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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf plastifizierte polymere Zusammensetzungen,
die flüchtige Materialien
(z. B. Duftstoffe) auf der Grundlage von Copolymeren, die von mindestens
einem Monomer, das eine Ethergruppe umfasst, und mindestens einem
Monomer, das keine Ethergruppe enthält, gewonnen werden, enthalten
und dauerhaft abgeben können.
Insbesondere, wenn das flüchtige
Material eine Zusammensetzung ist, die von mehreren Komponenten
unterschiedlicher Flüchtigkeit
gebildet ist, ermöglichen
die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung eine gleichmäßige Abgabe
aller Komponenten des flüchtigen Materials über eine
lange Zeitspanne. Im Fall von Duftstoffen, die üblicherweise aus vielen Komponenten
unterschiedlicher Flüchtigkeit
zusammengesetzt sind, ermöglicht
die vorliegende Erfindung die dauerhafte Abgabe der gesamten Duftstoffeigenschaft über eine
lange Zeit, wobei Trennung der Komponenten auf Grundlage ihrer unterschiedlichen
Flüchtigkeiten
vermieden wird. Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können eine
Vielzahl von Anwendungen finden, wobei eine anhaltende Abgabe eines
flüchtigen
Materials in eine Umgebung gewünscht
ist, wie Luftaufrischgeräte,
Deodorantien, duftende Objekte, Insektizide usw.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Polymere
Zusammensetzungen, die in der Lage sind, flüchtige Inhaltsstoffe zu absorbieren
und abzugeben, entsprechen dem Stand der Technik, insbesondere in
Bezug auf Duftstoffabgabe.
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GB1558960 von Nagae beschreibt
eine Duftstoff abgebende PVC-Folie zur Verwendung in Regenschirmen.
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US 4618629 von T. Burnett & Co, Inc beschreibt
Duftstoff abgebende Polyurethanschäume, in die ein partikelförmiges,
Duftstoff tragendes Harz integriert ist. Das Harz kann aus einer
Liste von Polymeren ausgewählt
sein (Polyolefine, Polyester, PVC und Ähnliches, Polyamide, Cellulosepolymere).
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Eine
häufige
Verwendung von polymeren Zusammensetzungen zur Duftstoffabgabe umfasst
beispielsweise Luftauffrischgeräte.
Diese liegen üblicherweise
in der Form von wässrigen
Gelen vor, die üblicherweise
aus vernetzten Polysaccharidpolymeren (Stärken, Alginaten oder CMC) gewonnen
werden, wie die in
GB2286531 von
Kelco,
US3969280 von
Johnson & Johnson
beschriebenen.
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Während diese
und andere Dokumente beanspruchen, lang anhaltende Abgabe flüchtiger
Materialien bereitzustellen, sind sie aus einer Reihe von Gründen noch
weit davon entfernt, völlig
zufrieden stellend zu sein.
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Erstens
können
diese polymeren Zusammensetzungen normalerweise eine sehr begrenzte
Menge flüchtigen
Materials aufnehmen und abgeben, die in den meisten Fällen 10
% des Gesamtgewichts der Zusammensetzungen nicht überschreitet.
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Zweitens
sind diese polymeren Zusammensetzungen nicht in der Lage, verschiedenen
Komponenten des flüchtigen
Materials, die verschiedenen Flüchtigkeiten
haben, gleichmäßig abzugeben.
Bei einem Duftstoff, der mehr als 10 verschiedenen Komponenten haben
kann, werden beispielsweise die flüchtigeren Komponenten zuerst
abgegeben und nach einiger Zeit wären nur die weniger flüchtigen
Noten wahrnehmbar, so dass die volle Duftstoffeigenschaft niemals
vom Benutzer wahrgenommen würde.
Die oben genannten polymeren Zusammensetzungen werden in der Tat
häufig
verwendet, um einfache Duftstoffe abzugeben, die üblicherweise
aus einer einzigen flüchtigen
Substanz wie Citronellol bestehen, da sie einfach nicht in der Lage sind,
einen komplizierteren Duftstoff einheitlich abzugeben, wie zunehmend
von der modernen Duftstoffindustrie gewünscht wird.
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Drittens
sind reine Polymermaterialien schwer umzuwandeln und benötigen in
der Regel hohe Temperaturen, um geformt zu werden. Daher geht, wenn
ein flüchtiges
Material in die Schmelze eingeführt
wird, eine große
Menge des Materials aufgrund der hohen Temperatur verloren.
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Das
erste und zweite Problem wurden teilweise von Firmenich in
US 4734278 behandelt, das
geformte Körper
aus Harzen auf der Basis von Blockpolyetheramid (z. B. Pebax
TM) beschreibt, die nachhaltige Abgabe von
flüchtigen
Wirkstoffen (Duftstoffen, Deodorantien, Insektiziden usw.) bereitstellen.
