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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Polyetherpolyolen
mittels einer Katalyse mit Doppelmetallcyanid-Katalysatoren auf
der Grundlage der Verwendung von Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationstechniken,
um ein im Wesentlichen reines Polyetherpolyol mit einem geringen
Gehalt an katalytischen Rückständen zu
erhalten.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Double
Metal Cyanide bzw. Doppelmetallcyanide (DMC) können als Katalysatoren (DMC-Katalysatoren)
für Reaktionen
der Alkenoxidpolyaddition zu Substanzen verwendet werden, die aktive
Wasserstoffe enthalten (siehe z. B. die
US-Patente US 3,404,109 ,
US 3,941,849 und
US 5,158,922 ). Die Verwendung dieser DMC-Katalysatoren bei
der Herstellung von Polyetherpolyolen (Produkte, die sich aus der
Zugabe von Alkylenoxiden zu einer aktive Wasserstoffe enthaltenden
Verbindung ergeben) gestattet die Verringerung des Gehalts an monofunktionellen
Polyetherpolyolen mit einer endständigen Doppelbindung im Vergleich
zu denjenigen Polyetherpolyolen, die mittels der Polyetherpolyolherstellungsverfahren
unter Verwendung von herkömmlichen
alkalischen Katalysatoren wie Kaliumhydroxid hergestellt werden.
Die so hergestellten Polyetherpolyole können später bei der Herstellung von
Polyurethanen mit verbesserten Eigenschaften für ihre Verwendung als Elastomere,
Klebemittel, Beschichtungen und Schäume verwendet werden.
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DMC-Katalysatoren
werden üblicherweise
durch die Behandlung von wässerigen
Lösungen
von Metallsalzen mit wässerigen
Lösungen
von Metallcyanidsalzen in Gegenwart von organischen Liganden mit
niedrigem Molekulargewicht, z. B. Ether, hergestellt. Ein typisches
Herstellungsverfahren für
DMC-Katalysatoren (
EP 700 949 )
besteht aus dem Mischen einer wässerigen
Lösung
aus Zinkchlorid (im Überschuss)
mit einer wässerigen
Lösung
aus Kaliumhexacyanocobaltat und mit Dimethoxyethan (Diethylenglycoldimethylether,
Diglyme) zur Bildung einer Suspension; der feste Katalysator wird
dann mittels Filtern und Waschen mit einer wässerigen Lösung aus Diethylenglycoldimethylether
abgetrennt, wodurch aktive DMC-Katalysatoren mit der allgemeinen
Formel Zn
3[Co(CN)
6]
2·xZnCl
2·yH
2O·zDiethylenglycoldimethylether
hergestellt werden.
EP 700 949 ,
WO 97/40086 und
WO 98/16310 offenbaren
verbesserte DMC-Katalysatoren mit einer hohen Aktivität, die die
Herstellung von Polyetherpolyolen mit geringen Konzentrationen von
katalytischen Rückständen, z.
B. 20 bis 25 ppm (
WO 98/16310 ,
Tabelle 1), gestatten.
WO 99/19063 offenbart
kristalline Doppelmetallcyanide, die als hochaktive Katalysatoren
brauchbar sind, um Polyetherpolyole herzustellen. Das Patent
US 5,844,070 offenbart ein
schnelles Aktivierungsverfahren für DMC-Katalysatoren.
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DMC-Katalysatoren
besitzen im Allgemeinen eine hohe katalytische Aktivität, die ihre
Verwendung in geringen Konzentrationen gestattet. Trotzdem ist es
notwendig, die DMC-Katalysatorrückstände des
hergestellten Polyetherpolyols soweit wie möglich zu eliminieren, um spätere unerwünschte sekundäre Reaktionen zu
vermeiden, z. B. wenn das Polyetherpolyol dazu gebracht wird, mit
Isocyanat zu reagieren, um Polyurethane zu erhalten, oder z. B.
um zu vermeiden, dass sich unerwünschte
flüchtige
Produkte während
ihrer Lagerung bilden.
