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Die
vorliegende Erfindung betrifft Nukleinsäuresequenzen, die Ostertagia
ostertagi-Proteine kodieren, und DNA-Fragmente, rekombinante DNA-Moleküle, lebende
rekombinante Trägermikroorganismen
oder -viren und Wirtszellen, die solche Nukleinsäuresequenzen umfassen. Die
Erfindung betrifft auch Ostertagia ostertagi-Proteine, die durch
solche Sequenzen kodiert sind. Weiterhin betrifft die vorliegende
Erfindung Impfstoffe, umfassend solche Nukleinsäuresequenzen, DNA-Fragmente,
rekombinante DNA-Moleküle,
lebende rekombinante Trägermikroorganismen
oder -viren und Wirtszellen, die solche Nukleinsäuresequenzen, Proteine und
Antikörper
gegen solche Proteine umfassen. Außerdem betrifft die Erfindung
die Verwendung dieser Proteine in Impfstoffen und zur Herstellung
von Impfstoffen. Weiterhin betrifft die Erfindung die Verwendung
der Nukleinsäuresequenzen,
Proteine oder Antikörper
für Diagnose-
oder Impfzwecke. Schließlich
betrifft die Erfindung diagnostische Kits, die solche Nukleinsäuren, Proteine
oder Antikörper
gegen solche Proteine umfassen.
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Es
gibt etwa 82 Millionen Rinder in der EU und etwa 97 Millionen in
den USA, von denen die meisten beim Grasen einer Infektion mit gastrointestinalen
Nematoden ausgesetzt sind, was zu einer oft erheblichen, beeinträchtigten
Produktionswirksamkeit führt.
Der üblichste
und pathogenste dieser Nematoden ist Ostertagia ostertagi, der den
Labmagen von Rindern infiziert. Das Krankheitssyndrom, das durch
gastrointestinale Nematoden hervorgerufen wird und die üblicherweise
als parasitische Gastroenteritis (PGE) bezeichnet wird, reduziert
die wirtschaftliche Realisierbarkeit von Rinderproduktionseinheiten
drastisch (Kloosterman, A. u. a., Parasitology Today 8, 330–335 (1992);
Vercruysse, J. und Claerebout, E., Veterinary Parasitology 98, 195–214 (2001)).
Die Tiere, für
die das größte Risiko
einer PGE besteht, sind Kälber
in ihrer ersten Grassaison. Klinische PGE bei grasenden Kälbern wird
durch (wässrige)
Diarrhö,
Gewichtsverlust, stumpfes Fell, Anorexie, ein allgemeiner Verlust
der Kondition und schließlich
Tod gekennzeichnet (Andreson, N. u. a., Veterinary Record 41, 196–204 (1965);
Hilderson, H. u. a., Vlaams Diergeneeskundig Tijdschrift 56, 269–29 (1987)).
Allerdings sind Produktionsverluste hauptsächlich eine Folge von subklinischen
Infektionen ohne offene Zeichen einer Erkrankung. Weitgehende Reduzierungen
des täglichen
Gewichtszuwachses werden bei unbehandelten Kälbern in ihrer ersten Grassaison
und mit subklinischen Infektionen beobachtet (Shaw D. J. u. a.,
Veterinary Parasitology 75, 115–131
(1998). Ausgewachsene Kühe
können
noch immer eine große
Anzahl von O. ostertagi beherbergen (z. B. Borgsteede, F. H. M.
u. a., Veterinary Parasitology 89, 287–296 (2000); Agneessens, J.
u. a., Veterinary Parasitology 90, 83–92 (2000)). Obwohl gastrointestinale
Nematodeninfektionen bei erwachsenen Kühen gewöhnlich subklinisch verlaufen,
werden sie mit einer niedrigeren Milchproduktion in Verbindung gebracht
(Gross, S. J. u. a., Veterinary Record 144, 581–587 (1999)). Die Schlachtkörperqualität wird auch durch
gastrointestinale Nematodeninfektionen beeinträchtigt, einhergehend mit einem
reduzierten Schlachtkörpergewicht,
Ausschlachtungsprozentsatz und verwandten Schlachtkörpermessungen
(Entrocasso, C. M. u. a., Research in Veterinary Science 40, 76–85 (1986)).
Die Kontrolle von PGE beruht in Europa fast ausschließlich auf
der Verwendung von anthelmintischen Medikamenten (Vercruysee, J.
und Dorny, P., International Journal for Parasitology 29, 165–175 (1999)).
Allerdings hat die verstärkte
Verwendung von Anthelmintika bei Rindern über die letzten zwei Jahrzehnte
(Borgsteede, F. H. M. u. a., Veterinary Parasitology 78, 23–36 (1998); Schnieder,
T. u. a., Veterinary Record 145, 704–706 (1999); Claerebout, E.
u. a., Vlaams Diergeneeskundig Tijdschrift 69, 108–115 (2000)
mehrere Nachteile. Die hohen Kosten von anthelmintischen Behandlungen,
die negative Wirkung von präventiven
anthelmintischen Behandlungen auf die Entwicklung der natürlichen
Immunität
gegen gastrointestinale Nematoden (Vercruysse, J. u. a., Parasitology
Today 10, 129–132
(1994); Claerebout, E. und Vercruysse, J., Le Point Vétérinaire
(Numéro
special) 28, 175–179
(1997)), die Verbraucherbedenken im Hinblick auf Medikamentenrückstände in Nahrungsmittelprodukten
und in der Umwelt (Wall, R. und Strong, L., Nature 327–418–421 (1987);
Steel, J. W. in: NRA Special Review of Macrocyclic Lactones. National Registration
Authority for Agricultural and Veterinary Chemicals, Canberra (1998);
Strong L., Veterinary Parasitology 48, 3–17 (1993)) und nicht zuletzt
die steigende Häufigkeit
einer Parasitenresistenz gegen die verfügbaren Anthelmintika (Vermunt,
J. J. u. a., Veterinary Record 137, 43–45 (1995); Vermunt, J. J.
u. a., New Zealand Veterinary Journal 44, 188–193 (1996); Coles G. C. u.
a., Veterinary Record 142, 255–256
(1998); Gill, J. H. und Lacey, E., International Journal for Parasitology
28, 863–877
(1998); and Fiel, C. A. u. a., Revista de Medicina Veterinaria (Buenos
Aires) 81, 310–315
(2000)) sind starke Anreize für
die Produzenten, um alternative Kontrollsysteme anzuwenden (Vercruysse & Dorny (1999),
oben). Die Impfung wird als die durchführbarste Lösung erachtet (Knox, D. P.,
Parasitology 120, S43–S61
(2000)).
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Allerdings
stehen trotz der Entwicklung der Biotechnik, die die Entwicklung
von Impfstoffen ,der neuen Generation' bezogen auf die rekombinante DNA-Technologie
ermöglicht,
bis heute keine Impfstoffe gegen gastrointestinale Nematoden-Parasiten
zur Verfügung.
Die Hauptprobleme, die die Entwicklung von Nematoden-Impfstoffen
in Wiederkäuern
behindern, sind: (1) die meisten Parasiten-Antigene, die für die Impfstoffentwicklung
ausgewählt
werden, sind ,versteckte Antigene', d. h. Antigene, die bei einer natürlichen
Infektion vom Wirt nicht erkannt werden. Demgemäß wird die Immunreaktion, die
durch Impfung mit diesen Antigenen erzeugt wird, nicht durch eine
natürliche
Reinfektion angekurbelt; (2) rekombinante Nematoden-Proteine, die eine
schützende
Immunreaktion hervorrufen, sind bisher nicht festgestellt worden.
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, Polypeptide zur Verfügung zu
stellen, die in der Lage sind, den Schutz vor den pathgenen Wirkungen
einer Ostertagia ostertagi Infektion bei Rindern zu verbessern.
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Es
ist überraschenderweise
festgestellt worden, dass 7 unterschiedliche Polypeptide speziell
identifiziert und isoliert werden konnten, wobei jedes dieser unterschiedlichen
Polypeptide in der Lage war, eine Immunreaktion auf Ostertagia-Parasiten
hervorzurufen. Die Erfinder haben festgestellt, dass diese Polypeptide als
Impfstoffkomponenten verwendet werden können, um einen Impfstoff zur
Verfügung
zu stellen, der tatsächlich
den Schutz vor einer Ostertagia ostertagi Infektion bei Rindern
verbessert und hilft, die durch Ostertagia ostertagi verursachten
Schaden zu begrenzen.
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Drei
unterschiedliche Ansätze
sind zum Nachweisen der Gene, die die Impfstoffkomponenten gemäß der Erfindung
kodieren, verwendet worden. Ein Ansatz, der ausführlich im Beispiel 1 dargelegt
ist, verwendet speziell hergestelltes anti-exkretorisch-sekretorisches
Protein-Kaninchenantiserum
zum Nachweisen von Genen, die für
immunreaktive Ostertagia ostertagi Proteine kodieren. Dieser Ansatz
hat zum Auffinden eines neuen immunogenen Proteins geführt, für das die
kodierende Sequenz in SEQ ID NO: 9 gezeigt ist, wie unten angegeben.
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Es
ist auf dem Fachgebiet bekannt, dass viele unterschiedliche Nukleinsäuresequenzen
ein und dasselbe Protein kodieren können. Dieses Phänomen ist üblicherweise
in der zweiten und insbesondere dritten Base von jedem Triplett,
das für
eine Aminosäure
kodiert, als Wackeln bekannt. Dieses Phänomen kann für zwei Nukleinsäuresequenzen,
die noch immer dasselbe Protein kodieren, zu einer Heterologie führen. Deshalb
können
im Prinzip zwei Nukleinsäuresequenzen,
die eine Sequenzhomologie von nur 70% haben, noch immer für ein und
dasselbe Protein kodieren.
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Das
Molekulargewicht von allen Proteinen gemäß der Erfindung wird in der
Gelelektrophorese auf einem Polyacrylamidgel bestimmt. Aufgrund
einer leichten Schwankung der Molekulargewichtsbestimmung, die häufig auf
dem Fachgebiet angetroffen wird, kann das Molekulargewicht variieren.
Daher sollte das Molekulargewicht der Proteine gemäß der Erfindung
als das theoretische Molekulargewicht +/–5 kD interpretiert werden.
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Das
Nukleotidhomologieniveau kann mit dem Computerprogramm „BLAST
2 SEQUENCES" durch Auswahl
des Unterprogramms: „BLASTIN" bestimmt werden,
das unter www.ncbl.nim.nih.gov/blast/bl2seq/bl2.html. gefunden werden
kann.
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Eine
Empfehlung für
dieses Programm gibt Tatlana A. Tatusova, Thomas L. Madden, FEMS
Microbiol. Letters 174, 247–250
(1999). Die verwendeten Parameter sind die Standardparameter: Belohnung
für eine Übereinstimmung:
+1. Strafe über
eine Nichtübereinstimmung: –2. öffnen einer
Lücke:
5. Verlängerung
einer Lücke
2. Lücke
x-dropoff: 50
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Nukleotidsequenzen,
die zu den Sequenzen, die in der hier beschriebenen SEQ ID NO: 9
gezeigt sind, oder den Nukleotidsequenzen, die Tandem-Anordnungen
der Sequenzen gemäß der Erfindung
umfassen, komplementär
sind, liegen auch im Umfang der Erfindung.
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Eine
Ausführungsform
betrifft eine Nukleinsäuresequenz,
die ein 30 kD Ostertagia ostertagi Protein kodiert, wobei die Nukleinsäuresequenz
mindestens 85% Homologie mit der Nukleinsäuresequenz des 30 kD Ostertagia
ostertagi Proteingens, wie in SEQ ID NO: 9 gezeigt, aufweist.
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Vorzugsweise
hat eine Nukleinsäuresequenz
gemäß der Erfindung,
die dieses 30 kD Ostertagia ostertagi Protein kodiert, mindestens
90%, vorzugsweise 93%, besonders bevorzugt 95%, Homologie mit der
Nukleinsäuresequenz
von Ostertagia ostertagi, die in SEQ ID NO: 9 gezeigt ist.
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Noch
weiter bevorzugt ist ein Homologieniveau von 98%, 99% oder sogar
100%.
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In
der veröffentlichten
internationalen Anmeldung
WO
95/09182 werden mutmaßliche
schützende
Antigene und ihre kodierenden Nukleinsäuren beschrieben, unter anderem
der Parasit Ostertagia circumcincta. Diese Art des Ostertagia-Parasits
infiziert Ziegen und Schafe, nicht aber Rinder. Die in der
WO 95/09182 beschriebenen
Antigene sind Galektin (GenBank Zugangsnummer AAC47546) und Peptide
eines Tropomyosins und einer Gluthation-S- Transferase. Weder das Galektinprotein
noch die Peptide haben eine signifikante Homologie mit den Proteinen
gemäß der Erfindung.
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Antigene,
die zuvor als EMBL-EBI Datenbank-Eintrag Nr.: AJ310812 und BM052055
veröffentlicht wurden,
haben einen maximalen Grad an Nukleotidsequenzidentität zu SEQ
ID NO: 9 von nur 52% bzw. 79%.
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Ein
zweiter Ansatz für
den Nachweis von Impfstoffkomponenten, der ausführlich im Beispiel 2 dargestellt
ist, beruhte auf der Analyse von Komponenten in einem speziellen
Parasitenanteil, dem ES-Anteil (extretorisch-sekretorischer Anteil),
der beim Erstellen der Immunität
gegenüber
Ostertagia ostertagi eine Rolle spielte. Dieser Ansatz führte überraschenderweise
zum Auffinden der oben beschriebenen 31 und 30 kD Proteine (SEQ
ID NO: 1 und 9). Dies lieferte eine volle Bestätigung für die Wichtigkeit der oben
beschriebenen 31 und 30 kD Proteine als Impfstoffkomponenten.
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Ähnliche
Versuche haben wiederholt diese Impfstoffwirksamkeit der 30 kD Proteine
gemäß der Erfindung
gezeigt, siehe die Veröffentlichungen,
die nach dem Prioritätstag
der vorliegenden Anmeldung veröffentlicht
wurden, Vercauteren u. a., 2003, Mol. and Biochem. Parasitol., Bd.
