DE60320102T2 - Druckregelventil - Google Patents

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DE60320102T2
DE60320102T2 DE2003620102 DE60320102T DE60320102T2 DE 60320102 T2 DE60320102 T2 DE 60320102T2 DE 2003620102 DE2003620102 DE 2003620102 DE 60320102 T DE60320102 T DE 60320102T DE 60320102 T2 DE60320102 T2 DE 60320102T2
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Jean Hilary Morrison
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Description

  • Technisches Gebiet
  • Diese Erfindung bezieht sich auf ein Drucksteuerventil.
  • Die Erfindung findet insbesondere jedoch nicht exklusiv Anwendung auf ein Drucksteuerventil, welches einen relativ konstanten Druck am Ventilauslass zur Verfügung stellt, wenn der Druck an dem Ventileinlass den konstanten Auslassdruck erreicht oder überschreitet.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Drucksteuerventile sind bekannt, sowie sogenannte Ventile mit konstantem Druck, welche vorgeben, einen konstanten Ausgangsdruck für variierende Eingangsdrücke zur Verfügung zu stellen. Einige bekannte Ventile mit konstantem Druck stellen jedoch einen konstanten Druck nur innerhalb eines bestimmten Bereiches von variierenden Eingangsdrücken zur Verfügung. Solch ein Ventil mit konstantem Druck kann einen relativ konstanten Auslassdruck von 300 KPA für einen variierenden Eingangsdruck innerhalb eines Bereiches von 300–500 KPA zur Verfügung stellen, und kann einen Ausgangsdruck von erheblich über 300 KPA zur Verfügung stellen, wenn der Eingangsdruck 1000 KPA übersteigen sollte.
  • Ein solches Ventil ist der Gegenstand des australischen Patents 602199 , bei welchem ein Ausgangsdruck durch den Vorspannungseffekt einer gegen einen Kolben wirkenden Feder gesteuert wird, an dessen Stirnfläche der Druck des Ventilauslasses anliegt. Der Ausgangsdruck überwindet die durch die Feder ausgeübte Kraft, um den Kolben weg von dem Auslass zu drücken und in Eingriff mit einem Ventilsitz in der Nähe des Ventileinlasses, um eine sich durch den Kolben erstreckende Bohrung zu verschließen, um eine Fluidkommunikation zwischen dem Einlass und dem Auslass zur Verfügung zu stellen.
  • Ähnliche Ventile sind Gegenstand von US 3 437 109 , CH 405 851 und von US 3 890 999 . Insbesondere zeigen alle zuvor erwähnten Dokumente des Standes der Technik Ventile, in denen der Fluidfluss durch die Bohrung eines Stufenkolbens unterbrochen wird, wenn eine Druckdifferenz, die auf den Stufenkolben wirkt, den Kolben derart bewegt, dass der kleinere Kolbenkopf gegen einen Ventilsitz oder eine Dichtung anliegt.
  • Ein anderes Ventil des Standes der Technik ist in US 4 083 380 offenbart. Dieses Ventil zeigt eine Ventilanordnung zum Steuern des Flusses von Fluiden zwischen dem Einlass und einem Auslass eines Fluidventils. Die Ventilanordnung kann ein Barrierenelement aufweisen, welches innerhalb des Ventilkörpers angeordnet ist, und welches einen Abschnitt aufweist, welcher porös ist, um eine Fluidkommunikation zwischen dem Ventileinlass und dem Auslass zur Verfügung zu stellen. Die Ventilanordnung kann auch ein Dichtungselement aufweisen, welches in dem Ventilkörper angeordnet ist und relativ zu dem Barrierenelement zwischen einer ersten Position, in welcher der Fluidfluss durch den porösen Abschnitt des Barrierenelements abdichtend blockiert ist, somit eine Fluidkommunikation zwischen dem Ventileinlass und dem Auslass verhindernd und einer zweiten Position, in welcher der poröse Abschnitt nicht blockiert ist, eine Fluidkommunikation zwischen dem Ventileinlass und dem Auslass erlaubend, beweglich ist.
