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Diese
Erfindung betrifft spritzgegossene Kunststoffteile mit einem Textiloberflächenbereich und
ein Verfahren zur Herstellung dieser Teile, bei dem die Textilränder in
einer sehr wirksamen und ästhetisch
ansprechenden Weise gesichert sind. Die Teile werden mit einem guten
Erscheinungsbild, genauen Abmessungen, dünnem Teilquerschnitt und stabilen,
sicheren Stoffrandabdeckungen hergestellt.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Es
gibt eine Anzahl von Verfahren, um eine Oberflächenschicht aus Textil (Stoff),
wie etwa Leder oder Kunstleder, auf die gesamte oder ein Teil der Oberfläche von
gebildeten Kunststoffteilen bereitzustellen. Die Verwendung eines
Spritzgußverfahrens und
der Voreinführung
eines Texiloberflächenstücks vor
oder in die Form ist in
JP 54-018,039 ;
JP 57-029,436 ;
DE 4,015,071 ;
EP 1,157,799 ; und
US Patent Nr. 4,849,145 diskutiert.
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In
JP 54-018,039 ist ein Textilstoff
in der Form gehalten und gegen die entgegengesetzte Seite des Formhohlraums
durch injizierten Kunststoff gehalten.
DE 4,015.071 und
JP 57-029,436 lehren den Gebrauch
eines Films zwischen dem Textilstoff und dem eingespritzten, geschmolzenen
Kunststoff. In
EP 1,157,799 ist
ein Textilstoff anfänglich
laminiert, um ein formbares thermoplastisches Blatt zu bilden und
dann wird eine Vorform vorbereitet, indem im allgemeinen das laminierte
Material geformt wird, z. B. durch Tiefziehen, um im allgemeinen
dem fertiggestellten Teildesign zu entsprechen. Dann wird die Vorform
in die Einspritzform eingeführt,
wo der geschmolzene Kunststoff eingespritzt wird und die Textil/Blatt
laminierte Vorform bildet die gesamte oder einen Teil der äußeren Fläche des
fertiggestellten Teils. Keine dieser Schriften erwähnt jedoch
irgendeine Technik zur Sicherung und Abdeckung der Textilränder.
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In
US Patent Nr. 4,849,145 sind
Lederstoffoberflächen
an gebildeten Kunststoffteilen vorgesehen. In dieser Referenz ist
der eingespritzte Kunststoff, der das Teil bildet, dazu gedacht,
zu den Rändern
des eingeführten
Textilstücks
zu strömen,
um an den Umfangsrändern
des Lederstoffes anzuliegen und diese abzudichten. Es ist jedoch herausgefunden
worden, daß dieses
Verfahren in einem unansehnlichen Teilerscheinungsbild resultiert,
da der Textilrand nicht konsistent durch den eingespritzten Kunststoff
abgedeckt ist. Der sich ergebende Textilstoff/Kunststoffzwischenraum
oder Rand, der an dem Oberflächenteil
sichtbar ist, ist wenigstens z. T. offen und/oder irregulär.
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DE-A-4 228 283 offenbart
einen Gegenstand gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1 und ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
6.
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Somit
erfordert jegliches dieser Verfahren nachfolgende Verfahrensschritte
zum Schneiden oder Trimmen des Textilstoffes und/oder zum Abdecken
der Ränder
in einer gewissen Weise, um sichere und ästhetisch ansprechende Textilränder bereitzustellen.
Die Befestigung und der Gebrauch eines getrennten Trimmstücks ist
nicht akzeptabel, da es mehrfache Stücke und Montageschritte erfordert,
um ein akzeptables Erscheinungsbild zu erhalten, und diese zusätzlichen
Stücke
erfordern eine größere Teildicke
und mehr Raum. Dieses Verfahren resultiert ebenfalls in einem Trimmstück, das
in einfacherer Weise von der Textiloberfläche trennbar ist. Die Probleme
mit Textilrändern
sind insbesondere bei Textilstoffen angesprochen, die in leichter
Weise in dem ersten Spritzschritt komprimiert werden und die nach Entfernen
des ersten Formhohlraums in erheblicher Weise expandieren.
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KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Gemäß Anspruch
1 stellt die vorliegende Erfindung ein Kunststoffformteil mit einem
Kunststoffsubstratteil mit einem aufgeklebten Stück textiler Oberfläche bereit,
wo mindestens ein Teil der Stoffränder und der an die Ränder angrenzenden
Stoffoberfläche
durch ein angeformtes randbedeckendes Kunststoffteil überlappt
sind. Vorzugsweise ist das angeformte, randbedeckende Kunststoffteil
ein spritzgegossenes oder formgepreßtes Kunststoffteil und weiter
bevorzugt ist es ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus wärmeerhärtendem
Polyurethan, wärmeerhärtendem
Epoxiharz, wärmeerhärtendem Silikon
und aus den Thermoplasten Polycarbonat („PC"), ABS, Polypropylen („PP), hochschlagfestem Polystyrol
(„HIPS"), Polyethylen („PE"), Polyester, Polyacetyl,
thermoplastischen Elastomeren, thermoplastischen Polyurethanen („TPU"), Nylon, Ionomeren,
Polyvinylchlorid („PVC") und Mischungen
von zwei oder mehreren dieser Thermoplasten. Diese Erfindung ist
insbesondere anwendbar für
Formteile, bei denen der Textilstoff ein Kunstleder oder Velourleder
und/oder der Textilstoff Hohlräume
oder Öffnungen
und innere Stoffränder
aufweist. Gemäß Anspruch
6 stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
eines Kunstsstoffformteils dieses Typs bereit, wo ein randbedeckendes
Kunststoffteil auf wenigstens einen Teil der Stoffränder und
den Rändern
einer Substratkomponente mit einem aufgeklebten Stoffmaterial angrenzenden
Stoffoberflächen geformt
ist und sie überlappt.
Vorzugsweise ist das randbedeckende Teil, welches die Ränder des
Stoffstücks überlappt,
durch Spritzgießen
oder Strangpressen oder durch Reaktionsspritzgießen in einem zweiten Bildungsschritt
gebildet. Bei einem bevorzugten Verfahren dieses Typs verwendet
der zweite Bildungsschritt einen Stromführungseffekt mit (a) einem
Hauptstromführungshohlraum
für das
Material des rand-bedeckenden Kunststoffteils, wobei sich dieser
Hauptstromhohlraum im allgemeinen um den Bereich der Umfangsränder des
Stoffes herum und außerhalb
dieses Bereiches befindet, und (b) einen Stoffrandhohlraum, der
einen Strom des randbedeckenden Materials in einer Richtung aufnimmt,
die im allgemeinen nicht parallel zu den Umfangsrändern des
Stoffes ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt daher ein besseres Stoff-laminiertes
Kunststoffteil und ein neues Verfahren und Teildesign bereit, wo
wenigstens ein Teil und bevorzugt die gesamten Stoffränder und Flächenbereiche
nahe den Rändern
(d. h., der stoffliche Bereich von wenigstens 0,1, bevorzugt wenigstens
0,2 mm von den Rändern)
mit einem zweiten, angeformten Kunststoff bedeckt sind, das sowohl
an dem Stoff als auch an dem ersten Kunststoffmaterial klebt. Das
Stoffstück
kann ausgewählt
sein aus einem weiten Bereich von Stofftypen und kann auf eine erwünschte Größe vorgeschnitten,
gestempelt oder geformt sein. Der Stoff wird auf ein erstes Kunststoffsubstratteil
geklebt, um ein Stoff-laminiertes Substrat oder eine Unteranordnung
(bevorzugt in einem Spritzgußschritt)
bereitzustellen, und ein zweites Material wird angeformt, um die
Stoffränder
abzudecken und eine ästhetisch
ansprechbare und dauerhafte Stoffrandabdeckung bereitzustellen.
