DE60320148T2 - Verfahren zum herstellen eines trägerelements für ein hörgerät und trägerelement für ein hörgerät - Google Patents

Verfahren zum herstellen eines trägerelements für ein hörgerät und trägerelement für ein hörgerät Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Trägerelements für ein Hörgerät sowie ein Trägerelement für ein Hörgerät.
  • Moderne Hörgeräte haben sehr kleine Abmessungen. Daher muss der Innenraum effizient ausgenutzt werden. Außerdem erschweren die kleinen Abmessungen die Verwendung von Teilbaugruppen, Gruppen von Bauelementen oder ähnlichen modularen Teilen. Modulare Teile können zwar so hergestellt werden, dass sie in das Hörgerätgehäuse hinein passen, sie leiden aber an dem Nachteil, dass sie elektrisch miteinander verbunden werden müssen, z. B. durch Löten, was wiederum ziemlich feine Handarbeit mit sich bringt.
  • Zur Bewältigung dieser Probleme ist vorgeschlagen worden, zwei Gruppen von Bauelementen zu verwenden, die auf flexiblen Leiterplatten montiert sind. Beispiele für solche flexiblen Leiterplatten findet man z. B. in der US-B-6456720 und der US-A-4710961 .
  • Flexible Leiterplatten lassen im Sinne von Robustheit und Haltbarkeit jedoch viel zu wünschen übrig. Insbesondere wirkt sich die ziemlich raue feuchte Umgebung, die in oder am Ohr herrscht, wo Hörgeräte getragen werden, massiv auf die flexible Leiterplatte aus und verleiht ihr eine zu kurze Lebensdauer verglichen mit dem Rest der Bauelemente des Hörgeräts.
  • Die DE-A-3842572 offenbart ein Verfahren zum Herstellen eines Trägerelements in Form eines Lötkamms. Der Lötkamm wird durch Ätzen oder Stanzen aus einem einzelnen Stück Blech hergestellt, um die Kammstruktur auszubilden. Ein Teil der Kammstruktur wird auf beiden Seiten mit Klebestreifen aus isolierendem Material bedeckt. Dieser Lötkamm beseitigt nicht die Notwendigkeit für Verbindung zwischen Teilen, sondern bildet vielmehr selbst eine solche.
  • Es ist die Aufgabe der Erfindung, die obigen Probleme bei Hörgeräten im Sinne der Ausnutzung des Innenraums des Hörgeräts zu überwinden und die Herstellungsarbeiten zu erleichtern, ohne die Haltbarkeit des Hörgeräts aufs Spiel zu setzen.
  • Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Herstellen eines Trägerelements für ein Hörgerät gelöst, welches Verfahren die Schritte umfasst, eine im Wesentlichen flache leitende Struktur bereitzustellen, ein Kunststoffmaterial rings um ausgewählte Bereiche der Struktur zu formen, wobei mindestens eine Lücke bestehen gelassen wird, die von der im Wesentlichen flachen leitenden Struktur überbrückt wird, und die im Wesentlichen flache Struktur permanent zu verformen, indem sie entlang der mindestens einen Lücke gebogen wird.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch ein unter Verwendung des obigen Verfahrens hergestelltes Trägerelement für ein Hörgerät gelöst.
  • Dadurch erhält man ein robustes Trägerelement, welches den Innenraum im Hörgerät besser ausnutzt. Außerdem ermöglicht das Trägerelement eine Verminderung der Zahl der Leiter und Drähte, welche durch Löten oder Ähnliches zwischen verschiedenen Bauelementen oder Gruppen von Bauelementen verbunden werden müssen. Das Trägerelement liefert ein Strukturglied, welches als eine praktische Plattform während Phasen des Zusammenbaus des Hörgeräts dient.
  • Wenn Bauelemente oder Gruppen von Bauelementen mittels Lötdrähten verbunden werden müssen, erleichtert dies unter anderem eine bevorzugte Ausführungsform, in der das Formen eines Kunststoffmaterials rings um ausgewählte Bereiche der Struktur weitere Teile der im Wesentlichen flachen leitenden Struktur bestehen lässt, die von den Bereichen vorstehen.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden die weiteren Teile permanent verformt, um Fahnen zum Kontaktieren und Halten einer Batterie auszubilden.
  • Indem die Batteriefahnen als ein integraler Teil des Trägerelements ausgebildet werden, können kurze Distanzen zwischen der Stromversorgung und dem Stromverbrauchern erreicht werden, wodurch Verluste und unerwünschte Spannungsabfälle vermindert werden.
