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Technischer Bereich
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen in und verbunden mit
Elektrolumineszenz-(EL-)Vorrichtungen wie organische Leuchtdioden
(OLEDs).
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Hintergrund der Erfindung
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OLEDs
sind optoelektronische Vorrichtungen, die für die Verwendung in Flachbildschirmen
als Alternativen zu bestehenden Technologien wie der Kathodenstrahlröhre und
Flüssigkristallbildschirmen
entwickelt wurden. OLEDs besitzen das Potenzial, eine Vielzahl an
Vorteilen zu bieten, darunter, dass sie wenig wiegen und nicht voluminös sind,
wenig Energie benötigen,
einen großen
Blickwinkelbereich haben, für
großflächige Bildschirme
verwendbar und billiger herzustellen sind.
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Eine
OLED-Vorrichtung enthält
eine organische Elektrolumineszenzschicht (EL), die sich zwischen zwei
Elektroden befindet. Mindestens eine der Elektroden ist transparent,
um den Durchgang von Licht von der EL-Schicht zu ermöglichen.
In Betrieb, bei Anlegung einer Spannung über die Vorrichtung mittels
der Elektroden, werden Löcher
in eine Seite der EL-Schicht
von einer Elektrode (der Anode) injiziert, und Elektronen werden
in die andere Seite von der anderen Elektrode (der Kathode) injiziert.
Die Löcher
und Elektronen bewegen sich durch die EL-Schicht in entgegengesetzten
Richtungen unter der angelegten Spannung, bis sie sich treffen und
rekombinieren, um einen angeregten Zustand zu bilden, der nachfolgend
mit der Emission von Licht abklingt.
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Löcher sollten
effizient von der Anode in das Energieniveau des höchsten besetzten
Molekülorbitals (HOMO)
der EL-Schicht überführt werden.
Ebenso sollten Elektronen effizient von der Kathode in das Energieniveau
des niedrigsten unbesetzten Molekülorbitals (LUMO) der EL-Schicht überführt werden.
Unglücklicherweise
unterscheidet sich die Austrittsarbeit der Anode oftmals von dem
HOMO-Niveau der EL-Schicht. Das gleiche Problem besteht auch zwischen
der Kathode und dem LUMO-Niveau der EL-Schicht. In der Ausführung ist
es üblich,
da die betreffenden elektronischen Energieniveaus der Anode und
Kathode oftmals nicht ideal mit dem höchsten unbesetzten Molekülorbital
(HOMO) bzw. dem tiefsten unbesetzten Molekülorbital (LUMO) des organischen
EL-Materials übereinstimmen,
die grundlegende OLED-Struktur zu modifizieren, um die Übereinstimmung
des Energieniveaus zu verbessern und damit die Loch- und/oder Elektronen-Injektionseffizienz
zu verbessern. Ein weitverbreitet verwendetes Verfahren ist die
Verwendung einer zusätzlichen
organischen Schicht zwischen der EL-Schicht und jeweils der Anode
und/oder der Kathode. Diese zusätzlichen Schichten
werden üblicherweise
als eine Lochinjektionsschicht (HIL) und eine Elektroneninjektionsschicht (EIL)
bezeichnet. Die HIL und/oder EIL verbessert die Übereinstimmung der Energieniveaus
und verbessert so die Effizienz der Vorrichtung. Außerdem kann
die HIL und EIL anderen Zwecken dienen, wie einer Elektronenblockierung
bzw. Lochblockierung (d. h. die HIL oder EIL sind jeweils Ladungsträgermaterialien
für eine
Arteine Richtung). Es ist üblich
geworden, als HIL auf der Anode eine Schicht aus einem leitenden
organischen Material wie beispielsweise Polyanilin (PAni) oder Polyethylendioxythiophen
(PEDOT) zu verwenden.
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Es
lassen sich auch Vorrichtungen finden, die eine oder mehrere weitere
organischen Schichten zwischen der jeweiligen HIL und/oder EIL und
der EL-Schicht einsetzen, um eine noch bessere Übereinstimmung der Energieniveaus
zu erreichen und so eine noch höhere
Betriebseffizienz. Die weiteren organischen Schichten zwischen der
HIL oder EIL und der EL-Schicht werden als Lochtransportschichten
(HTLs) bzw. Elektronentransportschichten (ETLs) bezeichnet, um sie
von der HIL oder EIL zu unterschieden, die direkt mit der Anode bzw.
der Kathode in Kontakt stehen. Eine derartige Terminologie wird
hier verwendet. Eine Struktur einer Vorrichtung nach dem Stand der
Technik ist schematisch in 1 dargestellt.
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Trotz
der oben genannten Entwicklungen in EL-Vorrichtungen, die in den
vergangenen Jahren auftraten, verbleibt in vielerlei Hinsicht noch
immer ein Bedarf an Verbesserung. Die vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen
in Bezug auf organische Schichten in EL-Vorrichtungen, insbesondere,
aber nicht ausschließlich,
in HTLs und HTLs.
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In
Zusammenhang mit HILs und HTLs schliessen Beispiele von Bereichen,
wo die Leistung verbessert werden könnte, hohe Effizienz, geringe
Steuerspannung, Transparenz, Beschichtbarkeit, chemische Stabilität und Lebensdauer
ein. Darüber
hinaus machen bestehende Vorrichtungsstrukturen, die aus multiplen
HIL und HTLs bestehen, die Herstellung aufwändig und teuer. Es wäre wünschenswert, ähnliche
oder verbesserte Leistung unter Verwendung einer einzelnen Schicht
an Stelle der bestehenden multiplen Schichten zu erreichen.