Die richtige Auswahl der Kombination des ersten Kunststoffsubstratmaterials,
des Stoffes und des zweiten angeformten randbedeckenden Materials
liefert das notwendige Klebeverhalten um zu verhindern, daß der Stoff
oder das randabdeckende Material delaminiert oder abgeschält wird,
wenn das Formteil gebraucht wird.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Perspektivansicht der Vorderseite eines Probenteils, das gemäß der Erfindung hergestellt
wurde.
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2 ist
eine Querschnittansicht eines Probenteils, das gemäß der Erfindung
hergestellt wurde, genommen entlang der Linie A-B in 1.
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3 ist
eine Querschnittsansicht der ersten Komponentenbildungsstufe.
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4 ist
eine Querschnittsansicht der zweiten Komponentenform.
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5 ist
eine Querschnittsansicht der zweiten Komponentenbildungsstufe.
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6 ist
eine Perspektivansicht der Rückseite
eines Probenteils, das gemäß der vorliegenden Erfindung
hergestellt wurde.
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GENAUE BESCHREIBUNG
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Die
Perspektivansicht von 1 und die Querschnittsansicht
von 2 (genommen entlang der Linie AB) eines Probenteils
(1), das gemäß der Erfindung
hergestellt wurde, zeigt das Stoffflächenstück (10), mit Umrandungsstoffrandbereichen
(19) an den äußeren Rändern des
Stoffflächenstücks und wahlweise
inneren Stoffrandbereichen (18), wo es Öffnungen oder Löcher in
dem Stoffflächenstück geben
kann, die mit Öffnungen,
Löchern
oder anderen Designmerkmalen an entsprechenden Stellen an dem Kunststoffteil
entsprechend liegen. Ebenfalls ist in 1 die erste
oder Substratkomponente (20) gezeigt, die sich über den
Stoff-bedeckten Flächenbereich
erstreckt und nicht gänzlich
durch Stoff abgedeckt ist, und die zweite angeformte, randbedeckende
Komponente (30). Diese Komponente ist als 30B an
den Stoffumrandungsbereichen (19) und als 30A an
den Stoffinnenrandbereichen (18) gezeigt, wenn es sie gibt.
Es gibt Hohlräume
und Öffnungen
in dem Teil (91) mit mannigfaltigen Formen und Größen.
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3 ist
eine Querschnittansicht eines ersten Bildungsschrittes und der Bildung
der ersten Substratkomponente gemäß der Erfindung. Bei dieser
Figur hat der erste Formteil (50), der als „Kern" bezeichnet werden
kann, den zweiten Formteil (70), der als der erste „Hohlraum" bezeichnet werden
kann, gegen sich geschlossen. Dies erschafft eine Zwischenflächenteilungslinie
(65). Das Stoffflächenstück (10)
wurde in der Form plaziert und das erstkomponentige Kunststoffmaterial
(20) wurde eingespritzt. Wie zu sehen ist, wird es zwei
Hohlräume
oder Öffnungen
in diesem Bereich des fertiggestellten Kunststoffteils (und in den
entsprechenden Anordnungen des Stoffstückes) geben, wobei die Öffnungen
den Bereichen 70A und 70B des zweiten Formteils
entsprechen und dadurch gebildet werden. Das vorgeschnittene Stoffstück (10)
war anfänglich
in dem zweiten Formteil angeordnet und die Stofffläche, die an
der fertiggestellten Teilfläche
(11) sein wird, wird gegen das Innere der Form durch eine
Unterdruckquelle (nicht gezeigt) gehalten. Das geschmolzene Kunststoffmaterial
für das
Substrat oder die erste Komponente ist in die Form durch ein Einspritztor (nicht
gezeigt) bei einer Rate und einem Druck eingespritzt worden, die
ausreichend sind, die Form zu füllen,
das Stoffstück
vollständig
abzudecken, das Stoffstück gegen
die Formfläche
zu komprimieren und das Kunststoff an die Rückseite des Stoffstücks (12) zu
kleben. Das eingespritzte Kunststoffmaterial wird ebenfalls im allgemeinen
die komprimierte Dicke der umfänglichen
Ränder
des Stoffes (13) und die inneren Ränder des Stoffes (14)
an den Öffnungen
oder Hohlräumen
abdecken.
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In 3 ist
ebenfalls der Gebrauch eines Flußbeschränkers (22) gezeigt,
zu beispielhaften Zwecken nur an einer Seite des Teils. Wie unten
erläutert,
ist der Gebrauch eines Flußbeschränkers ein Verfahren,
das verwendet werden kann, um den richtigen Fluß des zweitkomponentigen-Kunststoffmaterials über die
Stoffumrandungsränder
(13) zu erleichtern, wenn die randabdeckende Komponente
zugegeben wird. Optional sind „Kernrücken" Formabschnitte (52)
gezeigt, die in 3 während der ersten Komponentenbildungsstufe
vorragend gezeigt sind (und in 4 für die zweite
Komponentenbildung zurückgezogen).
In einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wenn diese Abschnitte dann vor dem zweiten
Bildungsschritt zurückgezogen
sind, gibt es eingeformte Flußkanäle, die
an der Rückseite
des ersten Substratmaterials angeordnet sind, die dann für Raum für das Kunststoffmaterial
zum Fließen
und Leiten des geschmolzenen zweiten, randabdeckenden Materials
von dem Einspritztor sorgen können.
Wie weiter unten erläutert
wird, macht es diese Technik des Verwendens von eingeformten Flußkanälen einfacher,
angespritzte randabdeckende Komponenten an vielfachen inneren Stoffrändern (14)
vorzusehen, ohne tatsächlich
das zwischengebildete Stück
von dem ersten Bildungsteil („Kern") zu entfernen. Dies
ist jedenfalls eine sehr vorteilhaft Form- und Teilgestaltung zur Verwendung
in Kombination mit geeignet angeordneten „Aufprall"-Flächen
für den
zweiten Bildungsschritt gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. Diese Flußkanäle sorgen für einen Fluß eines zweiten Komponentenkunststoff,
der im allgemeinen von hinter dem Substrat kommt und dann geleitet
werden kann, um die „Aufprall"-Flächen an
der Form zu treffen, die im allgemeinen der Stofffläche und
dem Stoffrand entgegengesetzt sind. Diese Aufprall-Flächen sind
dann eine bevorzugte Technik, um den Kunststofffluß auf den
Stoffrand von einer Richtung zu leiten, die im allgemeinen senkrecht
zu der Stofffläche
(im Gegensatz zu einen im allgemeinen parallelen Fluß) gerichtet
ist, wie weiter unten erläutert
wird.
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4 ist
eine Querschnittansicht der Formkonfiguration vor einem zweiten
Bildungsschritt und vor dem Bilden der zweiten Substratkomponente
gemäß der Erfindung.
Bei dieser Figur ist der zweite Formteil entfernt worden und durch
einen dritten Formteil (80) ersetzt worden (der als der „zweite Hohlraum" bezeichnet werden
kann), welcher in ähnlicher
Weise gegen den ersten Formteil (50) geschlossen ist, so
daß eine
Zwischenflächenunterteilungslinie
(65) gebildet wird. Wie zu sehen ist, ist die erste Komponente
mit dem Stoffflächenbereich
an dem ersten Formteil angeordnet geblieben. Wie zu sehen ist, werden
Bereiche 80A und 80B des dritten Formteils je
zwei Öffnungen
in dem fertiggestellten Kunststoffteil bilden. Die „Kernrücken" (52) sind
in den Kernformteil zurückgezogen
worden, um Flußkanäle (84)
für das
zweite Bildungsmaterial zu bilden. Es gibt typischerweise weitere
eingeformte Flußkanäle (in 6 gezeigt
und weiter unten erläutert),
die den Haupteinspritzpunkt (die Haupteinspritzpunkte) mit Anordnungen
innerer Stoffränder
verbinden und die eingeformten Flußkanäle (84), die in dieser
Figur gezeigt sind, die einen Materialfluß um die Öffnungen und zu den inneren
Stoffrändern
bereitstellen.