  • In einer anderen bevorzugten Ausführungsform werden die weiteren Teile permanent verformt, um Anschlussflecken auszubilden. Dies ist vorteilhaft, weil je nach den Umständen Anschlussflecken derart auf dem Trägerelement angeordnet werden können, dass Drahtverbindungen zu anderen Teilen, wie z. B. dem Verarbeitungs-Chip, die auf dem Träger montiert sind, vermieden werden. Das heißt, die äußeren Kontakte des Chips können ohne Zwischendrähte direkt mit den Anschlussflecken verbunden werden.
  • Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung umfasst das Verfahren weiterhin den vorhergehenden Schritt, die im Wesentlichen flache Struktur durch Ätzen aus einem Rohteil auszubilden. Ätzen wird gegenwärtig bevorzugt gegenüber anderen Verfahren wie z. B. Stanzen oder Laserschneiden, welche einen relativ großen Aufbau benötigen, z. B. Stanzwerkzeuge, die für kleinere Produktions-Chargen möglicherweise zu kostspielig sind. Für größere Produktionsläufe wird Stanzen bevorzugt.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform des Trägerelements gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung sind die weiteren Teile so angeordnet, dass sie die festen Kontakte eines Schalters ausbilden. In diesem Fall umfasst das Kunststoffmaterial rings um mindestens einen der ausgewählten Bereiche der Struktur bevorzugt einen Drehpunkt für ein Schalterbetätigungselement.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Kunststoffmaterial rings um mindestens einen der ausgewählten Bereiche der Struktur eine ebene Oberfläche. Diese ebene Oberfläche bietet eine geeignete Unterbringungsmöglichkeit für ein Elektronikmodul wie z. B. einen Block, der unter anderem den Verarbeitungs-Chip enthält und z. B. durch Kleben oder Löten auf dem Träger zu montieren ist. Bevorzugt werden mindestens einige Anschlussflecken in der Nähe der ebenen Oberfläche angeordnet, so dass sie mit Anschlüssen eines auf der Oberfläche montierten Elektronikmoduls Kontakt haben können. Dadurch kann ohne Verwendung einer zusätzlichen Verdrahtung Kontakt zwischen dem Trägerelement und dem Elektronikmodul hergestellt werden.
  • Gemäß noch einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst das Kunststoffmaterial rings um mindestens einen der ausgewählten Bereiche der Struktur eine Oberfläche, die mit Aussparungen versehen ist, die die leitende Struktur teilweise bloßlegen. Dies erlaubt den Zugang zu der leitenden Struktur mittels Kontakten in Form von Stiften. Somit kann eine vorübergehende elektrische Verbindung z. B. für Programmierzwecke oder zu Zusatz-Nachrüstmodulen hergestellt werden. In diesem Fall umfasst das Kunststoffmaterial rings um mindestens einen der ausgewählten Bereiche der Struktur bevorzugt eine Oberfläche, die dafür eingerichtet ist, einen Teil des Gehäuses eines Hörgeräts auszubilden. Dies erlaubt dann direkten äußeren Zugang zum Hörgerät-Prozessor z. B. für Programmierzwecke, wenn das Hörgerät in einem zusammengebauten Zustand ist.
  • Es folgt eine detailliertere Erläuterung der Erfindung unter Bezugnahme auf ein nicht einschränkendes Ausführungsbeispiel, das in den schematischen Zeichnungen dargestellt ist. In den Zeichnungen zeigen:
  • 1 ein Original-Rohteil mit der leitenden Struktur des Trägers,
  • 2 das Rohteil, nachdem Teile der leitenden Struktur verformt worden sind,
  • 3 das fertige Rohteil mit der leitenden Struktur nach dem Formen, aber vor dem Abtrennen der leitenden Struktur vom Rest des Rohteils, aus dem sie geätzt worden ist,
  • 4 die leitende Struktur nach dem Formen gemäß 3, aber nach dem Abtrennen der leitenden Struktur vom Rest des Rohteils, aus dem sie geätzt worden ist,
  • 5 eine Draufsicht auf die leitende Struktur nach dem Formen gemäß 3,
  • 6 eine Ansicht der leitenden Struktur von 5,
  • 7 eine Seitenansicht der leitenden Struktur gemäß 5,
  • 8 eine Querschnittsansicht entlang der Linie VIII-VIII in 5,
  • 9 die abgetrennte leitende Struktur von 4, nachdem sie in ihre endgültige Form gebogen worden ist,
  • 10 die leitende Struktur von 9, nachdem ein Kippschalter und ein Elektronikmodul angebracht worden sind,
  • 11 die leitende Struktur von 10, nachdem sie in einem Gehäuseteil einer Hörgerätseite in Position gebracht worden ist, und
  • 12 das fertige Hörgerät mit der leitenden Struktur am Platz und einem daran montierten kombinierten Batteriefach und Schalter.