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Aufgaben
der Erfindung schliessen die Verminderung oder die Überwindung
von einem oder mehreren der oben genannten Probleme des Standes
der Technik ein. Weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden
aus der folgenden Beschreibung offensichtlich werden
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Die
Erfindung beruht auf der Entdeckung, dass bestimmte Polyarylamine,
insbesondere Polytriarylamine, deutliche Vorteile bieten können, wenn
sie in organischen Schichten in EL-Vorrichtungen verwendet werden.
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Stand der Technik
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Die
Verwendung von Arylaminverbindungen als HTLs für OLEDs wurde in
EP 0 721 935 (Idemitsu Kosan) offenbart,
es werden jedoch keine Polymere von Arylaminen offenbart. Filmbildung
unter Verwendung dieser HTLs mit Kleinmolekül-Arylamin ist nicht immer
befriedigend. Typischerweise wird für diese Arten von Molekülen Aufdampfen
verwendet, jedoch ist ein solches Verfahren sehr empfindlich in
Bezug auf die Substrattemperatur und Abscheidungsgeschwindigkeit,
um eine amorphe Struktur zu gewährleisten.
Außerdem
führt die
relativ niedrige Glasübergangstemperatur
(Tg) von HTLs mit Kleinmolekül-Arylamin
zu Instabilität.
Große (z.
B. Starburst-)Arylamine (siehe zum Beispiel)
WO 98/02018 wurden ent wickelt und
lösten
das Problem der Tg teilweise, benötigen jedoch noch immer aufwändige Aufdampfverfahren.
Auch haben derartige Moleküle eine
unterlegene Lochmobilität.
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Die
Verwendung von Polyarylaminmaterialien als HILs oder HTLs für OLEDs
wurde von der Dow Chemical Company offenbart, siehe zum Beispiel
US 5,728,801 ,
EP 0 827 366 und
WO 99/54943 . Jedoch könnten die
Lochmobilität
und die allgemeinen Filmbildungseigenschaften dieser besonderen
Polyarylaminmaterialien, wie auch die allgemeine Effizienz der daraus
hergestellten Vorrichtungen verbessert werden.
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In
einem weiteren Patent von Dow,
US
6,309,763 , werden EL-Vorrichtungen offenbart, in denen
Copolymere aus Fluoren und Arylamin in einer der Schichten verwendet
werden. Es wurde auch offenbart, dass das Copolymer mit einem anderen
Polymer gemischt werden kann, das ein Arylamin-Copolymer sein kann. Die
Verwendung von Polyfluoren/Arylamin-Copolymeren ist in Lochtransportschichten,
EL-Schichten, oder das Mischen von verschiedenen Copolymeren kann
Leitung und Lumineszenzfunktionen in einer einzelnen Schicht erreichen.
Das Dokument schlägt
jedoch nicht die Verwendung von 100 %igen Arylaminschichten vor.
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Im
Allgemeinen gelingt den Verwendungen von Polyarylaminen nach dem
Stand der Technik nicht die Lösung
von wichtigen Problemen der Qualität der Vorrichtungen, insbesondere
Lebensdauer und Lumineszenzeffizienz.
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Beschreibung der Erfindung
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Erfindungsgemäß wird eine
Elektrolumineszenzvorrichtung mit einer Anode, einer Kathode und
einer oder mehreren organischen Schichten zwischen der Anode und
der Kathode zur Verfügung
gestellt, wobei mindestens eine der organischen Schichten ein organisches
Elektrolumineszenzmaterial enthält,
wobei mindestens eine der organischen Schichten ein Polymermaterial
mit wiederkehrenden Einheiten der Formel 1: Formel
1:
enthält,
worin:
Y
1, bei Auftreten in verschiedenen
wiederkehrenden Einheiten unabhängig,
N, P, S, As und/oder Se, vorzugsweise N darstellt;
Ar
1 und Ar
2 aromatische
Gruppen bedeuten und Ar
3 nur vorhanden ist,
wenn Y
1 für N, P oder As steht, und in diesem
Falle ebenfalls eine aromatische Gruppe bedeutet; worin Ar
1 und Ar
2 gleich
oder verschieden sind und, bei Auftreten in verschiedenen wiederkehrenden Einheiten
unabhängig,
eine mehrwertige (vorzugsweise zweiwertige) aromatische (vorzugsweise
einkernige, aber gegebenenfalls mehrkernige) Gruppe darstellen,
die gegebenenfalls durch mindestens eine gegebenenfalls substituierte,
von C
1-40-Carbyl abgeleitete Gruppe und/oder
mindestens einen anderen möglichen
Substituenten substituiert ist; und Ar
3,
bei Auftreten in verschiedenen wieder kehrenden Einheiten unabhängig, eine
ein- oder mehrwertige (vorzugsweise zweiwertige) aromatische (vorzugsweise
einkernige, aber gegebenenfalls mehrkernige) Gruppe darstellt, die
gegebenenfalls durch mindestens eine gegebenenfalls substituierte,
von C
1-40-Carbyl abgeleitete Gruppe und/oder
mindestens einen anderen möglichen
Substituenten substituiert ist;
und worin die durchschnittliche
Anzahl, m, der wiederkehrenden Einheiten im Polymer mindestens 35,
vorzugsweise mindestens 40 beträgt.