126, Seite 201–208;
und: Geldhof u. a., 2003, Mol. and Biochem. Parasitol., Bd. 128,
Seite 111–114.
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Ein
dritter Ansatz zum Nachweisen von Impfstoffkomponenten, der ausführlich im
Beispiel 3 dargestellt ist, verwendet örtliche Antikörper, die
von einem Schleim und Antikörper
sezernierenden Zell(ASC)-Kulturüberstand
erhalten werden. Obwohl Serumantikörper prinzipiell zum Durchsuchen
nach Kandidaten-Nematodenantigenen verwendet werden können, sind örtliche
Antikörperreaktionen,
die an beschränkten
Gewebestellen erzeugt werden, nicht immer im Serum feststellbar.
Darüber
hinaus macht es die Hartnäckigkeit
von Serumantikörpern
schwer, zwischen früheren
und neueren Einwirkungen durch einen Erreger zu unterscheiden. Im
Gegensatz dazu sind lokale Antikörper
von den abomasalen drainierenden Lymphknoten und vom Schleim, der
die abomasale Schleimhaut bedeckt, für Antigene spezifischer, die
zur Zeit der Untersuchung im infizierten Gewebe vorhanden sind.
Es wurde bei Untersuchungen mit Ratten und Schafen gezeigt, dass
Zellkulturen, die Antikörper
sezernierende Zellen (ASC) enthalten, die in vivo in Lymphknoten
induziert wurden, die das infizierte Gewebe drainieren, Antikörper (ASC-Sonden)
im Kulturüberstand
erzeugen, die speziell die Antigeneinwirkung des abgeleiteten Bereichs
widerspiegeln, und dass stufenspezifische Antigene leichter durch Lymphknoten-ASC-Sonden
als durch Serumantikörper
festgestellt werden. Nach einer Belastungsinfektion von Kälbern mit
O. ostertagi wurde eine negative Korrelation zwischen der Fruchtbarkeit
des Wurms und der parasitenspezifischen IgA im Schleim beobachtet
(Claerebout, E. u. a., 17th International
Conference of the World Association for the Advancement of Veterinary
Parasitology, Kopenhagen, 1999). cDNA-Bibliotheken der 3 unterschiedlichen
parasitären
Phasen wurden mit denselben Antikörpersonden durchsucht, um die
Nukleotidsequenzen zu identifizieren, die für diese Antigene kodieren.
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Details
bezüglich
der Isolation der Gene, die diese Antigene kodieren, und der Charakterisierung
der Proteinantigene sind in den Beispielen 4 und 5 gezeigt.
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Dieser
hochspezifische Ansatz wird zur Auswahl von Proteinen und Genen
verwendet, die diese Proteine kodieren, die direkt mit dem Immunzustand
anstatt bloß dem
infizierten Zustand verknüpft
werden können.
Dieser Ansatz hat überraschenderweise
zwei oder mehr immunogene Proteine enthüllt, für die die kodierenden Sequenzen
nachfolgend unter SEQ ID NO: 11 und 13 gezeigt sind.
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Da
die vorliegende Erfindung Nukleinsäuresequenzen, die neue Osteragia
ostertagi Proteine kodieren, offenbart, ist es nun zum ersten Mal
möglich,
diese Proteine in ausreichenden Mengen zu erhalten. Dies kann z.
B. durch Verwendung von Expressionssystemen erfolgen, um die Gene
zu exprimieren, die die Proteine gemäß der Erfindung kodieren. Daher
betrifft die Erfindung in einer bevorzugteren Form dieses Ausführungsbeispiels
DNA-Fragmente, die
eine Nukleinsäuresequenz
gemäß der Erfindung
umfassen. Ein DNA-Fragment
ist ein Abschnitt von Nukleotiden, der als Träger für eine Nukleinsäuresequenz
gemäß der Erfindung
fungiert. Solche DNA-Fragmente können
z. B. Plasmide sein, in die eine Nukleinsäuresequenz gemäß der Erfindung
kloniert wird. Solche DNA-Fragmente sind zum Beispiel zum Erhöhen der
DNA-Menge zur Verwendung als Primer und zur Expression einer Nukleinsäuresequenz
gemäß der Erfindung
nützlich,
wie nachfolgend beschrieben.
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Ein
wesentliches Erfordernis für
die Expression der Nukleinsäuresequenz
ist ein geeigneter Promotor, der funktionsmäßig mit der Nukleinsäuresequenz
verknüpft
ist, so dass die Nukleinsäuresequenz
unter der Kontrolle des Promotors ist. Es ist für den Fachmann offensichtlich,
dass sich die Wahl eines Promotors auf jeden eukaryontischen, prokaryontischen
oder viralen Promotor erstreckt, der in der Lage ist, die Gentranskription
in Zellen, die als Wirtszellen für
die Proteinexpression verwendet werden, zu lenken. Daher betrifft
eine noch weiter bevorzugte Form dieses Ausführungsbeispiels ein rekombinantes DNA-Molekül, umfassend
ein DNA-Fragment und/oder eine Nukleinsäuresequenz gemäß der Erfindung,
wobei die Nukleinsäuresequenz gemäß der Erfindung
unter die Kontrolle eines funktionsfähig verknüpften Promotors gestellt wird.
Dies kann z. B. mittels standardmäßigen molekularbiologischen
Verfahren erhalten werden, z. B. Sambrook & Russell: „Molecular cloning: a laboratory
manual" (2001),
Cold Spring Harbor Laboratory Press; ISBN: 0879695773.
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Funktionsfähig verknüpfte Promotoren
sind Promotoren, die in der Lage sind, die Transkription der Nukleinsäuresequenzen,
an die sie gebunden sind, zu kontrollieren. Ein solcher Promotor
kann der native Promotor eines neuen Gens gemäß der Erfindung oder ein anderer
Promotor von Ostertagia ostertagi sein, vorausgesetzt, dass der
Promotor in den zur Expression verwendeten Zellen funktionsfähig ist.
Er kann auch ein heterologer Promotor sein. Wenn die Wirtszellen
Bakterien sind, umfassen nützliche,
verwendbare Expressionskontrollsequenzen den Trp-Promotor und Operator
(Goeddel u. a., Nucl. Acids Res., 8, 4057 (1980)); den lac-Promotor
und Operator (Chang u. a., Nature, 275, 615 (1978)); den Außenmembranproteinpromotor
(Nakamura, K. und Inouge, M., EMBO J., 1, 771–775 (1982)); die Bakteriophagen-lambda-Promotoren
und Operatoren (Remaut, E. u. a., Nucl. Acids Res., 11, 4677–4688 (1983));
den α-Amylase
(B. subtilis) Promotor und Operator, Terminierungssequenzen und
eine andere Expressionsverstärkung
und Kontrollsequenzen, die mit der ausgewählten Wirtszelle kompatibel
sind.
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Wenn
die Wirtszelle Hefe ist, umfassen nützliche Expressionskontrollsequenzen
z. B. den α-Paarungsfaktor. Für Insektenzellen
können
die Polyhedrin- oder p10-Promotoren von Baculoviren verwendet werden
(Smith, G. E. u. a., Mol. Cell. Biol. 3, 2156–2165 (1983)). Wenn die Wirtszelle
Wirbeltierursprungs ist, umfassen veranschaulichende nützliche
Expressionskontrollsequenzen den (humanen) immediate early Promotor
von Cytomegalovirus (Seed, B. u. a., Nature 329, 840–842 (1987);
Fynan, E. F. u. a., PNAS USA 90, 11478–11482 (1993); Ulmer, J. B.
u. a., Science 259, 1745–1748
(1993)), Rous-Sarkom-Virus LTR (RSV), Gorman, C. M. u. a., PNAS
USA 79, 6777–6781
(1982); Fynan u. a., oben; Ulmer u. a., oben) den MPSV LTR (Stacey
u. a., J. Virology 50, 725–732
(1984)), den immediate early Promotor von SV40 (Sprague J. u. a.,
J. Virology 45, 773 (1983)), den SV-40-Promotor (Berman, P. W. u.
a., Science 222, 524–527
(1983)), den Metallothionein-Promotor (Brinster, R. L. u. a., Nature
296, 39–42
(1982)), den Hitzeschockpromotor (Voellmy u. a., PNAS USA 82, 4949–53 (1985)),
the major late Promotor von Ad2 und den β-Aktinpromotor (Tang u. a., Nature
356, 152–154
(1992)). Die regulatorischen Sequenzen können auch Terminator- und Polyadenylierungssequenzen
umfassen. Unter den Sequenzen, die verwendet werden können, sind
die bekannte Rinderwachstumshormon-Polyadenylierungssequenz, die Polyadenylierungssequenz
von SV40, die humanen Cytomegalovirus-Terminator- und Polyadenylierungssequenzen.
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Bakterien-,
Hefe-, Pilz- und Wirbeltier-Zellexpressionssysteme sind sehr häufig verwendete
Systeme. Solche Systeme sind auf dem Fachgebiet bekannt und allgemein
erhältlich,
z. B. im Handel durch Clontech Laborstories Inc. (4030 Fabian Way,
Palo Alto, Kalifornien 94303-4607,
USA). Neben diesen Expressionssystemen sind parasitenbezogene Expressionssysteme
attraktive Expressionssysteme. Solche Systeme sind zum Beispiel
in der
französischen Patentanmeldung mit
der Veröffentlichungsnummer
2 714 074 und in der US NTIS Publikation Nr.
US 08/043109 beschrieben (Hoffman,
S. und Rogers, W.: Veröffentlichungsdatum:
1. Dezember 1993).
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Ein
sehr attraktives Expressionssystem für die heterologe Nematodengenexpression
ist ein Nematoden-Expressionssystem, das auf dem Wurm Caenorrhabditis
elegans beruht. Ein heterologes Expressionssystem für diesen
Nematoden ist von Redmond, D. L. u. a. in Molecular and Biochemical
Parasitology 112, 125–131
(2001) beschrieben. Siehe auch Hashmi, S. u. a., in Trends in Parasitology
17, 387–393
(2001).
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Die
Gene gemäß der vorliegenden
Erfindung können
direkt stromabwärts
von einem C. elegans Cysteinproteasepromotor, cpr-5, fusioniert
werden, der, wie kürzlich
gezeigt wurde, die Expression auf die Eingeweide von C. elegans
(Redmond u. a., 2001) richtet und in den pGEX-Vektor kloniert. Das
langsame Wachstum des DR96 unc76(e911) C. elegans Mutantenstamms
kann durch Mikroinjektion von Plasmid-DNA in den distalen Arm der
Zwittergonade kloniert werden. Die Plasmid-DNA kann zum Beispiel
mit dem Qiagen-Verfahren hergestellt
werden. Ostertagia-Gene gemäß der Erfindung
können
mit dem Reparaturplasmid p76-16B koinjiziert werden. Das p76-16B-Plasmid
rettet den unc76-Phänotyp und
ermöglicht
es, dass Transformanten durch Umkehr zurück zum Wildtyp-Phänotyp identifiziert
werden. Transformierte Linien, bei denen die zweite und nachfolgende
Generation den Wildtyp-Phänotyp
zeigen, werden erhalten. Das Vorhandensein des injizierten Konstrukts
in transgenen Würmern
kann leicht durch PCR-Analyse von einzelnen Würmern mit Primern, die speziell
für die
interessante DNA entwickelt werden, verifiziert werden (Kwa u. a.,
Journal of Molecular Biology 246, 500–510, (1995)). Transgene Würme, die
durch p76-16B gerettet werden, wachsen schneller als die unc76(e911)-Mutanten
und ermöglichen
die schnelle Akkumultation von transgenem Wurmmaterial. Wegen ihres
schnellen Lebenszyklus können
Transformanten in vitro in großen
Mengen wachsen gelassen werden. Somatische Extrakte von transgenen
Würmern
können
durch Mahlen der Nematoden in einem Mörser unter flüssigem Stickstoff
und Resuspendieren derselben in 0,05M PBS, enthaltend 2% TritonX-100®,
hergestellt werden. Fusionsproteine werden durch Affinitätschromatographie
mittels einer Glutathion-Sepharose-Säule gereinigt.
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Eine
noch weiter bevorzugte Form dieses Ausführungsbeispiels der Erfindung
betrifft lebende rekombinante Träger
(LRCs), die eine Nukleinsäuresequenz
umfassen, die ein Ostertagia ostertagi Protein gemäß der Erfindung,
ein DNA-Fragment gemäß der Erfindung
oder ein rekombinantes DNA-Molekül
gemäß der Erfindung
kodieren. Diese LRCs sind Mikroorganismen oder Viren, bei denen
zusätzliche
genetische Informationen, in diesem Fall eine Nukleinsäuresequenz,
die ein Ostertagia ostertagi Protein gemäß der Erfindung kodieren, kloniert
wurden. Rinder, die mit solchen LRCs infiziert sind, erzeugen eine
immunologische Reaktion nicht nur auf die Immunogene des Träger sondern
auch auf das/die immunogene(n) Protein(e), für die der genetische Kode zusätzlich in
die LRC kloniert ist, wie beispielsweise das neue Ostertagia ostertagi
Proteingen gemäß der Erfindung.
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Als
Beispiel für
bakterielle LRCs können
abgeschwächte
Salmonellenstämme,
die auf dem Fachgebiet bekannt sind, sehr günstig verwendet werden.
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Auch
sind lebende rekombinante Trägerparasiten
unter anderem von Vermeulen, A. N. (Int. J. Parasitol. 28, 1121–1130 (1998))
beschrieben worden.
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Außerdem können LRC-Viren
als Art zum Transportieren der Nukleinsäuresequenz in eine Zielzelle verwendet
werden. Lebende rekombinante Trägerviren
werden auch Vektorviren genannt. Viren, die oft als Vektoren verwendet
werden, sind Vaccinia-Viren (Panicali u. a.; PNAS USA 79, 4927 (1982),
Herpesviren (E. P. A. 0473210A2) und Retroviren (Valerio, D. u.
a.; in Baum, S. J., Dicke, K. A., Lotzova, E. und Pluznik, D. H. (Hrsg.),
Experimental Haematology today – 1988,
Springer Verlag, New York: Seite 92–99 (1989)).