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Herkömmliche
Verfahren zur Eliminierung von katalytischen Rückständen, wie die wässerige
Extraktion oder Absorption mit Magnesiumsilicat, sind für das Eliminieren
von DMC-Katalysatorrückständen aus
Polyetherpolyolen unwirksam (siehe z. B. die Patente
US 4,355,188 ,
US 4,721,818 ,
US 4,877,906 ,
US 4,987,271 ,
US 5,010,047 ,
EP 385,619 ,
US 5,099,075 ,
US 5,144,093 ,
US 5,248,833 ,
US 5,416,241 ,
US 5,416,241 und
US 5,973,096 ). Obgleich allgemein
diese Verfahren für
die Eliminierung der DMC-Katalysatorrückstände wirksam sind, erfordern
sie die Verwendung von zusätzlichen
Reagenzien und relativ komplizierten Arbeitsvorgängen. Das
US-Patent 4,355,188 offenbart so ein
Verfahren zum Eliminieren dieser DMC-Katalysatorrückstände, das aus
dem Behandeln des Roh-Polyetherpolyols mit einer starken Base, wie
einem alkalischen Metallhydroxid oder einer alkalischen Metalldispersion,
und dem Hindurchführen
des behandelten Polyetherpolyols durch ein Anionenaustauschharz
besteht. Das
US-Patent 4,721,818 schlägt eine
Behandlung für
Polyetherpolyole mit einem alkalischen Metallhydrid vor, um einen
löslichen
Katalysator in eine unlösliche
Spezies umzuwandeln, die mittels Filtration entfernt werden kann.
Das
US-Patent 5,099,075 offenbart
die Verwendung einer wirksamen Menge eines Oxidationsmittels, um
die katalytischen Rückstände in unlösliche Spezies
umzuwandeln, die abgetrennt werden können.
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Des
weiteren schlägt
das
US-Patent 4,483,054 die
Herstellung von filtrierbaren DMC-Katalysatoren vor, die für die Polymerisie rung
von Propylenoxid geeignet sind. Hierfür wird die Reaktion von Zinkoxid
und Kaliumhexacyanocobaltat in Wasser-Diethylenglycoldimethylether
in Gegenwart eines inerten Filtrationshilfsmittels durchgeführt. Aluminiumoxid,
Siliciumdioxidgel, Aluminiumsilicat, Magnesiumsilicat, Diatomeenerde, Perlit,
Ruß, Kohlenstoff
usw. werden als inerte Filtrationshilfsmittel angegeben.
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Es
gibt viele Dokumente wie
EP-A-0926183 ,
US-A-4507475 ,
US-A-4306943 ,
JP56057730 oder
US-A-4122035 , die die Reinigung
von Polyetherpolyolen durch die Eliminierung von Rückständen des
alkalischen Katalysators statt des DMC-Katalysators offenbaren und
die Verwendung von zusätzlichen
Reagenzien erfordern. Die unterschiedliche Natur und das unterschiedliche
Verhalten bei der Rohreaktion beider Arten von Katalysatoren (alkalisch-DMC) erfordern es,
ein neues Verfahren für
die Reinigung der Roh-Polyetherpolyole zu finden, das in den Lehren
dieser Dokumente nicht vorgeschlagen ist.
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Das
Dokument
EP-A-1338618 offenbart
ein Verfahren für
die Herstellung von Polyetherpolyolen hoher Reinheit und geringen
Geruchs mit geringen katalytischen Rückständen mittels der Polyaddition
von Alkylenoxiden zu Substanzen, die aktive Wasserstoffatome enthalten
in Gegenwart von Doppelmetallcyanid-(DMC-)Katalysatoren, das durch die Verwendung
von Sepiolith entweder in dem Reaktionsschritt oder in einem Reinigungsschritt
gekennzeichnet ist, das des weiteren andere Verunreinigungen eliminiert.
Der DMC-Katalysator wird nicht direkt eliminiert, sondern wird durch
die einfache Filtration des Sepioliths eliminiert.
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Trotz
der Tatsache, dass es verschiedene Verfahren gibt, um DMC-Katalysatorrückstände aus
Polyetherpolyolen zu eliminieren, besteht weiterhin der Bedarf an
der Schaffung eines alternativen Verfahrens für das Eliminieren dieser Rückstände, das
keine Verwendung zusätzlicher
Reagenzien oder komplizierter Vorgänge erfordert. Überraschenderweise
wurde nun gefunden, dass die DMC-Katalysatorrückstände aus dem Roh-Polyetherpolyol
unter Verwendung selektiver Abtrennungs-Konzentrationstechniken
auf der Grundlage einer Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationstechnologie,
bei der Membranen verwendet werden, eliminiert werden können, die
eine Trennung auf der Grundlage von Größenausschluss durchführen.
