Leistungsfluss zwischen den beiden Leitungsabschnitten zu ermöglichen.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei welcher der Schalter jeder Leistungseinheit geeignet ist, für die entsprechende Phasenleitung n-1 Leiter, die auf beiden Seiten des Schalters miteinander kurzgeschlossen sind, zu verbinden und zu trennen.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei welcher der Schalter (26) jeder Leistungseinheit geeignet ist, für die entsprechende Phasenleitung mehr als einen und maximal n-1 Leiter, die auf beiden Seiten des Schalters miteinander kurzgeschlossen sind, zu verbinden und zu trennen.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei welcher der Schalter (26) geeignet ist, mehr als einen und maximal n-1 Leiter einer zu dem Leitungsabschnitt gehörenden Phasenleitung zu verbinden und zu trennen, wobei die mehr als ein und maximal n-1 Leiter auf beiden Seiten des Schalters miteinander kurzgeschlossen sind.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 2, mindestens eine zusätzliche Leistungseinheit umfassend zur Bildung eines ersten Satzes von n-1 Leistungseinheiten, wobei die Schalter der n-1 Leistungseinheiten geeignet sind, jeweils n-1 Leiter einer zu dem Leitungsabschnitt gehörenden Phasenleitung zu verbinden und zu trennen und wobei die n-1 Leiter auf einer Seite der Schalter miteinander kurzgeschlossen sind.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, mindestens eine zusätzliche Leistungseinheit umfassend zur Bildung eines zweiten Satzes von n-1 Leistungseinheiten, wobei die Schalter der n-1 Leistungseinheiten des zweiten Satzes geeignet sind, jeweils n-1 Leiter einer zweiten zu einem anderen Leitungsabschnitt gehörenden Phasenleitung zu verbinden und zu trennen und wobei die n-1 Leiter der zweiten Phasenleitung auf einer Seite der entsprechenden Schalter miteinander kurzgeschlossen sind und der erste und der zweite Satz von Leistungseinheiten sich gemeinsame elektrische Bauelemente teilen, um einen Leistungsfluss zwischen den beiden Leitungsabschnitten zu ermöglichen.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher das elektrische Bauelement (24) unter den folgenden Elementen ausgewählt wird: ein Kondensator (28), eine Batterie (30), ein induktiver Widerstand (32), ein Widerstand und ein zu einem Kondensator (36) parallelgeschalteter Widerstand (34).
  12. Verfahren zum Ändern des Leistungsflusses in einem Leitungsabschnitt (6, 8) einer Hochspannungsleitung, wobei jeder Leitungsabschnitt Phasenleitungen (A) aufweist, die jeweils n voneinander elektrisch isolierte Leiter (10, 12) haben, die an den Enden (14) des Leitungsabschnitts kurzgeschlossen sind, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: a) Bereitstellen einer Leistungseinheit (16) mit einem Stromrichter (18), um Leistung zwischen den ersten und zweiten Klemmenpaaren (20, 22) und einem elektrischen Bauelement (24) umzuwandeln, das an das zweite Klemmenpaar (22) angeschlossen ist und Leistung durch den Stromrichter (18) fließen lassen kann, wobei das erste Klemmenpaar (20) mit mindestens einem Leiter (12) des Leitungsabschnitts (6) in Reihe geschaltet ist; und b) Umwandeln von Leistung zwischen den ersten und zweiten Klemmenpaaren (20, 22) über den Stromrichter (18), um den Leistungsfluss zu ändern.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, welches außerdem den Schritt c) des selektiven In-Reihe-Schaltens und Trennens des ersten Klemmenpaars (20) mit/von dem mindestens einen Leiter des Leitungsabschnitts über einen Schalter (26) im Ansprechen auf Kontrollsignale umfasst, wobei der Schalter zu der Leistungseinheit gehört.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, bei welchem: im Verfahrensschritt a) n-1 Leistungsaustauscheinheiten bereitgestellt werden; im Verfahrensschritt b) die Leistung durch mindestens einen der n-1 Stromrichter umgewandelt wird; und im Verfahrensschritt c) die n-1 Leistungseinheiten über ihren Schalter jeweils an n-1 Leiter einer zum Leitungsabschnitt gehörenden Phasenleitung angeschlossen und von diesen getrennt werden.