Eine Verbesserung wurde von Atochem erreicht, die in
WO 9726020A1 verbesserte
Duftstoffharze, hergestellt aus Pebax
TM +
einem komplexen Duftstoff (d. h. mehr als 5 Komponenten), beschreiben.
Solche Harze können
einen komplexen Duftstoff mit einer verminderten Trennung der flüchtigen
Inhaltsstoffe mit der Zeit bieten.
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Das
dritte Problem wurde teilweise durch die Verwendung von Plastifikatoren
gelöst,
was, wie Fachleuten wohlbekannt ist, die Minderung der Verarbeitungstemperatur
von Polymermischungen ermöglicht.
Diese Lösung
wurde Z. B. von Avon in
US4552693 angewendet,
das transparente, Duftstoff abgebende Artikel beschreibt, die aus
Zusammensetzungen erhalten werden, die ein thermoplastisches Polyamidharz,
ein Plastifikator-/Lösungsmittelsystem,
einen Sulfonamidplastifikator umfassend, und einen Duftstoff umfassen.
Der Vorteil der Verwendung eines Plastifikators in diesen Zusammensetzungen
liegt in der Möglichkeit
der Verarbeitung der Zusammensetzungen (Gießen, Extrudieren, Filmbildung)
bei relativ niedrigen Temperaturen.
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Zusammensetzungen
des Stands der Technik sind jedoch immer noch nicht vollständig zufrieden
stellend, da sie immer noch eine Neigung dazu haben, eine größere Menge
des flüchtigen
Inhaltsstoffs im ersten Moment abzugeben und die Abgabegeschwindigkeit
mit der Zeit zu verringern. Obwohl im Vergleich mit vorherigen Zusammensetzungen
verbessert, geben sie außerdem
die verschiedenen Komponenten des flüchtigen Materials, die unterschiedliche
Flüchtigkeiten
aufweisen, immer noch nicht gleichmäßig ab. Daher besteht immer
noch ein Bedarf nach einem polymeren Material, das in der Lage ist,
flüchtige
Materialien, die aus mehreren Inhaltsstoffen unterschiedlicher Flüchtigkeit
zusammengesetzt sind, über
eine lange Zeit und ohne Trennung der Inhaltsstoffe während der
Abgabe aufzunehmen und anhaltend abzugeben, und das auch in der
Lage ist, einfach in einen Artikel verarbeitet und geformt zu werden.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine polymere Zusammensetzung, umfassend:
- a) ein Copolymer, gewonnen aus mindestens einem
Monomer, das eine Ethergruppe umfasst, und mindestens einem Monomer,
das keine Ethergruppe umfasst,
- b) einen damit verträglichen
Weichmacher,
- c) ein flüchtiges
Material.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Es
wurde überraschend
festgestellt, dass eine Zusammensetzung, umfassend a) ein Copolymer,
gewonnen aus mindestens einem Monomer, das eine Ethergruppe umfasst,
und mindestens einem Monomer, das keine Ethergruppe umfasst, b)
einen damit verträglichen
Plastifikator und c) ein flüchtiges
Material, die Fähigkeit
hat, das flüchtige
Material über
einen langen Zeitraum auf eine länger
anhaltende Weise abzugeben, d. h. mit einer konstanteren Abgaberate
und über
einen längeren
Zeitraum verglichen mit Lösungen
des Stands der Technik.
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Ein
weiterer überraschender
Vorteil, der von den polymeren Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
bereitgestellt wird, ist, dass, wenn das flüchtige Material aus mehreren
Komponenten unterschiedlicher Flüchtigkeit
besteht, die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung eine einheitlichere
Abgabe aller Komponenten des flüchtigen
Materials über
einen langen Zeitraum ermöglichen,
wobei die Trennung der Komponenten auf Grundlage ihrer unterschiedli chen
Flüchtigkeit
vermieden wird. Dies ist beispielsweise im unten stehend genannten
Beispiel 6 zu sehen.
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Ein
weiterer, sehr wichtiger Vorteil, der von den polymeren Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung bereitgestellt wird, ist die Möglichkeit,
eine wesentlich größere Palette
flüchtiger
Materialien einzuführen.
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Lösungen des
Stands der Technik beschrieben polymere Zusammensetzungen auf Grundlage
spezifischer Polymere wie Polyether-Polyamid-Blockcopolymere oder
reine Polyamidpolymere. Als eine Folge war die Auswahl des flüchtigen
Materials auf die Inhaltsstoffe begrenzt, die in dem spezifischen
Polymer löslich oder
mit ihm verträglich
waren.
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Es
wurde überraschenderweise
festgestellt, dass erfindungsgemäße polymere
Zusammensetzungen, umfassend ein Copolymer, das von mindestens einem
Monomer, das eine Ethergruppe umfasst, und mindestens einem Monomer,
das keine Ethergruppe umfasst, gewonnen wurde und einen verträglichen
Plastifikator, eine wesentlich größere Anzahl von flüchtigen
Materialien in einem breiteren Polaritätsbereich aufnehmen und effektiv
abgeben können
als dasselbe reine Copolymer.
