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Hintergrund der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft einen Grubenstempel, der zur Verwendung in einem
unterirdischen Grubenbau geeignet ist, um eine Abstützung zwischen
einer Sohle und einer gegenüberliegenden überhängenden
Wand bereitzustellen.
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Ausgedehnte
Grubenbauten dieser Art werden zum Beispiel im Kohlebergbau angetroffen,
in denen Kohleflöze
unter Verwendung mechanischer Verfahren, wie kontinuierlicher Kohleabbaueinrichtungen
entfernt werden, erfordern starke Abstützungen. Diese Abstützungen
können
zum Beispiel durch Aufeinanderstapeln einer großen Menge an Holz- oder Betonplatten
zur Bildung eines Packs konstruiert werden. Obwohl dieser Ansatz
funktionieren kann, ist er mühsam
und teuer. Wenn zum Beispiel die Höhe des Grubenbaus etwa mehr
als 3 m beträgt, muss
eine große
Anzahl an Platten übereinander
gestapelt werden, um die erforderliche Höhe zu erreichen und darüber hinaus
muss die Querschnittsfläche
des Stapels ausreichend groß sein,
um zu gewährleisten,
dass das Verhältnis
von Höhe
zu Fläche im
Stapel unter den Betriebsbedingungen akzeptabel und stabil ist.
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In
einem alternativen Ansatz für
dieses Problem ist es bekannt, eine röhrenförmige Säule zu verwenden, die vollständig mit
einem formveränderlichen
Material gefüllt
ist. Die Säule
wird unter Verwendung einer geeigneten Maschine im Grubenbau positioniert.
Dieser Ansatz vermindert die erforderliche Zeit zur Bereitstellung
einer Abstützung
wesentlich. Hingegen sind die Merkmale des formveränderlichen Materials
derart, dass wiederum die Querschnittsfläche der Abstützung signifikant
sein muss, um ein akzeptables Verhältnis von Höhe zu Fläche für die Säule zu erhalten. Zum Beispiel
ist bei einer Säulenhöhe in der
Größenord nung
von 3,5 m ein Säulendurchmesser
von ungefähr
900 mm erforderlich. Daher ist es notwendig, die Größe der Säule und
ihre Kosten sorgfältig
in Betracht zu ziehen, bevor die Entscheidung zur Verwendung einer
Stütze
dieses Typs gefällt
wird.
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Ähnliche
Probleme und Überlegungen
stellen sich, wenn eine Abstützung
in Bereichen bereitgestellt wird, in denen langgestreckte Träger, wie Holzbalken
oder Stahlstützen
verwendet werden, damit der Schlankheitsgrad der Stütze (das
Verhältnis seiner
Länge oder
Höhe zur
Querschnittsfläche) nicht
zu hoch wird, da die Stütze
katastrophal versagen kann, z. B. beim Biegen oder Einschnappen
unter Last, statt allmählich
auf kontrollierte Weise nachzugeben.
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Es
ist ein Grubenstempel bekannt, der in einem äußeren Behälter eine Anordnung von Abteilen beherbergt,
die durch Trennwände
aus einem flexiblen Material unterteilt sind. Die Abteile können in
Reihen und Säulen
angeordnet sein. Die Abteile sind mit Last tragendem Material und
mit einem Material, das keine oder eine geringere Lasttragfähigkeit
aufweist, gefüllt
(
WO 00/14384 ).
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
Erfindung stellt einen Grubenstempel zur Verfügung, der eine verformbare
rohrförmige
Hülse, ein
erstes Material mit einer ersten Festigkeitscharakteristik darin,
das einen ersten Innenteil der Hülse füllt, und
ein zweites Material mit einer zweiten Festigkeitscharakteristik,
die sich von der ersten Festigkeitscharakteristik unterscheidet,
darin aufweist, das einen zweiten Innenteil der Hülse füllt.
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Der
erste Innenteil kann an den zweiten Innenteil angrenzen. Die Länge des
ersten Innenteils kann in einer axialen Richtung der Hülse länger sein als
die Länge
des zweiten Innenteils in axialer Richtung der Hülse.