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Wie
an der linken Seite der Formkonfiguration, die in 4 gezeigt
ist, und weiter unten erläutert wird,
zu sehen ist, verwendet ein hinsichtlich der zweiten, rand-bedeckenden
Komponente ein gemäß der vorliegenden
Erfindung vorzugsweise verwendetes Teil/Formdesign eine nicht gleichförmige Dicke für den Öffnungshohlraum
(88), was in einer nicht gleichförmigen Dicke der resultierenden
Teilwand resultiert. Dies wird durchgeführt, um einen größeren Querschnittsflußbereich
(gezeigt als 83 mit Abmessungen X und Y) als einen „Flußleiter" und einen kleineren
Stoffrandhohlraumabschnitt (gezeigt als 82 mit Abmessungen
X' und Y') bereitzustellen.
Auf diese Weise strömt
der eingespritzte geschmolzene Kunststoff anfänglich im allgemeinen umfänglich um
den Perimeter des Stoffstücks,
aber entfernt von dem umfänglichen
Stoffrand/Zwischenfläche,
um einen großen
Bereich des Hohlraumvolumens zu füllen. Es ist herausgefunden
worden, daß die
Querschnittsfläche des
Flußleiters
(X·Y)
wenigstens 10 % größer als
die des Hohlraumbereichs bei und über dem Stoffrandhohlraum (X'·Y') sein soll, um diese Vorzüge zu erhalten
und ein „Abstreifen" des Stoffes zu verringern, wie
weiter unten erläutert
wird.
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In 4 ist
ebenfalls ein „Flußbeschränker" (22) gezeigt,
der in der ersten Komponente gebildet ist, zu Darstellungszwecken
nur auf der rechten Seite gebildet ist. Flußbeschränker können verwendet werden, um den
Flußweg
des geschmolzenen Harzes zu verengen und einzuschränken, wenn
er zu dem Bereich der Stoffumrandungsränder geht. Wie weiter unten
erläutert
wird, erschafft ein „Flußbeschränker" eine Flußführungswirkung
und leitet das zweite geschmolzene Material anfangs entlang des
Kanals (83')
und dann über
die Einschränkung
in den Randhohlraumbereich (82') und auf die Deckseite des Stoffes
in eine relativ zu der Ebene der Stofffläche eher senkrechten Richtung.
Die Höhe
des Flußbeschränkers relativ
zu dem Stoff in dem Stoffrandhohlraum sollte ausreichend sein, daß der Stoff
von dem Fluß und
einem Scheren geschützt
ist, wenn der Hauptkörper
des geschmolzenen Plastikflusses in dem Flußleiter oder Hauptflußkanalbereich
des Hohlraums (83')
in einer im allgemeinen parallelen Richtung strömt. Auf diese Weise werden
die Kunststoffströmungskräfte in dem
Stoffrandhohlraum (82 in 4) den Stoff
nicht von dem Substrat trennen oder Delaminieren oder den Stoff
selbst nicht intern Delaminieren.
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Die
in 4 gezeigte Form ist ebenfalls ausgestaltet, um
einen Kunststofffluß auf
innere Stoffrandbereiche um die Öffnungen
bereitzustellen, von eingeformten Flußkanälen (84) an der Rückseite
der ersten Komponente in einer im wesentlichen senkrechten Richtung
ausgehend von einer Prallfläche (23).
Der Formteil (80) ist ebenfalls gestaltet, um dem Stoffoberflächenbereich
konform zu sein und eng gegen ihn angepaßt zu sein und/oder ist vorzugsweise mit „Druckrippen" (81) zwischen
dem Hohlraumbereich der zweiten Komponente und dem Stoffoberflächenbereich
ausgestattet, um jegliches des zweiten Formmaterials davon abzuhalten,
aus dem beabsichtigten Hohlraumbereich „auszuspritzen" und eine Schicht
oder ein Stück
zu bilden, das zwischen dem Stoff und dem zweiten Hohlraum (an der
Stoffoberfläche
des fertiggestellten Teils) liegt und einen Oberflächenfehler
an der Stoffoberfläche
erschafft, wenn das Teil von der Form entfernt ist.
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5 ist
eine Querschnittansicht des Formaufbaus während des zweiten Bildungsschrittes
und nach Einspritzen des zweiten Substratkomponentenkunststoffmaterials.
Wie gesehen werden kann, ist das zweite Komponentenmaterial (30)
eingespritzt worden, hat alle Flußkanäle gefüllt und, wo als 30A gezeigt,
den Stoff an den Umfangsrandbereichen bedeckt und gesichert und,
wo als 30B gezeigt, den Stoff an den inneren Randbereichen
bedeckt und gesichert.
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6 ist
eine Perspektivansicht der Rückseite
eines Probenteils (1), das gemäß der Erfindung vorbereitet
wurde. Insbesondere zeigt sie die erste Substratkomponente (20)
mit den Löchern,
Leerräumen
oder Öffnungen
(91) und das Vorhandensein der Flußkanäle (84 und 86),
die mit dem zweiten, randbedeckenden Komponentenplastikmaterial
gefüllt
wurden. Wie erwähnt
wurden die eingeformten Flußkanäle in der
ersten Komponente gebildet, und erlauben während der Bildung der zweiten
Komponente dem zweiten Kunststoffmaterial, entlang der Rückseite
des Teils zu den Anordnungen der Öffnungen und entsprechenden
Stoffrandbereichen an der Vorderseite des Teils zu fließen. Wie
oben erwähnt
erlauben einige dieser eingeformten Kanäle (84) dem zweiten Kunststoffmaterial,
um die Öffnungen
zu strömen
und nach außen,
um die innere Randbedeckungskomponente an der Teiloberfläche der
Vorderseite zu bilden, und einige Kanäle (86) erlauben dem
Material, einfach diejenigen Öffnungen
von einem einzelnen Einspritzpunkt oder Tor zu erreichen. In 6 wurden diese
Kanäle
mit zweitem Komponentenmaterial gefüllt, das von dem Einspritztor
(90) um die äußeren Flußkanäle (83)
und durch die eingeformten Flußkanäle (86)
strömt.
Wie weiter unten erläutert
richtet der Materialfluß von
inneren Kanälen
(84) vorteilhafter Weise die zweiten Komponentenmaterialflüsse gegen
die Prallflächen
des zweiten Formhohlraums und in die inneren randabdeckenden Hohlräume mit
einer geringen Turbulenz und Scherung hinsichtlich des Ziehens,
Bewegens oder Verdrehens der Stoffränder. Indem eine bevorzugte
Prallflächenkonfiguration in
dem Flußkanal
verwendet wird, der von den eingeformten Flußkanälen kommt, wird das zweite
Material gerichtet, um auf die Deckseite des Stoffes zu strömen und
die Ränder
aus einer Richtung abzudecken, die im allgemeinen nicht parallel
zu der Fläche
des Stoffes liegt.
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Die
Kunststoffteile gemäß der vorliegenden Erfindung
können
hergestellt werden, indem bekannte Mehrkomponentbildungstechniken
verwendet werden. Eine bevorzugte Mehrkomponentbildungstechnik (ebenfalls
als Zweischußeinspritzgießen bezeichnet)
wird gewöhnlich
vollbracht, indem eine erste gebildete Komponente („erster
Schuß") vorbereitet wird,
die ein angeklebtes oder laminiertes Stoffflächenstück zwischen wenigstens zwei
Formteilen (gewöhnlich
als ein „Kern" und ein „Hohlraum” bezeichnet)
hat, die gebildete erste Komponente oder Zwischenkomponente in (oder
an) einem der Formteile (dem „ersten
Formteil") belassen
wird und dann entweder (a) wenigstens ein unterschiedliches Formteil einbewegt
wird, (b) das erste Formteil zu einer Position gegenüberliegend
einem unterschiedlichen Formteil bewegt wird, oder (c) Verwendung
von einem gleitenden oder beweglichen Abschnitt in der Form gemacht
wird, um für
einen weiteren Hohlraum zu sorgen. Auf diese Weise wird ein zweiter
Hohlraum gebildet, entsprechend der erwünschten angespritzten, randbedeckenden
Komponente, und mit dem erwünschten
Kunststoffmaterial gefüllt.