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Anders
als nach dem Stand der Technik sind Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung hinsichtlich der Zusammensetzungen des flüchtigen
Materials, das abgegeben werden kann, wesentlich flexibler, da der
Hersteller das Copolymer unter allen Copolymeren auswählen kann,
die von mindestens einem Monomer, das eine Ethergruppe umfasst,
und mindestens einem Monomer, das keine Ethergruppe umfasst, gewonnen
werden; zusätzlich
kann der Plastifikator unter einer großen Auswahl geeigneter Materialien
unterschiedlicher Polarität
und unterschiedlichen Verhaltens gewählt werden. Außerdem kann
eine Reihe von Zusatzstoffen in die Formulierung eingeführt werden,
wie unten stehend genau erklärt
ist. Eine solche Flexibilität
bei der Formulierung für
die plastifizierte polymere Matrix (Copolymer, Plastifikator, optional
andere Polymere oder Zusatzstoffe) ermöglicht das sehr genaue Abstimmen
ihrer Polaritätseigenschaften.
Dies ermöglicht
es, die Verträglichkeit
mit jeglichem flüchtigen
Material zu maximieren, das in die plastifizierte polymere Matrix
eingeführt werden
könnte,
wodurch eine erfindungsgemäße polymere
Zusammensetzung erreicht würde.
Ohne an eine Theorie gebunden zu sein, wird angenommen, dass eine
bestimmte Polaritätsübereinstimmung
zwischen der plastifizierten polymeren Matrix und dem flüchtigen
Material erforderlich ist, um eine gute Beimischung und eine anhaltende
Abgabe des flüchtigen
Materials zu bieten.
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Daher
können
das Copolymer und der verträgliche
Plastifikator der polymeren Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
so ausgewählt
werden, dass die Polarität
der plastifizierten polymeren Matrix im Wesentlichen der Polarität des flüchtigen
Materials entspricht, wobei die Polaritäten mit einer der im Fachbereich
bekannten Methoden bewertet werden können.
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Alle
Copolymere, die von mindestens einem Monomer, das eine Ethergruppe
umfasst, und mindestens einem Monomer, das keine Ethergruppe umfasst,
gewonnen werden, sind für
die vorliegende Erfindung geeignet.
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Der
Ausdruck „Monomer,
das eine Ethergruppe umfasst" schließt all die
Monomere ein, bei denen mindestens ein Sauerstoffatom an zwei verschiedene
Kohlenstoffatome gebunden ist, von denen keines mit einem anderen
Sauerstoffatom verbunden ist, einschließlich derer, wo das Sauerstoffatom
in einer cyclischen Epoxidstruktur enthalten ist, wie beispielsweise
Ethylenoxid, Propylenoxid, Tetramethylenoxid und dergleichen. Der
Ausdruck „Monomer,
das eine Ethergruppe umfasst" schließt auch
die Moleküle,
Oligomere oder Polymere ein, die eine Ethergruppe innerhalb des
Moleküls
enthalten und die weiter polymerisiert werden könnten.
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In
den meisten Fällen
umfassen die Copolymere eine Polyethergruppe und eine Nicht-Polyethergruppe.
Solche Copolymere können
sowohl Block- und Nicht-Blockcopolymere
sein, auch Copolymere, die durch das Aufpfropfen von Poly ethergruppen
auf Polymerstrukturen gebildet werden, Copolymere, wo die Polyethergruppe
in einer Seitenkette oder in einer Vernetzung enthalten ist, und
Copolymere, wo Ethermonomere zufällig
mit Nicht-Ethermonomeren copolymerisiert sind, sind geeignete Copolymere
für die
vorliegende Erfindung. Unter den bevorzugten Copolymeren, die von
mindestens einem Monomer, das eine Ethergruppe umfasst, und mindestens
einem Monomer, das keine Ethergruppe umfasst, gewonnen sind und
die für
die vorliegende Erfindung geeignet sind, befinden sich beispielsweise
Polyetheramidcopolymere, Polyetherestercopolymere, Polyetherurethane,
sulfonierte Polyetherestercopolymere, Polyetheresteramidcopolymere,
Copolymere, die durch die Polymerisation von Polyetheracrylaten
mit anderen acrylischen Monomeren/Oligomeren gebildet sind, usw.
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Worin
eine Polyethergruppe vorliegt, sind bevorzugte Polyethergruppen
die mit Monomeren, die mehr als 2 Kohlenstoffatome enthalten, mehr
bevorzugt sind die mit Monomeren, die mehr als 3 Kohlenstoffatome enthalten.
