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Rundstrickmaschine mit umlaufendem Nadelzylinder und Umlegefadenführern
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rundstrickmaschine mit einem drehbaren Nadelzylinder
und einer Anzahl von exzentrisch zum letzteren angeordneten Fadenführern, die ihren
Faden um eine oder mehrere Nadeln herumschlingen.
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Gemäß der Erfindung ist es jetzt auch bei solchen Maschinen möglich,
daß in einem Längsstreifen, der aus einem oder mehreren nebeneinanderliegernden
Maschenstäbchen gebildet wird, der Wechsel von einem Streifenfaden auf einen anderen
bei unmittelbar aufeinanderfolgenden Rundgängen stattfinden kann. Dies wird erreicht
durch mustergemäß umschaltbare Streifenfadenführer im Streifenfadenführerträger,
der sich im Gleichtakt mit dem Nadelzylinder dreht.
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Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Fig. z zeigt eine Vorderansicht der Strickmaschine, wobei die Hauptantriebswelle
und die Verbindungen, durch die der Strickvorgang beeinflußt wird; nicht dargestellt
sind; Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung zur Zuführung von Verzierungs-
oder Streifenfäden zu gewissen ausgewählten Nadeln; Fig.3 zeigt einen Grundriß der
in Fig 2 dargestellten Teile; Fig ¢ zeigt als Einzelheit im vergrößerten Maßstabe
eine Ausführungsform der zur Einführung der Verzierungsfäden dienenden Vorrichtung;
Fig 5 zeigt eine ähnliche Darstellung wie Fig. q., wobei jedoch die verschiedenen
Teile eine andere Lage einnehmen; Fig 6 zeigt einen Grundriß der Fadenführer; Fig
7 zeigt eine andere Ausführungsform der in Fig. q. dargestellten Vorrichtung; Fig.
8 zeigt einen Querschnitt durch die in Fig.7 dargestellte Vorrichtung, wobei jedoch
die einzelnen Teile eine andere Lage zueinander nehmen; Fig. g zeigt einen Schnitt
durch die Fadenführervorrichtung ; die Fig. zo bis 13 stellen Einzelheiten der in
Fig. 7 bis g dargestellten. Vorrichtung dar; Fig. 1q. zeigt einen mit Verzierungen
versehenen Strumpf; Fig. 15 stellt einen Ausschnitt des Strumpfes in stark vergrößertem
Mäßstabe dar; Fig. 16 zeigt die Flottierungen an der Innenseite des Strumpfes, welche
durch die in Fig. q. bis 6 dargestellten Vorrichtungen erzeugt werden; Fig. 17 zeigt
gleichfalls die Flottierung an der Innenseite des Strumpfes, welche jedoch
durch
die in Fig. 7 bis i3 dargestellten Vorr:chtungen erzeugt werden.
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Die Strickmaschine i besteht aus einer runden Grundplatte a, auf der
in der üblichen Weise der Nadelzylinder 3 befestigt ist, welcher einen Platinenkopf
4 und einen Zungenring 5 besitzt. Der Zungenring 5 wird in seiner gesenkten Arbeitsstellung
durch eine Klinke 6 gehalten, die in einen Stift 7 an dem über dem Nadelzylinder
liegenden Mundstück 8 faßt. Das Mundstück 8 trägt in bekannter Weise die üblichen
Fadenführer 9, welche dazu dienen, die Fäden, io einzuführen, d. h. also die Grund-und
Plattierfäden, die Fersen- und Spitzenfäden und Ringelfäden, welche von Zeit zu
Zeit mit verstrickt werden.