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Eine
alternative Mehrkomponentenbildungstechnik (ebenfalls als Einführspritzgießen bezeichnet)
wird gewöhnlich
vollbracht, indem anfangs ein erstes Komponententeil oder Zwischenteil
(„erster Schuß") vollbracht wird,
mit einem angeklebten oder laminierten Stoffflächenstück in einem Satz von Formteilen,
dieses Zwischenkomponententeil entfernt wird und zu einem zweiten
Satz von Formteilen überführt wird,
zum Spritzgießen
der zweiten Komponente. Diese zweite Form ist in einer derartigen
Weise gestaltet, daß sie
mit der ersten gebildeten Komponente in Kontakt kommt, wie benötigt, um
einen Hohlraum entsprechend der erwünschten angeformten, randbedeckenden
Komponente zu bilden.
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Plastiksubstratkomponente
mit angeklebtem Stoffstück
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Wie
oben erwähnte,
kann die erste oder Substratkomponente durch allgemein bekannte
Bildungstechniken vorbereitet werden, die geeignet sind, das notwendige
Kunststoffsubstrat oder Basisteil bereitzustellen, welches das Stoffoberflächenstück in richtiger
Weise angeordnet und ausreichend angeklebt aufweist. Eine bevorzugte
Bildungstechnik ist Spritzgießen
durch Herstellung eines vorgeschnittenen Stoffstücks, das in richtiger Weise
angeordnet und ausreichend an einer inneren Formfläche in einer Spritzgußform während des
Spritzgußvorgangs
befestigt werden kann. Bei dem Spritzgußschritt wird geschmolzener
Kunststoff in die Form eingespritzt, füllt die Form aus, entsprechend
dem Stoffstück
zu der Gestalt der Form und laminiert oder bindet simultan das Stoffstück an dem
Kunststoff. Wie weiter unten erläutert
wird, kann das Stoffstück
eine Unterstützungsschicht
aufweisen, die den Schritt oder den Vorgang der Adhäsion/Laminierung
an der Substratkomponente erleichtert. Andere geeignete Verfahren zur
Bildung des Substrats und/oder Befestigung des Stoffes umfassen
Strangpressen, Radiofrequenz (RF) Schweißen, Schallschweißen, Thermoformen, Spritzkompressionsformen,
gasunterstütztes
Spritzgießen,
Strukturschaumspritzgießen,
mikrozellulare Schaumbildungstechnologie, laminares Spritzgießen, Wasserspritzgießen, extern-Gasformen,
abschergesteuertes Orientierungsformen, und Gasgegendrucktreibverfahren.
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Wärmeerhärtende oder
wärmehärtende Kunststoffe
können
ebenfalls verwendet werden, um in ähnlicher Weise die stofflaminierte
Kunststoffsubstratkomponente herzustellen, indem bekannte Techniken
für Reaktionsspritzgießen oder
Harztransferformen verwendet werden.
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Die
Formoberfläche
irgendeiner der Formteile kann zu jeglicher bekannten Flächenfertigung
gestaltet sein, das für
entweder den exponierten Bereich des Stoffflächenstücks, das Erscheinungsbild oder
die Struktur der freigelegten Teile des Kunststoffmaterials erwünscht ist
oder eine erwünschte Fläche bereitstellen,
um nachfolgend entweder das Stoffflächenstück oder die angespritzte randbedeckende
Komponente anzubringen oder zu befestigen. Dann tritt während des
Einspritzschrittes der Kunststoff in die Form ein, füllt die
Form, bringt das Stoffstück
in Übereinstimmung
mit der Gestalt der Form und bringt die Formoberfläche/Strich/Struktur auf
die Stoffoberfläche
oder die Substratmaterialoberfläche
auf.
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Im
allgemeinen kann die erste Substratkomponente aus einem breiten
Bereich von Kunststoffmaterialien hergestellt werden, einschließlich wärmehärtenden
Kunststoffen wie etwa Polyurethan, Epoxy oder wärmehärtendem Silikon und Thermoplasten wie
ewa Polycarbonaten („PC"), ABS, Polypropylen („PP"), hochschlagfestem
Polystyrol („HIPS"), Polyethylen („PE"), Polyester, Polyacetyl,
thermoplastischen Elastomere, thermoplastischen Polyurethanen („TPU"), Nylon, Ionomer
(z. B., Surlyn), Polyvinylchlorid („PVC") und einschließlich von zwei oder mehrerer
dieser Thermoplasten wie etwa PC und ABS. Diese Materialien können Pigmente,
Zusätze und/oder
Füllstoffe
enthalten, die zu benötigten
Kosten und/oder Leistungsmerkmalen beitragen, wie etwa Oberflächenerscheinungsbild,
Entflammungswiderstandsfähigkeit,
Modul, Stärke,
EMI Abschirmung und ähnliches.
Das Kunststoffmaterial der ersten Kunststoffsubstratkomponente kann
die gleiche oder unterschiedlich als die für die zweite randabdeckende
Komponente sein und kann, aber muß nicht einfach identifizierbar
oder unterscheidbar von dem der zweiten Komponente sein, nachdem
der endgültig
gebildete Gegenstand hergestellt ist. Dies hängt davon ab, ob es eine erfaßbare Grenze
zwischen den beiden Kunststoffmaterialien gibt.
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Ein
weiter Bereich von Textil (Stoff) Materialien kann für den Textiloberflächenbereich
dieser Erfindung verwendet werden. Dies ist ein ungeheuerlicher
Vorteil der Teile und des Verfahrens, die gemäß der vorliegenden Erfindung
vorgesehen sind. Die geeigneten Textilmaterialien umfassen Natur-
und Kunstleder (einschließlich
sowohl von Ledern als auch Velourleder) und jegliche Typen von Textilien oder
Textilien ähnlichen
Materialien wie etwa gewebte Stoffe, Vliesstoffe und Maschenware
von natürlich oder
künstlichen
Fasern/Materialien einschließlich ausgeflockten
Polyurethanlaminaten, PVC und anderen steifen oder flexiblen Folien
oder Flächenmaterialien.
Die geeigneten „Stoffe" können aufweisen
Laminate und Strukturen, die zwei oder mehrere dieser kombinieren
und die Verwendung von einem oder mehreren von diesen mit einem
angeklebten Unterstützungsmaterial. „Unterstützungsmaterialien" sind manchmal eingeschlossen
bei den Stoffen, die erhalten und verwendet werden, oder kann zugegeben werden
wenn gebraucht, um besser an dem Substrat anzukleben, den Stoff
zu versteifen und/oder zu verhindern, daß der geformte Kunststoff in übertriebener Weise
in oder durch die Rückseite
des Stoffes dringt. Unterstützungsmaterialien
können
einen breiten Bereich von natürlich
oder künstlichen
Materialien oder Textilien umfassen, einschließlich Klebstoffe, Vliesstoffe
und Maschenware von natürlichen
oder künstlichen
Fasern/Materialien; Folien, Schäume
oder Flächenmaterialien
eines Kunststoffes wie etwa PC, PET, PBT, ABS, PA6, 6, PP, HIPS,
und Mischungen von zwei oder mehreren dieser Materialien.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann eine Schaumschicht vorteilhafterweise
als ein Verstärkungsmaterial
für das
Stoffstück oder
eine Zwischenschicht von dem Stoffflächenstück und dem Substratmaterial
eingeschlossen werden. Wenn ein Schaum vom komprimierbaren Typ verwendet
wird, kann dies das weiche oder kissenartige Gefühl der Stofffläche bereitstellen
oder verbessern. Diese Schicht kann an dem Stoff vorliegen, der zur
Verwendung zugeführt
wird, oder kann auf einen Stoff entweder vor oder während der
Bildung/Laminierung des Substrats laminiert werden. Im allgemeinen
kann der Schaum offen- oder geschlossenporig sein und sollte ausreichend
wärmewiderstandsfähig sein,
um seine erwünschten
Eigenschaften während der
nachfolgenden Verfahrensschritte beizubehalten, z. B. nicht auf
ein inakzeptables Maß zu
schmelzen oder zu kollabieren. Geeignete Schaumdicken liegen in
dem Bereich von etwa 5 bis etwa 95 Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m3), vorzugsweise von etwa 20 bis etwa 75
kg/m3, abhängig von deren Schichtdicken und
dem Maß der
Kissenhaftigkeit oder Kompression, die erwünscht ist. Das in dem Schaum
verwendet Kunststoffmaterial kann ein wärmehärtendes oder ein thermoplastisches
sein und bevorzugte Schaumkunststoffschichten umfassen ein geschäumtes wärmehärtendes
Polyurethan.