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Die
Ultrafiltration und die Mikrofiltration sind Membranabtrennungsverfahren
(eine Sperrschicht, die zwei Phasen trennt und den Durchtritt chemischer
Spezies auf spezifische Weise begrenzt) auf der Grundlage des Größenausschlusses
und deren steuernde Antriebskraft die Druckdifferenz ist. Die Arten
von Strömung, die
es bei den Verfahren gibt, die durch eine Druckdifferenz angetrieben
werden, können
ein Durchfluss (der am häufigsten
bei der Mikrofiltration verwendet wird) und eine Querströmung (die
am häufigsten
bei der Ultrafiltration verwendet wird) sein. Im Allgemeinen besteht
ein Verfahren der Trennung mittels einer Membran aus dem Zurückweisen
von einer oder mehreren Komponenten, die in einer Flüssigkeitsmischung
(Lösung)
vorhanden ist bzw. sind, durch Anwenden einer Antriebskraft. Die
Lösung
wird gezwungen, durch die Membran hindurchzutreten, wobei die Abtrennung
der Komponenten in Übereinstimmung
mit ihrer Größe erzielt
wird. Die Fraktion, die durch die Membran hindurchtritt, ist mit
dem Namen "Filtrat" oder "Permeat" bekannt, während die
zurückgehaltene
Fraktion "Zurück gewiesenes" oder "Filterrückstand" genannt wird und
im Allgemeinen Moleküle
einer Größe enthält, die
größer ist
als der Porendurchmesser der Membran, wobei sie in der Membran zurückgehalten
werden. Die Membranen sind durch ihre Porengröße gekennzeichnet. Trotzdem wird
die üblichste
Art der Charakterisierung von Membranen als ihr "Rückhaltevermögen" bzw. „Abscheidegrenze" bezeichnet, da es
eine Maßnahme
ist, die sehr kompliziert durchzuführen ist. Diese Zahl bezieht
sich auf die Molekülgröße in Dalton
(Da) oder in Mikron (μm)
von Spezies, für
die ein Rückhalteprozentsatz
(Prozentsatz des gelösten
Stoffs, der nicht durch die Membran hindurchtritt) von mindestens
90% erwartet wird. Die Membranen können gemäß ihren unterschiedlichen Charakteristiken
in einfach und komplex, symmetrisch oder asymmetrisch, bipolar,
neutral oder geladen (positiv oder negativ), polymerisch oder keramisch
klassifiziert werden. Für
mehr Informationen über
die Mikrofiltrations- und Ultrafiltrationsverfahren siehe Zeman,
L. J., Zydney, A. L. Microfiltration and Ultrafiltration: Principles
and Applications, Marcel Dekker, Inc., Kap. 5, 7 und 8, 1996.
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KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
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1 zeigt
ein geeignetes Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationssystem zur
Durchführung
des Polyetherpolyolreinigungsverfahrens der Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung eines im Wesentlichen
reinen Alkylenoxidpolyetherpolyols durch Reinigen eines Roh-Alkylenoxidpolyetherpolyols,
das durch die Katalyse mit einem DMC-Katalysator hergestellt wurde,
zur Verfügung,
das daraus besteht, dass das Roh-Alkylenoxidpolyetherpolyol einem Mikrofiltrations-
oder Ultrafiltrationsverfahren unterzogen wird.
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Insbesondere
stellt die Erfindung ein Verfahren zum Reinigen eines Rohalkylenoxid-Polyetherpolyols zur
Verfügung,
das durch die Katalyse mit einem DMC-Katalysator hergestellt wurde,
zur Verfügung,
das daraus besteht, dass das Roh-Alkylenoxid-Polyetherpolyol einem Filtrationsverfahren
durch eine Mikrofiltrationsmembran oder durch eine Ultrafiltrationsmembran
unterzogen wird.
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Die
Roh-Polyetherpolyole, die mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
gereinigt werden können, sind
diejenigen, die durch die Zugabe von Alkylenoxiden zu Verbindungen,
die aktive Wasserstoffe enthalten, z. B. Hydroxylgruppen, durch
die Katalyse mit einem DMC-Katalysator hergestellt werden. Diese
Polyetherpolyole können
mittels irgendeines der im Stand der Technik bekannten Verfahren,
bei denen DMC-Katalysatoren verwendet werden, hergestellt werden.
Im Allgemeinen enthalten Rohalkylenoxid-Polyetherpolyole, die unter Verwendung
von DMC-Katalysatoren hergestellt wurden, Rückstände des verwendeten DMC-Katalysators. Obgleich
ein Teil der Rückstände mittels
herkömmlicher
Filtration eliminiert werden kann, verbleibt eine gewisse Menge
entweder fein dispergiert oder gelöst in dem Roh-Polyetherpolyol,
welche nicht leicht eliminiert werden kann.