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Auf einem seitlichen Ansatz 2' der Grundplatte befindet sich eine
Trommel ii, welche sich um ihre senkrechte Achse dreht und die von Rundgang zu Rundgang
schrittweise gedreht wird, z. B. in bekannter Weise durch eine nicht dargestellte
Klinkenvorrichtung, die von dem Hauptzahnrad des Getriebes (dem I04-Zahnrad) angetrieben
wird und auf das Sperrad 12 der Trommel einwirkt. Die Trommel ii trägt an ihrem
Umfang Nocken 13 und 14. Diese Nocken 13 und 14 wirken auf Hebel 15 ein, die bei
16 um eine senkrechte Achse 17 schwingen, welche in Lagern 18 gelagert ist. Die
Lager 18 sind beispielsweise an einem Ständer i9 befestigt, der den Fadenhebelkasten
2o trägt. Die freien Enden der Hebel 15 wirken auf weitere an ihren Enden 22 angelenkte
Hebel 21 ein. Wenn nunmehr ein Hebeli5 durch einen Nocken 13 oder 14 der Trommel
ii beeinflußt wird, so schwingt er um seinen Drehpunkt, und der andere Arm des Hebels
15 wirkt auf entsprechenden Hebel ei ein, und zwar entgegen der Spannung einer Zugfeder
23. Ein Ende dieser Zugfeder 23 ist an einem Arm des Hebels 21 befestigt, während
das andere Ende der Feder mit einer senkrechten Stange 24 verbunden ist, die an
der Grundplatte befestigt ist. Durch die Schwingbewegung des Hebels 21 wird ein
Stift 26 beeinflußt, der seinerseits einen Schlitten 27 bewegt, welcher an seiner
Innenseite, dem Nadelzylinder zugekehrt, einen Nocken 28 trägt, der dazu dient,
die Stößerfüße anzuheben. Unterhalb der Nadeln sind in Nadelzylindern Stößer angeordnet,
deren Füße sich in verschiedenen Ebenen befinden. So werden beispielsweise eine
Anzahl von Stößerfüßen, die sich zusammen in einer Ebene befinden, von dem untersten
Nocken 28 beeinflußt, während andere Füße, die in höheren Ebenen angeordnet sind,
durch die oberen Nocken 28 angehoben werden. Durch das Auflaufen der Stößerfüße
auf die Nocken 28 werden die Stößer, wie bereits erwähnt, angehoben, so daß sie
ihrerseits ihre Nadeln gleichfalls in eine bestimmte Stellung anheben, wodurch in
an sich bekannter Weise Streifenfäden aufgenommen und verstrickt werden.
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Die Vorrichtungen, durch die das Zuführen der besonderen Musterfäden
geschieht, sind in den Fig. 2 bis 13 dargestellt; diese bestehen aus auf Scheiben
29, 61 angeordneten Führern für die Streifenfäden, die in Augen 3o, 62 und 7o aus
Porzellan oder ähnlichem Material die zusätzlichen Fäden 31 den in der beschriebenen
Weise ausgewählten und angehobenen Nadeln zuführen. Während bei einer bekannten
Strickmaschine sich der dem Träger 29 der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung
entsprechende Träger lediglich im Gleichtakt mit dem Nadelzylinder. umdreht, so
daß derselbe Faden immer den gleichen angehobenen Nadeln zugeführt und um diese
herumgeschlungen wird, kann bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Anordnung
der Faden, welcher gewissen Nadeln zugeführt und um diese herumgeschlungen wird,
geändert und ausgestattet werden, so daß in dem Muster bzw. Streifen die Fäden 31
wechselweise auf den ausgewählten Nadeln verstrickt werden können, so daß in senkrechten
Streifen verschiedene Fäden von verschiedener Farbe verstrickt werden können.
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Bei der in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Ausführungsform wird der
Fadenwechsel durch eine Verdrehung der Scheibe 29 bewirkt, so daß ein anderes Führungsauge
3o den Faden eine bestimmte Anzahl von Rundgängen lang zuführt und danach wieder
ein anderes Führungsauge 3o, beispielsweise das Auge, welches dem erstgenannten
Auge am nächsten liegt. Dieses Führungsauge führt dann den Faden den gleichen Nadeln
zu, welche im ersten Rundgang den anderen Faden verstrickt haben. Auf diese Weise
wird ein Musterfaden 31 von einer Farbe von gewissen Nadeln verstrickt, beispielsweise
den die mittleren Maschen A erzeugenden Nadeln (Fig. i4), und zwar wird dieser Faden
über einige Rundgänge mit eingestrickt, wobei der Musterfaden in Plattierlage über
dem Grundfaden des Strumpfes liegt. Danach wird ein anderer Musterfaden von einer
anderen Farbe um die ausgewählten Nadeln herumgeschlungen, der durch ein anderes
Führungsauge zugeführt wird, und dieser Faden liegt nunmehr in Plattierlage über
dem Grundfaden, und zwar in einer gewissen Anzahl von Rundläufen. Auf diese Weise
werden die beiden Musterfäden in bestimmten Zwischenräumen durcheinander ersetzt.