  • Noch ein weiteres Ventil ist in US 4 027 923 offenbart. Dieses Dokument zeigt ein Druckreduzierelement, insbesondere für ein hydraulisches Bremssystem in Kraftfahrzeugen, aufweisend ein Gehäuse mit einer Kammer, einem innerhalb der Kammer beweglichen Stufenflächenkolben, wobei die Kammer eine Passage aufweist, durch welche Druck von einer Hochdruckkammer zu einer Niederdruckkammer übertragen wird, und eine Hülse, die an dem Gehäuse befestigt und in der Hochdruckkammer angeordnet ist. Der Stufenflächenkolben ist in der Hülse beweglich, um die Passage zu öffnen und zu schließen, um eine Druckmodulationsoperation mit dem von der Hochdruckkammer zu der Niederdruckkammer übertragenden Fluid durchzuführen.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung zielt darauf aus, eine Alternative zu bekannten Drucksteuerventilen zur Verfügung zu stellen, welche vorgeben, einen konstanten Auslassdruck zur Verfügung zu stellen.
  • Diese Erfindung liegt in einem Aspekt im Wesentlichen in einem Drucksteuerventil, aufweisend:
    einen Einlass;
    einen Auslass;
    einen Ventil-Körper zwischen dem Einlass und dem Auslass;
    einen Kolben mit gegenüberliegenden Enden, einem kleineren und einem größeren, jeweils eine sich umlaufend erstreckende Kolbenwand aufweisend, wobei der Kolben verschiebbar in dem Ventilkörper aufgenommen ist und eine Bohrung durch ihn hindurch aufweist;
    eine Anschlussanordnung um einen schließbaren Fluiddurchgang zwischen dem Einlass und der Bohrung zur Verfügung zu stellen, wobei die Anschlussanordnung ein erstes Dichtmittel aufweist, und
    ein Vorspannmittel zum Vorspannen des Kolbens gegen den Druck an dem Auslass in Richtung auf eine erste Position in der Nähe des Auslasses von einer zweiten Position in der Nähe des Einlasses;
    wobei in der ersten Position zwischen dem Einlass und dem Auslass über die Anschlussanordnung und die Bohrung Fluidkommunikation hergestellt wird, und in der zweiten Position zwischen dem Einlass und dem Auslass Fluidkommunikation durch die sich umfänglich erstreckende Kolbenwand des kleineren Endes des Kolbens verhindert wird, welcher verschiebbar mit dem ersten Dichtmittel in Eingriff gerät, um den Fluiddurchgang zwischen dem Einlass und der Bohrung zu schließen.
  • Gemäß einem anderen Aspekt liegt diese Erfindung im Wesentlichen in einem Verfahren zum Steuern des Auslassdruckes eines Ventils mit einem Einlass, einem Auslass, einem Ventilkörper zwischen dem Einlass und dem Auslass, einem Kolben mit gegenüberliegenden Enden, einem kleineren und einem größeren, und innerhalb des Ventilkörpers verschiebbar aufgenommen ist und eine Bohrung durch ihn hindurch aufweisend, und mit einer Anschlussanordnung, um zwischen dem Einlass und der Bohrung einen verschließbaren Fluiddurchgang zur Verfügung zu stellen, wobei die Anschlussanordnung ein erstes Dichtmittel aufweist, wobei das Verfahren umfasst:
    Vorspannen des Kolbens gegen den Druck an dem Auslass in Richtung einer ersten Position in der Nähe des Auslasses von einer zweiten Position in der Nähe des Einlasses, wobei in der ersten Position zwischen dem Einlass und dem Auslass über die Anschlussanordnung und die Bohrung Fluidkommunikation hergestellt wird, und wobei in der zweiten Position Fluidkommunikation zwischen dem Einlass und dem Auslass durch die sich umfänglich erstreckende Kolbenwand des kleineren Endes des Kolbens, welcher mit dem ersten Dichtmittel verschiebbar in Eingriff gelangt, verhindert wird, um den Fluiddurchgang zwischen dem Einlass und der Bohrung zu schließen.
  • Es ist bevorzugt, dass das größere Ende des Kolbens dem Druck an dem Ausgang ausgesetzt ist.
  • Es ist auch bevorzugt, dass das Drucksteuerventil eine Kammer in fluider Kommunikation mit dem Einlass über mindestens eine Öffnung aufweist.
  • Es ist auch bevorzugt, dass der Einlass und der Auslass entsprechende diskrete Teile aufweisen, die lösbar mit dem Ventilkörper verbunden sind, und wobei die Kammer einen Teil des Ventilkörpers bildet.
  • Es ist auch bevorzugt, dass das kleinere Ende des Kolbens innerhalb der Kammer aufgenommen wird, wenn in der zweiten Position, und wobei die Anschlussanordnung die mindestens eine Öffnung aufweist, und wobei das erste Dichtmittel verschiebbar mit der sich umfänglich erstreckenden Kolbenwand des kleineren Endes des Kolbens in Eingriff gerät, um zwischen der Öffnung und der Kammer Fluidkommunikation zu verhindern, wenn sich der Kolben in der zweiten Position befindet.