  • 1 zeigt eine ebene leitende Struktur 1. Die leitende Struktur umfasst zwei flügelartige Elemente oder Flügel 21 und 22, welche als Batteriefahnen dienen sollen. Die leitende Struktur 1 umfasst weiterhin eine erste, eine zweite und eine dritte Brücke 3, 4, 5, die dazu dienen, die verschiedenen Stege oder Leiter der leitenden Struktur 1 in einer vorbestimmten Gestaltung zu halten, bis sie später durch das Kunststoffmaterial befestigt werden, das rings um bestimmte Bereiche der leitenden Struktur 1 zu formen ist, wie in 3 gezeigt. Nachdem das Kunststoffmaterial rings um die leitende Struktur geformt worden ist, können diese Brücken 3, 4, 5 abgetrennt oder abgebrochen werden, wie in 4 dargestellt, so dass die Stege in eine Anzahl von Leitern ohne elektrische Verbindungen miteinander umgewandelt werden.
  • Von der dritten Brücke 5 erstrecken sich fünf Leiter 5155. Zwei der Leiter 51 und 55 sind über die Batteriefahnen 21, 22 mit der zweiten Brücke 4 und mit weiteren Leitern 31, 41 und 42 verbunden, während sich die übrigen drei Leiter 52, 53, 54 direkt zu der zweiten Brücke 4 erstrecken.
  • Von der Batteriefahne 21 verzweigt sich der Leiter 31 in den schon erwähnten Leiter 41, der zu der zweiten Brücke 4 führt, und in einen Leiter 32, der zu der ersten Brücke 3 führt. Von der ersten Brücke 3 führen zwei Leiter 44 und 45 zu der zweiten Brücke 4. Rings um die erste Brücke 3 haben die jeweiligen Leiter 32, 44, 45 etwas ausgedehntere Bereiche 33, 34 bzw. 35, welche, sobald die erste Brücke 3 abgetrennt worden ist, die festen Kontakte eines überbrückenden Kippschalters, dessen Griff in 10 zu sehen ist, für die Lautstärkeregelung des Hörgeräts ausbilden.
  • Auf dem Leiter 31 ist ein weiterer fester Kontaktflügel 61 ausgebildet. Der feste Kontaktflügel 61 entspricht einem festen Kontaktflügel 62, der über einen Leiter 43 mit der zweiten Brücke 4 verbunden ist. Diese festen Kontaktflügel wirken mit einem Brückenkontakt eines Programmwähler-Schalters zusammen, wie z. B. eines Druckknopfschalters 88, der im Gehäuse des Hörgeräts montiert ist, wie man in 11 erkennt.
  • In 2 sind die Leiter 5155 derart verformt worden, dass erhöhte Abschnitte 51a55a ausgebildet worden sind. Außerdem sind die Batteriefahnen 21, 22 an jeweiligen Biegungen 23, 24 und 25, 26 etwas verformt worden. Dies wird bevorzugt zusammen mit der Verformung der Leiter 5155 durchgeführt, könnte aber auch nach einer nachfolgenden Formungsphase stattfinden.
  • In 3 ist die leitende Struktur nach dieser nachfolgenden Formungsphase gezeigt, in der Kunststoffmaterial in ausgewählten Bereichen rings um die leitende Struktur geformt worden ist. Das Kunststoffmaterial rings um die erhöhten Abschnitte 51a55a der Leiter 5155 hat eine Oberseite 70. In der Oberseite 70 sind eine Anzahl von Aussparungen 7175 entsprechend jeweiligen erhöhten Abschnitten 51a55a der Leiter 5155 vorgesehen. Die Leiter sind durch die Aussparungen 7175 hindurch zugänglich. Wie man am besten in 12 erkennt, bildet die Oberseite 70 einen Teil des Hörgerätgehäuses, in welchem sie später zu montieren ist, und die Leiter werden somit von außen zugänglich, für Programmierzwecke oder für Zusatz-Nachrüstmodule wie z. B. eine UKW-Funkempfängereinheit, z. B. für Orte, an denen kein Schleifensystem zur Verfügung steht. So ein Modul könnte dann über die Leiter 51 und 55 mit Strom von der Hörgerätbatterie versorgt werden, während die empfangenen Informationen über einen oder mehrere der Leiter 5254 an das Elektronikmodul 85 (in 10 dargestellt) übermittelt würden.