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Die
Länge des
ersten Innenteils kann gemäß den Erfordernissen
veränderlich
sein und kann mehr als 60% der axialen Länge der Hülse betragen, bevorzugt von
70 bis 90% der axialen Länge
der Hülse betragen.
Gleichermaßen
kann die Länge
des zweiten Innenteils gemäß den Erfordernissen
veränderlich
sein und kann bis zu 40% der axialen Länge der Hülse betragen, bevorzugt im
Bereich von 30 bis 10% der axialen Länge der Hülse betragen.
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Das
erste Material kann eine leichte zementartige Mischung umfassen,
zum Beispiel verschäumten
oder lufthaltigen Beton.
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Das
zweite Material kann eine leichte zementartige Mischung umfassen,
zum Beispiel einen verschäumten
oder lufthaltigen Beton.
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Das
erste Material kann stärker
sein als das zweite Material, d. h. es kann eine größere Härte oder
eine höhere
Dichte aufweisen.
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Die
Dichte des ersten Materials kann über 900 kg/m3 betragen
und liegt typischerweise im Bereich von 1000 bis 1100 kg/m3.
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Die
Dichte des zweiten Materials kann weniger als 1000 kg/m3 betragen
und liegt typischerweise im Bereich von 800 bis 900 kg/m3.
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Es
versteht sich, dass die Dichtewerte nur als Beispiel angegeben sind
und gemäß den Erfordernissen
verändert
werden können,
um unterschiedliche Formänderungscharakteristiken
zu erzeugen.
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Die
rohrförmige
Hülse kann
ein beliebiges geeignetes Material umfassen und ist bevorzugt aus einem
duktilen Metall gebildet. Die Dicke des Metalls, z. B. Weichstahl,
kann im Bereich von 1,6 mm bis 3,0 mm liegen.
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In
einer anderen Ausführungsform
der Erfindung ist die Hülse
aus einem zerbrechlichen Material gebildet, wie Kunststoff, Fasern,
armierter Beton, mit Harz imprägniertes
Papier oder dergleichen, die unter Last in relativ kleine Schritten
brechen können, statt
sich auf elastische Weise zu verformen wie ein duktiles Metall.
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Die
Hülse kann
eine Länge
von bis zu 4,5 m aufweisen und der Durchmesser der Hülse kann
in der Größenordnung
von 600 mm liegen.
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Bei
einer kürzeren
Hülse von
ungefähr
3,6 m kann der Durchmesser ungefähr
450 mm betragen. Wenn hingegen die Prinzipien der Erfindung angewendet
werden, um langgestreckte Abstützungen
als Alternative zu traditionellen Holzbalken oder Stahlstützen zur
Verfügung
zu stellen, kann die Hülsenlänge im Bereich
von 1,5 m bis 2,1 m liegen und ihr Durchmesser von 150 bis 200 mm
veränderlich
sein.
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Die
zuvor genannten Werte dienen nur der Erläuterung und sind nicht bindend.
Ein bedeutender Aspekt ist in dieser Hinsicht, dass der Grubenstempel unter
Last eine kontrollierte Kennlinie von Lasttragfähigkeit zu Formänderung
zeigt, und er sollte nicht zu fest sein, da er dann leicht ein Loch
in eine Hangendschicht "stoßen" oder auch plötzlich versagen
kann.
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Die
Erfindung stellt auch einen Grubenstempel zur Verfügung, der
eine Hülse
aus einem duktilen Metall aufweist, deren Inneres mit einem ersten
lufthaltigen zementartigen Material mit einer ersten Dichte gefüllt ist,
das sich über
mindestens 60% der axialen Länge
der Hülse
erstreckt, und mit einem zweiten lufthaltigen zementartigen Material
mit einer zweiten Dichte, die geringer ist als die erste Dichte, und
die einen Restteil des Hülseninneren
füllt.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die
Erfindung wird ferner als Beispiel mit Bezug zu den begleitenden
Zeichnungen beschrieben, in denen:
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1 in
Seitenansicht und im Querschnitt einen Grubenstempel gemäß der Erfindung
darstellt und
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2 und 3 Kurven
von Last gegen Verschiebung oder Formveränderung für verschiedene Arten von Grubenstempeln
angeben.