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Das
Molekulargewicht-Zahlenmittel (Mn) des Roh-Polyetherpolyols, das durch das durch
die Erfindung bereitgestellte Verfahren zu reinigen ist, kann innerhalb
eines breiten Bereichs variieren. Bei einer bestimmten Ausführungsform
liegt das Mn des zu reinigenden Roh-Polyetherpolyols im Bereich
von 1.000 bis 12.000 Da. Dennoch kann das erfindungsgemäße Reinigungsverfahren
auf Roh-Polyetherpolyole mit einem Mn von mehr als 12.000 Da angewandt
werden.
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Die
Viskosität
des zu filternden Roh-Polyetherpolyols sollte, bevor es dem Filtrationsverfahren
unterzogen wird, gleich oder weniger als 55 mPa·s betragen, da Polyetherpolyole
mit höheren
Viskositäten
die Membranen verstopfen. Falls die Viskosität des rohen Polyetherolyols
vor der Filtration höher
als 55 mPa·s
ist, dann sollte das Polyetherpolyol behandelt werden, um seine
Viskosität
zu verringern und sie innerhalb der angegebenen Viskositätsgrenze
zu halten. Bei einer bestimmten Ausführungsform wird das rohe Polyetherpolyol mit
einer Viskosität
von mehr als 55 mPa·s
auf eine Temperatur erhitzt, die ausreichend hoch ist, sodass die Viskosität, bevor
es dem Filtrationsverfahren unterzogen wird, gleich oder weniger
als 55 mPa·s
beträgt.
Bei einer weiteren bestimmten Ausführungsform kann die Viskosität eines
Polyetherpolyols mit einer Viskosität von mehr als 55 mPa·s auf
eine Viskosität
gleich oder weniger als 55 mPa·s
verringert werden, bevor das Polyetherpolyol dem Filtrationsverfahren
unterzogen wird, indem das Roh-Polyetherpolyol in einem geeigneten
Lösungsmittel
gelöst
wird. Hierfür
wird eine ausreichende Menge des Lösungsmittels dem Roh-Polyetherpolyol zugegeben,
sodass die Viskosität
des durch das Lösungsmittel
und das rohe Polyetherpolyol gebildeten Gemischs weniger als oder
gleich 55 mPa·s
beträgt.
Nach der Filtration wird das Lösungsmittel
eliminiert. Es kann praktisch jedes Lösungsmittel, in dem Roh-Polyetherpolyol
löslich
ist, verwendet werden, um das Polyetherpolyol zu verdünnen. Das
Lösungsmittel
kann beispielsweise ein aromatischer Kohlenwasserstoff, z. B. Toluol, Xylol
usw., ein Alkohol, z. B. Me thanol, Ethanol usw., ein Keton, z. B.
Aceton usw., oder Mischungen davon sein. Bei einer bestimmten Ausführungsform
ist das verwendete Lösungsmittel
Methanol, das dem Polyetherpolyol, dessen Viskosität verringert
werden soll, in einer Gewichtsmenge zugegeben wird, die gleich derjenigen des
Polyetherpolyols (Gewichtsverhältnis
von Methanol: rohem Polyetherpolyol von 1:1) ist, und nach der Filtration
wird das Methanol mittels Vakuumdestillation eliminiert (Beispiel
9). Diese Alternative ist besonders brauchbar, wenn das zu reinigende
Roh-Polyetherpolyol ein hohes Mn, z. B. in der Größenordnung
von 12.000 Da, besitzt und wenn die gewünschte Viskosität nicht
durch bloßes
Erhitzen des Polyetherpolyols auf eine annehmbare Temperatur erzielt
wird.
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Es
kann praktisch jede Membran von denjenigen, die typischerweise bei
Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsverfahren verwendet werden,
verwendet werden, um das von dieser Erfindung zur Verfügung gestellte Polyetherpolyol-Reinigungsverfahren
in die Praxis umzusetzen, z. B. Membrane einer keramischen Natur,
aus Polyvinylidenfluorid (PVDF) usw. Bei einer bestimmten Ausführungsform
ist die Mikrofiltrationsmembran eine keramische Membran mit einem
Rückhaltevermögen zwischen
0,14 μm
und 1,4 μm.
Bei einer weiteren bestimmten Ausführungsform ist eine Ultrafiltrationsmembran
eine Membran mit einem Rückhaltevermögen zwischen
15.000 Da und 300.000 Da.
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Das
von dieser Erfindung zur Verfügung
gestellte Reinigungsverfahren für
Polyetherpolyole, bei dem eine Mikrofiltration oder eine Ultrafiltration
verwendet wird, kann in Gegenwart oder Abwesenheit von Filter- und/oder
Absorptionshilfsmitteln durchgeführt
werden. Dennoch wird bei einer bestimmten Ausführungsform die Mikrofiltration
oder Ultrafiltration in Abwesenheit von Filtrations- und/oder Absorptionshilfsmitteln
durchgeführt.