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Die in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Vorrichtungen zur Auswechselung
der Fäden bestehen aus einer oberen Scheibe 32 und einer unteren Scheibe 33, wobei
diese beiden Scheiben zwischen sich die Köpfe der Porzellanaugen einklemmen und
diese dadurch in fester Lage halten. An der unteren Scheibe 33 ist eine
nach
oben ragende Welle 34 befestigt, über die eine kurze '.Muffe 36 gestreift und mittels
einer Schraube 35 an ihr befestigt ist. Durch diese bluffe wird die obere Scheibe
32 fest gegen die Köpfe der Porzellanaugen 30 gedrückt. Die Welle 34 ragt
in ein zentrales Loch 37 einer Welle 38 hinein, deren Durchmesser ebenso groß ist
wie der der Muffe 36, die sich jedoch unabhängig von jener drehen kann. Die Welle
38 bildet so ein Lager für die Welle 34, so daß die Welle 34 durch eine in sie eingeschraubte
Schraube 39 gedreht werden kann, wobei das äußere Ende der Schraube 39 durch einen
waagerechten Schlitz 40 der Welle 38 hindurchragt und gleichfalls durch einen diagonal
angeordneten Schlitz 41 einer Muffe 42, die von einer genuteten Scheibe 43 getragen
wird. Die Scheibe 43 besitzt ebenfalls Porzellanaugen 44, durch welche die Fäden
31 hindurchgehen, bevor sie zu den Augen 30 gelangen. Wie bereits erwähnt, dreht
sich der Führer 29 im Gleichtakt mit dem Nadelzylinder und wird zu diesem Zweck
durch an sich bekannte Vorrichtungen angetrieben, die bei der vorliegenden Erfindung
nicht nochmals beschrieben zu werden brauchen. Wenn die Scheibe 43 in, bezug auf
die in den Fig. 4 bis 5 dargestellte Lage gehoben urid gesenkt wird, so wirken die
Wandungen des geneigten Schlitzes 41 auf den Kopf der Schraube 39 ein, so daß sich
dadurch die Welle 34 aus der in Fig. 4 dargestellten Lage in die in Fig. 5 dargestellte
Lage bewegt. Die Muffe 42 und die Scheibe 43 wird an ihrer Bewegung in bezug auf
die Welle 38 gehindert, in dem ein Stift oder eine Schraube 46 durch die Scheibe
43 hindurch- und in die Nut 45 hineinragt. Wie sich aus Fig.6 ergibt, sind auf dem
Zuführer 29 acht Porzellanaugen in gleichem Abstand voneinander angeordnet. Dementsprechend
ist der Schlitz 41 derart bemessen und geneigt, daß der Träger um einen Bogen von
genau 45' gedreht wird, wodurch das dem jeweils in Arbeitsstellung befindlichen
benachbarten Porzellanauge seinen Faden bestimmten Nadeln zuführt. Naturgemäß kann
jedoch die Umfangsbewegung der Trägerscheibe 29, welche von der Neigung und Größe
des Schlitzes 41 abhängig ist, größer oder kleiner sein, je nach der Anzahl und
Anordnung der Augen 3o auf dem Träger 2g.
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Die Vorrichtungen, zum periodischen Anheben und Senken der Scheibe
43 sind in den Fig.2 und 3 dargestellt. Sie bestehen aus einem Hebel 47, dessen
gabelförmige Arme 47' mit gegeneinandergerichteten Stiften 48 versehen sind, die
in eine Nut der Scheibe 43 eingreifen. Der Hebel liegt gewöhnlich- in seiner unteren
gesenkten Lage und wird in dieser Lage durch eine Feder, 49 gehalten, die mit Hilfe
eines Stiftes 50 an dem Hebel 47 befestigt ist und deren anderes Ende an
einem beliebigen Teil des Maschinenrahmens angreift. Der Hebel 47 ist um den Punkt
51 einer senkrechten Stange 52 drehbar, die von .der Platte 2 getragen wird. An
der Stange 52 ist ein weiterer Hebel 53 angelenkt, welcher an seinem einen
Ende einen Stift 54 besitzt, der in eine Nut einer Scheibe 55 eingreift, die an
der Welle 38 befestigt ist, so daß bei einem Anheben der Scheibe 55 der Fadenführerträger
29 über die Nadeln gehoben wird. Der Hebel 53 steuert also die Aufwärtsbewegung
der Scheibe 55 und des Fadenführerträgers 29, wenn er durch die nicht besonders
dargestellte, an sich bekannte Mustervorrichtung beeinflußt wird. Die Scheibe 55
wird von dem Ausrichten der Nadeln zum Stricken des Hackens und der Spitze angehoben.