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Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
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1 der
begleitenden Zeichnungen stellt einen Grubenstempel 10 dar,
der in einem unterirdischen Grubenbau 12 positioniert ist,
der sich zwischen einer Sohle 14 und einem gegenüberstehenden
Hangenden 16 des Grubenbaus erstreckt.
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Die
Höhe 18 des
Grubenbaus kann erheblich sein und liegt normalerweise in der Größenordnung von
3 bis 5,5 m.
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Der
Grubenstempel 10 weist eine rohrförmige Hülse 22 auf, die aus
einem duktilen Metall, wie Weichstahl, armiertem Beton, Kunststoff,
mit Harz imprägniertem
Papier usw. gebildet ist. Die rohrförmige Hülse ist rund und weist einen
Durchmesser 24 auf, der gemäß den Erfordernissen veränderlich
ist, der aber typischerweise in der Größenordnung von 450 mm liegt.
Wenn die Hülse
aus Weichstahl ausgebildet ist, liegt die Dicke des Stahls normalerweise
im Bereich von 1,6 mm bis 2,5 mm.
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In
Abhängigkeit
von den verfügbaren
Einrichtungen wird das Innere der Hülse über Tage oder unter Tage mit
einer ersten zementartigen Mischung 28 gefüllt, die
sich von einem Ende der Hülse über einen
ersten Abschnitt 30 der Länge der Hülse erstreckt. Die Mischung 28 ist
eine leichte zementartige Mischung, die aus lufthaltigem Beton gebildet
ist und eine Dichte im Bereich von 1000 bis 1100 kg/m3 aufweist.
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Sobald
die Mischung 28 sich abgesetzt hat, wird der Rest des Hülseninneren
mit einem zweiten leichten verschäumten oder lufthaltigen zementartigen
Gemisch 32 gefüllt,
das eine Dichte im Bereich von 600 bis 900 kg/m3 aufweist.
Die Mischung 32 kommt mit einer Innenfläche 34 der Mischung 28 in Kontakt
und, wie angegeben, erstreckt sie sich über den Rest der Länge der
Hülse,
mit 36 bezeichnet, zum zugehörigen Ende der Hülse.
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Der
Grubenstempel wird unter kontrollierten Bedingungen hergestellt,
um zu gewährleisten,
dass der Grubenstempel die technischen Vorgaben einhält. Der
Grubenstempel wird unter Verwendung mechanisierter Mittel zu einer
Einbaustelle an einem Ort unter Tage transportiert. Wenn die Hülse für den speziellen
Grubenbau, in dem sie eingesetzt werden soll, zu lang ist, dann
wird sie durch Abschneiden eines Stücks der Hülse und ihres zementartigen
Inneren verkürzt.
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An
der Einbaustelle wird der Grubenstempel unter Verwendung einer Vorrichtung,
wie eines modifizierten Gabelstaplers, in eine vertikale Position
aufgerichtet. 1 stellt ein oberes Ende 40 des
Grubenstempels dar, der etwas von einer gegenüberliegenden Seite des Hangenden 16 beabstandet
ist. Ein Spannbett oder eine Spannvorrichtung 42 von einer im
Fachbereich bekannten Art, wird dann in den Spalt zwischen das Ende 40 und
das Hangende 16 positioniert und so betätigt, dass der Grubenstempel
unter axial gerichtete Belastung platziert wird. Dieser Aspekt ist
im Fachbereich bekannt und wird daher hier nicht näher beschrieben.
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Wenn
ein Aufschließen
des Hangenden zur Sohle stattfindet, beginnt das weniger dichte
Material 32, das nicht so fest ist wie das dichtere Material 28, nachzugeben.
Das Material 28 gibt nicht nach, zumindest zu Anfang. Wenn
das Material 32 nachgibt, wird der zugehörige Teil
der Hülse 22 axial
und radial verformt. Wenn das Material 32 auf das maximale Maß nachgegeben
hat, muss eine weitere Zunahme der Last erfolgen, die durch das
Aufschließen
ausgeübt
wird, bevor das Material 28 nachgibt.