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Das
Verfahren zum Reinigen von Polyetherpolyolen, das durch diese Erfindung
zur Verfügung
gestellt wird, gestattet im Wesentlichen das Eliminieren (d. h.
vollständig
oder einen großen
Teil) der möglichen
Rückstände der
DMC-Katalysatoren, die in dem so behandelten Roh-Polyetherpolyol
vorhanden sind, und erzeugt so ein im Wesentlichen reines Polyetherpolyol
mit einem geringen Gehalt an DMC-Katalysatorrückständen und einer hohen Transparenz.
Dieses Verfahren ist ein zuverlässiges,
hoch wirksames und reproduzierbares Verfahren zum Reinigen von Polyetherpolyolen,
die mittels der Katalyse mit DMC-Katalysatoren hergestellt werden.
Deshalb stellt die Erfindung unter einem anderen Aspekt ein Verfahren
zur Herstellung eines im Wesentlichen reinen Alkylenoxid-Polyetherpolyols,
das aus dem Reinigen des Rohalkylenoxid-Polyetherpolyols besteht,
das durch die Katalyse mit einem DMC-Katalysators hergestellt wird,
unter Verwendung einer Mikrofiltration oder Ultrafiltration zur
Verfügung.
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Das
Verfahren zum Reinigen der von dieser Erfindung zur Verfügung gestellten
Polyetherpolyole gestattet das Abtrennen von DMC-Katalysatorrückständen bei
Raumtemperatur, was nicht mit typischen Abtrennungsverfahren erreicht
werden kann, und folglich mit einem geringeren Energieverbrauch,
wobei gleichzeitig das Auftreten von chemischen und thermischen Änderungen
vermieden wird, die bei herkömmlichen
Abtrennungsverfahren hervorgerufen werden. Des weiteren können die
DMC-Katalysatorrückstände recycelt
werden, was eine Wiedergewinnung der Katalysatoren gestattet. Das
durch diese Erfindung zur Verfügung
gestellte Verfahren bedeutet des weiteren eine Ein sparung von Kosten
und Behandlungen aufgrund der Tatsache, dass dies weder die Zugabe
von chemischen Reagenzien noch die Durchführung von mehreren Schritten
erfordert.
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Das
Verfahren zum Reinigen von durch diese Erfindung zur Verfügung gestellten
Polyetherpolyolen kann in irgendeinem geeigneten System durchgeführt werden.
Bei einer bestimmten Ausführungsform
wird das Verfahren in Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationssystemen
wie denjenigen, die in 1 gezeigt sind, durchgeführt. Kurz
gesagt wird das Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmodul, das
die Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmembran (5)
enthält,
von dem Reaktor oder dem Zuführungstank
(1) beschickt, der das Roh-Polyetherpolyol enthält. Der
Zuführungsstrom
(Roh-Polyetherpolyol oder eine es enthaltende Lösung) wird mit einer geeigneten
Viskosität
unter Verwendung einer Pumpe (2) von dem Boden des Zuführungstanks
(1) hochgezogen, was für
den notwendigen Arbeitsdruck sorgt und dafür sorgt, dass er parallel zu
der Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmembran, je nachdem was
der Fall ist, mit einer festgelegten Strömungsgeschwindigkeit strömt. Der
Zuführungsstrom
strömt
parallel zu der Membran; ein Teil des Zuführungsstroms durchdringt die
Membran (5) wodurch das Permeat erzeugt wird, das das gereinigte
Polyetherpolyol enthält,
und der andere Teil, der das Zurückgewiesene
ist, das die Fraktion der Beschickung enthält, die nicht durch die Membran
hindurchtritt und die DMC-Katalysatorrückstände enthält. Das
Permeat, das Zurückgewiesene
und Teil des von der Pumpe (2) angetriebenen Zuführungsstroms
werden seitlich zu dem Zuführungstank
(1) unter Verwendung der Leitungen (10) und (11)
bzw. des Ventils (9) rezirkuliert, was zu dem Rühren der
Beschickung in dem Zuführungstank
(1) beiträgt.