Koaxial mit dem Hebel 47 ist auf dem Stift 51 ein Hebel 56 angeordnet, der einen
seitlichen Ansatz 57 besitzt, auf welchem gewöhnlich die Unterseite des unter der
Spannung- der Feder 49 stehenden Hebels 47 aufruht. Der Hebel 56 hängt dort an seinem
Stift 5i und steht mit seinem unteren Ende mit einem Arm eines zweiten, waagerecht
angeordneten Hebels 58 in Verbindung, der um den Punkt 59 schwingt, und zwar um
eine senkrechte Stange, die in der Grundplatte befestigt ist. Der andere Arm des
Hebels 58 besitzt einen Ansatz 6o, welcher mit der Oberfläche der Trommel 11 bzw.
Nocken 14 auf derselben zusammenwirkt. Wenn sich der Hebel 58 auf die Oberfläche
der Trommel ii stützt (Fig. 3), so befindet sich der Hebel 56 in genau senkrechter
Lage (Fig. 2), und demzufolge nimmt der unter der Wirkung der Feder 49 stehende
Hebel 47 sowie die mit ihm verbundenen Teile die in den Fig. 2 bis 4 dargestellte
Lage ein. Wenn dagegen infolge der Schwingbewegung, welche der Trommel ii mit Hilfe
der Klinke und des Sperrades 12 erteilt wird, der Nocken 14 unter den Ansatz 6o
des Hebels 58 greift und diesen schwingt, so bewegt dieser Hebel den Hebel 56 in
eine derartige Stellung, daß der Ansatz 57 desselben den Hebel 47 anhebt, der dann
seinerseits die Scheibe 43 aus der in Fig. 4 dargestellten Lage in die in Fig. 5
dargestellte Lage bringt. Dies hat zur Folge, daß der Musterfaden 31, welcher bis
dahin bestimmten, ausgewählten Nadeln eine gewisse Zeitlang zugeführt wurde, seitlich
verschoben wird und in eine derartige Stellung mit Bezug auf die Nadeln gelangt,
daß er seinen Faden einer anderen Gruppe von ausgewählten Nadeln zuführt, während
ein dem ersten Faden 31 benachbarter Faden nunmehr den ersteren Nadeln zugeführt
wird.
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In den Fig.7 bis 13 ist eine andere Ausführungsform zur Auswechslung
des Fadens und daher auch zur Änderung des Musters -bzw. der Farbe des Strumpfes
dargestellt. Diese Vorrichtung besteht aus einem Fadenführerträger 61, welcher im
wesentlichen dem
Fadenführerträger 29 der Fig. 4. und 5 entspricht.
Hierbei sind gleichfalls Porzellanführungsaugen 62 mit ihren Köpfen zwischen zwei
Scheiben 63 und 6¢ eingeklemmt Die beiden Scheiben 63 und 64 werden mit Hilfe einer
Schraube 65 ggegeneinandergedrückt, die in eine Welle 66 eingeschraubt ist. Die
Welle 66 ragt in eine zentrale Bohrung 67 einer Muffe oder Welle 68. Die Welle 68
dreht sich im Gleichtakt mit dem Nadelzylinder und nimmt dabei die kurze Welle 66
mit den. Scheiben 63 und 64 mit. Die Welle 66 ist an der Welle 68 mit Hilfe einer
Schraube 69 befestigt, so daß also . die Porzellanaugen von Rundgang zu Rundgang
diese Stellung mit Bezug auf bestimmte Nadeln des Nadelzylinders einnehmen, so daß
also immer bestimmte Fäden an bestimmte ausgewählte Nadeln, des Nadelzylinders verteilt
werden. Mit anderen Worten führt also jedes Porzellanauge einen Faden ganz bestimmten
Nadeln eines Nadelkranzes zu, während bei der Vorrichtung, wie sie in den Fig. q.