Am meisten bevorzugte Polyether enthaltende Gruppen sind Polypropylenglycol
und, noch mehr bevorzugt, Polytetramethylenglycol.
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Das
Monomer, das eine Ethergruppe umfasst, in den Copolymeren, das für die vorliegende
Erfindung geeignet ist, stellt mindestens 5 % des Gesamtgewichts
des Copolymers dar, vorzugsweise mindestens 10 %, mehr bevorzugt
mindestens 15 %.
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Bevorzugte
Copolymere für
die vorliegende Erfindung sind Polyetheramid-Blockcopolymere (z. B. PebaxTM), Polyetheresteramide-Blockcopolymere,
Polyetherpolyester-Blockcopolymere (z. B. HytrelTM),
Polyurethancopolymere, die Polyetherblöcke (z. B. EstaneTM)
enthalten, oder Mischungen davon. Unter den verschiedenen Copolymeren
dieses Typs sind die bevorzugt, die eine bevorzugte Polyethergruppe
wie oben erwähnt aufweisen.
Daher sind die am meisten bevorzugten Copolymere die, in denen die
Polyethergruppe ein Polypropylenglycol oder ein Polytetramethylenglycol
ist.
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Der
zweite zentrale Bestandteil in der polymeren Matrix der polymeren
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung ist ein Plastifikator,
der mit dem Copolymer verträglich
ist, das von mindestens einem Monomer, das eine Ethergruppe umfasst,
und mindestens einem Monomer, das keine Ethergruppe umfasst, gewonnen
wird.
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Zu
geeigneten Plastifikatoren zur Verwendung in den erfindungsgemäßen polymeren
Zusammensetzungen gehören
Zitronensäureester,
niedermolekulare Polyester, Polyether, Harzölester, aromatische Sulfonamide,
Phthalate, Benzoate, Saccharoseester, Derivate von polyfunktionalen
Alkoholen (wo polyfunktional das Aufweisen von 2 oder mehr Hydroxylgruppen
bedeutet), Adipate, Tartrate, Sebacate, Ester von Phosphorsäure, Fettsäuren und
Diacide, Fettalkohole und Diole, epoxidierte Pflanzenöle usw.
und Mischungen davon. Wie bereits oben stehend erwähnt, kann
die unterschiedliche Polarität
der verschiedenen verträglichen
Plastifikatoren (mit einer beliebigen, den Fachleuten bekannten
Methode messbar, zum Beispiel Wasser/Octanol-Verteilungskoeffizient)
verwendet werden, um die Polarität
der polymeren Matrix abzustimmen, um eine bessere Entsprechung für die Polarität des flüchtigen
Materials bereitzustellen.
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Der
dritte zentrale Bestandteil der vorliegenden Erfindung ist ein flüchtiges
Material, das von den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
aufgenommen und dann anhaltend abgegeben wird.
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Flüchtige Materialien,
die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind
beispielsweise Geschmackstoffe, Deodorantien, Insektizide, Pheromone,
Aromen, abweisende Mittel und, am vorteilhaftesten, Duftstoffe.
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Die
Vorteile, die von der vorliegenden Erfindung bereitgestellt werden,
sind besonders relevant, wenn das flüchtige Material ein Duftstoff
ist. Duftstoffe sind üblicherweise
aus vielen Komponenten unterschiedlicher Flüchtigkeit zusammengesetzt.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht
die anhaltende Abgabe des gesamten Duftstoffbouquets über einen
langen Zeitraum, während
sie die Trennung der Komponenten auf Grundlage ihrer unterschiedlichen
Flüchtigkeit
vermeidet. In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist das flüchtige
Material ein Duftstoff, der vorzugsweise aus einer Vielzahl von
Komponenten zusammengesetzt ist, mehr bevorzugt aus mehr als 5 Komponenten.
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Wie
hier verwendet, bedeutet der Ausdruck Duftstoff ein beliebiges duftendes
Material. Im Allgemeinen sind solche Materialien durch einen Dampfdruck
gekennzeichnet, der bei Raumtemperaturen unter dem Atmosphärendruck
liegt. Die hier eingesetzten Duftstoffe sind bei Raumtemperaturen
meistens flüssig,
aber können
auch fest sein, wie die verschiedenen, dem Stand der Technik entsprechenden,
campherartigen Duftstoffe. Eine große Vielfalt von Chemikalien
sind für
Parfümerieanwendungen
bekannt, einschließlich
Materialien wie Aldehyde, Ketone, Ester, Alkohole, Terpene und dergleichen.
In der Natur vorkommende Pflanzen- und Tieröle und -exsudate, die komplexe
Mischungen verschiedener chemischer Bestandteile umfassen, sind zur
Verwendung als Duftstoffe bekannt, und solche Materialien können hierin
verwendet werden. Die vorliegenden Duftstoffe können von verhältnismäßig einfacher
Zusammensetzung sein oder hoch differenzierte, komplexe Mischungen
natürlicher
und synthetischer chemischer Bestandteile sein, die alle so ausgewählt sind,
dass ein gewünschter
Duft bereitgestellt wird.