Der obere Teil des Zuführungstanks
(1) weist mehrere Öffnungen,
um ihn zu beschicken, ihm Proben zu entnehmen und ein Thermometer
(13) einzubauen, auf, um die Temperatur des Roh-Polyetherpolyols
zu steuern. Der Zuführungstank
(1) weist auch einen unteren Auslass (16) auf,
um die Aufgaben des Waschens und Entleerens des Behälters zu
erleichtern. Des weiteren umfassen die in 1 gezeigten
Einrichtungen:
einen Frequenzverschieber (3);
eine
das Heizbad kühlende
Einheit (4), die aus einem Tauchthermostaten besteht, der
es gestattet das System innerhalb eines breiten Temperaturbereichs
während
der Mikrofiltrations- und
Ultrafiltrations- und Waschvorgängen
zu thermostatisieren; Druckmesser, die ordnungsgemäß kalibriert
sind, um den Druck (8) abzulesen, z. B. digitale Druckmesser,
die in relativen bar kalibriert sind, am Einlass (P1)
und am Auslass (P2) des Mikrofiltrations-
oder Ultrafiltrationsmoduls und auch am Permeatauslass (P3), die den Arbeitsdruck anzeigen;
ein
Zuführungsstromrotameter
(6), das die Strömung
der Beschickung zu dem Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmodul
regelt; und
ein Permeatrotameter (7) am Auslass des
Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmoduls.
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Das
Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmodul kann aus irgendeinem
geeigneten Material bestehen, kann mit einer Reihe von Auslässen versehen
sein und enthält
eine Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmembran (5).
Bei einer bestimmten Ausführungsform
besteht das Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmodul aus rostfreiem
Stahl, ist mit axialen Auslässen
versehen und enthält
eine keramische Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmembran,
je nachdem was der Fall ist. Das Permeat, dass die Membran durchdringt,
kann zu dem Zuführungstank
(1) oder dem Probenentnahmesystem (12) rezirkuliert
werden. Das Zurückgewiesene
kann zu dem Zuführungstank
(1) rezirkuliert oder zu einem System (15) umgelenkt
werden, um es zu entladen oder es einer späteren Regenerierungsbehandlung
(15) zu unterziehen.
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Die
folgenden Beispiele erläutern
die Erfindung und sollten nicht als diese einschränkend erachtet werden.
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BEISPIELE
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Um
die Wirksamkeit des Verfahrens zum Reinigen von Polyetherpolyolen,
das von der Erfindung zur Verfügung
gestellt wird, zu zeigen, wurden eine Reihe von Tests durchgeführt, bei
denen rohe (nichtgereinigte) Polyetherpolyole, die nachstehend angegeben
sind, verwendet wurden, die durch die Zugabe von Propylenoxid zu
einem Polyol mit einem Molekulargewicht von 400 in Gegenwart eines
DMC-Katalysators hergestellt wurden, wie demjenigen, der in Beispiel
6 des
US-Patents 3,427,335 beschrieben
ist. Diese Roh-Polyetherpolyole weisen einen Gehalt von 23 ppm Zn
und 4 ppm Co (bestimmt mittels Röntgenfluoreszenz
(XRF)) auf.
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Polyetherpolyol
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- A: Polypropylenglycol mit einem Molekulargewicht
von 1.000 Da
- B: Polypropylenglycol mit einem Molekulargewicht von 2.000 Da
- C: Polypropylenglycol mit einem Molekulargewicht von 3.000 Da
- D: Polypropylenglycol mit einem Molekulargewicht von 4.000 Da
- E: Polypropylenglycol mit einem Molekulargewicht von 12.000
Da
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Um
das Reinigungsverfahren der Polyetherpolyole in die Praxis umzusetzen,
wurde ein Ultrafiltrations- und/oder Mikrofiltrationssystem, wie
in 1 beschrieben, hergestellt, das aus einem Zuführungstank
(1), einer Zahnradpumpe (2), einem Frequenzverschieber
(3), einer das Heizbad kühlenden Einheit (4),
einem Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmodul, das die Mikrofiltrations-
oder Ultrafiltrationsmembran (5) fallabhängig, enthält, einem
Zuführungsstromrotameter
(6), einem Permeatrotameter (7), einer digitalen
den Druck ablesenden Vorrichtung (8), einem Ventil (9),
um den Beschickungsstrom zu dem Zuführungstank (1) zu
rezirkulierenden, einer Leitung (10), um den Filterrückstand
zu dem Zuführungstank
(1) zu rezirkulierenden, einer Leitung (12), die
es gestattet, Proben des Permeats zu nehmen, einem Thermometer (13),
einer Leitung (14), die es gestattet Proben der Beschickung
(14) zu nehmen, einer Leitung (15), die es gestattet,
den Filterrückstand
zu transportieren, damit er entleert und anschließend regeneriert
wird, und einer Leitung (16), um den Zuführungstank
(1) zu entleeren, besteht.