und 5 dargestellt ist, die entsprechenden Porzellanaugen 30 um einen bestimmten
Betrag, und zwar um einen Winkel von ungefähr q.5°, geschwungen werden, so daß auf
diese Weise ein Wechsel des Fadens eintritt. Außer den Porzellanaugen 62 sind noch
andere auswechselbare Stahlaugen 7o angeordnet, bei der auf der Zeichnung dargestellten
Ausführungsform in zwei Sätzen, obwohl naturgemäß eine beliebige Anzahl von derartigen
Stahlaugen vorgesehen sein kann. Die Stahlaugen 7o befinden sich auf Hebeln oder
Führungsstangen 71, welche an ihren inneren Enden 72 geschlitzt sind (Fig.
i2). In diese Schlitze greifen Stifte oder Schrauben 73
ein, welche jedem
Stahlaugenpaar bestimmte Bewegungen erteilen. Diese Stifte 73 sind durch Löcher
einer Platte oder Scheibe 74 hindurchgeschraubt, die einen Einschnitt 75 besitzt,
in welchem ein Auge eines jeden Paares in seiner unwirksamen Lage ruht, während
sich das andere in der in Fig. io dargestellten Arbeitslage befindet. Die Platte
64 besitzt V-förmige Schlitze 76, in denen die dickeren Teile 77 der Hebel 71 geführt
sind und in denen .sie ihre Zuführ- und Ruhestellung einnehmen. Die dicken Teile
77 besitzen Schultern 78, welche gegen die Enden der Schlitze 76 stoßen, wenn sich
die Hebel 71 in ihrer zurückgezogenen Lage befinden, und die inneren Enden der Hebel
sind bei 79 unter den Schultern abgesetzt, an den Stellen, wo die Hebel auf der
oberen, Fläche der Platte 64 gleiten. Die Platte oder Scheibe 74 wird von einer
Muffe 8o getragen, die sich in einem Lager 81 dreht, welches durch die Muffe68 gebildet
wird (Fig. 8). Die Muffe 8o endigt in einem kurzen Abstand oberhalb der Scheibe
74 und stößt dort gegen Schultern 82 der Muffe oder Welle 68. Von der Muffe 8o erstreckt
sich ein Stift oder Schraube 83 nach außen und ragt durch einen waagerechten Schlitz
84 der Welle 68 hindurch und weiterhin durch einen schräg geneigt angeordneten Schlitz
85 einer Muffe 86, welche die Welle 68 umgibt, und ist dort gegen eine Drehbewegung
gesichert, beispielsweise durch eine Setzschraube 87, die in, eine Nut 88 der Welle
68 eingreift. Die Schraube wird ihrerseits durch eine weitere Setzschraube 89 in
ihrer Lage gehalten.
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Die Stifte 48 an den gabelförmigen Armen 47' des Hebels 47 greifen,
wie bereits erwähnt, in, die Umfangsnut der Scheibe 9o ein, und stehen durch entsprechende
Gelenkverbindungen, unter dem Einfluß derNocken 1q. derMustertrommel ii.
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Auf diese Weise wird die Scheibe 9o gehoben und gesenkt, um dadurch
die mit Hilfe der Augen 7o um die ausgewählten, Nadeln herumzulegenden Musterfäden
31 auszuwechseln.. In der Fig. 7 ist die Scheibe in ihrer angehobenen Stellung dargestellt,
wobei ein Auge 7o jedes Satzes seine Zuführstellung einnimmt, während das andere.
Auge in die Ausnehmung 75 der Platte 7¢ zurückgezogen ist. Wenn, sich die Scheibe
go und die Muffe 86 aus der in Fig. 7 dargestellten, Lage herunterbewegen, so wirkt
der schräge Schlitz 85 auf den Stift 83 ein und dreht diesen. von der in Fig. 7
dargestellten Lage nach rechts. Der Stift 83 nimmt die Muffe 8o und die Scheibe
74 mit, welche ihrerseits durch die Stifte 73, die in die Schlitze 72 hineinragen.,
auf einen Hebel 71 jedes Zuführerpaares einwirkt und diese dadurch aus ihrer vorgeschobenen
Stellung in eine Stellung zurückzieht und gleichzeitig den anderen, bisher zurückgezogenen
Fadenführer vorstößt. Die Stahlaugen 7o, welche von den Hebeln 71 getragen werden,
bewegen sich auf diese Weise also in eine Stellung, durch die der Faden, welcher
durch dieses Auge hindurchgeht, den ausgewählten angehobenen Nadeln zugeführt wird.
