DE60314867T2 - Elektrischer verbinder bestehend aus elastomerem werkstoff und zugehörige verfahren - Google Patents

Elektrischer verbinder bestehend aus elastomerem werkstoff und zugehörige verfahren Download PDF

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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf elektrische Produkte und spezieller auf elektrische Verbinder für elektrische Systeme sowie die damit verbundenen Verfahren.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Ein elektrisches Verteilersystem umfasst üblicherweise Verteilerleitungen oder Versorgungsleitungen, die von einer Transformatorenstation ausgehen. Die Transformatorenstation ist üblicherweise mittels elektrischer Übertragungsleitungen mit einem Generator verbunden.
  • Entlang des Weges einer Versorgungsleitung können ein oder mehrere Verteilertransformatoren vorgesehen sein, um die Verteilerspannung für einen gewerblichen oder privaten Verbraucher weiter herunterzutransformieren. Die Verteilerspannung kann zum Beispiel in einem Bereich von 5 bis 46 kV liegen. In dem Verteilersystem werden verschiedene Verbinder verwendet. Speziell die Primärseite eines Verteilertransformators umfasst üblicherweise eine Transformatordurchführung, mit der ein Durchführungseinsatz verbunden ist. Ein Winkelverbinder wiederum kann lösbar mit dem Durchführungseinsatz verbunden sein. Die Verteiler-Versorgungsleitung ist auch mit dem anderen Ende des Winkelverbinders verbunden. Natürlich werden in einem typischen elektrischen Stromverteilungssystem auch andere Verbindertypen verwendet. Zum Beispiel können die Verbinder als etwas angesehen werden, das andere Arten von lösbaren Verbindern sowie feste Kabelverbindungen und Anschlüsse umfasst. Auch bei großen gewerblichen Verbrauchern kann eine Nachfrage hinsichtlich derartiger Hochspannungsverbinder bestehen.
  • Eine besondere Schwierigkeit mit herkömmlichen Winkelverbindern besteht z.B. darin, dass sie aus aushärtbaren Materialien bestehen. Ein solcher Verbinder kann z.B. üblicherweise hergestellt werden, indem zunächst die innere, halbleitende Schicht und dann die äußere, halbleitende Ummantelung (oder umgekehrt) geformt wird. Diese bei den Komponenten werden abschließend in eine Isolierungspresse gegeben und es wird dann eine Isolierungsschicht zwischen diese beiden halbleitenden Schichten eingespritzt. Entsprechend ist die Herstellungszeit vergleichsweise lang, da die Materialien während des Herstellungsprozesses aushärten können müssen. Darüber hinaus können die herkömmlichen, für solche Winkelverbinder und ihre zugehörigen Durchführungseinsätze verwendeten EPDM-Materialien auch andere Nachteile aufweisen.
  • Eine üblicherweise gewünschte Eigenschaft eines Winkelverbinders besteht in der Fähigkeit, leicht bestimmen zu können, ob der Schaltkreis, in den der Verbinder eingebaut ist, unter Spannung steht. Entsprechend sind Spannungsprüfpunkte auf solchen Verbindern bereitgestellt worden. So offenbart z.B. das US-Patent Nr. 3,390,331 von Brown et al. einen Winkelverbinder, welcher eine elektrisch leitende Elektrode umfasst, die beabstandet von dem inneren Leiter in die Isolierung eingebettet ist. An dem Prüfpunkt wird die Spannung ansteigen, wenn der Verbinder unter Spannung steht. Die US-Patente Nr. 3,736,505 von Sankey, Nr. 3,576,493 von Tachick et al., Nr. 4,904,932 von Schweitzer, Jr. und Nr. 4,946,393 von Borgstrom et al. offenbaren ähnliche Prüfpunkte für einen Winkelverbinder. Derartige Spannungsprüfpunkte können recht schwierig herzustellen sein, und durch Verunreinigung und mehrfache Benutzung können sie weniger präzise und weniger verlässlich werden.
  • Ein Winkelverbinder umfasst üblicherweise einen Verbinderkorpus, welcher einen Durchgang mit einer Biegung darin aufweist. Ein halbleitendes EPDM Material definiert eine innere Schicht an der Biegung in dem Durchgang. Eine isolierende zweite EPDM-Schicht umgibt die erste Schicht, und eine dritte halbleitende EPDM-Schicht oder äußere Abschirmung umgibt die zweite, isolierende Schicht. Ein erstes Ende des Durchgangs ist vergrößert und trägt eine Elektrode oder eine Prüfsonde, welche von dem Durchführungseinsatz passgenau aufgenommen wird. Ein zweites Ende des Durchgangs nimmt das Ende des elektrischen Leiters auf. Es ist erwünscht, dass das zweite Verbinderende das Ende des elektrischen Leiters oder der Versorgungsleitung fest umschließt. Entsprechend besteht ein weiterer möglicher Nachteil eines solchen Winkelverbinders in der Schwierigkeit, den elektrischen Leiter von Hand in das zweite Ende des Verbinderkorpusses hineinzustecken.
  • Mit dem Bestreben, die Schwierigkeit des Einführens des elektrischen Verbinders in das zweite Verbinderende anzugehen, offenbart das US-Patent Nr. 4,629,277 von Boettcher et al. einen Winkelverbinder, welcher einen mit einem Ende fest verbundenen Schrumpfschlauch zur Aufnahme eines elektrischen Leiters umfasst. Entsprechend kann das Leiterende leicht in den erweiterten Schlauch eingeführt und der Schlauch zum Zusammenschrumpfen erhitzt werden, um den Leiter fest zu umschließen. Das US-Patent Nr. 4,758,171 von Hey bringt einen Schrumpfschlauch auf das Kabelende auf, bevor das Kabelende in den Korpus des Winkelverbinders hineingesteckt wird.
  • Das US-Patent Nr. 5,230,640 von Tardif offenbart einen Winkelverbinder, welcher einen an einem Ende des Winkelverbinders angeordneten, EPDM umfassenden Kaltschrumpfkern umfasst, welcher es ermöglicht, das Kabel einzuführen und daraufhin gegenüber dem Verbinderkorpus abzudichten, wenn der Kern entfernt wird. Dieser Verbinder leidet jedoch unter den genannten Beeinträchtigungen hinsichtlich Produktionstempo und -kosten.
  • Die US-Patente Nr. 5,486,388 von Portas et al., Nr. 5,492,740 von Vallauri et al., Nr. 5,801,332 von Berger et al. und Nr. 5,844,170 von Chor et al. offenbaren jeweils einen ähnlichen Kaltschrumpfschlauch für eine rohrförmige elektrische Verbindung.