  • Es wird noch einmal auf 3 Bezug genommen. Zur Unterbringung des Elektronikmoduls 85 ist eine allgemein flache Oberfläche 80 auf dem rings um einen anderen Bereich der leitenden Struktur geformten Kunststoffmaterial vorgesehen. Die im Wesentlichen flache Oberfläche ist an zwei Enden mittels Wänden 83, 84 begrenzt. Diese Wände dienen als Basis für die Positionierung des Elektronikmoduls 85, wenn es über der flachen Oberfläche 80 an den Endwänden 83 und 84 platziert und z. B. mittels Klebstoff daran befestigt wird. Auf der anderen Seite der Wand 83, von der flachen Oberfläche 80 entfernt, ist eine Öffnung 36 im Kunststoffmaterial vorgesehen. Wie man am besten in 5 erkennt, erlaubt diese Öffnung 36 Zugang zu den festen Kontakten 33, 34, 35. An zwei Seiten der Öffnung sind zwei Stützen 37, 38 eines Drehpunkts vorgesehen. Auf dem Drehpunkt ist die Wippe anzuordnen, die die Kontaktbrücke eines Kippschalters 86 trägt, der Paare der festen Kontakte 33/34 bzw. 33/35 überbrückt. Über den Kippschalter 86 können selektive Verbindungen, die als Anzeige für Lautstärkeerhöhung und Lautstärkeverminderung für das Elektronikmodul 85 dienen, auf den Leitern 44 und 45 erzeugt werden.
  • In 4 ist die leitende Struktur vom Rest des Rohteils abgetrennt worden. Die Enden der Leiter 41, 42, 43, 44, 45, 52, 53 und 54 sind in einem Abstand von dem Kunststoffmaterial abgeschnitten, so dass sie davon hervorstehen.
  • In 9 ist die leitende Struktur nach einem nachfolgenden Biegeschritt dargestellt. Wie man erkennen kann, sind die Enden der Leiter 41, 42, 43, 44, 45, 52, 53 und 54 über die flache Oberfläche 80 gebogen. Die Enden bilden somit Anschlussflecken aus, mit denen Anschlüsse des Elektronikmoduls 85 direkt und ohne flexible Zwischenleiter verbunden werden können, wie in 10 dargestellt. Dies könnte mittels Löten oder leitendem Kleben oder durch irgendwelche anderen geeigneten, in der Technik bekannten Mittel durchgeführt werden. Wie man auch in 9 erkennt, wird die leitende Struktur in den Biegezonen 81 und 82 gebogen, um die leitende Struktur zu gestalten. Die Biegezonen 81 und 82 sind diejenigen Bereiche der Leiter, die zwischen den Bereichen, um die herum das Kunststoffmaterial geformt worden ist, unbedeckt gelassen worden sind.
  • In 9 ist auch zu erkennen, dass die Flügel 21, 22 und 61, 62 gebogen worden sind. Die leitende Struktur ist somit in ihre endgültige Form gebogen worden, um ein Trägerelement auszubilden, welches dann als ein Teil des Hörgerätgehäuses in selbiges passt.
  • Wie oben erwähnt und wie man am besten in 11 erkennt, bedeckt die Oberseite 70 des Kunststoffmaterials einen der Bereiche, die einen Teil des Gehäuses des Hörgeräts bilden. Das Gehäuse besteht typisch aus zwei Hälften oder Schalen 87a, 87b. Zur Erleichterung von korrektem Positionieren der Schalen und des Teils mit der Oberseite 70 relativ zueinander sind eine Anzahl von allgemein zylindrischen Vorsprüngen 91, 92 oder Führungsstiften 93, 94 oder anderen Vorsprüngen 95, 96, die man am besten in der Draufsicht von 5 erkennt, aus dem Kunststoffmaterial ausgebildet.
  • In 1, 2, 5, 6 und 7 ist dargestellt, dass die leitende Struktur bevorzugt als ein größeres Rohteil erzeugt wird. Das Rohteil wird bevorzugt geätzt, kann aber ebenso gut durch andere Mittel wie z. B. Stanzen oder Laserschneiden erzeugt werden. Die Figuren stellen zwar ein einzelnes Rohteil dar, der Fachmann erkennt aber, dass das Rohteil als ein Teil eines Streifens, eines Bandes oder einer Gruppe von identischen Rohteilen erzeugt werden kann.