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Die in den Fig. q. bis 6 und 7 bis 13 dargestellte Mustervorrichtung
kann zu beliebiger Zeit durch eine andere ersetzt werden, indem die Schraube 64
bzw. 87 gelöst wird und die Vorrichtung abgenommen wird. Naturgemäß können die beiden
erwähnten Ausführungsformen der Mustervorrichtungen gemeinsam in einer Maschine
verwendet werden.
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In Fig. 1q. ist ein Strumpf dargestellt, bei dem in der beschriebenen
Weise ein Musterstreifen A erzeugt wurde, der seitlich zwei Streifen B und C besitzt,
die sich ebenso wie der erste Streifen längs des Strumpfes erstrecken. . In Fig.
15 sind eine Anzahl nebeneinanderliegender Maschen mehrerer aufeinanderfolgender
Rundgänge dargestellt, woraus sich ergibt, daß ein Grundfaden 9i und ein Plattierfaden
92 miteinander verstrickt sind und zu diesem in bestimmten Maschen 93 ein dritter
Faden 93 hinzugefügt ist, der zwischen den
Maschen 94 flottiert.
Die Flottierungen 94 entstehen dadurch, daß die Stößer ihre Nadeln nicht so hoch
angehoben haben, daß sie den Musterfaden 31 aufnehmen konnten, so daß er also an
diesen Maschen rückwärts derselben flottiert, die selbst aus den beiden Fäden gi
und 92, die sämtlichen Nadeln an dem Mundstück der Maschine zugeführt werden, gebildet
wurden. Die Flottierungen 94 entstehen also, wie bereits erwähnt, dadurch, daß die
Nadeln nicht ausgewählt wurden. Neben den eigentlichen Strickflottierungen 94 treten
an der Strickware auch noch Schlingflottierungen 95 auf, welche sich von der letzten
Masche, in der ein zusätzlicher Faden verstrickt wurde, zu der ersten Masche des
folgenden Rundganges, in dem dieser Faden wieder verstrickt wird, erstrecken. Jeder
der zusätzlichen Fäden wird vorzugsweise einer größeren Anzahl, beispielsweise io
bis 14 nebeneinanderliegender Nadeln zugeführt, welche in der beschriebenen Weise
durch ihre Stößer unter der Wirkung des Nockens 26 angehoben werden. Wie sich aus
Fig. 15 ergibt, ragt einer der zusätzlichen Fäden über sieben Maschen und ist in
die erste, dritte, fünfte und siebente Masche verstrickt, und zwar in aufeinanderfolgenden
Rundgängen, wobei in den vorhergehenden Rundgängen der Faden 31 lediglich in der
zweiten und sechsten Masche mit eingestrickt war.
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Die Schlingflottierungen 95 der Fig. 15 sind in der Fig. 16 durch
die Ziffern 96,.97 und 98 angegeben. Diese zusätzlichen Fäden bilden an der Außenseite
des Strumpfes die Streifen D, E und F. In den ersten Rundläufen der Fig. i6 sind
drei zusätzliche Fäden drei nebeneinanderliegenden Serien von ausgewählten Nadeln
zugeführt und um diese durch die Augen 3o (Fig. 4, 5 und 6) herumgeschlungen. Während
des Strickens dieser ersten Rundläufe nimmt der Ring 43 die in Fig. 4 dargestellte
Lage ein. Um die Farbe der Streifen D, E, F zu wechseln, wird der Ring 43
aus der in Fig. 4 dargestellten Lage in die der Fig. 5 gebracht, wodurch die Augen
3o auf einem Bogen von ungefähr 45' verschoben werden, so daß nunmehr auch die Streifen
D, E, F seitlich verschoben werden und die Flottierungen 99, ioo und ioi
bilden. Durch diese seitlichen Verschiebungen der zusätzlichen Fäden wird insofern,
eine Änderung der Farbe in den Streifen D, E, F erhalten, als nunmehr der
vorher den Streifen D bildende Faden jetzt in dem Streifen E verstrickt ist und
der den Streifen F bildende Faden jetzt in den Streifen D. Die Fortsetzung des Streifens
F erfolgt dabei entweder durch einen Faden, der bisher auf einem nebenliegenden
Streifen, der auf der Zeichnung nicht dargestellt ist, verstrickt wurde, oder von