  • Ein weiteres Problem, welches bei einem Winkelverbinder auftreten kann, ist die Isolationsbeanspruchung, durch welche die erste oder zweite halbleitende Schicht beschädigt werden kann. Eine Anzahl von Patenten offenbaren ausgewählte Geometrien und/oder Materialeigenschaften für einen elektrischen Verbinder, um die Isolationsbeanspruchung zu reduzieren, so z.B. die US-Patente Nr. 3,992,567 von Malia. Nr. 4,053,702 von Erikson et al., Nr. 4,383,131 von Clabburn, Nr. 4,738,318 von Boettcher et al., Nr. 4,847,450 von Rupprecht et al. (abgelaufen), Nr. 5,804,630 und Nr. 6,015,629 von Heyer et al., Nr. 6,124,549 von Kemp et al. und Nr. 6,340,794 von Wandmacher et al.
  • Für einen typischen 200 Ampere Winkelverbinder ist die Winkelmanschette oder das äußere erste Ende derart gestaltet, dass es über die Schulter des mit ihm verbundenen Durchführungseinsatzes geht und zum Zurückhalten der bei einem Einschalt- oder Abschaltvorgang erzeugten Lichtbogenüberschläge und/oder Gase verwendet wird.
  • Während der letzten Jahre hat die Industrie die Ursache für ein Überschlagsproblem gefunden, welches bei 25kV und bei 35kV immer wieder aufgetreten ist. Die Industrie hat herausgefunden, dass bei bestimmten Temperaturen und Schaltkreisbedingungen ein Teilvakuum auftritt. Dieses Teilvakuum setzt die Durchschlagsfestigkeit von Luft herab und es kommt zu einem Funkenüberschlag zwischen den Übergangsstellen, wenn der Winkel aus dem Durchführungseinsatz entfernt wird. Verschiedene Hersteller haben versucht, diesem Problem zu begegnen, indem der Bereich der Winkelman schettenübergänge belüftet wird, und wenigstens ein anderer Hersteller hat alle leitenden Elemente innerhalb der Übergangsbereiche isoliert.
  • Das US-Patent Nr. 6,213,799 und dessen Continuation Application Nr. 2002/00055290 A1 von Jazowski et al. offenbart z.B. einen Anti-Überschlags-Ring, welcher von dem Durchführungseinsatz für einen lösbaren Winkelverbinder getragen wird. Der Ring umfasst eine Reihe von Durchgängen darauf, um zu verhindern, dass das Teilvakuum bei Entfernen des Winkelverbinders zu Verformungen führt, was ansonsten zu Überschlägen führen könnte. Die US-Patente Nr. 5,957,712 von Stepniak und 6,168,447 von Stepniak et al. offenbaren ebenfalls jeweils eine Veränderung an dem Durchführungseinsatz, damit diese Durchgänge zur Verminderung von Überschlägen umfassen. Ein anderer Ansatz zur Behandlung von Überschlägen ist in dem US-Patent Nr. 5,846,093 von Muench, Jr. et al. offenbart, welches ein steifes Element in dem Winkelverbinder bereitstellt, so dass es beim Entfernen von dem Durchführungseinsatz nicht gespannt wird und somit kein Teilvakuum erzeugt. Das US-Patent Nr. 5,857,862 von Muench, Jr. et al. offenbart einen Winkelverbinder, welcher einen ein zusätzliches Luftvolumen enthaltenden Einsatz umfasst, um so der Entstehung eines Teilvakuums und daraus resultierenden Überschlägen zu begegnen.
  • Eine weitere mögliche Schwäche eines herkömmlichen Winkelverbinders liegt z.B. darin, dass optisch festgestellt werden können soll, ob der Verbinder richtig auf dem Durchführungseinsatz sitzt. Das oben erwähnte US-Patent Nr. 6,213,799 und dessen Weiterführung in der Anmeldung Nr. 2002/00055290 A1 von Jazowski et al. offenbaren jeweils, dass der Anti-Überschlags-Ring auf dem Durchführungseinsatz farbig ist und dass eine Verdeckung des Rings als ein optischer Indikator dafür dient, dass der Winkelverbinder ordnungsgemäß sitzt.
  • Das US-Patent Nr. 5,641,306 von Stepniak offenbart einen separablen Leistungstrennungs-Winkelverbinder mit einer Reihe farbiger Streifen, die verdeckt werden, wenn der Verbinder in einem passenden Verbinderteil aufgenommen wird, um den korrekten Einbau anzuzeigen. Analog dazu, jedoch auf den elektrischen Durchführungseinsatz bezogen, offenbart das US-Patent Nr. 5,795,180 von Siebens einen separablen Leistungstrennungs-Verbinder und eine damit verbundene elektrische Durchführung, wobei die Durchführung einen farbigen Streifen umfasst, der verdeckt wird, wenn der Winkelverbinder mit einer Durchführung verbunden wird, die den lösbaren Verbinder umgibt.
  • Folglich weisen herkömmliche elektrische Verbinder mehrere bedeutende Nachteile auf, besonders für Anwendungen in der Hochspannungsverteilung.
  • Das US-Patent Nr. 6,338,637 offenbart ein System mit zwei Fronten, um einen Fluidzugang zu einem elektrischen Verbinder und Kabel bereitzustellen, wobei der elektrische Verbinder einen Verbinderkorpus mit einem durch diesen verlaufenden Durchgang sowie eine erste Schicht aus einem halbleitenden Material benachbart zu dem Durchgang, eine zweite, aus einem isolierenden Material gefertigte und die erste Schicht umgebende Schicht und eine dritte, aus einem leitenden elastomeren Material gefertigte und die zweite Schicht umgebende Schicht umfasst.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Angesichts des vorangehend dargestellten Hintergrundes ist es daher ein Ziel der Erfindung, einen elektrischen Verbinder bereitzustellen, welcher besonders nützlich ist für Anwendungen mit vergleichsweise hohen Spannungen und der leicht hergestellt werden kann.
  • Dieses und andere Ziele, Merkmale und Vorteile gemäß der Erfindung werden durch einen elektrischen Verbinder bereitgestellt, umfassend einen Verbinderkorpus mit einem durch diesen verlaufenden Durchgang sowie eine zu dem Durchgang benachbarte erste Schicht, eine die erste Schicht umgebende und ein isolierendes Thermoplastisches Elastomermaterial (TPE) mit einem relativ hohen Widerstand gegenüber der ers ten Schicht umfassende zweite Schicht und eine die zweite Schicht umgebende und ein halbleitendes TPE-Material mit einem relativ niedrigen Widerstand gegenüber der zweiten Schicht umfassende dritte Schicht. In einigen Ausführungsbeispielen kann die erste Schicht auch ein halbleitendes TPE-Material umfassen. Die TPE-Material-Schichten können umspritzt werden, um so die Produktionsgeschwindigkeit und die Produktionseffizienz zu steigern und damit Herstellungskosten zu senken. Das TPE-Material kann auch hervorragende elektrische Leistungsmerkmale und andere Vorteile bieten.