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Der
Grubenstempel der Erfindung basiert auf dem Prinzip, dass das Material 28,
das fester ist als das Material 32, sich über einen
größeren Teil
der Länge
des Grubenstempels erstreckt und folglich dem Stempel eine signifikante
Festigkeit und Starrheit verleiht. Dies ermöglicht, dass die Querschnittsfläche des
Grubenstempels verringert werden kann. Um andererseits zu ermöglichen,
dass der Grubenstempel unter Last kontrolliert nachgibt, ist das
Material 32 schwächer
ausgebildet als das Material 28. Die Länge 36 ist signifikant
kürzer
als die Länge 30 und
das Vorsehen des schwächeren
Materials 32 hat keinen substanziellen Einfluss auf die
Steifigkeit des Grubenstempels. Da der Grubenstempel normalerweise
nicht über
seine gesamte Länge
nachgeben muss, weil dies bedeuten würde, dass der Grubenbau, in
dem er eingesetzt ist, vollständig
geschlossen ist, wird eine Entscheidung zum Grad der erforderlichen
Formveränderung
gefällt
und die Länge 36 des Materials 32 gemäß dieser
Entscheidung festgelegt.
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Es
folgt, dass die gesamten Abmessungen des Grubenstempels der Erfindung
im Vergleich zu dem Fall, in dem ein rohrförmiger Grubenstempel aus einer
Hülse gebildet
ist, die nur mit einer Art von Material gefüllt ist, signifikant verringert
werden können.
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Die 2 und 3 stellen
Kurven von Last gegen Verschiebung für verschiedene Arten von Grubenstempeln
dar.
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2 beinhaltet
zwei Kurven, die mit A bzw. B markiert sind. Kurve A stellt die
Last/Formänderungs-Kennlinie
einer duktilen Metallhülse
mit einer Länge
von 3,6 m und einem Durchmesser von 900 mm dar, die mit einem leichten
zementartigen Material in einer Dichte gefüllt ist. Kurve B ist die Last/Formänderungs-Kennlinie
einer Grubenstempelstütze, die
aus einer duktilen Metallhülse
mit einer Länge von
3,6 m und einem Durchmesser von 450 mm gebildet ist, die über 70%
ihrer Länge
mit einer ersten zementartigen Mischung mit einer höheren Dichte gefüllt ist
als sie für
die Stütze
in Kurve A verwendet wurde, und über
die restlichen 30% des Hülseninneren
mit einer zweiten zementartigen Mischung gefüllt ist, die eine gleiche Dichte
aufweist wie sie für
die Stütze
in Kurve A verwendet wurde, wie es in der vorhergehenden Beschreibung
angegeben ist.
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Der
Grubenstempel mit zweierlei Dichte verwendet ungefähr 1/4 des
Materials des Grubenstempels mit einer einzigen Dichte. Ungeachtet
der signifikant geringeren Menge an eingesetztem Material beim Grubenstempel
mit zweierlei Dichte ist der Unterschied in den Grenzfestigkeiten
der beiden Grubenstempel, mit dem Bezugszeichen US bezeichnet, relativ
gering. Der Grubenstempel mit einfacher Dichte wird über einen
wesentlichen Bereich deformiert, während der Grubenstempel mit
zweierlei Dichte eine beträchtliche
Deformation aufweist, aber nicht so stark wie der Grubenstempel
mit einfacher Dichte. Der Unterschied zwischen den beiden Deformationsbereichen
ist durch das Bezugszeichen R dargestellt.
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Es
ist ersichtlich, dass die Anfangsfestigkeit des Grubenstempels mit
zweierlei Dichte geringer ist als die des Grubenstempels mit einfacher
Dichte, wobei der Unterschied durch das Bezugszeichen S angegeben
ist. Eine Analyse der Kurve B zeigt, dass die Anfangsfestigkeitscharakteristik,
mit kleiner Verschiebung, primär
durch das Material mit geringerer Dichte bedingt ist und danach
die Festigkeit auf einen Wert zunimmt, der primär durch das Material mit höherer Dichte
bedingt ist, wobei der Unterschied durch das Bezugszeichen LH angegeben
ist.