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Die
Technik der in vivo homologen Rekombination, die auf dem Fachgebiet
bekannt ist, kann verwendet werden, um eine rekombinante Nukleinsäuresequenz
in das Genom eines Bakteriums, Parasiten oder Virus der Wahl einzuführen, welches/r
in der Lage ist, die Expression der eingeführten Nukleinsäuresequenz
gemäß der Erfindung
im Wirtstier hervorzurufen.
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Schließlich betrifft
eine andere Form dieses Ausführungsbeispiels
der Erfindung eine Wirtszelle, die eine Nukleinsäuresequenz umfasst, die ein
Protein gemäß der Erfindung,
ein DNA-Fragment, das eine solche Nukleinsäuresequenz umfasst, oder ein
rekombinantes DNA-Molekül, das eine
solche Nukleinsäuresequenz umfasst,
unter der Kontrolle eines funktionsfähig verknüpften Promotors kodiert. Diese
Form betrifft auch eine Wirtszelle, die einen lebenden rekombinanten
Trägermikroorganismus
oder -virus enthält,
der ein Nukleinsäuremolekül umfasst,
das ein Ostertagia ostertagi Protein gemäß der Erfindung kodiert.
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Eine
Wirtszelle kann eine Zelle bakteriellen Ursprungs sein, z. B. Escherichia
coli, Bacillus subtilis und Lactobacillus-Art, und zwar in Kombination
mit auf Bakterien bezogenen Plasmiden wie pBR322 oder bakteriellen
Expressionsvektoren wie die pEX-, pET-, pGEX-Reihe oder mit Bakteriophagen. Die Wirtszelle
kann auch von eukaryontischem Ursprung sein, z. B. Hefe-Zellen in
Kombination mit Hefe spezifischen Vektormolekülen oder höhere eukaryontische Zellen,
wie Insektenzellen (Luckow u. a.; Biotechnology 6, 47–55 (1988)) in
Kombination mit Vektoren oder rekombinanten Baculoviren, Pflanzenzellen
in Kombination z. B. mit auf Ti-Plasmid beruhenden Vektoren oder
viralen Pflanzenvektoren (Barton, K. A. u. a.; Cell 32, 1033 (1983),
Säugetierzellen
wie Hela-Zellen, Zellen aus Ovarien chinesischer Hamster (CHO) oder
Crandell-Rees Katzennierenzellen, auch mit geeigneten Vektoren oder
rekombinanten Viren.
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Außerdem kann
der Wirt ein Nematode, wie beispielsweise C. elegans sein, wie oben
erläutert.
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Eine
weitere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung betrifft die neuen Ostertagia ostertagi
Proteine gemäß der Erfindung.
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Eine
Form dieses Ausführungsbeispiels
betrifft ein 30 kD Ostertagia ostertagi Protein, wobei das Protein
eine Sequenzhomologie von mindestens 90%, allerdings vorzugsweise
92%, besonders bevorzugt 94%, 95% oder sogar 96% Homologie, und
zwar in dieser Reihenfolge oder Priorität, mit der Aminosäuresequenz besitzt,
wie in SEQ ID NO: 10 gezeigt.
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Noch
weiter bevorzugt ist ein Homologieniveau von 97%, 98%, 99% oder
sogar 100% in dieser Prioritätsreihenfolge.
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Eine
besonders bevorzugte Form dieses Ausführungsbeispiels betrifft ein
30 kD Ostertagia ostertagi Protein, das durch eine Nukleinsäuresequenz
gemäß der vorliegenden
Erfindung kodiert wird.
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Der
Grad der Proteinhomologie kann mit dem Computerprogramm „BLAST
2 SEQUENCES" durch Auswahl
des Unterprogramms: „BLASTP" bestimmt werden,
das bei www.ncbl.nim.nih.gov/blast/bl2seq/bl2.html. zu finden ist.
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Eine
Referenz für
dieses Programm ist Tatiana A. Tatusova, Thomas L. Madden, FEMS
Microbiol. Letters 174, 247–250
(1999). Verwendete Matrix: „blosum62". Verwendete Parameter
sind die Standardparameter: Öffnen
der Lücke:
11. Erweiterung der Lücke:
1 Lücke
x_dropoff: 50.
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Es
wird davon ausgegangen, dass für
die speziellen hier erfassten Proteine natürliche Variationen zwischen
einzelnen Ostertagia ostertagi-Stämmen bestehen können. Diese
Variationen können
durch (eine) Aminosäuredifferenz(en)
in der Gesamtsequenz oder durch Deletionen, Substitutionen, Insertionen,
Inversionen oder Additionen von (einer) Aminosäure(n) in der Sequenz gezeigt
werden. Aminosäuresubstitutionen,
die die biologischen und immunologischen Aktivitäten nicht wesentlich ändern, sind
beschrieben worden, z. B. von Neurath u. a. in The Proteins, Academic
Press New York (1979). Aminosäureaustausch
zwischen verwandten Aminosäuren
oder Austausche, die oft in der Evolution aufgetreten sind, sind
unter anderem Ser/Ala, Ser/Gly, Asp/Gly, Asp/Asn, Ile/Val (siehe
Dayhof, M. D., Atlas of Protein sequence and structure, Nat. Biomed.
Res. Found., Washington D. C. (1978), Bd. 5, Ergänz. 3). Andere Aminosäuresubstitutionen
umfassen Asp/Glu, Thr/Ser, Ala/Gly, Ala/Thr, Ser/Asn, Ala/Val, Thr/Phe,
Ala/Pro, Lys/Arg, Leu/Ile, Leu/Val und Ala/Glu. Bezogen auf diese
Informationen entwickelten Lipman und Pearson eine Methode für den schnellen
und sensiblen Proteinvergleich (Science 227, 1435–1441 (1985))
und zum Bestimmen der funktionellen Ähnlichkeit zwischen homologen
Proteinen. Solche Aminosäuresubstitutionen
der beispielhaften Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sowie Variationen mit Deletionen und/oder
Insertionen liegen im Umfang der Erfindung, solange die sich ergebenden
Proteine ihre Immunreaktivität
beibehalten.
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Dies
erklärt,
warum Ostertagia ostertagi Proteine gemäß der Erfindung bei Isolation
von unterschiedlichen Feldisolaten Homologieniveaus von etwa 70%
haben können,
während
sie noch dasselbe Protein mit denselben immunologischen Merkmalen
darstellen. Diese Variationen in der Aminosäuresequenz eines bestimmten
Proteins gemäß der Erfindung,
die noch ein Protein vorsehen, das in der Lage ist, eine Immunreaktion
gegenüber
einer Infektion mit Ostertagia ostertagi oder zumindest gegenüber den
klinischen Manifestationen der Infektion hervorzurufen, werden als „die Immunogenität nicht
wesentlich beeinflussend" angesehen.
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Eine
Form eines noch anderen Ausführungsbeispiels
der Erfindung betrifft Impfstoffe zum Bekämpfen einer Ostertagia ostertagi
Infektion, die mindestens ein Ostertagia ostertagi Protein gemäß der Erfindung,
wie oben beschrieben, zusammen mit einem pharmazeutisch annehmbaren
Träger
umfassen.
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Eine
noch andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung betrifft die Ostertagia ostertagi Proteine
gemäß der Erfindung
zur Verwendung in einem Impfstoff.
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Eine
noch andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung betrifft die Verwendung einer Nukleinsäuresequenz,
eines DNA-Fragments, eines rekombinanten DNA-Moleküls, eines
lebenden rekombinanten Trägermikroorganismus
oder -virus, einer Wirtszelle oder eines Proteins gemäß der Erfindung
zur Herstellung eines Impfstoffs, insbesondere eines Impfstoffs
zum Bekämpfen
einer Ostertagia ostertagi Infektion.
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Ein
Weg zum Herstellen eines Impfstoffs gemäß der Erfindung ist der des
Wachsenlassens des Nematoden, gefolgt von einer biochemischen Reinigung
eines Ostertagia ostertagi Proteins, von der Nematode oder dem Überstand.
Dies ist allerdings ein sehr zeitaufwändiger Weg zur Herstellung
des Impfstoffs.
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Es
ist daher viel angenehmer, die Expressionsprodukte eines Gens, das
ein Ostertagia ostertagi Protein gemäß der Erfindung kodiert, in
Impfstoffen zu verwenden. Dies ist nun zum ersten Mal möglich, weil
die Nukleinsäuresequenzen
von Genen, die ein neues Ostertagia ostertagi Protein kodieren,
die als Impfstoffkomponenten geeignet sind, in der vorliegenden
Erfindung zur Verfügung
gestellt werden.
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Impfstoffe,
die auf den Expressionsprodukten dieser Gene beruhen, können leicht
durch Mischen des Proteins gemäß der Erfindung
mit einem pharmazeutisch annehmbaren Träger, wie unten beschrieben,
hergestellt werden.
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Alternativ
kann ein Impfstoff gemäß der Erfindung
lebende rekombinante Trägermikoorganismen
oder -viren umfassen, wie oben beschrieben, die in der Lage sind,
das Protein gemäß der Erfindung
zu exprimieren. Solche Impfstoffe, z. B. bezogen auf einen Salmonellen-Träger oder
einen viralen Träger,
z. B. einen Herpesvirusvektor, haben den Vorteil gegenüber Untereinheit-Impfstoffen,
dass sie den natürlichen
Weg der Infektion von Ostertagia ostertagi besser nachahmen. Außerdem ist
ihre Selbstverbreitung ein Vorteil, weil nur geringe Mengen an rekombinantem
Träger
zur Immnisierung notwendig sind.
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Impfstoffe
können
auch auf Wirtszellen beruhen, wie oben beschrieben, die das Protein
davon gemäß der Erfindung
umfassen.
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Alle
oben beschriebenen Impfstoffe tragen zur aktiven Impfung bei, d.
h. sie fördern
das Immunsystem des Wirts.
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Alternativ
können
Antikörper
zum Beispiel in Kaninchen aufgezogen werden, oder können von
Antikörper
erzeugenden Zelllinien erhalten werden, wie nachfolgend beschrieben.
Solche Antikörper
können
dann an die Kuh verabreicht werden. Dieses Impfverfahren, die passive
Impfung, ist die Impfung der Wahl, wenn ein Tier bereits infiziert
ist und keine Zeit isbt, um die natürliche Immunreaktion auszulösen. Es
ist auch das bevorzugte Verfahren zur Impfung von Tieren, die zu
einem plötzlichen
hohen Infektionsdruck neigen. Die verabreichten Antikörper gegen
das Protein gemäß der Erfindung
können
in diesen Fällen
Ostertagia ostertagi stören.
Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass er die Entwicklung von Ostertagia
ostertagi reduziert oder stoppt.
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Daher
betrifft eine andere Form dieses Ausführungsbeispiels der Erfindung
einen Impfstoff zum Bekämpfen
einer Ostertagia ostertagi Infektion, die Antikörper gegen ein Ostertagia ostertagi
Protein gemäß der Erfindung
umfasst, und einen pharmazeutisch annehmbaren Träger.
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Eine
noch andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung betrifft Antikörper gegen ein Ostertagia ostertagi
Protein gemäß der Erfindung.
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Verfahren
für die
Großserienproduktion
von Antikörpern
gemäß der Erfindung
sind auch auf dem Fachgebiet bekannt. Solche Verfahren beruhen auf
der Klonierung von (Fragmenten) der genetischen Information, die
das Protein gemäß der Erfindung
in einem filamentösen
Phagen für
das Phadendisplay kodiert. Solche Techniken sind unter anderem im „Antibody
Engineering Page" unter „filamentous
phage display" bei http://aximt1.imt.unimarburg.de/~rek/aepphage.html
und in dem Übersichtsreferat
von Cortese, R. u. a., (1994) in Trends in Biotechn. 12, 262–267, von
Clackson, T. & Wells,
J. A. (1994) in Trends in Biotechn. 12, 173–183, von Marks, J. D. u. a.,
(1992) in J. Biol. Chem. 267, 16007–16010, von Winter, G. u. a.,
(1994) in Annu. Rev. Immunol. 12, 433–455, und von Little, M. u.
a., (1994) Biotechn. Adv. 12, 539–555 beschrieben. Die Phagen
werden im Wesentlichen verwendet, um Kamel-Expressionsbibliotheken,
die Antikörper
der schweren Kette von Kamelen exprimieren, zu durchsuchen. (Muyldermans,
S. und Lauwereys, M., Joum. Molec. Recogn. 12, 131–140 (1999)
und Ghadroudi, M. A. u. a., FEBS Letters 414, 512–526 (1997)).
Zellen von der Bibliothek, die die gewünschten Antikörper exprimieren,
können
repliziert und anschließend
für die
großtechnische
Expression von Antikörpern
verwendet werden.
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Eine
noch andere Ausführungsform
betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Impfstoffs gemäß der Erfindung,
umfassend das Zumischen von Antikörpern gemäß der Erfindung und eines pharmazeutisch
annehmbaren Trägers.
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Eine
alternative und wirksame Art der Impfung ist die direkte Impfung
mit DNA, die das relevante Antigen kodiert. Die direkte Impfung
mit DNA, die Proteine kodiert, ist für viele unterschiedliche Proteine
erfolgreich. (Wie zum Beispiel in Donnelly u. a., The Immunologist
2, 20–26
(1993) wiedergegeben.) Auf dem Gebiet von Antiparasitenimpfstoffen
wird ein Schutz zum Beispiel vor Plasmodium yoelii mit einer DNA-Impfung
mit Plasmodium yoelii circumsporozoite-Gen erhalten (Vaccine 12,
1529–1533
(1994)). Schutz vor Leishmania major wird mit einer DNA-Impfung
mit dem Leishmania major Oberflächenglycoprotein
gp63 Gen erhalten (Vaccine 12, 1534–1536 (1994)).