  • Es ist auch bevorzugt, dass das Ventil ein zweites Dichtmittel zum Verhindern einer Fluidkommunikation zwischen dem Einlass und dem Auslass anders als über die Bohrung aufweist.
  • Es ist auch bevorzugt, dass die Kammer zylindrisch ist, die Fluidkommunikation zwischen dem Einlass und der Kammer über eine Vielzahl von Öffnungen ge schieht, umfänglich um die Kammer herum angeordnet und wobei das bzw. das zweite Dichtmittel ein Paar von Dichtringen umfassen, angeordnet stromaufwärts und stromabwärts der Öffnungen.
  • In einer Ausführungsform ist es bevorzugt, dass die Dichtringe durch einen die Öffnungen nebeneinander liegenden Laternenring positioniert werden.
  • Es ist auch bevorzugt, dass die Kammer ein Plattenteil aufweist, welches von dieser entfernbar ist, um eine Öffnung für die Positionierung der Dichtringe in dieser zur Verfügung zu stellen.
  • In einer weiteren Ausführungsform ist es bevorzugt, dass das erste Dichtmittel durch einen sich umfänglich in die Kammer von dem Plattenteil erstreckenden Flansch gestützt wird.
  • Es ist auch bevorzugt, dass der vorbestimmte Druck eine Funktion der durch das Vorspannmittel zur Verfügung gestellten Druckes ist.
  • Es ist auch bevorzugt, dass wobei das Vorspannmittel eine Spiralfederlagerung auf einem Sitz auf dem Ventilkörper ist, um den Kolben in Richtung auf die erste Position gegen die Wirkung des Auslassdruckes vorzuspannen.
  • Es ist bevorzugt, dass die Feder zum Variieren der Vorspannung austauschbar ist. Die Vorspannung kann auch durch Aufbauen des Sitzes variiert werden.
  • Beschreibung der Zeichnungen
  • Damit diese Erfindung leichter verstanden und praktisch umgesetzt werden kann, wird nun Bezug auf die begleitenden Zeichnungen genommen, welche eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung darstellen, in der:
  • 1 ein Querschnitt ist, welcher eine bevorzugte Ausführungsform des Drucksteuerventils in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung darstellt:
  • 2A, 2B und 2C das sequentielle Schließen der Dichtringe in der dem Eingang des in 1 dargestellten Drucksteuerventils benachbarten Kammer darstellen;
  • 3 eine repräsentative Seitenansicht des Kolbens ist, zum Zwecke der Illustration eines Unterschieds zwischen dem Drucksteuerventil in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung und einem bekannten Drucksteuerventil; und
  • 4 ein Querschnitt ist, welcher eine andere bevorzugte Ausführungsform des Drucksteuerventils in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung darstellt.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
  • Wie am besten in 1 zu erkennen ist, weist ein Drucksteuerventil 10 einen Einlass 11 und einen Auslass 12 auf, von denen jeder mit einem Gewinde versehen sein kann, um mit dem Ventilkörper 13 verbunden zu werden, welcher zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 angeordnet ist. Ein Kolben 14 weist gegenüberliegende kleinere und größere Enden 15, 16 auf, von denen jedes eine umfängliche Oberfläche aufweist, wobei der Kolben innerhalb des Ventilkörpers 13 in entsprechend abgestuften Bohrungen 17, 18 in den Ventilkörper geleitend aufgenommen ist. Der Kolben 14 weist eine sich von einem Ende 15 zu dem anderen Ende 16 erstreckende Bohrung 19 auf. Wie im folgenden beschrieben werden wird, stellt eine Anschlussordnung mit Öffnungen 20 einen verschließbaren Fluiddurchgang zwischen Einlass 15 und Bohrung 19 zur Verfügung. Vorspannmittel in der Form einer Kompressionsfeder 26 sitzen auf einem Sitz 27 im Ventilkörper 13 und Spannen den Kolben 14 gegen den Druck an einem Auslass 12 in Richtung auf eine erste Position (wie in 1 dargestellt) in der Nähe des Auslasses 12 von einer zweiten Position (wie in 2C dargestellt) in der Nähe des Einlasses 11 eher vor. In der ersten Position (1) wird eine Fluidkommunikation zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 über die Öffnungen 20 und die Bohrung 19 etabliert. In der zweiten Position (2C) wird eine Fluidkommunikation zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 durch die sich umfänglich erstreckende Kolbenwand des schmaleren Endes 15 des Kolbens 14 verhindert, die mit der Anschlussanordnung kooperiert, um den Fluiddurchgang zwischen den Einlass 11 und der Bohrung 19 zu schließen.