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Das
Binden des Unterstützungsmaterials
an den Stoff kann durch Flammenlaminierung, Klebebindung, elektromagnetische
Strahlbindung, oder thermisch initiiertes Kleben wie etwa Dow-Klebefilm
erreicht werden. Wenn zur Erleichterung der Herstellung des Teildesigns
erwünscht,
kann das Stoffoberflächenstück mit optionaler
Verstärkung
geschnitten, ausgestanzt, geformt, gebildet und/oder durchgeführt, und
zwar durch bekannte Techniken wie etwa Tiefziehverfahren zur Herstellung
vorgebildeter Formen, die in die Form einzuführen sind. Abhängig von der
Gestalt des fertiggestellten Gegenstands kann es offensichtlich
unterschiedliche Stofftypen geben, die in unterschiedlichen Oberflächenabschnitten
des Gegenstands verwendet werden.
-
Im
allgemeinen werden die Kombinationen des Stoffes und des ersten
(und zweiten) Komponenten-Kunststoffmaterials ausgewählt, um
ein ausreichendes Kleben zwischen ihnen zu erhalten. Das Kleben
zwischen Stoffoberflächenstück und erster Komponente
ist derart, daß der
Stoff nicht einfach von dem Teil während der nachfolgenden Verfahrensschritte
und Behandlung zum Anformen der Randbeschichtungsschicht entfernt
werden kann. Das Kleben zwischen der zweiten, randbedeckenden Schicht
und dem Stoff und der ersten Substratkomponente ist kritisch, um
ein fertiggestelltes Teil zu erhalten, wo die zwei Komponenten und/oder
der Stoff nicht in einfacher Weise während nachfolgender Montage
eines fertiggestellten Produkts getrennt werden, welches die stoffoberflächengebildete
Struktur verwendet, oder während
des Gebrauchs des fertiggestellten Produkts, wo die stoffoberflächengebildete
Struktur ein Teil oder enthalten ist.
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Angeformte randabdeckende
Komponente
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Im
allgemeinen kann die angeformte randbedeckende Komponente wie die
erste Substratkomponente aus einem weiten Bereich von Kunststoffmaterialien
hergestellt werden, einschließlich
wärmehärtenden
Kunststoffen wie etwa Polyurethan, Epoxy oder wärmehärtendem Silikon und Thermoplasten wie
etwa Polycarbonaten („PC"), ABS, Polypropylen („PP"), hochschlagfestem
Polystyrol („HIPS"), Polyethylen („PE"), Polyester, Polyacetyl,
thermoplatischen Elastomeren, thermoplastischen Polyurethanen („TPU"), Nylon, Ionomer
(z. B., Surlyn), Polyvinylchlorid („PVC") und einschließlich von zwei oder mehrerer
dieser Thermoplasten wie etwa PC und ABS. Diese Materialien können Pigmente,
Zusätze und/oder
Füllstoffe
enthalten, die zu benötigten
Kosten und/oder Leistungsmerkmalen beitragen, wie etwa Oberflächenerscheinungsbild,
Entflammungswiderstandsfähigkeit,
Modul, Stärke,
EMI Abschirmung und ähnliches.
Die Auswahl des zweiten Komponentenmaterials ist abhängig von
dem Erhalt des erwünschten
Klebens an der ersten Komponente und dem Stoff kombiniert mit einer
erwünschten
Verarbeitbarkeit und erwünschtem
Erscheinungsbild und Leistung des fertiggestellten Teils.
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Im
allgemeinen werden die Abmessungen der angeformten randbedeckenden
Komponente (gezeigt als Beispielsabmessungen m, n und p in 5)
von dem Design des gebildeten Teils und dem Maß der Genauigkeit und Sorgfalt,
mit der das Stoffstück
ausgeschnitten werden kann und dann an der ersten Komponente lokalisiert
werden kann, abhängen.
Eine längere
durchschnittliche Überlappungsabmessung,
in 5 als Abmessung m gezeigt (d. h. überlappen
eines größeren Stoffbereichs
benachbarter Ränder)
kann gebraucht werden, um eine größere Variabilität in den
Abmessungen des Stoffstücks,
irreguläre
Schnitte an den Stoffrändern
und/oder Variabilität
in der Anordnung des Stoffstücks
in der Form zu kompensieren (und konsistenter für perfekte Ränder zu
sorgen, wenn es diese gibt). Im allgemeinen sollte für die meisten
Stofftypen und Formteildesigns die durchschnittliche Überlappungsstrecke
wenigstens 0,1 Millimeter (mm) sein, bevorzugt wenigstens 02, mm,
weiter bevorzugt wenigstens 0,3 mm und am meisten bevorzugt wenigstens
0,5 mm. Es sollte ebenfalls festgehalten werden, daß ein Variieren und/oder
erheblich größere Überlappungsstrecken für gewisse
erwünschte
Teilästhetiken
verwendet werden kann, wie etwa Logos, die auf den Rand der Stoffoberfläche gebildet
sind, und ähnliches.
In derartigen Fällen
würden
die Überlappungsstrecken
derartiger ästhetischer
Flächen
offensichtlich nicht verwendet werden, um eine durchschnittliche Überlappungsstrecke „zu berechnen", nur die gestaltete
oder Zielüberlappstrecke
für die Überlappungsbereiche, wo
die Randbedeckung allein das Ziel war.
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Die
Dicke der Überlappungsschicht
der randbedeckenden Komponente (gezeigt als Beispielabmessungen
(n und p in 5) wird durch die erwünschten
Abmessungen (z. B. „Dünnheit") und das Gesamtdesign
des fertiggestellten Teils bestimmt. Wo eine dickere Überlappungsschicht
erwünscht
ist, kann dies durch die Fähigkeit
beeinträchtigt
werden, richtige Abmessungen für
eine größere Volumenflußführung bereitzustellen,
da das Volumen des Flußführungshohlraums
oder Kanals im allgemeinen größer als
das Volumen des randbedeckenden Hohlraums (der Hohlraum, welcher
für die Überlappungsstrecke
und Dicke der Komponente sorgt) sein sollte. Im allgemeinen sollte
für die
meisten Stofftypen und Formteildesigns die durchschnittliche randbedeckende
Schichtddicke wenigstens 0,2 Millimeter (mm), bevorzugt wenigstens
0,3 mm, weiter bevorzugt wenigstens 0,5 mm und am meisten bevorzugt
wenigstens 0,7 mm sein. Es sollte ebenfalls festgehalten werden,
daß ein
Variieren und/oder eine erheblich größere Dicke für die randbedeckende
Komponente für
gewisse erwünschte
Teilästhetiken
wie etwa angeformte Logos oder ähnliches
verwendet werden kann. Wie mit der oben erläuterten Überlappungsstrecke würden in
derartigen Fällen
die Dicke derartiger ästhetischer
Flächen
offensichtlich nicht verwendet werden, um eine durchschnittliche
Dicke „zu
berechnen", nur
die gestaltete oder Zieldicke für
die Überlappungsschichtbereiche,
wo die Randbedeckung allein das Ziel war.