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Dieser
Impfweg ist auch für
die Impfung von Rindern gegen eine Ostertagia ostertagi Infektion
attraktiv. Daher betreffen noch andere Formen dieses Ausführungsbeispiels
der Erfindung Impfstoffe, die Nukleinsäuresequenzen umfassen, die
ein Protein gemäß der Erfindung
kodieren, Impfstoffe, die DNA-Fragmente umfassen, die solche Nukleinsäuresequenzen
umfassen, oder Impfstoffe, die rekombinante DNA-Moleküle gemäß der Erfindung
umfassen, und einen pharmazeutisch annehmbaren Träger.
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Beispiele
für DNA-Plasmide,
die in einem DNA-Impfstoff gemäß der Erfindung
verwendet werden können,
sind herkömmliche
Klonierungs- oder Expressionsplasmide für bakterielle, eukaryontische
und Hefewirtszellen, wobei viele der Plasmide im Handel erhältlich sind.
Bekannte Beispiele für
solche Plasmide sind pBR322 und pcDNA3 (Invitrogen). Die DNA-Fragmente oder rekombinanten
DNA-Moleküle
gemäß der Erfindung
sollten in der Lage sein, eine Proteinexpression der Nukleotidsequenzen
hervorzurufen. Die DNA-Fragmente oder rekombinanten DNA-Moleküle können eine
oder mehrere Nukleotidsequenzen gemäß der Erfindung umfassen. Darüber hinaus
können
DNA-Fragmente oder rekombinante DNA-Moleküle andere Nukleotidsequenzen,
wie beispielsweise immunstimulierende Oligonukleotide, mit unmethylierten
CpG-Dinukleotiden oder Nukleotidsequenzen umfassen, die für andere
antigene Proteine oder adjuvierende Cytokine kodieren.
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Die
Nukleotidsequenz gemäß der vorliegenden
Erfindung oder das DNA-Plasmid, das eine Nukleotidsequenz gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst, welche vorzugsweise funktionsfähig mit
einer regulatorischen Transkriptionssequenz verbunden ist, um im
Impfstoff gemäß der Erfindung
verwendet zu werden, kann nackt oder in einem Abgabesystem verpackt
sein. Geeignete Abgabesysteme sind Lipidvesikel, ISCOMs®, Dendromere,
Niosome, Mikropartikel, insbesondere chitosanbezogene Mikropartikel,
Polysaccharidmatrizen und dergleichen (siehe weiter unten), die
alle auf dem Fachgebiet bekannt sind. Auch sehr geeignet als Abgabesystem
sind abgeschwächte
lebende Bakterien, wie beispielsweise Salmonella-Arten, und abgeschwächte lebende
Viren, wie beispielsweise Herpesvirus-Vektoren, wie oben erwähnt.
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Noch
andere Formen dieses Ausführungsbeispiels
betreffen Impfstoffe, die rekombinante DNA-Moleküle gemäß der Erfindung umfassen.
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DNA-Impfstoffe
können
z. B. leicht durch intradermale Anwendung, wie beispielsweise durch
Verwendung eines nadellosen Injektors, verabreicht werden. Diese
Verabreichungsart gibt die DNA direkt in die Zellen des zu impfenden
Tiers ab. DNA-Mengen im Bereich zwischen 10 pg und 1000 μg liefern
gute Ergebnisse. Insbesondere wenn die DNA selbstreplizierend ist,
reichen geringe Mengen aus. Vorzugsweise werden Mengen im Mikrogrammbereich
zwischen 1 und 100 μg
verwendet.
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In
einer weiteren Ausführungsform
umfasst der Impfstoff gemäß der vorliegenden
Erfindung zusätzlich ein
oder mehr Antigene, die von für
Rinder pathogenen Organismen und Viren stammen, Antikörper gegen
diese Antigene oder genetische Informationen, die solche Antigene
und/oder eine pharmazeutische Komponente, wie beispielsweise ein
Antibiotikum, kodieren.
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Natürlich können solche
Antigene, Antikörper
gegen solche Antigene oder genetischen Informationen von Ostertagia
ostertagi Ursprung sein, wie beispielsweise einem anderen Ostertagia
ostertagi Antigen. Sie können
auch ein Antigen, Antikörper
oder eine genetische Information sein, die aus einem anderen für Kühe pathogenen
Organismus oder Virus ausgewählt
ist. Solche Organismen und Viren werden vorzugsweise aus der Gruppe
bovines Herpesvirus, bovines Virusdiarrhoe-Virus, Parainfluenzavirus
Typ 3, bovines Paramyxovirus, Maul-und-Klauenseuche-Virus, Pasteurella
haemolytica, bovines Respiratory-Syncytial-Virus, Theileria sp.,
Babesia sp., Trypanosoma sp., Anaplasma sp., Neospora caninum, Staphylococcus
aureus, Streptococcus agalactiae, Mycoplasma, E. coli, Enterobacter, Klebsiella,
Citrobacter, Cryptosporidium, Salmonella und Streptococcus dysgalactiae
ausgewählt.
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Impfstoffe,
die auf den Ostertagia ostertagi Proteinen gemäß der Erfindung beruhen, sind
auch als Markerimpfstoffe sehr geeignet. Ein Marker-Impfstoff ist
ein Impfstoff, der es ermöglicht,
zwischen geimpften und feldinfizierten Kühen z. B. auf der Basis eines
charakteristischen Antikörperpanels
zu unterscheiden, das sich vom durch eine Wild-Typ-Infektion hervorgerufenen
Antikörperpanel
unterscheidet. Ein unterschiedlicher Antikörperpanel wird beispielsweise
hervorgerufen, wenn ein immunogenes Protein, das auf einem Wild-Typ Ostertagia
vorhanden ist, nicht in einem Impfstoff vorkommt: Der Wirt wird
dann nach der Impfung keine Antikörper gegen das Protein produzieren.
Daher würde
ein Impfstoff, der auf den Ostertagia ostertagi Proteinen gemäß der Erfindung
beruht, nur Antikörper
gegen das spezifische Protein hervorrufen, während ein Impfstoff, der auf
einem lebenden Wild-Typ, lebenden geschwächten oder inaktivierten ganzen
Ostertagia ostertagi beruht, Antikörper gegen alle oder die meisten
der Nematodenproteine hervorrufen.
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Ein
einfacher ELISA-Test mit Löchern,
die ein anderes Ostertagia Protein außer den Ostertagia ostertagi
Proteinen gemäß der vorliegenden
Erfindung umfassen, und Löchern,
die nur eines oder mehrere gereinigte Ostertagia ostertagi Proteine
gemäß der Erfindung
umfassen, reicht aus, um Serum von Kühen zu testen und zu unterscheiden,
ob die Kühe
entweder mit dem Proteinimpfstoff gemäß der Erfindung geimpft wurden oder
an einer Ostertagia ostertagi Feldinfektion litten.
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Alle
Impfstoffe gemäß der vorliegenden
Erfindung umfassen einen pharmazeutisch annehmbaren Träger. Ein
pharmazeutisch annehmbarer Träger
kann zum Beispiel steriles Wasser oder eine sterile physiologische
Salzlösung
sein. In einer komplexeren Form kann der Träger zum Beispiel ein Puffer
sein.
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Verfahren
zur Herstellung eines Impfstoffs umfassen das Mischen eines Proteins
gemäß der Erfindung und/oder
von Antikörpern
gegen das Protein und/oder eine Nukleinsäuresequenz und/oder ein DNA-Fragment,
ein rekombinantes DNA-Molekül,
ein lebender rekombinanter Trägermikroorganismus
oder -virus oder eine Wirtszelle gemäß der Erfindung und einen pharmazeutisch
annehmbaren Träger.
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Impfstoffe
gemäß der vorliegenden
Erfindung können
in einer bevorzugten Darstellung auch eine immunstimulatorische
Substanz, ein so genanntes Adjuvans, enthalten. Adjuvanzien im Allgemeinen
umfassen Substanzen, die die Immunreaktion des Wirts auf nicht spezifische
Weise erhöhen.
Eine Anzahl von unterschiedlichen Adjuvanzien sind auf dem Fachgebiet
bekannt. Beispiele für
Adjuvanzien, die häufig
in Kuhimpfstoffen verwendet werden, sind Muramyldipeptide, Lipopolysaccharide,
mehrere Glukane und Glykane und Carbopol® (ein
Homopolymer).
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Der
Impfstoff kann auch einen so genannten „Träger" umfassen. Ein Träger ist eine Verbindung, an
die das Protein anhaftet, ohne kovalent daran gebunden zu sein.
Solche Träger
sind unter anderem Biomikrokapseln, Mikroalginate, Liposome und
Makrosole, die alle auf dem Fachgebiet bekannt sind. Mikropartikel,
besonders speziell die auf Chitosan beruhenden, insbesondere zur
Verwendung bei der oralen Impfung, sind sehr als Impfträger geeignet.
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Eine
spezielle Form für
einen solchen Träger,
bei dem das Antigen teilweise im Träger eingebettet ist, ist das
so genannte ISCOM
® (
EP 109.942 ,
EP 180.564 ,
EP 242.380 ). Darüber hinaus kann der Impfstoff
ein oder mehrere geeignete oberflächenaktive Verbindungen oder
Emulgatoren, z. B. Span
® oder Tween
®, haben.
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Antigene
werden vorzugsweise mit Adjuvanzien kombiniert, die ohne weiteres
zur Verfügung
stehen und die zur Verwendung bei Haustieren eingetragen sind, zum
Beispiel Aluminiumhydroxid, ein Th2-artiges modulierendes Adjuvans.
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Zwei
alternative Ansätze
für die
Antigenabgabe sind besonders zur Anwendung der Impfstoffe gemäß der vorliegenden
Erfindung geeignet:
- a. systemische Immunisierung
mit dem Einschluss von Adjuvanzien modulierenden Immunreaktionen
bezüglich
der Schleimhaut, wie beispielsweise Vitamin D3 (Van der Stede, Y.,
u. a., Vaccine 19, 1870–1878 (2001)
oder QuilA®,
und
- b. direkte Abgabe an die respiratorische Schleimhaut durch Inhalation
von nackter DNA (Plasmid) (Vanrompay, D., u. a., Immunology 103,
106–112
(2001)).
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Die
Zugabe von CpG-Oligonukleotidsequenzen innerhalb oder außerhalb
des Plasmids ist auch zur Verbesserung des Schutzes bevorzugt (Van
der Stede, Y., u. a., Vet. Immunol. Immunopathol., 86, 31–41 (2002).
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Oft
wird der Impfstoff mit Stabilisatoren gemischt, zum Beispiel um
die zum Abbau neigenden Proteine davor zu schützen, abgebaut zu werden, um
die Lebensdauer des Impfstoffs zu verlängern oder um die Gefriertrockungswirksamkeit
zu verbessern. Nützliche
Stabilisiatoren sind unter anderem SPGA (Bovarnik u. a.; J. Bacteriology
59, 509 (1950)), Kohlenhydrate, z. B. Sorbit, Mannit, Trehalose,
Stärke,
Saccharose, Dextran oder Glucose, Proteine, wie beispielsweise Albumin
oder Kasein oder Abbauprodukte davon, und Puffer, wie beispielsweise
Alkalimetallphosphate.
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Darüber hinaus
kann der Impfstoff in einem physiologisch annehmbaren Verdünnungsmittel
suspendiert sein. Es ist selbstverständlich, dass andere Arten von
adjuvierenden, addierenden Trägerverbindungen oder
Verdünnungsmitteln,
die ein Protein emulgieren oder stabilisieren, auch in der vorliegenden
Erfindung verkörpert
sind.
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Impfstoffe
gemäß der Erfindung,
die auf einem Protein gemäß der Erfindung
beruhen, können
sehr geeignet in Mengen im Bereich zwischen 1 und 100 μm Protein
pro Tier verabreicht werden, obwohl kleinere Dosen im Prinzip verwendet
werden können.
Eine Dosis, die 100 μm übersteigt,
ist aus kommerziellen Gründen
weniger attraktiv, obwohl sie immunologisch sehr geeignet ist.
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Impfstoffe,
die auf den lebenden abgeschwächten
rekombinanten Trägermikroorganismen
oder -viren, wie beisielsweise den LRC-Viren, Parasiten und Bakterien,
wie oben beschrieben, beruhen, können
in viel geringeren Dosen verabreicht werden, weil sie sich während der
Infektion multiplizieren. Daher liegen sehr geeignete Mengen im
Bereich zwischen 103 und 109 CFU/PFU
sowohl für
Bakterien als auch für
Viren.
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Impfstoffe
gemäß der Erfindung
können
z. B. intradermal, subkutan, intramuskulär, intraperitoneal, intravenös oder bei
mukosalen Oberflächen
beispielsweise oral oder intranasal verabreicht werden.
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Zum
wirksamen Schutz vor Erkrankung ist eine schnelle und richtige Diagnose
einer Ostertagia ostertagi Infektion wichtig.
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Daher
ist es ein anderes Ziel der vorliegenden Erfindung, diagnostische
Werkzeuge vorzusehen, die zum Nachweis einer Ostertagia ostertagi
Infektion geeignet sind.
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Die
Nukleinsäuresequenzen,
die Proteine und die Antikörper
gemäß der Erfindung
sind auch zur Verwendung bei der Diagnose geeignet sind.
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Daher
betrifft eine andere Ausführungsform
der Erfindung Nukleinsäuresequenzen,
Proteine und Antikörper
gemäß der Erfindung
zur Verwendung bei der Diagnose.
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Die
Nukleinsäuresequenzen
oder Fragmente davon gemäß der Erfindung
können
verwendet werden, um das Vorhandensein von Ostertagia ostertagi
in Kühen
nachzuweisen. Eine Probe aus dem Labmagen von Kühen, die mit Ostertagia ostertagi
infiziert waren, umfasst Nukleinsäurematerial, das vom Parasiten
stammt, einschließlich
Nukleinsäuresequenzen,
die für
ein Protein gemäß der Erfindung
kodieren. Diese Nukleinsäuresequenzen
hybridisieren mit einer Nukleinsäuresequenz
gemäß der Erfindung.