  • Der Durchgang kann erste und zweite Enden sowie einen sich zwischen diesen erstreckenden mittleren Abschnitt aufweisen. Die erste Schicht kann entlang des mittleren Abschnitts des Durchgangs angeordnet und von den jeweiligen Enden des Durchgangs einwärts beabstandet sein. Für Winkel- und T-Verbinder kann der mittlere Abschnitt des Durchgangs eine Biegung aufweisen. Das erste Ende des Durchgangs kann außerdem einen vergrößerten Durchmesser aufweisen, um bei einigen Ausführungsbeispielen einen elektrischen Durchführungseinsatz aufzunehmen.
  • Für andere Ausführungsbeispiele, wie z.B. für einen elektrischen Durchführungseinsatz oder für einige Verbindungen, kann der Verbinderkorpus eine den Durchgang definierende rohrförmige Form aufweisen. Für einen elektrischen Durchführungseinsatz kann die zweite Schicht benachbart zum mittleren Abschnitt des Durchgangs einen vergrößerten Durchmesser aufweisen.
  • Bei anderen Ausführungsbeispielen kann der Verbinderkorpus benachbart zu mindestens einem der ersten und zweiten Enden des Durchgangs einen zunehmend größer werdenden Außendurchmesser aufweisen. Bei wiederum anderen Ausführungsbeispielen kann der Verbinderkorpus benachbart zu mindestens einem der ersten und zweiten Enden des Durchgangs alternativ einen zunehmend kleiner werdenden Außendurchmesser aufweisen.
  • Die erste Schicht kann mindestens eine vorgegebene Eigenschaft zur Verringerung der Isolationsbeanspruchung aufweisen. Zum Beispiel kann die vorgegebene Eigenschaft ein vorgegebenes Impedanzprofil umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann die vorgegebene Eigenschaft eine vorgegebene geometrische Konfiguration umfassen, wie z.B. eine oder mehrere der Biegung benachbarte Rippen bei solchen Ausführungsbeispielen des Verbinders, die eine Biegung aufweisen.
  • Die erste Schicht kann eine innerste Schicht definieren und die dritte Schicht kann eine äußerste Schicht definieren. Der Verbinder kann auch mindestens eine vom Verbinderkorpus getragene Zugöse aufweisen. Der Verbinderkorpus kann auf einen Betrieb bei wenigstens 15 kV und 200 Ampere ausgerichtet sein. Jede der ersten und dritten Schicht kann einen Widerstand von weniger als etwa 108 Ωcm aufweisen, und die zweite Schicht kann einen Widerstand von mehr als etwa 108 Ωcm aufweisen.
  • Ein das Verfahren betreffender Aspekt der Erfindung besteht darin, einen elektrischen Verbinderkorpus mit einem durch diesen verlaufenden Durchgang herzustellen. Das Verfahren kann umfassen: das Bereitstellen einer ersten Schicht zum Definieren zumindest eines mittleren Abschnitts des Durchgangs; das Umspritzen einer zweiten Schicht, welche die erste Schicht umgibt und ein isolierendes TPE-Material mit einem relativ hohen Widerstand gegenüber der ersten Schicht umfasst, und das Umspritzen einer dritten Schicht, welche die zweite Schicht umgibt und ein halbleitendes TPE-Material mit einem relativ niedrigen Widerstand gegenüber der zweiten Schicht umfasst. Die erste Schicht kann bei einigen Ausführungsbeispielen ein halbleitendes TPE-Material umfassen.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Winkelverbinders gemäß der Erfindung;
  • 2 ist eine Querschnittsansicht in Längsrichtung des in 1 gezeigten Winkelverbinders;
  • 3 ist eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Winkelverbinders, welcher einen Spannungsprüfpunkt mit geteilter Abschirmung umfasst;
  • 4 ist eine unvollständige Seitenansicht eines erfindungsgemäßen, einen Kaltschrumpfkern umfassenden Winkelverbinders;
  • 5 ist eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer ersten Schicht für einen Winkelverbinder gemäß der Erfindung;
  • 6 ist eine perspektivische Ansicht eines anderen Ausführungsbeispiels einer ersten Schicht für einen Winkelverbinder gemäß der Erfindung;
  • 7 ist eine schematische Seitenansicht eines ersten Endbereichs eines erfindungsgemäßen Winkelverbinders, welcher mit einem elektrischen Durchführungseinsatz verbunden ist;
  • 8 ist eine schematische Seitenansicht eines ersten Endbereichs eines anderen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Winkelverbinders, bevor dieser mit einem elektrischen Durchführungseinsatz verbunden wird;
  • 9 ist eine schematische Seitenansicht des in 8 gezeigten Winkelverbinders, nachdem dieser mit dem elektrischen Durchführungseinsatz verbunden wurde;
  • 10 ist eine schematische Draufsicht eines Abschnitts des in 9 gezeigten Winkelverbinders;
  • 11 ist eine Querschnittsansicht in Längsrichtung eines Ausführungsbeispiels eines elektrischen Durchführungseinsatzes gemäß der Erfindung;
  • 12 ist eine Querschnittsansicht in Längsrichtung eines anderen Ausführungsbeispiels eines Durchführungseinsatzes gemäß der Erfindung;
  • 13 ist eine Querschnittsansicht in Längsrichtung einer elektrischen Verbindung gemäß der Erfindung.
  • Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
  • Die vorliegende Erfindung wird nun im Folgenden vollständiger beschrieben unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen, in welchen bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. Diese Erfindung kann jedoch auf viele verschiedene Weisen ausgeführt werden und sollte nicht als auf die hierin dargelegten erläuterten Ausführungsbeispiele beschränkt verstanden werden. Vielmehr werden diese Ausführungsbeispiele geliefert, damit diese Offenbarung genau und vollständig ist und damit sie dem Fachmann auf diesem Gebiet den Umfang der Erfindung vollständig vermitteln kann. Gleiche Bezugszeichen beziehen sich durchweg auf gleiche Bauteile. Strich- und Mehrfachstrich-Notation wird verwendet, um in verschiedenen Ausführungsbeispielen gleiche Bauteile zu kennzeichnen.