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In
der Anwendung, beim Anlegen eine Spannung zwischen der Anode und
der Kathode, werden Löcher
in die der Anode benachbarten Schicht injiziert und Elektronen werden
in die der Kathode benachbarten Schicht injiziert, wobei Licht von
mindestens einer Schicht, die das Elektrolumineszenzmaterial enthält, emittiert
wird.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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Die
EL-Vorrichtung ist vorzugsweise ein OLED. Mindestens eines von Anode
oder Kathode ist transparent. Mit dem Begriff organische Schicht
wird eine Schicht, die ein organisches Material enthält, verstanden.
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Die
Vorrichtung kann nur eine einzige organische Schicht enthalten,
wobei in diesem Fall die organische Schicht, die das erfindungsgemäße Polymermaterial
enthält,
die gleiche Schicht wie die das Elektrolumineszenzmaterial enthaltende
Schicht ist. Typischerweise enthält
die Vorrichtung zwei oder mehr organische Schichten, wobei sich
die organische Schicht, die das erfindungsgemäße Polymermaterial enthält, von
der das Elektrolumineszenzmaterial enthaltenden Schicht unterscheidet.
Es wurde gefunden, dass die mindestens eine organische Schicht,
die das erfindungsgemäße Polymermaterial
enthält,
für die
Bildung einer Lochinjektionsschicht (HIL) und/oder Lochtransportschicht
(HTL) ausgezeichnet ist, d.h. getrennt von der EL-Schicht und sich
zwischen der EL-Schicht und der Anode befindend.
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Der
Pfeil, der sich in Formel 1 von Ar3 erstreckt,
soll andeuten, dass die Gruppe einwertig oder mehrwertig sein kann.
Wenn die Gruppe einwertig ist, bezeichnet der Pfeil eine Bindung
an eine geeignete Endgruppe wie ein Wasserstoff oder einen anderen
Substituenten, der gegenüber
Kopplung unter den Polymerisierungsbedingungen inert ist (z. B.
Alkyl oder Aryl). Wenn die Gruppe mehrwertig ist (z. B. zweiwertig)
bezeichnet der Pfeil eine Bindung an eine andere wiederkehrenden
Einheit (d. h. die Polymerkette ist verzweigt und/oder quervernetzt).
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Das
Polymer kann beliebige kettenbeendende Gruppen aufweisen, zum Beispiel
beliebige Abgangsgruppen, die in einem Polymerisationsverfahren,
durch das das Polymer hergestellt wird, verwendet werden oder Endcapping-Gruppen.
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Vorzugsweise
besteht das Polymer im Wesentlichen aus wiederkehrenden Einheiten
mit der Formel 1.
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WO 99/32537 ist eine Patentanmeldung
der Anmelder, die Polymere, die wiederkehrende Einheiten mit Formel
1 aufweisen, und Verfahren zu deren Herstellung beschreibt. In dieser
Patentanmeldung werden Polymere dieser allgemeinen Art durch die
Zugabe eines Endcapping-Reagenzes hergestellt, um das Molekulargewicht
des endgültigen
Polymers zu kontrollieren und so seine wünschenswerten Eigenschaften
als Ladungstransportmaterial. Wie in
WO
99/32537 , ist in der vorliegenden Erfindung, gegebenenfalls,
mindestens eine Endgruppe im Polymer mit den Ar
1,
Ar
2 und gegebenenfalls mit den Ar
3-Gruppen, die sich am Ende der Polymerketten
befinden, verknüpft,
um die Polymerketten abzuschließen
und weiteres Polymerwachstum zu verhindern, und mindestens eine
Endgruppe leitet sich von mindestens einem der in der Polymerisierung
verwendeten Endcapping-Reagenzien ab, um dieses Polymermaterial
zu bilden, um dessen Molekulargewicht zu kontrollieren. Die Offenbarung
von
WO 99/32537 lehrt
jedoch, dass Polymere mit geringerem Molekulargewicht (niedrige
m-Werte) bevorzugt sind. Insbesondere wurden in diesem Dokument
m-Werte von mehr
als 31 als leistungsschwach für
Ladungstransportschichten beschrieben (vgl. Versuch 5 und
2 davon).
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WO 00/78843 ist eine weitere
Patentanmeldung des Anmelders, die Polymere, die wiederkehrende Einheiten
mit der Formel 1 aufweisen, beschreibt. In dieser Patentanmeldung
wird das Polymer durch Isolierung einer Molekulargewichtsfraktion
von einem Ausgangspolymermaterial hergestellt, das die wiederkehrenden
Einheiten der Formel 1 aufweist. Wie bei
WO 99/32537 werden die Polymere mit
niedrigerem Molekulargewicht (geringe m-Werte) beispielhaft als
die Besten dargestellt.
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Im
Gegensatz zum Stand der Technik wurde die vorliegende Erfindung
im Licht einer überraschenden Entdeckung
gemacht, nämlich
dass Polymermaterialien, die wiederkehrende Einheiten der Formel
1 mit einer mittleren Anzahl an wiederkehrenden Einheiten, m, von
mindestens 35, vorzugsweise mindestens 40 enthalten, bessere Leistungen
in OLEDs aufweisen.