Geeignete Verfahren zum Nachweisen, die mit den Nukleinsäuresequenzen
der vorliegenden Erfindung reagieren können, beinhalten Hybridisierungsverfahren,
einschließlich – aber nicht
ausschließlich – PCR-Techniken
und NASBA®-Techniken.
Daher können
die Nukleinsäuresequenzen
gemäß der Erfindung
verwendet werden, um Sonden und Primer zur Verwendung bei PCR- und
oder NASBA-Verfahren
herzustellen.
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Ein
Diagnose-Testkit zum Nachweisen von Ostertagia ostertagi kann zum
Beispiel Hilfsmittel umfassen, um die Reaktion von Ostertagia-Nukleinsäure zu ermöglichen,
die von den mit diesen Hilfsmitteln zu testenden Kühen isoliert
wurden. Solche Hilfsmittel sind z. B. spezielle Sonden oder (PRC-)Primer,
die auch als Primerfragmente bezeichnet werden, die auf den Nukleinsäuresequenzen
gemäß der Erfindung
beruhen. Wenn genetisches Material von Ostertagia ostertagi in dem
Tier vorhanden ist, wird es zum Beispiel spezifisch an spezifische
PCR-Primer binden und z. B. nach der cDNA-Synthese, anschließend in
der PCR-Reaktion amplifiziert werden. Das PCR-Reaktionsprodukt kann
dann leicht in einer DNA-Gelelektrophorese
nachgewiesen werden.
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Standardmäßige PCR-Lehrbücher beschreiben
Verfahren zum Bestimmen der Primer für selektive PCR-Reaktionen
mit Ostertagia ostertagi DNA. Primer-Fragmente mit einer Nukleotidsequenz
von mindestens 12 Nukleotiden werden häufig verwendet, aber Primer
von über
15, besonders bevorzugt 18, Nukleotiden werden etwas mehr ausgewählt. Insbesondere
Primer mit einer Länge
von mindestens 20, vorzugsweise mindestens 30, Nukleotiden sind
sehr allgemein anwendbar. PCR-Techniken sind umfassend in C. Dieffenbach & G. Dveksler beschrieben:
PCR primers: a laborator manual, CSHL Press, ISBN 879694473 (1995)).
Nukleinsäuresequenzen
gemäß der Erfindung
oder Primer dieser Nukleinsäuresequenzen
mit einer Länge
von mindestens 12, vorzugsweise 15, besonders bevorzugt 18, sogar
noch weiter bevorzugt 20, 22, 25, 30, 35 oder 40 Nukleotiden, in
dieser bevorzugten Reihenfolge, wobei die Nukleinsäuresequenzen
oder Teile davon mindestens 70 Homologie mit der Nukleinsäuresequenz
aufweisen, wie in SEQ ID NO: 9 gezeigt, sind daher auch ein Teil
der Erfindung. Primer sollen eine Länge von mindestens 12 Nukleotiden
und eine Homologie von mindestens 70%, besonders bevorzugt 80%,
85%, 90%, 95%, 98%, 99% oder sogar 100%, in dieser bevorzugten Reihenfolge
mit der Nukleinsäuresequenz,
wie in SEQ ID NO: 9 gezeigt, haben. Solche Nukleinsäuresequenzen können als
Primerfragmente in PCR-Reaktionen verwendet werden, um die Menge
an DNA zu erhöhen,
die sie kodieren, oder in Hybridisierungsreaktionen verwendet werden.
Dies ermöglicht
die schnelle Amplifikation oder Detektion auf Blots von spezifischen
Nukleotidsequenzen zur Verwendung als diagnostisches Hilfsmittel zum
Beispiel zum Nachweis von Ostertagia ostertagi, wie oben angegeben.
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Ein
anderer Test für
genetisches Material beruht auf Ostertagia-Material, das z. B. von
einem Abstrich erhalten wurde, dem eine klassische DNA-Reinigung
und danach eine klassische Hybridisierung mit radioaktiv oder farblich
markierten Primerfragmenten folgt. Farblich markierte und radioaktiv
markierte Fragmente werden allgemein als Nachweismittel bezeichnet.
Beide PCR-Reaktionen und Hybridisierungsreaktionen sind auf dem
Fachgebiet bekannt und sind unter anderem in Sambrook & Russell, oben,
beschrieben.
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Daher
betrifft eine Ausführungsform
der Erfindung einen diagnostischen Testkit zum Nachweisen von Ostertagia
ostertagi Nukleinsäuresequenzen.
Ein solcher Test umfasst eine Nukleinsäuresequenz gemäß der Erfindung
oder ein Primerfragment davon.
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Ein
diagnostischer Testkit, der auf dem Nachweis von antigenem Material
der speziellen Ostertagia ostertagi Proteine gemäß der Erfindung beruht und
daher zum Nachweis einer Ostertagia ostertagi Infektion geeignet
ist, kann unter anderem einen standardmäßigen ELISA-Test umfassen.
In einem Beispiel eines solchen Tests werden die Wände der
Löcher
einer ELISA-Platte mit Antikörpern überzogen,
die gegen eines der Proteine gemäß der Erfindung
gerichtet sind. Nach der Inkubation mit dem zu testenden Material
werden markierte anti-Ostertagia ostertagi Antikörper den Löcher zugegeben. Eine Farbreaktion
zeigt dann das Vorhandensein von antigenem Material von Ostertagia
ostertagi. Daher betrifft eine noch andere Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung diagnostische Testkits zum Nachweisen von antigenem Material
von Ostertagia ostertagi. Solche Testkits umfassen Antikörper gegen
ein Protein gemäß der Erfindung.
-
Ein
diagnostischer Testkit, der auf dem Nachweis von Antikörpern gegen
ein Protein von Ostertagia ostertagi gemäß der Erfindung im Serum beruht
und daher zum Nachweisen einer Ostertagia ostertagi Infektion geeignet
ist, kann unter anderem einen standardmäßigen ELISA-Test umfassen.
In einem solchen Test können
die Wände
der Löcher
einer ELISA-Platte
zum Beispiel mit einem Ostertagia ostertagi Protein gemäß der Erfindung überzogen
sein. Nach der Inkubation mit dem zu testenden Material werden markierte
Antikörper gegen das
Protein den Löchern
zugegeben. Eine Farbreaktion zeigt dann das Vorhandensein von Antikörpern gegen
Ostertagia ostertagi. Daher betrifft eine noch andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung diagnostische Testkits zum Nachweisen
von Antikörpern
gegen Ostertagia ostertagi. Solche Testkits umfassen ein Ostertagia
ostertagi Protein gemäß der Erfindung.
-
Der
Aufbau des Immunoassays kann variieren. Zum Beispiel kann der Immunoassay
auf Wettbewerb oder direkte Reaktion beruhen. Weiterhin können die
Protokolle feste Träger
verwenden oder können
zelluläres
Material verwenden. Der Nachweis des Antikörper-Antigen-Komplexes kann die Verwendung
von markierten Antikörpern
umfassen; die Markierungen können
zum Beispiel Enzyme, fluoreszierende, chemolumineszierende, radioaktive
oder Farbstoffmoleküle
sein.
-
Geeignete
Verfahren zum Nachweisen von mit einem Protein gemäß der vorliegenden
Erfindung reaktiven Antikörpern
in der Probe umfassen den enzymverbundenen Immunosorbentassay (ELISA),
Immunfluoreszenztest (IFT) und die Western-Blotarialysen.
-
Die
Proteine gemäß der Erfindung,
die zum Beispiel wie oben angegeben exprimiert sind, können verwendet
werden, um Antikörper
zu erzeugen, die polyklonal, monospezifisch oder monoklonal (oder
ein Derivat davon) sein können.
Wenn polyklonale Antikörper
gewünscht
sind, sind Techniken zum Erzeugen und Verarbeiten von polyklonalen
Seren auf dem Fachgebiet bekannt (z. B. Mayer und Walter, Hrsg.
Immunochemical Methods in Cell and Molecular Biology, Academic Press,
London (1987)).
-
Monoklonale
Antikörper,
die gegen das Protein gemäß der Erfindung
reagieren können,
können
durch Immunisierung von durch Inzucht erzeugten Mäusen mittels
Verfahren produziert werden, die auch auf dem Fachgebiet bekannt
sind (Kohler und Milstein, Nature, 256, 495–497 (1975)).
-
BEISPIELE
-
Beispiel 1
-
1.1. Parasiten-ES-Produkte, EX-Produkte
und anti-ES-Kaninchenserum-Herstellung
-
Ex-Produkte
wurden wie in Geldhof, P., u. a., Parasite Immunology 24, 263–270 (2002),
beschrieben, hergestellt. Das in diesem Beispiel verwendete EX ist
mit S1 vergleichbar, wie in dieser Veröffentlichung beschrieben. Exkretorisch-sekretorische
Produkte wurden wie von Geldhof P, u. a., Parasitology 121, 639–647 (2000)
beschrieben, hergestellt. Kaninchen wurden dreimal mit einer Woche
Abstand mit 100 μg
der erhaltenen ES-Proteine der Stadien L3,
L4 und Adult in Kombination mit Freunds
Adjuvans immunisiert und drei Wochen nach der letzten Immunisierung
ausbluten gelassen. Polyklonale Seren von diesen Kaninchen wurden zum
Immunoscreening von O. ostertagi cDNA-Bibliotheken verwendet.
-
1.2. cDNA-Bibliotheksaufbau von O. ostertagi
-
Gesamt-RNA
von L3-, L4- und
adulten Parasiten wurde mit TRIZOL® Reagens
(GibcoBRL, Life Technologies) hergestellt. PolyA+ RNA
wurde mit mRNA Separator® Kit (Clontech Laborstories,
Inc.) gereinigt. Drei μg
mRNA wurde in eine Erststrang-cDNA mit willkürlichen Hexamerprimern umgewandelt
(SuperScript® Auswahlsystem
für die
cDNA-Synthese, GibcoBRL, Life Technologies). Doppelsträngige cDNA
wurde mit EcoRI-NotI-Adaptern modifiziert und in den lambda gt11-Vektor
(Stratagene) kloniert. Rekombinante lambda-Phagen wurden verpackt (Gigapack®III
Goldverpackungsextrakt, Stratagene) und die Verpackungsreaktion
titriert. Es wurde geschätzt,
dass die L3-cDNA-Bibliothek 1.15 × 106 unabhängige
Klone enthielt; die L4-cDNA-Bibliothek 9.6 × 106 und die Adult-cDNA-Bibliothek enthielten
3.41 × 106 plaquebildende Einheiten. Nach der Amplifikation
wurden diese cDNA-Bibliotheken
mit den anti-ES-Kaninchenseren immungescreent.
-
1.3. Immunoscreening von cDNA-Bibliothek
-
Ungefähr 100.000
Plaques wurden auf Luria-Broth-Agar (8.000 Plaque pro Platte) plattiert
und Kopien wurden auf Nitrozellulosefiltern erzeugt, die in 10 mM
Isopropylthio-β-D-galactosid eingeweicht
waren. Nach dem Blockieren des Hintergrunds (5% Milchpulver in PEST,
Nestlé Gloria)
wurden die Filter über
Nacht mit Kaninchenserum inkubiert, (1:200) in Blockierungspuffer
verdünnt.
Ziegen anti-Kaninchenserum, das mit Merrrettichperoxidase (Verdünnung 1:100)
verbunden wurde, wurde als Konjugat verwendet, und die Antigen-Antikörper-Komplexe
wurden mit Daminobenzidin nachgewiesen. Die reagierenden Plaques
wurden erneut gescreent, bis eine homogene Population von immunpositiven
rekombinanten Phagen erhalten wurde. Die gereinigten Plaques wurden
in sterilem SM-Puffer (50 mM Tris-HCl, pH 7,5, 100 mM NaCl, 10 mM MgSO4) resuspendiert und bei 4°C gelagert.
-
1.4. Klonieren und DNA-Sequenzanalyse
von cDNA-Inserts
-
Phagen-Inserts
wurden mit PCR mittels lambda gt11 Primern amplifiziert:
und in
einen Plasmidvektor kloniert (pGEM-T
®, Promega).
DH5α E.
coli Transformanten, der das rekombinante Plasmid enthält, wurden
auf Luria Broth Agarplatten, die mit 0,1 mg/ml Ampicillin, 0,1 mM
Isopropylthio-β-D-galactosid
und 40 μg/ml
5-Brom-4-chlor-3-indolyl-β-D-galactose selektiert,
und die cDNA-Inserts wurden mit PCR mittels Vektorprimer amplifiziert:
-
Die
Nukleotidsequenz der cDNA-Klone wurde durch das Dideoxy-Kettenterminatorverfahren
mittels fluoreszierenden BigDyeTM-Terminatoren
in einem 377 automatisierten DNA-Sequenzer
(PE Biosystems) bestimmt. Die DNA-Sequenzdaten wurden gesammelt
(DNASTAR®,
Inc.) und mit Nukleinsäure-(Blast+Beauty) und
Aminosäuresequenzen
(BlastX+Beauty) in verschiedenen Datenbanken verglichen (EMBL, GenBank, WU-Blast2
und Swiss-Prot).
-
Ergebnisse von Beispiel 1:
-
Das
Screeningverfahren mittels eines speziell hergestellten anti-exkretorisch-sekretorischen
Kaninchen-Antiserums zum Nachweisen von Genen, die immunreaktives
Ostertagia ostertagi kodieren, führte
zum Nachweis von fünf
neuen Genen, die Impfstoffkomponenten kodieren.
- 1)
ein Gen, das ein neues immunogenes Protein kodierte, wurde gefunden,
dessen Nukleotidsequenz, die wichtige immunogene Determinanten kodiert,
in SEQ ID NO: 7 angegeben ist. Das Gen kodiert ein Protein mit einer
Länge von
etwa 1600 Aminosäuren
und einem Molekulargewicht von >=
200 kD. Die Aminosäuresequenz
eines wichtigen immunreaktiven Teils dieses Proteins ist in der
SEQ ID NO: 8 angegeben. Wie in der 1 zu sehen
ist, umfassen mehrere Klone, von denen einer durch einen Pfeil angegeben
ist, mindestens Teile des Gens, die einen immunogenen Teil dieses
Proteins kodieren. Es ist deutlich zu sehen, dass dieses Protein
stark durch Antikörper
gegen dieses Protein erkannt werden kann.