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Typische
Duftstoffe, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen
beispielsweise holzige/erdige Grundbestandteile enthaltende exotische
Materialien wie Sandelholzöl,
Zibet, Patschuliöl und
dergleichen. Andere geeignete Duftstoffe sind beispielsweise leichte,
blumige Düfte,
z. B. Rosenextrakt, Veilchenextrakt und dergleichen. Duftstoffe
können
formuliert werden, um wünschenswerte
Fruchtgerüche
bereitzustellen, z. B. Limone, Zitrone, Orange und dergleichen.
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Kurz
gesagt kann jedes chemisch verträgliche
Material, das einen angenehmen oder auf andere Weise wünschenswerten
Geruch abgibt, als ein Duftstoff in der vorliegenden Erfindung verwendet
werden.
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Duftstoffmaterialien
sind umfassender in S. Arctander, Perfume Flavors and Chemicals.
Bande I und II, Aurthor, Montclair, H.J. und dem Merck Index, 8.
Ausgabe, Merck & Co.,
Inc., Rahway, N.J. beschrieben.
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Vorzugsweise
wird das flüchtige
Material der vorliegenden Erfindung in einer Form in die polymere
Zusammensetzung eingeführt,
die die Chemikalien, die das flüchtige
Material darstellen, nicht daran hindert, chemisch in der plastifizierten
polymeren Matrix gelöst
zu werden. Insbesondere sind eingekapselte flüchtige Materialien und Chemikalien,
die flüchtige
Sorten umfassen, die kovalent an eine nicht flüchtige (z. B. Pro-Duftstoffe)
gebunden sind, zum diesbezüglichen
Gebrauch als erfindungsgemäße flüchtige Materialien
nicht empfohlen und vorzugsweise ausgeschlossen. Ohne an eine Theorie
gebunden zu sein, wird angenommen, dass die vorteilhaften Eigenschaften
der polymeren Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung zu sehen sind,
wenn das flüchtige
Material in der plastifizierten polymeren Matrix gelöst ist,
da die Abgabe des flüchtigen Materials
mit der Interaktion auf Molekularebene zwischen dem flüchtigen
Material und der plastifizierten polymeren Matrix verknüpft ist.
Daher sind Systeme wie Einkapselung, die das flüchtige Material daran hindern, sich
auf Molekularebene mit der polymeren Matrix zu mischen, nicht für die Verwendung
als flüchtige
Materialien in der vorliegenden Erfindung bevorzugt und sind vorzugsweise
ausgeschlossen.
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Vorzugsweise
umfasst die polymere Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung
von 5 Gew.-% bis 75 Gew.-%, mehr bevorzugt von 10 Gew.-% bis 50
Gew.-% der polymeren
Zusammensetzung das Copolymer, das von mindestens einem Monomer,
das eine Ethergruppe umfasst, und mindestens einem Monomer, das keine
Ethergruppe umfasst, gewonnen ist; von 5 Gew.-% bis 60 Gew.-%, vorzugsweise
von 10 Gew.-% bis 40 Gew.-% der polymeren Zusammensetzung den geeigneten
Plastifikator oder die Mischung aus Plastifikatoren und zu mehr
als 10 %, vorzugsweise mehr als 20 %, mehr bevorzugt mehr als 30
% ein flüchtiges Material; das
flüchtige
Material ist vorzugsweise bis zu einem maximalen Prozentsatz von
90 Gew.-% der polymeren Zusammensetzung enthalten.
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Die
polymeren Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können außerdem zusätzliche
fakultative Bestandteile umfassen, um die Verarbeitbarkeit der Zusammensetzungen
und auch die mechanischen Eigenschaften sowie andere Eigenschaften
wie Klebrigkeit, Beständigkeit
gegen Alterung durch Licht, Sauerstoff und Wärme, optisches Erscheinungsbild
usw. der von solchen polymeren Zusammensetzungen gebildeten Objekte
weiter zu verbessern.
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Solche
fakultativen Bestandteile schließen andere Copolymere ein,
die in die Formulierungen aufgenommen werden können, um ihre Eigenschaften
zu verbessern, um zum Beispiel die Haftung oder Verträglichkeit
mit Substraten zu erhöhen.
Zu diesem Zweck sind bevorzugte fakultative Copolymere diejenigen,
die sowohl polare als auch nichtpolare Gruppen aufweisen, zum Beispiel:
Copolymere von Ethylen und mindestens einem anderen Vinyl- oder
Acrylmonomer, Copolymere von Styrol und mindestens einem anderen
Vinyl- oder Acrylmonomer,
Copolymere von Poly(vinylalkohol), Polyamide, Copolymere von Poly(vinylpyrrolidon),
Polyacrylate, Copolymere von Polyvinylethern, Ionomere, Polyesteramidcopolymere
usw.