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Beispiele
für bevorzugte
erfindungsgemäße Polytriarylamine
werden durch die Formeln 2 und 3 gegeben:
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Die
Anzahl an wiederkehrenden Einheiten von Formel 1, die pro Polymermolekül in der
Erfindung vorkommen können
(und die auch durch die ganze Zahl 'n' hierin
bezeichnet werden kann), kann von 2 bis 20.000, vorzugsweise, 3
bis 10.000, mehr bevorzugt 4 bis 5.000, noch mehr bevorzugt, 5 bis
500 und am meisten bevorzugt 6 bis 100 betragen Die durchschnittliche
Anzahl, m, dieser wiederkehrenden Einheiten im Polymer beträgt jedoch
mindestens 35, vorzugsweise mindestens 40.
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Das
Polymermaterial mit Formel 1 ist vorzugsweise am Ring substituiert
(d. h. an einer oder mehreren der Ar1, Ar2 und gegebenenfalls Ar3-Gruppen
substituiert) durch mindestens eine gegebenenfalls substituierte lineare,
verzweigte oder cyclische von Carbyl abgeleitete Gruppe, die sechs
oder mehr Kohlenstoffatome enthält,
d. h. C6 oder höher, vorzugsweise eine gegebenenfalls
substituierte Hydrocarbyl-, am meisten bevorzugt Alkyl- oder Alkoxy-,
C6-Gruppe oder höher. Die Gruppen Ar1, Ar2 und Ar3 sind unabhängig voneinander vorzugsweise
durch mindestens eine gegebenenfalls substituierte lineare, verzweigte
oder cyclische von Carbyl abgeleitete Gruppe, C6 oder
höher,
substituiert, vorzugsweise durch eine gegebenenfalls substituierte
Alkyl- oder Alkoxy-C6-Gruppe oder höher. Es
wurde überraschenderweise
gefunden, dass diese Substitution die Filmbildung verbessert. Zum
Beispiel kann das Material ohne Weiteres dicke Filme bilden, die
darüber
hinaus stabil sind und eine lange Lebensdauer aufweisen.
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Das
erfindungsgemäße Polymermaterial
(d. h. mit Formel 1) ist vorzugsweise polydispers. Vorzugsweise
beträgt
Mw/Mn weniger als 20, mehr bevorzugt weniger als 10. Vorzugsweise
reicht die Polydispersität von
1,1 bis 5. Mehr bevorzugt reicht die Polydispersität von 1,1
bis 3.
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Vorteilhafterweise
weist das erfindungsgemäße Polymermaterial
die folgenden Eigenschaften auf: hohe Ladungsträgermobilität, Verträglichkeit mit Bindemitteln,
verbesserte Löslichkeit,
hohe Haltbarkeit und/oder hohen elektrischen Widerstand undotiert.
Das Polymermaterial ist für
die Verwendung in EL-Vorrichtungen hoch effizient. Es hat überlegene
Filmbildungseigenschaften, insbesondere wenn sowohl der Wert von m
mindestens 35 beträgt
und die Polymere mit einer oder mehreren gegebenenfalls substituierten
linearen, verzweigten oder cyclischen von Carbyl abgeleiteten Gruppen
(vorzugsweise Alkyl oder Alkoxy), 06 oder länger substituiert sind.
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Das
erfindungsgemäße Polymermaterial
kann entweder als ein reines Polymermaterial verwendet werden, oder
als ein Gemisch des Polymermaterials mit einem oder mehreren anderen
Polymer- oder Monomermaterialien mit unterschiedlichen elektrischen
und/oder physikalischen Eigenschaften.
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Vorteilhafterweise
kann das Polymermaterial einfach und kostengünstig auf der Vorrichtung abgeschieden
werden, da das Material in Lösung
aufgebracht werden kann, d. h. es kann ohne Weiteres aus der Lösung abgeschieden
werden. Vorzugsweise wird das Polymermaterial durch eine Lösungsbeschichtungstechnik
aufgebracht. Vorzugsweise wird das Material in einer Filmform abgeschieden.
Das Material kann in einer Filmform abgeschieden werden, die gegebenenfalls
gemustert oder strukturiert sein kann, mittels einer Vielzahl an
Beschichtungs- oder Drucktechniken, einschließlich aber nicht beschränkt auf,
Tauchbeschichtung, Walzenbeschichtung, Umkehrwalzenbeschichtung,
Stabbeschichtung, Spincoating, Tiefdruckbeschichtung, lithographische
Beschichtung (einschließlich
photolithographischer Verfahren), Tintenstrahlbeschichtung (einschließlich kontinuierlicher
und Dropon-demand-Verfahren, und mit Piezo- oder thermischer Auslösung), Siebdruckbeschichtung,
Sprühbeschichtung
und Rollenbeschichtung.
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Bei
der Herstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die Schicht,
die das erfindungsgemäße Polymermaterial
enthält,
anders als bei einer unten separat beschriebenen sogenannten "Oberseitenemissionsvorrichtung", in Lösung auf
die Anode oder auf eine separate HIL aufgebracht werden, die durch
bekannte Mittel auf der Anode bereitgestellt wird, gefolgt von der
Abscheidung von nachfolgenden Schichten, einschließlich der
EL-Schicht, durch Beschichten in Lösung oder durch herkömmliche
Aufdampfen.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur
Bildung einer Elektrolumineszenzvorrichtung bereitgestellt, wobei
dieses Verfahren das Abscheiden der das Polymermaterial enthaltenden
Schicht aus einer Lösung
umfasst. Gegebenenfalls umfasst das Verfahren weiterhin das Abscheiden
von mindestens einer anderen Schicht, z. B. der EL-Schicht, durch
Aufdampfen oder durch Abscheidung aus Lösung.