- 2) ein Gen, das ein neues immunogenes Protein mit 28 kD kodiert,
wurde ermittelt. Der Hauptteil der Nukleotidsequenz dieses Gens
ist in SEQ ID NO: 3 angegeben. Die Aminosäuresequenz des Proteins ist
in SEQ ID NO: 4 angegeben. Wie in der 2B zu
sehen ist, wird in der Spur, die als ES und EX bezeichnet ist (siehe
unter 1.1 zur Erläuterung),
die klare Bande von etwa 28 kD, die dieses Protein darstellt, stark durch
monospezifische Antiseren dargestellt, die auf Spuren von plaquereinen
immunpositiven Klonen gereinigt ist, die das Protein kodieren.
- 3) ein Gen, das ein neues immunogenes Protein von 25 kD kodierte,
wurde ermittelt. Die Nukleotidsequenz dieses Gens ist in SEQ OID
NO: 5 angegeben. Die Aminosäuresequenz
des Proteins ist in SEQ ID NO: 6 angegeben. Wie in der 2C zu sehen ist, wird in der EX genannten
Spur (siehe unter 1.1. wegen der Erläuterung) die klare Bande von
etwa 25 kD, die dieses Protein darstellt, stark und hochspezifisch
durch monospezifische Antiseren erkannt, die auf Spuren von plaquereinen
immunpositiven Klonen, die dieses Protein kodieren, gereinigt sind.
- 4) ein Gen, das ein neues immunogenes Protein von 31 kD kodierte,
wurde ermittelt. Die Nukleotidsequenz dieses Gens ist in SEQ ID
NO: 1 angegeben. Die Aminosäuresequenz
des Proteins ist in SEQ ID NO: 2 angegeben. In der 3B sind
im eingerahmten Bereich die vier rechten Proteine Formen dieses
Proteins (Siehe auch unter Ergebnissen von Beispiel 2). Aus der 3A geht
hervor, dass das Protein stark durch monospezifische Antiseren erkannt
wird, die auf Spuren von plaquereinen immunpositiven Klonen, die
dieses Protein kodieren, gereinigt sind.
- 5) ein Gen, das ein neues immunogenes Protein von 30 kD kodiert,
wurde ermittelt. Die Nukleotidsequenz dieses Gens ist in SEQ ID
NO: 9 angegeben. Die Aminosäuresequenz
des Proteins ist in SEQ ID NO: 10 angegeben. In der 3B sind
im eingerahmten Bereich die zwei linken Proteine Formen dieses Proteins. (Siehe
auch unter Ergebnisse von Beispiel 2). Aus der 3A geht
hervor, dass das Protein stark durch monospezifische Antiseren erkannt
wird, die auf Spuren von plaquereinen immunpositiven Klonen, die
dieses Protein kodieren, gereinigt sind.
-
Beispiel 2
-
2.1. Herstellung von Antigenen
-
Adulte
O. ostertagi Parasiten und adulte ES-Produkte wurden wie von Geldhof
u. a. beschrieben (2000, Parasitology, 121, 639–647), erhalten.
-
2.2 Chromatographie auf Thiol-Sepharose
-
Gesamt-ES
wurde mit einer Endkonzentration von 2,5 mM Dithiothreitol (DTT)
30 Minuten lang bei 37°C
vor der Chromatographie vorinkubiert. Überschüssiges DTT wurde durch Hindurchleiten
durch eine 10 × 2,6
cm Sephadex® G-25
(Pharmacia) Säule
entfernt und mit 10 mM Tris, 0,5 M NaCl, pH 7,4, mit 5 ml/Minute eluiert.
Eine aktivierte Thiol-Sepharose 4B (Sigma) Säule, 5 ml Bettvolumen, wurde
in 10 mM Tris, 0,5 M NaCl, pH 7,4, äquilibriert. Proteinproben
(10 mg/Durchlauf) wurden auf die Thiol-Sepharose 4B Säule mit
einer Strömungsrate
von 5 ml/Stunde aufgetragen. Ungebundenes Material wurde durch Waschen
der Säule
mit Äquilibrierungspuffer
(10 mM Tris, 0,5 M NaCl, pH 7,4) eluiert, bis die OD280 zu
einer konstanten Grundlinie zurückgekehrt
war. Gebundenes Material wurde mit Äquilibrierungspuffer, enthaltend
50 mM DTT, mit einer Strömungsrate
von 5 ml/Stunde eluiert. Die Spitzenfraktionen wurden gepoolt. DTT
wurde von den eluierten Proteinen durch Hindurchleiten bei 5 ml/Minute
durch eine Sephadex® G-25 (Pharmacia) Säule in 10
mM Tris pH 7,4 entfernt. Die Spitzenfraktionen wurden wieder gepoolt
und der Proteingehalt durch das BCA-Verfahren (Pierce) bestimmt.
Beide Reinigungen, S3- und ES-Thiol, ergaben eine Ausbeute zwischen
10 und 15%. Aliquote der ES-Thiolfraktionen wurden für SDS-PAGE
und Substratgelanalyse entfernt. Der Rest der Eluate wurden dann
bei –70°C gelagert,
bis sie benötigt
wurden.
-
2.3. 1D- und 2D-Gelelektrophorese
-
Die
Peptidkomponenten von ES-Thiol wurden durch Coomassie-Blau Färbung (0,1
Coomassie-Blau R-250 in 40% Methanol und 10% Essigsäure) im
Anschluss an eine Fraktionierung von 10 μg Proteinprobe mittels 10% SDS-PAGE
unter reduzierenden Bedingungen sichtbar gemacht.
-
Die
2D-Gelelektrophorese wurde mit dem 1 PG-SDS/PAGE System gemäß Bjellqvist
u. a. (Elektrophoresis 14, 1357–1365
(1993)) durchgeführt.
Die Proteinproben wurden durch Zugabe von 10 Volumen eiskalten Aceton
ausgefällt
und für
2 Stunden bei –20°C gelassen.
Das Aceton wurde nach der Zentrifugation verworfen. Das Pellet wurde
2 Stunden lang in der Rehydrierungslösung, enthaltend 9 M Harnstoff,
4% CHAPS (Pharmacia), Bromphenol-Blau,
18 mM Dithiothreitol und 2% IPG-Puffer (Pharmacia), gelöst. Diese
Probe, die ungefähr
100 μg Protein
beinhaltete, wurde auf 7 cm Immobilinstreifen (pH 3–10, Pharmacia)
geladen, um die isoelektrische Fokussierung durchzuführen. Der
Streifen wurde anschließend
30 Minuten lang in 50 mM Tris-Cl, pH 8,8, enthaltend 6 M Harnstoff,
30 Glycerin (v/v), 2% SDS (G/v), 64 mM Dithiothreitol und eine Spur Bromphenol-Blau
gewaschen. Die zweite Dimension wurde auf 12% SDS-PAGE durchgeführt. Gele
wurden durch kolloidales Coomassie-Färben (Sigma) gefärbt.
-
2.4. Western Blotting
-
Die
Serumantikörperreaktionen
der Kälber
auf die Immunisierungen mit ES-Thiol wurden durch Western Blotting
mittels Seren bewertet, die eine Woche nach der zweiten Immunisierung
geerntet wurden. Fünf μg ES-Thiol
wurde mittels 10% SDS-PAGE unter reduzierenden Bedingungen fraktioniert
und dann auf eine PVDF-Membran blot-transferiert. Die Blotabschnitte
wurden in Streifen geschnitten und über Nacht in 10% Pferdeserum
in PEST blockiert. Nach 2-stündigem
Sondieren mit gepoolten Seren (verdünnt 1:400 in 2 Pferdeserum
in PEST) von den unterschiedlichen Gruppen wurde das Konjugat (Kaninchen
anti-Rinder-HPRO, Sigma, 1:8000 in 2% Pferdeserum in PEST) für eine Stunde
zugesetzt. Die erkannten Antigene wurden durch Zugabe von 0,05%
3,3-Diaminobenzidintetrachlorid in PBS, enthaltend 0,01% H2O2 (v/v), sichtbar
gemacht.
-
2.5. Massenspektrometrische Analyse
-
Die
massenspektrometrische Analyse wurde im Wesentlichen wie zuvor von
Jensen u. a. (Proteins, Ergänz.
2, 74–89
(1998)) besprochen durchgeführt.
Kurz gesagt, wurden Proteinstellen mittels Trypsin im Gel verdaut
und die Peptide wurden anschließend
mit der AnchorChip® Technologie gereinigt.
Die Peptidproben wurden durch MALDI-TOF Massenspektrometrie analysiert.
Das verbliebene Material wurde für
eine IC-MS/MS-Analyse verwendet, um die Aminosäuresequenz der unterschiedlichen
Peptide zu bestimmen.
-
Ergebnisse von Beispiel 2
-
Peptidprofil von ES-Thiol und vollständiges ES
-
Die
Analyse der ES-Thiolproteinfraktion auf 1D- und 2D-Geleelektrophorese
ist in der 4 gezeigt. ES-Thiol umfasste
eine herausragende Bande bei ~30 kD sowie 3 niedermolekulare Banden
und etwa 6 Peptide im Größenbereich
von 45 bis 92 kD (3A). Eine Analyse dieser Proteinfraktion
auf 2D-Gel ist in der 3B gezeigt. Die herausragende
30 kD Bande, die auf dem 1D-Gel sichtbar ist, wandert in etwa 6
Flecken zwischen pl 5–7
auf dem 2D-Gel. Weitere 13 blassere Flecken mit pl-Werten im Bereich
von 4 bis 8 mit Molekülmassen
zwischen 53 und 15 kD wurden in ES-Thiol auf 2D-Gel sichtbar (3B).
-
Antikörperreaktionen von immunisierten
Kälbern
-
Die
Kontrolltiere zeigten eine gewisse geringere Hintergrunderkennung
von ein paar Peptiden in ES-Thiol (4). Die
ES-Thiolgruppe erkannte das 30 und 31 kD Antigen stark (4).
-
Massenspektrometrieergebnisse
-
Die
6 überreichen
Flecken bei 30 kD wurden aus dem Gel herausgeschnitten und in einer
MALDI-Peptidmassenfingerabdruckanalyse verwendet (in 3B eingerahmt).
Zwei unterschiedliche Proteine wurden in diesen Flecken identifiziert.
Die Peptidmassenfingerabdruckanalyse zeigte, dass die Flecken Nr.
3–6 dasselbe 31
kD Protein enthielten, wie oben unter 4) beschrieben und Fleck 1
und 2 enthielten das 30 kD Protein, wie oben unter 5) beschrieben.
Das übrige
Material wurde in der IC-MS/MS-Analyse verwendet, was zu Peptidsequenzen
von Fleck 1–6
führte.
Diese zeigten 100% Homologie mit einem zuvor charakterisierten exkretorisch-sekretorischen
Antigen, wie durch die Gene kodiert, die ein 31 kD und 30 kD Ostertagia
ostertagi Protein kodieren, wie im Beispiel 1 unter 4) und 5) beschrieben.
-
Beispiel 3
-
3.1. Tiere
-
Insgesamt
17 Kälber,
männliche
und weibliche Holstein-Kreuzungen, zwischen 6 und 12 Monate alt, von
3 unterschiedlichen Bauernhöfen
erhielten eine natürliche
Infektion mit gastrointestinalen Nematoden während einer ersten Grassaison
von mindestens 6 Monaten. Um den Immunstatus der Kälber zu
bestätigen, wurden
Verringerungen der Wurmbelastungen beim Unterbringen nach der Behandlung
mit Benzimidazolen und anschließender
Belastungsinfektion gemessen. Kälber
des Bauernhofs 1 (n = 4) erhielten eine natürliche Belastung während eines
Monats in der zweiten Grassaison (Claerebout u. a., Veterinary Parasitology
75, 153–167
(1998)). Kälber
des Bauernhofs 2 (n = 6) und 3 (n = 7) erhielten eine experimentelle
Belastung mit 50.000 O. ostertagi L3-Larven
eine Woche nach der Behandlung. Die O. ostertagi Wurmzählungen
dieser Tiere (,immunisierte' Tiere)
wurden mit denen von darmwurmfreien Kälbern verglichen (n = 6 für jeden
Bauernhof), die eine ähnliche
Belastung erhielten (,primär
infizierte' Tiere).
Verringerungen der Wurmzählungen
waren 48%, 45% und 24% für
Kälber
des Bauernhofs 1, 2 bzw. 3.
-
Probensammlung
-
3.2 Schleimsammlung
-
Labmagenschleim
von allen 17 ,immunisierten' Tieren
von den 3 unterschiedlichen Bauernhöfen und von den 18 ,primär infizierten' Tieren wurde durch
sanftes Abschaben der Schleimoberfläche mit einem Glasmikroskopobjektträger gesammelt.
Schleimabschabungen wurden mit einem gleichen Gewicht an phosphatgepufferter
Kochsalzlösung
(0,05 M PBS, pH 7,3, 3 mM Na-Azid) mittels eines Ultra-Turrax Homogenisierers (13.000
UpM, 3 × 1
min) homogenisiert. Die Homogenate wurden bei 20.000 g 30 Minuten
lang zentrifugiert. Der Überstand
wurde entfernt und bei –70°C gelagert.
Um die Immunglobuline zu isolieren, wurde der Überstand mit Protein G-Agarosekügelchen
(Roche) behandelt. Schleim (1 ml) wurde zentrifugiert (14.000 g,
4°C, 30
min), um die Trümmer
zu entfernen. 200 μl
Ausgangspuffer (20 mM NaH2PO4,
pH 7,0) wurde dem Überstand
zugegeben, um sicherzustellen, dass der pH-Wert der Probe neutral
blieb. Nach dem Äquilibrieren
der Probe (2 Waschungen mit Ausgangspuffer) wurden 100 μl Protein
G-Agarosekügelchen
zugegeben. Die Probe wurde für
2 h auf einem Rotor bei 4°C
gegeben, um die Bindung der Fc-Teilchen der Igs an die Kügelchen
zu ermöglichen.