einem solchen Faden., der bisher nicht verstrickt wurde und erst jetzt eingeführt
wird. Der Faden, durch den der Streifen E gebildet wurde, flottiert zunächst ein
Stück ioo und wird entweder in eine uriwirksame Lage gebracht oder einem neben dem
Streifen E befindlichen Streifen zugeführt, der auf der Zeichnung gleichfalls nicht
dargestellt ist. Nachdem auf diese Weise eine gewünschte Anzahl von, Rundgängen
in der beschriebenen zweiten Lage der zusätzlichen Fäden gestrickt wurde, werden
diese entweder in die erstbeschriebene Lage zurückbewegt oder auch nochmals um 45'
in derselben Richtung weiterbewegt. Wenn die zusätzlichen Fäden in ihre ursprüngliche
Stellung wieder zurückbewegt werden, so werden dadurch die Flottierungen
103, 104, 105 und io6 gebildet, so daß die Fäden also ihre ursprünglichen
Streifen Weiterstricken. Die zusätzlichen Fäden flottieren dabei, wie bereits erwähnt,
von der-letzten Masche, in der sie in einem Rundgang verstrickt sind, zu der ersten
Masche, in der sie in dem folgenden Rundgang verstrickt werden.
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Bei der Wirkungsweise der in den Fig. 7 bis i3 dargestellten Mustervorrichtungen
wird gleichfalls die Farbe eines bestimmten Streifens G (Fig.17) geändert, wobei
jedoch die überflüssigen Flottierungen 99 bis io6 der Fig. 16 fortfallen und durch
die Schlingflottierungen io7, io8 erAetzt werden, welche durch die Flottierungen
iog und iio verbunden sind, welche die Flottierungen io7 und io8 überkreuzen. Die
Flottierungen iog und iio erstrecken sich in der Längsrichtung des Strumpfes wieder
von der letzten Masche eines Strickrundganges, in dem dieser Faden verstrickt wird,
zu der ersten Masche des nächsten Rundganges, bei dem dieser Faden wieder verstrickt
wird. Die Flottierung iog erstreckt sich in, einer geraden Linie von Masche zu Masche,
während die Flottierung iio durch die Flottierung iog abgelenkt ist, so daß ein
Teil der Flottierung iio sich von der letzten Masche ab erstreckt, in der sie verstrickt
wurde, und der andere Teil der Flottierung iio von der Flottierung iog beginnt und
der anderen Seite oder Kante des Streifens G wieder zugeführt wird, wo der Faden
von neuem eingestrickt wird. In der Fig. 17 sind beispielsweise seitlich des Streifens
G noch weitere Streifen H und I angeordnet, welche den angehobenen
Nadeln durch die Porzellanaugen 62 zugeführt werden.
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Die Streifen D, E, F, G, H und I können sich über die
gleiche Anzahl von Rundläufen, wie in Fig. 16 dargestellt, erstrecken, jedoch können
sie auch, wie in Fig.17 dargestellt, in aufeinanderfolgenden Rundgängen breiter
oder schmaler werden.
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Obwohl die Grund- und Plattierfäden gi, g2 in der Fig. 15 beide verstrickt
dargestellt sind, kann einer von ihnen oder auch beide an den, Stellen, wo der zusätzliche
Faden mit eingestrickt ist, flottieren, so daß dadurch weitere
Musterwirkungen
hervorgerufen werden können.
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Die SEhlingflottierungen und die übrigen Flottierungen, welche sich
quer über die Strumpfware erstrecken, können, wenn es wünschenswert erscheint, abgeschnitten
werden.
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Obwohl im vorhergehenden die Erfindung bei einer Rundstrickmaschine
mit unabhängigen Nadeln beschrieben wurde, ist jedoch die Erfindung nicht darauf
beschränkt, sondern kann auch bei anderen Strickmaschinen, als der genannten Art
Verwendung finden, und obwohl dieselbe bei einer Strumpfstrickmaschine beschrieben
ist, kann sie naturgemäß auch bei Maschinen zur Herstellung anderer Gewirke verwendet
werden.