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Wie
oben erwähnt,
hat das erfindungsgemäße Polymermaterial
sowohl ausgezeichnete Filmbildungseigenschaften wie auch eine hohe
Mobilität.
Das Material wird vorzugsweise in einer starken Dicke aufgebracht,
vorzugsweise größer als
40 nm, mehr bevorzugt größer als
60 nm, noch mehr bevorzugt größer als 100
nm, und am meisten bevorzugt größer als
200 nm, und vorzugsweise bis zu 500 nm, während noch immer eine hohe
Ausbeute erhalten wird. Es wurde gefunden, dass solche dicken Schichten
eine Vielzahl an Vorteilen bieten, zum Beispiel, eine größere Lebensdauer
der Vorrichtung, Reproduzierbarkeit, Ausbeute und Lumineszenz. Ohne
durch eine Theorie gebunden zu sein, wird angenommen, dass solch
dicke Schichten die Ausbeute an Vorrichtungen verbessern, indem
die Struktur gegenüber
Substratdefekten weniger empfindlich gemacht wird. Die dicken Schichten
ergeben insbesondere Verbesserung, wenn die Schicht direkt auf eine
Anode aus Indium-Zinnoxid (ITO) aufgebracht wird, da man annimmt,
dass dies hilft, die Rauhigkeit von ITO besser als herkömmliche
Injektionsschichten wie PAni oder PEDOT zu beseitigen. Es wurde
gefunden, dass dicke, aus dem erfindungsgemäßen Polymermaterial gebildete
Schichten die Lebensdauer der Vorrichtung verbessern. Wiederum ohne
durch eine Theorie gebunden zu sein, wird angenommen, dass dies
auch an der Verminderung der Auswirkungen von Oberflächendefekten
liegt. Insbesondere kann die dicke Schicht Kurzschlusswirkungen
und lokale Punkte an der Elektrode vermindern und dadurch die Lebensdauer
der EL-Schicht erhöhen. Es
wurde gefunden, dass das Material insbesondere in dieser Hinsicht
für die
Blau emittierenden EL-Materialien von Nutzen sind.
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Das
Polymermaterial hat vorzugsweise eine Lochmobilität von mehr
als 10–3 cm2V–1s–1,
ein Faktor, der die Herstellung von solch dicken Schichten ermöglicht.
Die hohe Mobilität
des in der vorliegenden Erfindung verwendeten Polymermaterials ermöglicht auch,
dass die Steuerspannung für
hohe Lumineszenzeffizienzen relativ gering gehalten wird. Die hohe
Lochmobilität
des erfindungsgemäßen Polymermaterials
bedeutet, dass der Potentialabfall über die das Material enthaltende
Schicht sehr gering sein kann. Herkömmliche Injektionsschichten
aus PAni oder PEDOT haben eine geringe Leitfähigkeit, um "Nebensignaleffekte" zwischen benachbarten
Pixeln in Anzeigenvorrichtungen zu vermeiden. Eine dicke Schicht
aus erfindungsgemäßem Polymermaterial
kann diese Funktion jedoch aufgrund seiner unipolaren Natur auf
wirksame Weise ausführen.
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Das
erfindungsgemäße Polymermaterial
ermöglicht
vorteilhafterweise auch eine hochqualitative ohmsche Grenzfläche zwischen
dem Material und der Anode, z. B. einer ITO-Anode. Dies führt seinerseits
zu Verbesserungen der Lebensdauer der Vorrichtung, da nicht-ohmscher
Kontakt teilweise für
Wärmepunkte
verantwortlich sein soll, aufgrund von lokalisiertem Aufbau eines
elektrischen Felds an der Anode, der zu einem Zusammenbruch der
benachbarten Injektionsschicht führt.
Es war bisher nicht einfach, geeignete Lochtransportmaterialien
zu finden, die einen ohmschen Kontakt ermöglichen. Es wurde bisher versucht,
dotierte Transportschichten einzusetzen. Ein solches Dotieren ist
jedoch bei einem realen Herstellungsverfahren schwer zu implementieren
und es wurde bisher keine attraktive Lebensdauer nachgewiesen.
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ITO
ist ein stark bevorzugtes Anodenmaterial, da es transparent ist,
eine hohe Leiffähigkeit
aufweist und auf Glas oder Polymersubstraten zugänglich ist. ITO hat eine Austrittsarbeit
zwischen 4,8–5
eV. In einer bevorzugten Ausführungsform
hat das Polymermaterial ein Ionisationspotential nahe an diesem
Wert, zum Beispiel 4,8–5,2
eV. So können
Löcher
ungehindert in die das Polymermaterial enthaltende organische Schicht injiziert
werden.
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Herkömmlicherweise
wurden Materialien wie PAni oder PEDOT für die Rolle der HIL verwendet.