  • Der Ventilkörper 13 ist an einem Ende mit einer Kammer 21 in Fluidkommunikation mit dem Einlass 11 über eine Anzahl von umfänglich angeordneten Öffnungen 20 ausgebildet, und, wie in den 2A, 2B und 2C sequentiell zu erkennen ist, wird das schmalere Ende 15 des Kolbens 14 innerhalb der Kammer 21 aufgenommen, wenn in der zweiten Position. Die Anschlussanordnung schließt auch erste Dichtungsmittel in der Form eines Dichtungsringes 22 ein, welcher, wenn er in Eingriff mit der sich umfänglich erstreckenden Kolbenwand des schmaleren Endes 15 des Kolbens 14 steht, eine Fluidkommunikation zwischen den Öffnungen 20 und der Kammer 21 verhindert, wenn sich der Kolben 14 in der zweiten Position befindet (2C). Zweite Dichtungsmittel in der Form von einem Dichtungsring 23 verhindern eine Fluidkommunikation zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 anders als über die Bohrung 19, d. h. sie verhindern ein Leck entlang der gestuften Bohrung 17, 18 des Ventilkörpers 13. Dichtungsringe 22, 23 werden innerhalb einer zylindrischen Kammer 21 durch einen Kolbenring 24 in Position gehalten, welcher innerhalb der Kammer 21 positioniert ist, in dem ein Plattenteil 25, aufgeschraubt auf das Ende der Kammer und welches, wenn es zusammen gesetzt wird, die Dichtungsringe 22, 23 und den Kolbenring 24 in Position innerhalb der Kammer 21 gegenüber den umfänglich angeordneten Öffnungen 20 und mit den Dichtungsringen 22, 23 stromaufwärts bzw. stromabwärts der Öffnungen 20 hält, entfernt wird. Öffnungen 28 im Kolbenring 24 sind in den 2A und 2B dargestellt und stellen eine verschließbare Fluidpassage in die Kammer 21 von den Öffnungen 20 her zur Verfügung.
  • Es wird somit klar, dass das Drucksteuerventil 10 in Übereinstimmung mit dieser Erfindung aufweist, einen Einlass 11; einen Auslass 12; einen Ventil-Körper 13 zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12; einen Kolben 14 mit gegenüberliegenden Enden 15, 16, einem kleineren und einem größeren, jeweils eine sich umlaufend erstreckende Kolbenwand aufweisend, wobei der Kolben 14 verschiebbar in dem Ventilkörper 13 aufgenommen ist und eine Bohrung 19 durch ihn hindurch aufweist; eine Anschlussanordnung 20, 22 um einen Fluiddurchgang zwischen dem Einlass 11 und der Bohrung 19 zur Verfügung zu stellen, und ein Vorspannmittel 26 zum Vorspannen des Kolbens 14 gegen den Druck an dem Auslass 12 in Richtung auf eine erste Position (1) in der Nähe des Auslasses 12 von einer zweiten Position (2C) in der Nähe des Einlasses 11; wobei in der ersten Position (1) zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 über die Anschlussanordnung 20, 22 und die Bohrung 19 Fluidkommunikation hergestellt wird, und in der zweiten Position (2C) zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 Fluidkommunikation durch die sich umfänglich erstreckende Kolbenwand des kleineren Endes 15 des Kolbens 14 verhindert wird, welcher mit der Anschlußordnung 20, 22 kooperiert, um den Fluiddurchgang zwischen dem Einlass 11 und der Bohrung 19 zu schließen.
  • Während der Operation, wie sie sequentiell in den 2A, 2B und 2C zu sehen ist, kommt in der zweiten Position (2A, welche mit der Position des Kolbens 14 gemäß 1 korrespondiert) mit dem größeren Ende 16 des Kolbens 14 benachbart zum Auslass 12 die sich umfänglich erstreckende Kolbenwand des kleineren Endes 16 des Kolbens 14 mit dem Dichtungsring 23 stromabwärts der umfänglich angeordneten Öffnungen 20 in Eingriff, um ein Fluidleck in die gesteppten Bohrungen 17, 18 des Ventilkörpers 13 zu verhindern, wobei in dieser Position eine Fluidkommunikation zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 über die Öffnungen 20, die Kammer 21 und die Bohrung 19 besteht. Der Druck an dem Auslass 12 wird an die Stirnfläche an dem größeren Ende 16 des Kolbens 14 angelegt und hat den Effekt des Bewegens des Kolbens 14 gegen die Kraft der Kompressionsfeder 26 in Richtung des Einlasses 11. Die Interimsposition des Kolbens 14 in seiner Bewegung zwischen den beiden oben beschriebenen Positionen kann in der 2B erkannt werden.