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Die
polymeren Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind vorzugsweise
thermoplastische polymere Zusammensetzungen. Diese können durch
Anwenden jedes bekannten Verfahrens zur Herstellung von thermoplastischen
polymeren Zusammensetzungen hergestellt werden und umfassen üblicherweise
die Schritte des Schmelzens des Polymers und dann des Mischens des
Plastifikators und des flüchtigen
Materials, um eine homogene Masse zu bilden, die dann gekühlt wird,
um die polymere Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung
zu erhalten. Unter den thermoplastischen Zusammensetzungen sind
die bevorzugt, die niedrige Schmelztemperatur und Viskosität aufweisen
und daher als Hotmelts verarbeitbar sind. In diesen Systemen ist
der Verlust des flüchtigen
Materials beim Mischen minimiert.
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Andere
fakultative Bestandteile, die vorzugsweise verwendet werden können, wenn
die erfindungsgemäße polymere
Zusammensetzung eine thermoplastische Zusammensetzung ist und vorzugsweise
eine Hotmelt-Rheologie aufweist, sind klebrig machende Harze, wie
Kolophoniumderivate, aliphatische Harze, aromatische Harze oder
gemischte, aliphatisch-aromatische Harze. Die Zusammensetzung kann
dann formuliert werden, um neben der Fähigkeit zur Abgabe von flüchtigen
Materialien auch die Eigenschaften eines Heizschmelzklebers zu haben.
Weitere fakultative Bestandteile wie andere Polymere oder Copolymere,
Füllstoffe, Vernetzungsmittel,
Pigmente, Farbstoffe, Antioxidationsmittel und andere Stabilisatoren
usw. können
auch hinzugefügt
werden, um der Zusammensetzung gewünschte Eigenschaften zu verleihen.
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Die
polymeren Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können auch
unter Verwendung einer Polymerlösung
hergestellt werden, entweder als ein Zwischen- oder Endschritt.
Herstellungen dieses Typs sind Fachleuten wohlbekannt und umfassen üblicherweise
die Schritte des Lösens
des ausgewählten
Polymers, Plastifikators und flüchtigen
Materials in einem wirksamen Lösungsmittel
und bei Bedarf Erwärmen,
um eine Lösung
oder ein Gel herzustellen. Das Lösungsmittel
kann dann durch Verdampfung entfernt werden.
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Als
Alternative können
die polymeren Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung in der
Form einer wässrigen
Emulsion oder Dispersion hergestellt werden.
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Die
Techniken zum Erhalten wässriger
Emulsionen oder Dispersionen der Polymere sind dem Fachmann wohlbekannt.
Das ausgewählte
Polymer, der Plastifikator und das flüchtige Material können beispielsweise
als ein thermoplastisches Material gemischt werden. Die resultierende
Schmelze kann dann durch Mischen in Wasser dispergiert werden, vorzugsweise
bei einer Temperatur über
seinem Schmelzpunkt. Tensid- und/oder Stabilisierungssysteme, die
Fachleuten bekannt sind, können
eingesetzt werden, um die resultierende Emulsion oder Dispersion
zu stabilisieren.
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Als
Alternative kann eine als Vorprodukt gebildete wässrige polymere Dispersion
oder Emulsion mit dem ausgewählten
Plastifikator und flüchtigen
Material gemischt werden. Dies kann erreicht werden, indem die Bestandteile
direkt zu der polymeren Dispersion oder Emulsion hinzugefügt werden
oder indem eine wässrige
Dispersion des Duftstoffs und Plastifikators gebildet und diese
mit der polymeren Dispersion oder Emulsion gemischt wird. Beide
Verfahren resultieren in der Bildung einer wässrigen Dispersion einer erfindungsgemäßen polymeren
Zusammensetzung.
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Erfindungsgemäße polymere
Zusammensetzungen können
verschiedene Anwendungen haben, wann immer die Abgabe eines flüchtigen
Materials gewünscht
ist. Zum Beispiel können
sie für
Luftauffrischgeräte
(Raumauffrischer, Autoauffrischer, Toilettenspülsteine usw.), Abgabe von parfümiertem
Kopfraum in Verpackungen wie Flaschen, Schachteln, Tüten usw.,
Reinigungs-/Trocknungssysteme (Wäschetrockner,
Geschirrspülmaschinen,
chemische Reinigungssysteme usw.), Wäschewaschmittel, Textilkonditioniermittel, Haushaltspflegeprodukte,
Körperpflegeprodukte
(Deodorants, schweißhemmende
Mittel, Shampoos, Spülungen,
Kosmetika, Hautfeuchtigkeitcremes, Make-up usw.), feine Düfte, duftende
Beschichtungen, Folien, Laminate, Hygieneartikel (Monatsbinden,
Slipeinlagen, Windeln, Einlegesohlen usw.), Dufttinten, duftende
dreidimensionale Objekte, Abgabe von Desinfektionsmitteln, Abgabe
von Insektiziden, Abgabe von Insektenschutzmitteln, Abgabe von Geschmackstoffen
usw. verwendet werden.