Der Überstand
wurde gesammelt und zusammen mit den ersten 5 Waschungen aufbewahrt
(400 μl
Waschpuffer/Waschung, 20 mM NaH2PO4, 150 mM NaCl, 2 mM EDTA, pH 7,0). Die gebundenen
Igs wurden mit 400 μl
Elutionspuffer eluiert (100 mM Glycin, pH 2,7), bis die OD der Elutionen
0 war. Die Fraktionen wurden sofort mit 20% Neutralisierungspuffer
(1 M Tris-HCl, pH 9,0) neutralisiert. Der Überstand/Waschfraktion wurden
erneut mit Protein G-Agarosekügelchen
behandelt, um sicherzustellen, dass alle Antikörper, die in der Schleimprobe
vorhanden waren, gesammelt wurden. Die behandelten Schleimproben
wurden in 2 Gruppen für
jeden Bauernhof gepoolt: die ,immunisierte' Gruppe und die ,primär infizierte' Gruppe.
-
3.3. Sammlung von Antikörper sekretierende
Zellsonden (ASC-Sonden)
-
ACS-Sonden
wurden von Tieren des Bauernhofs 3 (n = 13) gesammelt. Die Antikörper sekretierenden Zellsonden
(ASC-Sonden) bezeichnen den Überstand
einer Lymphknotenzellkultur, die mit dem Verfahren hergestellt wurde,
das ursprünglich
von Meeusen und Brandon beschrieben wurde (J. Immunol. Methods 172, 71–76 (1994a);
Eur. J. Immunol. 24, 469–474
(1994b)). Kurz gesagt, wurden Labmagenlymphknoten bei der Leichenschau
gesammelt und in kaltes PBS + 1% Penicillin-Streptomycin transportiert.
Lymphozyten wurden mit Schneiden und Reizen der Knoten in 5 ml RPMI-Medium
(Gibco BRL) geerntet, in RPMI-Medium gewaschen und zentrifugiert
(1.000 g, 10 min, 4°C).
Die roten Blutzellen wurden durch Zugabe von 20 ml Lyselösung (2%
Tris, pH 7,65, 0,8 NH4Cl) 10 min lang unter
leichtem Schütteln
lysiert. Zwanzig ml RPMI, enthaltend 1 Penicillin-Streptomycin und
2% Pferdeserum wurde verwendet, um die Zellen 3-mal zu waschen.
Die Zellen wurden bis zu einer Endkonzentration von 5 × 106 Zellen/ml im Kulturmedium resuspendiert
(RPMI ergänzt
mit 20% Pferdeserum, 1% Penicillin-Streptomycin, 1% Natrium–Pyruvat,
1% nicht essentielle Aminosäuren,
1% Kanamycin, 0,1% Gentamycin und 0,035% β-Mercaptoethanol). Kulturkolben
mit 50 ml Zellsuspension wurden bei 37°C in einer Atmosphäre von 5%
CO2 unter Luft ohne Stimulation inkubiert.
Nach 3 Tagen wurden die Zellen durch Zentrifugation (1000 g, 10
min) entfernt und 400 ml Überstand
pro Tier wurden gesammelt. Der Überstand
(ADSC-Sonden) wurde 10-fach in einem SpeedVac® konzentriert
und Antikörperpools
von den ,immunisierten' Tieren
und den ,primär
infizierten' Tieren
wurden zum Screenen von Western-Blots und cDNA-Bibliotheken erstellt.
-
3.4. cDNA Bibliothekenscreening
-
O.
ostertagi L3-, L4-
und Adult-cDNA-Bibliotheken wurden in λgt11-Phage, konstruiert, auf
Y1090r– Zellen
propagiert und durch Standardverfahren plattiert (Sambrook & Russell, oben).
Ungefähr
100.000 Plaques von allen 3 Bibliotheken wurden mit ASC-Sonden und
Schleimantikörpern
durchsucht. Alle Plaques wurden zuerst mit einem Antikörperpool
von ,immunisierten' Tiere
von allen drei Bauernhöfen
durchsucht. Alle positiven Plaques wurden erneut durchsucht, bis
ein einzelnes Plaque isoliert werden konnte. Diese positiven Plaques
wurden erneut mit dem Antikörperpool
von ,primär
infizierten' Tieren
von allen drei Bauernhöfen durchsucht.
Die Plaques, die ausschließlich
durch die Antikörper
von den ,immunen' Tieren
erkannt wurden, wurden zurückgehalten,
in 200 μl
sterilem SM-Puffer (50 mM Tris-HCl, pH 7,5, 100 mM NaCl, 10 mM MgSO4) resuspendiert und bei 4°C mit einem
Tropfen Chloroform gelagert. Die anderen wurden aufgrund der Kreuzerkennung
der Antikörper
von den ,primär
infizierten' Tieren
als falsch-positiv bezeichnet.
-
Die
Inserts wurden durch PCR-Reaktion mit universellen λgt11 Primern
amplifiziert und das Amplikon wurde mit einem Gelreinigungskit (QIAGEN)
gelgereinigt. Das cDNA-Fragment wurde in den pGEM-T-Vektor (Promega)
subkloniert und in DH5 E. coli Zellen transformiert.
-
Im
Anschluss an das Blau-Weiß-Screening
(IPTG/X-gal) und die PCR mit SP6 und T7-Vektorprimern, wurden rekombinante Klone
ausgewählt
und Plasmid-DNA wurde mit dem Qiagen Plasmidisolationskit isoliert. Die
Nukleotidsequenz der cDNA-Klone wurde durch das Dideoxy-Kettenterminatorverfahren
mittels fluroreszierenden BigDyeTM-Terminatoren
in einem 377 automatisierten DNA-Sequenzierer (PE Biosystems) bestimmt.
Der Zusammenbau und die Analyse von Nukleotid- und abgeleiteten
Aminosäuresequenzen
wurden mit dem DNASTAR® Softwareprogramm durchgeführt.
-
Ergebnisse von Beispiel 3.
-
Das
Screening-Verfahren mittels lokalen Antikörpern, die von Schleim und
Kulturüberstand
mit Antikörper
sezernierende Zellen (ASC) erhalten wurden, machte es möglich, dass
zwei zusätzliche
neue Gene, die Impfstoffkomponenten kodieren, gefunden wurden:
- 1) ein Gen mit 900 Nukleotiden wurde sowohl
in der Larven-L4-Stadiums- als auch Adultstadiums-cDNA-Bibliothek
gefunden. Die Nukleotidsequenz dieses Gens ist in der SEQ ID NO:
11 angegeben. Das Gen kodiert ein Protein mit einer Länge von
300 Aminosäuren
und einem Molekulargewicht von etwa 24 kD. Das Protein hat einen
isoelektrischen Punkt von pl 6,6. Die Aminosäuresequenz des Proteins ist
in SEQ ID NO: 12 angegeben. Die Pfeile im linken Bild der 5 zeigen,
wie Bakterien, die dieses Protein exprimieren, speziell durch Antikörper erkannt
werden, die im Überstand
von Lymphknoten gefunden werden, die von immunen Tieren isoliert
wurden. Die Wichtigkeit dieses Befunds wird durch die Tatsache unterstrichen, dass
Antikörper,
die von primär
infizierten Tieren isoliert werden, überhaupt nicht mit diesen Klonen
reagieren. Dies zeigt deutlich die Wichtigkeit dieses Proteins bei
der Induktion der Immunität.
Eine weitere Charakterisierung dieses Proteins ist im Beispiel 4
angegeben.
- 2) ein Gen mit 1238 Nukleotiden wurde in der Larven-L3-Stadiums- und Adultstadiums-cDNA-Bibliothek gefunden.
Die Nukleotidsequenz dieses Gens ist in SEQ ID NO: 13 angegeben.
Das Gen kodiert für
ein Protein von 65 kD. Die Aminosäuresequenz des Proteins ist
in SEQ ID NO: 14 angegeben. Die Pfeile im linken Bild der 6 zeigen,
wie Bakterien, die dieses Protein exprimieren, speziell durch Antikörper erkannt
werden, die vom Schleim von immunen Tieren isoliert wurden. Die
Wichtigkeit dieses Befunds wird wieder durch die Tatsache unterstrichen,
dass Antikörper,
die von primär
infizierten Tieren isoliert wurden, überhaupt nicht mit diesen Klonen
reagieren. Dies zeigt deutlich die Wchitigkeit dieses Proteins bei
der Induktion der Immunität.
-
Details über die
Identifizierung des Gens voller Länge sind im Beispiel 5 angegeben.
-
Beispiel 4
-
4.1 Klonieren des Gens für das 24
kD Protein
-
Ein
653 bp Fragment wurde vom Genklon, der das 24 kD Protein kodiert,
(De Maere u. a., Parasitoloy, 125, 383–391 (2002)) durch PCR mittels
Primern amplifiziert, die auch die Restriktionsendonukleasestellen (unterstrichen)
beinhalten. Die verwendeten Primer waren:
-
Das
PCR-Produkt wurde mit den Restriktionsenzymen EcoRI und XhoI verdaut,
gelgereinigt (Qiagen Kit) und im Rahmen in den T7-/6 × Histidin-markierten
Vektor pET21a kloniert (Novagen). Der korrekte Leserahmen wurde
durch Sequenzierung bestätigt
und das Konstrukt wurde in den Bl21 (DE3) Stamm von Escherichia
coli transformiert. Rekombinante Proteinexpression wurde durch Zugabe
von Isopropyl-β-thiogalactosidase
2 h lang bei 37°C
hervorgerufen.
-
Die
Zellen wurden zentrifugiert, in PBS resuspendiert und durch Zugabe
von 0,1 Volumen Lysozym lysiert. Nach einem Gefrierzyklus (–70°C) und Tauzyklus
wurden Zelltrümmer
herunter zentrifugiert und Überstand
wurde gesammelt. Zelltrümmer
wurden im T7-BindBuffer® (+
6M Ureum) 1 h lang auf Eis resuspendiert, um die unlöslichen
Proteine zu resuspendieren.
-
Rekombinante
Proteine wurden über
eine T7-Markier-Affinitätssäule und
danach durch eine His-Eindungs-Harzsäule gereinigt.
-
4.2 Polyklonale Antikörper
-
100 μg rekombinantes
Protein wurden 3-mal intramuskulär
mit 3-wöchigen
Intervallen in ein Kaninchen injiziert. Präimmunes Blut wurde direkt vor
der ersten Immunisierung genommen und die Endausblutung erfolgte
3 Wochen nach der letzten Immunisierung.
-
4.3 Probensammlung
-
Die
Schleimsammlung und Antikörpersekretierzellsondensammlung
sind im Beispiel 3 oben (Abschnitte 3.3 und 3.4) und in De Maere
u. a. (2002, oben) beschrieben.
-
4.4 Western Blotting
-
Die
Erkennung von nativem oder rekombinantem 24 kD Protein durch ASC-Sonden,
Schleimantikörper
oder Kaninchen anti-24 kD Proteinserum wurde durch Western Blotting
bewertet. Zehn μg
Ostertagia-Extrakt oder Exkretions-Sekretion-Produkt wurden mit
10 SDS-PAGE unter reduzierenden Bedingungen fraktioniert und dann
auf eine PVDF-Membran übertragen.
Die Fleckenabschnitte wurden in Streifen geschnitten, 2 h lang in
10 normalem Pferdeserum in PEST blockiert und über Nacht mit ASC-Sonden sondiert.
Schleimantikörper
oder Kaninchen anti-24 kD Proteinserum und Konjugat wurden dann
zugegeben: Kaninchen anti-Rinder-HPRO (H+L) (Jackson Immunoresearch
Laborstories Inc.) bei 1:8000 oder HRPO-konjugiertes Ziegen anti-Kaninchen
(Sigma) bei 1:6000 in 2 normales Pferdeserum in PEST. Streifen wurden
1 Stunde lang inkubiert. Die erkannten Antigene wurden durch Zugabe
von 0,05% 3,3 Diaminobenzidintetrachlorid in PBS, enthaltend 0,01%
H2O2 (v/v), sichtbar
gemacht.
-
4.5. Quantitative RT-PCR
-
Die
RT-PCR wurde verwendet, um Transkripte der Gene, die das 24 kD Protein
kodieren, in den parasitischen Lebensstadien von O. ostertagi zu
untersuchen. Drei Mikrogramm von Gesamt-RNA von jedem Lebensstadium
(L3, L3'' „exsheathed" bzw. ohne Hülle, L4 und Adult) wurde für die cDNA-Synthese mittels
eines oligo(dT)-Primers (Superscript®, Life
technologies) verwendet. Die Oligonukleotidprimer, die zum Nachweisen von
Transkripten des Gens, das das 24 kD Protein kodiert, verwendet
wurden, wurden so aufgebaut, dass sie eine etwa 300 Basenpaar lange
cDNA amplifizierten. Actin (Oo-act), das von Vercauteren u. a. (Molecular
and Biochemical Parasitology, 126, 201–208 (2003)) beschrieben wurde,
wurde als eine grundlegend exprimierte „Housekeeping" Genkontrolle verwendet,
um die Einheitlichkeit der Umkehrtranskriptionsreaktionen zu bestimmen.
-
Die
cDNA des Gens, das das 24 kD Protein kodiert, wurde amplifiziert
und mit dem Light Cycler® und dem Lightcycler-Schnellstart
DNA Master SYBR Grün
I Kit (Roche, Mannheim, Deutschland) amplifiziert und quantifiziert.
Das Reaktionsgemisch besteht aus einer Master-Mischung, enthaltend Taq DNA Polymerase, dNTP-Gemisch
und SYBR Grün
I, 2 mM MgCl2, 5 pM von jedem Primer und
2 μl Matrizen-cDNA
von insgesamt 20 μl.
Die Bestätigung
der Spezifität
der PCR-Produkte wurde durch Unterwerfen dieser Produkte einer Schmelzkurvenanalyse,
anschließende
Agarosegelelektrophorese und Sequenzierung durchgeführt. Die PCR-Analyse
wurde dreifach durchgeführt
und die Quantifizierung trat mit externen Standards von 24 kD Protein
und Oo-act cDNA auf. Die Berechnung wurde mit der Lightcycler Analysesoftware
durchgeführt.