  • Wenn sich der Kolben 14 in Richtung auf den Einlass bewegt, kommt die umfänglich sich erstreckende Kolbenwand des kleineren Endes 15 des Kolbens 14 auch mit dem Dichtungsring 22 stromaufwarts der umfänglich angeordneten Öffnungen 20 in Eingriff um eine Fluidkommunikation zwischen den Öffnungen 20 und der Kammer 21 zu schließen, wodurch die Fluidkommunikation zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 geschlossen wird.
  • In Benutzung wird die vorliegende Erfindung daher dahingehend gewürdigt werden, als sie zur Verfügung stellt ein Verfahren zum Steuern des Auslassdruckes eines Ventils 10 mit einem Einlass 11, einem Auslass 12, einem Ventilkörper 13 zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12, einem Kolben 14 mit gegenüberliegenden Enden 15, 16, einem kleineren und einem größeren, und innerhalb des Ventilkörpers 13 verschiebbar aufgenommen ist und eine Bohrung 19 durch ihn hindurch aufweisend, und mit einer Anschlussanordnung 20, 22, um zwischen dem Einlass 11 und der Bohrung 19 einen verschließbaren Fluiddurchgang zur Verfügung zu stellen, wobei das Verfahren umfasst: Vorspannen des Kolbens 14 gegen den Druck an dem Auslass 12 in Richtung einer ersten Position (1) in der Nähe des Auslasses 12 von einer zweiten Position (2C) in der Nähe des Einlasses 11, wobei in der ersten Position zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 über die Anschlussanordnung 20, 22 und die Bohrung 19 Fluidkommunikation hergestellt wird, und wobei in der zweiten Position Fluidkommunikation zwischen dem Einlass 11 und dem Auslass 12 durch die sich umfänglich erstreckende Kolbenwand des kleineren Endes 15 des Kolbens 14, welcher mit der Anschlußordnung kooperiert, verhindert wird, um den Fluiddurchgang zwischen dem Einlass 11 und der Bohrung 19 zu schließen.
  • Die obige Erklärung des Betriebs des Ventils, welches den Druck an dem Auslass steuert, hat nicht Bezug genommen auf den Effekt, der durch den Druck verursacht wird, der auf dem Stirnflächenbereich des Kolbens an dem Einlassende liegt. Eine Analyse dieses Effekts und seiner Signifikanz in Relation zu der vorliegenden Erfindung wird nun mit kurzem Bezug auf die 3 zur Verfügung gestellt, welcher eine Seitenansicht des Kolbens 14 ist, die entsprechenden Stirnflächen der kleineren und größeren Enden 16, 15 zeigend, und die Bohrung 19 in gestrichelten Linien zeigend, wobei der Radius der Bohrung 19 (r) ist und der Radius des kleineren Endes 15 (r + t) ist, wobei (t) die Dicke der Wand des schmaleren Endes 15 des Kolbens 14 ist.
  • Es wird erkannt werden, dass der Kolben 14 tatsächlich ein Stufenkolben ist, und dass, obwohl die entsprechenden Flächen der Stirnseiten des größeren Endes des Kolbens und des kleineren Endes des Kolbens erheblich unterschiedlich sind, der Druck des auf die Stirnfläche des kleineren Endes 15 wirkenden Fluides eine Kraft erzeugen wird, welche sich kombiniert mit der durch die Feder 26 ausgeübten Kraft, um die durch den Druck an dem Auslass, welcher auf die Stirnseite des größeren Endes 16 des Kolbens 14 wirkt, in die entgegengesetzte Richtung erzeugte entgegenwirkende Kraft zu überwinden.