  • 5, 6 und 7 sind eine Draufsicht, Stirnansicht bzw. Seitenansicht des Rohteils mit der leitenden Struktur nach dem Formen, aber vor dem Abtrennen.
  • 8 ist ein Querschnitt entlang der Linie VIII-VIII in 5. 8 stellt dar, wie der Leiter 53 einen gebogenen Abschnitt 53a aufweist, wo er der Oberseite 70 nahekommt, um am Boden der Aussparung 73 leicht zugänglich zu sein. Die anderen vier Leiter 51, 52, 54, 55 haben entsprechende Biegungen, um in ihren jeweiligen Aussparungen 71, 72, 74, 75 leicht zugänglich zu sein, wie in 2 dargestellt.
  • Wie man aus dem Obigen erkennt, stellen 14, 9 und 10 Phasen in einem Herstellungsprozess für ein Trägerelement gemäß der Erfindung dar.
  • Somit wird in 1 eine im Wesentlichen flache leitende Struktur 1 erzeugt. Die leitende Struktur wird bevorzugt mittels Ätzen aus einem Stück Blech hergestellt.
  • Aus dieser Situation heraus wird die im Wesentlichen flache Struktur 1 etwas verformt, um die erhöhten Abschnitte 51a55a der Leiter 5155 auszubilden. Außerdem werden die Flügel 21 und 22 entlang der Linien 23 bis 26 verformt.
  • Danach wird ein Kunststoffmaterial rings um ausgewählte Bereiche der Struktur geformt, wobei mindestens eine Lücke 81, 82 bestehen gelassen wird, die von der im Wesentlichen flachen leitenden Struktur 1 überbrückt wird, um die in 3 dargestellte Struktur zu erzeugen. Wie auch in 3 dargestellt, kann das Formen eines Kunststoffmaterials rings um ausgewählte Bereiche der Struktur weitere Teile 3, 4, 5, 21, 22, 4145 und 5155 der im Wesentlichen flachen leitenden Struktur bestehen lassen, die von den Bereichen vorstehen. Wie man am besten in 5 erkennt, werden auch die weiteren Teile, welche die festen Kontakte 3133 des Kippschalters ausbilden sollen, von dem Kunststoffmaterial vorstehen gelassen.
  • Nach dem Formen wird die leitende Struktur von dem Rohteil abgetrennt, wodurch die Situation von 4 erreicht wird.
  • Nach Beendigung der Formungs- und Abtrennungsprozesse wird die Situation in 9 erreicht, indem die im Wesentlichen flache leitende Struktur permanent verformt wird, indem sie entlang mindestens einer Lücke 81, 82 gebogen wird. Man beachte, dass im dargestellten Ausführungsbeispiel auch einige der weiteren Teile 21, 22 permanent verformt werden, um Fahnen zum Kontaktieren und Halten einer Batterie auszubilden, während andere Teile 4145 und 5254 verformt werden und Verbindungsbrücken 3, 4 und 5 abgeschnitten werden, um Anschlussflecken bestehen zu lassen.
  • Das aus der leitenden Struktur 1 ausgebildete Trägerelement kann weiteren Fertigstellungsprozessen unterzogen werden, z. B. Oberflächenbehandlung für Oberflächenschutz, und wird dann als solches fertiggestellt und kann mit dem Elektronikmodul 85 und der Wippe 86, der die Kontaktbrücke des Kippschalters trägt, zusammengefügt werden, um eine fertige Baugruppe auszubilden, wie in 10 dargestellt. Die fertige Baugruppe trägt die ganze notwendige Elektronik für das Hörgerät und braucht nur mit Eingabe- und Ausgabewandlern verbunden zu werden, so weit wie sich die letzteren nicht schon auf dem Elektronikmodul 85 befinden. Dadurch wird eine wesentliche Verminderung der Verdrahtungsarbeit erreicht.