  15. Verfahren nach Anspruch 13, bei welchem: im Verfahrensschritt a) mindestens eine zusätzliche Leistungseinheit (15) bereitgestellt wird, zur Bildung eines Satzes von n Leistungseinheiten; im Verfahrensschritt b) die Leistung durch mindestens einen der n Stromrichter (18) umgewandelt wird; und im Verfahrensschritt c) die n Leistungseinheiten über ihren Schalter (26) jeweils an n Leiter einer zum Leitungsabschnitt gehörenden Phasenleitung angeschlossen und von diesen getrennt werden.
  16. Verfahren nach Anspruch 13, bei welchem: im Verfahrensschritt a) eine zusätzliche Leistungseinheit (15) bereitgestellt wird zur Bildung eines Satzes von zwei Leistungseinheiten (15, 16); im Verfahrensschritt b) die Leistung über die beiden Stromrichter (18) umgewandelt wird; und im Verfahrensschritt c) die beiden Leistungseinheiten über ihren Schalter (26) jeweils an Leiter von zwei Phasenleitungen angeschlossen und von diesen getrennt werden, die jeweils zu dem Leitungsabschnitt (6) und zu einem anderen Leitungsabschnitt (8) gehören, wobei die beiden Leistungseinheiten (15, 16) sich ein gemeinsames elektrisches Bauelement (24) teilen, um einen Leistungsfluss zwischen den beiden Leitungsabschnitten zu ermöglichen.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, bei welchem im Verfahrensschritt c) der Schalter jeder Leistungseinheit für die entsprechende Phasenleitung n-1 Leiter verbindet und trennt, die auf beiden Seiten des Schalters miteinander kurzgeschlossen sind.
  18. Verfahren nach Anspruch 16, bei welchem im Verfahrensschritt c) der Schalter jeder Leistungseinheit für die entsprechende Phasenleitung mehr als einen und maximal n-1 Leiter verbindet und trennt, die auf beiden Seiten des Schalters miteinander kurzgeschlossen sind.
  19. Verfahren nach Anspruch 13, bei welchem im Verfahrensschritt c) der Schalter mehr als einen und maximal n-1 Leiter einer zu dem Leitungsabschnitt gehörenden Phasenleitung verbindet und trennt, wobei die mehr als ein und maximal n-1 Leiter auf beiden Seiten des Schalters miteinander kurzgeschlossen sind.
  20. Verfahren nach Anspruch 13, bei welchem: im Verfahrensschritt a) mindestens eine zusätzliche Leistungseinheit bereitgestellt wird zur Bildung eines ersten Satzes von n-1 Leistungseinheiten; im Verfahrensschritt b) die Leistung durch mindestens einen der n-1 Stromrichter umgewandelt wird; und im Verfahrensschritt c) die n-1 Leistungseinheiten über ihren Schalter jeweils an n-1 Leiter einer zum Leitungsabschnitt gehörenden Phasenleitung angeschlossen und von diesen getrennt werden, wobei die n-1 Leiter der zweiten Phasenleitung auf einer Seite der Schalter miteinander kurzgeschlossen sind.
  21. Verfahren nach Anspruch 20, bei welchem: im Verfahrensschritt a) mindestens eine zusätzliche Leistungseinheit bereitgestellt wird zur Bildung eines zweiten Satzes von n-1 Leistungseinheiten; im Verfahrensschritt b) die Leistung über mindestens zwei der Stromrichter umgewandelt wird, die jeweils zum ersten und zweiten Satz gehören und die durch ein gemeinsames elektrisches Bauelement fest verbunden sind; und im Verfahrensschritt c) die n-1 Leistungseinheiten des zweiten Satzes über ihren Schalter jeweils an n-1 Leiter einer zu einem zweiten Leitungsabschnitt gehörenden Phasenleitung angeschlossen und von diesen getrennt werden, wobei die n-1 Leiter der zu dem zweiten Leitungsabschnitt gehörenden Phasenleitung auf einer Seite der entsprechenden Schalter miteinander kurzgeschlossen sind und die mindestens zwei Stromrichter einen Leistungsfluss zwischen den beiden Leitungsabschnitten ermöglichen.
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