  • In allgemeinen Begriffen mit Bezug auf ein Ventil dieses Typs wurden die Kräfte, welche bis zum Punkt durch die durch den Auslassdruck der auf die Stirnseite des größeren Endes wirkt, erzeugten Kraft überwunden worden ist (d. h. die kombinierte Kraft, die durch die Feder und durch den auf die Stirnseite des kleineren Endes wirkenden Eingangsdruckes erzeugt wurde), werden plötzlich auf die durch die Feder alleine erzeugte Kraft reduziert, wenn eine Fluidkommunikation zwischen dem Einlass und dem Auslass durch Schließen des Fluidweges auf grund einer Bewegung des Kolbens in Richtung auf den Einlass weg von dem Auslass unterbrochen wird.
  • Somit ist, wie in 3 erkannt werden kann, diese Differentialkraft (F) gleich dem Einlassdruck (P) multipliziert mit der Fläche des kleineren Endes 15 des Kolbens 14 [π(r + t)2 – πr2] in Übereinstimmung mit der Gleichung F = P[π(r + t)2 – πr2] = Pπ(2rt + t2).
  • Diese Variation in der Kraft, welche der auf der Stirnseite des größeren Kolbenendes 16 erzeugten entgegenwirkt, kann eine Wirkung auf die Stabilität des Ausgangsdruckes haben, sowohl bezüglich dessen Konstanz als auch bezüglich Ventilklappern oder Stottern, wenn die obige Kraft F ausreichend groß ist. In anderen Worten: Je größer die Kraft F, je weniger stabil ist der Auslassdruck und um so größer ist die Wahrscheinlichkeit von Ventilklappen. Anders gesagt: Für einen gegebenen Einlassdruck und Kolbenbohrungsdurchmesser kann festgehalten werden: Je kleiner die Wanddicke der das kleinere Ende des Kolbens bildenden Röhre, je konstanter ist der Ausgangsdruck und so weniger wahrscheinlich ist es, dass das Ventil vibriert.
  • Es ist somit sofort klar, dass das Ventil der vorliegenden Erfindung einige bestimmte Vorteile gegenüber bekannten Ventilen aufweist, und insbesondere gegenüber dem in dem australischen Patent 602199 offenbarten Ventil. Um ein effektives Schließen in einer Ventilanordnung zur Verfügung zu stellen, in der eine Dichtung durch eine an einem Ventilsitz anliegende Röhre zur Verfügung gestellt wird, ist es wichtig, dass die Wand der Röhre eine ausreichende Dicke aufweist, um ein Leck über die Breite zu verhindern, wenn der Ventilsitz anliegt. Darüber hinaus muß die Wand relativ dick sein, um zu verhindern, dass der Ventilsitz nach relativ kurzer Verwendung abnutzt. Auf der anderen Seite finden die obigen auf die Dicke der Röhre auferlegten Beschränkungen in der vorliegenden Erfindung keine Anwendung, bei der das Schließen durch die Gleitbewegung der Peripherie der Röhre zur Verfügung gestellt wird, welche mit einem umlaufenden Dichtungsring in Eingriff kommt.
  • Dies ist von erheblicher Bedeutung, da die Kraft F, wie in der obigen Gleichung berechnet, einer quadratischen Abhängigkeit unterliegt. In einer Ventilanordnung, wie in 602199 dargestellt, muß für einen Druck von etwa 300 KPA und ein Ventil mit einem Kolben mit einer Bohrung von 10 mm Durchmesser die Wanddicke typischerweise etwa 2–3 mm betragen, um eine effektive Dichtung auf dem Sitz zur Verfügung zu stellen und ein schnelles Abnutzen des Sitzes zu verhindern. Im Gegensatz dazu ist die Wanddicke bei der vorliegenden Erfindung nur durch die Notwendigkeit beschränkt, dass die Wand dem Einlassdruck Wiederstehen muß; und für ähnliche Abmessungen, wie oben bezeichnet, muß die Wanddicke nicht größer als 0,5 mm sein. Ein Ventil mit einer 10 mm-Bohrung mit einer Wanddicke von 0,5 mm an dem kleineren Ende des Kolbens wird ein Druckdifferential F aufweisen, welches 4,57 kleiner ist als das des gleichen Ventils mit einer Wanddicke von 2 mm. Dieser vergleichende Faktor wird auf 7,43 ansteigen, wenn die Wanddicke auf 3 mm ansteigt. Sollte die Wanddicke in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung bis zu 0,3 mm klein sein, steigen die relativen Vergleichsfaktoren von 4,57 auf 7,77 für die vorliegende Erfindung verglichen mit einer 2 mm-Wanddicke und von 7,43 auf 12,62, wenn mit einer 3 mm-Wanddicke verglichen.
  • Darüber hinaus ist die Abnutzung der Dichtringdichtung erheblich kleiner als die Abnutzung auf dem Ventilsitz, was zu einer längeren Lebensdauer des Ventils führt.