Die relative Menge an 24 kD Proteinexpression wurde als Verhältnis ((Kopienzahl
von 24 kD Protein/Kopienzahl von Housekeeping-Gen) × 10) aufgetragen.
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Ergebnisse von Beispiel 4:
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Rekombinantes
24 kD Protein (7A) wurde durch ASC-Sonden
und Schleimantikörper
von immunen Tieren (7B-C) erkannt.
Dies zeigt, dass die Epitope des rekombinanten Proteins denen des
nativen Proteins ähnlich
sind und dass das rekombinante Protein dieselben schützenden
Fähigkeiten
wie das native Protein hat. Antikörper gegen das rekombinante
Protein in Kaninchen erkennen daher auch das native Protein auf
1D-Gel (7D) und 2D-Gel (8A).
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Antikörper gegen
rekombinantes 24 kD Protein wurden verwendet, um die stufenspezifische
Expression des Proteins auf Western Blot zu spezifizieren (8B).
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Die
RT-PCR zeigte die Expression des Proteins in allen Lebensstadien,
insbesondere in L3 mit Hülle und in dem L4-Stadium
(9A).
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Da
das 24 kD Protein hauptsächlich
in den Larvenstadien L3 und L4 exprimiert
wird, stört
ein Impfstoff, der auf diesem Protein beruht, die Entwicklung der
Larvenparasitenstadien L3 (das infektiöse Stadium)
und L4, wodurch die Etablierung einer Ostertagia-Infektion
reduziert oder verhindert wird. Dies führt wiederum zu einer reduzierten
Wurmbelastung im Tier mit allen günstigen hier angegebenen Konsequenzen.
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Beispiel 5
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Erhalt des Gens voller Länge, das
das 65 kD Protein kodiert
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Unter
Verwendung des Ad-Klons (De Maere u. a., Parasitoloy, 125, 383–391 (2002))
als Grundlage für den
speziellen Primeraufbau wurde die vollständige Sequenz des Gens, wie
in SEQ ID NO: 13 gezeigt, durch das Verfahren der 5'/3'-Schnellamplifikation
von cDNA-Enden (RACE) erhalten. Der 5'-RACE-Kit von GibcoBRL wurde verwendet,
um das 5'-Ende des
Gens für
das 65 kD Protein zu identifizieren. Zuerst wurde eine Strang-cDNA
in einer Umkehrtranskriptionsreaktion mittels des spezifischen Primers
65Rev1 (siehe unten) auf 2 μg
Adult-RNA erzeugt. Diese cDNA wurde poly-C-seitig an ihrem 3'-Ende mit der terminalen
Deoxytransferase und als Matrize in einer PCR mit dem verkürzten Ankerprimer
(AAP, GibcoBRL):
und dem genspezifischen Primer
65Rev2 (siehe unten) verwendet. Das 5' RACE PCR-Produkt wurde kloniert und
sequenziert.
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Der
3'-RACE Kit von
GibcoBRL wurde verwendet, um das 3'-Ende des Gens für das 65 kD Protein zu identifizieren.
Kurz gesagt wurde Erststrang-cDNA in einer Umkehrtranskriptionsreaktion
mit einem oligo(dT) enthaltenden Adapterprimer (AP) auf 2 μg Adult-RNA
erzeugt. Diese cDNA wurde als Matrize in einer PCR mit einem genspezifischen
Primer 65kForw (siehe unten) und dem universalen Amplifikationsprimer
(UAP, GibcoBRL):
Verwendet. Das 3'-RACE PCR-Produkt
wurde kloniert und sequenziert.
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Ein
Abgleich aller Sequenzdaten machte es möglich, neue genspezifische
Primer zu entwerfen, die das Start- und Stoppkodon, For65 und Rev65
umfassen (siehe unten). Das SUPERSCRIPTTM Präamplifikationssystem
für die
Erststrang-cDNA-Synthese (GibcoBRL) wurde verwendet, um eine Matrize
für eine
PCR mit diesen Primern zu erzeugen und so die cDNA voller Länge zu erhalten.
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Genspezifische
Primer, die zur Identifizierung der kodierenden Sequenz voller Länge der
cDNA für
das 65 kD Protein verwendet werden, sind:
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Quantitative RT-PCR
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Die
RT-PCR wurde verwendet, um Transkripte des Gens für das 65
kD Protein in den parasistischen Lebensstadien von O. ostertagi
zu erforschen. Drei Mikrogramm der Gesamt- RNA aus jedem Lebensstadium (L3, L3 ohne Hülle, L4 und Adult) wurden für die cDNA-Synthese mit einem oligo(dT)-Primer
(Superskript, Life technologies) verwendet. Die Oligonukleotidprimer,
die für
einen Nachweis des Transkripts für
das 65 kD Protein verwendet wurden, wurden entworfen, um eine ungefähr 300–500 Basenpaar
lange cDNA zu amplifizieren. Aktin (Oo-act), das von Vercauteren
u. a. (2003, oben) beschrieben wurde, wurde als konstitutiv exprimierte „Housekeeping"-Genkontrolle verwendet,
um die Einheitlichkeit der Umkehrtranskriptionsreaktionen zu bestimmen.
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Die
cDNA für
das 65 kD Protein wurde amplifiziert und wie im Beispiel 4, Abschnitt
4.5 beschrieben quantitativ bestimmt.
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Ergebnisse von Beispiel 5:
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Die
vollständige
Kodierungssequenz des Gens, das das 65 kD Protein kodiert, wie die
SEQ ID NO: 13 zeigt, ist 1722 bp lang und kodiert für ein Protein
mit einem Molekulargewicht von 65 kD (SEQ ID NO: 14). Die N-terminale
Aminosäuresequenz
enthält
eine mutmaßliche
Signal-Sequenz, die wahrscheinlich zwischen der Aminosäure 16 und
17 gespalten ist (Glycin-Glycin). Die kodierte Proteinsequenz enthält 5 N-Glycosylierungsstellen,
eine Zinkbindungsregion (cd00203: HEXXHALGFXHEXXRXDR) und eine pfam01400
Domäne (HEXXHXXG),
wodurch sie in die Familie von Astacin gehört (Peptidasefamilie M12A).
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Die
RT-PCR zeigte eine stufenspezifische Expression des Gens für das 65
kD Protein durch Ostertagia ostertagi. Transkripte wurden in den
Stadien L3 und Adult mit besonders hohem
Expressionsniveau im adulten Lebensstadium ermittelt (9B).
Dies stimmt mit dem Durchsuchen der cDNA-Bibliothek überein (De Maere
u. a., 2002, oben).
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Da
das 65 kD Protein hauptsächlich
in den Adultstadien exprimiert wird, stört ein Impfstoff, der auf diesem
Protein beruht, die Entwicklung zum adulten Parasiten. Dies führt zu einer
verringerten Produktion von Eiern, was wiederum die Kontamination
der Felder reduziert. Dadurch werden die Wurmbelastung und Kontaminationsniveaus
später
in der Saison gesenkt.
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Beispiel 6
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Expression im Baculovirus-Expressionsvektorsystem
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Die
kodierenden Regionen für
die 65, 28, 31 und 24 kD Proteine der Erfindung wurden von ihren
jeweiligen Vektoren in ein pFastBac®-Plasmid
(Invitrogen) mittels Standardverfahren subkloniert. Diese FastBac-Konstrukte
wurden in Sf9-Insektenzellen transfiziert, um rekombinante Bakuloviren
gemäß den Anweisungen
des Herstellers (Invitrogen) zu erzeugen. Die nächsten Expressionskulturen
wurden mittels Sf9 und Sf158 Insektenzellen laufen gelassen, die
in Mikroträger-Spinner-Kolben
von 100 und 250 ml kultiviert wurden. Verwendete serumfreie Kulturmedien
waren CCM3TM (Hyclone) und SF900-IITM (Invitrogen). Die Zellen wurden bei einer
MOI von 0,1–0,5
infiziert und 3–4
Tage kultiviert. Dann wurden die Kulturen zentrifugiert, der Kulturüberstand
geerntet und die Zellpellets wurden 10 × konzentriert in PBS konzentriert.
Triton X-100® wurde
allen Proben bei einer Konzentration von 0,2% v/v zugegeben. Die
Proben wurden über
Nacht bei Raumtemperatur extrahiert, zentrifugiert und die Überstände wurden
bei –20°C bis zu
ihrer Verwendung gelagert.
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Extraktüberstände wurden
auf standardmäßigen SDS/PAGE-Gels
neben geeigneten Markern laufen gelassen, auf Immobilon-P® Transfermembran
(Millipore) aufgetragen, die Membranen wurden mit anti-His-Tag monoklonalem
Antikörper
(Sigma) gefärbt
und sichtbar gemacht.
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Die 10 zeigt
die Ergebnisse dieser Bakulovirusexpressionen im Western Blot; die
Proteine der Erfindung waren in den Insektenzell-Pellet-Proben am
häufigsten.
Diese werden verwendet, um Impfstoffe für Impfungen zu formulieren.
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FIGURENLEGENDE
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1:
Dot-Blot von lysierten Bakterien, die eine Nukleotidsequenz umfassen,
welche (mindestens einen immunogenen Teil) des Proteins kodiert,
wie in SEQ ID NO: 8 gezeigt. Das Durchsuchen erfolgte mit speziell
hergestelltem anti-exkretorisch-sekretorischem Kaninchen-Antiserum
(siehe Beispiel 1). Ein Pfeil zeigt einen der positiven Klone.
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2:
Western Blots; in der 2B des 28 kD
Proteins mit anti-ES und anti-EX Kaninchen-Antiserum (siehe Beispiel
1) und in der 2C des 25 kD Proteins
mit anti-ES und anti-EX Kaninchen-Antiserum (siehe Beispiel 1).
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3: Analyse der ES-Thiol-Proteinfraktion
(siehe auch Beispiel 2); in der 3A eine
1D-Gelelektrophorese
und in der 3B eine 2D-Gelelektrophorese.
Das 2D-Gel zeigt das 31 kD Protein (die vier ganz rechts liegenden
Flecken im eingerahmten Bereich) und das 30 kD Protein (die zwei
ganz links liegenden Flecken im eingerahmten Bereich).
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4:
Antikörperreaktion
von mit ES-Thiol immunisierten Kälbern
auf ES-Fraktionsproteine.
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5:
Dot-Blot von lysierten Bakterien, die eine Nukleotidsequenz umfassen,
welche das 24 kD Protein kodiert, wie in SEQ ID NO: 12 gezeigt.
Das Durchsuchen erfolgte mit speziell hergestellten Antikörpern aus
dem Lymphknotenüberstand
von immunen Tieren (linkes Bild). (Siehe auch die Beispiele 3 und
4). Die Pfeile zeigten einige der positiven Klone. Das rechte Bild
zeigt einen vergleichbaren Dot-Blot, der nun mit Antikörpern von
primär
infizierten Tieren inkubiert ist. Mit diesen Antikörpern werden
keine positiven Klone erkannt.
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6:
Dot-Blot von lysierten Bakterien, die eine Nukleotidsequenz umfassen,
welche das 65 kD Protein kodiert, wie in SEQ ID NO: 14 gezeigt.
Das Durchsuchen erfolgte mit speziell hergestellten Antikörpern aus
dem Schleim von immunen Tieren (linkes Bild). (Siehe auch die Beispiele
3 und 5). Die Pfeile zeigen einige der positiven Klone. Das rechte
Bild zeigt einen vergleichbaren Dot-Blot, der jetzt mit Antikörpern von
primär infizierten
Tieren inkubiert ist. Mit diesen Antikörpern werden keine positiven
Klone erkannt.
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7:
Elektrophoretische Charakterisierung des 24 kD Proteins; 7A: Ergebnis der Expression von rekombinantem
24 kD Protein in E. coli; 7B: ein
Western Blot von rec 24 kD Protein, entwickelt mit ASC-Sonden-Antikörpern von
immunen Tieren; 7C: Western Blot von
rec 24 kD Protein, entwickelt mit Schleim-Antikörpern von immunen Tieren, und 7D: Western Blot von L4-Extrakt,
entwickelt mit Kaninchen anti-24 kD Protein-Antikörpern.
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8: Charakterisierung des 24 kD Proteins; 8A:
2D-Gelelektrophorese und Western Blotting von Adult-Extrakt von
Ostertagia ostertagi, entwickelt mit speziellen Antikörpern gegen
in E. coli exprimiertem, rekombinantem 24 kD Protein, gezüchtet in
Kaninchen, und 8B: stufenspezifische Expression
von 24 kD Protein, entwickelt mit anti-rec 24 kD Protein-Antikörpern.
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9: Ergebnisse von quantitativen RT-PCRs,
um die stufenspezifische Expression zu ermitteln; in 9A für das 24
kD Protein (siehe Beispiel 4) und in 9B für das 65
kD Protein (siehe Beispiel 5).
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10:
Western Blot von Ostertagia-Proteinen, die im Baculovirus-Expressionsvektorsystem
exprimiert sind (siehe Beispiel 6), die Färbung erfolgte mit einem anti-His
Antikörper
- Spur 1 und 11: BioRad Protein Präzisionsmarker®
- Spur 2: 65 kD Protein, Überstand
+ 0,2% TX-100
- Spur 3: 65 kD Protein, Zellpellet in PBS + 0,2% TX-100 (5 × konz.)
- Spur 4: 28 kD Protein, Überstand
+ 0,2% TX-100
- Spur 5: 28 kD Protein, Zellpellet in PBS + 0,2% TX-100 (5 × konz.)
- Spur 6: 31 kD Protein, Überstand
+ 0,2% TX-100
- Spur 7: 31 kD Protein, Zellpellet in PBS + 0,2% TX-100 (5 × konz.)
- Spur 8: 24 kD Protein, Überstand
+ 0,2% TX-100
- Spur 9: 24 kD Protein, Zellpellet in PBS + 0,2% TX-100 (5 × konz.)
- Spur 10: leer
SEQUENZPROTOKOLL