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Die
zweite oder randbedeckende Komponente wird bereitgestellt oder aufgebracht
in einem Formverfahren (im Gegensatz zur Verwendung von Klebstoffen
oder Verschlüssen)
an die erste Bildungskomponente (mit einem ausreichend angeklebten
oder laminierten Flächenstück) mit
einer thermoplastischen Schmelzbindung an der gewünschten Oberflächenstelle.
Geeignete Bildungsverfahren zur Herstellung des fertiggestellten
Teils gemäß dieser Erfindung
umfassen Spritzgießen,
Strangpressen, Reaktionsspritzgießen, („REM"), Radiofrequenz (RF) Schweißen, Schallschweißen, Thermoformen, Spritzkompressionsformen,
gasunterstütztes
Spritzgießen,
Strukturschaumspritzgießen,
mikrozellulare Schaumformungstechnologie, laminares Spritzgießen, Wasserspritzgießen, externes
Gas-formen, abschergesteuertes Orientierungsformen, und Gasgegendrucktreibverfahren.
Es wird bevorzugt als das zweite Einspritzen oder der zweite Schuß in einem „Zweischuß" Bildungsverfahren
bereitgestellt oder als der zweite Schritt in einem Einführspritzgußverfahren
spritzgegossen, wie sie beide oben beschrieben sind. Durch Bereitstellen
der zweiten Komponente als das zweite Einspritzen oder der zweite
Schuß in
einem „Zweischuß” Bildungsverfahren
wird die erste Komponente mit dem angeklebten Stoffstück in oder
an einem der Formteile gehalten und ein Hohlraum für den zweiten
Schuß wird
dann bereitgestellt durch entweder (a) Bewegen in wenigstens ein
unterschiedliches Formteil (b), Bewegen des ersten Formteils zu
einer Position gegenüberliegend
eines unterschiedlichen Formteils, oder (c) dem Gebrauch eines gleitenden
oder beweglichen Abschnitts in der Form zur Bereitstellung eines
weiteren Hohlraums.
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Alternativ
das Einführspritzgußverfahren,
die erste gebildete Komponente mit einem angeklebten oder laminierten
Stoffoberflächenstück wird
in einem Satz von Formteilen vorbereitet, entfernt und zu einer zweiten
Form übergeleitet,
zum Spritzgießen
der zweiten Komponente, und die zweite Form ist in einer derartigen
Weise gestaltet, daß sie
mit der ersten gebildeten Komponente in Kontakt kommt, wenn nötig, und
einen Hohlraum bildet, entsprechend der erwünschten angeformten randbedeckenden
Komponente.
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In
jeglicher dieser Situationen, wo die zweite Komponente in einem
Spritzgußschritt
bei kommerziell erwünschten
hohen Einspritzraten- und Drücken zugegeben
wird, müssen
die erste Komponente, die Formen und das Werkzeug zur Zugabe der
zweiten Komponente gestaltet sein, um ein „Abstreifen" und ein „Tunneln" zu verringern oder
zu eliminieren. „Abstreifen" ist die Tendenz
des geschmolzenen Harzes, unter den Stoffrand zu dringen und dann
die Tendenz für
den Stoff, während
dieses Bildungsschrittes von der ersten Komponente getrennt zu werden,
insbesondere wenn zweites Schußmaterial
parallel zu dem Stoffrand strömt,
und bei einer ausreichend hohen Flußrate die Ränder/Zwischenfläche kontaktiert. „Tunneln
ist, wenn das strömende
Harz den Stoff von dem ersten gebildeten Substrat anhebt und/oder
den Stoff selbst trennt/delaminiert und unter oder durch den Stoff „Tunnelt", wenn die Flußfrontseite
einen dicken und/oder ungestützten
Bereich des Stoffrands kontaktiert, der sich im wesentlichen in
die Flußvorderseite
des zweiten Schußmaterials
erstreckt, insbesondere wenn der Stoffrand in einer hauptsächlich senkrechten
Richtung kontaktiert ist. Einige Stoffmaterialien erschweren dieses
Problem, wenn diese nach Entfernen des ersten Formhohlraums nach
Bilden der ersten Komponente in der Dicke expandieren oder bei dem
zweiten Bildungsschritt unter Kompression in der Länge expandieren.
Diese Expansion kann verursachen, daß sich der Stoff (ungestützt) in den
Flußkanal
für das
zweite Bilden erstreckt.
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Der
Fluß des
zweiten Komponentenkunststoffmaterials sollte daher, wenn in den
Formhohlraum eingespritzt, in richtiger Weise gerichtet und gesteuert
werden, so daß er über die
Umrandungs und/oder inneren Ränder
des Stoffes an der Grenze oder dem Zwischenflächenbereich zwischen dem Stoff
und der ersten Komponente strömt
und sie bedeckt. Die Einspritzrate und der Einspritzdruck für die zweite
Komponente sollte offensichtlich optimiert und so groß wie möglich sein,
um die richtigen Kombinationen von Formbefüllung, Teilästhetik und Bildungszykluszeit
zu liefern. Gleichzeitig muß das
Stoffflächenstück in richtiger
Weise proportioniert, geschnitten und relativ zu der zweiten Materialflußfront angeordnet
werden, um weiter diese Probleme zu vermeiden.
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Um
zu helfen, diese Situationen in dem zweiten Einspritzgußschritt
zu verringern oder zu eliminieren, wurden neue Form- und Teildesigns
und Kombinationen von Designs entwickelt, um die Wahrscheinlichkeit
zu verringern, daß Kunststoffmaterial bei
einer hohen Rate parallel über
den Stoffrand/Zwischenfläche
oder nahe zu ihr strömt.
Das normale thermoplastische Teildesign erfordert es, daß die nominale
Dicke des Teils oder der Teilwand im allgemeinen gleichförmig ist.
Dies wird durchgeführt,
um gleichförmiges
Kunststoffmaterialbefüllen über das ganze
Teil hinweg zu erzeugen. Anderweitig wird der geschmolzene eingespritzte
Kunststoff bevorzugt in die größeren Abschnitte
strömen,
wo es einen geringeren Flußwiderstand
gibt. Im Gegensatz dazu verwendet das Teil/Formdesign, das gemäß der vorliegenden
Erfindung entwickelt und vorzugsweise verwendet wird, einen nicht
gleichförmige
Wanddicke, um einen größeren Querschnittsflußbereich
bereitzustellen, der als ein „Flußführer" dient oder für eine Flußführungswirkung
sorgt. Ein Flußführungskanal ist
als Kanal 83 in 4 gezeigt (mit Abmessungen X
und Y) gemeinsam mit entsprechend kleineren Querschnittsflußbereichen
an den Stoffrändern
(als Stoffrandhohlräume
bezeichnet und als Kanal 82 mit Abmessungen X' und Y' in 4 gezeigt).
Die Flußführungen
oder die Flußführungswirkungen
sind in einer derartigen Weise gestaltet und vorgesehen, daß das zweite
Schußmaterial
anfänglich
von dem Tor in den Hohlraum strömt
und dazu neigt, vorzugsweise entlang und durch den Hauptflußkanal oder
die Flußführung zu
strömen,
und anfänglich
nicht in den Stoffrandhohlraumabschnitt eintritt. Auf diese Weise strömt die Hauptflußfront des
eingespritzten geschmolzenen Kunststoff parallel zu, aber entfernt
von dem Stoffrand/Zwischenfläche,
um einen großen
Bereich des Hohlraumvolumens zu füllen. Der Kunststoff strömt anfangs
nicht in den Stoffrandhohlraumbereich oder über oder in Kontakt mit dem
Stoffrand/Zwischenfläche,
sondern befüllt
eher schrittweise und/oder bei einem nicht parallelen Winkel in
das untere Volumen des Stoffrandhohlraumabschnitts, und bedeckt
die Stoffränder
mit einer geringeren parallelen Flußscherkraft. Bevorzugt wird
dieser Fluß über den
Rand/die Zwischenfläche
bei einer verringerten Rate und/oder in einer nicht parallelen Orientierung
näher der
senkrechten zu dem Rand gerichtet, bevorzugt zwischen 20° und 90° relativ
zu der Zwischenfläche.