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Die
Hauptcharakteristiken des Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationssystems,
das im Labormaßstab
verwendet wird, werden nachstehend beschrieben:
Konfiguration:
mit offenem Kreislauf
pH: 1–14
Mindesttemperatur:
1°C
Höchsttemperatur
des Verfahrens: 140°C
Transmembrandruck
0–4 Atm
(0–4,05 × 105 Pa)
Oberflächenbereich: 0,04 m2
Rückhaltevermögen (Mikrofiltration):
0,14 μm
Rückhaltevermögen (Ultrafiltration):
300.000 Da.
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Das
in 1 gezeigte System wird mit einem 5-Liter-Reaktor
oder Zuführungstank
(1) zusammengebaut, der für den Zweck der Herabsetzung
der Viskosität
des rohen Polyetherpolyols (Beschickung) erhitzt wird, und unter
Verwendung einer Zahnradpumpe (2) zieht es die Beschickung
aus dem Zuführungstank
(1) hoch, der das rohe Polyetherpolyol oder dessen Lösung enthält, und
führt es
bzw. sie zu dem Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmodul, das
die entsprechende Membran (5) enthält. Es ist ein Ventil (9)
am Pumpenauslass (2) vorhanden, um die Beschickung zu dem
Zuführungstank
(1) zu rezirkulieren. Die Ventile am Einlass und Auslass
des Mikrofiltrations- oder Ultrafiltrationsmoduls gestatten es,
den Arbeitsdruck für
jedes Experiment zu steuern. Die Beschickung tritt durch die Membran
(5) hindurch, wobei sie quer in einem Strom (Permeat) austritt,
während
der Rest in Längsrichtung
durch sie hindurchtritt (Zurückgewiesenes).
Das Permeat kann zu dem Zuführungstank
(1) oder einem Probenentnahmesystem (12) über die
Leitung (11) rezirkuliert werden, was auf diese Weise zu
dem Rühren
des Zuführungstanks
(11) beiträgt,
oder stattdessen kann es zu einem System durch Ventile abgelenkt
werden, um es zu entleeren und/oder später zu regenerieren, was der
Anlage eine hohe Flexibilität
verleiht. Der Metallgehalt des Permeats wird analysiert, um die
Reinheit des Polyetherpolyols zu bestimmen.
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A) MIKROFILTRATION
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BEISPIEL 1
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Der
Reaktor der Anlage, die in 1 gezeigt
ist, wird mit 3 kg Polyetherpolyol A beschickt, die auf 100°C erhitzt
werden, um die Viskosität
auf 10 mPa·s
zu herabzusetzen, und sie werden durch eine Mikrofiltrationsmembran
geleitet, deren "Rückhaltevermögen" 0,14 im betrug [Carbosep® (Träger C, TiO2-ZrO2, Mineralmembran),
Tec-Sep, Frankreich].
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Das
Auslasspermeat wurde nach einer Flution von 10, 20 und 40 Minuten
analysiert, wobei die Zn- und Co-Konzentration unter Verwendung
von XRF gemessen wurde.
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BEISPIELE 2–4
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Diese
Beispiele wurden gemäß dem in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahren durchgeführt, jedoch wurde das Polyetherpolyol
A durch Polyetherpolyole B (Beispiel 2), C (Beispiel 3) und D (Beispiel
4) ersetzt.
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Die
Ergebnisse der Analysen der in den Beispielen 1 bis 4 hergestellten,
gereinigten Polyetherpolyole sind in Tabelle 1 gezeigt. Tabelle 1 Analyse der gereinigten Polyetherpolyole
(Beispiele 1–4)
| Beispiel | POLYETHERPOLYOL | Zeit
(Min.) | Zn
(ppm) | Co
(ppm) |
| Beispiel
1 | A | 10 | 3,1 | 0 |
| Beispiel
1 | A | 20 | 2,9 | 0 |
| Beispiel
1 | A | 40 | 2,9 | 0 |
| Beispiel
2 | B | 10 | 3,0 | 0 |
| Beispiel
2 | B | 20 | 2,9 | 0 |
| Beispiel
2 | B | 40 | 2,9 | 0 |
| Beispiel | POLYETHERPOLYOL | Zeit
(Min.) | Zn
(ppm) | Co
(ppm) |
| Beispiel
3 | C | 10 | 3,3 | 0 |
| Beispiel
3 | C | 20 | 3,0 | 0 |
| Beispiel
3 | C | 40 | 3,0 | 0 |
| Beispiel
4 | D | 10 | 3,2 | 0 |
| Beispiel
4 | D | 20 | 3,0 | 0 |
| Beispiel
4 | D | 40 | 3,0 | 0 |
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A) ULTRAFILTRATION
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BEISPIEL 5
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Der
Reaktor der in 1 gezeigten Anlage wurde mit
3 kg Polyetherpolyol A beschickt, die auf 100°C erhitzt wurden, um die Viskosität auf 10,5
mPa·s
herabzusetzen, und sie werden durch eine Ultrafiltrationsmembran
geleitet, deren "Rückhaltevermögen" 300.000 Da betrug
[Carbosep® (Träger C, TiO2-ZrO2, Mineralmembran),
Tec-Sep, Frankreich].