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Beispiele
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Beispiel 1
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24,5
Teile PebaxTM 2533, ein Polyetheramidcopolymer,
von Atofina (Frankreich) erhältlich,
12,5 Teile ForalynTM 5020F, ein Kolophoniumesterplastifikator,
von Eastman Chemical erhältlich,
und 0,5 Teile IrganoxTM B225, ein Antioxidationsmittel,
von Ciba Geigy (Schweiz) erhältlich,
wurden zu einem Sigma-Blattrührer
hinzugegeben und auf eine Temperatur von etwa 10-20°C über dem
Schmelzpunkt des Polymers erwärmt
(etwa 160°C
für PebaxTM 2533). Die Bestandteile wurden gemischt,
bis eine homogene Masse erreicht wurde. Die Temperatur wurde dann
auf einen Punkt gesenkt, wo die Mischung noch geschmolzen war, üblicherweise
auf etwa 10-20°C über dem
Schmelzpunkt der Mischung (etwa 120°C im vorliegenden Fall). 12,5
Teile Foralyn 5020F wurden mit 25 Teilen Gamma-Methylionon gemischt,
einem Duftstoffmaterial, das von International Flavors & Fragrances erhältlich ist,
und diese Mischung wurde zu der plastifizierten Polymermischung
hinzugegeben. Die Inhaltsstoffe wurden gemischt, bis eine homogene
Mischung erreicht wurde, und das resultierende Material wurde dann
vom Rührer
entfernt, zu einem parfümierenden
Block geformt und auf Raumtemperatur gekühlt.
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In
allen folgenden Beispielen wurde dasselbe Herstellungsverfahren
befolgt und insbesondere wird in allen Fällen 50 % der Gesamtmasse des
Plastifikators mit dem Polymer und anderen Zusatzstoffen in einem ersten
Schritt gemischt, dann werden die übrigen 50 % der Gesamtmenge
des Plastifikators mit dem flüchtigen Material
(z. B. dem Duftstoff) in einem zweiten Schritt gemischt und dann
werden die beiden Mischungen in einem dritten Schritt gemischt.
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Beispiel 2
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Das
in Beispiel 1 umrissene Verfahren befolgend wurde die folgende plastifizierte
polymere Zusammensetzung hergestellt:
| Bestandteil | Teile |
| PebaxTM 2533
ForalynTM 5020F
Benzylacetat
IrganoxTM B225 | 34,5
35
30
0,5 |
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Benzylacetat
ist ein Duftstoffmaterial, das von Sigma Aldrich erhältlich ist.
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Beispiel 3
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Das
in Beispiel 1 umrissene Verfahren befolgend wurde die folgende plastifizierte
polymere Zusammensetzung hergestellt:
| Bestandteil | Teile |
| EstaneTM 58280
Dipropylenglycoldibenzoat
Cis-3-Hexenylsalicylat
IrganoxTM B225 | 24,5
25
50
0,5 |
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EstaneTM 58280 ist ein Polyetherurethan, das von
Noveon erhältlich
ist. Dipropylenglycoldibenzoat ist ein Benzoat-Plastifikator, der
von Velsicol unter der Handelsbezeichnung BenzoflexTM 988
erhältlich
ist. Cis-3-Hexenylsalicylat ist ein Duftstoffmaterial, das von International
Flavors & Fragrances
erhältlich
ist.
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Beispiel 4
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Das
in Beispiel 1 umrissene Verfahren befolgend wurde die folgende plastifizierte
polymere Zusammensetzung hergestellt:
| Bestandteil | Teile |
| EstaneTM 58280
Dipropylenglycoldibenzoat
Spring
FreshTM
IrganoxTM B225 | 9,5
20
70
0,5 |
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Spring
Fresh ist eine Duftstoffmischung, die von Givaudan (Frankreich)
erhältlich
ist.
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Beispiel 5
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15
Teile Benzylacetat wurden mit 15 Teilen Acetyltributylcitrat gemischt,
einem Citrat-P1astifikator der von Jungbunzlauer (Schweiz) unter
der Handelsbezeich nung Citrofol
TM BII erhältlich ist.