  • Unter Bezugnahme auf die 1 und 2 wird zunächst ein elektrischer Winkelverbinder 20 beschrieben. Wie ein Fachmann auf diesem Gebiet leicht einsieht, handelt es sich bei dem Winkelverbinder 20 lediglich um ein Beispiel eines elektrischen Verbinders, wie z.B. für Anwendungen in der Hochspannungs-Stromverteilung, welcher einen Verbinderkorpus mit einem durch diesen verlaufenden Durchgang 22 aufweist. Der Durchgang 22 umfasst veranschaulichend eine erstes Ende 22a, ein zweites Ende 22b sowie einen mittleren Abschnitt 22c, welcher eine Biegung aufweist. Zwecks Klarheit bei der Erläuterung ist der Verbinderkorpus 21 des Verbinders 20 ohne die zugehörige elektrisch leitende Apparatur dargestellt, einschließlich der Elektrode oder Prüfsonde, welche in dem vergrößerten ersten Ende 22a des Durchgangs 22 angeordnet würde, was dem Fachmann auf diesem Gebiet vertraut ist.
  • Der Verbinderkorpus 21 umfasst eine dem Durchgang 22 benachbarte erste Schicht 25, eine die erste Schicht umgebende zweite Schicht 26 und eine die zweite Schicht umgebende dritte Schicht 27. Gemäß einem wichtigen Aspekt des Verbinders 20, kann wenigstens die zweite Schicht ein isolierendes thermoplastisches Elastomermaterial (TPE) umfassen. Die erste und dritte Schicht 25, 27 weisen vorteilhaft ebenfalls einen relativ geringen Widerstand auf. In einigen Ausführungsbeispielen kann die dritte Schicht 27 ein halbleitendes TPE-Material umfassen. Zusätzlich kann auch die erste Schicht 25 ein halbleitendes TPE-Material umfassen. Bei anderen Ausführungsbeispielen kann die erste Schicht 25 ein anderes Material umfassen, wie z.B. ein herkömmliches EPDM.
  • Indem relativ neue elektrische TPE-Qualitätsmaterialien verwendet werden, wie z.B. thermoplastische Olefin-Materialien, thermoplastische Polyolefin-Materialien, thermoplastisches Hartgummi und/oder thermoplastische Silikon-Materialien etc., kann zum Formen eine neue Schichttechnologie verwendet werden. Diese Technologie umfasst zunächst das Formen der ersten oder inneren halbleitenden Schicht 25, dann das Umspritzen der zweiten oder isolierenden Schicht 26 und schließlich das Umspritzen der dritten oder äußeren halbleitenden Schutzschicht 27 über die Isolationsschicht. Einige Anbieter solcher Materialien sind: A. Schulman – Akron, OH; AlphaGary Corp. – Leominster, MA; Equistar Chemicals – Houston, TX; M.A. Industries, Inc. – Peachtree City, GA; Montrell North America – Wilmington, DE; Network Polymers, Inc. – Akron, OH; Solutia, Inc. – St. Louis, MO; Solvay Engineering Polymers – Auburn Hills, MI; Teknor Aprex International – Pawtucket, RI; Vi-Chem Corp. – Grand Rapids, MI; und Dow Chemicals – Somerset, NJ. Mit anderen Worten können die TPE-Material-Schichten umspritzt werden, um so die Produktionsgeschwindigkeit und die Produktionseffizienz zu steigern und damit Herstellungskosten zu senken. Das TPE-Material kann auch hervorragende elektrische Leistungsmerkmale bieten.
  • Die Verwendung eines TPE-Materials für die dritte Schicht 27 ermöglicht es, den kompletten äußeren Bereich des Verbinders 20 mit einer Farbkodierung zu versehen, beispielsweise durch die Hinzugabe von Farbstoffen zu den TPE-Materialien, was der Fachmann auf diesem Gebiet schätzen wird. Eine vorgeschlagene Industrienorm schreibt z.B. rot für 15kV-Verbinder und blau für 25kV-Verbinder vor. Grau ist eine andere Farbe, die TPE-Materialien zwecks Farbkodierung haben können. Natürlich können auch andere Farben verwendet werden.
  • Bei dem erläuterten Ausführungsbeispiel des Verbinders 20 weist ein an das erste Ende 22a des Durchgangs 22 angrenzendes erstes Verbinderende 21a einen zunehmend größer werdenden Außendurchmesser auf. Das zweite Verbinderende 21b, welches an das zweite Ende 22b des Durchgangs 22 angrenzt, weist einen zunehmend kleiner werdenden Außendurchmesser auf. Wie ein Fachmann auf diesem Gebiet einschätzen kann, sind auch andere Gestaltungen der Verbinderenden 21a, 21b möglich.
  • Wie dargestellt, definiert die erste Schicht 25 eine innerste Schicht, und die dritte Schicht 27 definiert die äußerste Schicht. Der Verbinder 20 umfasst veranschaulichend auch eine Zugöse 28, welche von dem Verbinderkorpus 21 getragen wird. Die Zugöse 28 kann von herkömmlicher Bauart sein und muss hier nicht weiter besprochen werden.
  • Der Verbinderkorpus 21 kann auf einen Betrieb bei mindestens 15kV und 200 Ampere ausgerichtet sein, wenngleich der Fachmann auf diesem Gebiet andere Betriebsparameter zu schätzen weiß. Zusätzlich kann jede der ersten und dritten Schichten 25, 27 einen Widerstand von weniger als etwa 108 Ωcm aufweisen, und die zweite Schicht 26 kann einen Widerstand von mehr als etwa 108 Ωcm aufweisen. Entsprechend umfasst der Begriff halbleitend, so wie er hier verwendet wird, auch Materialien mit derart niedrigen Widerständen, dass diese auch als Leiter betrachtet werden könnten.
  • Der Fachmann auf dem Gebiet wird einschätzen können, dass, wenngleich oben ein Winkelverbinder 20 gezeigt und beschrieben wird, die Eigenschaften und Vorteile auch bei T-förmigen Verbindern genutzt werden können, welche in die Klasse der lösbaren und eine Biegung aufweisenden Verbinder eingeschlossen sind. Diese Idee der Überlagerungstechnologie kann auch zum Formen einer Generation von isolierten, lösbaren Verbindern, Verbindungen und Abschlüssen verwendet werden, die z.B. auf dem Markt der unterirdischen elektrischen Verteilung Verwendung finden. Einige dieser anderen elektrischen Verbindertypen werden weiter unten noch ausführlicher beschrieben.