Dies verringert oder eliminiert die Probleme von Stoffabstreifen,
Tunneln oder weiteren Verlagerung oder Entfernung aufgrund von parallelen und/oder
hohen Flußraten über die
Zwischenfläche. Wenn
ein Flußführungskanal
verwendet wird, sollte die Querschnittsfläche der Flußführung wenigstens 10 % größer als
die Querschnittsfläche
des Hohlraumbereichs sein, der die randbedeckende Komponente über die
Stoffrandbereiche liefet, um diese Vorteile zu erreichen und ein
Stoff-„Abstreifen” zu verringern.
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Ein
weiterer Weg zur wirksamen Bereitstellung einer Flußführungswirkung
ist es, einen „Flußbeschränker" zu schaffen, der
den Flußweg
des geschmolzenen Harzes verengt und einschränkt, wenn es zu dem Bereich
der Stoffränder
(Umrandungs oder innere) von dem Hauptflußkanal gelangt. Vorzugsweise
wird der Flußbeschränker durch
die erste gebildete Substratkomponente als eine/ein an der geeigneten
Stelle eingeformte(s) oder angeformte(s) Rippe oder Profil vorgesehen,
wie in den 3, 4 und 5 gezeigt
ist, als Merkmal (22) identifiziert. Die Flußbeschränkungstechnik
ist insbesondere vorteilhaft, wenn ein Stoff verwendet wird, der nach
dem Bilden der ersten Komponente und dem Entfernen/der Änderung
des ersten Formhohlraums expandiert. Nach seiner Expansion kann
es sein, daß die
Stoffränder
nicht gut an der ersten Komponente angeklebt sind und/oder an einigen
Stellen gelockert sind. Der Flußbeschränker erschafft
eine Flußführungswirkung
und leitet das zweite Bildungsmaterial anfänglich entlang des Kanals (als 83' in 4 gezeigt)
und dann in den Randhohlraumbereich (als 82' in 4 gezeigt)
und auf die Deckseite des Stoffes in einer eher senkrechten Richtung.
Der Flußbeschränker sollte
nahe dem Stoffrand/Zwischenfläche
angeordnet sein, typischerweise innerhalb etwa 4 Millimeter (mm).
Die Höhe
des Flußbeschränkers relativ
zu dem Stoff in dem Stoffrandhohlraum sollte ausreichend sein, daß der Stoff
von dem Fluß und
der Scherung geschützt
ist, wenn der Hauptkörper
des geschmolzenen Kunststoffs in der Flußführung oder dem Hauptflußkanalbereich
des Hohlraums (83' in 4)
in einer im allgemein parallelen Richtung strömt. Auf diese Weise werden
die Kunststoffströmungskräfte in dem
Stoffrandhohlraum (82' in 4) den
Stoff nicht von dem Substrat trennen oder delaminieren und/oder
nicht den Stoff selbst intern delaminieren. Typischerweise sollte
der Flußbeschränker hoch
genug sein, um in ausreichender Weise geschmolzenen Kunststofffluß über den
Stoffrand umzuleiten, bevorzugt ist der Beschränker höher als die Höhe des Stoffes
in dem Stoffrandbereich des Hohlraums.
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Ein
weiterer Weg, um zu verhindern, daß der Stoff von dem ersten
Gebilde abgestreift wird, ist, ein Hohlraumdesign einzubauen, das
den Fluß des
eingespritzten zweiten Materials im allgemeinen senkrecht auf eine „Prall" Fläche an der
Form und auf die Stoffoberfläche
bei dem Stoffrand richtet (im Gegensatz dazu, gegen und auf den
Stoff in einer im wesentlichen coplanaren Richtung zu strömen). Diese Gestaltung
verwendet einen Flußkanal/Hohlraum
mit wenigstens einem spitzen Winkel in dem Flußweg, um zu verursachen, daß das eingespritzte
geschmolzene zweite Material die Formwand gegenüber der Stoffoberfläche (d.
h. die Prallfläche)
kontaktiert, bevor die Stoffoberfläche kontaktiert wird und nachfolgend über den
Stoffrand in einer Weise strömt,
in der es diesen nicht von dem ersten Substratteil drängt oder
wegzieht. Dies ist in den 4 und 5 gezeigt,
wo die Formprallflächen
als (23) identifiziert sind.
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Die
Verwendung von Mehrkomponentenformen erfordert es, daß ein zweiter
Formhohlraum in Kontakt mit der vorderen ästhetischen Fläche des Stoffes
kommt, und zwar vor oder während
der Bildung der zweiten Komponente. Bei der Bildung der zweiten
Komponente sind geeignete Maßnahmen
erforderlich, um Probleme zu verhindern, die mit dem zerstörerischen
Knäueln
der Stoffoberflächenstruktur in
Beziehung stehen, wie auch, um zu verhindern, daß das zweite Material außerhalb
des beabsichtigten zweiten Hohlraumbereiches „spritzt" oder „tunnelt". Ein „Spritzen" kann dazu führen, daß Schichten oder Stücke des
zweiten Kunststoffmaterials gebildet werden, die auf der Stoffoberfläche liegen,
während ein „Tunneln" es dem Kunststoffmaterial
erlaubt, unter dem Stoff oder durch das Stoffmaterial selbst zu strömen. Beide
Effekte stellen Probleme dar und schaffen einen Oberflächendefekt
an der Stoffoberfläche,
wenn das Teil aus der Form entfernt wird. Spezielle Gestaltungstechniken
müssen
verwendet werden, welche die ästhetische
Beeinträchtigung
an der Stoffoberfläche
minimieren. In dieser Hinsicht sollte eine zweite Formhohlraumoberfläche derart gestaltet
sein, daß sie
den Stoffoberflächenbereich
in ausreichender Weise komprimiert, bevorzugt eng einzwängt oder
bis zu einem Punkt drückt,
daß das zweite
Spritzgießen
kein Kunststoffmaterial zwischen die Hohlraum/Stoffzwischenfläche spritzt,
aber ohne den Stoff in zerstörerischer
Weise zu drücken.
Es ist herausgefunden worden, daß diese Hohlraumoberfläche den
Stoff vorzugsweise komprimiert oder drückt auf wenigstens die Dicke,
welche sie hatte, als sie unter Formdruck in dem originalen Hohlraum komprimiert
wurde, abhängig
von der Viskosität
und dem Einspritzdruck des zweiten Bildungsmaterials.