  • Darüber hinaus ist der Zusammenbau erheblich vereinfacht durch das einfache Verfahren bei der vorliegenden Erfindung des Zugangs zur Kammer, in welcher die Dichtringe lokalisiert sind, mittels der entfernbaren Entplatte, was zu einer verstärkten Vereinfachung der Herstellung und reduzierten Kosten führt.
  • Die in 4 dargestellte Ausführungsform entspricht im Wesentlichen der mit Bezug auf die 1 bis 2 beschriebenen, mit einer Anzahl von Modifikationen, wie folgt. O-Ringe 23 werden mit V-Ringen 30 ersetzt, der stromaufwärts gelegene V-Ring wird durch den Druck des Einlassfluides innerhalb des Schale des V-Ringes in Position gehalten.
  • Das größere Ende 16 des Kolbens 14 ist wie in 4 dargestellt abgeschrägt, was einem Auslassdruck erlaubt, auf einen größeren Abschnitt der Entstirnseite 16 zu reagieren, wenn ein Kolbenanschlag 31 der gleichen Größe verwendet wird, wie der in 1 dargestellte. Alternativ kann ein Kolbenanschlag 32 mit kleinerer Breite verwendet werden, wie in 4 dargestellt ist.
  • Noch bedeutsamer ist, wie in 1 erkannt werden kann, dass in der vorliegenden Ausführungsform der 4 kein Kolbenring 24 verwendet wird. Stattdessen ist ein O-Ring 33 (funktional equivalent mit dem O-Ring 22 der 1) in einer Versteifung 34 angebracht und in der inneren Wand des mit einem Gewinde versehenen Abschnittes des Plattenelements 25 positioniert. Dies ist eine einfachere und kosteneffektivere Anordnung als die in 1 dargestellte.
  • Es wird natürlich klar sein, dass, während das obige mittels eines illustrativen Beispiels dieser Erfindung dargestellt wurde, all diejenigen und andere Modifikationen und Variationen dazu, die dem Durchschnittsfachmann klar sind, als innerhalb des breiten Bereiches und Umfangs der vorliegenden Erfindung, wie sie hier ausgeführt worden ist, liegend angesehen werden.

Claims (14)

  1. Drucksteuerventil (10), aufweisend: einen Einlass (11); einen Auslass (12); einen Ventil-Körper (13) zwischen dem Einlass (11) und dem Auslass (12); eine Kammer (21) in fluider Kommunikation mit dem Einlass (11) über mindestens eine Öffnung (20); einen Kolben (14) mit gegenüberliegenden Enden (15, 16), einem kleineren und einem größeren, jeweils eine sich umlaufend erstreckende Kolbenwand aufweisend, wobei der Kolben (14) verschiebbar in dem Ventilkörper (13) aufgenommen ist und eine Bohrung (19) durch ihn hindurch aufweist; eine Anschlussanordnung (20, 22) um einen schließbaren Fluiddurchgang zwischen dem Einlass (11) und der Bohrung (19) zur Verfügung zu stellen, wobei die Anschlussanordnung (20, 22) ein erstes Dichtmittel (22) aufweist, und ein Vorspannmittel (26) zum Vorspannen des Kolbens (14) gegen den Druck an dem Auslass (12) in Richtung auf eine erste Position in der Nähe des Auslasses (12) von einer zweiten Position in der Nähe des Einlasses (11); wobei in der ersten Position zwischen dem Einlass (11) und dem Auslass (12) über die Anschlussanordnung (20, 22) und die Bohrung (19) Fluidkommunikation hergestellt wird, und in der zweiten Position zwischen dem Einlass (11) und dem Auslass (12) Fluidkommunikation durch die sich umfänglich erstreckende Kolbenwand des kleineren Endes (15) des Kolbens (14) verhindert wird, welcher verschiebbar mit dem ersten Dichtmittel (22) in Eingriff gerät, um den Fluiddurchgang zwischen dem Einlass (11) und der Bohrung (19) zu schließen.
  2. Drucksteuerventil nach Anspruch 1, wobei das größere Ende (16) des Kolbens (14) dem Druck an dem Ausgang (12) ausgesetzt ist.
  3. Drucksteuerventil nach Anspruch 1, wobei der Einlass (11) und der Auslass (12) entsprechende diskrete Teile aufweisen, die lösbar mit dem Ventilkörper (13) verbunden sind, und wobei die Kammer einen Teil des Ventilkörpers (13) bildet.