  • Indem nun zusätzlich auf 3 Bezug genommen wird, wird jetzt ein anderer Aspekt eines elektrischen Winkelverbinders 20' beschrieben. Bislang wird ein Zugang zur Bereitstellung einer Rückmeldung über die Spannung eines Verbinders aus einem Winkelprüfpunkt abgeleitet, wie in den vorangehenden Hintergrundinformationen über die Erfindung beschrieben. Wie ebenfalls beschrieben wurde, kann ein solcher Prüfpunkt gelegentlich unzuverlässig sein, wenn er verunreinigt oder nass ist, und die Spannung kann leicht in Sättigung gehen. Der Verbinder 20' der Erfindung umfasst veranschaulichend eine geteilte Abschirmung 27'. Mit anderen Worten besteht die dritte Schicht 27' aus drei voneinander beabstandeten Abschnitten mit ersten und dritten Abschnitten 27a, 27c, die an eine Referenzspannung anschließbar sind, sodass der zweite Abschnitt 27b auf einer Überwachungsspannung für den elektrischen Verbinder 20' gefloa tet wird. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel umgibt der zweite Abschnitt 27b der dritten Schicht 27' den Durchgang 22' bandförmig. Diese anderen Elemente des Verbinders 20' sind mit einer Strichnotation bezeichnet und ähneln den oben unter Bezugnahme auf die 1 und 2 beschriebenen Elementen.
  • Ein Überwachungspunkt 30 ist veranschaulichend mit dem zweiten Abschnitt 27b der dritten Schicht 27' verbunden. Zusätzlich kann eine Abdeckung 31 vorgesehen sein, um den ersten und dritten Abschnitt 27a, 27c der dritten Schicht 27' elektrisch zu verbinden und dennoch einen Zugang zu dem Überwachungspunkt 30 zu ermöglichen, was der Fachmann auf diesem Gebiet schätzen wird. Die Abdeckung 31 kann beispielsweise einen hier nicht gezeigten Klappdeckel aufweisen, um so den Zugang zu dem Überwachungspunkt 30 zu ermöglichen, wobei auch andere Konfigurationen in Erwägung gezogen werden können.
  • Indem benachbarte Abschnitte der dritten Schicht 27' oder der äußeren leitenden Abschirmung geteilt oder getrennt werden, kann eine verlässliche Spannungsquelle bereitgestellt werden, welche verwendet werden kann, um Probleme mit der Apparatur zu überwachen, um unter Spannung stehende oder spannungsfreie Stromkreise zu erkennen und/oder die bei Störungen in der Überwachung der Apparatur verwendet werden kann, was ein Fachman auf diesem Gebiet einzuschätzen wissen wird. Indem die Abschirmung in verschiedene Längen und Größen unterteilt und isoliert wird, können verschiedene Spannungen eine Rückmeldung bezüglich der Überwachung der Apparatur liefern. Die TPE-Materialien erleichtern dieses Charakteristikum der geteilten Abschirmung, und dieses Charakteristikum kann zusätzlich zu dem dargestellten Winkelverbinder 20' auf viele Typen von elektrischen Verbindern angewandt werden.
  • Indem nun zusätzlich der in 4 dargestellte Winkelverbinder 20'' betrachtet wird, wird jetzt ein weiteres vorteilhaftes Merkmal erklärt. Wie gezeigt, wird in dem zweiten Ende 22b'' des Durchgangs 22' ein Kaltschrumpfkern 34 angeordnet. Natürlich kann der Kaltschrumpfkern 34 bei anderen Ausführungsbeispielen wenigstens in einem Abschnitt des Durchgangs 22'' angeordnet sein. Der Kaltschrumpfkern 34 umfasst veranschaulichend einen Träger 36 und ein mit diesem verbundenes Freigabemittel 35, so dass der Träger benachbarte Verbinderabschnitte in einer erweiterten Stellung hält, um so das Einführen eines nicht gezeigten elektrischen Leiters zu ermöglichen. Das Freigabemittel 35 kann dann z.B. durch Ziehen aktiviert werden, um den Kaltschrumpfkern 34 zu entfernen, so dass das zweite Verbinderende 21b" sich um den elektrischen Leiter schließt.
  • Die TPE-Materialien erleichtern eine umgossene Kaltschrumpftechnik für lösbare Winkelverbinder 20'', wie z.B. 200 und 600 Ampere Produkte. Da die Winkel 20'' üblicherweise auf 200 oder 600 Ampere Durchführungseinsätze eingepasst werden, muss die Durchführungsseite oder das erste Ende 21a'' des Winkels nicht verändert werden und für die Durchführungsseite kann ein gewisser Härtegrad/Durometer und Modul aufrecht erhalten bleiben. Auf der Kabelseite oder am zweiten Ende 21b'' des Verbinderkorpus 21'' des Winkelverbinders 20'' ermöglichen die TPE-Materialien hingegen die Verwendung der Kaltschrumpftechnik, um den Kabeleingang anfänglich zu erweitern.
  • Unter erneuter Bezugnahme auf die 1 und 2 und zusätzlich auf die 5 und 6 bezieht sich ein weiterer Aspekt der Verbinder auf die Isolationsbeanspruchung, welche in der ersten Schicht 25 erzeugt werden kann. Wie von einem Fachmann auf diesem Gebiet eingeschätzt werden können wird, kann die erste Schicht 25 wenigstens eine vorgegebene Eigenschaft zur Reduzierung der Isolationsbeanspruchung aufweisen. Z.B. kann die vorgegebene Eigenschaft ein vorgegebenes Impedanzprofil umfassen. Dieses Impedanzprofil kann während des Formens der ersten Schicht 25 erreicht werden, was erleichtert wird durch die Verwendung eines TPE-Materials mit Zusätzen oder Dotiersubstanzen, wie z.B. Zinkoxid, was das Impedanzprofil auf die Isolationsbeanspruchung hin anpassen kann. Alternativ oder zusätzlich kann die vorgegebene Eigenschaft eine vorgegebene geometrische Konfiguration umfassen, was von einem Fachmann auf diesem Gebiet ebenfalls eingeschätzt werden können wird.
  • Um der Isolationsbeanspruchung in denjenigen Verbinder-Ausführungsbeispielen begegnen zu können, welche wenigstens eine Biegung aufweisen, kann die erste Schicht 40 gegossen oder auf andere Weise derart geformt werden, dass sie das Aussehen des in 5 gezeigten Ausführungsbeispiels aufweist. Im Besonderen umfasst die erste Schicht 40 veranschaulichend erste und zweite Enden 41, 42 mit einer Biegung in dem mittleren Abschnitt 43. Um die Isolationsbeanspruchung im Bereich der Biegung zu reduzieren, sind eine Reihe von voneinander beabstandeten Rippen 44 vorgesehen, welche sich zwischen den benachbarten Verbinderabschnitten im Bereich des rechten oder inneren Winkels der Biegung erstrecken. Natürlich kann die erste Schicht 40 durch Gießen eines halbleitenden TPE-Materials wie oben beschrieben bereitgestellt werden, in anderen Ausführungsbeispielen hingegen kann diese erste Schicht 40 aus anderen Materialien gebildet sein, welche die gewünschten mechanischen und elektrischen Eigenschaften aufweisen.