  • Die fertige Baugruppe kann dann mit einer rechten Schale 87a und einer linken Schale 87b, durch jeweilige Vorsprünge 91, 92, 93, 94, 95 und 96 geführt, und anderen Teilen zusammengefügt werden, um das Hörgerätgehäuse allgemein zu erzeugen, wie in 11 und 12 dargestellt. In dem zusammengebauten Hörgerät von 12 ist ein Batteriefach 89 dargestellt. Dieses Batteriefach kann um eine Achse schwenken, die sich in einer Aussparung 90 in der Schale 87a des Hörgerätgehäuses und einer entsprechenden Aussparung (nicht sichtbar) in der Innenseite der Schale 87b befindet. Diese Schwenkbewegung erlaubt es der im Batteriefach befindlichen Batterie, Ein/Ausschalten des Hörgeräts durchzuführen, und zwar durch Angreifen an bzw. Lösen von den Batteriefahnen 21 und 22 des Trägerelements. Das Trägerelement beinhaltet somit sämtliche festen Kontakte der verschiedenen Schalter des Hörgeräts, d. h. Ein/Aus-Schalter, Programmwähler-Schalter und Schalter für Lautstärkeerhöhung/verminderung.
  • Der Fachmann erkennt, dass zwischen den oben erwähnten Schritten weitere Schritte vorhergehen, nachfolgen oder dazwischenliegen können, ohne den Schutzbereich der Ansprüche zu verlassen.
  • Außerdem erkennt der Fachmann, dass je nach der Gestaltung des Hörgeräts, mit dem das Trägerelement gemäß der vorliegenden Erfindung zu verwenden ist, andere Gestaltungen als diejenige des Ausführungsbeispiels verwendet werden können, ohne den Schutzbereich der Ansprüche zu verlassen.

Claims (12)

  1. Verfahren zum Herstellen eines Trägerelements für ein Hörgerät, welches Verfahren die Schritte umfasst, a) eine im Wesentlichen flache leitende Struktur bereitzustellen, b) ein Kunststoffmaterial rings um ausgewählte Bereiche der Struktur zu formen, wobei mindestens eine Lücke bestehen gelassen wird, die von der im Wesentlichen flachen leitenden Struktur überbrückt wird, und c) die im Wesentlichen flache Struktur permanent zu verformen, indem sie entlang der mindestens einen Lücke gebogen wird.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das Formen eines Kunststoffmaterials rings um ausgewählte Bereiche der Struktur weitere Teile der im Wesentlichen flachen leitenden Struktur bestehen lässt, die von den Bereichen vorstehen.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei die weiteren Teile permanent verformt werden, um Fahnen zum Kontaktieren und Halten einer Batterie auszubilden.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei die weiteren Teile permanent verformt werden, um Anschlussflecken auszubilden.
  5. Verfahren gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, das weiterhin den vorhergehenden Schritt umfasst, die im Wesentlichen flache Struktur durch Ätzen aus einem Rohteil auszubilden.
  6. Trägerelement für ein Hörgerät, herstellbar unter Verwendung eines Verfahrens gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
  7. Trägerelement gemäß Anspruch 6, wobei die weiteren Teile so angeordnet sind, dass sie die festen Kontakte eines Schalters ausbilden.
  8. Trägerelement gemäß irgendeinem der Ansprüche 6 bis 7, wobei das Kunststoffmaterial rings um mindestens einen der ausgewählten Bereiche der Struktur eine ebene Oberfläche umfasst.
  9. Trägerelement gemäß irgendeinem der Ansprüche 6 bis 8, wobei das Kunststoffmaterial rings um mindestens einen der ausgewählten Bereiche der Struktur eine Oberfläche umfasst, die mit Aussparungen versehen ist, die die leitende Struktur teilweise bloßlegen.
  10. Trägerelement gemäß irgendeinem der Ansprüche 6 bis 9, wobei das Kunststoffmaterial rings um mindestens einen der ausgewählten Bereiche der Struktur einen Drehpunkt für ein Schalterbetätigungselement umfasst.
  11. Trägerelement gemäß irgendeinem der Ansprüche 6 bis 10, wobei das Kunststoffmaterial rings um mindestens einen der ausgewählten Bereiche der Struktur eine Oberfläche umfasst, die dazu angelegt ist, einen Teil des Gehäuses eines Hörgeräts auszubilden.
  12. Trägerelement gemäß irgendeinem der Ansprüche 6 bis 11, wobei mindestens einige Anschlussflecken in der Nähe der ebenen Oberfläche derart angeordnet sind, dass sie mit Anschlüssen eines auf der Oberfläche montierten Elektronikmoduls Kontakt haben können.
DE60320148T 2003-05-09 2003-05-09 Verfahren zum herstellen eines trägerelements für ein hörgerät und trägerelement für ein hörgerät Expired - Lifetime DE60320148T2 (de)

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