Eine separate HTL wird typischerweise zwischen der PAni- oder PEDOT-Schicht
und der EL-Schicht eingesetzt. Es hat sich herausgestellt, dass
das erfindungsgemäße Polymermaterial
sowohl die Injektionsfunktion von PAni oder PEDOT effizient ausführen kann
wie auch die Rolle der separaten HTL, aufgrund seines übereinstimmenden
Ionisationspotentials und der ausgezeichneten Oberflächenausgleichsfähigkeit,
wenn es in einer dicken Schicht aufgetragen wird, z. B. aus einer
Lösung.
So stellt die Erfindung in einer bevorzugten Ausführungsform eine
HIL bereit, die das Polymermaterial umfasst, d. h. ohne Bedarf an
z. B. PAni oder PEDOT. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform
stellt die Erfindung eine EL-Vorrichtung bereit, in der es nur eine
organische Schicht zwischen der Anode und der (organischen) EL-Schicht
gibt, wie in 2 gezeigt. Diese einzelne, das Polymermaterial
enthaltende, organische Schicht (HIL) zwischen der Anode und der
EL-Schicht vereinfacht die
Vorrichtung und deren Herstellung deutlich, verglichen mit der Vorrichtungsstruktur
nach dem Stand der Technik, wie in 1 gezeigt.
Außerdem
gibt es keinen Effizienzverlust; tatsächlich wird die Effizienz in
vielen Fällen
verbessert. Dies löst
das Problem des Standes der Technik, nach der multiple organische
Schichten (HIL, HTLs usw.) notwendig waren.
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Selbstverständlich können andere
Ausführungsform
existieren, in denen, wenn gewünscht,
das erfindungsgemäße Polymermaterial
mit einer separaten HIL verwendet werden kann, die Z. B. PAni oder
PEDOT enthält,
während
sie noch immer von dem Nutzen profitiert. So stellt die Erfindung
in einer weiteren Ausführungsform
eine HTL bereit, die das Polymermaterial umfasst,.
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In
einer weiteren Ausführungsform
kann es eine HIL geben, die das erfindungsgemäße Polymermaterial enthält, und
zusätzlich
eine oder mehrere HTL(s), die das erfindungsgemäße Polymermaterial enthalten, wobei
das Polymermaterial in jeder der HIL und HTL(s) unabhängig optimiert
wird, im Hinblick auf Ionisationspotential, z. B. um jeweils mit
der Anode bzw. der EL-Schicht übereinzustimmen.
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Es
kann eine Zusammensetzung verwendet werden, die eine Mischung aus
zwei oder mehr unterschiedlichen Polymermaterialien gemäß der vorliegenden
Erfindung enthält.
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Das
erfindungsgemäße Polymermaterial
kann, wenn es anstelle von bestimmten herkömmlichen EL-Vorrichtungsmaterialien
wie Z. B. PAni oder PEDOT verwendet wird, Verbesserungen der Transparenz oder
Farbwiedergabe ergeben, insbesondere bei Blau emittierenden EL-Vorrichtungen.
Dies liegt daran, dass das Polymermaterial im wesentlichen transparent
oder "weiß" ist. Das Polymermaterial
ist auch im Wesentlichen, vorzugsweise vollständig, amorph, im Gegensatz
zu einem herkömmlichen
Material wie beispielsweise PAni.
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Es
hat sich gezeigt, dass das erfindungsgemäße Polymermaterial bei der
Blockierung von Elektronen besser ist als herkömmliche Materialien, z. B.
PAni oder PEDOT, was zu Verbesserungen der Vorrichtungseffizienz
führt.
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Es
hat sich gezeigt, dass das erfindungsgemäße Polymermaterial chemisch
stabiler ist als herkömmliches
HIL-Material wie beispielsweise PAni oder PEDOT. Herkömmliche
PAni und PEDOT-Materialien sind zum Beispiel sauer dotiert und besitzen
Gegenionen, die mit der Zeit in benachbarte Schichten wandern und eine
Verschlechterung der Vorrichtungsleistung verursachen. Das erfindungsgemäße Polymermaterial
benötigt
jedoch keine Gegenionen, was dieses Problem beseitigt. Dies ist
besonders vorteilhaft für
dreifach emittierende Vorrichtungen.
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Die
erfindungsgemäßen Polymermaterialien
haben eine relativ hohe Glasübergangstemperatur
(Tg), was zu einer verbesserten Stabilität führt.
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Das
Polymermaterial kann in Verbindung mit einem Bindemittelharz verwendet
werden, um die Filmbildung weiter zu verbessern und/oder die Viskosität für eine verbesserte
Beschichtbarkeit aus Lösung
anzupassen. Das Bindemittel kann gegebenenfalls auch für eine verbesserte
Stapelintegrität
vernetzt sein, wie unten detaillierter beschrieben wird. Ein Bindemittel
ist für
eine EL-Vorrichtung bevorzugt, in der alle organischen Schichten
aus Lösung
aufgebracht werden.
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Bevorzugte
Bindemittel sind elektrische Isolatoren. Bevorzugte Bindemittel
umfassen, ohne Einschränkung,
mindestens eines von Polyamid, Polyurethan, Polyether, Polyester,
Epoxyharz, Polyketon, Polycarbonat, Polysulfon, Vinylpolymer (zum
Beispiel Polyvinylketon und/oder Polyvinylbutyral), Polystyrol,
Polyacrylamid, deren Copolymere (wie beispielsweise aromatische
copolymere Polycarbonat-Polyester) und/oder deren Mischungen.