  • Ein zweites Ausführungsbeispiel einer ersten Schicht 40' wird unter besonderer Bezugnahme auf 6 erklärt. Bei diesem Ausführungsbeispiel umfasst die erste Schicht 40' leicht anders geformte erste und zweite Enden 41', 42'. Zudem ist im Bereich des rechten Winkels der Biegung lediglich eine einzelne Rippe 44' vorgesehen, um dort die Isolationsbeanspruchung zu reduzieren. Die Konfiguration der Rippen 44 oder der einzelnen Rippe 44' sowie die Konfiguration der anderen Abschnitte des Verbinderkorpus wird von der gewünschten Betriebsspannung und dem Betriebsstrom abhängen, wie ein Fachmann auf diesem Gebiet einzuschätzen weiß.
  • Natürlich können diese Methoden der Beanspruchungskontrolle mit jedem der verschiedenen, hier beschriebenen Ausführungsbeispiele für elektrische Verbinder verwendet werden. So wird ein Fachmann auf diesem Gebiet einschätzen können, dass z.B. typische 200 und 600 Ampere Winkelverbinder von solchen Methoden der Beanspruchungskontrolle profitieren können.
  • Unter zusätzlicher Bezugnahme auf die 7-10 wird nun eine Anti-Überschlags-Eigenschaft eines Winkelverbinders 50 beschrieben. Ein herkömmlicher Winkelverbinder neigt zu möglichen Überschlägen, wenn der Verbinder von dem Durchführungseinsatz entfernt wird und es wird ein Teilvakuum erzeugt, wenn das Ende oder die Manschette des Verbinders über die Schulter des Durchführungseinsatzes gleitet. Der Stand der Technik hat verschiedene Versuche unternommen, um dieser Unzulänglichkeit hinsichtlich des Teilvakuums/der Überschläge zu begegnen.
  • In Übereinstimmung mit den dargestellten Verbindern 50, 50' wird dieser Unzulänglichkeit durch den Verbinderkorpus 51, 51' begegnet, welcher einen dem ersten Ende 52a, 52a' des Durchgangs 52 benachbarten äußeren Endbereich 51a, 51a' mit einer gebördelten Form aufweist, z.B. wenn er an der Schulter 55, 55' eines elektrischen Durchführungseinsatzes 54, 54' anliegt. Mit anderen Worten kann das äußere Ende 53, 53' an der Schulter 55, 55' anliegen, ohne dass es zu dem Gleitkontakt kommt, der ansonsten das Teilvakuum erzeugen würde.
  • In dem in 7 dargestellten Ausführungsbeispiel kann das äußere Ende 53 des Verbinderkorpus 51 von vornherein gebördelt ausgebildet sein, selbst wenn es von der Schulter 55 des Durchführungseinsatzes getrennt ist, wie z.B. bei der anfänglichen Herstellung. Natürlich kann das äußere Ende 53 in anderen Ausführungsbeispielen so bemessen sein, dass es von der Schulter 55 selbst dann beabstandet ist, wenn es völlig aufsitzt, da ein oberes Ende des Durchführungseinsatzes in eine entsprechende Ausnehmung in dem Durchgang 22 eingreifen und einrasten kann, wie ein Fachmann auf diesem Gebiet einschätzen kann.
  • Wie in dem Ausführungsbeispiel der 8-10 dargestellt, weist das äußere Ende 53' anfänglich einen leichten Krümmungsradius (8) auf, so dass das äußere Ende sich nach außen aufweitet, wenn es an der Schulter 55' anliegt (9 und 10). Der Fachmann auf diesem Gebiet wird natürlich andere, ähnliche Konfigurationen wie die in der Erfindung genannte erkennen.
  • Wie in dem Ausführungsbeispiel des Verbinders 50' der 8-10 gezeigt, kann eine Reihe sich längs erstreckender Schlitze 56 vorgesehen sein, um das Aufweiten nach außen zu erleichtern und/oder auch wenigstens eine gewisse Belüftung zu bieten, wenn der Verbinder 50' von dem Durchführungseinsatz 54' entfernt wird. Entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit für einen Überschlag deutlich reduziert oder sogar ausgeschlossen. Weiterhin kann das äußere Ende für diese TPE-Materialien verwendenden Ausführungsbeispiele relativ dünn geformt sein, um das oben beschriebene Aufweiten zu erleichtern, was ein Fachmann auf diesem Gebiet einzuschätzen weiß.
  • Nun wird eine weitere vorteilhafte Eigenschaft des elektrischen Verbinders 50' erklärt. Wie in dem oben angeführten Hintergrund erwähnt, ist es in vielen Fällen wünschenswert, optisch anzuzeigen, ob der Verbinder richtig und vollständig auf dem elektrischen Durchführungseinsatz 54' aufsitzt. Das dargestellte Ausführungsbeispiel des Verbinders 50' umfasst einen als Indikator dienenden farbigen Streifen 57, um einem Techniker optisch anzuzeigen, dass der Verbinder aus der abgenommenen Stellung (8) in die vollständig aufsitzende Stellung (9 und 10) bewegt wurde. Mit anderen Worten, wenn der farbige Streifen 57 für einen den Verbinder 50' entlang einer Achse des Durchführungseinsatzes 54' und des ersten Verbinderendes 51a' (10) betrachtenden Techniker komplett sichtbar ist, so sitzt der Verbinder vollständig auf. Umgekehrt könnte das äußere Ende 53' in einigen Ausführungsbeispielen derart konfiguriert sein, dass der farbige Streifen 57 von der Seite betrachtet nicht mehr sichtbar ist, wenn der Verbinder richtig aufsitzt. Der Fachmann auf diesem Gebiet wird andere als die von der vorliegenden Erfindung genannten, von dem äußeren Ende des Verbinders 50' getragene Anzeigekonfigurationen erkennen können.
  • Diese Anzeigeeigenschaft kann z.B. für alle Winkel verwendet werden, die 15, 25, 35 kV 200 Ampere Geräte umfassen, sowie für viele 600 Ampere Geräte. Aufsitzanzeiger existieren für einige Verbinder nach dem Stand der Technik, aber diese Aufsitzanzeiger sind im Allgemeinen auf dem Durchführungseinsatz angeordnet. Entsprechend kann es schwierig sein, den Anzeiger zu sehen, wenn der Techniker den Winkel unmittelbar vor dem Transformator anordnet. Die häufig verwendeten Aufsitzanzeiger benutzen typischerweise einen gelben Streifen auf der Durchführung, welcher durch die Winkelmanschette verdeckt wird, wenn die beiden Abschnitte vollständig verbunden sind. Nachdem die Produkte miteinander verbunden sind, muss der Benutzer die Seite des Produkts betrachten, um zu sehen, ob der gelbe Streifen vollständig verdeckt ist. In Übereinstimmung mit der Anzeigeeigenschaft des Verbinders 50' wird die Winkelmanschette oder das äußere Ende 53 sich bei vollständigem Aufsitzen aufspreizen oder aufweiten, so dass es gesehen werden kann, wenn es sich unmittelbar vor dem Techniker befindet. Somit muss der Techniker sich nicht dem unter Spannung stehenden Aufbau nähern, um den vollständig eingerasteten Verbinder zu sehen.