Diese Flüssigkeit
wurde dann zu 70 Teilen entionisiertem Wasser hinzugefügt und dann
einer hohen Schermischung unter Verwendung eines Mischers Ultra
Turrax T50 Basic, von Ika Werke (Deutschland) erhältlich,
ausgesetzt. Eine opake weiße
Dispersion (30 % Feststoffe) wurde gewonnen. Diese wurde dann zu
100 Teilen Rolflex
TM C89 hinzugefügt, einer
Wasserdispersion mit 30 % Feststoffen aus einem Polyetherurethan,
die von Cesalpinia (Italien) erhältlich
ist. Die Mischung wurde 24 Stunden gerührt, was zu einer plastifizierten
polymeren Dispersion mit den folgenden Zusammensetzungen in Gewichtsprozent
führte.
| Bestandteil | Teile |
| Rolflex
C89
Acetyltributylcitrat
Benzylacetat
Wasser | 15
7,5
7,5
70 |
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Beispiel 6
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Sechs
polymere Zusammensetzungen, die ein reines Duftstoffimterial umfassen
(d. h. ein einfacher Duftstoff, der nur eine flüchtige Komponente umfasst),
wurden hergestellt. Formulierungen B, D und F wurden erfindungsgemäß unter
Befolgung der in Beispiel 1 umrissenen Methode hergestellt. Formulierungen
A, C und E basierten auf Technologie des Stands der Technik (reines
Polymer ohne Plastifikator); das Polymer wurde auf etwa 160°C erwärmt, und
der Duftstoff wurde schrittweise hinzugefügt, bis eine homogene Mischung
erreicht wurde, dann wurde die Mischung auf Raumtemperatur gekühlt. Die
verwendeten Rohmaterialien für
reinen Duftstoff waren D-Limonen, von Sigma Aldrich erhältlich,
Cis-3-Hexenylacetat,
von Givaudan erhältlich, und
Methyldihydrojasmonat, von Firmenich erhältlich. Tabelle 2 zeigt physikalische
Daten für
die drei reinen Duftstoffmaterialien: D-Limonen und Cis-3-Hexenylacetat
haben relativ niedrige Siedepunkte für Duftstoffmaterialien und
sind in der Industrie als unter den flüchtigeren Duftstoffbestandteilen
anerkannt; Methyldihydrojasmonat hat einen höheren Siedepunkt und ist als
ein weniger flüchtiger
Inhaltsstoff anerkannt.
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Der
Gewichtsverlust der verschiedenen Formulierungen im Zeitablauf wurde
durch thermogravimetrische Analyse (TGA) gemessen. Das verwendete
Instrument war ein TGA Q500 von TA-Waters. Ein konstanter Stickstofffluss
wurde über
dem Tiegel angewendet (kein Gleichgewicht). Die folgenden Bedingungen
wurden angewendet:
- • Zykluszeit: 360 Minuten
- • Temperatur:
37°C
- • Tiegel:
Aluminiumoxid, Durchmesser 4,55 mm, Höhe 3,9 mm
-
Der
Gewichtsverlust nach 360 Minuten wurde für jede Probe gemessen. Dies
wird als die Verdampfung des Duftstoffs aufgefasst, da dies das
einzige, in der Formulierung vorhandene flüchtige Material ist. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 1 dargestellt. Tabelle 1
| Material | A | B | C | D | E | F |
| Pebax
2533 | 50 | 25 | 50 | 25 | 50 | 25 |
| Foralyn
5020F | | 25 | | 25 | | 25 |
| D-Limonen | 50 | 50 | | | | |
| Cis-3-Hexenylacetat | | | 50 | 50 | | |
| Methyldihydrojasmonat | | | | | 50 | 50 |
| Gewichtsverlust
nach 360 Minuten bei 37 °C (%) | 24 | 9 | 19 | 12 | 0,2 | 0,2 |
-
Die
thermogravimetrischen Ergebnisse zeigen, wie eine erfindungsgemäße polymere
Zusammensetzung, wenn mit demselben reinen Polymer verglichen, eine
langsamere und daher länger
andauernde Abgabe eines flüchtigen
Duftstoff bestandteils bietet. Das Beispiel zeigt auch, wie die Abgabe
eines Duftstoffbestandteils geringerer Flüchtigkeit nicht verringert
wird, wenn er in erfindungsgemäße Zusammensetzungen
aufgenommen wird. Daher ist der Unterschied in der Abgabegeschwindigkeit
eines flüchtigen
Duftstoffbestandteils und eines nichtflüchtigen Duftstoffbestandteils
wesentlich geringer, wenn der Duftstoff in erfindungsgemäße polymere
Zusammensetzungen aufgenommen ist. Es ist dem Fachmann jetzt klar,
dass diese Tatsache bei der Betrachtung komplexer Duftstoffe, die
aus vielen Inhaltsstoffen unterschiedlicher Flüchtigkeit zusammengesetzt sind,
zu einer länger
andauernden und besseren Abgabe des gesamten Duftstoffcharakters
führt. Tabelle 2
| Duftstoff | M.G. | Siedepunkt
(°C) |
| D-Limonen | 136 | 178 |
| Cis-3-Hexenylacetat | 142 | 179 |
| Methyldihydrojasmonat | 220 | 314 |