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Diese
Bindemittel, die in der Patentanmeldung
WO 99/32537 des Anmelders offenbart
werden, insbesondere auf den Seiten 24 und 25 dieser Anmeldung wie
veröffentlicht,
sind für
die vorliegende Erfindung von Nutzen und diese Offenbarung wird
durch Bezugnahme hier aufgenommen. Außerdem sind solche Bindemittel,
wie sie in der Patentanmeldung
WO
02/45184 des Anmelders beansprucht und beschrieben werden,
insbesondere auf den Seiten 3, 4 und 8–11 dieser Anmeldung wie veröffentlicht,
einschließlich
derer, die in den Tabellen 1 und 2 dort aufgeführt sind, für die vorliegende Erfindung
von Nutzen und diese Offenbarung wird durch Bezugnahme hier aufgenommen.
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Um
die Stapelintegrität
zwischen der das Polymermaterial enthaltenden Schicht und den benachbarten
Schichten zu verbessern, kann die das Polymermaterial enthaltende
Schicht gegebenenfalls vernetzt werden. Das Vernetzen kann durch
Vernetzen des Polymermaterials erreicht werden, z. B. mittels einer
vernetzbaren Funktionalität
im Polymer, und/oder durch Vernetzen des Bindemittelharzes, sofern
anwesend, zum Beispiel wie in
WO
02/45184 offenbart.
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Vorteilhafterweise
bietet das erfindungsgemäße Polymermaterial
Wege zu neuen Strukturen für
Vorrichtungen, indem die Abscheidung der transparenten Elektrode
oben auf einem OLED-Stapel für
eine "Oberseitenemissionsvorrichtung" ermöglicht wird,
die in einigen Aktivmatrix-Displaykonfigurationen für eine erhöhte Leuchtdichte
und Auflösung
bevorzugt wird. Für
die Abscheidung der transparenten oberen Elektrode ist es sehr wünschenswert,
schnelle Verfahren wie beispielsweise Sputtern zu verwenden. Zum
Beispiel zur Abscheidung von ITO. Diese Verfahren beschädigen jedoch
wahrscheinlich die empfindlichen, aktiven organischen Schichten
wegen der hohen kinetischen Energie der abgeschiedenen Partikel.
Eine dicke Lochleiterschicht, zum Beispiel, die durch das erfindungsgemäße Polymermaterial
gebildet wurde, bietet Schutz und ermöglicht so ein robustes und
kommerziell realisierbares Herstellungsverfahren (hohe Ausbeute)
ohne die Vorrichtungsleistung (Effizienz, Steuerspannung, Lebensdauer)
zu beeinflussen.
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Nun
werden die Definitionen von verschiedenen hierin verwendeten Begriffen
erklärt.
In jeder der hierin gegebenen Polymerformeln kann das Polymer eine
beliebige End- oder
Abschlussgruppe aufweisen, einschließlich Wasserstoff.
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Wenn
es in diesen Formeln eine Liste von Markierungen gibt (z. B. Ar1, Ar2 und Ar3) oder Indizes (z. B. 'n'),
die eine Liste an Gruppen oder numerischen Werten darstellen sollen
und diese "in jedem
Fall unabhängig" sein sollen, bedeutet
dies, dass jede Markierung und/oder jeder Index eine von den unabhängig voneinander aufgelisteten
Gruppen darstellen kann, unabhängig
in jeder wiederkehrenden Einheit, unabhängig innerhalb jeder Formel
und/oder unabhängig
an jeder Gruppe, die substituiert ist, wie geeignet. So können in
jedem dieser Fälle
viele verschiedene Gruppen durch eine einzelne Markierung (z. B.
Ar1) dargestellt werden.
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Die
Begriffe "optionale
Substituenten" und/oder "gegebenenfalls substituiert", wie hier verwendet, (wenn
darauf nicht eine Liste mit anderen Substituenten folgt) bedeutet,
zum Beispiel, mindestens eine der folgenden Gruppen (oder Substitution
durch diese Gruppen): Sulfo, Sulfonyl, Formyl, Amino, Imino, Nitrilo,
Mercapto, Cyano, Nitro, Halogen, C1-4-Alkyl,
C1-4-Alkoxy, Hydroxy und/oder Kombinationen
davon. Diese optionalen Gruppen können alle chemisch möglichen
Kombinationen in der gleichen Gruppe und/oder einer Vielzahl (vorzugsweise
zwei) der zuvor genannten Gruppen enthalten (z. B. Amino und Sulfonyl,
wenn direkt miteinander verbunden, stellen einen Sulfamoylrest dar).
Bevorzugte optionale Substituenten umfassen: jegliches aus C1-4-Alkyl, Methoxy und/oder Ethoxy (jedes
von ihnen gegebenenfalls substituiert durch mindestens ein Halogen)
und/oder Amino (gegebenenfalls substituiert durch mindestens ein
Methyl und/oder Ethyl); und/oder Halogen. Der Begriff "Halogen", wie hierin verwendet,
bedeutet Fluor, Chlor, Brom und Iod. Der Begriff "von Carbyl abgeleitet", wie hier verwendet,
bezeichnet jegliche einwertige oder mehrwertige organische Resteinheit,
die mindestens ein Kohlenstoffatom entweder ohne jegliche Nicht-Kohlenstoffatome
(z. B. -C≡C-)
oder gegebenenfalls kombiniert mit mindestens einem Nicht- Kohlenstoffatom (z.