  • Unter zusätzlicher Bezugnahme auf die 11-13 werden nun andere Verbindertypen beschrieben, die die beschriebenen vorteilhaften Eigenschaften aufweisen. In 11 ist ein elektrischer Durchführungseinsatz 60 gezeigt, welcher einen rohrförmigen, den Durchgang 62 mit gegenüberliegenden Enden 62a, 62b und einem dazwischenliegenden mittleren Abschnitt 62c definierenden Verbinderkorpus 61 umfasst. Der Verbinderkorpus 61 umfasst veranschaulichend eine Metall enthaltende erste Schicht 65, eine ein isolierendes Material umfassende und die erste Schicht umgebende zweite Schicht 66 und eine z.B. ein halbleitendes Material umfassende dritte Schicht, welche die zweite Schicht im Bereich eines mittleren Abschnitts des Verbinderkorpus, angrenzend an den mittleren Abschnitt des Durchgangs, umgibt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist darüber hinaus ein weiterer metallischer Einsatz 68 innerhalb des Durchgangs 62 vorgesehen, wenngleich ein Fachmann auf diesem Gebiet versteht, dass auch andere Materialien und Konfigurationen für die leitenden inneren Komponenten des Durchführungseinsatzes 60 möglich sind.
  • Im Hinblick auf die oben genannten Vorteile können die zweite und/oder dritte Schicht 66, 67 TPE-Materialien umfassen. Z.B. kann die zweite Schicht 66 ein isolierendes TPE-Material umfassen, und die dritte Schicht kann ein halbleitendes TPE-Material umfassen. Wie in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls gezeigt ist, kann die zweite Schicht 66 angrenzend an den mittleren Abschnitt 62c des Durchgangs 62 einen vergrößerten Durchmesser aufweisen. In der Tat kann dieser mittlere Abschnitt mit vergrößertem Durchmesser durch eine mehrfache Schichtung des isolierenden TPE-Materials gebildet werden, wie dies durch die gestrichelten Linien 70' angedeutet ist, oder aber z.B. durch die Verwendung anderer Füllmaterialien, was ein Fachmann auf diesem Gebiet einzuschätzen weiß. Es kann häufig wünschenswert sein, sukzessive relativ dünne Schichten des isolierenden TPE zu bilden, um so die gewünschte Gesamtdicke und die Form der zweiten Schicht 66 zu erreichen. Auch die erste und dritte Schicht 65, 67 können bei diesem und bei den weiteren hier beschriebenen Ausführungsbeispielen des Verbinders durch sukzessive dünnere Schichten gebildet werden, wie ein Fachmann auf dem Gebiet einschätzen kann.
  • Ein zweites Ausführungsbeispiel eines Durchführungseinsatzes 60' ist in 12 dargestellt und wird nun detaillierter beschrieben. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die erste Schicht 65' durch ein Kunststoffmaterial, z.B. durch ein TPE-Material, gebildet. Das Kunststoffmaterial kann beispielsweise ein isolierendes oder ein halbleitendes Material sein. Die anderen Elemente des Durchführungseinsatzes 60' sind mit einer Strichnotation versehen und ähneln den oben im Zusammenhang mit 11 besprochenen.
  • Das oben beschriebene Merkmal der Rippen zur Verminderung der Isolationsbeanspruchung kann auch auf die Ausführungsbeispiele der Durchführungseinsätze 60, 60' angewandt werden. Außerdem kann eine Vielzahl von Durchführungseinsätzen 60, 60' z.B. zu einer gemeinsamen Sammelschiene zusammengefügt werden, um einen elekt rischen Verbinder in einer üblicherweise als Verteiler bezeichneten Form herzustellen, wie der Fachmann auf diesem Gebiet einschätzen können wird.
  • Indem nun besonders auf 13 Bezug genommen wird, wird jetzt ein weiterer elektrischer Verbinder in der Form einer Inline-Verbindung 80 erklärt. Die Verbindung 80 umfasst veranschaulichend einen rohrförmigen Verbinderkorpus 81, welcher einen erste und zweite Enden 82a, 82b mit einem dazwischenliegenden mittleren Abschnitt 82c aufweisenden Durchgang 82 umfasst. Der Verbinderkorpus 81 umfasst eine erste Schicht, die an den mittleren Abschnitt 82c des Durchgangs 82 angrenzt und/oder diesen definiert, eine die erste Schicht umgebende zweite Schicht 86 sowie eine die zweite Schicht umgebende dritte Schicht 87. Die erste und/oder dritte Schicht 65, 67 können ein halbleitendes TPE-Material umfassen, und die zweite Schicht 66 kann ein isolierendes TPE-Material umfassen. Entsprechend genießt auch die Verbindung 80 die sich aus der Verwendung von TPE-Materialien ergebenden und bereits beschriebenen Vorzüge und Vorteile.
  • Einem Fachmann auf diesem Gebiet können ausgehend von den Vorzügen der in den vorangehenden Beschreibungen und den zugehörigen Zeichnungen dargestellten Lehre viele Modifikationen und andere Ausführungsbeispiele der Erfindung in den Sinn kommen. Entsprechend versteht es sich, dass die Erfindung nicht auf die dargestellten offenbarten Ausführungsbeispiele beschränkt werden darf und dass weitere Modifikationen und Ausführungsbeispiele in den Schutzbereich der angefügten Ansprüche fallen.

Claims (23)

  1. Elektrischer Verbinder (20, 20', 20'', 50, 50', 60, 60', 80), umfassend: einen Verbinderkorpus (21, 21', 21'', 51, 51', 61, 61', 81), welcher einen durch diesen verlaufenden Durchgang (22, 22', 22'', 52, 52', 62, 62', 82) aufweist und eine erste Schicht (25, 40, 40', 65, 65', 85) benachbart zu dem Durchgang, eine zweite Schicht (26, 66, 66', 86), welche die erste Schicht umgibt und ein isolierendes Thermoplastisches Elastomermaterial (TPE) mit einem relativ hohen Widerstand gegenüber der ersten Schicht und eine dritte Schicht (27, 67, 67', 87) umfasst, die die zweite Schicht umgibt und ein halbleitendes TPE-Material mit einem relativ niedrigen Widerstand gegenüber der zweiten Schicht enthält.