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Eine
weitere bevorzugte Gestaltungstechnik zur Hilfe der Minimierung
von Spritzen oder Tunneln dieses Typs ist eine sogenannte „Druck
(Knüll)
Rippe", in den 4 und 5 als
(81) gezeigt. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung sollte
der zweite Komponentenformhohlraum (80) derart gestaltet sein,
daß es
einen Vorsprung oder eine Rippe in dem Bereich an oder nahe dem
Stoffrand gibt, der/die den ganzen Weg um die Ränder der Stoffoberfläche geht, wo
dieser mit der randbedeckenden Komponente zu überlappen ist. Diese Rippe
wird den Stoff eng einzwängen
oder quetschen und zwar bis zu einem Punkt, daß das zweite Spritzgießen kein
Kunststoffmaterial zwischen die Hohlraum/Stoffzwischenfläche spritzt,
und kann das Maß verringern,
auf das der Rest der Stoffoberfläche
komprimiert oder gedrückt werden
muß. Diese
Druckrippe ist in den 4 und 5 als (81)
identifiziert. Die „Druckrippe" des zweiten Formhohlraums
sollte den Stoff nicht schneiden, aber sollte den Stoff in ausreichender
Weise zusammendrücken
oder knüllen,
abhängig
von der Natur der Systemkomponenten wie etwa dem Stoff, erstem und
zweitem Bildungsmaterial und zweiten Bildungsbedingungen. Vorzugsweise
drückt
die Druckrippe den Stoff auf nahe der Oberfläche des darunterliegenden Substratkunststoffes.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wo die zwei randbedeckende Komponente
Stoffränder
um mehrfache Öffnungen
in der stoffbedeckten Fläche
des Teils abdecken muß und
es erwünscht
ist, die Einspritzöffnungen
oder Tore in den Formteilen zu minimieren, sind die Flußkanäle zum Zubringen
des zweiten Kunststoffmaterials zu allen oder einem Teil dieser
Stoffränder
um die Öffnungen
vorzugsweise in der ersten Substratkomponente angeordnet, an der
Rückfläche oder
der Seite entgegengesetzt der Stoffoberflächenseite. Dies ist insbesondere
vorteilhaft dahingehend, daß der Fluß des zweiten
Materials durch diese Kanäle
in sehr einfacher Weise gegen Prallflächen und auf die Stoffränder gerichtet
werden kann, wenn er von hinter der Ebene der Stoffoberfläche nach
außen
gerichtet wird. Eingeformte Flußkanäle sind
in den 4, 5 und/oder 6 als
(84 und 86) identifiziert.
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In
alternativen Ausführungsformen
kann die zweite randbedeckende Komponente auf die erste Komponente
und die Stoffränder
unter Verwendung von weiteren bekannten Techniken gebracht werden. Unter
Verwendung eines Strangpreßvorgangs
können
die Stoffstückränder bedeckt
werden, indem ein Hohlraum geschaffen und ein wärmehärtendes oder thermoplastisches
Material bereitgestellt wird. Wärmehärtende oder
wärmehärtbare Kunststoffe
können ebenfalls
verwendet werden, um in einer ähnlichen Weise
die zweite randbedeckende Komponente bereitzustellen, unter Verwendung
von bekannten Techniken für
Reaktionsspritzgießen.
Unter Verwendung eines Schallschweißvorgangs wird die zweite Komponente
angeformt durch Erwärmen
der Kontaktflächen
oder von Bereichen, unter Verwendung von Ultraschallenergie. Eine
randbedeckende Komponente kann in einem Thermoformverfahren angeformt
werden, indem Stoff in die Thermoform-Form plaziert wird und ein
Plastikflächenmaterial
bis zu einem Schmelzen und einer Formtemperatur erhitzt wird, und
dann nachfolgend das Kunststoffflächenstück über den eingeführten Stoff
geformt wird.
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BEISPIELE
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Ein
Teil gemäß der vorliegenden
Erfindung wie in 1 gezeigt wurde gestaltet und
hergestellt im allgemeinen wie in den 1 bis 6 gezeigt und
oben erläutet.
Der Stoff ist ein Polyestervliesstoff, welcher mit einem Polycarbonatfilm
von 0,005 inch (etwa 0,015 mm) durch die Verwendung thermisch initiierten
Klebstoffes, Dow-Klebstofffilm, laminiert wurde. Das Laminieren
wurde bei 220°C
(Sollwerttemperatur zur Erwärmung
der Rollen) auf einem Zweirollenlaminierer ausgeführt. Das
resultierende Laminat wurde auf die erwünschte Größe und Form vorgeschnitten
(einschließlich
interner Öffnungen), und
zwar derart, daß der
Stoff die Enden oder Ränder
des leeren Formhohlraums erreicht, wenn er an die erwünschte Stelle
zwischen dem Hohlraum und dem Kern an einer Spritzform eingeführt ist.
Die erwünschte
Stoffoberfläche
wird gegen den Hohlraum gedrückt
und unter Verwendung von Unterdruck an Ort und Stelle gehalten.
Das erste Spritzgußmaterial, ein
PC/ABS Gemisch, wird in die Form eingespritzt und kommt in Kontakt
mit dem PC Film. Der Fluß des eingespritzten
Thermoplasten PC/ABS sorgt für Druck
auf die Rückseite
des Stoffes, ausreichend zur Bildung des Stoffes in der Form der
Hohlraumfläche. Der
PC/ABS Thermoplast klebt an dem PC Film der an der Rückseite
des Stoffes ist und dieser Schritt sorgt für eine Substratkomponente mit
einem aufgeklebten Stoffmaterialstück mit Umrandungsrändern und
einem Oberflächenbereich.
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Das
Teil wird dann von der ersten Spritzform entfernt und in eine zweite
Spritzform plaziert, die schließt
und einen Formhohlraum bereitstellt. Die geschlossene Form hat Flächen, die
sowohl (a) den Stoffoberflächenbereich
derart kontaktieren und komprimieren, daß die Stoffoberfläche zwischen
dem Formhohlraum und Kern komprimiert wird und (b) die Stoffränder in
dem Hohlraum freigelegt läßt, für den Fluß und die
Bildung der randbedeckenden Komponente.
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Die
zweite Form ist gestaltet, einen Flußführungshohlraum und einen kleineren
Volumenstoffrandhohlraum zu haben, wie an der linken Seite der Formkonfiguration
in 4 gezeigt ist, welche vollständig um die Umrandungsstoffränder gehen.
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Weitere
Teildesignmerkmale umfassen einen Flußkanal, der in das erste Gebilde
wie in 6 gezeigt eingeschnitten ist und einen Fluß von dem einzelnen
Einspritztor zu den Stoffrändern
um die Öffnungen
erleichtert. Die Gestalt des Flußkanals und um die Öffnungen
ist im allgemeinen in den 3, 4 und 5 gezeigt.
Wie allgemein in den 4 und 5 gezeigt
ist, ist der zweite Hohlraum mit Prallflächen (23) ausgestattet,
so daß zusammen
mit dem Fluß des
zweiten Materials von den eingeformten Flußkanälen in dem Rücken der
ersten Substratkomponente ein Aufprallen des geschmolzenen Kunststoffs
an der Hohlraumwand gefördert
wird. Der Ausfluß von
Kanälen
(84) richtet den zweiten Komponentenmaterialfluß gegen
die Prallflächen
des zweiten Formhohlraums und in die inneren randbedeckenden Hohlräume und
auf die Deckseite des Stoffes und die Ränder von eine Richtung im wesentlichen
senkrecht zu der Ebene des Stoffes. Dieser Fluß des randbedeckenden Materials über die
inneren Stoffränder
in dieser Weise minimiert oder eliminiert ein Stoffabstreifen in
den Richtungen der Stoffränder.
Die erzielten durchschnittlichen Überlappungsstrecken variierten
für die
unterschiedlichen Öffnungen
und für
den Rand, in dem Bereich von etwa 0,2 bis 2,0 Millimeter. Die erzielte
Durchschnittsdicke der Überlappungsschicht
variiert ebenfalls für die
unterschiedlichen inneren Öffnungen
und für
den Rand, in einem Bereich von 0,4 bis 1,0 Millimeter.
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Nach Öffnen der
ersten Formen und Auswurf der ersten Komponente von dem ersten Bildungsschritt
expandiert der Stoff etwa 0,3 bis 0,5 mm von der komprimierten Dicke.
In dem zweiten Bildungsschritt gibt es Druckrippen wie in den 3, 4 und 5 gezeigt
(81), die die Stoffdicke um etwa 0,08 mm geringer komprimieren,
als die komprimierte Dicke während
des ersten Bildungsschrittes.
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Ein
zweiter Thermoplast, TPU, wird in die Form eingespritzt und bedeckt
und verschließt
den Stoffrandbereich. Wenn das Teil von der Form entfernt wird,
gibt es ein attraktives fertiggestelltes Teil mit einem gut gesicherten
und abgedichteten Stoffoberflächenbereich.
Der Randabdeckungsbereich mit einer TPU Oberflächenschicht erzeugt ein erwünschtes
weiches Berührungsgefühl.