B. Alkoxy, Carbonyl usw.) enthalten.). Das/die Nicht-Kohlenstoffatom(e)
können
jegliches Element außer
Kohlenstoff enthalten (einschließlich jeglicher chemisch möglichen
Mischungen oder Kombinationen davon), die zusammen mit Kohlenstoff
eine organische Resteinheit enthalten können. Vorzugsweise wird das
Nicht-Kohlenstoffatom ausgewählt
aus mindestens einem Wasserstoff- und/oder Heteroatom, mehr bevorzugt
von mindestens einem: Wasserstoff, Phosphor, Halogen, Stickstoff,
Sauerstoff und/oder Schwefel, am meisten bevorzugt aus mindestens
einem Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff und/oder Schwefel. Von
Carbyl abgeleitete Gruppen umfassen alle chemisch möglichen
Kombinationen in der gleichen Gruppe einer Vielzahl (vorzugsweise
zwei) der vorgenannten Kohlenstoff- und/oder Nicht-Kohlenstoffatom
enthaltende Einheiten (z. B. Alkoxy und Carbonyl, wenn direkt miteinander
verknüpft,
stellen einen Alkoxycarbonylrest dar).
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Der
Begriff "Hydrocarbyl" wie hier verwendet
bezeichnet jegliche Resteinheit, die mindestens ein Wasserstoffatom
und mindestens ein Kohlenstoffatom enthalten. Eine Hydrocarbylgruppe
kann jedoch gegebenenfalls substituiert sein. Vorzugsweise enthalten "Hydrocarbyl"-Gruppen mindestens
eine der folgenden Kohlenstoff enthaltenden Einheiten: Alkyl, Alkoxy,
Alkanoyl, Carboxy, Carbonyl, Formyl und/oder Kombinationen davon;
gegebenenfalls zusammen mit mindestens einer der folgenden Heteroatom
enthaltenden Einheiten: Oxy, Thio, Sulfinyl, Sulfonyl, Amino, Imino,
Nitrilo und/oder Kombinationen daraus. Mehr bevorzugte Hydrocarbylgruppen
enthalten mindestens eines: Alkyl und/oder Alkoxy (gegebenenfalls
substituiert mit mindestens einem Halogen).
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Der
Begriff "Alkyl" wie hier verwendet,
kann ohne weiteres ersetzt werden, wo geeignet, durch Begriffe, die
einen unterschiedlichen Grad der Sättigung und/oder Valenz bezeichnen,
z. B. Einheiten, die Doppelbindungen, Dreifachbindungen und/oder
aromatische Einheiten enthalten (z. B. Alkenyl, Alkinyl und/oder
Aryl), sowie mehrwertige Spezies, die an zwei oder mehr Substituenten
gebunden sind (wie beispielsweise Alkylen).
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Sofern
der Kontext nicht deutlich auf etwas anderes hinweist, bedeutet
eine Gruppe, die eine Kette von drei oder mehr Atomen enthält, hierin
eine Gruppe, in der die Kette vollständig oder teilweise linear
oder verzweigt sein kann und/oder einen Ring bildet (einschließlich Spiro-
und/oder fusionierten Ringen).
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Sofern
der Kontext nicht deutlich auf etwas anderes hinweist, sollen die
Pluralformen der Begriffe hierin so ausgelegt werden, dass sie die
Singularform enthalten und umgekehrt.
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Die
Worte "umfassen" und "enthalten" und Variationen
der Worte, z. B. "umfassend" und "umfasst" durch die Beschreibung
und die Ansprüche
dieser Patentschrift hindurch bedeuten "einschließlich, aber nicht beschränkt auf", und sollen nicht
dazu dienen, andere Bestandteile auszuschließen (und tun dies auch nicht).
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Selbstverständlich können Variationen
zu den vorhergehenden Ausführungsformen
der Erfindung gemacht werden, die noch immer in den Bereich der
Erfindung fallen. Jedes in dieser Patentschrift offenbarte Merkmal,
wenn nicht anders angegeben, kann durch alternative Merkmale ersetzt
werden, die dem gleichen, äquivalenten
oder ähnlichen
Zweck dienen. So ist, falls nicht anders angegeben, jedes offenbarte
Merkmal nur ein Beispiel für
eine generische Reihe von äquivalenten
oder ähnlichen
Merkmalen.
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Alle
in dieser Patentschrift offenbarten Merkmale können in jeglicher Kombination
kombiniert werden, außer
in Kombinationen, in denen sich mindestens einige solcher Merkmale
und/oder Schritte gegenseitig ausschließen. Insbesondere sind die
bevorzugten erfindungsgemäßen Merkmale
auf alle Aspekte der vorliegenden Erfindung anwendbar und können in
jeglicher Kombination verwendet werden. Ebenso können Merkmale, die in unwesentlichen
Kombinationen beschrieben wurden, getrennt verwendet werden (nicht
in Kombination).
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Selbstverständlich sind
viele der oben beschriebenen Merkmale, insbesondere der bevorzugten
Ausführungsformen,
für sich
selbst erfinderisch und nicht nur als Teil einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Unabhängiger Schutz kann für diese
Merkmale zusätzlich
zu oder alternativ zu jeglicher hier beanspruchten Erfindung gesucht
werden.