  2. Elektrischer Verbinder (20, 20', 20'', 50, 50', 60, 60', 80) gemäß Anspruch 1, bei dem die erste Schicht (25, 40, 40', 65, 65', 85) ein halbleitendes TPE-Material enthält.
  3. Elektrischer Verbinder (20, 20', 20'', 60, 60', 80) nach Anspruch 1, bei dem der Durchgang (22, 22', 22'', 62, 62', 82) erste (22a, 22'a, 22''a, 62a, 62'a, 82a) und zweite Enden (22b, 22'b, 22''b, 62b, 82b) und einen sich zwischen diesen erstreckenden mittleren Abschnitt (22c, 62c, 82c) aufweist und bei dem die erste Schicht (25, 65, 65', 85) entlang des mittleren Abschnittes des Durchganges angeordnet ist und von den jeweiligen Enden desselben einwärts beabstandet ist.
  4. Elektrischer Verbinder (20) nach Anspruch 3, bei dem der mittlere Abschnitt (22c) des Durchganges (22) eine Biegung aufweist und bei dem das erste Ende (22a) des Durchganges einen vergrößerten Durchmesser aufweist, um einen elektrischen Durchführungseinsatz aufzunehmen.
  5. Elektrischer Verbinder (20, 20', 20'') nach Anspruch 3, bei dem der Verbinderkorpus (21, 21', 21'') eine den Durchgang (22, 22', 22'') definierende rohrförmige Form aufweist.
  6. Elektrischer Verbinder (20) nach Anspruch 5, bei dem die zweite Schicht (26) benachbart zum mittleren Abschnitt (22c) des Durchganges (22) einen vergrößerten Durchmesser aufweist.
  7. Elektrischer Verbinder (20, 20', 20'') nach Anspruch 1, bei dem die erste Schicht (40, 40') mindestens eine vorgegebene Eigenschaft zur Verringerung der Isolationsbeanspruchung derselben aufweist.
  8. Elektrischer Verbinder (20, 20', 20'') nach Anspruch 7, bei dem die erste Schicht (40, 40') eine Biegung aufweist und bei der die vorgegebene Eigenschaft mindestens eine nach außen vorstehende Rippe (44, 44') nahe der Biegung umfasst.
  9. Elektrischer Verbinder (20, 60, 60', 80) nach Anspruch 1, bei dem die erste Schicht (25, 65, 65', 85) eine innerste Schicht definiert und bei dem die dritte Schicht (27, 67, 67', 87) eine äußerste Schicht definiert.
  10. Elektrischer Verbinder (20') nach Anspruch 1, bei dem die dritte Schicht (27) in drei voneinander beabstandeten Abschnitten (27a, 27b, 27c) angeordnet ist, wobei der erste (27a) und dritte Abschnitt (27c) an eine Referenzspannung anschließbar sind, so dass der zweite Abschnitt (27b) auf einer Überwachungsspannung für den elektrischen Verbinder gefloatet wird.
  11. Elektrischer Verbinder (20') nach Anspruch 10, der darüber hinaus einen Überwachungspunkt (30) umfasst, der sich vom zweiten Abschnitt (27b) der dritten Schicht (27) nach außen erstreckt und eine Abdeckung (31) über dem zweiten Abschnitt der dritten Schicht vorgesehen ist, die Zugang zu dem Überwachungspunkt ermöglicht.
  12. Elektrischer Verbinder (20') nach Anspruch 10, bei dem der zweite Abschnitt (27b) der dritten Schicht (27) Bandform aufweist.
  13. Elektrischer Verbinder (20'') nach Anspruch 1, der darüber hinaus einen Kaltschrumpfkern (34) umfasst, welcher in zumindest einem Abschnitt des Durchgangs (22'') positioniert ist.
  14. Elektrischer Verbinder (20'') nach Anspruch 13, bei dem der Kaltschrumpfkern (34) einen Träger (36) und ein mit diesem verbundenes Freigabemittel (35) umfasst, so dass der Träger benachbarte Verbinderkorpusabschnitte in einem expandierten Zustand hält, bis das Freigabemittel aktiviert wird.
  15. Elektrischer Verbinder (50, 50') nach Anspruch 1, bei dem der Verbinderkorpus (51, 51') einen äußeren Endabschnitt (51a, 51'a) benachbart zum ersten Ende (52a, 52'a) des Durchganges (52) mit einer gebördelten Form umfasst.
  16. Elektrischer Verbinder (50, 50') nach Anspruch 15, bei dem der äußere Endbereich (51, 51') zu der gebördelten Form beweglich ist bis zur Anlage an einer Schulter (55, 55') eines elektrischen Durchführungseinsatzes (54, 54').
  17. Elektrischer Verbinder (50') nach Anspruch 16, der darüber hinaus Markierungen (57) auf dem äußeren Endbereich (51') umfasst.
  18. Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Verbinderkorpus (21) mit einem Durchgang (22) durch diesen, wobei das Verfahren umfasst: Bereitstellen einer ersten Schicht (25) zum Definieren zumindest eines mittleren Abschnittes (22c) des Durchganges; Umspritzen einer zweiten Schicht (26), welche die erste Schicht umgibt und ein isolierendes thermoplastisches Elastomermaterial (TPE) mit einem relativ hohen Widerstand gegenüber der ersten Schicht umfasst; und Umspritzen einer dritten Schicht (27), welche die zweite Schicht umgibt und ein halbleitendes TPE-Material mit einem relativ niedrigen Widerstand gegenüber der zweiten Schicht umfasst, um den elektrischen Verbinderkorpus auszubilden.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, bei dem die erste Schicht (25) ein halbleitendes TPE-Material umfasst.
  20. Verfahren nach Anspruch 18, bei dem die Ausbildung der ersten Schicht (25) das Formen der ersten Schicht aus einem halbleitenden TPE-Material umfasst.
  21. Verfahren nach Anspruch 18, bei dem das Umspritzen der zweiten (26) und dritten Schicht (27) das Umspritzen der zweiten und dritten Schicht derart umfasst, dass die erste Schicht (25) entlang des mittleren Abschnittes (22c) des Durchganges (22) positioniert ist und von den jeweiligen Enden (22a, 22b) desselben einwärts beabstandet ist.
  22. Verfahren nach Anspruch 21, bei dem der mittlere Abschnitt (22c) des Durchganges (22) eine Biegung darin aufweist.
  23. Verfahren nach Anspruch 21, bei dem die Ausbildung der ersten Schicht (25) und das Umspritzen der ersten und zweiten Schicht (26) den Verbinderkorpus (21) so definiert, dass er eine rohrförmige den Durchgang (22) definierende Form aufweist.
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