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Das
Auslasspermeat wurde nach einer Elution von 10, 20 und 40 Minuten
analysiert, wobei die Zn- und Co-Konzentration unter Verwendung
von XRF gemessen wurde.
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BEISPIELE 6–8
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Diese
Beispiele wurden gemäß dem in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahren durchgeführt, jedoch wurde das Polyetherpolyol
A durch Polyetherpolyol B (Beispiel 6), C (Beispiel 7) und D (Beispiel
8) ersetzt. Die Viskosität
des Polyetherpolyols, die in jedem Fall nach dem Erhitzen des entsprechenden
rohen Polyetherpolyols erreicht wurde, ist in Tabelle 2 angegeben.
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BEISPIEL 9
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Der
Reaktor der in 1 gezeigten Anlage wurde mit
3 kg Polyetherpolyol (Propylenglycol mit einem Molekulargewicht
von 12.000 Da) beschickt, die auf 100°C erhitzt wurden, um die Viskosität herabzusetzen, und
durch eine Ultrafiltrationsmembran geleitet, deren Rückhaltevermögen 300.000
Da betrug [Carbosep® (Träger C, TiO2-ZrO2, Mineralmembran), Tec-Sep, Frankreich].
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In
diesem Fall war aufgrund der hohen Viskosität des Polyetherpolyols E (320
mPa·s)
das Erhitzen des Polyetherpolyols nicht ausreichend, um die Viskosität auf einem
Wert von weniger als oder gleich 55 mPa·s herabzusetzebn, und es
wurde in der Ultrafiltrationsmembran eine Obstruktion verursacht.
Aus diesem Grund wurde das Polyetherpolyol E mit Methanol in einem
Gewichtsverhältnis
von 1:1 (Polyetherpolyol E: Methanol) verdünnt, wobei der Test noch einmal
bei 25°C
wiederholt wurde, da die Viskosität der durch das Polyetherpolyol
E und Methanol gebildeten Mischung vor der Filtration 33 mPa·s betrug.
Die Mischung trat leicht durch die Ultrafiltrationsmembran hindurch
und das Auslasspermet wurde dann nach einer Elution nach 10, 20
und 40 Minuten analysiert, nachdem das Methanol mittels Vakuumdestillation
eliminiert worden war, wobei die Zn- und Co-Konzentration mittels XRF bestimmt wurde.
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Die
Ergebnisse der Analysen der in den Beispielen 5 bis 9 hergestellten,
gereinigten Polyetherpolyole sind in Tabelle 2 gezeigt, wobei des
weiteren die Viskosität
des Polyetherpolyols, wenn das Verfahren in die Praxis umgesetzt
wurde, angegeben ist. Tabelle 2 Analyse der gereinigten Polyetherpolyole
(Beispiele 5–9)
| Beispiel | POLYETHERPOLYOL | Zeit
(Min.) | Zn
(ppm) | Co
(ppm) | (mPa·s) |
| Beispiel
5 | A | 10 | 1,1 | 0 | 10,5 |
| Beispiel
5 | A | 20 | 0,95 | 0 | 10,5 |
| Beispiel
5 | A | 40 | 0,99 | 0 | 10,5 |
| Beispiel
6 | B | 10 | 0,97 | 0 | 18 |
| Beispiel
6 | B | 20 | 1,05 | 0 | 18 |
| Beispiel
6 | B | 40 | 0,95 | 0 | 18 |
| Beispiel
7 | C | 10 | 1,15 | 0 | 29,1 |
| Beispiel
7 | C | 20 | 1,05 | 0 | 29,1 |
| Beispiel
7 | C | 40 | 0,99 | 0 | 29,1 |
| Beispiel
8 | D | 10 | 0,95 | 0 | 50,4 |
| Beispiel
8 | D | 20 | 1,1 | 0 | 50,4 |
| Beispiel
8 | D | 40 | 0,90 | 0 | 50,4 |
| Beispiel
9 | E | 10 | 1,3 | 0 | 33* |
| Beispiel
9 | E | 20 | 1,2 | 0 | 33* |
| Beispiel
9 | E | 40 | 1,2 | 0 | 33* |
- * Viskosität der 1:1 Mischung von Methanol
zu Polyetherpolyol E als Gewicht ausgedrückt