  4. Drucksteuerventil nach Anspruch 1, wobei das kleinere Ende (15) des Kolbens (14) innerhalb der Kammer (21) aufgenommen wird, wenn in der zweiten Position, und wobei die Anschlussanordnung (20, 22) die mindestens eine Öffnung (20) aufweist, und wobei das erste Dichtmittel (22) verschiebbar mit der sich umfänglich erstreckenden Kolbenwand des kleineren Endes (15) des Kolbens (14) in Eingriff gerät, um zwischen der Öffnung (20) und der Kammer (21) Fluidkommunikation zu verhindern, wenn sich der Kolben (14) in der zweiten Position befindet.
  5. Drucksteuerventil nach Anspruch 4, weiterhin ein zweites Dichtmittel (23) zum Verhindern einer Fluidkommunikation zwischen dem Einlass (11) und dem Auslass (12) anders als über die Bohrung aufweisend.
  6. Drucksteuerventil nach Anspruch 5, wobei die Kammer (21) zylindrisch ist, die Fluidkommunikation zwischen dem Einlass (11) und der Kammer (21) über eine Vielzahl von Öffnungen (20) geschieht, umfänglich um die Kammer (21) herum angeordnet und wobei das (22) bzw. das zweite (23) Dichtmittel ein Paar von Dichtringen (22, 23) umfassen, angeordnet stromaufwärts und stromabwärts der Öffnungen (20).
  7. Drucksteuerventil nach Anspruch 6, wobei die Dichtringe (22, 23) durch einen die Öffnungen (20) nebeneinander liegenden Laternenring (24) positioniert werden.
  8. Drucksteuerventil nach Anspruch 6, wobei die Kammer (21) ein Plattenteil (25) aufweist, welches von dieser entfernbar ist, um eine Öffnung für die Positionierung der Dichtringe (22, 23) in dieser zur Verfügung zu stellen.
  9. Drucksteuerventil nach Anspruch 8, wobei das erste Dichtmittel (22) durch einen sich umfänglich in die Kammer (21) von dem Plattenteil (25) erstreckenden Flansch gestützt wird.
  10. Drucksteuerventil nach Anspruch 1, wobei der Auslassdruck eine Funktion der durch das Vorspannmittel (26) zur Verfügung gestellten Druckes ist.
  11. Drucksteuerventil nach Anspruch 10, wobei das Vorspannmittel (26) eine Spiralfederlagerung (26) auf einem Sitz auf dem Ventilkörper (13) ist, um den Kolben (14) in Richtung auf die erste Position gegen die Wirkung des Auslassdruckes vorzuspannen.
  12. Drucksteuerventil nach Anspruch 11, wobei die Feder (26) zum variieren der Vorspannung austauschbar ist.
  13. Drucksteuerventil nach Anspruch 11, wobei die Vorspannung durch Aufbauen des Sitzes (27) variiert wird.
  14. Verfahren zum Steuern des Auslassdruckes eines Ventils (10) mit einem Einlass (11), einem Auslass (12), einem Ventilkörper (13) zwischen dem Einlass (11) und dem Auslass (12), einem Kolben (14) mit gegenüberliegenden Enden (15, 16), einem kleineren und einem größeren, und innerhalb des Ventilkörpers (13) verschiebbar aufgenommen ist und eine Bohrung (19) durch ihn hindurch aufweisend, und mit einer Anschlussanordnung (20, 22), um zwischen dem Einlass (11) und der Bohrung (19) einen verschließbaren Fluiddurchgang zur Verfügung zu stellen, wobei die Anschlussanordnung (20, 22) ein erstes Dichtmittel (22) aufweist, wobei das Verfahren umfasst: Vorspannen des Kolbens (14) gegen den Druck an dem Auslass in Richtung einer ersten Position in der Nähe des Auslasses von einer zweiten Position in der Nähe des Einlasses, wobei in der ersten Position zwischen dem Einlass (11) und dem Auslass (12) über die Anschlussanordnung (20, 22) und die Bohrung (19) Fluidkommunikation hergestellt wird, und wobei in der zweiten Position Fluidkommunikation zwischen dem Einlass (11) und dem Auslass (12) durch die sich umfänglich erstreckende Kolbenwand des kleineren Endes (15) des Kolbens (14), welcher mit dem ersten Dichtmittel (22) verschiebbar in Eingriff gelangt, verhindert wird, um den Fluiddurchgang zwischen dem Einlass (11) und der Bohrung (19) zu schließen.
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