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3 zeigt
zwei Kurven, die mit C bzw. D markiert sind. Die erste Kurve betrifft
einen langgestreckten Grubenstempel mit einer Länge von 1,5 m und einem Durchmesser
von 150 mm gefüllt
mit einem zementartigen Material in einer Dichte. Die mit D markierte
Kurve betrifft einen langgestreckten Grubenstempel mit zweierlei
Dichte, der die gleichen Abmessungen aufweist (Länge = 1,5 m und Durchmesser
= 150 mm) und der über
70% seiner Länge
mit einem zementartigen Material hoher Dichte und über die
restlichen 30% seiner Länge
mit einem zementartigen Material geringer Dichte gefüllt ist.
In jedem Fall liegen die Dichten der zementartigen Materialien in den
in der vorhergehenden Beschreibung angegebenen Bereichen.
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Wie
zu erwarten ist, weist der Grubenstempel mit Material in einfacher
Dichte eine höhere
Anfangsfestigkeit vor dem Nachgeben auf, weist aber vor dem Versagen
einen signifikant relativ niedrigen Formänderungsbereich von ungefähr 125 mm
auf. Der Grubenstempel mit zweierlei Dichte ist andererseits in
der Lage, sich über
einen signifikant größeren Bereich,
in der Größenordnung
von 220 mm, zu deformieren, bevor er versagt. Die erhöhte Formänderungsfähigkeit
wird mit nur einer geringen Verminderung der Grenzfestigkeit der
Stütze
erreicht, die in 3 mit dem Bezugszeichen K bezeichnet
ist.
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Es
ist möglich,
die beschriebenen Prinzipien durch Einführen eines dritten Materials
in die Hülse, das
schwächer
(weniger dicht) als die Materialien 28 und 32 ist,
zu erweitern. Dies ergibt einen Grubenstempel, der drei Stufen mit
unterschiedlichen Formänderungscharakteristiken
aufweist. Es ist auch möglich,
das Material 28 zwischen das Material 32, das
an einem Ende der Hülse
positioniert ist, und ähnlichem
Material 32, das am gegenüberliegenden Ende der Hülse positioniert
ist, einzusetzen. Mit anderen Worten, jedes Ende der Hülse erfährt daher eine
Formänderung,
wenn es einer axialen Last ausgesetzt ist, und danach fängt das
Material 28 an sich zu verformen.
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Das
Material 32 ist bevorzugt lufthaltiger Beton. Es ist aber
möglich,
eine geeignete Betonmischung auf andere Weise zu schwächen, zum
Beispiel durch Ausbilden von Hohlräumen oder Löchern im Beton, die bei axialer
Belastung eine Formänderung
in kontrollierter Weise begünstigen.
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Ähnliche
Prinzipien wie sie beschrieben wurden, können zur Herstellung kleinerer
Grubenstempel in der Art von langgestreckten Stützen angewendet werden, die
Längen
im Bereich von etwa 1,5 bis 2,1 m und Durchmesser im Bereich von
etwa 150 mm bis 200 mm aufweisen.
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Die
Hülse ist
bevorzugt ein duktiles Metall, das sich unter Last elastisch deformiert,
ohne zu brechen. Die Hülse
kann jedoch aus Fiberglas, Beton, Kunststoff oder dergleichen Material
gebildet sein, das unter Last bricht, anstatt sich elastisch zu
deformieren. Allgemein führt
dies dazu, dass der Grubenstempel eine Last/Formänderungs-Kennlinie in einer zufriedenstellenden
Form aufweist, aber die Werte, bei denen eine Formänderung
stattfindet, sind niedriger als im Falle einer Metallhülse.
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Andere
Materialien als zementartige Mischungen können im Inneren der Hülse verwendet werden.
Es kann zum Beispiel Holz mit niedriger oder hoher Dichte, Schaumkunststoffmaterial
oder dergleichen verwendet werden, aber in dieser Hinsicht sind
Kosten und vorhersagbare und wiederholbare physikalische Eigenschaften
bedeutende Faktoren, die ermöglichen,
dass die Eigenschaften des Grubenstempels im Einsatz zuverlässig bestimmbar sind.